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Wiener Morgenzeitung · 1924-11-01 · Heft 2050 (1.11.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2050 (1.11.1924)
Date
1924-11-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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'-M. «S! yj mffit M NM äene« Mornenzestung. 1>ÄtzvemVer IM <Mt:S und Szabo. - v. , . (Ngenkienst der „Wiener MorgenzeitstW() - --' i ' Oüdäptzft» 81. Oktober. „A Mag" zuGM''iist'Rr Ms iMnM Skamdcvlprozeß bskanNte gswe fette' Sekretär im TMtbaumwisievium Ludwig E s E Ü t1 schwer erkrankt. EÄütz lakdet <vn Lun g e n s ch Win ö> f n ch t, umb es et» .Mint ausgeschlossen, daß die HauptverlMdlung seines Prozesses au dem a>nbera>u>mten Termin des19.'Nodcm*- ber a.bge'ha!ltew' weodm könnte. Für den Fall, daß der Mkütt-Prozeß auf diese Art , nicht jur Vevhandlunig ksimimt, rechnet man in politischen Kreisen Mt sinM defi-' nAven -Austritt Stephan Szabos, dessen öffentliche RehaibiWeruinug dann unmöglich ist, ans der Regiemngs- FMud. Die AegiemnsskNioa M LMmMng der Teuerung. Die Konferenz der Bundesregierung E den Lander sin anzreferenten über das g e m t i tt* ferme Vorgehen zur Bekämpfung der T e u e r « « g würde vom Bundeskanzler für Dienstag d e n L. N o v e m b e r, 11 Uhr vormittags, in das Bundeskanzleramt einberufen. Nu Streikultimatum der Msenbahner. / Bis 7. November, Mitternacht. . . Die Dertvauensmänncr der BundesbachnangesteNen! HÄren vorgestern eine Resolution angenommen und der Generaldirektion zugefchickt, in der sie das eheste Eintreten in Lohnverhandlungen fordern. Sollten dies« bis Mn 7. November, 12 Mhr nachts, Leinen befriedigenden Abschluß gefunden haben, -so scheint die Gefahr eines Eisen'bah ne rstreiks unabwendbar. . Die Angestellten weisen darauf hih daß durch die. Abdmtmatznahvren, die an Umfang die Einschränkung des Dienstes überschritten, empfindliche Mehrarbeit entstanden M. Die BeM haben sich seit Jün-i nicht gebessert, ja nicht «innW die -Mdexsteigerung, die insgesamt 9 Prozent ausiriachtzw wikde, sÄ den Eisenbahnern zutzebilligt worden. Der MchMnsWschnß des StationSpersoMS bleibe um Mche Mstzntz Krönen hinter dem der Postbedienfteterr gu- W. Ätz MttzWe Stzrfe der HUfSastbeiter müsst Mt 'eiAbt Lohn Von lI MWonen ihr Auskommen finden. .Manche ÄnMtzllürngrnppen feien in den letzten Monaten hinter dt« MM Mr Mchgeftelltes BmrdesaMesMnKu- GÄMMrWm iwistd hiezu MtigeMt: Hm Iuni dieses g^veS wmde mit deü: Angestellten eine vesoldmrgLregchrng verMbart, die indessen nochnicht barmt«, da sie mit verschiedenen äw Denen yragerckompleM in engem Zusammenhang steht. Mf tieft -stgetung «tvetden dem Personal D o r s ch u s s e pÄbqMt, die sich ungefähr mit den ErgeLMen der jdtzst- Wiven Muordnung decken. Die Bsfpvechnngen Mt Leu. Vertretern der Arheit- «chmer sind eigentlich nicht offiziell beendet, sondern in der Letzten Zeit nur ins Stocken geraten. Sie werden nun zjweistllos ledhaster geführt werden,. «wie darf daher nicht üdevmw die . Ri Miniem Mp die VlW MtGtag VovLUil>egende Sukch schlietzuug ststgelegt'. Die Konftbeng brfchloß ferner ei neu Pro test gegen , die Pläne der B.undesi Regierung bezüglich der Steuerrechte der l Länder und gegen die Verweigerung der ordtmugsg-enmßett Ms Zahlungen der SterMvr-tvalgsgrstei'le an . die Länder und Gemeinden. In einer gefederten Beratung beschäftigte sich die Konferenz auf Grund eines Berichtes des Präsidenten des Meuer Stadtschulrates Gl ö cke l mit der Schn-lfrage. X. llovoritenotrasse 98 u. 139 V. SchÖnbhimterstr. 