Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2052 (4.11.1924)
- Date
- 1924-11-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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M. M2 Wien, DKnAag, Q K 14 8«drn inda« brltifcQe Parlament geMtt. In den eben beendeten Wcchlen i>n das -engsilschL Unter- Haus wurden vierzehn Mische Kandidaten'gewählt. Unter'den"' gewählten Juden gchörensielben' der -siegreichen ko ns ervätiven Partei an. Es find die Herren: Major I. Brunöl Cchen, Liverpool (wjchevgewähs-t), Sir Walter de Fvaoe, Bilackpooll (wieldergewählt),, Sir Wi-lipp Sassoon,-.^Hyche (wicdergelvählt), D. Fi-nlburgh, Salford (neu gewählt), Isidor S-almon, H-avrow (neu gewählt), A. M. Scrmnel, Faricharn (wiedergewählt), Samuel Samuel, Putney (wi-edergewählt). Der liberalen Pa r t e i gchöven fünf /jüdische 'Abgeordnete'an. Es sind"dies: Sir Alfred Mond, Carmavchen (tvidevgeWWt), Major L. Hove-Bel Ha,- Dev-enport (wieldergowählt), Dr. G. F. Spero, Stoka Newington (wiedevgöwäW), Perch Ä. HcwviÄ, Bothnal Green (wiedergewahlt), I. SunliM Shrewsbu-ry (wiÄergewählt). Der A r b e i t e r p a r t e i gehlen die folgenden zwei jüdischen Abgeordneten an: EmaMsl Shmwell (Bergwerksmin-ister), Äinlichgow (wiedergewahlt), und M. Duvmr- Samuels, Barnard Castle (wiedergewahlt). Hyche, das Sir Philipp Sassoon wieder in daS Unterhaus entsendet, ist derjenige Wahlbezirk, der f-öinerzeit zum evsten Male einen Juden in das englische Parlament gewählt hat, nämlich Baron Mayer de Rothschild. Diese Wahl erfolgte m dsmscllben Jahr, in dem das Gesetzüber die >UuwWbä.Äetit von Juden albgaschafft wurde. Als das Resultat der Abslim- . nrung über die Auphebung des Gesetzes bekannt wurde,, wandte sich Sir Moses Montefiore mit den Worten an die Menge: ,^Jch danke Gott, daß er mich diesen Tag erleben ließ." Uelber die gewähliten jüdischen Abgeordneten -ist zufagen: Herr Samuel Samuel ist der Bruder Lord BearstM;. Herr Isidor Saibm-on ist der ges-chäistsifühvende Direktor der HMnnten Firma Josef Lyons; Herr Gbnlbnvgh, der den beikcmnben Arbeiterfülhrer Ben Dillet geschlagen hat, ist ein prominentes Mitglied des Mischen Deputi-ertenratss (Ndewish Board of Deputies). Ma,jor Briuiwsl Cohen ist einSchwiogevs-ohn Dir Stuart Samiwels, des frühemen Präsidenten des Deputiertenrates. 'Major H. L. Nathan, der liberale Kandidat für Whitechapel, ist von Harry Ev-Wng, dem Transportminister, geschlagen worden. Much Herr Philipp Gnadalle, der Präsident der englischen Zionistischen FÄrderation, der der Wberalle Kandidat für Derby war, Meb in der Minderheit. Der Liberale L. B. Fra-nMin, SHwiegerisvhn Sir Herbert Samuels, ist in saurem früheren MWbezirk, Hechney nicht wdedovgstvählit worden. Auch der Liberale Colonel CharlesWaley Cohen, Borsitzender des Rechts- und MarilErentMmMees des Mischen, Depntiertenrates, blieb in der Minderheit. Ebenso' Herr R. B. Solomon, sin aktives Mitgjl'ich. der englischen Zionistischen Foder-rtion, ililbevaler-Kandidat Hr Mibe End. - - Mmpfe um eine« Vau«. Die Frucht d« ZibethbaumeS. Auf dem Manschen Archipel ist -ein Bawm hsimnsch, dessen Früchte -trotz' ihrem widerlichen - Geruch vom den Eingebovenen so geschätzt werden, daß mn den Besitz der einzelne Bän-me