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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-25 · Heft 2072 (25.11.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2072 (25.11.1924)
Date
1924-11-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M. NM V«/lv|v9wW0 Wiener Morgenzeitung. 2T. November 1981 ü Wien, 28. November. * Ehrung. AuS Znaim wirms geschvichen: Der hiesige Kaufmann Herr Johann Much, einer der Mitbegründer der Chvwra Kadischa in Znaim, wurde von dieser Körperschaft in Anerkennung seiner Verdienste mn ihr Gedsilhen, pm Ehren. miMed ernannt.'Hetr Much steht im 87. Lebensjahr. * Sterbefälle. In Basel ist d-ieser Tage der Chefarzt des jüdischen Spitals, Dr. GMond Wormser, im Alter von 61 Jahren gsstovben. Dr. Wormser wurde im Jahre 1916 ßm Vorsitzenden der Schweizerischen Vereinigung der Frauenärzte gewählt. Er war Vorsitzender der Basel-Loge, die von seinem verstorbenen Vater Leon Wormser begründet wordeir tvar. — In Zürich starb letzten Mittwoch im Mter von 66 Jahren Frau Rcsa Leeb, die Präsidentin des Israelitischen Frauenperoms Zürich sowie Begründerin und erste Präsidentin des Bundes israelitischer Franenvereme in der Schweiz. Die Be- Ktwg faud am Freitag aus dem israelitischen Friedhof «werg statt. * Tod eines führenden Inden in Mexiko. Der Weste und Egeischenste Jude in Mexiko, Don Franziska Nivas Pui>geerver, ist dieser Tage gestochen. Er war Schriftsteller, Lehrer, Soldat und Gelchrter in einer Person. Er ist ein Nachkomme jenes Abarbanel, der zur Zeit der Inquisition in Spanien stach. * Selbstmord eines 16jährigen Mädchens. Aus K r a k a u meldet I. T. A.: Die Ibjälhr'ge Tochter einer streng orthodoxen Familie. C B., wurde am 16. d. von der Weichsel als' Lerche Ms Land gespult. ES stellte sich heraus, daß das Mädchen, daS Mit seinen frommen Eltern wegen seines Freidenftrtmns m ständigem Konflikt stand, Selbstmord verübt hat. Bei der SeWmörderin wurde ein Brief gefunden, in welchem sie mittevlt. daß außer ihr noch 27 Mtersaonosfinnen, die der gleichen Anschauung seien und deshalb rn ewigem Konflikt mit den Mern leben, in den Tod gchen werden. In vielen orthodoxen Familien herrscht große Sorge. Die jungen Mädchen werden streng bewacht. * Der polnische Unterrichtsminister am Grabe Maximilian HalpernS. Am 18. NovsMbe-r fand auf dem WMichainer Mischen FviiMhof die Besbatckdkm des vevstoobewen Direktors de-r Handwerke rschnle der Mischen GeineMde, Maximilian Halpern, statt. Mehrere taufend Pensionen, fast die HMfite vuS Christen bestehend, wohnten dem BearäibmS bei. Den ersten Nachruf hielt am offenen Grabe der Unterrichtsmlinffter Mtflaszewslh. Er erklGvte. im Namen der Reigiiennna der pollnijchen NePuiM m. sprechen, wenn er die Verdienste des, Verstoribe-n-en um die Polnische Gesellschaft nuhme. Der Minister wies davauf hin, daß der Sohn Hailpwns im Kampfe Kr Polens SisWändiiKeiit (Wr Zeit de-r sowijetruMchen Invasion) gefallen ist. „Es ist schwer seMustellen," sagte der Minister wötber, der Berstovbene mehr Pole oder mehr Jude gewesen ist. Wollen wir fagen: Er war vor allem Mensch. Die polnische Gesellschaft wirseine Verdienste auf dem Gebiat der Pädagogik sowie «um die Verbreitung der polnischen Mssenschaft zur Zeit des Zarismus, als diese Wissenschaft noch verhorn war, nie vergessen. * Drei Knaben aus KremS verschwunden. AuS