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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-18 · Heft 2065 (18.11.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2065 (18.11.1924)
Date
1924-11-18
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Wt, 2008 Wm, Vüon Mtz gkdische Nobel-Preis-Tröger. Seit dem Jahre 1901 ist der Nvbsl-Preis V8mal verteilt worden, und ^var an 124 Personen und drei Institute. Unter den 124 Pevsonen befinden sich 16 Juden. Es erhielt 1907 den NoKel-PreiS für Literatur Rudyard Kipling, den Nobel. Preis für Phyfi-k echioltvn 1907 Mbert A. Michels an, 1908 Gchrieil Lippmann und 1921 Albert Einstein. Den Nohel-PveiS für Chemie erhielten 1910 Otto Wal loch, 1915 Richard Millstätter und 1918 Fritz Haber. Den Nabril- Preis für Medizin erhielten IM Paul Ehrlich, 1914 Robert Barany und 1928 O. Meyerhoff. Endlich «chieilten den Friedenspreis 1911 gemeinsam der holländische Staat-minister A s s e r und Mfrcd H. F r i e d. Ferner sind noch bei den Nobal- PreiL-Trägern folgende Juden stä-numlinge zu nennen: Paul Heyse (Literaturpreis 1910), NiolS Bohr (Physik 1982) unb Adodf v. Bayer (Chemie 1905). Wien. 18. November * Adresseniinderung. Die Kanzlei des RechtSattwaltS Dr. M- Reiß hofiudet sich von nun M in Wien, 1, Bez., Wchplingechraße 86 (Eingang Renngasse 14), Del-ephon 88.500. * Todesfall. Samstag albcndS ist hkr Herr Selig Teich, mann, der Vater unserer RedaktionSbeamdin Früuttn Berta Doichm-ann. i>m 59. Leoenssahve gsstovben. Die Beechis.ung hat gesb.'ru vormittags aus dom neuen jüdischen Friedhof stahige-- stunden. * Die Selbstmörder« Boraestern abends hat fich der 25jäh- Elettrokechmker Ludwig Schwarz aus uMkann-ter Urerschossen. — Der SOjahMe Hausveiitzer Franz Schrei. ber hat sich aus unihekanntev Wache in f-smer Woherum durch Lsuchtgas vergiftet. * Pom Schwager erstochen. Der SSjähr'W GeschqftSdieuer Franz Benadik geriet gefbem abends in der Wohnung mit seinem Schwager Raimund Hlawaty in einen Streit. Der Schwager zog im Wortgefecht sein Messer und brachte dem'Be* ncvdik eine Stichwunde bei. Benadik brach im StMenhans tot zusammen. Hlawaty ist flüchtig und wird verfolgt. * Nicht pettschen. Bovgestern abends wurde in der Nahe des inneren Platzes der Hofburg eine zirka LOjähvige, gut ge» kleidete Frau bewußtlos ausgofunden und von der RettunpS» Gesellschaft in das Rudolfsspital überfl'chvt. Man fand bei ihr mit „Grete" Unterzeichnete Briefe, in denen von SMstmlWdavsichten die Rede ist. Während des Transports im SauMSauto schrie sie wivdevholt in großer Erregung die Worte: „Nicht peitsche n." Es handelt sich um eine narkotische Vergiftung. * Schwere Anschuldigungen gegen einen ungarischen Arzt. Am 16. d. wurde der Arzt Dr. Antal S i r in einem Hotel in Dötbling an-gchalten. da er wegen e,:nes in Budapest an. einer Fr-a-u vorgen^nmenen Eingriffes, der tödlich auSginin Wucht wird. Dr. Sir wird auch beschuldigt, im Jmi 1923 detMÄye Julie P a z m a n n eine goldene Uhr und einen Sle^elÄng veruntreut zu haben. Dr. Sir hatte hier unter dem falschen Namen Dr. Anton Schmid gewohnt. Er wurde dem Landesgeeicht siugeliefevt. * Ein betrügerischer Pferdehändler. Der Skjährige Pfer dchärvdler Johann Hauswirth ans Graz Dt nach Betrug mit einer Schadmsu-lmne von 80 Millionen Kronen . ' geworden. * Die