zwischen den Dörfern w i l d e K ä m P f e entbrennen, in deren Berltruis oft die gesamte Bevölkerung nm-kammt. ES hamdett sich wm den Zib ethban-n (Dario Zibechinus), dessen Früchte Dmrio nen heißen. Sie haben die Größe eines Menschenkapfes und daß Fleisch ist van einer grünen Schale uinchMt, die mit zolkdicken, pyramidenförmigemscharfen Stacheln - besetzt ist. Die Frucht ist wie die Apfelsine fächevartig in fünf oder sechs Abschnitte geteilt. Ein mit Früchten beladener Wagen verbreitete weithin einen so penetranten Germch, daß man ihn lange riecht, ehe man ihn zu Gesicht bekommt. Für eine einvopäifche Nase iist dieser Ger.Uich geradezu! unerträglich und so widerlich, daß lein Europäer die Frucht zu essen wagen würde. Das - Fletsch ist cvemeavtig und breiig. Wenn die Fxüchte reisen, fo geraten Mensch und Tier in einen Zustand lüsterner Gier. Eine der EigerMMchkeiten der Frucht ist es auch, daß ihr Genuß die Tiere zur Brunst treibt. Aus diesem Grunde.wird -die Frucht von den,Jägern als Köder zur -Anlockung des Wildes benutzt. Der Elefant tritt von der Frucht die scharfen Stacheln ab, öffnet sie dann .mühelos .mit dem Rüssel atirtb frißt zuerst das Mark und dann die Schale. Flußpferde, Tapir, Wildschweine, Büffel, kurz alle Wildarten des Archipels bearbeiten die Früchte mit den Füßen, mim sie zu öffnen. Nur der Bär, der Tiger, der Leopard und die kleineren Katzenarten ^benutzen zu diesem Zweck rhre-scharfen Krallen. . Wenn die.Jahreszeit der BaunMübe heränmaht, schlagen die Elugeboronen um die Bäume ihr Lager aus und beobachten das Heranreifen "der Früchte; dabei sind sie bemüht, sich vor den herabfallendien Früchten zu schützen, da die scharfen Stacheln gefährliche Wunden verursachen. Bei der Ernte Vevw-eüdet -man deshaiH auch, wie bei.der der Kokosnüsse, für diese Zwecke dressierte Esel. Um den Besitz dieser Durionbäume werden, wie schon evivahnt, verzweifelte Kämpfe au-sg-efochtett. Wenn ein Baum, beispielsweise an der Grenzlinie zweier Dörfer steht, so kommt es zu Kümpfen zw'schon den Bewohnern, .die oft genug zur- Ausrottung ganzer Dörser führen. AMERICAN TAILORS Brüder Koch Ges. ck. b. H. . i\i 1Ä\li 6. »er.. MarlahUferstraßett gä$äi Erstklassige Maß - Schneiderei für Herren / Reiche Auswahl in feinen englischen Stoffen / Elegante Ausführung'/.Billige Preise _Wiener Morgenzeitüng. Re Wahlen in die Kultirsgemeinde. Versammlungskalender der vereinigten jüdischen Parteien. 2. Bezirk: 8 Ubr abends.. Bayrischer Hof, 2. Bezirk, TaLorstraße. Redner r Oberlaurat Ing. Robert'Stricker, Doktor Josef Ticho, Direktor I. Boxenbauin; Emil Engel, Dr. Isidor Klober. -18. B e z i r k r 8 Uhr abends, Restaurant Wilder Mann, 18. Bez., Wührinaerstraße 85. Redner: Dr. Löwenherz. Hofrat Herzka, Dr. I. Winter, Dr. Jakob Ornftein, Prof. Wilhelm Stein. 4. Novemlber 1924 Seite 3 W . 