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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-19 · Heft 2095 (19.12.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2095 (19.12.1924)
Date
1924-12-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2005 Wien. Freitag «im. Wiener Moraenzeiruna. 19. Defcmber 1924 Seite 5 1 derselbe n Stelle ein christliches Heiligtum, welchenach dem Siege des Islam, vielleicht schon im 7. Jahrhundert n. Ehr.. zu einer Moschee umgeLaul wurde. die noch heute steht. Südöstlich dieses Tempels fande-n wir einen alten A m or Le r pa la st vom Ende des 2. Jahrtausend v. Lhr. In diesem fanden wir unter dem Iiegelpflaster zwei Getreidespeicher: einen dritten von ähnlicher Art gruben wir in dem Nachbargebaude aus. In diesen Speichern fanden wir ganze Körbe voll Getreide, das heute schon völlig geschwärzt ist. Dieser Fund hat eine Hobe kultuphi'ftokische Be-deulung.; Bisher lvar bei den Ausgrabungen in Palästina.oder Syrien, noch niemals G e t r e i d e gesunden worden. Heute, da wir nun Muster des von den Amoräevn angebauten Getreides zur Verfügung haben, können wir m'-ttelS mikvostopischer Untersuchung seststellen, .welche Getreide arten damals in Palästina angebaut wurden. Ich ließ dieses verkrhlt« Getreide dem pflanzenphysiolcgischen Institut der Prager tschechischen Universität zugehen: auf die Ergebnisse der dort angestellten Untersuchung dürfen wir mit Recht gespannt sein. Rach unserer allerdings nur oberflächlichen Untersuchung handelt eS sich am ehestens um Gerste und >dann um irgendeine Me.zenarr. Ich habe seinerzeit in meinem Buche „Das Getreide im alten Babylonien" nachgewiesen, daß sowohl inBabh-. l o n i e n als in A e g h p t e n in erster L'n'e G e r st e gebaut wu>Pde: aus dreier wurde Brot gebacken und Bier gebraut: auch diente sie als Diebfu-tter. In zweiter Linie sodann sogenannter zweikörniger Weizen (deutsch ,Kmmer", dem Spelt ähnlich) und erst in dritter Linie unser gewöhnlicher W« iz e.n. Erst später gewinnt der gewöhnliche ' Walzen die' Oberl'-and über den un-vrakt-''chen Kweiköwigen Weizen, bei dem zur Beseitigung der Spreu eine be^-rdere E'-nrich'-una erforderlich war. Achtfache VerlMnisie habe ich auf Grund des heth itlsch en Gesetzbuches auch für das Land der alten Hethiter festgestellt. und analoge Verhältnisse darf man auch für das altamoräische Gebiet erwarten. Die gr ße in Schech Saad gesundene Getreidemenge erlaubt es vielleicht, mrch festzustellen, welche Spezialgattungen von Gerste und We'zen dort im 2. Jahrtausend Io. Ehr. angobaut wurden. All das ist wichtig für die Frage der U r h e i m a t d e s P f l u g e s und der Getrei d e g a t t u n g e n. als die man häufig und, wie ich glaube, mit Recht, gerade Vo r de rasi en an,sieht. Wien, 19. Dezember. *. Die Auswanderung ans Oesterreich. Nach den Äus'zeichnungen der amtlichen Auswandcrerstell« 'sind im November 169 Personen (gegen,.881 im