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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-19 · Heft 2095 (19.12.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2095 (19.12.1924)
Date
1924-12-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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tWfc I Wien, fttttfag ...... Don einem Schüler. .. Heute feiert Hofrat Ehrmann seinen 70. Geburtstag, imgesehen bei den hervorragendsten Vertretern seines Faches als Kenner und Forscher ersten Randes, gefeiert von seinen über den Lanzen Erdball verstreuten Schillern, verehrt von den Kranken, die aus allen Ländern zu ihm strömten, um Heilung zu finden. In engen Verhältnissen in einer kleinen böhmischen Stadt geboren, mußte er bald dem Ideal seiner Jugend entsagen, mußte daß Studium an der K u n st a ka d c m i e, wo er sich zum Maler ausbilden wellte, ausgebcn. Galenus dat opes. So wurde er Arzt, doch geblielen ist ihm das Kunstverständnis und das Können, die Grundlage der Kunst, die er in idealer Weise mit seinem ärztlichen Beruf verband. Eine viele Hunderte Exemplare umfassende Sammlung eigenhändiger, auch künstlerisch hochwertiger Aquarell«, einzig in ihrer Art, gibt Zeugnis davon und wurde die Grundlage zu seinem Standardwerk, dem „Vergleichenddiagn ostischen Atlas der Hautkrankheiten und Syphilide"., Doch auch an dem neuen Beruf fand Ehrmann wahre Freude. Schon der junge Student, damals Demonstrator «beim Physiologen Brücke, beginnt mit Arbeiten über eines seiner Lieblingsgebiete über die Körperfarbstosfe (Pigmente), welche schon das Zeichen der ganzen wissenschaftlichen Produktion Ehrmanns, Originalität bei unermüdlichem Fleiß und peinlichster Wahrheitsliebe, tragen. Bon Brücke aus die eben in großartigem Aufschwung befindliche Dermatologie'hingcwiesen, wendete er fick) dieser zu, wurde bald Assistent bei Kaposi und Hebra und übernahm 1888 als junger Dozent die Leitung des Kaffenambulatoriums für Hautkrankheiten, die cr bis 1904 innehatte. Unter ungünstigen äußeren Umständen, nur auf ambulante Kranke angewiesen, entfaltete er eine Tätigkeit als Arzt, Forscher und Lehrer, die ihm Weltgeltung, in Oesterreich jedoch nur langsamen rmd mühsamen Aufstieg in der Stufenleiter akademischer Würden verschaffte. In die drei kümmerlichen Arbeitsraume Ehrmanns, in deren erstem die Patienten behandelt wurden, im zweiten eine aus Ehrmanns eigenen M itt e ln .beschaffte Einrichtung zu mikroskopischen Unternehmungen sich befand, und.in dem. dritten die Stoffe lei stand, auf welcher er die flüchtigen Erscheinungen an der Haut der Kranken in lebensvoller Weise auf die Leinwand bannte, strömten Schüler aus der ganzen Welt. Die Zahl der Arbeiten, die Ehrmann und, von ihm geleitet, seine Schüler hervorbrachten, ist überaus groß. ES gibt kaum ein Gebiet feines Spetralfaches, das er nicht mii wichtigen Beiträgen gefordert-hätte; aber viele se mr Arbeiten geben.auch Zeugnis davon, daß er auch außerhalb dieses, weit entfernt von engstirniger Beschränkung, originelle Ideen und wichtige Beobachtungen gab. deren Autor er war. Lange vor der Entdeckung der Syphilis^ spirochäte lieferte Ehrmann wichtige Erkenntnisse über die Ausbreitungswege des Syphilllser re gers im Körper. Er wreS auf Zusammenhänge zwischen Krankheiten der Haut und innerer Organe und damit aus neue Wege der Heilung hin. Ehrmann lehrte aber vor allem, den Menschen heilen und nicht die Krankheit, den Menschen, der bedingt ist durch Anlage, Mttieu und sozial Umstände. Ihm war