Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2086 (10.12.1924)
- Date
- 1924-12-10
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2088 Wien, Mittwoch * Tödlich«, StrgßekbaknunM m Neubau. Gestern abends wollte der 13MrMWW?ch ch MM e k in der Westbahnstraste auf einen in vöüsv Fahrt vWidlichen Straßeniba>bnzu>o der Linie 49 anffprinyen. Er vechlchbe. die Plattform des Tr ivbwagenzu erreichen, gelangte' Mach nichtäüs' >daS Trittbrett. da er beim Sprunge an ein ihm evtasgensommendes Auto, das aber tveiterftl-hr, -mfftieß und Mffchen Triebwagen nnid Beiwagen geschleudert.wurde. An der Schutzvorrichtung des VoiwaaenS hängend, würde d>?r Bursche etwa 80 Schritt« weit geschleift, dann von den Nädern des Wagens erfaßt und schließlich in das Rinnsal näM dom Gehsteig geschleudert, wo' er mit gräßlichen Versetzungen und MoßleW>ng des Gehirns toi liegen blieb. Durch einen ähnlichen Unfall b«M Abspringen von einem O-Wagen wurde der LchÄrng Ludwig Ecker schwer verletzt. * Ein Autolenker IMS verunglückt. Der SSjöhchre Kartsnrcmn Hans Bar'tonieek ist Montag nachts durch Anfahren eines von ihm gelenlten Autos an einem Baum in der Penymger Wer tödlich vewnKückt. ' * In brennenden Kleider» angetrsffm. Gestern nachmittags wurde die 80jährige Marie-Walln er in der Bavichgasfe» Äs Nachbarn <mf ihre Hilfsrufe in ihr« Wohnung erndrangen, in brennenden Kleidern angetroffen. Sie war dem Ofen M nahe gekommen. Sie wurde in sterhenvom Zustand ins Spital gebracht. '. ' * Lebensmüde. Gestern vormittags hat sich in seiner Wohuwwg der gewesen« Wöhrmann Josef H. aus unbekannter Ursache in den Kopf geschossen. Cr wurde von der Nettungsgesellschaft auf die evste Unfallstation gebracht. * Selbstmordepidemie auch in Budapest. An den beiden Feiertagen sind in Berdapelst. elf Selbstmorde und SMtmordversuche verübt worden. Unter den Selbstmördern befindet srch auch der Privatdozent Dr. Paus Liebermann, er« Sohn des UmversitätSpwsessors Dr. Leo Lisbermmm, der wahr« sHeinlich wegen eimS schweren OhrenleidenS «iveu tunnsvevfuch mit Deronal unternahm. Sein Zustand nt sehr ernst. * Ein Arbeiter durch Erbmassen verschüttet. Au 8 Salzburg wird berichtet: Bei der Ansage eines Stollens in der. Nähe der Schweiger-Säge bei Bischossstosen wurde der Arbeiter L i n d m o s e r durch ernsbürzende Erdmassen getötet. * Warnung vor der Auswanderung nach Bulgarien. Wie der Politischen Korrofpondenq nach einem Bericht des österreichischen Konsulats in R-ustschuk mitgewÄt wird, kommen österreichische Auswaevderer nach Bulgarien infolge mangeln'mr Arib-its'.clogercheit zu wiMÄ,ölten Malen in die traurigste Loge. Das Konsulat nracht daher darauf aufmerksam, daß infolge der Verhältnisse in Bulgarien Arbeitsgelegenherten selbst für Sozialisten äußerst gering sind. * Die Verkaufszeit im Detailhandel am 21. Dezember. Der Magistrat hat für Sontag den 21. Dezember auSmchmSweise die Verkaussstunden für den Handel mit anderen Waren als Lebensmitteln von 9 bis 12 1% vormittags,und von 3 biS 6 Uhr nachmittags feftpefdrt. Für den Lebensmittelhandel bleiben die Verka,"ifssiunden von 7 bis 11 Uhr vormittoas und Von 8 bis 8 Uhr nachmittags in Kraft. Die für die Sonntag« den 14. u-nd den 28. d., begehrten Ausnahmen konnten nicht getroffen