KremS find drei Knaben, di« 13jähvigen Schüler Siegfried Mafchke. Wilhelm Lustist und Fif cher spurlos verschwunden. Die drei sollen vorgestern abends gegen halb 9 Uhr in einem Fischerboot von Krems die Donau stromabwärts gefahren sein. , * Das Wetter. Die Voraussage kündigt zunächst noch heidor-mildes und föhniges Wetter an. * Bevorstehende Verbilligung der Rindsleischpreise. Di» bereits im Lauft der Vorwoche eingstretene rückgängige Bewegung der R-mdflMchpveise dürfte in den nächsten Tagen fortschreiten. Auf dent äastrigen Rindermarfte sind die Preise brS ur 8000 K. Pro Kilogramm gegenüber der Vorwoche gefallen. Ferner hatte die Großmavkchalle günstige Fleischimporte aufzuweisen, mittels Bahn sind 27 Waggon« im Gewichte van 187 Tonnen eingelangt. Der Naschmaackt wurde Kr einen Montag ziemlich ausreichend beliefert. Bai ruhigem Verkehr zeigten die Preise gegen Samstag Lerne Veränderung. Auf dem Obsürrarkte bangten Aepfel in genügenden Mengen ein. Infolge spärlicher Käuferbeteilbgunig hielt sich dar Absatz in bescheidenen Grenzen. Die aus Itailien. gÄrachten Orangen lasten an Qualität noch zu wünschen übrig. I» Butter «nd in Eiern waren di« Au- Miste b^arsdeckem». * KonkurSauSschreibung einer Arztstelle. Im KranlenhauS der Stadt Wien in Lainz kommt mtt 1. Jänner 1926 dre Stelle eines AbteLrmgSaMenten au der chirurgischen Abteilung zur Besetzung. Gesuche um diese Stelle, dre mrt dm entsprechenden Personawokumenten und VerwendungSzengnisten belegt werden müssen, sind bis spätestens 6. Dezember bar der Drvsktion des KconkenhauseS der Stadt Wien einzubringen. * BeraiftungStod eines BanldkreltorS. Bor einigon Tagen ist hier der Direktor der KompatzbanL Siegfried Semberger in seiner Wohnung im 9. Bezirk gestorben. Wie nun bekannt wird, ist er daS Opfer amer Deronalvergiftung geworden. Er bürste SMImord verübt haben. * Me Lebensmüden. Gestern vormittags hat sich die 18jähtke Hausgchiliftn Marie R. in ihrer Wohnung MS uubÄanttt« Ursache durch Einatmen von Leuchtgas vergiftet. — In der versperrten Küche ihrer Dienstwohnung wurde aastern vovmittMS die 24jährige Hausgehilfin Marie F. bei geöffnetem Gachahn bewußtlos aufgöfundm. Beide wurden in das Sprtal gebracht. — Der 27jAhÄM Kauiftnann Michael H. hat sich gestern vormittags durch Oeffnen dar Pulsadern zu töten versucht.. Die Rettunasaesellschaft brachte ihn in das Spital. DaS Motiv der Tat dürfte WchnungMndigung gewesen Mn. — Di« 21Mrrge EhausfaurSgatin Marie M. hat sich durch Einatmen von Leuchtgas zu töten versucht. Sie wurde ins Spital gebracht. — Gestern abends hat sich im Hause Msabechstraße 9 die ölhaho^ge Private Anna Iovanovic-Kobierski aus Graz wegen finanzieller Schwierigkeiten durch «inen Revolvevschuß getötet. * Die Autoraserei. An der Kreuzung der Kaöserstraße und Westbchnstraße wurde gestern vormittags der MitMchnler Fvitz D u b m a y e r von einem Auto niedevgüstoßen. Dre Rettungs- Mellischaft leistete ihm erste Hilfe. — Gestern vormittags.wurde 'in der Rotenturmstraße der 62jährige HvlfSarbüiter Zyrrll Kovar i k von dem Privatauto A14 381 n'iedergeftoßen. Er mußte in schwerverletztem Zustand von der Rettungsgesellschaft in das Spital gebracht werden. Der Fahrer des Autos hatte keinen Führerschein. ... .,L, * Der durchgegaugene Magazinsleiter. Wie berichtet, »st vor einiger Zeit der ,31 jährige