die Tätigkeit bei der Kasse nicht eine minderwertige, nicht eine Verbannung, sondern eine soziale Schule, lange vor der jetzt so modern gewordenen sozialhygieni scheu und sürsorgeärztlichen Strömung. Er ist Arzt mit Ansehen der Person. Was er im Beruf und außerhalb desselben an stiller Wohltat geleistet, davon wissen gar viele zu erzählen, die Ehrmann kennen. Hofrat C^rmann, dem eine Lehrkanzel an einer österreichischen Universität versagt blieb, dessen Abteilung, die dm Ruhm der Wiener Universität in so hohem Maße mehren balf. dem „Abbau" gern zum Opfer gebracht wurde, begeht seinen 70. Geburtstag als eine Leuchte der gesamten ärztlichen Wissenschaft, eine Zierde wahren Menschentums, nicht nur gekannt, föndern auch geachtet und geliebt in der ganzen Welt. * Zu der gestern vm Hörsoal der KkmÄ Finger st.»!'gefwfonen Feier anl ßüch des 70. Gabun-s'aigcs des Hofrates Professor Ehrmann ha:den sich zaytreiche Fremde und Schüler a>ls nach und fern. Vertreter der medizinischen st-iln-ltöi n«nd Vereine einges.mdrn. Es w.rrrn anwesuid: Hofrat-Wagner- I a u r e q g und Ho-frat Lorenz, Heirat Finger (u-nv Hofra-l Riehl, dr« Porstiinde der be'v-.m dermalolog-'chen Kl rucken, der Hrstologe Professor Schaffer., Hofrat Ort? n e r, dev Chef der zweiten medizinischen Mmi-k. der pachokg'sche Ana:om Prokrsiog Mare sch, der Daka-n der m-ckizinlschm Faku'ldäl Professor Wassicky. Hosrat Pak. .He-sra-t Schlesinger und Professor Kovaes, die Pr-imarü der internen Abttiluingen des Allgemeinen Kva-nkichNls-e-, der Direktor des Allgemeinen Krankencha-uscs Ho'vr: Meder nmd zahlreiche andere Müql.ie>der der Fakultät, ferner die Gattin nwd Toch:er des Jubilars- In herzlichen Worten begrüßte -der Hmisherr, Hosrat Finger, ten Iu-bttar, erinnerte an die gemeinsam mit ihm an der Klinik Kayosi yerbrachtm Jahre 1882 bis 1884 und brachte chm die Glückwünsche dsx Gesellschaft M Bekämpfung dtzr Gefchlkchiskrain.lheiten dar, &'.§ deren fle'ißi-gA Sekretär, der Iüjä'.lgr auch an der Ausarbeitung des Gesetzes M Bekämpfung dhx Gasch lech: Sk r anbh e ten u&n Anteil genommen hatte. Pex De-kcm Professor Wassiekt -beavüßze dm JtMgr. in warmen Worten im Nam-n «der Faku>l!üt, Hosrat WagNeri>m Namen der Gesellschast der Aerzte, Hofrat R je h l, der im Namen der Wiener Geiellschgft für Derma'ytvgk sprach, verlas ejtzen Byisf des Gcheinwates Prostssor Ja-dassahn (Bar.- Wnv der dermatolog>'ch.en 5kliui'k in BveSle«), in welkem dieser dm Ittibilsv als' promiwaztes Mirgtich den Dm'ischl» HcM'jchaft feiert, weicher er seit IW SMü Mdam sprachsn Hosxat Pal s.M Namen des PrimärqWtekolstgiurrrs d'.'s AllgenceiiNen KrML'.chauifes .Md Ober* njpbijliwrnrat Kon selb, Redakteur der „Wiener medlzini- ,'chen WocheMrist". B?lener MyrftenzeNttttft. Pno^ssor Oppenheim überreichte ÄS sinn der 'KtMen Schüler-des IU-biilavS di« vom diesem grw'dmet« Fest« jdHjfi un>> gcch einen apl)orssti'j-chen Abriß des WeodogMges D.'-z'nt König si e i n wü"d'gte hicraivf in hemlrchen Worten die menschliche. Seite des Goseierten, worauf Dokwr F la is chm a n n im Namen der sümger?n SchAergeneralson - den Iuibllar be^inckivn-nsch!« . und ihn: a^8 eine Gelbe seiner Schüler eine. selbstverfertigte Uberne Plakette mit Rol-iafporträt übcrveichto. Hosrat Ehrmaiim.'dankte m bewegben Worten allen Am- ,wesenden für die Ehnur-cs-'n. womit die vom Geiste dev Herzlichkvit geirag-ene Feier zu Eirde war, Ein neuer Melen>zeHel!n. Zum Flugverkehr New«Aork—London. Die New-Aorker Blätter veröffentlichen Einzelheiten über den neuen N i e s e n - Z e p v e l i n der amerikanischen Flotte, besten Pläne Admiral M o s f a t, der Chef der LuftdienffeS der Vereinigten Staaten, dem Kongreßausschuß für Luftschiffabrt vor- . gelegt hat. Admiral Moffat beabsichtigt danach die Konstruktion eines?eppeHn-LustichisfeS mit s e ch S Millionen K u b i k« fuß Ranmgehalt. welches demnach dreimal so groß wäre als der „3- R. III.