werben. * Einbruch in einem Tempel, In Reichenderg in Böh'.nen wurde vor emi-aen Tagen «m Einbruch im rsraeutischen TempÄ .auSoeführt. Gestohlen wurden zwei silbern« Zeigebände mit Ketten, «in ÖruameMchild der Bimdeslade'niit den Zebn-Gebot-Tafeln nM.Kette, ein aroßer SNberbecher- Mit der Widmnna „Sieonmnd LUbicky", ein. kleiner, silberner Becher, eine silberne ZnndhoMnchse mit Fähnchen in Filigranarbeit, zu sa armen 9000 tschechische Kronen wert. t ,, * Iugendgrupve der Zionistischen Sektion Zwischenbrücken. In der gestrigen Mtalil.-deWersamimluna teilte Salz-ber a mit, daß er seine ObmoMtell« niedepr-g«. Er hat seit der Gvumdung der Zw-aendqruppe den Verein geMet mch hat sich ein bleibendes Berdienst um ihn erworben. Der SSet* em spricht ihm aus diosam Wage den Drrck für feine Tätigt aus. Herr Teime 2 wurde an fem-er Stelle zum ersten Odrnann und Herr Schleien zum zweiten Obmann gewählt. * Sei» TErstreik der Lehrerschaft in RiÄerLsterrelch. In der Gchal!s!bcwe^'M,a der nirderosterreiwischrn Lebverschaft ist gestern eine günsti ge Wendung erngettt.'iten. Die Landesregierung hat sich nämlich bereit erklärt, auf der Basis .der im Nove-mber gemachten Zugeständnisse, die dann später zurück^ Mögen wurden, zu verhandeln. Gelingt es, auf dvcsem Wege eine' Einigurrr zu erzielen, dann wird es zu keinem Dauerstreik der Lchrerschast konrmen. Der gestrige omtägige Dsrnvnsirationsstreik wunde bereits beend dt. * Die Bolschewisierrmq bc9 russischen Judentums. Die rn Ntoskau tagende jüdische Kulturkonferenz .Ober deren Beginn die „Wiener Margenzeitmrg" bereits ^berichtete) hat eine Kommission eingesetzt, die einen Man für südlsme L e h r e r - H o ch s ch N l e n in der gesamten .Sowjetunion ausarbeiten soll. Dar Konferenz wurde ein Bericht, <ms Weißrußland irnterbreitet,, wonach in diesem Lande 17 jüdische Mittelichülen, 26 siobenAossilge Schulen, 89 Elomentavschulen, 84Kindevheim« und 29 Kindergärten für Inden existieren. In Minsk und in Witöbsk sind r.wei Lclhrer-Hochschn'^n. im welchen auch FachschiMchrer ausgebildet werde«. (I. T. Ä.) * Ein Denkmal für OberrabÄiner Posnanskh. Au8 Warsch>a>n wind berichtet: Am Dienstag den 2. d. imivde über dom Grabe des vor zwei Jahren verstovbenen Warschauer Lberrabbiners und Predigers der gvotzm Shnagoge, Dr. Samwol P o s n a n s k y, ein Dcnkinal enthüllt. Die Gorbinschrbst irr Hob rätsch und Polnisch stammt von Dr. Posidanskv selbst. Er war oin Schüler und später ein enger Mitarbeiter Mooitz Stoinschneiuders. Er tst Bevsaflcr vtetler wissenschaftlicher Werke, unter diesen der Schriften „Helbraische Grammatik, des 13. Iahchnndcrt", .Mmitische Miszellen" chw. Dr. PosnaUAy war ein großer Kenner des Arawischen Nnld dndbesanidere der k a r a >i t i s ch e n Aittovitaten. Die einzige Frau iru Pantheon. Di« AelbevMttr-nig der Lsiche Jean J a u r e s in das Pairtsor Pancheo« hat wieder erinma-l 'di>e merLwüMge Ta>!