Vorjahre) aus Oesterreich nach außereuropäischen Länder«'au saewandert. Davon wären weitaus die meisten, nämlich 51, Wiener, worauf Steiermark mit 36. Burgenland mit 30. Ntederösternich mit 21,' Oberösterreich imd Karaten mit je 8, Vorarlberg mit 7, Sabburg und Tirol mit j* 4 Personen folgen. Seit 1. Jänner d. Js sind 8411 und seit Kriegsende 38.678 Personen aus'ewawdert. * Die Verkaufszeit der Tabaktrafiken wahrend der Feier-' tage. Den Inhabern selbständiger Tadaktvafiken in Wien wird gestattet, i-hre Geschäfte am 21. d. durch acht Stunden offen, zu' halten. A>m 25. d. hat der Verkauf in den selbständigen Trafiken vormittags während der Dauer vom vier Stunden stattzufinden. Am 26. d. har der Betrish ln allen Tvafiken zu putzen. * Der DtraßenbahnfahrpreiS an den Feiextage«. Dfiw nersbag den 25. und Freitag'den 26. d. gelten auf den. starte schen Straßenbahnen die Sonmaasjaihvpreis«.- Demnach - habe« an diesen beiden Tagen die FrichfahvscherNe, Hm- 'nnd RitÄsah rs che me und Wochenkarten sowie dfe Fürsorgefahvschems keine Gültigkeit. .! Ausschreibung einer Assistentenstelle im Lainzer Spital: ' - . - Fern i>t * Bon der Straßenbahn ttfatzt. In d-r Ungaraaffe, Ecke H>er Nenlinggasse. wurde cuestern die 63iährige Leopo din« Aichsc'ner beim 1teb."vs«tzen der Fahrbahn von einem Srratzenbahn'ug der Linie C erfaßt imd nieidsraestoßm. Sie erlitt Verätzungen des Hiwerhaglp'eS Und eine Gehivnevschüttemng. Die Ret'uuasgesl.'lli'chaft brachte sie ins Rudolfsspiial. * Ein Schachmeisterturnier in Berlin. In Berlin wurde soeben ein Großmeisterlurnier en miniature beendet, an dem vier starke MWer teilnahmen, nämlich Rubinst ein, Teich mann. MieseS und Johne r. Erster wmde Joyner, der aus acht Partien vier Zähler holte, ihm sollen Rubinstein mit 3L, Deichmann mit 2,6 und Mieses mit 2 Zählern. * Tod beim Photographieren. Der österreichische Artist Christian Hausbacher ist in Triest, als er sich Photographieren lassen wollte, dadurch ums fr'&en gekommen, daß durch das crufflammende Magnesiumlicht ein daneben liegend s Pakei mit einem halben Kilogramm Magnesium explodierte und da- Glasdach zertrümmerte, wobei am Stück Glas den Artisten so schwer in der Herzgegend verletzte, daß er baK» darauf starb. * Zahnärzte und Zahntechniker im Altertum. Tter Gebraucht künstlicher Zahne geht schon in „die graueste Vorzelt zurück. Bei Aearwtern, E'vuHkern und Römern finde: matt, in Gräbern schm: blusig Schädel mit künstlichen Zähnen. Diese srnld teils aus Gold, teils vermittels Golddracht, nach Art moderner Bvückeuaribeit, fesdgvbÄtene Zähne aus El.se.nbem. Ku>"chrn oder andeve-m Material. Nälhcve Vetrachmua dieser an Äön Knuisteobiffe qe.i^: freilich, daß eS den Zahntechnikern und ihren Patienten mehr um das Schone, als um das Praktische zu tum war, den ordentlich kauen konnte man mit diesen ZLtznen nicht.