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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-04 · Heft 2052 (4.11.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2052 (4.11.1924)
Date
1924-11-04
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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'jrvt"' w» *v L mm i Men, Tckn R«s Wlsnev MovsenzeiLunH. 4. NovMVer 1924; m. 206® Sie schlechten gShne der Pharaonen. Ern Buch, das kürzlich die Engländer Dr. Elliot und Warven-Dowfon über die ägyptischen r 8R-K-m te-n veröfstnMcht haben, widmet ein Kapitel dem De- - si»«d der pa 4 hoso >gisch« mediz.inischen Unterisuchn«g der Mumien, der auch in Lmenkreisen Bej Achtung finden wird. Die Aer§te, die die, Mumien untersuch- > M, haben dabei in vielen Fällen die Krankheiten ssststellen ' Kimen, unter denen die Aelgt)pter gelitten hatten. Bemerkens-? viert ist daLei besonders, daß kein Fall von Ge. , schl e ch iS? r a nkh e i ten bei einer -Mumie festgestellt wer» iden konnte. Dagegen konnten bei den verschiedenen Perioden \«nge^rdenden Mumien zahlreiche Falle von BlasenIei-de.u j festgestellt werden. Man fand selbst an Mumien aus der Prä. 'dynastischen Zelt Stieme in der Blase, t Einer der intevessantesten Fälle ist aber der, der den s Nachweis echter Gicht führen ließ. Der Betreffende war ein Mann mittleren Alters mit langem, weißen Haupthaar und Bart, her, wie -festgestellt werden konnte, ein Mitglied der fremdländischen Christengemeinden war, die sich der dem . Tempel der Insel Philae angesiedelt hatten. Die Füße der Mumie, insbesondere aber die großen Zehen, zeigten die . charrkievistischen Mißbildunge-n, die die Gicht herdovüringi, in unzweideutiger Weife. Gicht war überhaupt die Lei den allen Aeghptern am meisten verbreit^ Krankheit. Männer und Framn haben offensichtlich schon vor der.historischen Zeit, an dieser DchnMationArankheit gelitten. Die Gicht kcmu^da» ^her als die älteste Krankheit der Menschheit gelten und man kann ohne Aebertrei-bung annehnren, daß selbst -in der prähistorischen Zeit kein Bewohner .Ägyptens von ihr verschont g^li eüen ist. ' Was nun die Pharaonen betrifft, so nnterliegl es nach dem Mnnriewbefund keinem Zweifel, daß sie bei Lebzeiten .anter entsetzlichen Zahnschmerzen zu leidenhatte«. Dieser Schluß rechtfertigt sich -durch die Narben von "Zahn ge schwüren, die an den Muntren der^ Könige festgestM worden sind und die rEmen lasten, daß sie von rasen» den Zahnschmerzen geplagt gewesen sein müssen. Das gilt insbesoiwere von Tutanchamens Vater, den KS-nig Amenopihw den Dritten^ der -sehr schlechte Zc^re gehabt haben muß. vaukeuknrch, ShnmachtsanfNe, Frauentr8nru> Nntev Voufrtz des ObeniliMridesMichtsVatzeS Ceckovic bq-ann gestew im MsglpichstMatzuing der Qeste.r«eilchffchen «Kcmsinünmschen Bank. Es kam zu, ZusaommnstShen- AvGchen den Wachlsuten und dem oirrlaHbegehoenden PrMiLum. In der Zwitschentzeit ihcWen sich ungsfähr tagend Einleger Md Gläubiger der Bank verstomanslit, die Eimtviff yr den Gaal Mberten, dar jedoch gu klein war, um die Laude, zsi fassen. Der Bericht desMusglmchsverwMsrs erfolgte umiter