Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-11-27 · Heft 2074 (27.11.1924) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2074 (27.11.1924)
Date
1924-11-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981157--21201-3008487
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

v».,. nri* r NüErsrag Wiener MorgenzeiknnA. 27. NMMer IM Seite B --*....-.■.im-—*—--—- .1 ~~ ~r — Seteine, Vertrüge und Versammlungen. Zionistische Sektion Land st ratze. Heute, 7*8 Uhr abends. CafL Lobrana, 8. Vez., Landstraße 88, General- Versammlungr Watil der Delegierten für den Parteitag.— Zionistische BeztrkSsektton Alsergrund. Heute, 8 Uhr abends, Generalversammlung im Cafä de France. 1. Bez., Schottenring 1. Tagesordnung r 1. Rechenschaftsbericht Dr. Georg Weiner; 2. Wahl der SektionSlettung, des Parteitagdelegierten und eines Vertreters in das Lokalkomttee. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der zu fassenden Beschlüsse werden alle Sektionsmitglieder zum bestimmten Erscheinen aufaefordert. — Hechaluz-T, arbuth-Referat. Heute, 7,8 Uhr, Nossauerkalerne. Regierungsrat Dr. Kampffmeyerr SiedlungSgenossenschaften (Lichtbilder^. * Ast die Nationalfouds-Btichseninhaber des 9. Bezirkes. Die Büchsenentlevrung im S. Bezirke beginnt am Sonntag den 80. d. Die Leerung in diesem Bezirke wird ausschließlich durch den zionistisch-akademischen Verein Var-Kockba durch Geführt. An alle Keren-Kaiemeth-Kommissiire. Wir ersuchen alle Keren-Ka-jenreth-Kornmissäre, das Material für die Büchsene. tleerum« bis spütestm- Freitag ten 28. d. zu übernehmen. Nadioprogramm für heute: 9 Uhr früh: Marktberichte. — 11 bis 1 Uhrr MatiuSe Silving. — 4 Uhr 10 Min. bis 6, Uhr: Ernst-Heiterer Nachmittag Silving. — 8 Uhr r Povulärer Aberio. 1. Vorträge des Kammerguartetts Tautenhaynr Ctraußiana, zusammengestellt von Tanteirhayn; 2. Liedervorträge; 9. Vorträge des Schmatzer-OuartettS (Staatsoper); 4. Vorträge der KammerquartettS Tautenhayn. Wiener Volksmusik, II. Folge. An unsere P. T. Abonnenten! Am 1. D e z e m L e r d. I. beginnt ein n e«e S Abonnement auf die ..Wiener Morgenzeitung". Wir bitten, die Erneuerung rechtzeitig vorzunehmen und die AbonnementSgebühr gleichzeitig zu bezahlen, damit in der Zustellung de? Blattes keine Unterbrechung ein- Iretr. Abonnenten, welche ein Jahresabonnement v o r a u s b e z a b l e tt, erhalten ' als Gratisprämie Graetz' „Geschichte der Juden" in drei eregantett Halbleinenbänden Au Porto- Md Versandspesen sind außer dem Zwölffachen -er monatlichen Bezugsgebühr 25.000 österr. K. oder deren Gegenwert zu entrichten. Die Berwattung Ser „Wiener Morgenzeitung" Wien, II., Taborstraße L—3 Telephon 44.038, 43*319. ASHne und Knust. Jas Carl-Lheater vor dem Zusammenbruch. Die gestrige Vorstellung abgesagt. Die Wiener DheoterLrise verschärft sich täglich. Wie die Direktion des Carl-Theaters mitteillt, Sst Direktor Mfred Bernau inf-olge großer materieller Verluste, die ihm die Betriöbsfühvung des Theaters verursachte, von der Direktion des CarlDheoters zurückgetreten. Die Betriebsräte des Theaters versuchen, den Betrieb interimistisch fortzulsi'chre-n. Ihre Vonsprache im Rathaus wegen Entgegenkommens in der Frage der Mgaibemschullden scheint nicht evfollgreich gewesen;u sein, da die gestrige Bovstelluwg oibgesagt wurde. Man weiß schon seit einiger Zeit, daß die Schuldenlast des CaNl-Dheaters außerordentlich ist und daß iwfvlgedesten alle