MagaAmAbeiter der Firma Ortmänn in Pernitz, Leopold Weiß, nach Vermiß t-rewung eines Betrages von 123 Millionien Kronen Wuchtig geworden. Weiß hat sich nun gestern im SichecheÄWuwcm ftMst geistellt. Das Gelld hat er verbraucht. * Neujahrsspende einer österreichischen Kultusgemeinde Kr den Keren Kajemeth. Die Israelitische Kultusgemernde Innsbruck hat wie im vorigen Jahr auch in vielem -Jahr aus Anlaß des Kölsch Haschanaih dem Keren Kajemeth den Betrag von 2,000.000 K. Wgeführt. Mitteilungen aus dem Publikum. Das Unternehmen Ltadtisssment VOLKSGARTEN beehrt sich, dem p. i Publikum höfl. anzuzelgen, dass täglich von '/-5 bis 'lt7 Uhr nachmittags und von 8 bis '/,12 Uhr nachts im neuadaptierten und vergrösserten Barocksaal vornehme Kammerkonzerte unter persönlicher Leitung des Prof« Adolf Des6n, ehern, subst. Mitglied der Staatsoper, und des Konzertmeisters Havranek stattfinden. KafTeebeirieb(TerzBsl. Sfiehe and gew&hltes Menü bei zivilen Preisen, »ach vor and nach dem Theator. Eintritt frei Hoohachttmgsoii Johann Sachs. Streng Neu eröffnet! Privat-Restaurant . Wienf II. Csernlngasse 9 Vorzügliche Küche. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Erstklassige Bedienung. Um zahlreichen Zuspruch bittet J. Adler PmpBMBIIMiilllMJWIBMmWBWHBBWMBSBBMWinailWIWBai_ Teppichkehrmaschinen HB« JBi»18&AUUlW9 I. Wipplingerstrasse Nr. 18 * Ein Schmuggelgang in Triest. In Triest wurde ein geheimer Gang vom Kanalnetz in die Stadt entdeckt, der umfangreichen Schmuggeleien, besonders für Kaffee, diente. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Die Nachforschungen dauern an. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgaste 42. iEntMbich.^ Vereine. BortrSge «nd Versammlungen. Zionistische BezirkSsektion Döbling. Heute, 8 Uhr abends, im Tempelverein. 19. Bez., Dolineraaste 9, Dortrag des Dr. Josef LSwenherz über Zionistische Probleme. Alle Gesiunungsgenosten werden dringend aufgefordett. teilzunehmen, da dem Vortrage eine Besprechung über die Wiederaufnahme der zionistischen Tätigkeit im Bezirk folgt. — Zionistische Sektion V1/V111. Heute, '/,8 Uhr abends, 8. Bez., Bennoplatz 1, Wahlen in den Patteirat. 8 Uhr abends, Vortrag Dr. W. H e r z b e r g r „Inwieweit kann die jüdische trau dem Judentum Md dem Zionismus nützend* Vortrag von ophie Lüwenherzr „Welche Pflichten haben wir Frauen zu erfüllen 1“ — Handelsvertreter. Morgen, 6 Uhr abends, im Wiener Bürgereafä, Praterstraße 11 (Lloyd-Hof), Klublokal, Besprechung. Für Dr. Jeckob Lauer «MleO tat Monistischen LandeSlomAtec, 1. Bez., Kamtmerftmtze 28,1. Mvck, dbtt Gri-ef aus Ä Der Brief daun im den Buweaustuinden zwischen 9 und vovnMaB emd 8 büs 6 Uhr nachmittags abgehvilt werden. Radioprogpamm für heute: 11 bis 1 Uhr: MattnSe Silving; 1 Uhr 6 Mn.r Uraniaett; 1 Uhr 20 Minrr Wetteransage; 4 bis 6 Uhrr Konzert der apelle Haupt; 6 bis l/a8 Uhrr Schubert, „Die schöne Müllerin^; 8 Uhrr Bruckner-Feier; 10 Uhrr Nachrichtendienst. aus Gram mit ihrer Perlenschnur. Hier ging der Wedekindsche Vorwurf völlig verloren. Finale einer großen Tragödie mit Musik. Die verlassene Geliebte, leid- und sehnsuchtsvoll verzehrt, schleppt sich zu den Füßen des herzlosen Verführers und haucht die edle Seele aus. EL bleibt kein Auge tränenleer. Kaum dreißigprozentiger Wedekind (nämlich bloß ungefähr im ersten Drittel). Aber die Inszenierung