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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-17 · Heft 2093 (17.12.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2093 (17.12.1924)
Date
1924-12-17
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. M8_ . Men, MMqch finden Wolff nnd Mftert Appondk. Bor ewiger Zeit gaben >hrfr einen Bericht 'wieder, den Sueien Wolff als Präsident der Anglo Jewislh Assveiation mb des «nMch-xüdischen Komitees Mer ffoine Unterredung mit dem Grafen Albert Apponhi in Genf über den Numerus ckmsius gehabt >habe. Damch habe Apponyr den AuAe'bnandersetznMN Lueien Wckffs großes Interesse entgegengebracht mid HerrWoifff glaulbte aus dem Verlauf der Unterredung schließen Zu dürfen, daß Apponhi nach feiner Heimkehr im Sinne des gegen den Numerus clausus an die ungarische 'Regierung gerichteten Memorandums tätig sein werde. Lueien Wolff sorgte dafür, daß sein Bericht, auf Grund dessen ihm der Dank der oben erwähnten Körperschaften auSge- Ppvochen Iwurde, die breiteste Publizität erhalte. > Nun wandte sich die Redaktion des. „Eghenlöfsg" in Budapest an den Graf Apponyi um Auskunft. Graf Appmchi antwortete mit folgendem laikonischen Schreiben: „Die in Ihrem geschätzten Briefe erwähnte Unterredung hatte keinerlei bedeutsame Momente, die miir bis heute m Erinnerung geblieben wären und für welche die große Oeffentliichkeit Interesse haben könnte. Ich Möge mich Ausländern gegenüber über die inneren Derhältuifise unseres Vaterlandes, besonders über Dinge, die ich nicht zu billigen vermag, grundsätzlich sehr zurückhaltend zu äußern." ,/8ghe»Äössg", daS Organ der ungarischen Asiimrbamten, frohlockt über die eirtgeschachteitte Mißbilligung des Numerus clausus durch Appany! genau so, wie der Londoner Assimvlant Wolff die reservierten Höflichkeiten für bare Münze nahm. Beiden unterlegen ist der Kalksbmger Graf, der den jüdischen Asti-miikvnterr seine Ablehnung des Numerus clausus ins Ohr beichtet, zu Hause aber keinen Finger rührt. «nhtt gndenanrtrelbnngen. I * Li, HnSgeWefetten wlrtlchastlkch minier). Er» glöwisser Herr Christian Rebhan hat in der „New-Dovker Staatsgeibung" einen offenbar aus bayrischen Kreisen inspirierten Artikel veröffentlicht, in welchem der antifemiiitische Charakter der bayrischen JudenauSweitfungen beiftvvtten wird und die dieEezüglichen Nachrichten,auf ^französische Wühlarbeit^ zurückgeMvt werden-. Demgegenüber gehen dem I. T. A.- Bertreter in München die folgenden authentischen Nachrichten zu: Der antisemitische Charakter der AuSweiswlMu 'war in München öffentlich erörtert worden. Die Münchener Behörden verlangten aus den PravinizsMtm Meldungen über.die dortvorhandenenund auszuüvSisenden „lästigen Qs^uden". Die Ausweisungen felbist halben eine große Anzahl der Betroffenen wirtschaftlich völlig ruiniert. Die vovgeschviebene Realisierung des Besitzes der Ausgewliesenen hat im damaligen HöhopM'kt der Iu.slatronAerschein.ungen keinen nennenswerten Betrag ergeben; der' Erlös war innerhalb weniger Tage zur völligen BedeutN'NgÄHgßeit hevabgesunken. Sämtliche AuSgewiesenen oder -in der Erwartung der Ausweisung aus Bayern Verzogenen, die in der denkbar ungeeignetsten Zeit sich eine neue Existenz in fremden Orten gründen sollten, gingen üvirvtschaftlich vollständig zugrunde. So liegen von einer