Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-12-10 · Heft 2086 (10.12.1924) · p. Seite 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2086 (10.12.1924)
Date
1924-12-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981169--21326-3008624
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ve»e 4 men, Mittwoch HEtisch ttttb ökonomisch gesicherter Unabhängigkeit führen soll. Möge es Ihnen vergönnt fein, zugleich mit dem Abschluß unseres Rettungswerkes den ersehnten Zeitpunkt erreicht zu wissen, in beim nach Beendigung unserer staatsfinanziellen Einschränkung sich rmserer Staatswirtschaft das freie Feld eröffnet." Dr. Harnisch wies in seiner Erwidevung auf die Fortschritte hin, die die Republik in den vier Jahren seiner Amtswirksamkeit gemacht habe. Als sülche Fortschritte zählte er unter anderem auch die Erhöhung der Milchproduktion und der Zuckerproduktion, so daß bereits herver 60 Prozent unseres Zuckerbedarfes im Inland gedeckt werden können. ,/Jch glaube, daß die Sanierung Oesterreichs wesentlich ein psychologisches Problem ist. Wir müssen aus der Kriegs- und Nachkriegspshchose endgültig heraus. Jeder m>uß mehr Verantwortlich keitsgesühl empfinden, nicht bloß gegenüber seiner Familie, sondern auch gegenüber unserer Volkswirtschaft. Ich möchte mich da insbesondere auch an di« oberen Klassen wenden, deren Verhalten vielfach für die anderen Schichten der Bevölkerung richtunggebend ist, und diesen eine möglichst einfache Lebensführung empfehlen, d'e allem der allgemeinen Lage unseres Staates entspricht. An alle Schichten der Bevölkerung geht aber heute meine eindringliche Bitte, Arbeitseifer und Sparsamkeit Kw ihren obersten Lebensgrundsätzen zu erheben. Glücklicherweise wird der Weg, den ich' hier andeute, van der großen Mehrzahl unseres Volkes ohnedies bereits eingeschlagen. Gelingt es, einigermaßen über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hinweggukommen, so sehe ich mit doller -Zuversicht in die fernere Zukunft." ‘ Wechsel in der. Generaldirektlon der Bundesbahnen. Dr. Maschat — Generaldirektor. Ter Generaldirektor der Oesterreichischen Bundesbahnen, Ing. Siegmund, der schon im Oktober 1923 ferne Bestellung nur über eindringliche Vorstellung. des Präsidenten der Verwaltungskommission angenommen hatte, hat nunmehr nach erfolgreicher Durchführung des größeren Teiles des Reformweäes gebeten, ihn seiner anstrengenden Tätigkeit Zu entheben und ihn in den Ruhestand zu versetzen. Der Präsident der Vevwaltungskommission hat diesem in dringlicher Form dorgebrachten Ersuchen statt-gegeben. Um seine »wertvolle Mitavbeit den Oesterreichischen Bundesbahnen „auch für die Zukunft;u erhalten, wird die BundeSregleMuq Herrn Ing. Siegmund in die VerwaltungsEommission des Unternehmens berufen. . Gleichzeitig hat der Präsident der Vßrwaltungskom ission den Direktor Dr. Josef Mascha t zum Generaldirektor der Oesterreichischen Bundesbahnen bestellt. Doktor Maschat war zuerst im Gisenbahnrefevat deS Finanz- Ministeriums und sodann im Obersten Rechnungshof tätig und ffctttb seit 1. Oktober 1923 als Bovstandsmitglied und Direktor, an der Spitze des finanziellen Dienstes der Oesterreichischen Bundesbahnen. Strelkgefahr bei Telenravh und Lelchhou. Das Ultimatum lauft heute mittags ab. Im Parlament fanden gestern