Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2065 (18.11.1924)
- Date
- 1924-11-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2981148--21119-3008396- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Veste 1 Men, MenSküg Sie Umbildung des Kabinetts Grabski. War sch an, 17. Novemlber. Die Polnische Telegrafen- Agentur meldet: Der Präsident der Republik hat den Minister für Inneres Hybner, den Juftizminifter Gh^an o w S k i u>nL den Arheitsminister D a r o w 8 t i auf ihr Ansuchen von ihren Posten enthoben. Gleichzeitig ernannte der Präsident den Abgeordneten Thugut zum Minister, den Bürgermeister der Stadt Posen Ratajski ginn Minister des Innern, den Notar Zy chl i n s k i znnn Iu'stizminifter und Ing. Sokal zum Arbe-itsmi-nister, Minister Thugut wich im rekonstruierten Kabinett die Stell« des Stellvertreters des Ministerpräsidenten übernehmen. Ne amerikanischen Kredite für die Bundesbahnen. Tin Dement! der Generaldirektion. Di« von einem chvistlichsogialw Moutagblatt gebrachte Nachricht von dem Abschluß der Kreditverhandlungen ->n Amerika, wodurch 'den öfterreict>i[d>cn Blindes bahnen amerikanäsche Kredite in der Höhe von zirka IM Millionen Goldkronen gewahrt werden würden, ist, wie ans der Generaldire-ktion «der Buindes'bahnen rnitgeiciüi wurde, nicht richtig. Wohl sind seit längerer Zeit Verhandlungen über amerikanische Kredite, welche zur Elektrifizierung der Bundesbahnen verwende^ würden, im Gang, Hu einem Abschluß «ist es cvber 'bisher ni.cht gekommen. Die neuen HostgebLhren. Die Verlaukbarnng der schon seit einiger Zeit angeikündßgten Postgebührenerhöhungen ftcht unmittelbar bevor. Im nachstehenden werden die wichtigsten Aendevungen angeführt: Das Porto für einen Brief beträgt sowohl tm Ortsverkchr wie rm Fernverkehr in Oesterreich und nach Deutschland und Danzig bis 20 Gramm 15 00 K., Mer 20 Vis 40 Gramm 17 0 0 K., über 40 bis 100 Gramm 2000 K., Über 100 bis 250 Gramm 3000 K., Mer 250 bis 500 Gramm ' 5000 K., über 500 bis 1000 Gramm 10.000 K., über 1000 bis 2000 Gramm 20.000 K.; nach Rumänien, Tschecho- Slowake i, Polen, Italien und Ungarn bis 20 Gramm 8000 K., für je weitere 20 Gramm 2000 K.; nach dem übrigen Ausland (Weltpostverein) bis 20 Gramm 4000 K., für je weitere 20 Gramm 2000 K. Ferner beträgt das Porto für Postkarten im Verkehr m Oesterreich und nach Deutschland Md Danzig 7 00 K., für Drucksachen bis 26 Gramm 100 K., über 26 bis 50 Gramm 300 K., üiber 50 vis 100 Gramm 600 K., üver 100 bis 250 Gramm 1500 K., über 260 bis 500 Gramm 8000 K., über 500 bis 1000 Gramm 4600 K. und Wer 1000 bis 2000 Gramm 7500 K.; für Geschäft spap i e re wie bei Drucksachen, jedoch mindestens 1500 K., für W a r e n p r o b e n bis 260 Gramm 1500 K., Über 280 bis 500 Gramm 3000 K. Für Postkarten nach Rumänien, Tfchecho- Slowakei, Polen, Italien und Ungarn 1800 K., nach dem sonstigen Ausland 2400 K., ferner nach dem gesamten Ausland (ausgenommen' Deutschland) für Drucksachen, Geschäftspapiere, Warenproben für je 50 Gramm 800 St., jedoch bei Warenproben wenigstens 1600 K. Die Gebühr für das Inlands-Ein^ilogrammpccket wird von 2400 aus 3000 K. erhöht. Die Telegraphengcbühren des Jnllandoevkehres werden nicht erhöht. Im AuslandLverkehr tvurdm nur die