Renato Mordos hat Qualitäten. Insbesondere das Treiben in der Kneipe gelang außerordentlich. Die Schauspieler, vor die neue Aufgabe gestellt, drei Akte lang tänzelnd schweigen zu müssen, waren freudig bei der Sache und machten uns viel Freude. Das parodierende Kraftkerltum des Herrn Werner- Kahle (halb Breitbart, halb Strizzi) kontrastierte prachtvoll zu der minlosenhaften, , gebrechlichen Grazie Blandine Ebing er 8. Alle überragend Margarete Köppke, ein überaus anmutiges und erquicklich agierendes Geschöpf. Grillparzers „Cherubim" körinte ihr gewidmet sein. Die Begleitmusik Friedrich Holländers klingt angenehm und nicht unbekannt. Die Zwischenspiele fanden wir überflüssig und aufdringlich. Q. '?■ Bühne und Kunst. .Die Kaiserin do« Neufundland." Raimnnd-Theater. Tanzdichtung von Frank Wedekind. Aber nur die vom Dichter verfaßte Inhaltsangabe — drei Bilder, dreimal fünf Druckzeilen — scheint von ihm zn sein. Die junge Kaiserin, die an- Gesundheitsrücksichten heiraten muß, wählt keinen „Freier von Geist", sondern den Athleten. Dies wird im ersten Akt, dem amüsantesten, im Geiste WedekindS nach Art einer bunten, schreienden ZirkuSpantomime gezeigt. Separaterfolg Wedekinds im Publikum: Die Damenwelt erfreut sich sichtlich an Herrn Werner-Kahles strahlender Nacktheit. Wenn es guter Ruf und guter Ton erlaubten, würden sie alle hingehen und tun,, wie die herzhafte Kaiserin Filissa die Zweiündzwanzigste. Später hingegen entfernt sich die Aufführung kilometerweit von Wedekind. Im zweiten Bild soll Ihre Majestät „durch übermäßigen Genuß athletischer Kraft" in Irrsinn fallen. Hier hingegen scheint sie um den Verstand zu kommen» weil sie das arme Volk entsetzlich ausbeuten mußte, um den geldhungrigen Mann ihrer Wahl bei guter Laune zu erhalten. Auch gibt es rührselige, tragische (nicht tragikomische) Einlagen und billige Symbole, wie zum Beispiel eine entfaltete, über der Lotterwirtschaft am neufundländischen Hofe drohend flatternde rote Fahne. Solche Aspekte ins allgemeine sehen Wedekind nicht ähnlich. Im dritten Bild sieht man den Athleten unter Dirnen und Zuhältern sein Geld und seine Kraft vergeuden. Die verstörte Kaiserin ist ihrem Ideal nachgerannt, schiebt ihm gewaltige Eisengewichte zu, um sich an seinen göttlichen Krastleistungen zu ergötzen, sieht zu ihrem Entsetzen, daß der Mnskelmann „fertig" ist, und erwürgt sich Sezession. Die Ausistellung der Sezssision präftn-tiert si>ch in einet Bescheidenheit der Abmachung atmfr äußeren die an mild für sich schon sympaiihiisch ist. Ism ochie ALabku'ltur, dir« in Wien immer heimisch war — such in btt schwäqzcst'en Zeit des Natunalkismuls mmib IwgciMiils, kennzeichnet das N'iivearn dieser Heribtstlschau, van der aus man iw Fort>setzM.g der sich einst stürmisch gdbärdenden Sezession anno Klimt, Moser, Hoffmcmn, Moll bester versteht und die sozuftigen die Vollenderin der Fanden- und F-ormAlvlliisaiioin des Jahrhunderts ist, für die sich Wien stets vemnlliworM'ch gefühlt hcetite. Neue Pwbleme iwnchen nicht aus: .mach der wilden, die Sckligm inner smpöven>- den lIirchevNlait'iilMLlen AuKstellluinig ein stilles, vornl-ehmes Fest, mit venezianischer Nacht, Lampions, DcklMtesten aller Art und -mit jener Musik, dde dem Ohr schmeichelt. So bleibt der kritischen Feder nicht viel zu tum übrig; man nimmt teil am dam Fest, ohne m^tanzen zu