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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-19 · Heft 2066 (19.11.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2066 (19.11.1924)
Date
1924-11-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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SRr. 8036 Söhnt, Mlitwoch Werke Londons aüszudehmen. Die Vertreter der Londoner ElettrizitätZarbetterschaft halben beschlossen, den Genera U streik zu Proklamieren, wenn die Forderungen der Arbeiter von Barkl-ng nicht bewilligt werden sollten. Sollte es zum Ausbruch des Streiks kommen, dann wäre 2oti>bon ohne elektrisches Licht und ohne Straße n- und U n t er g r u n d b a h n e n. Wiener Mörsterizettung. Mitteilungen «ns dem Publikum. Ofengarnituren Ä&® BÄ SR|/9k0LjlV9 I. Wipplingerstrasse Nr. 18 Wien, .19, November. * DaS Wetter. Der Frost HAI ln ganz Oesterre'ch an. Die Doraussage meldet: Vorwiegend trüb, teilweise Schneefall. Frost. Winde. * Die Lebensmittelmarkte. Die Großmarktihalle wies auch gestern ziemlich günstige Fleisch Importe ans. Msttils Bahn sind 17 Waggons im Gewichte von 110 Tonnen eingelangt Bei vorwiegend ruhigem Verkehr sind die Preise dauernd' stabil. Der Naschmavkt wurde ziemlich bedarf eckend datiert. Svinat, Paradeiser, Kehl und auch andere Gomüseorten sind im Preise gestiegen. Trotzdem gesta-ltete sich der Absatz lebhaft. Auf dem Obstmarkte langten Aepfel in größerer Menge ein. Für Orangen und Südfrüchte war die Nachfrage eine bessere. Ans allen anderen Marktgebieten war der Verkehr ganz belanglos. Seit einigen Tagen zeigt der Zucker wieder eine ansteigende Tendeniz und kostet jetzt 8600 bis 10.000 K. pro Kilogramm. Auch Kristall- .mch Staubzucker haben sich um einige hundert Kronen pro Kilogramm im Preise erhöht. * Für die 7-Uhr-Sperre. Eine Deputation der Parfümerie- und Seiifenhändler stellte an den Bürgermeister neuerlich das Evs'Uchm, den Wunsch der Kaufmannschaft nach der 7-Uhr-Spene *u erfüllen. Der Bürgermeister erklärte, gegen die Ovga-nisation der Handolsangestelltenun6 Arbeiteeine derartige Verfügung nicht treffen zu können. Die Deputation ersuchte schließlich den Bürgermeister, eine Aussprache der Unternehmer über diese Frage mit diesen Gruppen hevbeizuisühren. * verkauf entnikolknisierter Tabakfabrikate. Künftig werden entnikotinisierte Tabakfabrikate der gangbaren Sorten in den Trcvüken, in wolchen Nachfrage besteht. vorrätig geba'ten werden. Entnikotinisierte Täbakfoibrikate dürfen nur in'ganzen, originalverschlossenen Packungseinheiten von den Trafikanten ttbgogoben werden. * Die Lebensmüden. Der 68jährige Fleischhauer Irhann L. wurde gestern mittags bei offenem Gasyahn bewußtlos aufgesunden. Nach den Erhebungen dürfte er die Absicht gehabt haben, sich wegen eines Nervenleidens zu töten. Die Rettunggesellschast brachte ihn ins Spital. — In einem Meidlinger Hotöl hat sich gestern nachts der 19jährige Schau,^pielevschwler Magnus S. wegen unglücklicher Liebe angeschossen. Die RettungsgeseUchaft brachte ihn in schwer verletztem Zustande Ms Rwdolsssprtal. * Mord- und Selbstmordversuch. In den Parkanlagen auf dem Stillfriödplatz hat gestern mittags der 24jährige Hil-ssavbeiter Georg Anders seine Geliebte, die 22jährige Stephanie Wohlmuth, angeschossen. Dann hat er sich eme 'Kugel m den Kopf gejagt und sich gefährlich verletzt. Die Rettungsgssellschast brachte Heide