111 ...... Herrenmodehaus 1 s liquidierte Vcrkaüf ab.4, November su sensationell reduzierten Preisen I BESONDERE ANGEBOTE: Raglans und Winterröcke aus orig', engl. Stoffen wegen gänzlicher Auflassung der Schneiderabtlg. K 1,200.000 Hüte in allen Modefarben ...... K 88 860 Se(denkrawatten in neuesten Dessins . K 58.000 Wollwesten aus bestem Material . . . K 250-060 Engl. Zephirhemden ausgarantiertkoch* echtem, durchwehtem Material . K 110.000 1 Weisse Ia Chiffonhemden mit Raye- ~ Einsatz . ... K 05.000 Seldenheniden, geschmackvollste Dessins K 250-000 Socken, Flor, mit Doppelsohle und Ferse K 25.000 Einiges ans der Geschichte der Eteinkchle. , Die Kohle als brennbares Gestein war, wie durch Ausgrabungen festgefteU üst, bereits den Römern 'bekannt, die sie, als sie Britannien kennen lernten, zu Brennzwecken derioemdeten. England ist das Land, welches zuerst im größeren Maßstabe Kvhle verbrannte; dies ist aus einer Chronik von Petersborough aus dem Jahre 858 festgestellt. Diese Erw8hnun.g der Steinkohle als Brennmaterial ist übrigens nicht die erste, denn eine Stelle bei idem griechischen Schriftsteller Theophrastos erwähnt Steinkohle zu BrennZwecken, die -in Thrazien gebraucht wird. Interessant ist, daß in England im -Jahre 1366 die Oberste Banbehövde ein V e r b o t erließ, mit Kahle z« Heizen, was mit dem Men Geruch und dem Ranch, den sie entwickelte, begründet wurde. Aber schon im Jahre 1239 hatte Heinrich der Zweste den Einwohnern von Newcastle eine Konzession zur Ausbeutung der in diesem Gebiete vorkommenden Kohle erteilt. Das Gebiet von Newcastle war lange Zeit das größte Kohlengebiet Englands und -es ist bemerkenswert, daß der Erfinder der Dampfmaschine in Newcastle geboren u-nd seine Erfindung dort auspro-biert wurde. Anf dem europäischen Kontinent ist urkundlich der erste Steinkohlensund für -das Jahr 1139 nachweisbar; die Angabe bezieht sich auf den Ort Kirchrath bei Aachen. EH im 13. Jahrhundert taucht der rheinisch-westsälisch e Kohlenbergbau, und ein Jahrhundert später der sächsische in der Literatur auf. Um dieselbe Zeit wurde auch die erste Kohle in Frankreich im Äoiretale gewonnen.- In Belgien soll im Bistum Lüttich im Jahre 1192 die Steinkohle entdeckt worden fein. Erwähnenswert, ist die Tatsache, daß Amerika, welches heute säst eine halbe Milliarde Tonnen .Kohle jährlich fördert, vor einem Jahrhundert, ■ im Jahre 1820, eitte Förderung von 3 50 Tonnen hatte. Trotz der. verhältnismäßig frühen Bekanntschaft mit der Ver-vendbarkeit der Kohle' als Brennmaterial dauerte es noch lange, bis diese Verwendung des Gesteins /allgemein wurde. Dies war der Fall, als der Mangel an Holz, dem herrschenden Brennmaterial, immer größer wurde, und man ernstlich nach Mitteln suchte,.um dem infolge des Ho'lzmangels drohenden und auch.zum Teile um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts bereits eingeiretenen Stillstand verschiedener Gewerbszjtveige und Industrien zu begegnen. Auch da war es England, welches in der Verwendung der Kohle-als Brenn material am schnellste n vorging, denn m der zweiten Hälfte des 18. Jahchunderts wurden im Londoner Hasen bereits 600.000 bis 700.000 Ehalderons Steinkohle jährlich zugofühvt Auch die erste Kohlensörderbahn ist in England gebaut worden, sie hatte hölzerne Schienen. Nationev konnte der Kohlenbergbau in der ganzen Welt erst betrieben werden, als die Dampfmaschine, deren Voraussetzung wieder die Verwendung von. Kohle als Verbrennungsmateria^ war, ihren Siegeszrlg durch die Welt antrat. Weit später, als über die Zweckmäßigkeit des „Brenn baren Gesteins", wie man die Kohle im Mittelalter nannte^ wurde