müssen, sindet gute, «töte Bekannte umd «begrüßt sie mit einem LächÄn des Wiedererikennens 'umd der svvudigrn Crinnevuing. Gustav Schütt gibt die Quivntesteniz des malerischen Stoiffes. Seme StMeden liegen im dar Mitte zwischen Eo-urbet >uiwd Schlmch, Mso wohlig geibettet, während Josef Dobra w 8 k h sich zum Wmsten Oesterreichertnm bekennt, ohne beim Sallybumgertum Haudas und FdistMers stehen gelbilieden zu sein. Auch Wilholm Dachauer verdient erwähnt zu werden als Bewahrer des gwhen elbamentarischrn Stils Ie-tbmars. Alois Hönisch verspinnt sich immer tiefer in die Kom» Position satter Farben, nelben ihm behauptet sich Stoitzner und Wieden. Bo uv ard, des Mondänm überdrüssig, wendet sich herberen Formen -u, E ck gibt sich als ein van der Neer des 20. Jahrhunderts. Don Gerstenbrand sind vorzügli^ scharf gvscheme «tailronische Lamdschasten und Mnschen zu sehen. FeMnaind Kitt erscheint mir alls der Stärkste und Eigenwilligste: groß in der Form, uueMittlich in der Z-uisanEnprestumg des Raumes, wahr bis zur Brutalität in der Farbe überrascht er. auch durch seine Technik, die im Aquarell vollendet ist. Bon Plastiken ist Michael Drobils „Am Moortgen" -n erwähnen und die in wundervoller Godilk durchströmte HoUigur Joses B o ckS. Oskar R ose nseld. Ans den Theatern. Buratheater. Morgen, 7 Uhr, ,35 er K o* nt 3h ia nt . Akademietheater. Morgen, Va8 Uhr, a m a Niesle". BolkSoper. Heuft „Der B e t t e l st u d e n t". Morgen „HoffmaunS Erzählungen". Donnerstag nimmt „DerRiugdeSNibelungen" mit «R h e i ng o l b* seinen Anfang. Als Loge gastiert Anton Ludwig. Deutscher BolkStheater. Donnerstag, >/,8 Uhr, gelangt F n l d a S Lustspiel „Die Zwillingsf ch w e st e r" mtt Leopoldine Konstantin" zur ersten Aufführung. Theater in der Josef st ad t. Nächste Woche sinket die Erst«rsführung von „Der Herr seines Herzens" statt. Sonntag, 4 Uhr nachmittags, Lucie Kieselhausen. Ratmunk-Theater. Alexander M o i s s i gastiert heute im „Lebenden Leichnam" und morgen in den „Gespenstern". Sonntag sinket als Matinee die österreichische Urauffühmng von Frank Wedekinds Erstlingsdrama „Die junge Welt" statt. Neue Wiener Bühne. Donnerstag, V-8 Uhr, Erstaufführung des Lustspiels „M a i s o n G r ü n w a l d" von Hans Kottow. Modernes Theater. Freitag Premiere des Lustspiels „E r, S i e u n d E r" von Ladislaus Lakatos. Komödrenhaus (Exl-Bühne). Donnerstag Uraufführung der Tragikomödie „S ü n d f l u t" von Haus Herrdegen. Die österreichische Bruckner-Zentenarseier. Im fllahmen dieser Feier findet am 30. d. (Sonntag), mittags, ein Festkonzert der Wiener Philharmoniker unter Leittma Schalks statt. Ms interessante Novität k>r-ingen die Philharmoniker die G- Moll-Ouvertüre, ein Jngendwerk Bruckners, Md die Siebente Svmphonie deZ Meisters zur Aufführung. Ernst Tollexs Komödie „Der entjesselte Wostan" steht anijansts DLzenrber in der Neuen Wiener Bühne mit Herrn S chmöle als Gast in Szene. D. I. Silberbusch — 7V Aahre alt. Inr Dezember dieses Jahres begeht der jüdische Schriststeller D. I. S i l b e r b u s ch. der sc'it 1877 in hebräischer und jüdischer Sprache literarisch tätig ist und wiedevhÄt wertvolle Zeiischristen. in beiden Sprachen redigiert hat, sainen 70. Gebrrrtstaq. Aus diesem Anlaß hat sich fl8 doppeltbreit 8. 38 WI*M.UA0t£R<SASSa-4i

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