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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-10 · Heft 2086 (10.12.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2086 (10.12.1924)
Date
1924-12-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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©eite 9 Wien» Mittwoch Vor einigen Wochen ist die Habimah nach Erez Israel zunückgekchvt. Ein Mitglied der Leibung differ Bühne, dos noch einige Zeit in Europa verbleibt, wm wichtige Angeilegercheiten dieses Theaters zu regülu, wellt vorübevgchend in Wien und teilt uns Über den Arbeitsplan der Habvmch jÄgendes mit; Die nächste Premiere wird die Aufführung der Komödie „Megilatch Esther" von Ochfeniberg sein, zu weicher Professor Engel, der, wie wir meldeten, eibensallS nach. Palästina iilbevgasiedslt fft, die MusA geischrtGen hat. Ferner wird 'ein Weihchpiel, „Der ewige Jude" vorbereitet, welches unter feeierut, Himmel am Fuße des Oelbevges zu Passah in Bzeme gehen soll. Die Mitglieder der Moskauer Hckbimah hüben sich an Gnessin gewendet rntfc wünschen sich mit dem pÄSstmmsffchen. EnsmMe zu Veremvgon. BoÄSufvg find drei hervorragende Mitglieder der Moskauer Truppe für dich hübräSsche Bühne Palästinas verpflichtet worden: Der ^oß« WhavcSterdarjsteller Mosche, fewer Fron Rowi na. die sich in Rußland den Titel ebner .hebräischen KommistarischewSka" erworben hat und die hochbegabte Schüschamra Awiwith. Der OpfevfreMgkeit einiger hebräischer Kunstfreunde ist es zu danken, daß ein reicher BuhnechmiduS mch eine von' ersten 'Künstlern hergestellte BühnerranSstattMvg sowie LüMerisch wertvolle Kostüme m BeEn heogekstrllt werden konnten,'die demnächst nach PalÄftina verfrachtet werden. «ur den Theater«. Bur «t he ater. 'Morgen, 7 Uhr abend», neu ei», studiert, »L « m p a ei v a g a o ri« d « S" oder ,D aS l i e d e r l i ch e K l e e - lat t" Zäuberpoffe mit Gesang i» drei Akten vo» Johann Restroy, Musik von Adolf Müller. Regier Karl ZeSka. A k a d e m i e t h e a t e r. Morgen, */#8 Uhr, ,D i e Dame mit dem Scheidung-arund". B o l k r o p e r. Heute »Carmen" mit Kammersänger Franz N a d a l als JasS. Morgen Gedenkfeier für Giaecomo Pueeinir »Die Boheme" mit Signor B o r ghe f e als Mareell. - D e u tf ch e» Do l k -t h e at e r. Freitag findet die 25. Aukführrma von Shaws »Die heilige Johanna" statt, zm der die Direktion den Dichter eingeladen hat. Samstag nachmmag». 8 Uhr. Marchenvorstellvng »Dornröschen" von Robert Bürkner. . Theater in der Josefstadt. Die für Donnerstag anaesetzte Premiere »Mein Vater hat recht?eh a b t wurde auf Montag verschoben. — Lucy Kiesela «s e » tanzt Sonntag um 4 Uhr nachmittags. Raimnnd-Theater. Samstag nachmittags Marchenvorstellnng ,Lenchen » Weih « a ch t s t r a n «".Sonntag nachmittags »D e 8 Meeres und der Liebe Wellen". Theater an derWien. Heute 300. Aufführung vo« „Gräfin Mariza" in der Premierenbesetzung. Jeder Besucher dieser und der nächsten zwei Erstaufführungen erhält als Andenken ein „Mariza-Album". Im Johann-Strauß-Theater findet am 14 d. die Erstaufführung der Operette »PnSztaliebchev" vo« Michael Kraus; statt. R e u a i s s a n e e S Ü h.n e. Da» Schauspiel »Vier Menscheni mUrwald" von Friedrich Lichlnecker