Strickleiter trat Hotelbalkon. Gestern früh «a> 4 Uhr wurde ein SiadtschutzmaM aufmerksam gemacht, da vom Ballon im ersten Stock des Hotels Bristol an der Front Mchlerstrahe 8 «in Strick zur Erde hevaWntze. Es wurde fchgestell^ daß es sich um «inen Hoteldieibstahl handelt. Einem Hotelgast sind im Laufe der Nacht ein Perlenkollier, mehreve 100 Dollar unb fva-uzöstfches GÄ> gestohlen worden. Der Dich hat sich möglicherweise an dem Stvrck m die Liefe gelassen. * 45.000 Radioabonnente» und keine Kopfhörer. Im Gremium der Wiener Kaufmannsäiaft fand eine Versammlung des Bevbandes der Radiohändler statt, deren Gegenstand die Mene« _ SRUteUmtge» surde« PMkvm. Herren-Maß-Anzug aus englischen Stoffen von K 8,000.000 aufw. Ulster von 1 Million aufwärts Amerikanische Schulter Ep£|klus»lg« ArboltS Aruug ausmitcebrachtenStoflcn von L 809000 nukw. American- CI o t h i e r Mf WN W (Lehne!6er) STADT.Welhburgg.lOia Parterre-Lokal Achtung auf genaue Adresse Telephon 74-9-81 HOTEL-RESTAURANT s J. GUT HE II- HOLLAMPSTRASSE Nr. 14 ANERKANNT BESTE KÜCHE! 18. Nodsnrbe'r 1924 Sei te 5 KOCH Schirmständer 4UM9 I. WippUngerstrasse Nr, 18 Vereine. Vortrd'ge und Versammlungen. » L' Zionistische Frauenorganisation. Moren. 4 Uhr nachmittags, Sitzung im Salon der Frau Ingenieur ckermann, 1. Bez.. Herrengasse 21. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. — Frau Dr. Sophie L ö w e n h e r z, 9. Bez., Nußdorferstraße 4.», und Frau Mina Halpern, 8. Bez., Rechte Bahngasse 10, haben sich bereit erklärt, für die M ä d chenfarm Nahalal Naturalspenden entgegenzunehmen. — Akademischer Landesverband. Morgen, 7 Uhr abends, 2. Bez., Taborstraße 20 a, diesjährige ordentliche Generalversammlung. - Jüdische Kriegsbeschädigte, 2. Bez., Obere Donaustraße 65/4. Sonntag, 9 Uhr vormittag», Generalversammlung im Verbandslokal. Mitgliedsbuch nutbringen. — JÜdischeTischgesellschqft Innere Stadt. Morgen, 8 Uhr abends, im Cafe Siller, 1. Bez., Schwedenplatz (Mezzanin), Vortrag des Herrn Dir. Siegftied A l t m a » n über «Jüdische Blindenfürsorge". Gäste willkommen. - Erster Zug des jüdischen Wanderbundes Blau-Weiß. Morgen, 7 Uhr abends, im Hotel Post, 1. Bez., Fleischmarkt 24, Akademie, bei der unter anderen Konzertmeister Z i m b l e r mitwirkt. * Herr Leib A a n» e r» Chaluz Misrachi, für den dringende Post aus Erez Israel erliegt, möge sich Lei Zeire MiSrachi, 2. Bez., Praterstraße 43, melden. Frage des yevadeKi rat-astrchchalen Mangels an Kopfhövern auf dem österreichischen Markte bildete. Der Vorsitzende wies darauf hm, daß bei der rapiden Entwicklung, die die 9fobto6e« Wogung genommen habe — bei der letzten Zähluing hätte sich, dem Bernehmen nach, bereits bk Zahl von 4ßD00 Abonnenten evgeihen —, die inländische LÄetzhimindustvie dem Kedarf an Kopfhörern nicht Nachkommen konnte. Die BersMnmilmrg faßte den Beschluß, mit den Kopjhörerfakrvken wegen stärkerer Belieferung in Bechandlungen KU tvüten, Koichgoidig aber mit aller Energie Kr die Eowoiterrmg der Einfuhr von KopKürem einMtreten. * Das Wetter. Es ist vorwiegend trübes Wetter ohne wesentliche Niederschläge bei anhaltendem Frost zu erwarten. * Ein Waggon Pornographie. Aus Paris wird 'berichtet: Die Polizei unternahm dieser Lage' eine Razzia in den Räumen der Buchhandlung Briffant ans obszöne Literatur. Bei