in das Spital. * Der Währinger Totschläger verhaftet. Der Sckmdmachergehilse Hiava t y. der seinen ' Schwager Bena drk erstochen hat und bann flüchtete, wurde gestern vechastet. * „Nicht peltscheü!" Sonntag abends wurde in der Hos- >buvg eine Frau bewußtlos aufgefunden, bei der nach ihrer Untersuchung eine säMrs Vergiftung festgestellt wurde. Die Bewußtlose soll, als sie -aus ihrem narkotischen Schlaf anifschreckte, gestöhnt haben: „Nicht peitschen!" Sie ist die Z4jahrige Schauspielerin Hvnriette Gretd We'tlof. Sie behauptet, sechs oder stöben Tabletten Adalin genommen zu hüben: von diesem Schlafmittel soll die Vergiftung herrühren. * In der Großstadt verschwunden. Die Witwe Jsabella Dorn wird seit dem 10. Oktober aus ihrer Wohnung, 19. Bez., Gpmnasürmstraße 50, vermißt. Die 65jährigc Frau neigte seit, Jahren zur Einsamkeit und betreute auch ihre Wohnung ganz allein. — Seit dem 15. d. ist die S2iährige Comptoiristin Wikhölmine Sadler, 10. Bez., Landgutgasse 13 wchnhaft, vermißt. — Der 16jährige Handelsangestellte Wilhelm Petermann ist sett dem 14. d. vermißt. * Feuer im LandrSgericht. Vorgestern adends brach im großen Schwurgerichtssaal des Wiener Landcsgerichtes ein Feuer aus, das einen, Schaden von mehreren Millionen stiftete und büld von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. * Zirkus Hagenbeck. Heilte abends, halb 8 Uhr, findet die Uraufführung des Managt und Ausstattungsstückes „D i e Jagd u m d i e W e l t" statt. Da schon lange vor dem Kriege solche Schaustücke in Wien nicht mehr gesehen wurden, zeigt sich natürlich, wie in den letzten Tagen die vielen telephonischen Anfragen und Vormerkungen bei der Diröktion beweisen, in den weidosten Kreisen das größte Interesse, Das grandiose Schaustück wird viele Uoberraischungen bringen. * Szegediner. Studenten, Der Szegediner jüdische Frauenverein veranstaltete» wie uns aus Budapest berichtet wird, «letzten Sonntag ein Wcchltätigkeitsfest, an welchen auch der Bürgermeister-der Stadt Szegediu teilnahm. Gegen Mitternacht erschienen zwanzig rasse^chützleri'sche Studenten vor dem BeranstaltungSlotal und vollführten einen regelrechten Stnrm auf das Hotöl, in wölchem das Fest in bestem Gange war. Der Stadchauptmann, der dem Feste als Inspektionsbeamier beiwohnte, vermied es, die Ruhestörer kurzerhand vechaft-m zu Lassen. Mit noch einigen sogenannten christlichen NotaVilitäten,' die sich herübgelassen hatten^ der Veranstaltung beizuwohnen, «führte er lange diplomatische Unterhandlungen, bis es gelang, die zumeist aus Studenten bestchende Bande zum Abziehen zu «bewegen. . * Ein zehnjähriger jüdischer Univcrsttatshörer. Die amerikanischen Pstlchopädagogeu.inieressieren sich Gegenwärtig sehr stark für die geistige Entwicklung des.zehnjährigen jüdischen Knaben Artur Gottesmann, der nach v'nem glänzend bestandenen Examen als Universitätshörer ausgenommen wurde. Man sicht in d.m jungen Gotiesmam, ein psychologisches Phänomen, wie cs bisher in Amerika noch nicht beobachtet worden ist. (I. T. A.) . (Die nachstehenden Ankündigungen find entgeltlich ) Lie Wicht zur Svarfam eit! Die gegenwärtigen Wirtschaitsverhältniff; zwingen alle Schichten der Bevölkerung zu weitest.sehenden Sparmaßnahmen. Die Notwendigkeit der Ergänzung der Garderobe oder Neuanschaffung von Bekleidungsstücken. Hauswäsche usw., bereitet daher den meisten schwere Syrgen. Die außerordentlich billigen Zeltanssreklaßio In Polen! 