wurde zur Uraufführung angenommen. In der Donnerstag um 7 Upr abend» erfolgenden Wiederholung der Vorstellung der „G i ld e n eit P a w e" (Verein Freie jüdische Volksbühne), 1. Bez., Riemergafse 11, gelcmgm in Erwetterung des Programms neue Volkslieder zum Vortrage. Mitglieder der Volksbühne erhalten eine 50 prozeutige Ermäßigung. . . Plakatwritbewerh des Jüdischen Rationalsonds. Der Keren Kajemech' ('Israel, Jerusalem, hat einen Wettbewerb zur Erlangung eines künstlerischen Plakates für die Propaganda zur AuMriirgimg von 50.000 Wund zwecks Neuerwevb von 100.000 Dunam Boden in Palästina auSgeschri-eLen. Als Preise sind rm ganzen 100 Pfund Stevkmg ausgÄetzt. Der Schbußtevmin für die Eirchendung ist der 31. Dezember 1924. Nähere Bedingungen beim Keren Kajemeth l'Jsvael. Berlin W 15, Mernekestraße 10. C opyrfjjht 1924 bj Nachdruck verhotin. Deutsche BerlagSaastatt, Etuttgart. 52. Foriietzung, Die Stadt an der Moldau. Roman.. Bon Auguste Hauschner. „Hat er die Person geheivatet," -fvagte Josef und steckte an der ausgehenden Zigarette eine neue ain. „Dem Kmd zuLiobe hat sie sich nicht mehr HLsträubt. Sie sind schon lange nicht mehr beim Variete. Mt einer Wandertruppe fahren sie im Änd umher, umd spielen in lGasthöfen und Scheunen. Er, Kapellmeister, Reaisse-ur, Statist, sie, Soliistm, Kastierm, und wenn es ein SHcmspiel gsM, Naive. Oft sind sie mittellos. Seine Eltevn haben sich ganz von ihm loSgesagt, die Einkünfte sind unsicher und schmal." „Wvövrel brauchst dir?" Jakob schüttelte den Kopf. »Ich sotbst habe gleich nach Kräften ausgeholfen, er hat es mh zurÄckgeschickt. Er will kein Almosen, er will Hilfe. Er kann nicht arbeiten, er kann ferm Oper -nichtbeenden, er gehe künstlerisch zugrunde." Joses griff in di-e. Westentasche -und zog die Uhr hervor. Er war im Geiste schon auf der Straße. Gr sprang aus und sagte heftig: „Was erwartest du also von nur?" Jakob ließ jede Empfindlichkeit beiseite. „Du bist Eduards letzte Hoffnung. Er hat von deiner Stellung in der tschechischen Partei erfahren, von deinen Verbm-dungen und deinem Einfluß. Er 'hat gehört, wieviel du zu sagen hast bei der Wahl des Personals an eurem neuen Qpevettenihaus. Gr traut sich die Geschicklichkeit nicht zu, dir feine Sache vorzutragen. Durch mich läßt er >dich bitten . . „Und er möchte?" Jakobs Arme hatten eine kindliche Geberde. Äs ob er das Herz des Kameraden suche. Wierrer MoiAenzeitunO 10. Dezember 1824 M. 208« ' l ' -.-Mi— «mnußm* , i ... tf.l'W»I l .. Gerichtssaat. Die BälorisierungSsrage Var dem Dersassimgsgttichtshof. Zu der für den 15. d. vor dem BerfgsstmMerichtshof rm-geordueten VerchoMung über M von vier BüjiÄSflerichten (Äv- PMftM,^ Flovidsdovs, Matzen uwd Raabs) -gestellten Anträge auf Aufhebung der von ihiren als versasftmgswiidvig 5» zeichnetest Bollzugsalvwvisung vom 25. März.1919 betreffend den Bankmlenumlaus ' und der dmnit MarnmeMWenden RechtsverihAMisst (SchlMvpetar-EewvblMna), hat das Bundeswmrsteriimn fiir Finanzen eist« ‘ u-mfanäroiche Gegenschrift erstattet. In derselben hebt das Ministerium hervor, daß die von den Bezirksgerichten augesochtene Dollzugsanweis-rrng vom 25. März 1919 gar keine Nceremng bedeute Es werde durch sie nicht, ein Zwa-ngsiurs eürgesührt, sondern