stürm lisch en 'Zwischenrufen der Bsvsommiluing, so daß sich der AarSiKeichSderwakter genötigt sich, von der Bevichierstattimyg Abstand Fu nehmen. Nnige FrauLn fieLo« t'nMhnmacht und -weinten baut «Md Mmnerben um ihr verlorenes Geld.' Bei BeÄesung der einzelnen SpeEnlationSkoM der ParwaiktungSräte und der Direktoren kam eS zu nWerlÄhrn SchmMszemn. Der MWeichSvarwaLter teilte mit, daß die Bcklanz pro 1933 falsch sei. Im Ausglsichsantrag wuicke eine S5proz«ntj,ge Quote angeboren, die in fünf Raten zu bsKeichen fft. Mitteilungen aus dem Publikum. Schirmständer BÄ®- I. Wipplingerstrasse Nr. 18 OTEL ESTAURA HOLLANDSTRASSE W Wien, U. Malzgasse 12 .(Uhter Aufsicht .der »Adass Jisroej“ Schiffechul) WocheÜabonnement für TT Mittagmahle, bestehend aus Suppe, Fleisch, Oetuiise, Mehlspeise, überdies an vier Tagen .der Woche Fleisch Prei^K 49 000 Ausgiebiges, schmackhaftes Espen im separierten Saale (1. Stock), Zugang durchs Haustor. Auf Wunsch werden auch Menüs verabreicht. — Freitag abends und Samstag mittags feiertagsmässiges Essen neues va« Mutz uud Matzku. Mutz kehrt zurück und stellt sich selbst. Die Firma Mu tz u. Mo tzka ist rwch in allgemeiner Er- Ärnevung. Die bsüden shomailigen Offiziere haben Ähren M-ienten für gutes Geld Watte und Eisen statzt InweLen verpfändet. WS die Sache aufkam, flohen sie. 0km Ist FMmch Mach nach akbentsueLchsn FahrAn von der FvemdenLsFirm wach Wim zurückgeckchrt rmd hat sich dem cknterfuchmMrichter ge» siestt. Er will vom erschwindelten Geld narr wenig gehM hoben. Eine Mällia-rde soll für die hohen Zächen und Schlepper- Provisionen achgebnaucht worden sein. Die Firma Mutz «. Ma-tzka aber ist gesprengt. MatzLa muß Ifmder «msaim ingend wo. m Afrika Äber die Dsvgä'NtzlnchLeÄi alles Irdffchen Nachdenken. Re Uutersuchung der Badener MuderttagMe. Nach einer Mi-tteitiung der Staat sanwaltschcht flt die U.ndevfuchurdg gegen die Schuldigen in der AngÄsgenhait dm Todesfälle im Dademer Kinderheim eiingeT'eiM. Die Mener- Nsustädter Staatsamwailitschaft hcrt eine Uarterfuchimg einigeke-itet, die vor vier Wochen begonnen hat, <Ho zu einem «Zeit- Pnarkt, als der traurige -Vorfall dar Wie-wsr OeifftuiitlichSeit noch nicht 'bekauavt war. Die tdntevjuchamig Dichtet sich vorläusig noch gegen unbekannte Täter,, weil die ver-antwoMchen Personen erst im weiteren Verlaufe den Mtersirchmvg festgchtellt werden können. Der Selbstmord des Stzmuafiastm. Der i^fährige 2-h. S., dessen ltrogischw Tod durch Dergiflnng tzsuvsldÄ mu.vde, hcrt durch Sprung vom Fenster -in die Diese geerÄsi. Außer seinem Ausschluß aus der Schule wogen . «nes Dis^Mnarvergehens soll der impulsive Junge auch mit feinem Vater heftig Auftritte gchabt haben. ' , - Wchen, L . Novembtt. * Eine Berichtigung. Herr Jakob Helivzer, Wien, 1. Betz., . Göls-dorsgasfe 7, schreibt uns: ,Hn -Ihrem geschätzten - Blatte vom 1. .November d. Nr. AM haben Sie <mgeKLWt, daß die qionistische Parterlert-ima einen gewissen ^«kob Helic-zer auS der . Zionistischen Organrs-a^on taten DiHiplip-avbWches ausgesschlossen hat. ohne jedoch eine ucchere Adresse cmgugeben. Ich, ersiiche daher, zu berichtigen, daß dieser Jakob Heliezrr mit nvdr nicht identisch ist, da ich organisierter Zionist bin und selbst-. verstaMich ßur Kultuswahl mff seiten der zionWchen Partejü sichen wÄde.'