195 XX. WaUenstelnstrasse 16 XXI. Hauptstrasae 44 Tischteppiche; Inland-Smyrna, 2/3 . . . » . . . K 360 Ia Inland-6myrna, 2/9, fchtderst, mit Fransen . . - . . . . . . . K 400 la Boucle, doppelseitig, zirka 23K 480 Schwere Velo urst epp ich e, 2/S . . K SS0 Echte Schafwoll-Velours,.2,S . *K 1250 Haffersdorfer Läufer* 67 breit, Tapestryart, 6—7färbig . l< 04 80 breit, Tapesttyart, 5^-7 farbig . K 07 ^90 breit, sehr schwer, vielsarbig. .'K 56 *90 breit, außerordentliche QualitÜtK 08 *80 b r eit» h och fe in . ....... .K 74 *67 bEH Velours, sch Werst. . . . . K 1»S *90 Dt eit, V elo urs, sch werst . . . . . K 105 600.000 MrdettSste elektrischer 8neme. Linz, 81. Oktober. Im VeNonfe des Müßlich der MÄichen Eröffnung des Großkraftwevkes Partenstein gvstem albends gegeibenen Empfanges teilte Bizokanzler Frank iltt Laust seiner Rede un«ter anderem mit, daß wenn alle gr-geMväMg i!M AuiSbau befindlichen AstlsseEvaftanilagen strtigge.stellt fein werden die GrzvttMittg hydroelektrischer Kraft sich von 40 0.000 auf 600.000 Pferdekräfte echöheu ivevdr, Mas, in Kohle ans-gedrüLt, einer Million Tonnen entspreche oder in Gold chne Ersparnis HM 8 0 0 Milliarden Kronen Dr. Zimmer ma n gab feiner jvngmrg Ansdrück, haß der Tag der Bolleudung dieses Meiikes in >der Geschichte der Nachkriegszeit Oester- Wichs einen Markstein bilden werde. Es sei ein Beifprel dafür, in welcher Weise die Armut der Nachkriegszeit wiMam bekämpft werden müsse. Diese Armut werde nicht LeSämpst mit Börsenspekulation en, nicht mit Gewimt ans der KoufiMtur Und auch nicht durch Znschüsisc und Aufwendungen uns öffentlichen Geldern, sie könne imr durch Arbeit &£ Geisitzs und der Hände mit Htffc -ex Naturkräfte erfolgreich bKämpft werden. sehen werden, daß die GenevaldiEion hiebei nicht rnl schWÜsttzN ^TeMpv MkgMü küM W gMsst Ullg^e- Mtz'i EpnMA mtl nS äll ge Vchchen, ans. die Rücksicht gtztwittmtzu weiÄeN «Aß. Irgend eine pessimistische MurMuUg -er gvgestwartigen Lage ist im* ,. Mvch'nt nicht am Platze." ., -; WWWDMstWMMz.^;;8N WWti Ditz. WMÄtKMsHsn Mit- Kede^ dLL 'MttASMiÄ:uMn -Wd.die PHstiverirMug-n Ssttz Nnöev. Wtm heust unterdvm Vorsitz dss BürgermvisterS Gtzitz «nd W 'HMdechKtMMMsiellvertretchS G rMWP--D^eSstSvwrch) eine KoüstteüH We WMerustg derfchwOMdeu Boirfas.suyg.s-i Berwaltuug-Z-. -Md Finauzfräg'SU'ver-Mt^er ab?Das Referat,tzr- Ae Wen Kurse. shMie Dv.-D.a u utz Le dg. der Koussrenz wurden «li Wwwitfwi I*mm*a*a fion^on, 31. Oktober. (Devisenkurse.) Wien 321 009 Prag 181,76, Ketv-Aork 4.8S35, ParlS 86.525, Brüssel 04,20' Nom 101,15, Zürich 28,495, MaL.rU, 83,605, Amiterdam 11,4-v„ Kovetthazen 26,025, Christi Mia 31,556, Stockholm 16.095, HelsiitgforSlöO,—, Berlin 18,625, Athen 257,50, Bukarest 807,50. ^onbom 91. Oktober. E s f e k t e » k u r s e: Oester- 15Mch^Anleihe W,50, Tschechische Anleihe 89,50, Prager Anleihe 92.^--, Skoda 98,—, tafbetem 8,—, BodenkrM 16,—, Central- Minwg 11,625, General Mining 18,8, DlamondS 17,9, Debeers 11,876, Ria Ttnto 85,85, Rvtzal Dtttch 28,87b, Shell 4,25. Paris, 31. Oktober. Devisenkurse: London 86,42, New York 19,30. Belgien 98,65, Holland 754,-, Italien 83- ' , Prag 57,«“, Bukarest 10,70, Schweiz 368,—, MM 27,12. . ., Pützltz, 31.'Oktober. Mtidio.) Effektenschlußkurse: Banane U Frattee Pragobanka 893,«.» Credit Lyonais 18,82. 