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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-09 · Heft 2057 (9.11.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2057 (9.11.1924)
Date
1924-11-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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&ttt 4 Men, Sonniag Wiener Morgenzeitung. 9. November 1924 Nr. LV57 ras MUkllrd der SionMlche» Wkuttvr M. Scheinen in Äicago tödlich verungiM, New'Aork, 4. November. (I. T. A.) Am. 3. L. ist der bekanrÄ« Zion ist Dr M. Scheinkin bei ein« m L traßenbahnznijammeirstoß in Chica go nm8 Lvben gokommon. Ter Zufomwenstoß erforderte 10 TddeS. «pf-rr; 31 Fahrgäste erlckton Bmletzungrn. Dr. Schem-kinS Leichnam wird rvach Palästina zur Bestattung überfühv-t werden. - * Menachem Mendel Scheinlin hatte bereits -in ' täriter Jugend lebhaf-ton ArrwÄ an der choMewezimiisttifchen Bow-rgun-g genommen. Als Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Balte (Podol'»en> enkMete er. ein« großzügige Propagmtda für den Gedanken dvr DdAfchen RenÄstancebewegung. Nach knryer Z6i.t verliietz e: jedoch «seinen Rabbmevpclsten wnfc widmete sich -dem Lehrdr-beruf. Gr ' begründete de ersten lnodornen hebrMchen Schulen in Padolirn. Als DerirMensmann des Odessaer Komitees zur Fördornmg der si'chif'chen Kostnilaüon in PaMm« bcgab ' er sich in den Nsungiger« sahreMrach Erez 'Israel, wo' er für größere Gruppen russischer Juden Boden ankauft«. Aach, seiner-Rückkehr <m4 Gretz Israel nach Rußland bereiste «r das jüdische SiMmtzögsbiiet rmd propagierte den Gedanken-der jüdischen Kolo^lsation m Palästina. Er orMriisierte -auch' größere Gruppen, die dann unter fckner Führinivg sich, nach Palästina begaben und Boden ankau-sttzn. Seiiner Initiative verdanken auch zahlreiche Züdißche. K-lomiie« ih.r. Gntstehen. Tie setzten Jahre verbrachte SchemV'm in Palästina, wo er. zahlrviche Gv^l8schaft>en, für- Bodeneiwerdbegründete und littet«. Besonders erfolgseich war ferm Tädrgkeiit «n der- Gesellschaft Geulah, dcmL deren Bemühungen größere Boden» slvchrn durch Juden angekauift wurdet,. Rach KtirgSauSbrnch reiste er mehrmals nach Amevika, wo er in den jüdischen Zentren für den Wi«der«usixm Erez Israels Propaganda mochte und Gesellschaften zmn Erwerb von Grund und Boden begründete. In den Jahren 1919 bis 1922 stand er an der Spitze des Jmmigr.ast-io'nSd.epairtrmEntS in Grez Israel und hatte auf diesem Gebiete bcdon^tsnde.Erfolge zu verzeichnen. Seinen Bemühungen gelang -es auch, die j übif chsn Handwerker in.. Erch JsraÄ zu orgÄriSsieren und K-redrtgö'ellschaften für diche zu begründen. Nach dem 13. Kongreß ging Schsimk-m odermÄs noch AMeirika, wo er für die P. L. D. C. tätig war. Sein plötzliches Hmscheideni bsderrtst den Verlust einer hsngebe-ndsn ausgezeichneten Kraft, die am Ausbau dejüdischen Palästina herborrogenden AnteÄ hatte. St« «euerSchaelliMtrweltrekord. sratzHisch«« Meger. . M8 Paris wird lWs"gtzmd8»t:.Der fvowMische Wegor Donn-et hat den SchneillLgreitsweilLreikord deS französischen WiegevS Leeomie, der 376 Kilometer in der Stunde betrug, gerschbagen und eviven neuen Weltrekord