1 Kanfieute und industrielle, die für Ihre Ware in Polen Absatz haben wollen sollen im eigensten Interesse m dem m Lern b erg gi« ffl inserieren, erscheinenden 6 U MB «Müs 8 8 «MM wobei ckar- T a g b 1 a ♦ t e «* ® w® 85 auf aufmerksam gemacht wird, dass dieses B!att infolge seiner grossen Auflage und Verbreitung in ganz Polen eine ungemein grosse Reklamekraft dars'ellt Die Generalvertretung für Annoncenanfnahme übernahm für Oesterreich die ÄSIHB IM. M. I. litt Kr. 16 Das Interesse, weiches seitens der jüdischen Bevö kerung Wiens der in Lemberg in polmschrr Sprache erscheinenden Tageszeitung „£KW!LA1( entgegengebracht w rd, legt uns die Pfl cht auf, den Ankauf der Zeitung womöglich zu erleichtern. Zu diesem Zwecke hat die Administration | der „ChwMa“ die Vertretung für die Stadt Wien der Firma KSertnann ©ol^scfcmlodt, Wien, I. Woi'zeiie Nr. 11 fibergeben, welche an den unten genannten Verkehrspur.ken Wiens die Zeitung zum Verkaufe bringt; HaltcstellcSchotientor,Rettungslose!) tfSrntnfrstrasse. Bosendorferstr. Slrkecke (Kärntnerstrasse, , Kfirntnernne'i CaM Opera - F.cke Ooerngasse) Graben (EcVe Kolilmaikt) Kotenturnistrnsse, Caf£ Mendel „ . Habsburg Revo'.utlcnsplatz (Albrechtsamoe) Reiiarla Woüzeile, Parkrlng Hotel Bristol Grand- Hotel Netter Markt Freiuntj Sezession (2er Linie) Wö-se Ecke Kärnfnerstrasse, Walfisch-?as?e Stock im Eisen ioscistädtei sii aase (2er Linie) Ui. Ecke .Schottenrlng Prat r stem Wr. Bank-Verein, Schottenrlng n z Europa trinkt Tee Missotzhp Moskau Gegr. 1849 Warenangebote des seiner Kulanz und Billigkeit wccten bestrenommierten Warenhauses Brüder Sckiifsmann, 2. Bez., Tab o rst ra ße 48. ermöglichen es jed^m, gute Qualitätsware zu wirklich billigen Preisen zu erstehen. Niemand versäume die Besichttgunq der reichen Auswahl in Damen- und Herrenwäsche, Leinenwaren, Strick- und Wirkwaren. Stoffen. Regenmänteln usw. usw. * Tanzinstitut Hermann Braun,, 14. Bez., Reindorfgasse 42. Geteilte, Toriräge und Äersamminngen. Jüdische Tisch g es e l I sch ast Inn er e' S t a d t. Heute. 8 Utir abends, Cafö Siller. 1. Bez., Schweden- - platz (Mezzanin), Vortrag des Herrn Dir. Siegfried A l t- , m a n nr «Jüdische Blindenfürsorge". Nachher gesellige Zusammenkunft. Gäste willkon'men. — Jüdische Tischgesellschaft L a n d st r a ß e. Heute, präzise V«9 Uhr abends, Cafä Lowrana, 8. Bez.. Löwengaffe 36, Vorttag Dr. Heinrich Glanz: »Ursprung deS jüdischen Volkes". Gäste willkommen. — Akademischer Landesverband. Heute, 7 Ubr abends, 2. Bez., Taborfttaße 20 », diesjährige ordentliche Generalversammlung. - Verein Tikwath I e h ü d a, 8. Bez., Bennoplatz 1. Heute. 1/.ß llhr abends, Vortrag Schriftsteller Heinrich Nork-Steiner: ^Wir und die anderen". — Handelsvertreter. Trefftag heute. 6 Uhr abends, im Wiener Bürgercasö. 2. Bez., Praterstraße 11. Vortrag des Rechtsanwaltes Dr. L. R e i ß über Nechtssckutzsräpen. — Zionistische. Jngendgruppe Leovoldffadt. Heute, */g8 Ubr abends. Plenarversammiung im Landeskomitee. 2. Bez., Taborfttaße 20». Schekel- und Parteisteuerblocks zur Verrechnung unbedingt mitbringen. 