* DaS Luftschiff soll 786 Fuß in der Länge und 12V Fuß im Durchschnitt messen. Zum Antrieb sind Motoren zu se 3900 Pserdekräste vorgesehen.'DaS neu« Niesensahtzeug soll in den Dienst einer regelmäßigen Luftverkehrslinie zw Ischen New-Dork undLondon gestellt werden und jährlich 80 Fahrten über den Ozean ausführen. Die Einnahmen werden auf 5 Millionen Dollar jährlich aeschötzt. DaS Luftschiff wird 22 Tonnen Fracht zu führen imstande lein und einen Aktionsradius von 7000 Seemeilen haben. Die.Baukosten sind mit 6 Millionen Dollar veranschlagt. Dom Niesen. Dor Glmikbe, baß dom Niesen irgend eine Schicksalsbvdou't'nng ^ntzufchrotbLN sti> ist mra>l't. Vbenfo all ist anich. der Brauch, das Niesen m-it ein-am Glücks-, oder Gesiunbheltsiirun'sch zu bc-gletten. Den alten Aegyptirn galt das Niesen als so wichtig, daß sie nicht Woniger ÄS zwölf verschiedene Klaffen des Niesen8 umterfchieden., von denen jede ein-zelue ihre eigene BÄrenttmg besaß. ©>wif>o «beogMibisch waren die Römer >und Griechen, wenn sie niesen nrußtm. Plinms erzählt, daß Kaiser Tib-crms eines Tages den Besohl eVließ, daß wenn er währond ferner AuAsth-ri^n plötzlich niese, jedermann ihm einen GlüLtvwnijch zuvuscn müsse, um ihn vor VnsMck zu schützen. Bei den Griechen war bk NieSfovmel: ,^Zeu8 hälfe!" im G-öbra-uch. Man glanhie, -daß der Mensch nnr dann nies«, wenn seine Seele voller Ahn« ngen soi, und daß dos Niesen Sxsnn di« Ereigniste amkündige, und in diesem Gläiuiben gingen manche so weift; daß sie sogleich zu Brden fielen und inbrünstig beteten, wenn jemand nieste. Na üvlich gaib es-damals schon, viel Spot über all den Nl-esaber.glM>ben, -und so swgt denn einmal A r-ist o t e l e s, o«b man denn nicht vielleicht auch das Hnsten zu einer Got-chei-t machen könne. Solidst Sokrates steckte im Bann dieses MorglanibenS Md hie.lt es für günstig, wenn je>man.d zu seiner Rechten nieste, wogegen er es als ein schlechtes Zeichen beirach'-ete, wenn, der N'.eser links von ihm stand. Auch dk Zeit, zu der daS Niesen gesö>a!h, galt für be-. deu-dungSooll, indem das Nivsem zwischen Mitternacht narb Mi-!tag Uniglück bedeAkle, währenid cs von Mittag an für glückibr-mgeufd gehatten wurde. Versagte das Niesen emmall, so kündet« es hei den Griechen Gutes, bei den Römern dagegen Uwheiil an. An das Niesen knüpft sich auch jetzt noch aller -mir nvoglicher Aberglauibe. Treinlaiiges Niesen mit wüchternem Mogm bedeutet Glück, Niesen während des Schuhanziehens Unglück. Niest jemand, wührend ein anderer ihm etwas erzählt,, so. soll es dk Wahrheit des Erzählten bebrästigen. Früher glaubte man, das Gcsu'Nfdhcitlivünschen beim Niesen sei als ein Brcvuch zu betrachten, der während einer mittülalllevlichen Pcstspifdemk entstanden sei; aber der Bmuch ist, wie gesagt, bicjl aller, ja so all, daß wir feinen eigentlichen Urfpvwug überhaupt nicht 'mehr ausspüren können. Bei den abgebaulen Bankbeamten. Im Cafe Edison. Kürzlich laS man i>n den Blättern, daß die Wärmesturen für die Aermsten der Armen wieder eröffnet werden sellen. Gemeiml waren die Um.krkU'nflkstätkn für zerlu-mpte, abgearbeitete Proletarier, die dorthin kommen um sich zu