Gruppe von Familien, die nach Südamerika ausgÄvandevt 4st, die tvamiglsten Nachrichten vor. Achnlichr M-itteiluingem treffen auch aus dem übrigen Anhand sowie aus den außevbahrischsn Städten in Deutschland ein. MM. Ei« neues Streichquartett von Leos Jaraeek. — Klavierkonzerte. — Puccini-Feier der Staatsoper. Wie Ibsen in seiner Jugend in dm Worten „Hanrmerschlag aus Hammevschlag, bis zum letzten Lebenstag" seinen Arbeitsdrang Lmmzeichnete und im Alter seinem' „Bildhauer Rubel" di« Worte in den Mund legte: »Ich mu&: ununterbrochen arbeiten, Werk schaffen auf Werk, bis zu meinem letzten Tag", so kennt auch der mehr als 70jähvge Leo8 Janacek noch lange keine Rast, und wie bei Ibsen bedeutet auch bei chm das künstlerische Schaffen «in ,M Gerichte sitzen über sich selbst". So leuchtet der Nestor der tschecho-slowa-kischen Tondichter auch in seinem neuen Streichquartett, zu welchem er durch Tolstois „Kvouzersonate" äugeragt wurde, in die Tiefen des menschlichen DrieAebens hinab und lagt an der Schwelle des Patriarchenalters eine ähnlich ergreifende Beichte ab wie fein Ahnherr Smetana in seinem Streichquartett „Aus meinem Leben". Gleich Beethoven zerpflügt er die Motive — das Werk, das von den vier Meistern des Böhmischen Streichquartetts' ganz vollendet gespielt wurde, ist freilich auch reich an impressionistischen Farben und an MahlerschenNaturlauten — und stellt en unerbittlichem Wahrheitsdrange, der an Mussorgsky gemahnt, immer wieder die gleiche Frage an das Schicksal. So etwa im polkaähnlichen Motiv, daS gleich zu Beginn des ersten Satzes im Cello auftaucht und in verschiedenen Verwandlungen schicksalShaft immer wiederkahrt. — Urrd ohne die Schulweisheit der Sonatenfovm und des strengen Quartettsatzes, die Janaceks ÄvbenS- und Mtersweisheit mm gering dünkt.' erreicht er die höchste Kraft des Ausdrucks nnd Steigerungen- bis zu einsamen Höhen mit wunderbarem' Musikalischen Fernblick! Unter den üblichen Ovationen gab Emil San'er sein 75. Wiener Konzert. Die Feierlichkeit, die Sauer so liebt- _Wiener Moraenzeit,»irfl._ Gegenwärtig leben in M ü n ch e n annähernd 250 ostjüdische Familien. Zum Meineven Teil sind sie Inhaber kleinerer und mitblever Inidustv'ebetriebe, znm größeren Teil Angestellte. Behördliche Schikanen finden gegenwärtig in München nicht statt, dagegen wird ans Nürnberg berichtet, daß in ganz offenbar schikanöser Weise Bestrafungen erfolgen. Aus aller Wett. Brünn» 16. Dezember. Bei den Pohrlitzer Gemeindet» ab len erbielten die Tschechen 16, die Deutschen 11 und die I u d en 3 Mandate. Rom, 16. Dezember. Wie aus Belgrad gemeldet wirb, verhandelt die jugoslavlsche Regierung mit mebreren Regierungen, darustter anch mit der italienischen, über die A b s ch a f f u n g derPaßvisa. Wie verlautet, sollen die Paßvisen gegenüber Ztülim bereits in diesem Monat aufgehoben werden. Wöllerrdorf. Der Ausgleich mit Sklarz perfekt. Die Mllersdovfer Angelegenheit ist durch einen Ausgleich, den die Regierung mit der Wöllersdorfer Majori, tätsgruippe, .das ist dem Metallumkonzern in Berlin (Sk Io tz), dieser Tage bereinigt worden, soweit dies bei den Durchstechereien und der Schlamperei der staatlichen Ueberwachung-sorgane überhaupt .möglich war. Die zivilrechtlichen Differenzen sind im Wege eines Wiedergutmachungsau'sgleiches beseitigt; ob noch