>sache iat Evm-nemng gelbvächt, baß im RuhmeStempol Iränkwichü auch eine Frau hvgraiben Doch, die aber wador Dichtori« rwch Kwnstlevrn obor Gölehvte gewosen ist, keine Sara Bernhardt, keine Madame Türke und keine Pompadour, sondern nur di« Gattin eines großen Mannes. Die Nische, in der ihr Sarkophag steht, ist dis einzige^ wo die feierliche Tcdesoiichamkeit des GnMaMoschags alchgehyben ist,' in ihrer Nische gilbt es deren zwei. Diese, emzige , Frau im Pantheon war die Gattin des ChMikers Berlytzlotl Mud was war sie?" frach jemand dm Wächter. „Sie war Wan Berchelot." antwortet er mit unerschütterlicher Ruhe, „Ja, aber etwas hat sie doch wohl getan, daß sie hier, unter den großen Männern Frankreichs ruht?" „Nein, sie und Mr. Gerthelot licöten mir einander sichr innig. Sie hsbLer geschworen, sich ns« zu trennen, und sie find auch am se-l* ben Tag gestorben. Al3 er durch die Beiisetzun« im Pan» cheon geehrt werden sollte, ließ man auch feine Frau an seiner pw* MMWW W W* W* . Wiener Morgenzettuns. NO DB N H A U 8 „Zufn Scliinetterfiing“ Wien, II, Taborstraese 31 Kammgarn, ISO cm breft .... 65000aufw, Qabardin, 130 cm breit . . » . . ftSOOOaufw. Velours, 140 cm breit . . ... 145.000 aufw. Abt 8 IN SEIN WOttK Sans Europa trinkt Tee Missotzkp —VW Wl-w- Moska.» Gegr. 1849 yttn 4S * Die Aieste Scheidungsurkunde. Wie die Zeitschrift für kuktuvgsschichülich« und lbiolagische FamiLietckunde berichtet, wurde in einem Lgyptische» Gvoibe eine Urkmwe auf PaPyruS gefunden, die folgenden Wortlaut hat: „Im Jahr« des Marvonen Ttzbi hat Pto-Lemi (Pto4smäuS), ^er Schn vpn Pta-L«mr, der in Amonspt, östlich von Ne lder alt« Name von ÄMen) wchnt, von Ämswchotap. dem Sohn van Mthot und der Mutter Dhrnanti. seiner Fvau Tahappi, der Tochter des Pekrur. erklärt; Ich habe dich als Frau vevläsien. Ich habe dir das.Recht genommen, dich meine Frau zu nen» nen. ich habe dir geraten, einen anderen Mann zu nehmen. Ich Werde nie vor dir in einem Hache, in das > du gehst, evscheinen. Ich mache von heute an keine ehelichen Rechte mehr ach dich geltend; verlass« augenblicklich und ohne Zeitvevlcht mein Haus. Geschrieben von der Hand deS Rechts» gelehrten Dhut." Ach der RüGeite des Papyrus befinden sich die Unterschriften von vier Zeugen. DieS dünste wohl das ättsste bebanm-te ScheidungKurteil der West darstellen. Spende« und Sammlungen der „Wiener MorgenzeUuug". Für jüdisches Blindenheim Sohr Warte. (Bisher 2,789.856 K.) Z. Orgel 80.000 ft. Für jüdisch« Kinderfreunde. (Bisher 2,302.470 A., 72 tfchech. St., 1 holl. Gulden. 2680 Mk.) Eleonore SmolanSky anläßlich Ablebens der Fra« Doktor Kahn 100.000 St. - Für jüdische Sochfchyler. (Bisher 8,805.232 10 Zloty. 100.050 Mk.. 8 tfchech. K., , 10 Schilling.) Ungenannt 100.000 K Dr. Salamon Hammer, Skierniewicr 10 Zloty; Brüder Klei», Schuhfabrik »Beta , Mödling 500,000 K. Für verkrüppelte Kinder ln rreuleughach. (Bisher 180.000 St.) Ungeuannt 60.000 A. Für Säuglingssürsorge <A«Ma Müller). (Bisher 1.389.700 St.) Dr. Arkhm? i 2 100.000 K. Für eine arwr ^.a«, Wutkr eines schwerkranken Kmdes. (Bisher 400.000 K.) Uttgeuonnt 50.000 Zd. Für Kkein-Ssther. (bisher 3,784.000 St., 3,7,7 Pfund Sterling, 10 tsch. K.) Med. CH. D. 10.000 K. Für jüöisches MäüchenblinöenheiM, 2. Lez. (Bisher 830.000 K.) MÄdkue Galatzer 100.600 K.. Med. CH. B. 10.000 K. Für jüdisches Zentral-Silfsdomtle«. (Bisher 1.050.000 St.) Brüder Klein, Schuhfabrik ^Beka", Mödling. Für „Mutrerglücst" ad Notiz Klara Maulusk vom 20. Novemdrr (bisher 200.000 St.) * Georg Hellwütg 100.000 K., Emma Steiner 100.000 K. N0IÜ-8L1VH ckel Monsr Morgenzeitung4 ira HAUS DER DAME Emm a. c. fCHWEDENPLATZ 1 Vorfährung der Wiener Sendung tigliob von N dK 1 mittrzs und 4 bis ü XJhr nachmittags Blntritthttl Kein Kanfiwang %SWaflDlflÄBiE erstkiassiser RADIO- Apparate u.