- Ueber die falschen Zi'lbne der römischen Damen fpottet auch Marrial in seinen Epigrammen. In einem von diesen heiß* eS: „Wie de-'.M Kleider 1eM du nur in verfchwi-ogoner Nacht dein GEH ab". — ein Beweis, dah eS damals auch schon Gewisse gegeben haben muß, die man in stillen Stunden enitsernte. * Tanzinstitnt Hermann Braun, 14. Bez., Nenidorfgasie 42. Tel. 83*4*01.- (Entgeltlich.) ffcrelttc, ffoririffie nnb Versammlungen. Wiener Betb H a m i b r a s ck. 2. Bez.. Ferdinandsstraße 23. Jeden Samstag, 3 Ubr nachmittaas Mbelvortr ge' des Herrn Lektor Dr. S. Rubin. AllwächentlickeS Themar Jakob, der Gotteskämvser, nach den neueren Eraebntsien der Bibelfortchuna. Nt. TeN. Die Bortraae sind unentaeltlich und allgemein ruaänglich. I. A Verein Heckawer. Heute, 8 Uhr abends.. im Lokal der Leie» und Redeballe, allgemeine VeMmmstmai Vortrag M o i e n b l « mr Jüdischer Nationalismus lnrid jüdische Assimilation. Rad io »Salo« der »Wiener Morgemeitnng" i m ,.H a u S d e r Dam e" J Erg ml A.-G.. 1. Bez., Schwed.'nPlatz, 1. , Vorführung der Wiener Sendung täglich von 11 bis 1 Hr mittags und, von 4 bjs 6 Uhr nachmittags, E i t r i t t. frei. Kein K a u f g w a n y. V e t* ( (ru;f erstklassiger Pa d i o - A p p a rat e und -Bestandteile. ' - Radloproaramm fitt Venter 9 U6t: Marktbericht. » 11 Ubr bis 1 Uhr i Konzert SiWÜlg. - 1 Uhr 5 Min.r Urgniareit. - 1 Uhr 20 Mim r. WÄsterberkcht. — %4 Uhr > Wiener Börse. — 4 bis 6 Ubr r- Overetten, Konzert Silvina; — */a7 llbr Portraa Dvrent ToktorDonstaniinowskli r Telepbonie ank lanaen Leitunaen. 8 bD 10 Ubr: Altwlener Hausmusik r sfran, S ch u b e r tr Sonate 6-moll (Allegro giusto, Andante. Menuetio, Allegro moderatg). M. A. Mo» a r tr Andante Mr eine Walze m eine kleine Orgel). Jo^ef H a n d «r ' Eavricc'o. Mozart: DaS Vestchrn S b o h rr Die Note (beide gefun^rn'i. Karl Tautench a h nr Wiener Suite. P o l k m a n nr Wal,« aus der Sere-' nade.>" K. Tön t e n ti « t> n: Klänge aus der Raimund-Zeit. Joiel Lanner: Die Romantiker. Joief Biber- Humoreske. Joses Strauß: Transaktionen. Johann Strauß: Mulentzolka. Jo^ef Strauß: Dorlichwalhen aus Oesterreich (Gefana^. OSkar St r a u Sr Motive aus „Der tavkere Soldat". Josef Strauß: Nachtschatten. Wiener Volksmusik. setzung. G.suche um diese Stell«, die mit Personobdokumenicn und VerweudnngSzcmMlssen entsprechertd Mejjt sein müssen, sind bis spätestens 31. d. bei der -Diroklion des Kran^Lnhaases der S:-a<dr Wien emzubrinaen. ' * Lohnforderungen der Frisenrgehilfen. Die Frisenrge« Hilfen haben der Genossenschaft der Frisaure die sforverUMi-wäch einer ISprozenligen' Lohnechöhuug idbervcicht uno oerlbng:., dah die Meister noch vor Welhnachten der Gchilfenschastbe> kanmgcben. o>b sie diese sisorderuna erlüllen wollen Der - Häck)sr lohn eines Gchilfen beträgt setzt 330 600 K. pro Woche. wM liche Hiifskräfte echaltcn pro Woche 150.000 bis 242.000 K. Eine Versammlung bet Meister sprach sich gegen bte Erfüllung der Fovdorun-gen der Gehilfen aus. , ' , L * Die Hundesteuer wird verdoppelt. Dem Wiener