wärmen und einen heißen Tee cd:r ekwaS warme Suppe und Brot M erhalten. Diesmal ist es eine Wärmeftude für elegante j u n g e M e n s ch e n die im '.chönswn Alter stehenum achvite-n zu köwwrn und um alles in der Welt gepne arbeiten möchten. Aber sie sind ausgeWossen aus dem Kreise . der Schassenden, sie sind arbeitslos, ,D t a a t S r e n t n e r", die vom der G n a >d e d e r anderen leben müssen und dazu hevurte-ll-t sind, ihre schönste Zeit mit nichts tolzuschlagen. Die ab gebauten Bankbeamten. Welchen Zau-btzr barg doch ucch vor zwe-i Jahren das Wort ,M'w^ beamler" i-n sich. Berdiemn. verdknrn -und verdienen. Nicht so viel, als d:e. welche oben an der Schüssel saßen, aber- Mr ihre Bechältniste gemg, wm schön leben zu können Md stchgu's zu kleiden. S:e haben nu-r genippt an dem übervollen Kelch des Glücks w,b auch schon damit ihren Durst gestillt. Der Mol-och „B>a.E hat sie alle wie die Motten das Licht. snsyMtzn. sie duM^ne SchWlkMju>Mur-u>m ihre schönsten . Jahre Md die MvgWkeit, in einem anderer. Berus Wler- MomMM,. Mppellt M'd sie jetzt hrutql Ms Master. gH- ^worfen>MiKge^;«n. Weil er schon üÄrfrrssetr war nutz sich fÄbvrgeb^n müM. Jetzt können s!e, wie der schöne Ausdruck kurtet, „Lust inspizieren". Aber die ist so halt, uych so haben auch sis drlWenh Mrmestuhem gebraucht'und jetzt eine ers hcrltew. Ist. Dezember 10^4 Nr. 8098 Im Cafe Edison in der Alserstraßc hal der Reichsverein der Bankbeamten einen Souterrain raum gemietet —* der Ca fetter ist ihm in liebenswürdiger Weife eittgegengekommenund jetzt können sie sich dort wärnren und die endlos lauge Zeit vevbvingen. Erst wenige Tage lbesteht dieses Heim der stellenlosen'Bankbeamten und erfreut sich eines regen Zuspruches. Gemütlich können sie dort zttsammentkö-mmen und den Tag verbringen. Bon 8 Uhr früh bir 5 Uhr nachmittags steht ihnen der Raum zur Verfügung. Am Abend sind dort Vereine eingemietet, di« Geselligkeit und Tanz pflegen. Nach 8 Uhr müssen die Abgebouten hinaus aus die kalte Straße oder in ihr noch Mteres.Zimmer, denn Geld zum Besuche anderer Lokale haken sie nicht. Hier wäre eine Vekbesseru-ng d'eser im AnsaingSstadium^ begriffenen Einrichtung drmgend am Platze. Konsumzwang besteht in dem Loka-le nicht, aber die meisten nehmen doch dort ihre bescheidenen Mahlzeiten elw.i Spiele stehen ihnen zur Verfügung, keine>.KarteN'pkle, sondern Schach und Domino. Die meisten Tages'jeittmgen, senden ein Freiexemplar, s-o daß Gelegenheit ist, alle Wieiter Blätter zu lesen und -noch freien Stellen Ausschau zu hasten. Auch ein Klavier steht dort ,M freien Benützung und hie und da setzt sich einer hin und spielt, einen der neuesten Schlager. Getanzt darf nicht werden. Das würde dem Ernst der Situation wicht entsprachen, obwohl >das aaitze Exterieur des Saales das einer Tanzdiele ist und auch die Jazzband nicht fehlt. Die Besucher sind meist junge Leuteiauch einige alte Juuggestllen sieht mau darunter — die sehr elegant gekleidet sind. Diel« tragen Peze. Wie lange , noch? Einer erzählte, daß diele unter rhuc-n nicht eiurnal tausend Kronen in der Tasche hätten. Vorläufig beziehen sie noch die staatliche Arbeil8l.osenunkostüAtug, die mit dem Belage, den ihnen die Organisation leistet, unaesälir eine Million Kronen auS-machl. Hertt'.ch wenig, da di« meisten für «ihr mobiiertes Kabinett allein 600.00(1 bis 600.000 K. zaWn müssen. A^e Dorspvachen bei «den Behörden um Zuweisung billiger Wohnungen -oder Erbauu-ng von Baracken! blieben erfolglos. - Nicht nnr den Zweck einer aesell'gien