^ “ * Das Wetter. DSe> lkehten Lage brachten vme abnormal milde WittervMg. Die Mttagstempemturen erreichten , Lü Grad. Die Voranssarge kimdi-gt T emp er atu r rück-f al l Mrd Niederschläge an..,r * Professor Gerfunh. Gestern wurde der verstorbeove Dhirur-g Pvafessor Dr. Robert Gersuny im. Beiseinzchb reicher Vertreter, namentlich aus AerzteEm-isen, smf dem Ärvn da Her Friedhof bestatteit. ' * DK Vermißte«. Die ÄS vermißt gvmeldeiie SäfährHe Rofa Hornik ist wieder hsimgchehrt. — Seil dem 35. Sch« tmnber ist der »tzjährM Amtsdiener Karl H 5 r il e vermißt. Er hatte vor feinem Verschwinden eimn Zwist mit seimr Familie. * Ein Kmd von einem Motorradfahrer niedergestoßen Zm S. BeÄrk wurde gestern rnättags dre fünfjährige Anna Vaumaml beim Ueberifetzen des Fchrdarnmes von dem Motorra-d A11674 niederaestotzen. Sie erlitt nrchvfache Verletzungen und wurde von der Rattun-gsgrsellschaft m das SpÄol -gebracht. ' •* Die Lebensmüden. Gestern vormrtt-aas , wurde di^ MDhr^e HoASäehilsin" -Katharina 'R v ch ä n, Pratersträhe -in der mit, Leuchtgas erfüllten Wohnung, in Hrem ZrMMer im Wette liegend, bei geöffnetem .Gashähn Hot, ansiMMkiden.. Die- Ärs-clche der Ärt'.ist ü-NbÄannt. Am Tische lag ein MschiMbri«, Die Fewsterputzersgattin Rosa H. wollte gestern ihre Wo, mm in Brand sehen. Sie wurde von den Hcmsnachbarn davon gchindert und von der Rettu-ngsgosellschast mit Rücksicht darmff, daß sie offenbar Gift genommen hatte, m das Spital gebracht Die Ursache der Tat dnrste Geistesstörung gewesen som. * Novembererklärungen für Invaliden- und Mtweurrn« tenempsänqer. Wie alljährlich, st» haben auch heu-er im Lause des Monats November die Beicher von Kvidgsmvalbdenrenten, die in Hier Versorgung un-münidige Kinder halben^ und alle Kriegeüwitwen «inen arntlich bestätigten Nachweis ü-ber den Fammenstand an die IlwaMenenffchadiigmrgSkomnÄssüm abz,nsenden. Die Nichtbefolgu-ng dieser Bovschrrft zicht die Einstellung -der Bezüge nach sich. Vorgcdruckte Formmave, welche Porto sreihert genießen, sind erhältlich im Sekretariat des Landesverbandes Men der Krie-gSmvaliden, 7. Bez., Lerchenfelderstraße 1, unid in allen Ortsgruppen u-nd Sektionen» dieses Verbandes. * Elfte österreichische Klaffenlotterie. Bei der gestern abgehaltenen Ziehung des elften Tages der fünften Klaffe gewannen: je 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 42, 91.774; je 4 Millionen Kronen die Lose Nr. 21.345, 36.670, 64.028, 80,345 und 87.158 ♦ je 3 Millionen Kronen die Loft Nr. . 35.785, 46.281, 49.287, 52.774, 88.785, 69.649 und 95.158: je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 800, 20.787, 29.767, 59.237, 60.414, 71.774, 73.896, 90.774 und 94.428;. außerdem wurden 1977 Gewinne zwischen 1 Million und 500.000 Kronen auSgelost. .