strafrechtliche Folgen für die an den Diebereien Beteiligten eintreten werden, wird von dem Gang der noch im Zuge befindlichen gerichtlichen Untersuchung albhängen. Ueber den Ausgleich teilt eine Jnterpellationsbeantwortuug -des Haudelsministers Dr. Schürff unter anderem folgendes mit: Die von der Bundesverwaltung eingeholten Rechtsgiutvchten brachten keine absolut Positive Meinung bezüglich derrein zivilrechtlichen Seite. Ob die strafrechtliche Verfolgung der Wöllersdorfer Affäre die Schadenersatzfrage für den Bund günstig vorgnbe reiten vermag, blieb gleichfalls eine offene Frage. Der durch die Untersuchung entstandene Zeitverlust wirkte an sich schon nachteilig, auch wurde die Substanz von Wöllersdorf durch die 'Regie, Löhne und Gehalte vermindert. Diese Tatsache veranlaßt die Regierung, u m einen finanziellen Zusammenbruch von Möllers darf noch rechtzeitig vorzubeugen, die Bergleichsvechandlungen mit der Metallumgruppe wieder aufzunelMen. Ms Unterhändler zu den Bergleichsverhandlungen und künftiger Vertrau-ensmann -des Bundes in der Verwalbumg der WöllerSdorfer WerEe wurde ein der Raderung vom Hausttverband der Industrie vovgeschlagener Industrieller, Generaldirektor Josef T v e b i t s ch, bestellt. Nach zwei Monaten intensiver Arbeit gelang es Generaldirektor T r eb i t s ch, die Hdulptschwierigkeiten zu überwinden und mit der Metallumgruchpe ein Uebereink am men zu treffen^ von dem die Regierung züfri eben ge stellt ist. Das Uebereinkommen besagt u. a.: Der Bund wird sowohl im - Berwaltungsrat als auch im' Exekutivkomitee der WöllerSdorfer Werke paritätisch mit der Metallumgrulppe vertreten sein. Die GeschäftSfuhru'Ng der W ö hl e r s d o r f e r Werke obliegt dem Exekutivkomitee, -das aus seiner Mitte den von der Bnndesvermaltung zu präsentierenden Administrateur delegue bestellt. Die Geschäfte werden nach den Weisungen des Exekutivkomitees im steten Einvernehmen mit dem Adkninistrateur durchgeführt werden. Da man bezüglich der Wiedergutnvachuug-sfrage mit der Schwierigkeit zu kämpfen hatte, wie penn der augerichtete Schaden überhaupt sLshznsetzen sei, ließ sich die Bundesverwaltung in P,ro¬ und kultiviert — erst kürzlich gab er anläßlich seiner 80. Geburtstages ein Festkonzert —, glärrzt auch in rrichstem Maße in seinem überkMiviertorr Spiele, das ja eigentlich ganz unzeitgemäß anm-utet. Fehlt doch dem romantischen Fsstgepränge seiner Kunst fede Spur von der Uaru'he und Subjektivitär unseres nervösen technischen Zeitalters; dafür vertritt er vielleicht am reinsten als letzter großer Virtuose die piauiftsiche Zunft von ehemals und berauscht sich und seine Zuhörer an dm aus dem Geiste des Klaviers geborenen magischen Klängen und faszinierenden Rhythmen, die unter seinen Zaube'rsingern lebendig werden. Irgendwie sieht ihm Ignaz Friedmann nahe, der bedeutendste Vertreter der Leschetitzky- Schnle, bei deni ebenfalls alles Pianistische zur höchsten Reife gediehen ist. Keine Spur von Schroffheit, Hrldelei oder Unausgeglichenheit, alles ist bei ihm in eitel Wohlklaug getaucht: die Bässe klingen, die Oberftmime singt, die so oft vernachlässigten Mittelstimmen dringen siegreich durch, frühlinghaN blüht mid sprießt es in seinem überaus freien poetischen Chopin-Spiel. — Anch Paul W e i'n garten vermochte mit Beethovens „Eroika-Variationen" zu