von 389,8 KAometer in der Sdurdr ausgestellt. , preisen, daß jeder auf seinem Felde, jeder unter seinem Weinstock Herde wohnen und herrschen können, und daß jeher auch die Frucht seiner eigenen Arbeit genießen werde. Sieh' die Berglehnen, die noch vor wenigen Tagen in geisterhaften Farben der Baume sich abhoben. Gelb und rot zeichneten sich die Blätter ab, wie die fahlen Gesichter und die hektisch roten Wangen des langsam ster Lenden Greises. Ein Murmwind trug diese Blätter davon und heute siehst du die Baume alle gleich an Farbe, alle braun und dürr wie.der Boden unter ihnen. Eine beängstigende Gleichheit herrscht unter ihnen. Ich liebe den Herbst ... . ,. „Was willst du mit diesem Gleichnis sagen, Perez? früg Elias seinen Freund, dessen Worten er mit Liebe und -Ehrfurcht gelauscht, hatte. „Fühlst du es nicht heraus, Elias? Siehst du nicht, daß es in der Natur um die-Gleichheit genau so bestellt ist, wie bei den Menschen. Wenn sie jung sind,, wenn der Frühling kommt und der Sommer ins Land zieht, da drängt und stürmte es zur .Ungleichheit. Jedes Bäumchen, jedes Gräschen sucht sich, zu entfalten und den Nachbar zu verdrängen. Ich glaube fast, , daß die. Menschen diesen Drang zur Ungleichheit der Natur abgelauscht haben Deshalb, begannen sie den Boden in kleine Parzellen und große Tafeln zu teilen. Auch die Menschen sind im Früh ling ihres Lebens, in der Zeit des Sturme- und des Dranges nur darauf bedacht, dem anderen ungleich zu sein, indem jeder den anderen überflügeln will. Der Gleichheitstrieb meldet sich erst, wenn der Herbststurm kommt. Ueber die Felder, die Bäume und über die Menschen. Wenn der Sinn für Farben verloren geht, wenn die Kraft schwindet, sich zu recken/ zu schmiickcn und auf zufallen. Ich möchte im Herbst ein Fest der Gleichheit feiern." „Was du da sagst, ist ja ein Lobgesang aus den Tod" unterbrach Elias seinen Freund. ' „Du magst Recht habem Ich habe auch heute im Be'th-Hawidrasch unseren Rabbi bloß vor Augen führen wollen, daß der Mensch nicht nach dem. Ebenbilde Gottes geschaffen sein könne. Es ist ein schwerdrückender Gedanke, daß die Gleichheit nur durch den Tod TcWr® werden kann ..." Aus Basel wird uns geschrieben: Auf Einladung der Akade-m-llerinnenverei-nigung Basel sprach sttz-t>en Donnerstag in der Aula des Museums Fräulein Dr. Woker, Professor an der IlnivrirUät Bern, über „Mißbrauch der Wissenschaft zu drstrwktöven Zwecken". Fräulein Tr. Woker hu! als ChemiMvr-in Wesen wrtb Wirkung der im. Weltkrieg veyurn-detin« und in all» -allsten neuen Kriegen zu gcbr-Mchcn.Vrn Giftgase st-ud?Lrst und ÄS Frau prolestMt sie mi:t aller En>origie gegen' comc solche Waste, durch welcher auchdie -ZwMevA:kvr.MH vom SÄGLug zum Greis bedvoht wirid. . Die ersten giftigen Gase (Chlor und Bwm) sind von der deutschen Heeresleitung wenige Wochen nach Kriogsoiusbrnch au der russischen Front auSpvabiievt worden. Eiino Acrzün schildert die Wirümy scn!