-Bestandteile RadkchroFLumm füt heuter O Uhr früh: ÄaMerichte.' — 11 bis 1 Uhr: Matinee Sllving. 4 Uhr: S^'lußkurse der Wiener Börse. Konzert Silving: Ans der Rokokozeit. — V»7 Über Konzert der blinden Pfleglinge der Berjoraungsanstalt für Blinde. -- J/410. liför : Aufführung ber Radiobübne: Hans-Sach§-Abe«d; heitere Abend- «ujik (Kapelle Eisen-rohst). 10. Dezember 18S4 mki Vereine, Dortriige und Dersammlnugea. i Ing en d gruppe - er zionistische« Se tionZwischenbrücken. Heute mn 7 Uhr wichtige B svrechung. Erscheinen ber Mitglieder Pflicht. Nachher Scha Samstag um 7 Uhr Borträtz. — Verein Dikwat I e h u d a, 8. Bez., Bennoplatz 1. Heute, '/,9'Uhr abends Vortrag: Medizinalrat Dr. Heinrich Haüse r .Bibel Md ber So nialiSmuS". Anschließend GesellschaftSabend mit Tanz. — I ü d fcheTischgesellschaft. Innere Stadt. Heute. 8 Uhr abends, Eafö Siller. 1. Bez., Schwedenplatz (Mezzanin)! Vortrag des Herrn Dr. N.»M. Gelber: Me französische Re^ volution und die Juden". Nach dem Vortrage gesellige Zusammen-i kunft. Wüste willkommen. — Akademischer -Lande-i verband. Heute, '/,8 Uhr abends, 1. Dez., KLrntnerstraßo Nr. 28, Abschluß der Generalversammlung: Präsibialwahlem ES ist Ehrenpflicht sämtlicher Korporationen. Mbebinat z» erscheinen -7 Handelsvertreter. Heute, 6 Uhr abend»,i Besprechung' im Festsaal de- Lass Landtmmm (gegenüber dew Burgtheater). _____ > «»stritte ans dem Zudentnm. G r ü n w a l d Jul., geb. 25. Februar 1669, Carl, Beamter. Hirsch David Wolsgang, geb. 18. Mai 1900, Pilsen. 2. SBejü Ferdinandsstraße 29. Schwarz Moritz, geb. 27. Juni 1896/ Wien.'2. Bez., VereinSgasse 85. Dr. M ü l l er Richard, geb/ 1. Mai 1890, 2. Bez., Echolzgasse 2. W i l l d o r f Renate, geb/ 12. April 1878, Braunschweig. 2. Dez., Hotel Lloyd. Wallis Allee, geb. 17. April 1S0S, Wien, 3. Bez., Hauptstraße 1.! S e d i v y Johann, geb. 14. Jänner 1892, Redakteur, 8. Bez./ Strozzigasse 8. Stein Margarete, geb. 2. Juni 1901, 4. Bez./ Favontensttaße 56. Weiß Gertruds, geb. 20. April 1899/ 4. Bez., Zohaun-Strauß-Gaffe 39.' Dr. Weiß Gustav, geb.i 15. März 1871, 4. Bez.. Brahmr-Platz 7. Rosenthal Zkaroline, geb. 15. Mai 1872 4. Bez., Rainergasse 27. Klei it Heinrich, geb. 15. Februar 1692, Krakau, Beamter, 16. Bez., Hasnersttaße 5. Kohnberger Robert, geb. 8. August 1880,' Wie«, 10. Bez., Veronikagasse 25. P o l l a k Georg, geb. 24, November 1904, Preßburg. v. Bez., Althanplatz 5. Z s ä l u d n h/ Theresia, geb. 13. Febr. 1891^Deutsch-Wagram, 2. Bez., BlUmauer- . gaffe 8. H i n Elischewa Maria Magdglena geb. HäuSler, geb.i 12. April 1964 Woltersdorf, 6. Bez., Mariahilferstraße 20? K l ein Ernesttne, geb. 7.August 1892, SchattmanSdorf, 6.Bez./ Gumvendorferstraße 114. B o r i tz e r Siegfried, geb. 8 Septem-! ber 1884, Wien, Schuhwarenhändler, 14. Bez., Reindorfgaffe 10/ Strakosch Otto, geb. 17, April 1898, Wien, Handels-! angestellter/14. Be».. Dtnaelstedtgaffe 2. Ko h» Rudolf, geb' 28. April 1899, Wien, Pnvatbeamter, 4. Bez., Johann-Strauß-, Gaffe 25. B l u m e n t h a l Josef, geb, 9. Jänner 