fesseln, deren klassische Wiedergabe dem Akademieprosessor das schönste Zeugnis ans.. stellte. Und daß er den Mut hatte, nach einer lebendigen Etüde von Strawinsly die sechs Klavierstücke op. 19 von Ar-", nold Schönbevg zu spielen, sei besonders vermerkt. Zunächst ging eine Welle von Unruhe durch das aus seiner Beqlle-m-. lichkeit anfgeschenchte Publikum, doch wußte Weingarten mit seinem liebenswürdigen Vorttage alle Schrecknisse der oft gelästerten kleinen Charakterstücke derart zu rnildern, daß die „sittliche Empörung^ der Reaktion schon im Keime erstickt .wurde. — Der kleine Robert Goldsand — kein Wunderkind mehr, doch ein Wunder in seinem musikalischen.Elan — spielte die „Appasiionata", den „Carnaval" und die Lisztsche Don-Jumr-Phantasie ohne jede Spur von Erm'iaung mit erstaunlicher technischer Bravmw und. .feinem künstlerischen' Verständnis. Cm von Musik förmlich Besesiener, der mit dem lodernden Temperament seiner dreizehn Jahre alle Hindernisie übervennt! * 17. Dezember 1924 Seite 8 ... .. I..- M., .. -— ..— ■«' gesse überhaupt nicht eim umd betrat den Wetz >des Vergleiches, durch den solgewde Reparationen erziett wurden: Die Metallunrgruppe stellt den Wöller'^dorse* Werken größere Aktienpakete einiger Tochteründ anderer Gesellschaften zltr Bevfügmlg und garvährleistet dein Bund eine entsprichen.de Vertretung im Verwaltuugsrat und im Exekutivkomitee dieser Gesellschaiften. Die Sklarz-Gruppe verpflichtete sich, sich in Hinkunft im Gründungen der Wöllersdovfer Werke nur dann zu beleiligen. wenn der Vertreter des Bundes im Exekutivkomitee der Beteiligung zustimmt. Die Zinsen für die von Sklarz den Wöllersdorfer Werken gelviährten Kredite wurden aus ein erträgliches Maß herabgesetzt, die strittige Abvevkaussprovrsion um einige Milliarden gekürzt. Auch gewährt Sklarz Erleichterungen hinsichtlich des Zeit- Punlktes der Rückzahlung der den Wöllersdovfer Werken gewährten Kredite. Die Bundesverwaltung versvricht sich von dem Abkommen, daß mknmehr die GeschäftZsührurrg der Wöllersdorfer Werke sich in normalen Bahnen bewegen werde. SbstknMon im NilUonnlrnt nnd Semeindrrnt. Die Obstruktion der Sozialdemokraten im BudgetanSickusie beS Nationalrates hat zwangsläufig die Obstmktion der Clirilllichsozialen im Wiener Stadtsenat ansgelöst, wo der Gemeinde- Voranschlag zur Beratung stebt. In den beiden letzten Sitzungen des Stadtsenats hielten die Christtichsozialeu K u n [ ch a k. 5vtmi Dr. Motzko und Rotier lange Reden, so daß d i e G eneraldebatte noch immer nicht beendigt werden konnte. AuS diesem Grunde würde auch die sürheuteangesetzteGemeinderatssitznna abgesagt. khrWchsoziale nnd fiegMmiftrn. Das Organ der neuen Monarchistenparte'i hatte jüngst den Christlich sozialen Vorwürfe gemacht, daß ihre Haltung Zur Frage Republik oder Monarchie „völlig perwafchen und unklar" sei und daß die Partei ihren tiefen Kotau vor der Republik mache. Daraus antwortet nun das chriftlichsloziale „Neuigkeits-Weltblatt", anscheinend partoi>offizws inspiriert: ... „Die Partei steht aus dem Boden der durch den sogenannten „Umsturz" geschaffenen neuen Tatsachen und sie hat durch die Uebernahme und Durchführung des Saniierungswerkes, dem allein der Weiterbestand unseres Staates zu danken ist, ein durch nichts zn überbirtendes Bekenntnis zur Republik O e st e r r e