Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-12-07 · Heft 2084 (7.12.1924) · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2084 (7.12.1924)
Date
1924-12-07
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981167--21305-3008601
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

M. 2ö84 Mm. Sonntag_ Volk soper. Morgen Moittag tritt Domenico Biglione Borghese in Verdis „Aida" als Amonasro aus. Normale Preise. Deutsches Volks thea ler. Donnerstag den 11. d. Erstaufführung von Sardous „C y Prien ne": Narrnnnd-Theater. Allabendlich, V.-8 Uhr, „Fedo r a" mit Tipa Durieux. Carl-Theaier. Heute Sonntag, 3 Uhr nachmittags, „Der Rastel bin der". Abends „Schützen liefe!" mit Mizzi Zwerenz, Fritz Werner und Therese Löwe. Morgen Montag und Dienstag den 9. d., abends, »D i e Königin der Nacht" mit Poldi Bauer in der Titelrolle. Frau Mizzi Günther wird im zweiten Mt als Konzerteinlage Chansons von Bela^ Laszky, zum Bortrage bringen. Am Klavier der Komponist. Theater in der Josefstadt. Als nächste Novität wird Sascha Guitrys Komödie „Mein Vater, hat recht gehabt" v-mdberckist. . Im Modernen Theater gelangt' als nächste Novität das dreiaktche musikalische Lustspiel. „Dein süsser Mund . . ." (Ta Bauche) von Jves Mi ran da und Albert W i l I,c metz, , Musik von Maurus B v a i n, zur Erstaufführung. Neues Wiener Stadt 1hrater. Freitag den 12. d. gelangt „Sanatorium G. u. G.", drei heitere Akte von Ludwig Stärk und Adolf EiSler (den Autoren der „Causa Kaiser") zur Uraufführung. Als Gäste für ' diese Novität wurden die Mitglieder der Reinhardt-Bühnen, Georg Hilbert und Georg Kundert, ferner Herr Kurt v. Lessen, verpflichtet. Renaissancebühne. Die nächste Premiere ist Max B r o d s Schauspiel „Prozeß B u n 1 e r b a r t". Magda Sonja und Ernst Rotbart spielen die Hauptrollen. Exl- Bühne, Komödienhaüs. Die heutige' Abendvorstellung von Karl Schönherrs „Glaube und Heimat" begmnt ausnahmsweise um 8 Uhr. Tilla Durieux begann ihr diesjähriges Wiener Gastspiel am RamvUlwd-Thoat'er in „Fedora". Die Vlvduofenlebstnng ist als solche längst gewürdigt. BsmeÄenSwwidie Kunst dieser Frau, hervorragend angMgen zu fein. PovirchstichHerr Scha rwenka als ihr Partner und sehr angenehm Früule>in Kupfer. Die Gaftün wurde sehr gefeievt. . . Shaws „Die heilige Johanns gelangt Freitag zuim 25. Male zur ÄuMhvuiW. Da die Premiere dieses Werkes mn 24. Oktdbor statztstmd, bedautet die Kürze des Zeitraumes, liamschalb dessen es möglich war, 26 Au/sfichruMen dieser Dichitimvg zugelben, den größten EvioLg, den das Den>'sche BoVS« cheatter sevt feinem Gesuchen mit einvrn ernsten Werike erhielt hat. Bernavd Shaw wuroe eingelladen, der am Freitag stattflMnden Feftvyvstelkmg.beiMvohnen. Eine Gedenkfeier für Pueeini in der Volksoper. Donnerstag den 11, d. findet in der Volk s o per als Gedächtnisfeier für Giaccomo P u c c i n i eine Aufführ der „Boheme" statt, in welcher der italienische Gast d... Volksoper, Signor Borghese, die Partie des Marcel singt. Das ReinerträgniS dieser Aufführung wird als Baustein für das zu errichtende Denkmal Puccinis an das Mailänder Komitee abgeführt. . ■ ■ _Menev Mokften^eltunft. _ „Die giüwne Pawe." Dienötatz deck 8. d. und Donnerstag den 11. d., 7 Uhr abends, findet die zweite und dritte Wiederholung des mit großem Erfolg aufgenommenen Programmes der Meinkunstspiele „Gilden? Pawe" (Verein Freie jüdische ‘ Volksbühne), 1. Dcz., Riemergasse 11, statt. Das Progranun erhält dirrch neue BoMiedor-Jnszeniernngen eine Erweiterung. Uriel Birnbaum spricht im Rahmen der von der zionisti-' schen Sektion für den 6. und 7. Bezirk im Sache Benuoplah 1 a veranstalteten Vorträge . DienÄag den 9. d. über ,,Di e Künste und die Religion". AeWießrnd RazichÄiivnen Bvrtl