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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-14 · Heft 2090 (14.12.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2090 (14.12.1924)
Date
1924-12-14
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien. Sonntag Wiener Morgenzeitung. Viel Hoffnung hat man in den letzten Jahren gesetzt auf die Ausnützung radioaktiver Erscheinungen und auf die Aussichten, die sich aus dem Gelingen der Zertrüm-merung der Atome ergeben können. Man stellte fest, daß aus dem Atomzcrfall ungeheure Energiemengen frei werden. Ein Gramm Radium kann bei gänzlichem Zerfall ebenso viele Wärmekalorien liefern» wie 800 Zentner Kohlen In neuester Zeit machte viel Auffchen die Mitteilung des Birmiughamer Gelchrten KraMer, der eine Batterie erfand, die mit radioaktiven Stoffen gespeist wird, und zwar behauptet der Erfinder, daß diese radioaktiven Stoffe in vielen Gegenden des Erdballes in großen Mengen zur Bersiigung ständen, die Motore mittels feiner Elemente betreiben könnten. Bis heute sind die Versuche, durch Zertrümmerung der Atome Antriebskräfte zu gewinnen, noch nicht restlos gelungen. Das interessanteste unter den neuen Entdeckungen ist, daß man bei der Syntholgewinnung aus Kohlen-monoxyd und Wasserstoff ^luch von Kohlensäure ausgehen kann und daß es somit im Prinzip möglich ist, den so dringend benötigten flüssigen MotorLrennstoff, den wir heute in Europa fast ausschließlich aus der Kohle gewinnen, aus den Bestandteilen der Luft und dem Wasser Herstellen zu können, wie man ja auch den Stickstoff aus der Lust gewinnt, vorausgesetzt, daß man genügend Kraftquellen (Wasser) Zur Verfügung hat. Die Wissenschaft ist so weit, daß es heute schon in der Theorie möglich ist, auf elektrolytischem Wege Gas und Oe-l a«S Luft und Wasser herzuftellen. Die ZuLunst wird es lehren, was uns an wunderbaren lloberraschungen noch Vorbehalten sein wird.. Wien, 14. Dez-emDer. * Der rein völkische Schäferhund. Es gibt ein 770 Seiten starkes literarisches Werk, betitelt ,;Dec deutsche Schäferhund in Wort und BW". Dort findet sich der herzeHreuend-e Satz: ^Unfe-r SchGerhnnd ist ein eigenartiger Geselle und ein echter Deutscher. A-eiberbultu-r, schon zu lebhafte* Berührung mit der NLUKsitlüchen. nicht mehr rein döittiischen, sondern^ von wel'übürgeÄich-semvtifchrn Einflüssen beherrschten -KEivr, schadet auch ihm. Das „auch" ist besorche-rs -gut. lluter den vielen deutschen Stammen ist der „echte" der Schäferhunde bisher noch nicht bekannt' geworden. Ob dem deutschen Schäferhund Zur Feststellung, daß er ein echter Deutischer fei, zu gratnLieren wäre, ist noch eine andere Frage; jedenfalls hat er durch die Bevührumg mit der „wÄMrgeÄich-som'ktiischen Kultur" im Laufe der Zeit den einen Vorteil erlangt, daß er im Gegensatz zu seinen Stammesgvrwssen den unstären. flackernden Blick verloren und dafür den ruhigen, über treuen. Lugrn Hulndechlick empfangen hat, der feinen ehrlichen Chavaü-er verrät (was man vondc-n näheren und ferneren Staminesgsnoflen, welche das erwähnte Büch feftstelli, wahrscheinlich nicht bchaispben kann). Der deuWv-SSische Scha-fechund stammt übrigens von einer m den deutschen Wäldern früher vorftnnmensen Wolfsart nviMerer Große ab und seine Urform ist jener s-ogcnarmte