i ch a bgeleg t. SelbstverstaMich schließt diese Einstellung, hie' den tatsächlichen politischen Machtverhältnissen in Mitteleuropa Rechnung trägt, kein Werturteil über monarchische oder republikanische Staatsform m sich. Was die Frage der Konfiskation des käiserlichen Besitzes anlangt, habe die Partei beschlössen,.' durch ein kleines Komitee von Rechtsgelehrten untersuchen, zu lasten, was kaiserlicher Privatbesitz und lvas Staats--' besitz ist. An eine Revision der sogenannten Konfiskationsgesetze könne-aber bei .der de.r--- zeitigenparlamentarischenKonstella t r o n nicht ge dacht wer den. Wenn immer wieder darauf h'mgewiesen wird, daß die/ meisten deutschen Staaten ihren Ausgleich mit den. eut» throarten Herrscherhäusern getroffen -haben, so ist, zu. betonen, daß es sich in diesen Fällen um regelrechte Ausgleiche handelt, in denen den materiellen K o nzessionen der einen Seite der sormelle Thron-- v e r z i ch t der anderen Seite gegenübcrsteht. Ein, solcher Ausgleich ist aber in Oesterreich u n m ö g l ich, da. k e i n Direktor Schalk eröffnete die Trauerzeremowie nich: mit dem Requmn 'Verdis, zu dessen „Traviata" Puccmi sich nicht m Äs Landsnrann, sondem auch als Tondichter bekoninte, sondern mit Teilen des Mozcvrischon Requiems, besten geheimnisvolle Klänge unter Mitwirkung des Opernchoves und der Solisten M i h a c s e k, K i t t e l, G a l l o s und M a y r in. seraphischer Reinheit erglänzten. Dann sprach Richard S v e ch t den Fest- und Gedenkspruch, in welchem er des „Troubadours des Leidens", des „Meistersingers der gequälten Liehe" gedachte, der von „Mitleid mit der Kreatur" und von „Zovn gsgc-n alle Gewalt" erfüllt, alle Liebenden und n-ainentlich alle Frauen sich zu Tank verpslichret hätte. In s'-lner blühenden Sprache entwarf Specht ein fesselndes, nur -dl;-! farbiges Bild des Tondicht-srs,' dessen Musik nach Spechrs Morton „bis in den wilden Busch Afrikas (?) und bis in die Hütte des Eskimos" (?) gedrungen wäre. Die Totenfeier beschloß Puccinis „Schwester A n g e> l'ica". Ter Einakter bildet bekanntlich den MieiLlpunkt eines Triptychons, zu>gleich dessen schwächsten BestEteil, der jedoch in seiner weltfernen Feierlichkeit und in seiner vüüreut-en Schtußapotheose für eine Totenfeier wie geschaffen ist. .Tie Kl-osterszene, -in ivelcher Schwester Angelica für emen Fehllrur büßt, und schließlich in den Himmel cingcht, bringt uns die Mlnon Mass-eneit — in onbctent Kostüme — wieder, welche mt ihrer. Klangtvolt nur ungern dem Irdischen entsagt. In dieser Frauenoper ohne jede männliche Nolle fehlt das Pucetnisch« Schwungrad der Erotik und davmn 'läuft die Maschine des Theaters trotz aller angcstrebtsn Ekstase oft genug leer. Ungleich stärker wirkt das Werk mit seiner betonten Unschni^ und raffinievton Askese als Kontrast im Rahmen des Triptychons, dessen baldige Neueinstudierung im Opernchearer^ mir chmrschen. Dies schon um Frau Lehmanns willen, deren bsüteirreine, umbefleckte Soprrmsti-mme der bkmarmen. Grstalt. der Dulderin Angelica erst das. rechte Leben einflößt! Neben ihr wrkten in schöner Hingabe die Damen Kittel, I o v a m ov i c und Paalen und Direktor Schalk, der die Tempi des Theaters zur Feierlichkeit eines „Requiem für Pucrini" ver-. lattgsamle. Dr. Erwin Felder.

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