La-ndtaa wird der An.rag un.evbreilet werden, die Htrndesteuer für das Jahr IM) nur 100-000 K. zu bemesint, was ein»-r Verdv-ppeluna deS bisl>erigen Dwuersatz-eS entspricht. Im Jahve 1924. wurden 86 203 Hunde versteuert, gegen Vuyid 40.000 im lchwn Friedens,ahr. . ' - * Große Fleischzufuhren. DK Grosmarklhalle hatte Mern wieder ein. Iiekoudsleisch^usuhr Wfzuw''isen. Mittels' Bahn sind 44 Waggons im Gewichte von 248 Tonnen ' einae* langt.-Trotz gestehricr Importe wickelt sich der V«xkchrbei weiter steigenden Preisen ab. Auch im 3>#ai1 ist Rindfleisch um 2000 K. pro Kilygvcmlm mr. PWe llettkM,, Pa auf, d.m gßstrigen Kälb«ma?N in St. Marx die' Kälmktzrieitk neuerlich di? HW oeganian sind, ls stetzr eim weitexe -Ber, teneruW der KaWlcischpMse bevor. Der Nasch »rarü wurde ^zjwar wesentlich schwacher dotiert, allem fn NntzetrqM-deeem-i gcschränsten V> >davks konnte mit heu yochanidcMn Pyrräwy das Äus'ängan gefunden werden. Spinat. Köhl ujch.Mllcrk' haben sich mäßig im Preist vevb'Mgt. Par Ovstmarkt ist! mit Orangen und Mandarinen über Mi. Fast auf allen Marktgebieten hstlr sich der Verkehr m engstem Rahmen. ,. ..; '» Dos Weiter. Dse Pora>ussaHtz Im Gch'.M -vor» wstge,ch heiter, in.der NiMrung Nches. TMperatur mhe dem Nullpunkt. Austritte an» dem Zudentvm. F il ch » r Berta aeb. Strauß, geh. 20. Jäimer 18b5. Esteg. 4. Bez . Frankeuberggasie 3. Wottitz Rola. geb. 10. Jänner I^W, Pndavest, Beamtin. 8. Bez., Dounoaffe 1. H e ß l t \ tt Philivv. geb. 12. Februar 1878. Hamburg, ^^idler, 6. Bez., Tbeybaldaaste 20. H e ß l e i n Emma ger>. Fürst arb. 7. Auaust 1873. D."Krone, s. Bez., Theobaldaasst 80. S ch ö n Bernhard, geh 8. Jänner 1893, Scharnitz. Kaufmann. 6. Bez.. Webgasie 4. F r i e d Moritz, geh. 19. Mai 18&5, Sovran. Kellner. 9. Bez., Branergasst 6. R a s s g u Richard, aeb. 3. Avril 188g, Prtbid. Kaufnrann, 1b. Bez.. Hlltteldorstrstrasze Y8. B n der Elisabeth geb. S e r e n n l, aeb. 23. Dezember 1888, Münzen. 2. Pez, Praterstrafst 48. B r a n n e r Georg, geb. Marz 1909, Sitten, Schüler. 8. Bei.. Schönborngasfe 9. Berger Rosg. geb. 30 Dezember 1904, Kleibermacherin, 14.'Bez.. .Pillergafst K. Berg er Leovoldine. geb. 6. Febntar 1903, Wien. Kleidemstcherln 14. Bez., Pilleraasie 8. Deutsch Sllexander, geh. 2. Mai 1889 M -Krummau, Beamter, 80. Bez., Dammstraße 11/. Dr, E h r e n f e st Orkar, geb. 13. Fehrnar 1891, Wien. Kunsthistoriker, 1<, Bez., Rostggetaasi» 40. E i 4 ne r Oskar, geh 11. Mai 1901 Wien, 2. Bez.. Ferdiuandftraße 13.' Fluß Emil Rgchmavn, geb 3. Jänner 1898. Bola Mielvn. 2. Bez., Taborstrqße 60 G y l l e r st e pv erJv'^, geb. M. Juni 1888, Men. 2 Bez., Valfaanq- Schmestl-Gasse 8? G o l l e r st e v v e r Marie aeh. K g n o n, aeb. 7. Dezember 1890. Wallendorf 2. Bez, Wolfgang--Schmelzl- Ggsie T2 H ych f e l d Esst ach. F i l ch l. geh. 1 Anaust IM. Hvritz. Beamtensaattin, 17. Btz, ^->nstlaassv 19 (§ \\ t t M UtN» G-rtntdtz aeb. 27. Oktober 1608 M -Schönberg. 