__, Sretturr gibt nach. Dir -onyeöünipi-flte EvmäßigMvg der LüMark-sits>MsiaIbe für Lhvaisr, denen» w,irt-j<has-t>!iche Wsrhciiltnisse eine Berücksichtigu-ny «ÄS «wgomesssn erschöiwen laffert, worden 1^0«' IWaächsdA -Zerit von den maßgebenden Körlperschcsswn der Gomsirche üsschlosien werden. Mer Sprschcheater wind autf 6 v. H., Mr aadewe Bhe-ater, soweit sic nach fallweissr Prüfung be-^ün- Mgt wenden, auhf AI v. H. v«v Der BegirkSrWtt .erMrte stch.Mp.. nicht /Mtändkg wreS die An-M-eamhsit, da es sich ü-m eine öffentliche Derlemn>dun.g hanidett, vor deü 'GorichtSho'f. ' * Eine hundertjährige jüdische Frau. Frau Jonas Gott- > chalk in Bauchen bei GerleMrchen feierte am 24. Oktober chren-hundertsten'Geburtstag. A-uS diesem Anlaß wuch« ihr van der StM Bauchen ein Fackelzug mit Sdrenade dargebracht. Außerdem wurde zu Ehren der greisen Jubibarm ein. Konzert mit Mtball arrangiert. Fvau GottschaM erfreut sich der besten Gos-unthSi-t und hmt alle jüdischen Fasttage. * Äebertrktte zum Judentum. Wie I. T. A. aus- Warschau -berichtet, ist dort am 29. Oktober der Maler Jswstasi Nielnieß.ek znm Judentum ü-beraetreten. — Das „Lodzer. DägMatt" erzählt die Mgende Geschichtet Im kleinen Bothaus Nbwomjeskagasse zu Lodz erschien an ein-sm der letzten Abende ein junger Mann ünd' vat' um.die Erlaubnis, hier Ms' An-' dacht verrichten zu dürfen. Dem SMagoaenvorst-oher erzählte'» er: Er sei-M ein-em Städtchen des ffchechffchen Teiles Schlcswus geboren. Ms er noch ckn kl-eines Kmd war, starben chm Vater und Mütter Mtereinander Weg. Eine benachbarte deutsche Fa. nrllie übevgab ihn ein-em Klafter M Czeozin, wo er in den chMUchen!.-Dogmen erzo-^n - worden war. Man besUoß, Hn dem geMchen Stande widmen. .Erst später Muhr er, daß er von jüdffchen Eltern äbstamme. Nach langem Kampf, ent-., 'chloß er sich, crüS dem Kloster Wflüchten .und nach Polen' zu gehen. Evst hier lernte er das jMsche Leben kennen, von'dem ex.bis-jetzt keime Wiumg.gchalbt hat. Einige ougeschene Ächzer Bjtvger. sowie ein orchodvMr Deputierter nahmen sich des jun-- gen ManneS an. Me stellten fest, daß feine ErzMungen auf Wahrheit beruhen. Er beKeidet jetzt m StauiSlan (Gallizien) eimn Posten in einem angesehenen jüdischeil Hause. * Die-zeh« populärsten Juden in Eutzland. Eine Loiidoner , ir Zeitung ließ chre Leser darüber ahstimmen, welche jüdischen Persönlichkeiten sin öffentlichen Leben in England heute die volkstümlichsten sind. Die Enquete ergab nach' dpi abgegebenen Stimmen dir folgenden zehn Namen: Dr. Wetzmann, Nachum Sickolow, Morris Meyer, Großrabbiner von England. Dr. Herz,. Dr. Jochelmann, Israel Zangwil, Sir Mfted Mond', Otto Schlsff Ehacham Dr. M. Gaster und Lord RothschW. ' ' - ... * Die Wahaibitensind der Honia von Taif. Nch-at allge« «teüfte VevWnnldelvuNg erregt, daß der Vormarsch der Wahabiten lu-nter. der Fühmng' ihves 'kriegstüchtigen Sarltans I b n S.a u d nach her- Erolbemn-g der Fvuchtgärtai: von Taff 50 Meißen von Mokka MN Stillistand gekommen sit. Evst jetzt wird bÄanmt, daß für die' Stockung des Vormarsches ärmere Gründ e als millrtärijsche maßgebend gewesen sind, die Möglicherweise den ganzen Krim Hum Scheitern bringen werden, ähnlich, wie das schon den, SW-norscharen Tenophons tm Mevtmn passierte. Den Wüstenkriegern wcrr der Fvnchtrvichtum von Taff ungewohnt, -und