4- Die hebräische Schule, 2. Bez., Große Mohrenciaffe 16, wurde von der Bezirksselt on Leopoldstadt üvernomme,'. Der Unterricht wurde bereits ausgenommen. Einschreibungen finden für Anfänger sowie Vorgeschrittene täglich in der Zeit von b bis 7 Uhr statt. Bei genügender Teilnehmerzahl Abendkurse. Schulgeld 25.000 K. monatlich. An Minderbemittelte eventuell Nachlast. Radioprogramm für Heuler 11 bis 1 Uhr: Matinee Silving. — 1 Ubr 5 Min.: Urania- Zeit. — i Uhr 20 Min.: Wetteransage. — .4 bis 6 Ubr: Konzert Silving. Strauß: „Fledermaus", Ouvertüre; EvSler : „Der lachende Ehemann", Walzer; Lebar r Vorspiel aus ^.Eva"; Fall: ^Vomvadour", Intermezzo; Oskar StrauS: „Nuyd vm hie Liebe", Walzer. — 6 bis 7 Uhr: Märchenerzähluugen. — 8 bis, 10 Uhr: "^pulärer Abend. Schrammel-Ouartett (E. Witt': Volkslieder, .Matterseelenallein", „Roter Sarafän"; Wiener Duette: „'s alte Qäuserl von Nußdorf", „Wien. Weib, Wein". „Alt- Weanakinder" (Marschduett'; Schrammel-Ouartett: „So qeht's »ua bei uns in Wean"; Liedervorträge : „Die rote Mühle", zLiebe, ich sehn' mich nach dir", „Zwei Fufferln züm Tanzen"; Wiener Duette: „Der schönste Schatz", Mas Oesterreich iS", „Scharf geh'u mir's an"; Schrammel-Quartett: „Auf zur Heimat"; Wiener Duette. — 10 Uhr: Heitere Abendmusik (Kapelle Eisenprobst), ' -i- , Die Ravag nabm/mit dem vorgestrigen Tage populärwiffenschaftliche Vorträge i« ihr Programm auf. Näheres darüber folgt'in unserer Radiobeilage, die wie gewöhnlich Samstag'erscheint. . . Antworten der Redaktion. K^Na. Jugendamt der Israelitischen Kultusgemeinde, täglich von 8 bis 1 Uhr. 19. Novencher 1924 Gelte 5' Bühne und Kunst. „Neberfakrt." Theater in der Josefstatdt. Dor Besucher dic^s Scha-ufpielies lemt aus cm-e bdidjtbcfl Art das Gruseln. Die Schiffspossagiere, denen er im ersten Wi Höjicgnet, scheinen z-imächst Aoß Paticitten emes schwrmmendei Sanatoriums für illuhobedürfriAe zu sei>n, domn sich ein trin^esttr, vm übrigen 'llobcnswerter TaiUHvntchts und »vth alte, auspetaLolte, hochmütig-Ämrrnre Kokotte zuigchell't ha-t. Dick sich em LiöbeKhmvdel mit Ränkeispiol und Eiifeivswchtsszenen ertd. spinnen? Wird «im Eisberg den Schiffsvumpf aiutfs-chmeiden mü Heroismus bei dam Säuser oder der Kokotte, hin-gegm feigr FasßmgslÄstgiteit dei den Saduv^rten ofsenivaren? Oder ttvfß uran m nächsten M die Gcstrandet-en auf einer ornisamev Juissl? Ke'ue der denkbaren B-aricvtionen eines Dramas mvler Seereisendrir wird porgöMvt. Hingegen «vsährt nrau bald (gleich' zeitig mit den Velvofsctnrn), daß sämtliche Passatziere tot fin^ zwcmidÄveisa aus der Nöbe.vfcchvt ins Jenseits begriffen. Nm; Awei . . . Aber das erführt m-an -erst ganz zuim Schliuß. Dis dcchin stnd die festlich gekleideden Herren, die ge» schmückten und ge,schutinf.t>en Damen, die den wlvujderschänen ThuatersaaL füllen, wider Erwarten bomüssigt, <m prägnante» , Beispielen erkennen, daß es verteufelt Mimdgonohm ist, ge«' starben zu fein, mrd daß insbesondere die Spamine Zeit >M»iischen dem letzten Atcvn^uig umd dem Augenblick, da man vor seinem Nichte-r örscheint, vom Höllenqualen erfüllt ist. Auch für jene, denen nach dom Gerichtsverfahren aller Voraussicht vre Pforten des Himmels geöffnet werden^ Peinlich. Dieses stcht auch dir. bevor. Da hilft kein Kromadorimn. , .. . - Ein j-nnger, gütiger Pastor ist nicht weniger bestürzt als fe-ime Reisoge>fühv!'2n. Die anderen erinnern ihn an seinen Berns «und fordc-m stürmisch, daß er für sie mit ihnen 'bete. Aber er — ermesset die Not des im Gobt Dcrschiedencn — entdeckt, daß er das Wort Go'-ws nicht mchr verkünden kann, und stammelt den frommen Kimdervers, den chm die Mutter beibrachte. Einer, der ein w-ertvolles Mit-glied der menschlichen