dieser Razzia wurden nicht weniger als 10.000 Kilogramm Bücher und Mappen pornographischen Jichalts beschlagnahmt und aus zw.ii Lastautos fovtgeführt. Die Buchhandlung beteich, wie an Hand der KorvchPondeirzen festgesteltt wurde, einen schtounghasten Handel mit obszönen Wellen nach sämtlichen europäischen Ländern, England mild den Bereinigten Staaten. * Der Umgang des Berliner Fremdenpolizeileiters. Der Leiter der Berliner FremdenpoliKei. Regierungsrat Bartels, ist, wie ans Berlin b.rickM wird, unter dem Verdacht der B estech u ng verhaftet worden. Es honldelt sich dalhei um die von dem ss'merzeit vechasteten Russen Michael H o l z an a >n n verüibten Verbrechen. Die Unl>evs'uch>ung ergnb, daß HolMann in Beziehungen zu Bartels gestanden ist. Holtmann,, deo^als vussiisch.'r Zivelgeneral anfgetreteu war, hatte zahlreiche BetrnMreien und Erpressungen verübt. Die Untersuchung in der Augelogeirhett des verhasteten Negievungsrotes Bartels hat weiter ergälEN, daß er mit Holzmann wiederholt die elegaiuti;i)ten und teuersten Berliner Bergnügungsstätten anfgesucht hatte. Holzmanu hat Bartels dadurch kompromittiert, daß^ er, als der'Ganevaldirektor eines Bankhauses ihm mit Strasanzetge wegen verschiedener Betrügereien drohte, diesem mit seinen guten Beziehungen zum Lener der Berliner Fvemdenpolizei. Bartels, drohte. * Der Jeritza-Kah» kandidiert als Bstrgermekster von New-Aork. Blättermet-dunpen zufolr« ist d'r bekannte Finanzier Otto H. Kahn ein aussichtsvoller Bewerber um den Posten eines Bürgermeisters von New-Bork bei den kommenden Wahlen für dieses Amt. RadioprogLamm für heute; 11 Kitz 1 Uhr t Matinee der Künstlerkapelle Silving. — 4 bis 5 Mr : Künstlerkapelle Silving r Snvpä; ^Pique-Dame*. Ouvertüre; Strauß r Juristenballtänze; Mokrey: Maienzauber, Gavotte; Frhdan: Süßes Lumperl; Urback: Gounodiana; Silving r Vagautenlied; Kämpfner: Reizende Blondine. Von 6 Uhr bis 7 Uhr 15 Min. Kliiich: Heitere Dichtungen. 8 Uhr: Opernabend t Fragmente aus .Traviata" von Verdi. Mhue und Knust. Paul Wegener gestaltet jetzt in den Kammerspielen einen Krastkerl, der über alle Qualitäten verfügt, die von Frauen heiß begehrt werden (Stiernacken, Brutalität, Reichtum, Erfolg), und den gleichwohl die hündisch geliebte Gattin physisch so verabscheut, daß sie in die Arme eines anderen flüchtet. In flagranti ertappt, wird sie von der Gattin des Ehebrechers erschojsen. Der gehörnte Riese billigt die Bluttat. Jene Dame habe nur getan, was ansonsten er getan hätte. Aber er kann den Verlust nicht verwinden, bis nach Monaten eine Dirne mit nicht geringerem Ekel vor ihm flüchtet als die unvergessene tote Frau. Weil er sich — jetzt erfährt er, woran eS liegt — in Liebesnächten wie ein wildes, böses Tier gebärdet. Das Mädchen, das in diesem Falle den Professor Freud ersetzt, heilt ihn mit diesem Geständnis; die unglückliche Gattin sieht er jetzt als Heilige. Dafür aber, ein Kraftkerl bleibt Kraftkerl, erwürgt er die Frau, die sie niederstreckte. Das Stück heißt nach der Ehebrecherin, die niemals die Szene betritt, „Jaqueline" und ist von Sascha Guitry nach einer Novelle von Henri Duvernois gearbeitet. Es ist teils psychologisch interessant, teils dramatisch überaus effektvoll, teils bemerkenswert echt, teils bemerkenswert kitschig, und es ist vor allem ein