3, Btzz.. Obere Mzißgöcherstraße?S. K l g g r Bernhard, pb 11, Oktober IM. Wien. Hschschiiler. 1. Bez.. Egl^ritzs 17. Dr. K a l z Ludwia. ach. 11. Juni'1878. Vien, slrzt. 6. Bez.. Maria"ilforstraßtz 82. Kaiser Ernestine, geh. 20. Dezember 1880. Wien,. 2. Bez., Czernii'-Plab ll. Kotz« Ernst, gch. 21. Juli 190-v Waaneustahtl. Arbeiter, 14, Bez., Divfenba ' gasig 40. M 0 ' er Georg, nch, 16. März 1905, London. 3. Bez., Keilaasiv 4. M 0 c i a r i Stevhan, geh. 18. April 1*93, Wien. 8, Bez.. Grailichgasst 3, BShne und Kunst. Moderne» Aeater. „Abenteuer in Marokko." Die UebersiedInnig auS den Krmmerfpielen ins Moderne Theater ha>t der Emdeuligkoit dissts von juwgen Mädchen mit wollüstigem Schauer zu genießenden Abenteuers nicht geschadet. Von Pchanterie zur Cochonuerst ist wur ein Schritt uud ein schr nuiheliegenver. Die Darsteller hieilren sich mehr anS Pikante, hüpften anmutig über die Echlüpfviigbeiten des Textei hinweg, Rhoden unid Schm öle »ersuchtem sogar,..Typen x schaffen. Le peuplie s'amuise. 0. r. Au» de» Theatem. Burgtbeater Morgett, 7 Uhr abends,»u mpaeivagabundus". A t a d e m i e t h e a t e r. Morgen, V»8 Uhr abends, ama N i e 0 l t“. Deutsches B 0 l k S t b e a t e r. Moraen, VtB Nhr abends, deutsche Uraufführung des treiaktiaen LustivielS „Der Weinberg d e S H e r r n" mit Hanst A t e s e. Raimund'- Theater. Heute, ll,8 Uhr abends, Erstaufführung von Frank Wedekinds modernem Sittengemälde ^Franziska". Die Titelrolle spielt Tilla D u t { e «r, den Veit Kunz Hugo Werner-Kahle. Im Theater an der Wien findet Donnerstag den 1. Jänner 1925, .3 Ubr nachmittags eine Kammer- Matinee statt. Zur Ausführung gelangen, von Erich Wolfgang K 0 r n g 0 l d musikalisch neu bearbeitet und einstudiert, drei einaktige Singspiele von Offenbach mit Kammermusikbeglettung. Johann-Stranß-Tbeater. Die heute stattffndrnde Erstaufführung der Overettr „PuSztaliebchen" beginnt um sieben Uhr. Lu st spielt heute r. Ebarlotte Ander bat ihr Gastspiel bis 1b. Jänner 182b verlängert. Die Künstlerin spielt allabendlich, einschließlich der beiden Wellmachtsfelerlage in dem Lustspiel „Die kleine Heilige". Ihre nächste neue Rolle w'rd die Titelrolle in dem Schauspiel „F r a n e i l l 0 n" von Alexander Dumas kein. D e r G 0 n g. das neue Fignrentbeater, muß infolge Erkrankung eines HäuptakteurS die für moraen ange'etzte Vorstellung absagen und spielt das nächste Mal am 25. d, 8 Uhr nachmittags, in der Robert-Stolz - Bühne GrabbeS „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung". dvrrjchiebung des vierten philharmonischen Konzerts. Da^ auf den 21. d. tallende vierte phich-armonische AbonnementskErt muß ebenso wie die öffentliche Generalprvbe aus den 8. Jänn-er 1925 verschoben werden, da. Direktor W-eiwgarrner wogen Erkältung nicht rechtMiy aus England eintresfen kam:. Kalidasas „Sakunlala", ein W-erk. das eineinhalib Jahr« tausende a.fo ist, wurde in der Nachdichtuna von Rolf