Versuche, einen neuen Pächter zu finden, scheiterten. An Lustbar k eit sst euer und sonstigen Abgaben ist das Carl- Theater der Gemeinde schon einige hundert Millionen schuldig. Wenn auch die allgemeine Theaterkrise, unter welcher fast sämtliche Bühnen zu leiden halben, mit eine Ursache des Zusammenbruches der Leopoldstädöer Qperettenbühne ist, so muß man doch auch daraus Hinweisen, daß in der - Wahl der Novitäten, insbesondere der jüngsten, die Direktion nicht glücklich war. Alle Manöver der kartellierten Opevettenindustrie fruchten nichts, wenn der Operettenunstnn auch dem abgehärtetsten Publikum über die Hntschwnr geht. Eine bemetkenmerte Gedsichtntsfeier. Jur Berliner Theater am Kurfiirstendamm fand unter der Devise „Requiem den gefallenen Dichteril Deutschlands und Frankreichs" eine Gedächtnisfeier statt. Diese Feier hob sich würdig von dem chanvin'istilschen Treiben der deutschen Hakeuikveuzlerjwgenü ab. Zur Rezitation gelangten Dichtungen von Alfred Lichtenstein, Guilleaume Apollinaire, Emst Stadler, Charles Pe-guh, Georg TraA, August Stramm und Jean Marc Vernarb. Der Ertrag des Abends wurde einem notleidenden deutschen Dichter übergeben. Mitteilungen aus dem Publikum. Zn Frage kommt für Detail-, oder Eugros-E!u!auf von frischen Seefischen u. Fischk n/erven (Velsardinen, Bücklinge, Sprotten, marinierten Fische usw.) Nordsee" Ae Deutsche Lampsstscherei ,, zentrale: Wte«. XX. Nordweftbahahof Besonders preiswert: __ Kilo ramm «abttau (Seesä,ill). . . 18.000 Kieler Dückltnge, p. St. «. 3.000 Eigene Detlmnssstetten: l>. Zm Werd. Karmelitermarkt. Hl. Großmarkthalle, III. Kard. Nagelplatzj. tll. Rennweg 97. IV. Naschmarkt, V. Siebeubrunnenaasse 6, VH, NerrbaugÜrtel, gegenüber Wimterger VII. Buragaffe, Markthalle, IX. Markthalle, Nußdorferstraße, IX./XVIII. Stadtbahnbogen 112 und 165, X. Viktor-Adler- Platz lCngen-Platzt. XI. Simmertnger Markt, Getselbergstr., XII. Philadelphiabritcke, Xll/XlV. Lobkowitzbrücke. XI II. Linzerstraße 59, XIII. Metselmarkt an der Hütteldorferstraße, XIV. Schweudergasse 4, XVl. Ottakrtngerstraße 149, XVI. Apperiplatz, XX. Hannovermarkt, XXl. Floridsdorf am Spitz 1 Sofie Singer Tluniacz Verlobte hFrti/»Hih*r 1094 Isidor Reiter Kolomea Grosser Welhnaehtsverkauf ln Sport' und Spielwaren Grösste Auswahl, billigste Preise bei Qualftätsausführung "WU Vereine und Vereinsmitglieder erhalten Ermässigmig — Provinzversand promptest per Nachnahme — Keine Filiale Separate Engros-Abellung ln Spielwaren k. Wiederverkäufer ,zumPuppenk$nIg Clemens Gräbers Nachfolger, I, Fielscftmarkt 22 Weihnachten in Hofgastein und Bad Fusch aehulSgige Arraugemenls: Untcrhunjt, volle erpflegung» Trinkgeld, Fahrt vom und zum Dahnhol» Dahnfahrl II., resvekttve III* «lasse von und nach Wie« zum Preise von K 1,900.000 bis K 3,000.000 Am S0 Dezember 1S24 Sonderzug(Platzkapten) voü Wien nach Holgaslein» Bruck Fusch, Kitzbühel (Innsbruch) Auskttnfte und Anmeldungen: Oesterreichisches VERKEHRSBUREAU Wien, L, Fpiedrichstrasse Nr. I Telephon Ar. 7500 Teppichkehrmaschinen R« RRdkUIV9 I. Wipplingerstrasse Nr. 18 Interessante Kimftobiskte int Dorotheum. Zur heutigen Äuktion. Was zunächst auififällt, ist die Reichhaltigkeit der Objekte. In der Bilderalbteiluwg gilbt es unter den Meistern der alten Schule eine ganze Reihe erstklassiger Namen, wie Jan Breughel d. Ae., Jost van Craesbeeck, F. M. Molen a e r, C a s a n o v a, B a s s a n o und Gediegenes aus