den ganzm Tag über Beratungen der Bundesangestellten statt. Während die im 25er-Aüsschuß vertretenen Beomtenorganisationen die Entscheidung ihren Der trmrensmäunerverstmmlungen überlassen und damit eine zuwartende Haltung bekunden, sind die Telegraphen- und Telephonangestellten von dem Zugeständnisse, die'Generaldirektor Hoheisl machte, ganz unbefriedigt und erklären, daß, kwenn nicht im letzten Moment eine Mendumg ein trist, in den nächsten Tagen mit einem S i r e i k d e r T e l e g r a p h e n- und Telephonangestellten gerechnet' werden muß. Die Generaldirektion will lediglich einen Betrag von 87.000 K. an jene Bediensteten auszahlen, die bisher im Bezüge der WirtsHastsprämien standen. Ferner soll an alle Angestellten ein einmaliger Zuschlag von 53.600 K. zur Auszahlung gelangen. Das dünkt den Telegraphen- und Telephonbediensteten viel zu wenig. Ihr Ultimatum läuft heute mittags ab. In der heutigen Sitzung Zentrcstausschusses wird die Entscheidung fallen, ob es wirklich zum Streik kommt. . . 9«s Hakenkreuz an der Grazer Technik. (Eigendienst der „Wiener Morgenzritung".) - Graz, 9. Dezember. Wie schon des öfteren berichtet, ist der Konflikt zwischen den Professoren der Technik und dem Professor Leon in der Weise gelöst worden, daß außer Leon noch drei andere Dozenten für die bisher von ihm allein versorgten Fächer bestellt wurden. Es ist num interessant, wie diese neuen Lehrer ausgewählt wurden. Der erste ist Professor Federhoser, einer der Richter über Leon; ihm trägt somit seine Stellungnahme eine hübsche Zulage ein, Die beiden anderen, Zentralinspeftor H lawatschek und Negieruugsrai Ibe r e r besitzen gar nicht die venia legendi. Das Rektorat erläßt eine Kundmachung, in welcher die Studenten eingeladen werden, bei diesen drei neuen Lehrern zu belegen, wobei natürlich die Hochschulkammer den entsprechenden Nachdruck üben wird. Wiener Moraenzettimg. 10. DeMvrr 1984^ Rr. L06S Die Aerztekammerwahlen in Wien. Bei den gestern stottgsfundenen Wahlen in die Aerzte« karmner wurden 1789 Stimmen abgegeben. Davon entfivlen auif die bsfizielle Kandidatenliste/ welche auf Grund des Kompromisses aller örMchen OrganisationSgruppen ausgestellt wurde, '1689 Stimmen. Die WahlbeteiiligU'Nig (Zahl der Wahlberechtigten 8803) betrug etwa 45 Prozent. Der übevtvältchonde Sisg der Kompromißlifte, auf der sich Obersan'itätsrat Dr. Theuen befindet, ist eine deutliche Stellungnahme gegen den Hochenegg-Klüngel, der infolge des scharfen Pvötostes der Aerztekam-mer, bezw. Dr. Thenens yogen Hochenegg eine lebhafte Agitation gegen ein« Wiederwahl Dr. Dhenens geführt hatte. Mische Jugend und israelitische Kultusgemeinde. . Wir erhalten dom KultuSvorstehpr Dr. Isidor Kl ab er mit Dcgug auf di« gestern obgchältene Iugendverfammlung kn Gelwerbeveremssaale folgerte Zuschrift: - ' „Die Jugend selbst will ihve Wünsche an den mugewählten'Borstand 'bekanntgeben. Wer die Ausführungen der bewährten Vorkämpferin für soziale Arbeit, Frau Am-itta-Müller- Cohen, gelesen und die Erwiderung des Leiters der Jugendfürsorge, Herrn Dr. Lörvs, der könnte vielleicht glauben, eS gibt eine Krise in der Jugendfürsorge. Weit gefchst! Beide Ausführungen entstanden unter dom Eindruck der Sitzung deS IugendfürsorgeverbandeS vom 16. Novsrnber d. I., in der ich zum ersten Male dm