BrvnzchuW,. der Hund der Bronzezeit, welcher damalls lebte, Äs.sein« zweibeinigen SmmmesgerwzfLN noch Eicheln fraßen und um dessem Erforschung sich ein gewisser Jeiteles sehr verdient gomacht ha-t, nach wächem der BronzchraL auch /einen wiffsnschaWchen Beinamen keagt. Für einen dewkschvoiKffchm Hund entschieden PeiÄich! * Das Wetter. Oesterreich hat meist heileres Wetter, stellenweise liegt MovgennebÄ. Die Voraussage mÄdet keine wesentliche Aenderung. > k * Die LebenSmittelmarkte. Die GroßmMchalle wies gestern schwächM-n Besuch auf. Die Tendenz war nicht ein--' heiÄ-ich. Während Rindfleisch gegenüber der Vorwoche m den meisten Fällen bis zu 2000 K. pro Kl-lagraimm im Pveiise nachgegeben hat, ist Kalbfleisch arnälag der Anfwämsbewegung auf dem KSLevmaÄt m St. Marx um 2000 bis 4000 K. pro Mogvamm gestiegen. Der Gsmusemvarkt wurde dotiert. Spinat und KochfÄÄ halben sich mäßig vortouM, 6000 bis 12.VV0 K. prv.-KÄdgromm und 1SV0 bis 320g pro Stück. Für KorsiÄ und gcklbe Kavtoffelu war die Nachfrage leöhaft. Hingegen sind weiße Kqrwffslin vevnachikWgt. Auf dem Obst- M-artt« begegnen Südfrüchte reger Kauflust. Wrld und GtzflügÄ, die während der ganzen Woche schwer verkäuflich waren, wurden gestern mehr gosucht. Eier, frische zu 2400 bis 27g0 und KoKeier zu 1800 b.s 2300 K. pro Ssück. wie auch Butter zu 60000 bis 90.000 K. Pro Kilogramm wuLdrn in gonügend-n Mengen ausgeboren. * Mittwoch wird die BriqittabrScke verschoben: Die Verschiebung der Bvigittabrücke erfolgt Mittwoch den 17. d. Die verschobene Brücke soll dem GesamwerSehr Sams ag den 2o. d. nbsraöben werden. Zn der Zwffchenzevt, also von Dienstag den 16. d.. 11 Uhr nachts, «bis Samstag den 20. d., halb 6 Uhr früh, wirb die Brücke flrr den Straßenbahn- und F-HvweaiksveMhr gesperrt sein. Die gänzliche Umi'orbrech'.nwq des Fu'ßgcherberEehres wird sich jedoch nur auf die Nachtstunden vom 16. d., 11 Uhr, bis 17. d.. 5 Uhr früh, beschränken, da am 17. d., 5 Uhr früh, eine PerfoneMbenfühvu.ng mittels Motorbooten ausgenommen werden wird. Die Personenübevfühvung erfolgt ument-geltilich. Die StraßenbchnMge 3,16, 5 werden im PenoÄverkehr bis zu den in der Nahe der B Menköpf« befindlichen Umlkchrweichen geführt. Das Umfteigen werden die Motorboot verm-ittÄn. * Ueberleitrmg von Westbohnzugen nach und von der Wiener Berbindun^bahn. Ab 15. d. werden von den gtgenwärtigen Weftbahnn-cchzügen sieben Zugspaare über Hütteldouf von uäd nach der Diener Verbindungsbahn und darüber hinaus ge- -leitet. Außerdem werden zur Verbesserung des Berkeyrs in ren starken BerteHrsMen vier Zugspaare zwischen PurkerSd-orf -und den Statwnrn der Wiener Verbirchungsbahn, beziehun-Zsweffe darüber hinaus, neu eingeführt. * Die «ochste Artistenprüfunq findet Samstag von 20. d. um 3 Uhr Nachmittags nn Olympvafaal, 1. V:z., Rot gaffe Z, statt. Besuch nur mit Anweisungskarlen (inklusive Jausenkaffee) gegen einen Regiebeitrag von 20.006 K. A-nweisungen sind im Bureau der 1. A. O., 2. Ber., Praterftraße 48, erhältlich. Zur Angabe gelangen 600 Stück. * Die Lebensmüden. Gestern mittags hat sich der' 38jähvige Privatbeamt« Franz H. wegen großer Notlage und Strl> lenlosigkeit zu erhängen versucht. — Die 24jährige Hausgehilfin Marie R. wollte sich aus unbekannter Ursache durch Lysol vergiften. Die Rettungsgosellschaft