Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2090 (14.12.1924)
- Date
- 1924-12-14
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. SM Wien. SonMZ Wiener MorftenzeUunA. 14. Dezember 1924 Seite 9 beschlossen werden soll, sind doch Bestrobungen im die Hndustriebawk wiederum unter a-n-derem Namen auferstehen zu lassen. Es ist aber ausgeschlossen, datz^es dazu kommen wird, da >das Mmnsministerium allem Anschein« nach in der nächsten Zeit« jeden derartigen Versuch durch eine Auflösung unmöglich machen wird. WohriungsaukUvir. Im PalaiS auf dein Parkring suchet morgen durch das AnktionSha-us Albert Kende eine freiwillige Auktion deS Nach' lasses Fürst Hohenloh^'-Waldenburg-SchiWngSfütlt statt. Zur Versteigerung gelangt die gesamte Wohnungseinrichtung des ehemaligen Erzherzog-Eugen-Palais, und zwar auti-keS K u n st* mobilia x, Dekoration?gegenstände, Jagdtrophäen, Stiche, Gemälde, Aquarelle, Juwelen; an Antiquitäten. Porzellan, eine komplette Altwiener Schalensammlung, Bronzen, Zinn, Perserteppich« und Orien ialw. Außerdem wurde noch eine Reihe von Beitragen aus dem Wiener Privatöesitz aus» genommen. Die Besichtigung iw ehemaligen PalaiS Erzherzog Eugen (Parkring 8) findet nur noch heute Sonntag den 14. d. ‘-cm 10 bis 6 Uhr abends statt. Berftelgerung im Dorotheum. Die diesmalige Kunstcvuktlon im Dorotheum, di« nrovgen Montag den 15. d. beginnt, zeichnet sich durch besondere > Reichhaltigkeit aus. Unter den alten Gemälden fallen neben den italienischen und holländische« Meistern T-eutsche deS 18. Iahrhunr:v!s aus. Das 19. Jahrhundert ist durch die gute Wiener Schule. (Alt, Ammerling, Tina Blau, Eybl, Didsche-mer, Darnüut, Jungwirth, Kraus, Kaufmann, Koriopa, Emil Pischon) vertreten, besonders bemerkenswert rrei signierte Waldm üller.Mn« Reihe feiner Zeichnungen und Aquarelle von R. AM, Oskar Lavscn, Laske und Payer wird ebenso Liebhaber finden wie die Bildnisminiaturen von. Daffinger, Jpold und IDitterlich.Unter den Antiquitäten fallen die Leuchter und Dosen!auS dem Ende des 18. Jahrhunderts in erster Linie ans, da-! neben holzgeschnitzte Luster, Mobiliar und Porzellan. Die Graphik brilliert mit exquisiten Stücken: Rembrandt, .Dürer, Callot, Boucher, Ostade, Lawrence und Turner. Die! «eisten Radierungen stellen tadellos erhaltene, Abdrücke vor.. . f-, Die.por kur-M gemachte Erfindung des RotonschifseS von Anton Fla~ttner istso «Pochernachend und seltsam sie ist, ein Gii«d in der großen Kette - des S u ch e n S nach neuen Energiequelle n. Im Techniker und Wirtschaftler konzentriert sich die geheime.Angst, daß eines Tages die gewaltige E n e r g i eh e ck e, die unserem Zeitalter der Industrie und Technik gegeben wurde, zu kurz werden wird und Leben und blühende Kultur elend zugrunde gehen muß, wie eS die Zeit der großen Kohlen not zur Genüge bewiesen .'hat. Bereits lauge vor den: Kriege war das Simren und Trachten der Erfinder darauf gerichtet, der Weltwirtschaft andere Kraftquellen zur Verfügung zu stellen, chne di« Kchle und daS Wasser. Bor allem war eS die So n ne, die man in erster Linie sich dienstbar machen wallte. Nach den Berechnungen könnte man von /einer 1 Quadratkilometer bestrahlten Sonnenfläche' — bei 100 Prozent Nutzeffekt — 250.0ÖQ Jahvespferdestärcken gewinnen. Die nn Jahre geförderten 1800 Millionen Donnen. Kehlen gvbon bei voller Ausnutzung nur 325,000 000 Pferdestärken. Um diese Zahl mittels der Sonne zu erreichen, -benötigte man bei lOprozentiger Ausnützung der zugestrahlten Sonnenenergie etwa 13.000 Quadratkilometer ^onnenfläche, was etwa einem Drittel der Schweiz entspricht. Man betrat das Gebiet der Ausnützung der Sonnenenergie durch dt« Erfindung der Sonnenkrastmas chinen. Der Erfinder der SchissSschraube und der Panzerschiffe, Ericson, hat sich auch als Erfinder von Sonnenkraftmaschinen einen Namen gemacht. Bereits im Jahr« 1868 hat er sich mit dem Problem beschäftigt, indem er in einem silbernen Hohlspiegel Sonnenstrahlen konzentrierte und damit einen kleinen Dampfkessel ^heizte. Der Deutschamerikaner Shuman konnte mit diesem weiter ausgebauten' Prinzip über 1000 Pferdestärken in einer Sonnenmaschine Herstellen. In der MH« von Kairo, in Mvadi, wurden im Jahre 1912 Md in LoS Angeles (Kalffornien) bereits im Jahr« 1902 die ersten Sonnewkrastmaschinen in Betrieb genommen. Aus Kalifornien