nach den langen Strapazen' bekamen ihnen die dort MlsigestapÄten Früchte.'vor allem der Honi-g. so schlecht, daß -eine Rnhrepidemie.'ansgäbrochen ist, die sich zu einer Gholerach-idemte ausgÄvir-kt ihaben soll. DaMNter leiden nicht nur die Menschen, sondern auch die Dromedare, von. denen der;€hiÜftom Jlbn Sand 4000 Stück. wit sich, fühtt. > ' * DäS verräterische Käsepcipier. Aus Budapest wird mrS gemeildet: Die'- Stöbt beschäftigt eitte sMame Geschichte. Ein junger Ehemann sing aoends von seiner Avbeit heim.' UnterwvaS kaufte er noch -ein Stück Käse, düs ihm, in MaknlatiurPäPrer «inaeschlagen, übergeben wurde. Vergnügt setzte er sich tzum AbeMrsch und sagte nach dom Speisen zn semer Frau: i,,Ich dachte an dich. Ich weiß, du liebst Käse, und so -habe ich dir welchen mitgebracht." Damit übergab er ihr das kleme Paket. Während die-simrÄ'' Frau den OHe anrichtetef beschäftigte sich der Gatte mechaniisch mit der MÄkulatürhülle und gewahrte daraus plötzlich näherem Züschen, erwies sich das Papier als Anfnahmsbogen einer.,GebnÄMiE Dir Mann' sprach darüber nichts:' Am nächsten Dag begab sr 'sich' auf die Klinik, ließ - nachschl-agen und er- - mittälte, daß feine Fran ein - Jahr vor dtt Heirat-zwei Jungen daS Leon, geschenkt hatte. Worauf er jetzt die Scheidung einletten ließ., * Die Totenstadt von Sidon. In der letzten Sitzuna der «r Aoademie des JnscriptionS et Belles-IettreS berichtete irollenud zulammen-fiass-vnd Über die archäologischen Arbeiten, hie von fvan-ösischer Seite in den Mandatsgebieten deS nahen Ostens während der Jahre 1923-1924 vorgenommen worden/sind. Mls besonders wichtig wuÄen die wahrend der letzten Monat« gemachten Entdeckungen in der Nekropole von Kafr-Dscherva, osüich deS alten Sidon, bezeichnet. Die Totenftadt, die ebenso wie jene von BybloS dem zweiten Jahrtausend v. Ehr. awgehört, ist im mittleren Phöntzien einzig m ihrer Art. Man fand dort zahlreiche phönizische Töpfewen. Waffen und Geräte ans Bronze, ans Aegypten stammende Alavostervvsen undblaue Fayencen, babylonische Siegelzylinder^ eine goldene Rosette in tretffchem Stil und vieileS andere. ' * Wegen Abreise z« vergeben. In einer, norwvgffchen Zeitung stand fobgende Anzvi>ge: „Da ich demnächst nach Amerika reffe, um meine Stellung dort anMireten, und, da, meine Bra-ut nicht mMommen will, wrvd -auf dressm Woge an-ständvger, wohl-, Haibender Mmm gesucht, der sich mit ihr verheiraten will. Sie tzst W Jahre atlt, Mond und sehr >hiUch, hat den besten Ruf, -und tm Memeres Vermögen." Möhr «kann man Lamm von einem abreffenden.Bräutigam verlangen. „ Kleine ßhronik. * Hons Herzls Erleuchtung. Im August hatte, wie wir damals ausjiMlich dichteten, Hans Herz! in Wien die Taufe gonommew Er trat «damals zum angWcm-ffchen Glauben über u-nd roiste dann nach London ab. Dort ist er am Sonntag den 19. Oktcber in die vömisch->katholffche -Kirche a-mgünommen worden. Die Zeremonie vollzog der Jesu-itenpater Dah, eines .der vovnchmsten Mitglieder der ,M'zbrudevlchast für die Bekehrung Israels", der in Wien der.Donrmiranerpater Schlesinger angehört. Die Taust tourdL in der Kirche „Uwserer