Wortgebühren für Telegramme nach Deutschland und nach der Tschecho-Slowakei von 1800 K. aus 2100 St., Aach Ungarn von 1100 K. aus 1300 St., noch S. H. S. von Ä00 St. aus 2500 K., nach Jtallien, der Schweiz und nach Liechtenstein von 2000 K. auf 2100 K. echöht. Die Teilnehmergebühren für Telephone werden in Wien erhöht, und zwar: Ju der Gebührenstufe AI aus 2,000.000 K., in der Gebiihrenstu.se A 2 aus 4.000.000 St., in der Gebührenstufe A3 auf 6,800.000 K., für einen hallben GesellschaftsansckMß 1,400.000, für einen Viertalgchellfchastsanschluß 800.000 K. Revolveratlentar eines Arbeitslosen in Graz. Graz, 17. November. Ter arbeitslose SpenglergehHe Christian Maier versuchte heute im Bureau des steirischen Arbeitsnachweises den dort als Sekretär angvstellten Ernst Rotzbacher, dem er die Schuld beimißt, datz er nicht in den Genuß der Arbeitslosenunterstützung kommt, zu erschießen. Der im Bureau diensthabende Wachmann verhinderte die Ausführung des Anschlages, wurde jedoch hierbei durch zwei Revolverschüsse im Nacken und an der Hand verwundet. Maier flüchtete und gab auf seine Verfolger mehrere Schüsse ab, ohne jemanden zu treffen. Er wurde bald daraus fesigenommen. 8ie klternscheft des Akademischen Gymnasiums für de» Lehrkörper. Die Elternschaft des Akademischen Gymnasiums hat einstimmig eine Resolution beschlossen, in der sie dem Lehrkörper ihr volles Vertrauen ousdrückt und erwartet, daß das Resultat der Disziplinaruntersuchung im Falle des Schülers Schwarz die vollkommene Rehabilitierung der angegriffenen Lehrpersonen ergeben mutz. Pucriai operiert. Giacorrlo P u c c i n i, der sich gegenwärtig m Paris auf* jält, mußte sich einer Kehlkopfoperation unterziehen.' Pein Zustand gibt jedoch zu Besorgnissen keinen Anlaß. Wiener MorgenzettuM. AMERICAN TAILORS Inbadr,: Maz «Hör Brüder Koch Gel. m. b. H. Bez.. Marikhilserstrasir 17 pjf ü" Erstklassige Maß * Schneiderei für Herren / Reiche Answabl in feinen englischen Stoffen / Elegante Ausfilbrung / Billige Preise Ein gemeinsamer kchritt der Möchte in Etzkno? Paris, 17. November. (Tel.-Komp.) „iE e in d 8" erfährt aus informierter Quelle, daß ein gemeinsamer Schritt der Re« gierungen von P a r i s, L o n d o n, R o m. Brüssel und Tokio bei der neuen chinesischen Negierung unternommen werden wird, um von ihr die Zusicherung zu erhalten, daß die Verträge und Verpflichtungen Chinagegenüber den europäischen S'taaten eingehaltev werden. 8 mn Tode Professor Lndo Hortmann». Bon befreundeter Seite wird uns geschrieben: Auch die Wiener Judenheit hat allen Anlaß, Ludo Hart mann8 Tod zu betrauern und dem ausgezeichneten Mann ein dankbares Andenken zu' bewahren. Denn unsere jüdische Jugend» die jüdisch-en Arbeiter, das große Heer der jüdischen Angestellten und weite Kreist des erwerbenden Mittelstandes haben in den letzten dreißig Jahren von Hartmanns Schöpfungen auf dom Gebiete des Boifksbildu nflswesens eifrig Gebrauch gemacht, von den volkstümlichen Universitätskursen ebenso wie von dm VolkShochschnlen und Volksbibliothcken. Und diese. von Hart» mann aus dem Nichts geschaffenen, jeder Politik entrückten, nur der Verbreitung des Wissens dienenden Einrichtungen sind ge» rade für unsere bildungshungrigen jüdischen Massen von höchster