man sich über seine Herkunft klar. Bis ins späte Mittelalter galt die Kohle als ein Urgestein, und noch bis Ms 18. Jahrhundert, also zu einer Zeit, da die Kohle'schon vielfach in Vertvendnng stand, herrschte die schon von dem griechischen Philosophen. Anaximenes vertretene Ansicht,: daß dieser schwarze Stein verdichtete Äiuft sei. Daß die Kohle aus Pflanzen entstanden sein urüsse, stellte am Ende des L6: Jahrhunderts der Naturforscher Co'rt ns. fest, doch war diese Annahme noch sehr vage -und selbst Goethe war noch der Ansicht, die Kohle sei' das Produkt der auf dem Meeres b o d en wachsenden Pflanzen. Erst-das Mittostop und die Chemie erbrachten den sicheren Beweis, daß die Steinkohle ein fossiles HumusproduA ist, das vorwiegend auS hoch-- organisierten Pflanzen besteht. Sie Menschen werden immer Ater. : Die allgemeine Auffassung, daß es die Menschen in der Gegenwart zu geringerem Alter bringen als chodem, ist durchaus irrig. Von den mchr oder weni.Ker glaubwürdigen . Wersrekorden, die den biblischen Gestalten zugeschri-eben werden, soll dabei nicht gesprochen werden. Das durchschnittliche Lebensalter im kaiserlichen Rom war, wie ein 'ranzöstscher Gelehrter im „Matin" ausführt, nur achtzehn J ah'r'e. In Frankreich hatte man im Jahre 1789 ein Mittel Von 30 Jahren, das sich im Jahre 1800 ans 32, 1859-auf 37, 1880 auf 40 und vor dem Krieg auf 46 Jahre erhöhte. Der Weltkrieg hat alle Statistiken und Durchschnittszahlen über den Hausen geworfen. Um -diese Durchschnittszahlen zu gewinnen, muß ma»> 'die Sterblichkeit in allen Lebensaltern feststellen. Genaue Statistiken der Sterblichkeit, die auf der Cvgründung des Mers, der Krankheit und des Berufes fußen, kennt man erst -eit 50 Jahren. Um eine annähernde Vorstellung zu gewinnen, kann man die Lebensdauer der berühmt>cn Persönlichkeiten zur Grundlage seiner Beobachtungen machen. Man erhält so eine außerordentlich bezeichnende Kurve, die immer höher 'teigt. War rm Mittelalter die mittlere L-e b ensdau e r auf 92 Jahre, im 16. Jahrhundert auf 63^ Jahre, im 17. Jahrhundert auf 64*/, Jahre zu veranschlagen, so ist, sie in den folgenden Jahchnnderten immer weiter gestiegen und hat im gegenwärtigen Jchrhundert die Zahl 71 erreicht. Diese Feststellungen werden durch die Erfahrungen der Lebensversicheru.rkgsgesellischasien bestätigt. In Frankreich hat man die gleiche Beobachtung gemacht, wo die Pfründhäuser immer geringer, werdende SteMichkeitsziffern aufweisen. Die erwähnten Ziffern aus dem alten Rom sind natürlich vom.wissenschaftlichen Stddpunkt nicht haltbar; ebensowenig kann die Ziffer von 30 Jahren in Frankreich um das Jahr 1800 glaubhaft erscheinen. Man konnte zu diesen irreführenden Ergebnissen nur gelangen, indem man die Dezimierung der Bevölkerung durch die gewaltigen Kriege als/ absolute, Größen in die Rechnung einstellte. - Es ist natürlich nicht abMstreitvn, daß das Lebensalter des Menschen-mit den Fortschritten der medizinischen Wiffenschaft, dem Aufkommen der Hygiene und den sozialen Verbesserungen gestiegen ist. Bezeichnende Beweis-e liefert auch die Literatur zu diesen Tatsachen. Mo liere «rennt einen Mann von 40 Jahren «men „alten Mann", und die sogenannten „Peres nobles" der mittelalterliche« Kom-ödienspiele