lieben Frau von Zion" vollzogen; die Auswahl gerade' dieser 'Kirche fft entweder im Gefühl des Triumphes oder der vollendetsten Geschmacklosigkeit ersolgt, beweist «ver ans alle Fälle, daß die Erleuchtung Hans Herzls sich mit zauibeohasier Geschwinidigkeit entwichelt. . * Schwur und Gottesurteil. Aus Budapest wird unS lgefchrieben; Eine in -ihrer Art ganz außergewöhnliche Berieu-mdnngsMge gelansie kürzlichvor einem hiesigen Bezi.vksaericht zur Verhandlu-wg. Ein Budapester Kan-fln-nnn verfolgte siine junge Frau mit -geradezu -krankhafter 'Eistrsucht. UM den Wann, der sehr bigott fft zu «beruh vgen, lefftvde die Frau Men feierlichen Eid,a-u,f das Leben,«ihres einzigen Tochterchens, daß sie chren' Mann nie betvmen halbe und me betrügen wedde. Bckld ^darauf erkrankte das Kind. , Jede ärztliche Hilfe war vergebens. Las Kind stach. Das war süv -den Sfttotrt ei« litttrü-gkicher Beweis des Ehebrnchös und er ließ sich scheiden. Auf .Psm AraLstein, den er. demr Kinde weihte, standen sist Worte: ,Ich werde allabendlich zu dir Lmunren, mir abßuvechnen.''-Äe.l' dieser Abve!chüN7in wird, deine MnWe Vop her Strafe eai't werde«." Die sinf diese Weffe ddnt HstM'ichvN - Gerede pwiSgeyLbene Frau klagte 'auf BerlennrdniUjg und verlangte di« Entfernnwg d-vr Gw sie bchsidffMd«r «WchstWft. Radwprogramm für Heuler Heute Dienstag: 11 bis 1 Uhr j Matinee der Künstlerkapelle Silving, Pro«» gramm nach Ansage. 4 bis 6 ,Uhr: Teekonzert. Herold: Zampa- OuvertÜre; Stvaüß (Vater): Loreley-Rheinklänge; Schubert: Andante, 2. Satz, aus der R-Mvll-Dhmphonie; Cramer-Bürmester: Kleiner Walzer; Massenet: Phantasie an? Werth er» Dvorak-Kreisler: Indian, Lamento. Ferner: Märchenerzählung Miklosich. — 8 bis 10 lihr: Boheme. . Bereine. Vorttöge und Bersammlume«. Z i o n ist i s ch e F r a n e n o r a a n,i s a t i o n f,ür den 8. Bezirk. Heute, präzise 4 Ubx, im Cafs Jlion^ 3. Bez., Löwengasse 88. Vortrag Frau Erna P a t a k. Erscheinen Pflicht. — Zionistis che Sektion Vl./VItl. Heute, 8 Uhr abends 8. Bez., Bennoplütz 1, G v s e l l .s ch a f 18a b vnch. Ernste und heitere Borträge, jüdische Lieder^ Klaviervorträge, Anschließend Tanz. — Z. J. V. E sr a. Freitag Beginn des Hehtätsch-Kurses. Unentgeltliche Tetluchrite jugendlicher Anfänger erwünscht. Im Mäymen der Seminürvorttäge spricht heute 'Herr S. H. NaNchlverger über Jtidische Jugendbewegung und Dienstag den 18. d. Herr Max Kilve - über die jüdische Bodenpottttt. Beginn 8 Uhr. Ort: „Umtas"-Bude, 8. Bezirk, Auerspergstraßesisi' --- Jsi d i sich ^Disichsi esiL l l s ch a f t I «it e r e Morgen, 8 Ilhv:tM) M/Eüfs ©Itter, i. Bez., Schwedenplatz- (Piezranin). Vortrag., des Herrn Ludwig B a t o: D i e.W i i n $ r I u b i « i pr V o p m ärz. Nachhep'MMZMvGGtziMh% 'MMi:stKHchA r,a si'e.no r gä ntf a t i o n O L st e r t e i ch 8.^ Die für Mittwoch den änSiitMinte Sitznirg findet aüsüühmsweise im Salon Acker-- matttt, 1- Bez., -Herrengasse 21,. 2. Stock, statt. Beginn.präzise 4 Uhr nachmittags. — Handelsvertreter. Mitilvoch. 6 Uhr ockends,. Wiener Bürgercast, Praterstraße 11. Vortrag.

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