Namen sämtlicher Eltevitbünde und für die < Jugend selbst die Mitarbeit soridevte. Sollt« sich -er ,/alte Kchillageist", von dem ich gesprochen, wirklich gegen Mitarbeit, selbstredend in moderncm Smne und nicht nach „bewährter" Wohllätigkeitsweise, wchren, dann wird es wohl ein« Krise geben. Denn die Jugend hat schon läufst in ihren Gruppen „Probleme" gelöst, die Herr Dr. Äöw als verkühl be^ zeichnet. Kiwderjausen, bei denen Misere Kinder Schauobjekte der satten „Spender" sind, sind nicht nach unserem Geschmack. Wir verlangen ZentrÄisiernng der Arbeit, jedoch Heranziehung - aller Kräfte. — Die Mitglieder der BezivkAonmnssion der Kultusgemeirvde, die Ellernvereine.und Iugendgruppen sollen den Informationsdienst übernehmen, di« BekleMrngS-, AuSspeijungs- und Erziehungsvereine sind im Fachgruppen zu organisieren. Die Lehrerschaft wird beroitwilligst, wenn man ihr die entsprechende Stellung gewährt, ebenso wie die Elternbü-nde ihre Pflicht vollauf tun. Aber gemeinsame Beratung mt not. Den Iugendorgamlsationen wird ganz besondere Forderung zuteil werden müssen, denn sie bereiten nicht bloß die Menschen für Erez Israel vor, stmderu mancher aus diesen Gruppen wird in der Galuch für das jüdische Volk zu wirken berufen sein. Die Jugendlichen wenden heute abends selbst ihre Mrdemngen amssttllem Eine Krise wird eS nur dann geben, wenn die Alten verständnislos der Jugend gegenüöw bleiben werden. Nicht für die Jugend darf die Parole heißen, sondern m it der Jugend. Aus der Gemeinde' für KustuSangelogenheiten mutz die jüdische Gemeinde'werden. Wenn die Jugend es will, jo wird es sein. Sie Philister. Der durch s-sine Hettrter-Forschungen bekannte, heute an der Prager tschechischen UmvrrsitLt wirkende Orientalist H r o z n y veröffentlichte laut „Münchener Neueste Nachrichten" ein« Abhandlung überdaS krivgevische Nachbarvolk unserer Vorfahren. Die Philister (Pelischtvm, Pelescheth) bewohnten zur Zeit der Richter und Könige den'fruchtbaren Küstenstrich dcS südwestlichen Palästina, <m dem ihre der FLnszcchl ihrer Fürsten entsprechenden fünf Hauptstädte Gaza, Asdodt, Askalon, Gath und Ckron gelegen sind und durch den die natürliche Handelsstraße von Vorderasien nach Arabien und Asgypwn führt (die stratsgische Wichtigkeit des Landstriches wurde ja oben erst während des Meltkrreges deutlich).' Sie waren keine Semiten, unterschieden sich in Tracht und äußerem Ansehen von den Hebräern; sie verehrten den Gott Dagon und haiten die Sitt« der Beschneidung nicht angenommen. Ihre Kämpfe mit den Juden sind reich an bewegten Episoden — auf lämge Zeiten hin üben die. Philister ei.« Zwmgherrfchaft Mer die Nachbarn aus, der nach der TragödSs ides Sinvson und dem tragischen Tode des Saul erst David.für immer ein.Ende bereitete. Mit feinem en!sche>idenden Sieg im Tale R e f a i m brach bas Reich der Philister in sich zusammen, um so cher,. Äs biefl dort vornherein in stn-om Siedlungsgebiet nur eine über eine semitische Bevölkerung herrschende kriegerische Herrenschicht darstellten. Doch hob noch Strabon die abweichende Nasse der Leute von Asdoch und Gaza hervor, Ihre' ursprüngliche Heimat HM. Kastor) war nach Hroznys VevmutMig die Insel Kreta, deren Einwohner aus' ägyptischen Inschriften „Kasti" heißen: das Mte Teslantenl llegt ihnen, in der, Tat häufig auch den Namen „Kreter", auch Wohl „Karrer" bei, wag äuf'die Erstreckung ihres uvsprüwg-llchen Wohngebietes nach dem Kreta zunächst gelegenen FestlaMge-bitt schließen laßt. Eine bildliche Darstellung auf o'msm kretischen Diskos zeigt Kr'ie'ger mit einer sedergLschmückten Kopfhvdeckunig gleich jener, welche ägyptische Bildinschristen den „Pelcschelh" geben. Hroguy hält sie für stammverwaM mit den weder semitischen noch mdogermanischen Völkerschaften, die mr 13. .