7896. Platine 809, Daü.rowa 668, Banque Ottvurane -6S8, Antral MtNtttg l028, Nü Tlnto 3110, Le Naphta ,rufst 863, Sntterltd Egypt» 155, CautschoueS fhi 170, Mattered 63,-, Debeers orbin. 1024, Goldfields 84,75, HnanchMtz 419,50, Jägers Fsntaln 245,—, Malaeea ordin. 167, Maltzoff427,^ Mexicmr Eagle' 86,25, Padanq 418,-, Rand FontaiN' 85,—, Randnnne 252,-, Silva plana 157,50, Tanganhika 180,«-, Tubiee sole 647-, Ach Ccpfter 15.72, Shell 366,60, Royal Dntch 24,900, Bnrmah , Bakou 23,70. < . AE»Nvrk» 31« Oktober. Effektenbörse. Atchinson 168,—, Baltimore 61,—, Canadian Pacific 140,625, Cbeasepeäcke 83,—, Eari 27,50, Greath Northern 61,875, Atilwaukee 13,50. Northern Pacific 63,75, Union Pacific 139,—, United Steels 108,25, Moyal Dntch 4ü,-, Southern Pacific 93,625. Wie ich Akademiker wurde. Bon Anatole Iran«. Der vor «i«tge» Mimailtzu! «schtSM«» SÄbistbiograPhie des jetzt verstorbenen Dichters 4st das.folgende Kalprdel entuommen: Daging zu Ende. Mr w& Schüler der HhAasaPhierlasie war es das letzte Schuljahr. Boi den, Gntarchgett Wischte sich in die - Freude, endlich frei- M werden, die Wehmut, alte GowohnMen aUfigeben zu Muffen. Maxime "Dewis, >der hervarragonde lateinische Verse machte und em lii-öbevolltzs GeMt besaß,'sagte eines Tages unter lden Astern während der MtwgMufe M WO:' ' Mke weiödm bald üu -Vre weite Welt hinauMÄeu und anseina'wdövgehbn, und jeder wind' seinen Laufbahn solsgen. Wir haben in der Schule F-vsn.u.dschaftcn gedie nicht vevloven gehen sollen. ZugondsreMdolltsn M ganze Leben hindurch dauern. Sie stn> der Pforte der Schule, da man auf imUter.W ihr scheidet, znvückzlrlasie.n, hieße Eser wevtbollstes GiN.aufgeben. Wir wollen Wen ,Fehstr.bWcherr.i ÄnWiÜellbar Vvtt -der Schule a»b -tvollem wir einen Tresspupckt wählen, .- an dem wir uuö- >ivi-ederMden können. -Welcher Art soll iwefcr; Treffpunkt ffm? Ein Klub, ein Zirkel, em-Verein, eine -GkadLM-ie? Kanu'raidon, Ihr sollt ^darüber entscheiden!" - Dieser: Vorschlag wurde gut Msgenommen.. -Mau beriet sogleich -darüber und erkannte Md^ daß die Wgrün»; dulltz;oiu'es- Klubs/.eines Vereins^ Änes ZiMls btzirächt- - liche - umfaichreiche Ovgaltisationsarbeit und' Mnutnffft des 'Gesetzes erfot-der«'- Mtzdell»"- -MMMngungen, welche Redner und Philolsophen utcht erfüllen'.tönst- \ FO-Mtzk ' Umchtc 'l'sichW^- anheischig, hinnest drei MMtettvintzN erstklassigen Zirkel zn organisierest,' aber 'ein berführerisch-'s Angebot wurde znrückgewiesen. . Wir i entschieden uns mit großer MehrMl siir. eiAe.WWie, \ ohne recht zu wissen, was das An lonust. Mer 8aS'-Wvrd s schmeichelte uns,, : Nach einer langen, lo-it fltfcit Diskussion stellte Zsa-mbarit,'S^iistr der PhilosoplMasse/ -den 2lntrag, hie MtuTn "ölt etttwersi.r. Man ftiminie ihm zu, aber die schien undankbar und uktnaud Mevüahnr. sic, Man glaubte gemtg getan zu hohen, churu mau bestimmte, daß die. AKadcmilor-^sich gegLttseiilg aus der Rhewr't- und der PhllyseMsklasie wählen Men und -daß die Sitzungen,- die in Mregelmäßigen Zwischenräum-eu aSgehalten werdett sollten, angenehmer, aber e-rnlsthaster Lekckve imd BchPvelchüntz gaweiht sein sollten.