>zen-. dermaßrw: „Schon vor donr.Eingang des Lazaretts. l-a,g>m Tolle und ©tacfoettibc mit -blEN, - gednnse-nen Ge-sichliern, Blut quoll auS Mlnd und Nl.'se, und aus den Diiagen, in den SRen, üborM LaSseM Mauewevreger.'de Bild. Aorzte.und W>e>g>eper.s>ona!l stMidrn >m vöWiyrr äkvirstern>a<r>on »erev-as vinbek-1'nni.snr gegenüibe-r. Dann kam die Anlstlärunig. Es foligte Gasanlgrif.f ans Gasaugrsst. Die Dewostenen stmiben zu.Humdev.'en. urvler gräßlichen -D.ualen." Bald darauf, in derzwÄten Schlacht van Apern. bekamen die Gegner DauHschlands auch a>n der Welsstvonl die erste WärSung der Gase zu spuren. Die Folge wa>r, -atz nun auch Pie Entente sich über die Haa>gor K-ondeMon hiMvegsetzt«. Man hat' die Franzosen darülxir verantwortlich machen wollen, - weill. -sie tranenerzeugende. .GaSg.raua.ten .stihrten.. Äbar abgesehen davon, daß diese.nicht.tödliche Wi>rk-u>da ha'belr, waren sie vm dom Mürz-1916'mrr von der Polvzvi ' im Kampf gegen Apachen nützt worden, was wein nicht wohl als BölterK>chtSbvuch bezeichnen darf. < . . - Der „Fluch der bösen Tat" Niob Ulicht aus. Die Gaswchnik schritt immer wriier fort and gegen Kriegsende hoben Wir schon eine Mruste-rkavte von Gistien urii den mM.ointdigsten Bezeichnwngen, wie „blaues Kreuz", „-grünes Kreuz". und „geilbeS Kreuz". Dieses Gas, «ine Ar»sen!vor>binldun>g, ist derart, daß ias noch tageilarrg an den Gogem'tänden hasten bleiibt. Es reißt die gange Haut in Fetzen, je gatten: die Hu.n>t, desto wschM und M sind Dr. HoTlbauers Entfettungstabletten von bester Wirkung,. angenehmem Geschmack, vollständig antchSdlieh. Die Tabletten stellen eine schlanke, gtaziöte Figur her, ohne Diätzwang oder Aenderung.def Lebensweise, prompte Gewichisabnahmen ’ Kslse Schilddrüse { ' Kbin Abfährmittei! Depot: Apotheke „xum römischen Kaiser'1 , Wt«nt h WoiUeile Nr. 13 S» der verbotenen Stadt. Besuch beim Kaiser von China. \ Der überraschende Szenenwechsel in dem undurchsichtigen Drama der chinesischen Wirren, der sich soeben in Peking vollzogen hat, und der den in der verbotenen Stadt gefangenen jungen Kaiser Hsüang-Tuug mit neuen schweren Gefahren bedroht, gibt der folgenden Schilderung der verbotenen Stadt in Peking den Reiz besonderer Aktualität. Die Schilderung stammt aus der Feder von Fräulein Leonekel Jacobs, einer amerikanischen Pvrträrmalcrin, die von einer langjährigen chinesischen Reise jetzt nach Amerika zurückgekehrt ist, einer Reise, die chr nicht nur Gelegenheit gab, die verbotene Stadt eingehend zu besichtigen, sondern ihr auch die. persönliche Bekmuttsch.aft des jungen Kaisers der 5kaiscrin und der kaiserlichen Familie vermittelte, die seit hem Jahre 1912 nach der Abdankung der Mandschu-Dynaftie inweltabgeschiedener Einsamkeit gehalten wird. Fräulein Jacobs hatte Frau Wellington K o o, als diese mit ihren: Gatten, den: derzeitigen chinesischen Außenmimster in Washington weilte, gemalt. Sie ahnte nicht, daß dieses Bild der magische Schlüstel werden sollte, der ihr in China, Tore öffnen .würde, die^ vor'ihr noch kein Amerikaner durchschritten hatte, und daß er ihr Zutritt zu den: Palast in der v e r b o t e u e n S t ä d't verschaffen' würde, tvö sie mit der kaiserlichen Familie verkehrte und mit eigenen Augen die „Perlen-Konkubine" in all ihrem orientalischen Glanz bewundern konnte. Als sie ihr Porträt Frau Koo überreichte, riet