Bedeutung und unschätzbarem Werte. Lndo Moritz Hartmann war bekanntlich der Schn des deutfchböhmifchen Dichters Moritz Harr mann, der 1848 M Vertreter eines böhmischen Wahlkreises der Frankfurter Nationalversammlung angchörte und bereits damals in Wort und Schrift für alle Armen und Unterdrückten eintrat. Hartmanns Urgroßvater war der einst berühmte Prager Rabbiner Fleckl e s. Es ist richtig, daß Hartmann, der. 1865 als Schweizer Bürger und Dehn einer christlichen Mutter konfessionslos geboren war, dem Judentum fremd und kühl gcgenüberstand. doch hat er sich niemals „deutsch-arischen" Kreisen angebiedert und ist.z. B. aus der Leitung einer seiner L ieblingssck'öpß,ngen, den Salzburger Hochschulkuvsen, sofort ausgetreten, als unduldsamer Rassengeist sich dort breit zu machen bvgckkin. Es gehört zum Schicksal des Galubh-judentums, vielleicht zum Wesen des Judentums überhaupt, datz so viele seiner besten und edelsten Söhne das Bedürfnis haben» über die Grenzen des eigenen Volkes hinaus für den allaemeincn Fortschritt und das WM der Gesamtheit zu wirken. Die Begründer der deutschen Sozialdemokratie sind die berühmtesten Beispiele dafür, der kürzlich verstoüben« Julius Osner eines aus der jüwgsten Vergangenheit. Gerade wir nationalen Juden sollten dom geschichtlichen Wirken dieser Männer unsere Aufmerksamkeit nicht versagen. Davuch Spinoza und Kar! Marx, Ferdinand Lassalle und beinahe auch Walter Rathenau sind dem Judentum fremd geworden. Trotzdem werden sie — und sicher mit Recht — immer mit Stolz angeführt, wenn von den großen Männern unseres Voltes die Rede ist. Der vornck>in->bescheidene Hartmann hatte sich mit diesen Grötzten sicher nie in eine Reih« gestellt. Aber auf seinem eigensten Gebiete, der Schöpimng und Führung deS BvlksbrlLungswsstns, war er der Bahnbrecher für ganz Mitteleuropa. Darum wich auch die Wiener Judenschaft, die im Lehrkörper und in der Hörerschaft aller dieser Lehrstätten in einem weil über unseren BevMernngsanteil hinausgchenden Maße vertreten war und ist, Ludo Hartmann in dankbaren: Gedächtnis behalten. —«tt, * Gestern fand die Leichenfeier für Prof. Dr. Ludo M. Hartmann in der Außbahrungshalle deS Döblinger Friedhofes statt. Die Beteiligung war so groß..daß die Straßenbahnen Sonderzüge einfchalten mußten. Die ganze offiziell« Weit war vertreten. Es wunden Reden gehalten. Gegen 5 Uhr war die Trauevfeier beendet. Die Avwsirse der Prof. Meiler gegen die Krankenhausverwaltnng. DK Anschuldigungen entbehren jeder Grundlage. In einer gestern im Du ndesministerium für soziale Fürsorge Mgohaltenen Pressskonserenz traten Bnmdesmiuister Schmitz, Sekticmschef Dr. H «l l y umd der Direktor des Allgemeinen Krankenhanses Hosrat Dr. Meder den von Professor Meiler gegen die Krankenhausveowallung ewhobmen Beschuldigungen ent.Mgen, die bskantlich dahin gegen, daß rmabwoisbare Kranke von der klinischen Bchau-dlnug ausgeschlossen werden, da sie die im voraus verlangten Berpflegslosten nicht zahlen können. Es wurde dezidiert erklärt, daß die AirschnkdigunlUn Professor M.'ilers jeder Grundlage entbehren. Nach den geltenden Bestimmungen hat einzig und allem der Aufnahmsarzt über die DvinMchkett eines Falles zu entscheiden. Stellt dieser ein Dringii ch keil