«bis 18. Ichchmrdext por CHristi von Nochen her■, tn >)S Ostüecken ideS Mitte.'moeres einwaniderten und KU denen «r auch di« Savden und Etrusker rechnet. Die philologisch einlaidende Hypothese einer Zusammengehorigkeit der. „Pelescheth" mit den als Ureintvahnrrn von Hellas, angesehenen PelaSgem läßt der tischechische Forscher noch Unentschieden. Dagegen leitet er von ihrem Namen nicht nur das Wort „Palästina" ab, sondern erweist ihn gleichfalls in der despektierlichen Fügung „K r e t i und P l e t h i", mit der die Bibel die vormchmlich auS untevworstnen Philistern gsbMet« Leibgarde Kön^ Davids dezoichnet. Der allmählichen Blutvevm>ifchung der Philister mit dej. Juden nach der Untevwevßung der Philister und ihrer Aus nähme in die jüdische Religionsgomeinschast schreiben neuers' Forschungen auch den Einschlag blonden Haares und bla «i Augen bei den Juden zu. Haarmann vor Gericht. Das ZrugenverhSr. Hannover, S. DegemLer. Gestern nachimttags wurde ick der Einvernahme der Zeugen begonnen. Eine Rech^ , von Nachbarn Haarma>nns, Leine Leute, Znmnewevmiietej rinnen, Wirte u. vgl., teilten nnwesenMchs Beobachtungen mitj aus ihren Aussagen geht hewor, daß Haarmann sich immrj schr anständig benahm Md tnit feiner Nachbarschaft.aus gu. tern Fuß« stand. Dam kam «ine Reihe von jungen Leuten *mit denen' Haarmann unerlaubten BerLchr pflog; sie wevde^ zumeM unter Ausschluß der Oessentlichkeit vernommen. Welsentz licher war die Aussage eines jungen Mädchens, der Geliebi ten der Angeklagten Grans, welche unter andere-rp angad. daß Haarmann bei GranS öfters ganz kleine Be« träge, di« ihm dieser schuldete, unnachsichtlich ein« trieb. Die Anklage stützt aus diese Aussage unter anderem den Nachweis, daß Haavm-am seine Morde aus purer Habsiucht vevübt hat. Am heutigen fünften Berihyndilumgstäge wurde zunächst der Kaufmann N i e m e y e r vernommen, der Gefchästsnachbar Haavmanns aus der Zeit, als dieser noch ein kleines.Geschäft betrieb. Er bezeugt, daß .bei Haavmann viele junge Leute Sin und aus gingen. Man konnte weder m seme Woh. nung noch in seinen Laden hineinschen, weil alle F e n st e r mit weißer Farbe gestrichen waren. Der Zeuge hat oftmals während der Nacht in der Wohnung Haarmanus dumpfes Klopsen und ein verdächtiges Hin- und Hergehen bemerkt. Um 5 Uhr rnovgens ging Haavuvann gowähnilich fort und es sah oft so aus, als ob er unter seiue-m Mantel ein.großes Paket trage. Der nächste Zeuge, Köhler, als dessen Nachbar Haarmwnn wohnte, gab an, baß er (Köhler) ein vollständig separiertes Zimmer bewohnte, das direÄ vom HausiMr betreten werden konnte. Haavmana ruhte nicht eher, als bis er dieiseS Zimmer von Zdohler bekam. Der Zeuge ist mitseineu Aussagen schr vorsichtig. Er erzählt, daß er mit 'Haavmanu gehandelt halbe, und daß er ihm auch Kleidungsstücke Mauste. Weiters erMlt er, daß