diese ihr dringend, :hre beabsichtigte Reise nach den Philippinen auf China nuszuvehnen, und sie versprach ihr gleichzeittg Empfehlungsbriefe, die es ihr ermöglichen würden, Stätten zu sehen, die bisher den Europäern unzugänglich gewesen waren. So kam sie in die verbotene Stadt in Peking, wp-dervlunge Kaiser mit seiner Gemahlin und den Angehörigen ferner Familie von der Welt abgeschlossen lebt. Die kaiserliche Familie verfügt noch heute über e n o r m e Reicht:: m e r. Der junge Kaiser und seine Gemahlin werden auch in China heute noch als Gotthe'iren Vrrehrt; nur haben sie nichts mehr mit politischen oder Regierungsgeschäften zu tun. - Die Schwierigkeiten, die sich dem Besuch der verbotenen Stadt für den Frenwen in den Weg steilen, sind heute noch ungleich größer als unter den: alten Regime. Nachdem aber Miß Jacobs die Porträts einer Anzahl prvnunenter-Chinesen gemalt und unter' dem Protektorat deS Pc-lmger Instituts für künstlerischen Fortschritt eine Aue-- Mker-dk Wirkung, Kiitder müssen chm züerst -um Opfer fallen Ein als erster davon lbctr-offtner österreichischer Soldat st-ar>b daran mnorhM acht Ta-Mn nach schrecklichen OnL>l/:rv> Aber alles, 'wc>8 dm WeUkriog nma-sreu'liich'L's gdbown 'hach ist nichts im Vergleich zu dein, tnas die yl-m-ervkaner für ihm O's-f en s i ü e von 1919 i n p et to ---hatte n, Nicht mit De.ut'schlan>d, jcider Mensch muß sich.Mckliich. -MWt,.daß. der WchsenstilPand noch früh genu>g -deni gra-usMuen Sp'/'l ein Ende boreilele. Lvider halben a<>er . .. . . - . die Vereinigten Staaten ihre Rüiskvnsrn nicht -vingrstE, wie Fvl. Dr. Woker sich ans dev S^ndienreifr im letzten Frühjahre -WerM'Mn Idnnsiir, als sie >da- 100 Hökar bedeckende Arsenal von Gchewood. besuchte, dessen A'ttssührrrW 30 Millionen 'Dollar vemnschleiA! worden -ist. Trotz -der A'brüstu.ngs konferenz von Washiingt o n, welche di« Anwer.du'Ng von Gsttgastrr -von Eue-m nir>'>rrsaHt hat, wird dort ifvi'Wch Lmuifl-oS faibr-i^iert und eAperinreniiert. - Nou 0'U's «dem Geibiet sind die Geschosse miiit tvoißvm Phosphor, . welche teoi-'.i: Gebiete in -uMfchbare FImmMMN-veM zn Verwandeln pevmögrn,-ferner das nach dom Mn>evWcmii.schen Chemiker Lewis (sprich Liuis) benamse Lewisit, das eine ve-rmchrt-e anrd verlbesscirtee Anistage d."s ertvahnkn ninheinllichen „ge-kbrn K>renz:s" «ist. Die DeMdeDUng und das Aibwerfen der Boinibeu, kann durch führerlose Aeroplane , boforgt wer,du:, die ma-n aus der Fcrne midivls eines A-p-parailes von.der Größe einer Schwi'bmcrschme dir-igieven kann. Die Miischungen solcher Gifte sind so raff'uüert/ daß die Gasmasken illu-forisch werdem Man mutz niesen oder brechen, uni) wenn man die Maske lüftet, den Mst emcvimen und daran ersticken. Ein Gntachten, das' dar Völkoribund zu dieser Frage a,b- MgLbsn hat, kl-in-Ft sel)-r zaghaft mrd wamg tber.uhign'.d. Um so c-mrgischer sollte -die öffentliche Meimmg aller Länder sich gvArn die Herstellu-N'g und Verwendung von G'.ftgcnstn a»uflchn>en. Mit einem Appell in diesem Sinne schloß die Vor-tra-geude ihre von allen Anwesen,den.mit.gespannter Aelf-mercksamke-rt angchörten -Ausführ.unigen. > .irr; in den Palast