spare re aus, so hat der Kranke, auch wenn er nicht zahlungssälhig ist, aufg:uommen zu werden. Bei Ausländern wird die Bestimmung der Zcchlnn'gsiähiMt wohl strenger gehanchaibt, doch ist eS Borischvift, daß auch hier nneibweiAbare Kranke unter leinen Umständen ab gewiesen werden dürfen. Ebenso — wurde ausgeführt — ist di? Behauptung Prof. Meilers unwahr, daß den Kliniken zu Un'errichiszwecken nicht gonüzeuld Material zur Verfügung stcht. Jeder Vorstand hat das Recht, ihm für diesen Zweck geeignet erscheinende Patienten auch ohne Dringlichkeitspareve auf Kosten der Uuterrichisverwalluug aufzunchmen. Von diesem Rechte habe Professor Meller merkwürdigerweise nur in zwei Fällen Gebrauch ge- .macht.' Sektiouschef Hellh wies auf Grund genauer amtlicher Erhebungen nach, daß in allen konkreten Fällen, die von Professor M'ller angeführt wurden, durchaus korrekt vorgeMiaen wurde. Hätten sich aber trotzdem, was bei einem.solchen Apparat, wie ihn unsere Krankenanstalten dorstellen, nicht ausgeschlossen: erscheint, etwaige M ißst ä nd e ergaben, -foiväve es die Pflicht des klinischen Vorstandes oewesen, 18. Rovsmher 1984 Nr. 2065 diese Fälle dem Ministerium zur Kenntnis zu bvigen. Dal habe Professor Mcller aber nicht getan. Eber,so habe es Pro, fcssor Meller, trotz der an ihn ergangenen Aufforderung^ abgelehnt, den genauen Wortlaut semer Anschuldpungen ststzulegen, so daß das Ministerium bei feinen Erhebungen an*4 Zeitungsmeldungen angewiesen ist. -p Professor Meller hat sich durch seine Weigerung, sein« Anschuldiguugen z>u präzisieren, auf di« abschüssige Bahn fc?» gchen, die Professor Hochemgg zur Schädigung nicht nur des Ansel)ens der Wiener medizinischen Fakultät, smrdcru auch feines eigenen Ansthms mit Erfolg beschvitten hat. Auch Professor Meller wich die Taktik, durch zrutbawiestne BcichullÄgunyen Erweiterungen der Machtbosugnisse für feine Freund« auf den Kliniken durchzusetzen, wohl nicht viÄ Ruhm bpingev Selbstmord de» Sanatorlumbesitzers Sr. Schwarrwald. Der Besitzer des Sanatoriums Parfch bei Salzburg Doktor Bernhach Schwarz Wa ld hat sich in seiner Wiener Wohnung mit Morphirmr vergiftet. Er war erst vor kurzem nach Wien gekommen »nd hatte die Absicht geäußert, seine ärztliche Tätigkeit hier wieder auifzunahmen. Man nimmt an, d-aß familiäre Gründe für den Entschluß des Arztes maßgebend waren, seinem Lüben ein Ende zu bereiten, _ Srotzfener am Mersrund. Gestern in den Nachmittagssiunden ist am Affergvuud ein Großfvuer ansgeibrochen, dem der ganze Dachsttchl des Hauses Porzellangasse 38, einem Eckhciuse der Pramer- und der Porzellangasse, zum Opfer siel. Nach einstimmiger harter Arbeit gelang es den Feuerwehvmannfchafton, das Feuer zu ersticken. Der Schaden beträgt viel« Millionen. Der Brand scheint vurck Unvorsichtigkeit entstanden zu sein. Alexander Brando in London grstortzen. Am 8. d., abends, ist in London. w.a er zu Besuch weilte, der über die Grenzen RithlandL hinatls bekannte jüdische Gelehrte Dr. Alexander Brando an Herzschlag verschieden. Dr. Brands, seit 35 Jahren Leitcr der Russica-Mbteilnng der vusiischen Nationa-lbibliotlek in Petersburg (jetzt Leningrad), bekleidete Meist das Amf eines Vizedirektors dieser Bibliothek. Jahrzehnte vor dem Kriege >war er