leistete chr Hilfe. — Mstern fr>üh!wurde nächst der Reichsbrüae die Leiche eines zirka 46>ährigenunbekannten Mannes aus der Donau gelborgen. Der Tote trug ein Taschentuch mit der Märte „A. K" bsi sich. * Sin Dachfeuer in Hietzing. Gestern gegen haN 6 Uhr abends en.stand in dem emslöcklöen Ha-usie Huttebdovseiftraße Nr. 401 ein Brand des mit Schindeln bedeckten Daches. Er wuvde von der Feuerwehr gelöscht. Der Dachstuhl und d^r Dachboden wurden vollständig eingeäschert. Die Parteien., des Stockworkes mußten ihre Wohnungen bis auis weiteres rmvmen. * Verhaftung einer gefährlichen Diensttztebrn. Wie berichtet. hat vor'einiger Zert die 23'.ährige Hausgchilsin Marie Steiner aus Stoievmark dem Konditor Adolf S ch ü e r m Gars einen Betrag von 260 Millionen Kronen, Schmuck und AS» Das jüdische Palästina. Die nächste Folge dieser illustrierten Beilage unseres Blattes, welche von den Wiener Leitungen des Keren Hajessod und Keren Kajemeth veranstaltet wird, ‘erscheint am 21. Dezember. ( »Das jüdische. Palästina« wird unter anderem folgende Originalbeiträge enthalten: »Auf den Strassen von Judäa« von FELIX SALTEN. — »Mein jüngster Besuch in Erez Israel« von Prof. Dr. CHAFM WE1ZMANN, Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation. — »Unser Emek« von ZWI HIRSCHKAN, Jerusalem. andere Wertsachen entwendet und war geflüchtet. Sie wurde. aostern in einem Hotel im?. Bezirk verhaftet. Men fciud bei ihr einen Betrag von 187 Millionen Kronen und mehrere Schmuckgegenstände aus der Beute. * Eine gefährliche Einbrecherbande. Aus Teplitz-Schönau wird vom 13. d. berichtet: Seit einigen Tagen wird die Stadt von einer Einbrecherbande heimgesucht. Bor men Freitag wurde ein I-uwslierysschäst beraubt, wobei Wertsachen im Werte von 2o.00o ijschechrchsn Kronen gestoihlen wutzoen. In der davaufsolgenden Nacht wurde in der politischen Bezirksverwattung eingchrochen. Der 'dort ongerichtete Schaden wird nicht angegeben. Vorgestern mittags folgte ein Einbruch rat Postgebäude, Wobei 45.000 tschech. Sttontn bar und 30.000 tschech. Kronen in Briefmarken den Einbrechern in die Hände fielen Ein 'weiterer Eralbruch erwlgte bei einem Sp.'ditöur, wobös 10.000 tschech. Kronen in Bar gestohlen wurden. Ueiberdies werden noch fünf weitere Kasseneinbrüche mit geringerer Schadensumme gemeldet. * Ein Fund. Das HnternationM Speditionsbureart A. Kriß teilt uns mit, daß seine Angestellten am 9. d., albsrds, -am Bv-rsMatz einen Ballen, vermutlich Bettzeuig umd Effekten enthailtend, gösiunden tzliben. Der Ballen wurde int Fundamt der PüligevdlvÄtvon (Schottenring) deponiew. Der Eigentümer kann sich entweder >bei der Firma, 2. Bez., Lilienbruinngasse 18, od-or bei der Polizeidirektilm melden, evenüiu-ell unter Telephon 46.119 oder 42.139 Auskunft einho-len. * Heber 5V Milliarden Kronen gelangen in der HwUften österreichischen Maffenlotterie äbzugssteien Auszahlung. HZchstnvooLichsr Gewinn drei Mlliarden. Zickrmg -erste Klasse -am 28. d. Die Geschäftsstelle A. Herntanu Sporer, Wien, 1. B-e^., Lilierdgaffe 2, hat bereits rn-ehvere Hauiptkeiffer an -die -glücklichen Gewinner z-rrr AuS.phbung gebrächt und find dasÄbst Lose bei rechtzeitiger Bestellung echÄtlich. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) Das praLtischeste WeHnachts-geschenL sind die an-evkannt Levpoldstädter Bolksheim, 2. Bez., ^irkusaaffe Kr. 48. tzrlb 8 Uhr. Msaal: Ä-lass-ffcherOperettrÄend ^ranz v. -stwpe. Mitwlrkend: Aunie Gerold, tHristl Pauls» darf, Anton Pankratz. Hugo Stern. Dr. Adolf Günzbuug: Aus Boccaccto: Dona J-namta, Fatinitza, Lieder. Hierauf 'bi'chnen- VLßM Aufführung von „Die schöne Galathea". Karlen bis 10,000 ' . . # ' ■. ..' . . Keren Kajerneth l'Jsrael IZüdischer Naiionalsondsz. Alle Nbtwnaliondskomnussare Wtens werden ersucht, die Vüchsenlcerungsaltion bis 21. Dezember abzuschließen. In der ersten Iannerwoche findet im 9. Bezirk eine BüchsenauMellungsaklMn statt. Wir echlche« alle Gruppen, mts UWchend bekaun^eb.',. zr'* VoV Zi7. , - wt4' Ov» uiuu ^u;vicu) L-awau durchgefuhrt. Lrämlllche Dertrauensleute sind >n:'t einer L-egitlmalion des Keren Kajemeth l'Jsrael versehe» und stellen über den Vorgefundenen Betrag eine ftr^aus.-ud »».- lerien- Ourttung au" ^vtlerdende Nttmerus-clausus-Opser in Wien. Bor kurzem berichteten wir von einer vour ungarischen Schriftsteller No-ndor Korcsmaros vemtlstatleten Engucte über den Numerus vlausus. die nach Abschluß -der Arbeit unter dem Titel „Der Numerus elmsus im Urteil der Welt" in Buchform herausgegeben werden soll. Nun erhalten wir einen Ausruf des Komitees zur Uuterstützun-a der in Wien studierenden Opfer des Numerus clausus in Utwcmt. dem wir entnehmen, daß in Wien mehrere hundert ivdischp Studenten aus UMarn in -größter Not leben, darunter aber J50 Swdeuteu, die vor Abschluß ihrer unter großen En-bechrun-gen betriebenen .Studien stehen und denen, wenn ihnen nicht geholfen wird, die Gefahr droht, das Studium nicht beschließen zu kön-nen. Das Komitee wendet sich an die Hil's-bereitstchaft d"r Wiener Iuden-schÄft, in erster Reiche an die aus Ungarn stmmenden Juden um Unterstützung dieser unverschuldet notleidenden indischen Hochschüler. Es wird um Golduntevstützungeir, Winte"- klo^er, eveutMl Arbeitsgelegenheit gebeten. guten Schuhe. DiesMeu sind im'2. Begrrk ümedor erMssich, >Mid $tm ftn Schuhhaus Boston", 2. Bap, HollMpstraß-e 1. Der pkMsche Mntaus! Alle Schichten Le^PehüMervsts find upirer den gegenwärkigm >'chwü-r'dgen WMchaffDerlyAWiffen^- zu Lußdrster Sparsamkeit gezwungen. .Aber M Winter st-cht vor der Tür und da« AmchcvrMwg des ^otwerMgst-on an Bekleidungsstücken Kßi sich Mcht umgehen. Billig ürvd praktisch ch nücht daHevbe! Es handsl-t sich darum, bei aller BiMyveit qualitativ eimwalchftcei« Gegenstände,, wie Damen- «md Herrenwäsche, Stoff«, Strick- und Wßkkwavm «wd andere,Be- Keidwnigsstücke für den Wratsrlbedarf M ertve-vbon. Diesb«Mich zsichnet sich das altrenommiert« Warenhaus Brüder Schiffmann in der Tabor st ra ß« 48 anis, das a-M r-vicbe Auswahl der genannten Gegenstände zur steien Besichtigung' vorle-gt. Hier ch Billigkeit und QuMät Vevsmi. * Auf Teilzahlung Luxus- und Strapazsckuhe, Strumpfe, Socken. Sckuhhaus Habermann, 1. Bez.. Rauhewsteingaffe 19, MeWnin. Tel. 77-6-36. . * Eine herrliche Wohnung können Sie sich leicht erwerben, wenn Sie Möbel in'feinster Ausführung und zu kulanten Preisen kaufen. Besichtigen Sie vor Einkauf das reichhostige Lager dev bestrenommierten Mobelsirma I Wuh!, 4. Dez., Schleikmühlgaffe 3. Neue Herbstmodelle in Bally-Schuhen und erstklassigen handrahmengenähten Schuhen zu äußerst billigen Preisen rm Schuhhans Dorn. 2. Bez.» Taborftraße 8 a.; * Die venesten Herbstmodelle der feinsten Schuhmarken im Schuhhaus Abrahamovicr. 