Haavnrann au chm hypnotische Erperiment« vorgenornmen habe. Haarmann, der während deS letzten TcklleS dielser ÄuAsage über das sänge Gesicht lacht, erhebt sich und sagt! „Der Zeuge will mich nicht belasten, weil er ein guter Mensch ist". Im weiteren Verlaufe der Verhandlung wird der ehemallige Po 1i-eiosfizier Olfermann vernommen, der der Direktor eines Detektivinstitutes ist', und bei dem Hammann allS Spitzel tätig war. Er erzählt, die PcEzei halbe M vor Haavmann gewarnt, weil dieser vovbsstvast sei und außerdem im Verdacht ^standen war. «inan jungen Manu beseitigt zu haben. Inr übrigen habe sich Haarmann stets ordentlich ausigsführt und den Eindruck eines kluge« Menschen gemacht. Es kommt Äber dann zu eiwrv erregten Zwiesprache zwischen dem Zeugen und Haarmann, wobei der Angeklagte immer wiederbehauptet, der Zeug« habe ihn übervorteilt. Der Awgebwgte Grans bestäkigt, daß der Zeuge öfters bei Haar«g«n gegessen halbe. Die nächste Zeugin P Me Waschfrau Haarmann r, die auSisckgt, daß sie niemals Bluiflecke in der Wäsche gesehen habe. Für ihm Dienste habe sie von Ha»vmann niemäls Geld erihalten, wohl aber Pferdefleisch in Stücken von eineinhalb Pfund und immer ohne Knochen. Das Fleisch habe immer wie Pferdefleisch cousgesehe« und sei der Zeugin nie verdächtig voygekomman. Nach der Mittagspause wurde die Zeugin Frau Brutzek vernommen, welche augab, wie sie zu oinem Verdacht gegen HaarmanN geLommen sei. Sie habe beobachtet, daß nachts ein junger Man» bei Haarmann gewesen sei. Als sie am nächste« Morgen in HaarurannS Wohnung gdtommcn sei, habe sie den jungen Monn im Bette liegend, mit donr Gesicht zur Warw gekehrt, a-ufgef-unden. Auf vhr« Frage halb« Haarmann erklärt, der Junge schlafe. Auf die Fmge des Vorsitzenden, ob Graus im Zmmrer gewesen se>i, als der tote Jrmg« im Bette lag, meint« Haarmamr Mswerchend, Grans solle nur weiter schwindeln, bis der vndere, Witkowski, draukonime. Frau Bmtzvt sei bckl der Stzene zwischen Haarmann Md Grans zugdgen gewesen. Haarmanu habe Grans schließlich aus seiner Wohnung gewiesen und hinter chm hergerufen: Schupo!, GranS HM von der Straße geantwortet: Du Mörder! Der Vovsitzen-de fragte hierauf Grans, warum «e Mörder gesagt habe. GranS erwidert Jch weiß nicht, ich war betrunkeu. Wien, 10. Dozember. *. Das Wetter. .Die Wetterlage hat sich geändert. Di» Voraussage lautet: Dorwisgend heiter,.' Nachtfrost, Tempera« buvabn-ahme, Föhn bedorsbehend. , * Die LehenSmittelmärkte. Im Mittelpunkt des JuieresseS/staiwden g.ftern die Gemsifemarkte. Der Naschmarkt wurde auf den meisten Gebieten, namentlich aber mit Kartosfeln, Kvaut un>d Kavsiol, veichl-ich versorgt. Bei reger Nachsvaktz: zetgiten' dis Preise Seine' VeräniderüNg. Auch Obst. laugte in großen Mengen ein. Mit Ausnahme von Aepseln, die - ziemlich Wyasten Absatz saniden, waren anderen Obsttorten schwer verkäuflich. Die Großmarklhalle wies relalw günstig« Flesichim- Porte aus. Mittels Bahn sind gestern 14 Waggons verschiedener Fleischarten eingelauat. Außerdem lagern noch große Vorräte der Vorwoche. Bei schwächerem Verk.hr sind vorläufig Preis« verän'derMgen von Belang nicht zu konstatleren. Für Buttor und Eier, die in genügenden- Mengen aus allen Markten vorrätig sind, war die Nachfrage flau.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.