eine der politisch und gesellschaftlich führenden jüdischen Persünsichkeiten in Rußland. Er wnvde sechzig Jahre alt. Dr. Brcmdo war in der Zarenzeit ein führendes Mitgilied der Vereinigung zur B e r t e i d i g u n g d e r Rechte der russischen Juden und stanh mit den jüdischen Deputierten in der russischen Duma in Verbindung. Er na>hm einen hervorragenden Anteil an den Arbeiten zur Verteidigung des des Ritualmordes beschuldigten Mendel BeiliS. Viele Jahre lang stand er rm engen Kontakt zu den jüdischen Organisationen im Ausland, wie Jowis'h-C.olvnisatic'n Association (Jea), HilfSvevein der deutschen Juden, Alliance Israelite Universelle, Joint Foveign Committee, Jüdischer KriegSepserfonds, A'merikaisch-jüdischeS Komitee usw. Er war der ständige Vermittler zwischen den mssischen Juden rmd den Juden Westeuropas. Dr. Bvcvudo galt als Hohe Autorität in russischer Geschichte Md Literatur und war allS solche Mitarbeiter russischer gelehrter Körperschaften. Abschriften der vollendeten Teile seiner Geschichte der jüdischen Emanzipation in Rußland befinden sich bereits in der Jüdischen Nationalbibliothek zu Jerusalem. Die Beerdigung deS Geehrten hat a>m 13. d. auf dem Friedhof in Wille'öden unter starker Anteilnahme der jüdischen Korporationen Lowdons staitgefunden. 8er Lebenslauf eines Mchofskandidaten. Bor einigen Wochen erfchi-vn im Vatikan m Rom eiue Deputation aus Mitgliedern der griechisch-katholischen Kirche der Vereinigten Staaten, die vom Papst dre Ernennun>g eines neuen Bischofs erlangen wollte. Sie präsentierte als Kandidaten den erst 84 Jahve alten Doktor Johann T ö r ö k, dessen LebenSgoschichte für eine Bifchofskandidatur jedenfalls etwas ungewöhnlich ist. Güboren wnvde Tör»! als Sohn des Budapester jüdischen Kaufmannes Adolf Toch. Nach der Maturitätsprüfung ließ er seinen Namen maigyarifieren und trat zum Katholists-mus über, diente als Einjährig-Freiwilliger und wollte sich ursprünglich dem Militäwienst widmen, llnettvartet verschwand er aus Budapest und trat in Kavlsbnrg in das griechisch-katholische Seminar ein, von dem er nach Rom zur Vollendung seiner Studien entsandt wurde. In Rom wurde er vom Papst sölbft zum Priester geweiht. Nachdem er die thevlogtichen Studien vollendet hatte, kehrte er nach Umgarn zurück und machte den Weltkrieg als Feldvikar mit. Seine KriogSdienf^eit brachte ihn mit Mitgliedern der oppositionellen Karolyi-Partei zusammen, denen er politische Dienst« eywieS. Er wurde auch deshalb unter der Anklage des Hochverrates lange Zeit in Hast gehalten, später auch unter der Beschuldigung vechaftet, öffentliche Gelder unterschlagen zu haben. In der Haft behauptete er, in einer Schweizer Ban< für die Opposition schwer b elaslendes Material und Anfzeichnnugen deponiert zu haben, und evbol sich, falls man ihm die Freiheit gebe, die erwähnten Schriftstücke nach Ungarn zu bringen. Er wurde tatsächlich freigelassen, zog es aber vor, in der Schweiz das Ende des Krieges . abzuwarten. Nach Ausbruch der Revolution kehrte er ngch Un- ' garn zurück, wo er jedoch Nur bis zur bolschewikifchen Aera vcrblleib. Zwei Jahre später ging er nach Amerika, wo er der populärste Pfarrer der griechischen Katholikeir wurde, die ihn nun zum Bischof Vovschilugen.