2. Bez.. Taborstraße 33, eingelangt. Schulstiefel in bester Qualität zu billigsten Preisen. * Möbel-Weihnachtsverkauf. .Das Möbelhaius Boritzer, 6. Bez.» Mariahbl-erstraße 106, macht die P. T. Leser unser-er Zeitung aufmerksam, sich setzt di-e Gelegenheit eines sehr billigen W"ihnach^seinkailtfes nicht entsetzen Al kaffen. * Im altbekannten Tap^ierermöbelhaus M. Weitz, 2. Bez., Darwingasse 39 sEcke Nordbahnstraße), kaufen Sre erstklasstge Ottomanen. Eisen-, Messing- Patentmöbel usw. in erstklassiger Ausführung zu außerordentlich billigen Preisen. * Eröffnung einer Koscherfleischbank im 9. Bezirk. Die besthekamvte Fleffchh-a-uerfir-ma Siegnmind Korn mehl hat im 9. Beg-, Berggasse 16, ein« neue, -ganz separate Koschevfleischbank errichtet. Dreselde stcht unter der Aufficht des ehrwürdigen RMinvtes der Wiener ^Jsraelirische-n Kultusgvmeinde und wird die Firma nach wie vor priima Qualitäten, bei gleichen Preisen zur Ausschrotu-n-g bringen. Die neue Fleischbank ist eine der hestemgerich-teten Wiens und entspricht den m-odernsten hygienischen Anforderungen, so daß dieselbe bestens zu empfehlen fft. Durch die Eröffnung dieser neuen Koscherfleisch-' bank -ist .einem langgehegten Wunsche der Mischen Bevölkerung des 9. Bezirkes durch die Firma S. Kornmehl Rechnung -getragen. -.... Me, «ottrSse unb Mamtnltmsen. FraueuUruPpe ld.er zi o.n istisch.en Bezi^rk8fekt io n 9 Healte um 3 Uhr nachmittags) im Beve-insheim/ 8. Bez., BennoPlah 1, große Ehanukka.h-Klnderfoier mit reichhaftigem Programm. Gäste willkonunen. Dienstag. nm halb 5 Uhr nachmittags, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11, dringende Ausschußsitznn-g. Erscheinen 'Pllicht. — Hechall.nz (österreichischer L-andesvevban-d). Morgen Montag um ha-lb 8 Uhr abends in der Rossauerkaserne, 9. Bez., Tür'enstratze 24. B-,rtrag Leo Kaufmann „Die Frage der -laudsmannschaftlichen Siedlung". — Borrra-gsa-vend der akademischen R;.rb i n d u n g K ad i rn a h. Die akademische. Verbindung Kadi- -mah veranstaltet morgen um L Uhr abends ans ihrer. Bude, 1. Bez.,' Biberstratze 26, im Rahinen vhres' Semindrs emen Bortraa. Thema:' WrÄhistorische Entwicklung des i.? jüdische» Bottes". Referent Dr. Heinrich Glayz. Gäste willkommen! RadioHvosiramm für heule: 11 bis 1 Ulirr Matinee (Silving). - 4 Uhr bis 6 Ufin Enrst-beiterer Nachmittag (Silvlng). - Mir: ..Der Troubadour". Morgen Montag: 9 Uhr früh: Marktberkchte. — 11 bis 1 Ubr: Matinn (Sstvina). — 1 Uhr 6 Min.: Uraulazeir. — 1 Ubr 20 Min.: Wetterbericht. — ‘/?4 Ubr: Wiener Borst. — 4 Uhr: Nachrichtendienst. — 4 Uhr 10 Min. bis 6 1U'r: Richard Waaner (Sikving). — 6 Uhr bis '^7 Ubr: Vortrag Dr. Mscher: Römische» Leien in Wien. — 8 Uhr: Chorkonzert. * Radio-Salon der „WienerMorgenzeitung' im „Haus d e r D a m e" ErgM A.