Ha m mer s aus Urieil Birniballvms DichtuuMn. Hagenbund. Auf Grund der in der Generalvers.'inlmlung vour 29. November vorgenommenen Neu»vahlen hat sich ne Leitung wie folgt koustituievt: Präsident: Brtdli.ruer 'Karl St'vmo>IaE; Präsident-Stellvertret-e-r: Mcker Fritz Schtvrn- Wolideiggr Schriftffchver: Architekt. Z. B. Hon8 Hl-oneal; KastenverwÄlteir: Maler Viktor Tischler; LerÄMgänn/glüder die Di«-' lor: .Ludwig Ferdinand Graf, Carrp Hauser, Ruber: Kloß, Dr. Robert Pa>i-or-Gerde'g,gen, Robert Philippi und Maximi^'an Reiuitz. . - . - - > ' , Das Sensationsdrama „Taifun" - dom Aullor (Melchior Leirgyül) in - ein Qpeinbuch verwaiHÄt, wurde von Dhyodor Sza-nto vertont Md gelangt M Oper in 'Mannheim mr Uva>uifBhvMg. Der Komponliist, der stapk mit exotischen Motiven arbeitet, hat Talent und der Mend haitv lauten Erfolg. Das Manuskript von Bruchs „Kol-Nidre". Mr. Boswell aius London schenkte der Jüdischen N a t r o n s T 6 i 61 i oth ek in Iorufailom das Orkginalmanrvst'ript des Klavierans- WM von Max Bruchs berühmten Adagio für Violine und- Cello ,Ml-Nidre" (op. 47). Der Klovieraus-zug ist im ganzen von Bruchs omener Hand geschrieben und tragt die W^nung' „meiner libben Keulen Freundin Alice Rensburg mm tzicbuwstag 1880". Mkce Rensburg war die Fron' des Sp^'^ders Mr. Boswell. Am Schilrusse des Manuskripts sdchen die Wort« „beendigt im Septam'ber 1880, loider in Liverpool". Die Wr>r:e „leider in" hat Bruch ausgestrichen. Bruch war zur Zeit der Komposition Diwi'gent der PhÄharimonischen. Grsellscha't in Liverpool. . . Das Kind ertränkt. Bor dem Schw>u.vgericht unter dom Vorsitz des QberlaNdesgerichtsrates Dr. Tietze hatte sich-gestern dienach Dietrichs St. Nikolas, Konritat Preßburg, znständige'23jährige landwirbschaistliche Hibssarbeiterin Katharina ' H o l i c z wagen V e r b r e ch e n s d -e s Mordes -n. verantworten. Die Anklage logt der Beschuldigten, zur Last, daß sie am 28. Seprember in- Obersiebenbrunn ihr einjähriges Sölhuchen iu mörderischer Absicht in den Hußlbach gvlvorfen habe,, ivrdu-rch das Kind mnka-m. Die Angeklagte wird.'von Dr. Joses Berger fun. verteidigt. -Nach Darstellung der Anklage, unterhielt Katharina Holicz mit dem. Hilfsarbeiter Franz Stöhr in StraMos ein Liebesverhältnis. Als sie am 12. Juli 1923 ein'Kind zur Welt brachte, versprach ihr Stöhr die Heirat, hielt aber dioses Versprechen nicht nur nicht ein,- sondem kümnrerte sich mn Mutter und Kind iricht. Die - Angok-lagte bekennt sich schuldig. Sie .bestreitet, daß ihr . 7. Gezember IM ' Bette'11 Geliebter ihr jemals Gold gegeben habe. Vors.: Wann häben Sie gohör-t, daß- Stöhr mit emer anderen ein Verhältnis hat? — Angel'!.: Dritte August. Ich habe ihn damals an einem Sonntag ausgesucht, er hat sich aber versteckt und hat -mir sagen lassen, wenn ich ihn nicht in Ruhe lasse, erlschlägt er mich, und das Kind. — Bors.: Das war an dem kritischen Tag. Was haben Sie dann gemacht? — Ana e kl.: Ich habe mich nicht nach Hause getränt. Die Mutter hat fortwährend geschimpft. Ich war so in VcrMeislung, Hab' mcht gewußt, wohin mit dem - Kind. -Die Mutter hat gvsagt, sie kann den Büben nicht länger bchcri-ton. Nicht so viel halb' ich gehabt, um mit der Bahn nach Hause fahren zu können! So bin ich halt zu Fuß gegangen. — Vors.: Wie haben Sie die Tat ibegaugen, — Die Angeklagte gibt trotz mehrfacher Wiederholung dieser.Frage keine Antwort. Sie sogt schließlich nur: Ich war so verzweifelt. — Auf Befragen des Staatsanwalts gibt die Angeklagte an, daß Stöhr das Kind gehaßt hat. Einmal ha>be er dem Kleinen einen derart igon Stoß versetzt, daß chm das Kreuz abgeschllagen wurde. Er wurde damals vom Gericht bestraft. — Bors.: So ist es allerdings nicht. Das Kind war rhachitisch und hat eine