Zitsam'menH'nst und Schutz vor Kälte verfolgt dieses H-cim. Es soll sich zu einem A rbe i t§ ma rkt entwickeln. Leute kommen dorthin, die zeitweise ArkeitZaushilf-en brauchen. Gerade war eitler dort, der eine Maschinerrschreibkrast benötigte. Das Angebot an tüchtigen 5bräficn ist groß, hosfenTch wird es auch bald die Nachtrag« -werden, wenn dick Einrichtutig erst genügend bekannt ist. Eine Verficheruugsgesellfchast hat schon fünsz-ig a'Lgeba-ute Bau-kboanite, ausgeuommen und'sie für den Außendienst Draugebildet. Die Erfolge sollen sehr gute sein. Eine andere Verdienstmöglichkit ist durch die kalte Jahreszeit auch verschlossen, worden, nämlich das Stakieren beim F i l m. Im Winter, -werden keine großen Massenszenen im Freien, gedreht, sondern nur Aleliera-ttfnahimen gemacht, für die man wenig Komparserie bra-ucht. Ein Tag filmen trug immerhin 70.000 Kronen. Das wäre ja ga-nz schön, wenn man es täg'rich ha-ben könnte, aber man kommt höchstens einmal in der Woche dran und im Mnt-cr überl)aupt nickt. Viele werden Vertreter von den verschiedenartigsten Artikeln. Jetzt ist das Radio in der M-ode. Aber ohue Fixum nur mü Pvovision pi arbeiten, lohnt sich nicht, denn der Verdienst reicht nicht einmal zur Reparatur der zerrissenen Schuhe. - Eine Kategorie von Wbgebauttn gibt es, die wohl relativ am besten gestellt sind. Es sind das die jungen -Leute, dk, wie der tevminuS techniens lautet, im „Familieu-vevban'd" stehen, also vor der drückendsten Sorge nm Nahrung und Obdach gefeit. Die anderen Fantt.ienmitglieder müssen für sie avbeiten. Viele von ibnen erinnern sich, daß sie einmal maturiert oder gar schon eine Staatsprüfung gemacht haben. Und so verwenden sie die nnfvciwillige Muße für das Studium. Ideale Stnd'ien werden da nicht betrieben, sondern Brotsttldien: Jus, und was noch viel rasckier geht, Staatswissenschassten. Bevor man. einen neuen Posten bekommt, ist man vielleicht schon Doktor oder Ingenieur. Schaden kann das aus kciiren Fall. Die anderen aber sitzen im Cafe Edison im reuerrichteten Heim süp ab-^-rbaute Bawlbcam'.e. Mit En-ddieses Jahres werden es ihrer schon 5000 feint R. S. AmorSIsche VrtreidrsvMer. Ter bekannte tschechische Or-ieulalist Pro» fessor Hrozug gibt im „Venkov" bemerkenswor'-e Austch'.üsse aber die Ergebniße 'einer Mcsq-abungm im H ci -u ro n ge b ieI, die für die r g e ij ch i ch t e i P a l ä ft l n a s sehr dedoulsam lind.. Bei unsepe-n Ausgrabungen in S ch e ch S a a d ist es ums gelun'sM, außer einer Anzahl von Gebäuden. BildwerLen usw. auch drei uralte Getreidespeicher zu entdecken. Schech Saab ist em kleines, von du-rkelhäullgen Arabern 'bewohntes Dorschen im H a u r a n, östlich vom Ses Genezavthh um-d südlich vön Damaskus. Aus einem HützÄ befindet sich dort ein uw-stes Heiligtum, in dem, wie gerade unsere Expedition festgestellt hat. im zweiten und evsten 'Jahrtausend v. Ehr. der amoräische Gott „Arkan des Nordens" (man bllrete i'hn mit großen Hörnern auf dem. Kopfe ab) verehrt wurde. Da-mÄS war das Hau ran . von ayr orai sch? nMW, tuahen Per wandten der asten Hsva-el-iken) b'wohnl; der Älnorgevkön-ig O g sstMa "lstch lylchdaS. glw Testament berietet, chen Ki-nL-M^ Jfvael entgehn, al§! sie in das gelolbte Dg'std zogens er wurde jedoch ge'ch'Wn«und fein L-gnd dem Stänttn-tz llNanasse zng-et-eitt. Spätei Kkrichteten die Grieche n in Ochech Daad an Melst dch ^wähnten AstsMerhM^iums^in 'In. ' den ersten Jahrhunderten na-ch Chr-isti entskaud dann au

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