deutscher, flämischer, holländischer und italienischer Schule, hauptsächlich aus dem 17. und 18. Jahchu-ndert' Die Gemälde des 19. Jahrhunderts zeigen die besten Vertreter der österreich i s ch e n Malerei, wie Canon, Makart, G a u c t* mann (viele Bleistiftstudien), Julans und Kavl v. Blaas, Eduard Kurzbauer, Th. v. Hörmann, Theodor Peile r, Wbin Egger-Lienz, den eMich anerkannten Anton R o m a k o, ferner von Ausländern Gustave C o u r b et, Bouvier, Barsch, Duhre, Adjuikiewicz, Grützner, Hugo Kaufmann, I. Moreau, von Modernen Egon Schiele, W. Thor und D. Wild. Unter dm Zeichnungen I und Aquarellen Franz Alt, Briofchi, Royrako und Goveil. Bon besonderer Seltenheit zwei klassische Miniaturen Dafsinge r 8, ein DoppelPorträt (Miniatur) von Anreiter und andere Bildnisminiaturen österreichischer Künstler: Unter den. Atttiqmtäten sieht man seltene Stücke in Kupfer, Bronze, Elfenbein, SiVber, Fayence und MajMa, Prachtvolle Spitzen,i HMklllpturm, eine Reihe von Bronzestatuetten, belgische und! deutlsche Tapisser-ien; unter dem Kunstrnoblliar fallen zwei? Schreibkommoden (österr., 18. Jahrhundest) und eine reichornamentierte Barock-Bettstelle österreichischen Ursprungs aus.! Auch das jetzt so degchrte ostafiatisch« Kunstgewerbe^ ist durch Porzellan, Holzschnitzereien, Bronzen und Lackaribeiten! sehr charakteristisch vertreten. Die W a f f € tt a b t e 11 u it <g; weist erstklassige Helme, Feuerwaffen und Ptilvechörner auf, so daß kein Sammlergebiet vernachlässigt ist. 1 Am morgigen Tage kommen nur Antiquitäten (Bronzeftätuetten, Bildte-ppiche, Kunstmobiliar, ^tafiatisches Kunst-j gewevbe und Waffen) ztrr Versteigerung Aus den Theatern. Im Burgtheater gelangt heute, 7 Uhr, wegen, plötzlicher Unpäßlichkeit der Frau Woblgemuth statt „Die Komödie der VerMrnng- NestroyS „Einen Jux will er: sich machen" zur Aufführung. — Morgen, 7 Uhr, „D e r, Komödiant". Akademiethvater. Morgen, 'Ifi Uhr, „Mama Nicole-. , „ VolkSoper. Heute „D a» Rheingold-. —! Morgen „D i e Z a u b e r f l ö t t\ Deutsches VolkStheater. In Abänderung deS> SptelplaneS heute „M a r i a S t u a r t". Die Erstaufführung 'deS Lustspiel- „D t e Z w t l l i n g 8 s ch w e st e r" von Ludwtg^ Fulda findet Samstag um Uhr abends statt. — Samstag, nachmittags, „D e s M e e r e 8 u n d d e r Li e b e Wellen". Sonntag, nachmittags, ,,M aria Stuart". — Als nächste Neuinszenierung wird LesstngS Trauerspiel „M i ß S a r a S a m p s o n" vorbereitet. „ „ Bürgertheater. Die Gastspielvertrüge mit Luise Kartousch, MimtKütt und Ernst Tauten Hayn,: die allabendlich in „R e v a n ch e" auftreten, wurden verlängert.: Neue S Wiener S t a d t t h e a t e r. Sonntag,, 3 Uhr, „D e r H ü t L e n b e s t tz e r".! Raimund-Theater. SamStag, ^/,4 Uhr nach mittags, „T i s ch l e i n d e ck d i ch". Oberinspizient Heinrich Fried gestorben. Gestern staG im 74. Lebens fa hre der langiähvige Obevimfp izient der StaatKoper, Heinrich Fried, der 95 Jahre m dleiser' Stellung an der Staa-Isoper täulq war. Er Mörte zu den Grünidenn >des Deulschösterreichischen Bühneniv-orems, bei dvm^ er in verschiedenen Funkwonen, amifle Zeit als Vizprästdent, >m den letzen Jahrer «tt abm-mistmtnoer Leiter, tätig war. ^, Der Gong in der Nobert-Stolz-Bühne. Wie berettts berichtet, beginnt der Gong, da>s n>aue Figwoentheaiter, Sonntag den 30. d.. nachmriittoigs 3 Uhr, fom GasGiel im der Robert- Stolz-Bühne mit 'der ösberveichischen Uvaiuiffühvunig