- - Wir >wÄMu zwanzig AtadenMr und bchiMn Nus vm, die Anzahl nach Bedarf zu veomehren. W wttvve mir -schwer fdfert, Aich Mf die. Meinest dieser zwanzig;u besiwnen. Das ist nicht weiter derwMberl-ich; >es gibt, wie Wan sagt, eine berühmte Äkadeürte aus Dieser Vorschlag wunde emsti-mmig Md mit Degeisteduintz. angenommen. Ulchw Akademie hatte nun einen Namen. Br fi«j utts ewtv daß vir noch keine Statte für sie hatten. Der Bauernsohn ChaM bst uns zur Abhaltung unserer Sitzungen "den Speicher r-ineS Getre:dchändlcrs -in der M<e du Regard an. " „Wir imr-de-n uns dort sehr wohl fühlctr, sagt? aher wir dÜ-tstn kein Licht anzündelt, tvegen der Feuer?. deren Vierzig Tiie-lträger keilt Mttsch ckKllgÄMtt imstanbe ist. Nun müßM wir unstbe-r Akademie einen Na-Mn geben. Mü>n Mug «nachemanbeV vor: Akademie der Freunde. Akademie Wol-ie-ve-. (Man' wurde auch KGchdiei de-r- Rede Sache AkadMie.FeMon. .Akademie der Weiovik und PMvW/ie.^ . Akademie EhatEbriand. , Fsntanet sprach ist eindringlichem Ton: ^nstiÄdest, ein dem das .Genie bMff .geworden, hat eilt langes Leben hindurch dev Besiegtest gedstnt. Ehren wir dieses schöne BeispÄ urtd begründen wir nDrc Mdostste' ustttt Anrusitug des Namens Berryer." , . Maxime Denis schrie: Wir -wollen unserer'Akademie den Namen Fontauet gvbenl" - Lahoviet-jes klang scharf wie sin Gewehr- Er verstand ein heftiges „Fch Mage.vor: Akademie franva-lse." - . - Gin großes Gelächter ani-lvor^te i-hin. dgs-nicht und ärgerst, sich, denn erbesaß Temperament.. , . La Bertherliere, 2er Anwr'stät besaß, sagte mit fester Sti-mnre: „Wem ihr mich hören wollt, bogrmldet euch Ulster deni Namen Blai-se P?.s:al' Dieses Onariier, das für Natten besser paßte als für Aikadelmi'str, gefiel nlich-t. Folltamt 4rar der Ansicht, d-aß man in meinem Zilnurer zusammenrkoilumn solle und hauptets, es sei gLräumig, Wft-ig und läge-am sch-ölisLen Kai. von Paris. Erschreckt hon dem Ge-dankan, eine Atademie bei Mr -wohlunr zu lassen, schwor ich, >vas er -nra-i-u ZiMme-r neune, fei nur ein schlechtes TMett-ckadillett, iw man sich* lvicht N'MldrelM Wune. Noureu schlug e-i-r.- Spitzellaklier vor, Z-sanilbo-vt das Hintertzimnter eiuev Buchha-ndlunH, SaiMguy die Wohnung seines Onkels Moritz. Gs bl-ieb nur noch festzltftellen, vb diese verschiedenen Lokale Vev^iglbar waren. Aur owhevn ONovgen Uwt-cn die Wohlmny von QlM Moritz, das Hinwtsimmer der Buchiha^Multg. ilmd das Spitzeltaietier wie du-rch Zauberei verschlmmden. Sie hatten sich -verflüchtigt .wie Madins Schloßmte-r dem Zauberstab des bös-ut Hexenineisiers. Dir verzweWien schön daran, ein Lokal zu'findest, als Sa-nvig-nv sich anheischig machte, das Ziunner von Tristan Desrais füruns zu bekomln.cn. Tristan Desrais war iemr Kailnerad, den ich seiner Glecysm halber drei Monte liiwdstrch leidöN'schafUch geliebt hatte, und lrrit fcent ich lllich eines Tages übevwarf, weil kr -mich nicht -mit-; rmhül. als er zum BaWieM ging. Sein Zimmer int zweiten Stock eines alten Hamises in der N-u-c Saint-D?- llrinigu-e war von der Wohml-rtg seiner Angchorigen durch einen laugen Korridor geirenut. 'Gauvigny, der das Zirilmer gesehen hatte, fand es herrlich. Desrais war gerade beim Spiclelt und schimr lmzugällglich. Aber Sau'oMv) übcvnahnr es, Mit ihm zu reden. Wenn auch Dcsrais sozn-- sagen Schüler der KrieMchule »var. so gehörte Sauvigliv beinahe Mr Besatzung der ,Mrda". Die Redelt. die bei

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