Anlaß für Wegener, an dieser Rolle seine eminente Kunst zu üben. Verhaltenheit ungestillten Verlangens, das das Herz zerfrißt, furchtbare Bangigkeit des Erwartens der Geliebten, mit steinharter Gesichtsmaske verdeckt und dem Publikum dennoch bezwingend mitgeteilt, daß der Atem stockt, Qual der Geschlechtsnot, allmähliche Steigerung des Hasses gegen die Mörderin bis zur Naftzrei — dies alles wird mit den lautersten, also sparsamsten Mitteln so außerordentlich gemimt» wie es nur Wegener vermag. Der seine Eugen Jensen, die vornehme Alice Lach und eine überaus innige, junge Künstlerin, Grete Schröder, die aus einer berufsmäßigen Dirne eine Königin des Leidens niacht, sowie Maria E i § haben an dem Erfolg des Abends Anteil. _ O. A. Aus den Theatern. B u r g t h e a t e r. Morgen, 7 Uhr, „H e r o d e S und M a r t a m tt e . A k ade mi e th eater. Morgen, Vs8 Uhr. ,D ie Maus". Volksoper. Heute „Margarete" (FaustV Morgen „T a n n h ä u s t x". Sonntag wird Pietro M a s c a g 'n i seine erfolgreickße Oper ..Cavalleria r u st i e a n a" dirigieren. In dieser Aufführung gastiert der italienische Bariton Borghese. Deutsches Volkstheater. Gegenivärtig wirb F N l d a 8 Lustspiel „Die Z w i l l i n g S s ch w e st e r" mit Leopoldine Konstantin, Jakob F e l d h a m m e r und HanS Ziegler in den Hauptrollen vorbereitet. Raimund-Theater. Heute. VoS Ubr abends, österreichische Uraufführung von PirandelloS Koniödie „S o i ir es . . . ist e S so?" Morgen. */*8 Uhr abends, „D a? Kamel geht durch das Nadelöhr". Die Wedskind-Premiere ist für Samstag angesetzt. K o m ö b i e n h a u 8 (E x l - B ü h n e). Heute. V,8 Uhr, Uraufführung von „Schatten der Liebe" (fünf Bilder vom Kreuzweg der Mutterschaft) von Iyh. F e r ch. In der N e n e n W i e n e r B ü h n e wird Freitag und SamStag Paul Wegener als Abschluß seines diesmalige'.^ Wiener Gastspieles den Holofernes in Hebbels „I u d i t ü" spielen. Es ist der Direktion gelungen. Frau Maria Fein für diese beiden Abende als Darstellerin der Judith zu gewinnen. .Lustspieltheater. Heute zum ersten Male ,.D i e kleine Heilige" von Raoul Ernst Weiß mit Charloite A n d e r als Gast. Jüdischer Liederabend. Eime BevamstaltuM des Keren Kasemetih veDmititelte die Bekanntschalst mit eiweim vort-refslichen indischen KiI'msÄer. Jaikob Lehr mumm siwgt mdilsche BÄkslvcher mit solmor Jnmisykeilt, humorvoller Pointievunn und — wo es das Lied eüheischt — so srischütternd, daß das PwAibuim hin,griffen wurde. Die MZwaW der Lieder «und ihre Reihung erwies den guten Geichmack des Sängers, der über eine schöne, amsdruckAvollL Stimme vschügt. Der Abend, am wÄchem da8 H a k o a h - Q >n a r t e t t er,Ivl.Melch mi>!>wwkte. hiwterließ den sesten Eindvrrck. Eine Nrcmfsührung in Baden. AuS Baden bei Men wild ums lberiichaSt: Vor einigen Taigen fand am hiiesi^en Sbgdtcheater die Uvaimffüihmimg für Oosterwich der Opcwite ,Menn Lielbe erwacht" von Hermann Haller und Rideanms, Musik von Gbnard Künecke. statt. Die Handiumg ist n>a>ch dem Schönchamschrn. ÄnMiiell ,-Renaiissanoe" Erde stet. Das Wer? evz'Me einen durMchlaigenden Erifolg. Nciben dom n'nisikÄi'schen Leiter MnisiMrekivr KM Wiesmann u>nd Regisseur WoVf wiwden die Haniptdarsteller Fränlleim Tocruner, Fränilem Uhde, Direktor HnMlima.nn, Hans Weiß, Karl GötÄer, Fräai- Jieiin