Berlctzuna erlitten. -- Die Angeklagte erzWt nun noch, daß Stöhr übechaupt ichroh war. Der Psychiater Dr. Jvs-ef Ra b gibt sein Gutachle.. dahin ab. daß die Angeklagte überaus bejschräu-kt, eMich Lolastet war (ihr Vater war ein Mohalikl'r), aber für die Tat strafrechtlich verantwortlich ist. Die Gaschwomen beantworteten die SchuDsrage mit elf Stimmen N e i n, worauf der Vorsitzende den Freispruch veMndete. Eine von den Geschwornen veranstalt-ete. Sanmyung zugunsten der Angeklagten ergaib 140.090 Kronen. Die Wöllersdorfer Affäre. Das ZwÄ-landesacricht beschäftigte sich kürzlich mit einer Vevhandliung ülber dr-e Wöllersdovfer Affäre. Der Kommerzienrat -AdcLf Pochwadt'hatte gegen Lemr Skllarz und die Metallum-A.-G. eine Klage oi-uge-. bracht, in welcher er als Konforte und Führer des seinerzeitigen -Pochwadt-A'lder-Konzerns' zur Erwerbung der Wöllersdorfer Aktiengesellschaft seine Ansprüche geltend machte. Er verlangte zunächst Nominale 46 Millionen Kronen Gratisäktien, weiters 136 Millionen Kronen Nominale Lllticn zunr Oiüginalerwerbs' kuvse, weiters 10 Prozent von allen legalen Gewinnen und machte schließlich.auch den Schaden geltend, der -ihin als Aktionär dadurch entstanden ist, daß Sklarz und Gönossen durch.die Art ihrer Gefchäftsführung in Wollersdorf die Aktionäre, darunter auch den Bund und -den Klager geschädigt hätten. Pochwadt wurde zur Sicherung seines Anspruches eine' einstweilige Verfügung bewilligt undin Ansfi'chvung dioser einstweiligen Verfügung das Mt-ienpaket denn Wwner Bankverein gesperrt. Gegen diese einstweilige Verfügung hat Sklarz Widcrsprrrcher-' hoben,' über welchon vor dem Hofrat Muhr die Verhandlung stattfand. Der Senat wies den Widerspruch ab und hielt die einstweilige Verßügu.ug im vollen Umfange a-nisrecht. Der „Hammer"-Frltsch wandert ins Gefängnis. Die BWtter mMen.aus Hambung: Bor einam hiesigerr ÄnMgevich.^ liatte sich -der HevauHgaber 'des m Leipzig erscheirWN.den „Hammer'', Sheodar Fri ch, wegvn Belerdiignng -der Hambrrcher Bankiers Max Marburg und Dr. Karl Melchior, zu verantworten. Der MMuige lajg sin im gencvml'ben.Wlait erfchrmwner Artikel -WMvydS/. der die Uebevschviift wägt: „Der heimliche Kaiser" »lind in donr Fvitlsch den beiden vovwirft, den Jntgvessen der jüd-sche.».Hochfinanz die daterländiischen Interessen geopfevt zu haben. Das Gereicht verurteilte den ÄngaAagten zu drei Mon!.a>ten.Gefüntznis. - J] w Kleider aus Seidentrikot 120 Jumper 65 Kleider« -herrliche schottiache ' ‘ Mod^t^fF«, 340 - ': 2So Kleider aus Chiviot 175, aus Kammgarn 290, aus Rips und Kammcarn, elegante Kasackfasson, 590 - 39o Kleider aus Grdpn de Chine, für Tanr,- und Geselißchaftsztrecke,' 1,250, 890, 590,’ 480 , 37« _ PelsmSntol aus cutetn SeaL-EIektrik 3,900 2,890 Pelz] arken 1850, 2,260 Flaus^limKnlel« gute Winterware 27o Velours- und KskimomHntel« gefüttert und vttteliert '450..; verbpämt 660 €ee<hmen- und Veioursmäniel, prima Qualität, gefüttert ' und wattpliert ’ verbrärot 950 Modellmäntel aus fein.stem Material, reicbballigitePelzverbrärag., 1,760,1,460 1,28« SefidenpItttchmKnfei 1,450, 1,180, 980 79o KoslUnte« fesche «pstreift« und kartierte Velours, 750, verbrämt 890. Modelle aus feinstem .Material, rer.VnnMgste Pelzverbräinuni','1,750, 1,580 Sträussel-Sälfe Reinhardtbuhne Josefstadt Montag (Feiertag) firoBs Mottessphau beim 5-Uhr«Tee M4 Preise ln Tausendern Nontag (iFelertag) geöffnet! ist ein ^Kleidungsstück, aus unserem Sfcause. & ist keine Zeit zu verlieren, wenn Sie 9hrer ßtau oder Shren £ieben rechtzeitig Freude bereiten wollen / £ine Bitte! Benützen, Sie auch den Vormittag zum Einkauf! JSchaufentter /raufe tfonnfog gelfffni tSektnsverie Qekoratiohtn V*>i-ktASSB

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.