von Ghr. Dietr. GvÄbbes „Scherz, Sa-tÄe, Ironie und tiefere BedeutU'N'a". „DaS Rolsswunder", eine Filmoper. Bor geilaldene>m Pu». blÄwm führte Henry R ob and, der Direkt-or des Pariiser KonfervatovlU'Ms, etun-e drevccktige Oper vor, bei walchcr pm ersten Mate die Hanldiung nichl onof der. Bühne, sondergr aus dar Filmt einwond vor sich ging. » Ein erheiternder Versuch, die Luxussteuer zu umgehen. Die Leitung deL Londoner Shastesbury-Dheaters ist <mif öine gelungene Arve geckornmen, um dem Stsnevsisbus ein Schnippchen zu WlEN. Statt Thentovbillett-s veubanfte ste — Schokoladetafein. Der Preis der Schokotlcvde schwambt se noch Güte des Platzes, den man mit dieser Süßigkeit emwivbt. Dre Direktion erklärt ihren Vorigang ails „Veribanf eines Rohrungsminels, mit dessen Evstehnng dem Käufer gratisern Platz für eine Theaidervorstelliuing zur BorsÄMMg gestellt wird". Der Flsbus hat sich natürlich zur Wehr gesetzt und. ist Sieger gMiÄen. Nicht unbegründet allerdings war der Hinweis des ■ TheoterdirekiorS, daß Hotels zum Diner Käbcevedtvonsteliungen servieren, die gleichzeitig mit dem Menu bobainndgegeiben wer-, den. Ter Dheatovdivektvr fragte nun die B-chörde: „Sind Bar-. stell-ungen als Geigabe zu SchokoladÄäu'fen abgabepflichtig, wenn Vorstellungen als Beigabe zu Suppe, Braten nnd Wem vom S.'vnevamt' ungeschoren golaffen werden? Gleichwohl um erlog die Dheatsrdwökti>on in dem, onlMtgigen Verfahren und mußte das Schokolade-geschäft biguidieven. , Das hebrLische Theater in Erez Israel. Das neue lhebrMsche Theater im Evaz JsraÄ, das vor einigen Monaten in DvÄin unter Lei'ltuing des Direktors M. G n e s s i n das Drama „Beilschozor" mit igwßom Erfolg zur Aufführung brachte, ist wieder 'm Jerinfaibem angekommen und fPE gegemwäriig in Jaffa. Ins Repertoire der Gesellschaft für die bamifende^ Saif-on wurdan uinte-r anderen W e d e k >i n d s Drama „S i mson", Stephan Zweigs „Jeremias" und sein aUfGrund verschiodene-r alter Quellen bearbeitetes Drmna ,Me>Matz Esterausgenommen Eine neue Herzl-Büste. Der Wiener Mlldhcm>er Garai har ein^ künstlerisch überaus wertvolle Büste Theodor, Herzl8 geschaffen und dem Wischen NotivniÄkmnfowm in Jswsolem gewidmet. Der SpoEub Hakooh, welcher bekanntlich Ende Dezember feine zweite Reise nach Erez Israel xvmritt. hat es übernommen, aus eigenen Mit^lu das Modell in Bronze gießen zu lasten und nimmt die Büste nach Jerusolem mü. Das Gipsmodell selbst verbleibt ails Geschenk Moisteir Garais im Besitz dar Hakoch. tzerichtssaal. Ser Mord an einer Greisin. Der Idfcchrige Schüler Ernst Meiche kommt au? Deutschland daher. Bei der 67iähnigen Witwe Marie Eberl findet er Kost, Quartier und alle Bequemirchkeiten. Er braucht nichts zu zahlen. Sie schenkt ihm noch kleine Beträge und ihre Zuneigung. Die Jugend des Studenten voizt sie, sie fühlt sich noch jung und Ernst Meiche wird ihr Bebtgeher. Die ntiährige Bedienerin Franziska Pruscha komwt öfter in die Wohnunch Sie nirmnt die Mahlzeiten bei der Eberl ein und schläft auch häufig in dem dritten Bett des Zimmers. Auch sie interessiert sich für Meiche. Zwischen den beiden Frauen kommt es wiederholt zu heftigen Szenen. Am 4. März d. I., gegen 4 Uhr früh, kommt Meiche von einer Tanzunterhaltung nach Hause und findÄ die Eberl tot im Bette. Der Hausarzt erscheint und ton* 6ciöen=@rolot K. 58 m W*a H. »„ A D l E R « ASÄlcHa ■ 7C.2.H4> STOtfE

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.