kam in diesem Jahre die Nachricht, daß der Ingenieur Moreau eine Sonueukraftinaschine erfunden habe, die 1575 Brenivfpiegel besitze, mit denen er ein« Temperatur von 800V Grad Celsius Herstellen kann, das fiitlb ' 2000 Grad mehr als in den besten elektrischen Schmelzöfen. Er kann. mit.diesem.Glukosen Ziegel, Gold, Platin und -Diamanten schmelzen. Nichts wäre dem Menschen mehr unmöglich, wenn er gelänge, nur den zehnten Teil der von der Sonne der Erde zugestrahltm Sonneneuevgie von 500 Billionen Pserdekräste zu fesieln. Man ist weiter aus den Gedanken gekommen, sich Ersatz für die Kohle zu verschaffen aus dem Prozeß, der sich in den B l a t t gr ü n kö r n e r n abspielt. Der italienische Chemiker C i a m i c c i >a u berechne: den jährlichen Wert der pflanzlichen , Trockensubstanz auf 32 Milliarden Tonnen, deren Verbreitnungswert dem von 13 Milliarden Tonnen Kohle entspricht. Wenn es gelänge, diese gewaltigen. Energiesummen zu sammeln, wäre allen Ländern mit genügend Brennstoff geholfen. In den letzten Jahren machte großes AnAchen Vas Buch des Hamburgers P l a u s o n, der die 2 u s t e l e k t r i z i 151 der Menschheit dienstbar machen will Für Deutschland rechnet Planson aus, daß sich aus der Lust, bei nur ein Drittel Ausnützung seiner Oberfläche, 700 Millionen Pserdekräste erzielen ließen. Plausons Theorie ist nichts neues. Franklin wußte bereits im Jahre 1752. durch di« Erfindung des Blitzableiters, daß die Luft mit einer großen Menge Elektrizität geladen ist. Seit dieser Zeit wuvden mehr als 50 Theorien zur CrklärMg der lustolvktüischen Evscheinnng ausgestellt. Phantastischer muten die Versuche an, die man mit der Kohle solch anstellte, um sie restlos dem Verbrauch« zuzuführen. Heute fußt ja die restlose Kchleuausnützung auf einer exakten Wissenschaftlichkeit. Technik und Chemie haben m rastloser TätWit dafür gesorgt, daß -heute die Kohle um ein vieles besser ausgenntzt wird, wie vor 20 Jahren. Der Entdecker der Edelgase, der Engländer R a m s a y, kam bereits vor dem Kriege auf den Godauken, die in der Erde stehen gebliebenen Kohlenflöze oder die kleinen, nicht abbauwürdigen Flöze auszubreuuen und die Gas-e dann an die Oberfläche zu leiten. Wenn man bedenkt, daß bei dem Raubbausystem in Nordamerika jährlich für drei Milliarden Mark Kohle nicht abgebaul werden, dann hat dieser Gedanke ohne Zweifel etwas für sich. In dem Suchen nach neuen Energiequellen ist man auf hi« verschiedensten Projekte gekommen. Man wollte die Kraft des Regens ausnützen, weil man festgcstellt hatte, daß er nur 7 Prozent seiner Kraft rn Wasserfällen ausnützen kann. Dziobek hat sogar berechnet, daß die Kraft der Erdumdrehung imstande wäre, unsere gesamten Maschinen acht Millionen Jahre zu drehen. Man hat sich mit Plänen abgegeben, die Erdwarme auszuuützen, dadurch, daß man di« Tatsache, daß in großen Evdtiesen Wasser zu sieden «beginnt, m Betracht zog. um unter der Evde Dampfkessel anzUbringey, die durch Erdwarme geheizt werden sollten. In Kalifornien, Chile, Bolivien, Alaska, Neuseeland, Japan und Italien verwertet man die Vulkan k raste zur Wärme und Krastgewinuuug. In Italien befinden sich große Kraftanlagen, di« oberitalienische Städte mit vulkanischer Energie versorgen und dadurch große Kohlenkosten sparen. KEINE BESCHERUNG OHNE KRUPNIK KLEIDER/f KoatGme, fesche gestreifte « karierte Velours 750, verbrämt 980 Model!« aus feinst. Material, retchha'tigste j| Mentet aus Flausch, gute Winter wäre 350 verbrämt 890 Mäntel aus Seidenplüsch 1.450 1,180, 980 MSntel aus gutem Velours und Eskimo, gefuttert und wattellert 580, 540 MSntel aus Coachmen und Velours, gute Qualität, gefüttert u. wattellert verbrämt 790 270 750 440 050 Peizverbrämung 1,760, 1,580 . Kleider aus Seidentrikot 190, 150 115 65 280 Jumper Kleider« herrliche Veloursschotten, gute Qualitäten. . . . 880, 340, Kleider aus Cheviot 175 aus Kamm gam 290. aus Rips und Kammgarn, sehr fesche Kascakfassont . .590, Kleider aus Crfipe de Chine für Tanz und QeselUcbaftszw<'cVe 1,250, Tausendem! Pelzmäntel aus gutem Seal-Elektrik 3,800, Pelzjacken 1,850, 2250 ModellmSntel aus feinst. Mate- 1 rial,reichhaltigste Pelzverbrämung 4 4 Olt ' 1,760, 1,(60 1,1ÖU Preise in Letzte oflniiig» ■llen Siel Kaufgrenenheit I \uf ,edem Stück ersichtliche Preise PrUfen Siel lehaufenner heute geBIfnet