Gesellschaft war, Großderdioner, Abc^ordneter, zielsicherer Organifatior dividendenreicher Unternchmumgennndpolitifche-r General, . fühlt, daß er der emtzvae ist, der omch diaser Diituiatien gewachsen .fein muß, stellt fest: „Da muß etwas göschchm" und will bei der bcpo-rst-öhenden Verhaudbung vor dem Richter — sie gcht dann ouif dom Schiffe vor sich — Sachwalter der anderen sein. Oho! Im Diesseits gelangt man also ans d-'im Rücken der Maffe ins Parlament, ins Pankpräsidium, ins Ministerpalgis. Abor jetzt — eher geht e-in Kamel durch ein Nadelöhr als daß sich der gafchäftSdüchlige. Pbgoovcmote als „Sachwalter" der Wogtzenossen ins Himlwolreich stichst. Mit himmlische Rache und höllischer Gerechtigkeit amtiert sodann der Richter .und seine Enttschridimgen sind derart, daß dem sterblichen Thocrterigast gar bange, wird. Nur zwei,.ein ju^nges Paar, will der Richter nicht verhören. Sie sind „Hachwegige", nämlich Söbbstmorder. Rückblickend auf Digl^stellen des ersten Mes merkt man, daß sie noch nicht mausetot, sondern durch Gasvergifdumg bloß betäubt sind. Wille $usnt Löben rettet sie, inbrünstige Sehnsucht nach dom irdischen Jammertal, das dieser grausigen Ueberfchrt im das öwiae Nichtsein — wie sie jetzt övkennen — weitciuS.vorMichen ist, führt sie in seeligor DoreinicMyg auf die OoevweLt Ku-rück. y, leih', so lang du löben kannst! Der Theabergrst atmet mir dom erlösten Liebtspaar auf, stimurt diasean Schluß zu und tmachtet, das Borhergch?r.ide zu v-orgeffen, diewett er die zum Nachdmahl einladenden, mit dem Dheater räumlich vembnudenen SträußeWe betritt. Richard Be er-Hofmann hat diese Dicht-um-g dos SnMnders Sutt.on Bana (sie ist eime) bezwiingmd, erschüitvrnd ruhig und in plastischer Klarheit inizomert. Das Schaff, ans dom diese gruselige U-eberfahrt vor sich geht,. ist kein Geist Mschiff. Die Leutchen steigen ein, benehmen sich nicht anders als früher, da sich die Seele noch in ihrer LevblWoit au'fhiölt, trimlkn, kokettieren, pöbeln und strobevn wie zuvor. Um s-o trästiiger wirkt die spätere Entdeckung, «daß hier eine Gesellscha-ft von Leichen poSuliert, intrigiert, raust, senifzt, lügt und daß der elegante Steward im Ersritschum'gAvanm der Herr SchmÄter Tod ist. (Nur, daß emige S>Men zu droit gerieten, und daß die seine, innige Kumst des Horm Goetz.verblaßt, Wenn ihm Sprechrollen attvortram-t werden. So bliöb die wichtige Gerichtsszene nndmiillcher als es der Ges-cvmtitoirEnng des Nbonds zuträglich war.) Unter solcher Leitung reisten Höchst- >leistnngen aller Mitwivbrnden. Alles überragend Homolkas ohnmächtig bvnbaler, lächerlich limgonckräsriig-vr Bnsineßman. Orts Adeles 8ü-Ml>«e. »Mail« Christ.- Unermüdlich.ist Ferdinand Exl bemüht, neue dichterische Talente zu entdecken oder bereits von ihm entdeckte durch Ättfführung ihrer Werke zu fördern. Tie Uraufführung des Schauspiels „Marrq Christ" von Friedrich Lichtneker weckt wieder die Erinnerung an eine Wiener dramatische Begabung, dessen dichtexische Visionen und Gestaltungskraft schon bei den ersten Gehversuchen auf der Bühne gewürdigt worden sind. 8«sch»ifien an die Redattio« . sowie unverlangt «tnfangenSen Manutttrlpte«' wolle man st ts Nückporto beilegt«, öa sonst eine Deant- - wvrlung» deziehnagswete «ürsifeudnng nicht «rsolgen kan«. Mode-RayfrSaml «ri« a.CAPien« asm -» W»fr»Nr70Z6A S Elip E STO XML

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