der schon den Krvnenuoten der OesterveichSsch-ungarischen Bank zutoimnende ZwangSburS aus die gestempelten Noten erugeschrämt. Hakenkreuzler. Sozialdemokraten und Schießereien. Am 1. Juni dieses Jahres gegen halb 10 Uhr abends zogen mchrere Trupps repuhlikimrscher SchuMMer, von ihren ÄrrmAmugerr kommend, dnrch die Ottakringerstmye. Hakenkreuzler kamen ihnen entgegen. Es kam beiderseits zu' Schrmvfreden. Menschen sammelten sich an. Der' Kratvall fand bei der Alt- Otiakriuger. Kirche statt. Auch den ZHsährige Buchbinder Josef. Pfliug, der mit mehreren Personen in einer Weiuhmdlung saß, kam heraus, um zu sehen, was es gebe. Pliug hat nun «m Wache gerufen. Zahlreiche Schutzbündler riesen: „Was will der Hakenkvvuzler, tvas gcht denn' das den Hakenkreuzler an?" und nahmen di«'Richtung gegen ihn. IM Pflug ergriff die Flucht, die Schutzbündler hmter ihm. Pflug zog seinen Revolver und öfl® zwei Schüsse ab. senkrecht hm-cmf. Dtche Schüsse riefen eine fiirchtbave Panik unter den zahlreichen Menschen, die sich ge« rüde auf der Straße befanden, hervor. Pflug wurde ergriffen, und zwar von d»rm 19jährigen' SchutzbüMer uwv Kostens chlosfer Franz Kunx, der dem Pflug den Revolver und die Brieftasche,, m der sich Geld und die Legrttmationspapiere des Pflarg befanden. abnahm und beides dam erschienen Wachmann ubergcK. In dem. Geschrei war es überhört worden, daß noch em weitntzT Schuß gefallen war, -der ben MaurevgchHen Johann Wagner schwer verletzt«. 'Da - verschiedene Personen die Behauptung oufaestellt hatten daß auch Kun^ geschosten habe, wurden beide, Kunz und Pflug, ans die Polizei gebracht. Einigen Miigliedern des republikaMsthen Schutzbundes gelang tzs, in das Wachzimrner rinAcdriniAcn. Sie riefen: „Gebt's ihn sofort heraus, sonst evlebt Ihr in fünf Minuten etwas anderes!" Es wurde telephonisch die verfügbare Mannschaft 'ber-nfen; noch bevor diese eintrefsen konnte, tarnen zirka 10 Mann frische Schutzbündler unter Führung des Obmann-Stellvertreters vom Ottakringer Arbariechsim,zirm Wachzimmer. Sie verlangten die sofortige Entlassung des Krrnz. Mit Rücksicht auf die Situat>wn wurde er fveigelassen, rrachdam er btzstrittenhatte, geschossen zu haben, Kunz wurde sofort, als er der Polizei überstellt wrrrde, untersucht; es' fand sich,' daß er an einem Leibriemen unter h:m Rock ein Bajonett und einen Revolver trug. Er gab an. beides a-uif der Straße liegen gefchen, aufgehoben und an sich genommen zu haben. Bei dom fchüververletzten, auf die Klinik gebraten Johann Wagner wurde das in der Schußtmrnde bafmdliche Proiektkl extrahierst. Es zeigte sich, daß es in den bei Kunz gastmaenen und von ihm auf'dor Straße au>fgehobenen Revolver paßte. Gezen beide hat die Staatsanwaltsch«ft die Anklage erhoben. Bei der Berhaivdluug stellte Kuptz nach wie vor in Abrede, daß er geschossen habe, beziehungsweise den Wagner verwundet habe; Pflug behaupdest, daß er in die Ärft geschossen habe und niemawd verletzen konnte. Zum Tragen eines Revolvers war er berechtigt, da er einen Wafstnpatz besitze. Der Richter verurteilte beide Angeklagte zu je 2 4 Stunden Arreste ' gnteresseugemeknschaft Komvatz-Sesterreichliche Hvpolhekenbank. Gestern nachnrittagS fand im Finanzministerium eine BoHrechtmg