-G., 1. Bez., Schwedrnplatz 1. Aorführuna der Wien« Sendung täglich von 11 hiL 1 Uhr mittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittags. E i nr r i t t frei. Kein Kaufzwang V'e rt«ir f erstklassiger R a di o-> A p p ar a t e und -Destandtei? - M Kippur auf der Polizeiwache.; Wegen Hausfriedensbruch mrMaqt war oan/8. d.' vor dem AmtSgemcht BeÄm-Mitte der R-epräsentaA der Bevl-i-nor Mischen> Gemeinde, Herr -Langer-ma-nn, weil # 4 Iom Kippur trotz der Äiu-ffor>deriun,g eines Polizerwachtimersters sich Ms den. GcschäistZrLumen der Schntzpoll-Wu, M« SchönyMserstraße 5, nicht entfernt ha>^-e. Der AElage «lo-g fvlgrnÄer SachvechM zuigrmrde: Dar dem Ne>illa-Göbet wupde in einer der SynagxMn m' der Greuadierstvaße eme Huwe Panse ysnvcvcht. Nach etwa 20st>ündvgem Fastsn hsnÄtztcn die. Beisucher des Gottesdienstes die Pa>use, >u>m ein wsuiy Just zar -schöpfen. So -standen in -der Gre-nadieustroße ei-nvoe Gvrmyon von Fraurn >uM> Mömrevn mit chren Kindern. Em Bea-mter, Poleze-iwachtmeffter Berner, hat rmn, wie eiMvan-dfreie.Zeü-gm überomstun-MLNd betun-den, in über-a-us barscher Weise . äiwit - Weit-svschen aichgoMdevt und -in die Gruppe dch^ FÄuen hinem-geftoßen. Einen Hovrn Liebevmann, der mit fernem Kinde etwas Luft schöpfte, Hat er oihne ersichtlichen Gvuud a r>r.Kt-iert -und mit auf di« Wache -genommen. Äus dm -HWöls, daß Herr Jie-Se-rmann nichts U-nr-echtes godam ha>be. Haßi.OersAm-ninigstaig s-ei und in wenigen Mmüt-sn das Gebot ^fovtgeseht werde, «Äa-ubte^sich Bemer die von einer Reihe Mtanwesenden deutlich gchövie Aoußeaium-g: ,-Zch . .. docha-us eure j-üdischen Feiertage." Herr Lan-germa-nn '-bogaib sich, uim dou «unschMigen Lietberm-ann zu schützen, auf die Polizeiwache. Pol-inieibe-amte -bchcr-üpten imin, daß L-cmg>'vmanln trotz mchrfacher Aiiftoivd-svumg, den Pol-izeircvum m verlassen, nicht we^ge-gan-oc-n sei. Die Zeu-geu bchampten. daß er ü-beriha-upt nicht daffu gokonmnen ist, foqeu, was er wolle, sondern daß er fotfart mit G-vwalt aus dem Lokal hermSgelbracht worden sei. Der Verieidig'r, Rechtso-niwalsi Dr. Klee, wsts N'äÄ), daß m-an nach so -unachsuerlichen Belle-idMngen. wie sie der Beamte Bernor sich ecka-M hatte, in dem Verbaisten des Her-vn Langer mann <»uf der Polizei kein unibchu-gtes Berweffen eriblicken könne, umd daß er sich zum mindÄton s-Bssktiv Wm A-uifMIhM -bef-uflt hielt. S-eine sehr berechtigte Grrsglmg -müsse ihm u-wter allen lstmständru Wgute Schafte>r worden. ' Das Gor-ichit folote insofern der VerteidiWng. alls es.die -große Erroaun-a des Herrn Lan-germ-Mn in Betva-cht zog, und, da es oibsM-v in seinem Verhallten «in mrdefn-gtes Verlveilen und nicht recht,zeitiges Bevl-assen der Polizeiväume -sah, M.r auif eine kilerne Geldstrafe Äkamrte. Von den erschrenemn Zou-gen wurden nn übrigen höchst ,MgchörW>Mtifomi>tische BvkMdun-oen der Beamten wieder- Mkdb-ein, wie „Schmeißt doch die Juden 'raus, sie sind keinen Schuß PBver wert! Man müßie sie. a u sräuch'ern!" - -L»ne Szene im Operationssaak. Por dem Ätrasbezirks Kericht'1-chatte sich gestern der AbteNnnpsvovstÄnd des Dtaptsvoa-mtenshMs Dr. Hans Heyrowski.wegen Ehrenbeleidi-- gung zu verantworten, begangen dadurch, -daß.er -den Frauenarzt - Dr: I. G., der ihm - de: einer schweren . Overcitwn ohne Gesichtsmaske..assistierte und sich, auch sonst nicht vorschriftsmäßig verhalten haben soll, während der .M >-eration aus dem Sa-äle wieS. Der Bskla-gte wurde mit der' PötzMimipg-'f ti i« gesprochen, daß ihm kein anderes -Mittel zu Gebote-ch«--, standen sei und er im -anderen Falbe die Gchwdheit der Patientin gefährdet hätte.

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