1390, Khibi,' Kaufmann, 9. B"z.. Schlösselgaffe 28 ° — Laut Meldung der: JSraEschen Kultusgemetnde Oberholläbrunn hat Fraulein! Schwarz Pauline, Kleidermacherin in Göllersdvrf, ged.: 28. November 1880, Groß-Stelzendorf, ihre« Austritt cm» o«- Judeittum am 28. Oktober 1924 angemeldet. Bühne und Kunst. Met« erster Aeaterbefuch. Bon Schalom Asch. Der einem voviyen Smmdag im WMscha^,^ «r Ehren der in Wien krank davn'ieidevlveigendrn „Mutier des Mischen Theaters", Esther KaminSka, veromiswl>vet«n mD üdeMüs zaihbvsich b-Ssuchden Lnevanische« WM, erMlde der benuHmbe jMsche DvamEer und Romancier Schalom A s ch eimirges auS feinsn Evvmwmn-- yen an me KiMsÄovm: „Als Knabe wohnte ich einer Dovstellumg der KaminSka bei. Es war in Kutno und gegeben-wurde ,Mr Kochba". Dis Bühne wurde vn einem Stall der städtischen Feuerwehr aufgeschlagen. Gerne hätte ich Mir eine Eintrittska-rLe gelost, aber Mein« Mutter verweigerte mir d-as Geld hierfür, weit «s doch für einen Beth-Hamidrasch-Bachur nicht -affe, 4» ^n Theater zu gehen. Ich schlich, mich atlsio an den Dvettertzaum heran, kletterte im die Höhe, von wo aus ich den Berlmrf des SMs berfolgen konnte. Ich habe wohl m meinem bisherigen Lehen schon das SchÄrste, war Dhoaterümst zu bieten vermag, gesehen, akber alle herrlichen Erdrück« die ich empfangen halbe, sind nicht zu vergleichen mit jenem ersten Einldmck. vom Theater tot Stall der Feuerwehr von Kutno. Auf einem Balken der ,^Sühne" . stand mit gwtzen höbräischen Buchstaibon die Aufschrift: ,Mth-HoMÄ-rasch" (Das Heiligtum) mvd Esther Rachel KaMinska saß damals vor ' -einem Keinen Mühlrad u>nd fang ein Lied, i' // Fch kann mich des Gefühls nicht evwchren, daß diese Mi« Theatervovstellung, der ich beiwohnte, aus die Gestaltung der HWischen Fög>uven m meinen Werken von Einfluß stwar. Dieser erste Theaterbesuch sollte oder für mich poch ein« dramatische Wendung nehmen. Wahrende : ich mit' innerer Erregung mit allen meisten Smiten bei dort Bovgaugon aus der Szene war, verspürt« ich plötzlich eyten stlirchtbaren Hieb aus Kopf. Cm Wächter mahrrte. Mich, auf solche Weise, meinen erschlichenen Platz aus der - PsMe zu räumen. Im Nächsten WugeMick lag ich. auf der Erde. Es war ein entsetzliches Erwachen aus einem, süßen Traum. Blutüberströmt wurde ich zu meiner Mutter. . heLMgebracht. Für den seither -nicht wieder empfundenen Kunstgenuß bezahlte ich mit einem Stück von vreinom. Ohr, das vrvr der Wächter mit seinem Hiob abgevissen hatte. Dieses Stuck Ohr fehlt mir auch heute noch, aber diese herrliche Ermmmmg an unsere. Ka-mi-Ma ttJ-erfoe ich, so tlartge ich labe, nicht vergessen." , Da» hMMche Theater in Srer gsraet. Das Aktionsprogramm der Hahiwah. Bokanublich haben sich die SchauspieLer der palästiuew fischen hebräischen Bühne H a b i m a h längere Zeit Ku Sttckieuzweckeu i>u Berlin ausgchalten und wurden von dem berühmten SPiMeiter Jesfner» ferner von Pwfeffor Daniel und andeven hervorragenden Fachmännern ausgebMet. Das E-nsomdlo, welches unter der Leitung von Gn es sin, einem den bedeutendsten Schüler Stanislawskis, steht, hat in Berlin mit der AußÄhrung des „Belsazar" einen großen kün-ststrischen Evsolg erzielt, der in der internationalen Presse, unter anderem' Such vom Londoner ^Qbfewer", gewürdtgl wurde.