und des spanischen Theaters sind .gewöhnlich als Herren im ungefähren Alter von 4-5 Jahren ängageben. Balzac hat in fe-inem berühmten Roma« die MersbekleiMNUNgen der „Frau von 30 Jahren*- geschildert. ■ Ä«s bera Hakevkreirzsumtzf. Der „Rttualmord" am Tivoli. Der noch «ManfgelklärtL Fall des Schuft erlöhrlings Grüsch in MeiW-ng, deir o>n der Planke des Restaurants LivM in zevstsischiem Zustand auisgeifund-en wurde, hat die Phaittofie der Wiener Roßbach-Mörder befruchtet. Die Obduktion hatte ergöben, daß der Knabe von Hunden zerfleischt worden war. Die „Dentsche Arlbeiderpresse" ist mit dieser so uinsäMch ttMorigen GvMruuig nicht zufrieden und fabriziert sich die hier soklgende Zuschrift, die am 1. Neibelung pM-iziert wird: „Ist es nicht ein ungchejurer Skandal, daß solche Hmüde lgehattierr werden?" So äußsrn sich die Judenzeibungen -ü>b>er diie Zerfleilschiung des armen Jungen durch die Hunde' des WmtschafGbichitz-ers anr Tivoli. Uns ober konmtt em anderer Geidanke, der sich allerdings nicht mit dieser Ainisch-auung und den jüdischen FÄ,gevmugen daraus deckt, Dann erstens geht im MeMina das nicht auszumerzende Gerücht, daß der Junge mit duivchschnittvner Kchle auifgelfunden «wurde. Zweitens^ ist es Tats-ache, daß sich nicht weit vom Tatort das -jüdische/ Waisenhaus mit den 30- -bis Mjähvigen No-chtbeswcheM mvd den ,MaWina>auÄva.ndevern" befindet und drittens ist es bezeich:wnd, daß sich der Fall zur Zeit der jüdischen Feier-- tage MspiÄte. Wir >Kau>ben, oder besser gchagt, -man gestMr uns den Glaüben, daß da «nüNl-icherwerse ein gewisser Zrsälmneuhang böstelht. Wir erinnern «ms noch immer der troz-esse über Ritm'l-movde und Ä«m-en uns amu nicht des edpnkens Mvehren, daß, da auch daanwl-s ohne Grund diche Prozesse nicht ge-Mhrt worden sind, -auch im heutigen Oester- > reich die Mgl-Weit eimr Unterdrückung veMiddeirer Tatlwmsiände nicht von der Hand zu weisen ist. Der noch nicht/ Wwz au-fgMo.rie «m<d der Bevölleruirg u-nhvinMch dün-kende Fall am Tivoli wäre gewiß noch näherer Unterfuckw-ngen wort." Zu dies-er Gemeinheit ist Mechtierdings gar nichts zu bemerken. Es ist nur n-ottv-eudig, tfüstzustellen, daß diese Hakenkreuzl-er auf dem Niveau fleischfressender Hunde steljen. Die „jüdische Landkarte". Tos „St valsiunder Tageblatt" teilt «mit, daß ein -Professor «Mmns D. K. in Bälde eine billige Allsigaibe der „I ü d i s ch e tt L a nd kart e" -ers chei-nen lassen . w ind. Es handelt sich mn jene in ontifeiueii-ischen Kreisen Kirkulierende >und -auch in dem Paniphlet „P ro t-ok-olle der Weisen von Z i o u" auf Seile 21-5 verösfenit-li-ch-ten, angeblich von den jüdischen „Weifen" entworfenen ^Landkarte", die -zeigt, wie die Juden den Erdteil gestalten werden, sobald -sie ihren Plan der Weltherrschaft veavi-Micht hoben. Diese Karte erschien in der vom Antisan-iteu L -a b v uchere in London hemusgegebeu-en Zeitschrift „Tru-th" zu W-eihn-achten 1-890, also volle sidben Jahr^e vor dom ang-ckbli-chen Entstehen der „Protokolle". Es handelt sich offenbar um einen MeshMchtSscherz der Zeitschrift. Von Juden ist hier gar nick« die Rede, di-e Karte ifl't eilte Satire auf die St-aatsobe-fhäupl« Europas. - 48235348482353230002010202235353532301020002010200010023