Haßmann, Walla unid Paitaky nach allen Aktschlüssen stürmisch gerufen. Ein Rothschild-Neater in Daris. Wie ans Paris gemeldet wird, arricht et Henry Rothschild ein neues Dboater, dessen Zukunft woW schon durch den Begnünder gasicherit ist. Die Bnihne wird m$ vier Etaigen destchen, deren jede wie ci'n FehnstuHl bewegt -werden ka-M. Für vier Akte kömren Mo die DestmtdioniLn aleichwitig aufgsbauit werden. .Henry R-olUchild hat 'bereits einige Theaterstücke verfaßt, die Enfoll>g haitten. Er fchemt sich, wre Henry Bevnftein. eine Bühne'für die Anisifühvung der eigenen Werke schaffen M wollen. ,Dex CeVovirtuose Pros. Josef Preß gestorben. I.n R 'chester in AmeviSa starb Var Orrzem in noch vcrlhWn'iÄnämg innigen Jahren der Gellovirtnofe Pvo,f. Jo>sef Preß. Der B erstorbene ftamlm-te a>u8 Rußland, war Msolivenit des k-a-i!scnli'b>7n Koniservatoviums m Peterslbung und stieg in feinier Kunst rasch auswärts, so daß sMst die'strenAen KritKer ihn seinem Lehrer Dawidow und Catp-ls an Bedeutung gtleichstMsn. Besonders in de« AuSfAhrung -der Werke ailter itiüllüenÄscher Meister war er umerreicht, was um so höher emgeschätzt wurde, alls er auf diesem Gebiete feitte B-oribilder hatte. Wie hoch Preß als Künstler und Pädagog schon im alten Z-arenreill) gewerte-t wurde. >aeht dawaus 'hervor, daß er, obglseich Jude, MM ordetttlichien Professor am PeterSlbunger KonsorvaSovium mit allen den mit diaser Stelle verbundenen Rechten und Vorrechten ernannt wurde. Seine VorMtt>aer in dieser Professttr waren Dawidow und VenWiilowi'ttsch. Nach deim Zn!sa>mmen>bvu«ch dies Zavenitnms verließ Preß wie viele andere Wilsche Intellektuelle Rußland und ging nach Amerika, wo er vom U-n'wersitätSkonservaltariium Von Rochester zum Pvosessor für Cello destellt wurde. Gerichtsfaal. Zottl. der Zefraudant Der ehemalige städtische Obevkontrollor Karl Z o t t l hatte fich gestern, lode berichtet, vor einen: Schöffengerichte wegen Betruges zu vera-ntworien, durch den er namentlich den Holländer Theodor Moormann nw mehr als eine Milliarde geschädigt hat. Nach Verlesung der AnNageschrift erklärt Zottl: Im Sinne der Anklage bin ich wich t schuldig. Es handolt sich bloß um ein zivilrechtliches VerWtnis. Was in der Anklage sieh!, ist zum Teil richtig, aber ich habe nichts Strafbares begange:^. . Staat 8 anw.: Sie haben im Oktober 1923 nach den: Ausgleich etlvo hundert Millionen Kronen l>ezMt. Woher war das Gold? — An ge kl.: Aus meinem Verdienst. Es ist ganz unrichtig, daß diese hundert Millionen aus dem ßKIde des Moormann stammten. Der Angeklagte erzählt, mit Lebensmittsllhaitdel häbe er dann große Summen verdient. Er habe, als er heiratete, eine Mitgift von 60.000 Gulden erhalten und damals ein Haus in Langenzersdori boiessen. Er befand sich also in guten BermögensvechAtuissen. lieber Befragen des Staatsanwaltes gibt der Angeklagte noch an, daß er zwei Töchter habe, die sich für die Kunst ausbildon. Die eine sei Sängerin, die andere Schauspielerin. Präs.: Wann sind Sie mit dem Herrn Moovmann zusammengekommen? — Angekl.: Ich gehe auf dcu Trabrennplatz lediglich des Sportes ive-yen. Und da habe ich Moormann gesehen, der schr augenisälliip ist, Noch mchr seine Frau wegen Mode-Schotten 140 T&n. W V irr »j.uadler<5avsb *ä

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