statt, in welcher endgültig die näheren Bestimmilmgen für die Schaffung einer JnteresfenFsmvinischaft zwischen dem Kompaß uttfo der Oesterreichilschen Hhpoth-ekonbank betschlossen wurden. Demnach geht die O e st e r r e ichische'Hypothekeubonr vollkommen in den Konzern der Konvpaßbank über. Der Name Oesterreichische Hypochektnbank Vleibt bestehen, da sie oilS Psandbriefinstitut weiter in Betracht-kommt. DrS Finanzministerium dürfte die Znstnn- ''strung hierzu erteilen, so daß die Berechtigung der Defterreichischön Hypothekenbank zur weiteren Herausgabe von Pfandbriefen bestehen bleibt. Das Bankgeschäft selbst wird van der Kmnpatzbank übernommen D« Regenerierutrg der Hypothekeulbank und ihr Uebevgawg in den Konzern der Kmnpaßbank wurd< unter Beihilfe' des Berliner Bankiers Michail und des Wiener FinaMumnes Coheu durchge-führt. Die Hauptaufgabe bei der Regenerierung der Oesterreichifch.cn Hypothekenbank Mt der Kompaßlbauk zu, welche dadurch ihren Konzern im eine weitere Ban! vermehrt hat. Nach der Nestelung der-Kvnzestionslfvage im Finanzministerium wird sofort die U-nttvaMung der OestervÄchischen Hypothefeubank vora-^ .nommen werden. Rrnturspekulatiouskäuft an der Wiener Börse. Seit einiger Zeit werden größere Rentenposten an der Wiener Börse Msemimen'gekaust. ES verlautet, daß diesen Käufe» spekullat'ive Momente zugrunde liegen. Bier Wiener Komm ist ionsfimnon sollen die PrüvinzklientÄ zwn Anka-uif dieser Renten bewogen halben, indem sie ihnen versprachen, daß die Renten bei der endgültigen Bereinigung der Frage, ob Krone Kraue sein soll, ein« große Rolle spielen werden, und daß dann eventuell die Renten eine dalorisierte Berzinisuug erfahren werden. Borläurfig berichen diese spekulativen Käufe aus reiner Kmnbination, die. keinevlei Begvündlmg hat. Das Finanzministerium verhalt sich der ganzen Frage gegenüber ablehnend. Allerdings stvht noch die Reglung dieser Frage durch den Berfasfimgsgerichtshcif bevor, welcher sich in diesen Tagen damit bolschästigen Wird, ob die S ch u m p e t e r s ch e Verordnung, daf Krone Krone sei, weiter in Geltung bleiben soll. . Die GÄldabgabe. Noch vor Beginn des gestrigen Ver. kchres wurde bekanntgegeben, daß die GMabgcr'be pro Dezeniber in devseWen HHe wie für N-ovoviber, demnach mit 7Z0.000 K. zu.leisten sei. Eine Reihe schtvächerer Spokul-anten wird durch Heife. Maßnahme bestimmt, der Dorlse feriMbleibeu, umsomehr» als in letzter Zeit die Au Mästen auf Gm ch äste sich vermindert haben. Insolvenzen. Ein Untevnehmon der Deutschen Beden, bank, die DrxchtindMrieustd Metrllwaren-fabriks-A.-G. „Dimag"/ vormals Johann Z L o'r i l'. mußte infolge von vorllegenden Konkursanträgen das Ausgleichsverfahren über sich —Sie ERHALTEN QRfiTIS SBGESCHENK (8 elegante Halblei uenbände) wenn Sie Bezugsgebühren für ein Jahr imvorh inein bezah rn Ollüllir' / cjE^cnicriTE bm judln »»«»»»»»»»«Außer der Jahresgebühr sind für Vrrsandspesen de» »Graetz" noch 3. K. 25.000 zu entrichten»»»»»»»«»«»» „Er möchte die Stelle des Kapellmeisters, de's ersten oder zweiten. Er war in einer barten Schule, und die Kuwst ist ihm zu heilig, du brauchst dich nicht zu fürchten, daß er sich iveageworfen hat." Zahradil lijfte sich aus Aduttis MH«. „Tut mir sehr