gedrungen, und das Kaiserpaar hatte sic mit einer Einladung beehrt. Die Eindrücke, die ihr dieser Besuch und die Besichtigung des Palastes und seiner Gärten vermittelte, gibt sie in ihrem Bericht anschaulich wieder. Die amerikanische Malerin beschreibt den Kaiser als einen harnrlosen, liebenswürdigen, dabei aber intelligenten jungen Mann von 18 Jahren. Sie begegnete ihm zum erstenmal.iru Pan des Palastes inmitten von bronzenen Mgetümcn, M.ing?Vasen,. so „schlank wie SotnnrerhattSchen", und anderen seltsam. schönen Kunstgegenstänüen,; die den Neid jedes Museums in der Welt erregen würden. Sie spazierte im Garten umher und war gerade im Gespräch mit der alten Mutter der Perlenkonknbine begriffen, als sie einen jungen Chinesen in reich gesticktem Gewand aus einem der Seitenpfade benwrkte, der sich angelegentlich mit einen: eleganten amerikanischen Fahrrad zu schaffen machte. 'Es wär der „Sohn des H:mn: e l s" in eigener Person, der an seinen: neuen Spielzeug eine kindische Freude , zu haben schien und emsig bemüht war, sich in der Kunst des Radfahrens zu üben. Die amerikanische Dame wurde ihn: vorgestellt und umchte bei der Vorstellung ihren schönsten Hofknix, den der höfliche junge Kaiser'in ritterlicher Form erwiderte. „Mein neues Fahrrad kommt aus Amerika", begann er .die Unter Haltung, „Sie kommen, wie ich höre, auch <ms Amerika. Viellc'- haben Sie die Güte, mein Rad ein-aal zu besteigen und zu probieren." Der junge Kaiser hatte ersichtlich bei seinen Versuchen schon wiederholte Un>älle erlitten, und er hoffte wohl, in jugendlichem Uebermut, daß die Anwrikänerin hei ihren: Versuch gleich böse Erfahrungen machen würde. Das schadenfrohe Lächeln, das ilm „seine Lippen spielte, bezeugte zur Genüge die Vorfreude, die amerikanische Dame zu Fall zu bringe!:. Diese Freude wurde indesserr enttäuscht; denn- Fraulein Jacobs war eine erprobte Radfahrerin, und wenn ihr auch ihre Röcke beim Besteigen des Rades hinderlich waren, so subr sie doch triunwhiu'end eine Reihe von Runden in: Kreis um den jungen Sohn des Hinmwls, der, begeistert über diese ihn: imponn-rende Geschicklichkeit, zum Zeichen des Lcifalls lebhaft in die Hände klatschte. Zer verwechselte Äaatrmwalt. Budapest, 8. November. Ter hiesige Strafgerichtshof hat heute den Wachmann Josef Toth, der vor einigen Monaten den nachts auf den: Heimwege begrissium Staatsanwalt Dr. Karacsenhi verhaftet und mißhandelt hat, zi: drei I a h r e n Z:t ch t h a u s verurteilt. Toth hatte sich damit verantwortet, daß Dr. Karacsenhi sinnlos betrunken gewesen sei lw.d ihn attackiert hätte. Polizeiarzt Dr. Tibor Gundhard, der in seinem Parere den Staatsanwalt ebenfalls als betrunken und nicht vernehnumgsfähig bezeichnet hatte, wurde im Lause der Verhandlung vom Gerichtsarzt Professor Dr. Minnich vollkornmen desavouiert. Er wurde wegen fahrlässiger Ausstellung eines falschen ZeugnisssS zu sechs Wochen Gefängnis veri:rtsilt. - (Bekanntlich glaubte der verurteilte Wachmann in dem Smatsanwalt einen Inden zu erkennen, weshalb er •i'Y.;v den " n, rr.v.i'. lur'.erhano verhaftest'.)

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