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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-14 · Heft 2090 (14.12.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2090 (14.12.1924)
Date
1924-12-14
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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ftUftl BÄ«, Gomikaz Sie Kaugummi-Seuche. In Wkago gHbt es einen «berühmten Milliardär, der dirrch!d« Herstellung und den Vertrieb von Kaugummi foi ' einem Kleindcrkmifsprcis von 1 Cent pro Tablett« sein Niesen, vermögen erworben hat. Natürlich ist er nicht der einzigr, der idieses lukrative Geschäft betreibt I« den ganzen Vereinigten Staaten gibt eS 46 Kangummifabrilanten, die zusammen im! letzten Jahre Kaugummi im Gesamtwerte von D Millionen urÄ» 324.800 Dollar hergestellt haben. Der Leser möge sich, wenn er gerade nichts Gescheiteres zu tun hat, ansrcchnen, wie viele Kaukunden diese prosperierende Branche anfweisen mag. Ganz leicht ist die Rechnung allerdings nicht. Wenn man Per» -»lande spazieren geht, so findet man, daß mindestens jeder dritte Menfch eifrig mit Gummilauen beschäftigt ist. Be. sonderreizvoll wirkt daS bei den jungen Damen, die dabei ihre ftwUnoi bemalten Lippen zu graziösen Knotenwindungsu ■ schürzen. 1! Dieser Sport wird als DüryerpflW Leirachtei. Trotze Ingerate kn den Zeitungen setzen auseinander, daß das Kauen ein hygienisches Gebot der Stunde sei, und die Wohlfahrt der Na. ,tion sei von seiner Befolgung abhängig. Gummikauen sei viel wirtsamer als etwa Zahnepuhon, und auch die Blurzirkulation werde dadurch gefördert. Für Kinder im Ent»! wicklung-alter besonders sei e8 äußerst heilsam, darum soll« iMama den lieben Kleinen nur ja stets einige' „gumS" zur Schule uritgeben. Ave dies« Versicherungen werden gutgläubig : hingenommen und die Dividenden der Kaugummisabri-en .steigen und steigen, so daß einige der Fabrikanten schon als iD oh l later de- Volkes einen Namen machen konnten, in« idem sie große Sportplätze stifteten und sich' sonstwie um da-!Gemein, und persönliche Wohl verdient gemacht haben. - Die Affen im Zoologischen Garten zu Washington können!-war noch nicht lesen, werden also wohl von den erwähnten iJnseratem keine Kenntnis haben. Aber di« Besucher des Gar- >n» haben ihnen schon so viel dorgekant, daß sie Lust -eLom«?or«n haben, eS auch mal selbst zu probieren. Einer von den jungen Gorillas hat an einem friedlichen Sonntag nachmittags da- Zeichen zu dieser revolutionären Umwälzung gegeben, indem er mit der haarigen Faust aus feinem Käfig hevauSlöngte und' dem Jungjrauleien, das sich gerade eine neue Prise za .Gemüt« führen wollte, das GummdpMchen, fröhlich grinsend, -aber mit unfairstem Griff entriß. Zwei Minuten später war allewieder in bester Ordnung. Hinter dem Gitter saß behagdie Gorillafamilie, Mama, Papa und Filius, -sich kauender, iweife ihres Lebens freuend, und außerhalb standen nicht minder eifrig kauend, die verduften Zuschauer. Rem, dies« Assen. DZkener Morgenzellung. 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Die Treugv i'tbernrmmt auch die von der Austria finanzierten llnternchmun-gen, darunter eine Mühle rm Buvgenland und rip werkvolles Gut. Die beiden Unternehmungen werden von det Tr-euga wvitergefnhrt werden. ’ . Seit einiger Zeit finden auch Verhandlungen zwischen der Internationalen Handelsbank und der Dreuga wegen AufgehenS der Internationalen Handelsbank in die Tvsuga statt. Auch hier stehen die Verhandlungen vor idem Abschluß und dürften >in der nächsten Woche Perfektionveri werden. Die.International». Handelsbank geht demnach vollkommen'in der Trowga auf-Da-1 mit wird die Treuga zu einem Fu s i on ieru n gs z e nt^r.Uitt/ für eine Sdeihe kleinerer Banken und ihr TätigkaitSbereich weit vergrößert. Bekanntlich ist die Treuga femerzrit gegrüiMt. worden, um als Treuhgndgosellschaft für die BetStigiing auS» , ländischen. Kapitals bei der inländischen Jndusttie zu fimgieren. Sie hat auch im Lau^e der Zeit intensiv auf dem Ge»' biet des Bankgeschäftes sich be-tätigt, doch war die-Zahl der Cf&^ geschlossenen Geschäfte vorläufig nicht so groß, als drß die' Treuga als größeres Bankunttrn-chmen fungieren konnte. Da-, durch nun, daß sie die kleinen Banken vollkommen in sich aufnimmt und ihre Geschäfte übernimmt, dürfbe sie Witwer ctarnj großeven Wirkungskreis erlangen, so daß auch die Treuga mit' der Zeit zum.Range einer Kittolibank emporgchoben wird. . So vollzicht sich allmählich die vom FinanzminksteriittN schon seit langem herbeigesehnte Fusionierung der kloineii, nicht lobensfähigen Unternchmungen, um au ihrer Stelle eine gc-. ringere Anzahl gesunder Bankunternahmungen wirken zu lassen. Bei dieser G-'legenheit verdient auch der Unistand Erwägung, daß gestern die Ergänzung zum B a n k e n k o n z t \* sionsgesetz verlautbart wurde, wonach dem Finanzministerium dar Recht zusteht, .nicht lebensfähige Banken innerhalb sechs Wochen aufzulösen. Die Frist begann auch schon von j gestern an zu laiuftn. Es ist wahrschemlich, daß düs Finanz^ Ministerium von diesem Rechte Gebrauch machen und ein« Reihe -kleiner Banken auch tatsächlich anf-lösen Wlrd. Zu diesen gehört auch die Allgemeine Jndustriebank, welche sich bekanntlich im Aus^eichMersähren -be/indet. Trotzdem eine äüßerordent'liche Gen.'ralversammlung für den 80. d. einbk- ' rufen wurde, in welcher die Liquidierung der Jndustriebank 100 Zentimeter breit "•xynit+mm majüair—M4 , STOTTE AOtlaaASM1 Hfsea.i. 'xteMkMmaaajMi 884472

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