leid, aber ganz unmöglich. Eduard ist Deutscher. Einen Po«sten am tschechischen Theater kann ich ' nm einem Tschechen gsben." Seine Msicht, die timtet* 'hältung albzuibrechen, war unverkennbar. Jakob wich nicht aus seinem Weg. „Und dein Versprechen? Und deine .hochfliegenden Pläne zu einer BAkerverbvüderung und dein Ideal, eine int-evnationa>le Kunst zu gründen?" Josef warf den Kopf hochrnütig zurück. „Du als Jurist kennst sicher den Ausspruch des französischen Richters, den man nm seine Meinung befragte, über die Aufhebung der Todesstrafe: ,/die Herren Mörder sollen den Anfang machen^. Wieder kreuizten sich ihre Blicke. Räumlich emarlder nahe. Durch Cntfvemdurlg, wie durch weites Land geschieden. Jakob dachte: Schulter an Schulter haben wir gestanden. Unsere Genieinsamkeit war eine Täuschung. Josef fühlte wie er die Bedeutung dieses Augenblicks. „Damit du nrich nicht für zu lvaukelmütig .hältst, will ich dir einen Vorschlag machen. Wenn Eduard sich rückhaltlos zu uns bekennt, mit Nanw, Sprache und Gefinmmg, will ich vevsluchen, ettvas für ihn zu tun." Er sah helle Freude iiber Jakobs Züge huschen. „Wie ich Eduard beurteile, hat er nur ein Interesse: feine Oper, und es gibt für ihn nur eine Richlung: die zur Krönst." Er zögerte gleich einem Knaben vor denn GestÄwdnis seiner Schu^ld: „Eine Bedingnilg wird er stellen." Nach einer Pause herzhaft, entschlossen: „Das gleichzeitige Engagement der Frau." . IM iatmete erleichtert auf. „Darlu ist die Frage ja endgültig erledigt. So eine Zumutung. Eine abgetakelte Tingeltaugelöse, verbraucht, verfettet'.Ich 'habe sie vor Jahr und Tag hier im Variete gehört. Damals hat sie noch einen gewissen chawne canciffc gehabt und ein paar gute Töne. Inzwischen dieses Hundeleben und ein Wochenbett . . . nicht daran zu denkrn." Er holte den Ueberzickher vom Kleiderstock herunter. Jakybs Beharrlichkeit war so leicht nicht zu besiegen^ „Sei nicht so unbarmherzig, Jcscs. Verleugne nicht doiu besseres Selbst. Gönne Eduard noch eine Gnadenfrist. Ich will uwvgen zu ihm faihveu, zu ihm sprechen. Die Frau besehen und hören. Du kannst sie vielleicht im Ehor verwenden. „Oder als Aufficht in der Toilette," spottete Zahradil, und mußte doch die 'beschlagenen BriltenaKser wischen. „In dir ist so eim übevtvältigende Schwäche, Jakob, daß man sie schon Stärke nennen könnte." Die Entfernung, die beide trennte, hatte sich verkürzt. Schon trafen sich die ausgestreckten Hände. „Warum willst du nicht zu uns herüberkon-inen? Zum letztenmal trage ich es dir an. Wir könnten so entcu wie du bist, ausgezeichnet brauchen." „Mein Name wäre schwer zu tschechisicreu", wehrte Adutti scherzend ab. Der andere blieb evustihast. „Wir würden es nicht hon dir verlangen. Tie deutsche Sache ist ohnehin verloren..." ,Menn ich das sicher wüßte, wäre es für widj ein Grund, ihr treu zu bleiben. ' Josef, kräuselte die Lippen. ,Kwig >der Kuffus der Schimäre; aber", lenkte er wieder ein, „bei uns kannst du ihr viel bester dienen. Im Vertrauen aus deinen Takt gebe ich dir Vollmacht. Um Politik branckst dn dich nicht zu .Nmnle.rn. Schreib über Musik, Mer Tbmker. Lob deinen Eduavd zum Genie hinans." . (Fortsttzring folgt.)

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