Lauüner an der Berliner DESbüchne anf-goführt und übte starke Wirkung. Eugen Burg, der LuSgezeichnete Bonvivant, feierte.in Berlin. sein dveißigsährigeS Bübnenjubiläum- Der treälliche, auch in Wien sehr beliebte Künstler hatte das seltene Glück, daß dieser Jubiläumsfeier seine hochchetagte, 86jähvige Mutter beiwvbnt«. Rach sieben Abstimmungen preisgekrönt. Die M'ttgli.'der der Freien Akademie Doucourt haben nach beitia-em Mainunaskampf — es waren sieben Abstimmungen nötig— ihren Literat-uchveis dem Romanschriftsteller Thierry S a ndre zorevkannit. Paul Wegener filmt nicht mehr. Paul Wegcner, der von der Wiener Bühne «men ungezogenen Thoateraast so temperamennooü abgefertigt hat, teilte ei-wem Interviewer mit. er werde nicht mehr firnen. Der „Golem" habe ihm bloß eine lächepliche Summe eingebrackn und bei dem in seinem eigenen Unternehmen heogestelllen Film „Lebende Buddhas" habe er ein Vermögen einaebüßt. Er jfd jetzt mittellos und habe drei F a m i l i e n zu erhalten. Bund junger Architekten Oesterreichs. Vor einigen Wochen hat sich in.Wien der Bund 'junger Architekten Oesterreichs (B. A.) konstituiiert. MMich kann jeder Architekt unter 40 Jahren werden, der em Hochbauprojekt einem der Juroren, die jeweils von der Gen-eralversammlnng gewählt werden, vorb'-gt. das von diesom zur Aufnahme empfahlen wird. Die Juroren müssen statutengemäß über 40 Jahre M sein. Es sind derzeit die Architekten Peter Behrens, Joses Hoffmann. Mols Loos, Oskar Strnad. Die Versinil.aung ist mdDcr eine wirtschaftliche noch eine Standesvertv.i-ung. sondern eine Bereiniiftumg Gesinnungsverwa-ndter, die von ihr eine Stärkun-g der modernen Bestrebungen und späterhin sin« künstlerische Gemeinsanrkeit erhoffen. Der Sitz des Bundes ist vorläufig im Atelier der Architekten Berger und Ziegler, 8. Dez., Lercheich lderstraß« 54, Tel. 25-9-49, wo Anmeldefyrmulätie und Statuten erhältlich sinD. Gerichtssaal. Der Paragraph 144. Am 5. September d. I. verstarb im Wi.mr-NewstHter Krankenhaus die Chaujfsur starr in Maria K x u t \ {, wie durch die Obdu-ktion iostgrstellt wurde, an . einer Injektion durch Perwrr.'duwa Zeines unreinen,. In-- stvumentes bei Vornehme eines verpönten Eingriffes. Dtestn hatte di« Hvbamme Johanna Kourek durchoefü-bn. Im Zu-otz her MiWichm Ephöbimae« wurde spstMstollt daß me Hsbamm« auch an der Tischlersaattin Schöggl nutz dar Hilsßaabeitsrin Ksitsch g l ste-pen Entgelt^vevtzoden« Eiuariiss vorgewammen, ferner daß von dem EiuarU an.der pevstorbeneu s^ruu Krutll ihr Mmm Goow Kru-tlis gewußt babe nutz daß bei Frag Helene PvachaKk-a der EimgrW vgrgenvmmen wurde, wMr diese ein Entgelt eyhIM. Gesten standen mm di« staben Person?n, welch« in di« An^soaentzeit verwickelt waren, vor nnem Gchüfsentenat unter Anklage. Dl« Konrek erklärte, daß sie hei Porng'hm« der Eingriffe Einerlei Borsichlsmaßrege-ln M.I. ADla ««AS«*--* s+ffmükMMJb» k

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