Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2049 (31.10.1924)
- Date
- 1924-10-31
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Ve«-r Men, Freikay Wkenev Morgenzeitung. 81. Oktviber 1984 rer grWe Unterwaffertminel der Welt. Aus New »Tor! wird berichtet: Der für Fahr-' zeuge bestimmte Tunnel unter dem H udson, welcher jder größte Unterwassertunnel der Welt sein soll, ist nunmehr f er t i g g e st ell t, Präsident Co oli og e toste Mittwoch abends durch elektrische Fernzündung dem letzten Sprengschuß aus. Der Tunnel verbindet New-Aork mit New-Jersetz und kann täglich von 46.000 Fahrzeugen benützt werden. Afsimilantendemagagre. Sandor Will eine jüdische Universität schassen. Wie uns aus Budapest berichtet wird, erklärte bei der Tagung des jüdischen Gemeindrverdaudes in Ungarn, über ivelche wir bereits gestern ausführlich berichtet haben, der A^eordnete Paul S a n d o r, er werde in der Natwnalvechrmmlung, wenn die Bestimmungen über den Numerus clausus an den ungarischen Hochschulen nicht gemildert' würden, die Errichtung einer jüdischen U n iversität in Ungarn beantragen; wenn dieser Antrag von der Natiana-lbersammlung mrgenommen iperde, so könne er, Sandor, dafür garantieren, daß er in kürzester Zeit die nötigen Mittel für die jüdische Universität aufbringen werde. * ' Das ist wohl der blutigste Dilettantismus an dem so heiklen Problem der Ausbildung der jüdischen Jugend. Eine Universität von Gombös' und Ulains Gnaden ist eine Karikatur. Die Rassenschützler wollen ja die geistige Erstickung des Judentums und ihr Nmnerus-clausuL-Gesetz besteht -nunmehr beveits Ln der zweiten Legislaturperiode der Natioualversammlung. WoKr dieser Antrag, der, falls er ernst ist, nur durch Fußsall vor Horthh erkauft werden könnte? Würde dieses Parlament, diese Regierung und diese Gesellschaft die Zeugnisse der jüdischen Universität anerkennen und die jüdischen Aerzte, Juristen usw. leben lassen? Wenn sie dazu bereit ist, brauchte sie. doch mn den Numerus elaufus aufzuheben! Sollte sich aber in der Nationailversammlung wirKich eine Mehrheit für eine solche Universität finden, so wäre ihr Grundgedanke nur der, im gegebenen Augenblick die Mittel, für deren Aufbringung Sandor garantiert, zu stehlen. Sandors Rede ist entweder Demagogie oder — Hilfe für HortH. Konzentrierung der jüdischen Hllfsarbett in knrova. Li- B-fchAfld-r Sstiuttw der Jwqch«, W-lchiWiEft,«»». Aus Berlin berichtet I. T- Ä.: Die erste Plenarsitzung der von der zweiten Jüdischen WelthilfskonferenK' veugewählten Exekutive, welche in Berlin stattsa'nL, wurde am 26. d. beendet. Es würde eine Reihe von Beschlüssen gefaßt, aus. denen die folgenden hervorzuheben sind: Die, Aktion für die Beschaff.ung der Geldmittel Zwecks Fortführung des Hilfswerks der Welthilfskonserenz, insbesondere der Nothilfe für die jüdischen Kinder in der Ukraine, ist zunächst auf die europäischen Länder z u konzentrieren. Jedes Mitglied der Exekutive und des Zentralrats wurde verpflichtet, jährlich eine gewisse Zeih, ungefähr einen Monat, der Propagandaarbeit zu widmen. Das nächste Ziel ist die Aufbringung von 20.000 holländischen Gulden für das ukrainische Kinderhilfswerk. Betreffend die Bereinigte Jüdische Bolksbank wurde beschlossen, vorläufig 25 Prozent der Gründungsaktien unter den jüdischen Hilfsgesellschaften und Genossenschaften, und zwar in folgender Weise zu verteilen: Jede Organisation erhält für je Ö00 Aktien zu 1 Pfund, die sie aus eigenen Mitteln erwirbt, eine Gründeraktie; für je 1000 Aktien zu 1 Pfund, die sie sonst unterbringt, ebenfalls eine Gründeraktie. Für Genossenschaften besteht das folgende Verhältnis: Für je. 250 Pfund, säbst erworbene Aktien eine Grunderaktie; für je 500 Psunb verkaufte Aktien ebenfalls eine Gründeraktie. Die Exekutive beschloß in ihrer letzten Sitzung eine besondere Sektiön für Kinderhilfe mit dem Sitzin Wien zu schaffen. Die Leitung der Sektion wird Frau» Anitta Müller-Cohen innehaben. In der' letzten Sitzung fand auch die Konstituierung lder in Karlsbad neugewählten Exekutive statt. Herr Leo Motzkin wurde zum Präsidenten und Herr I. Efrojkrn zum Generalsekretär der Exekutive wiedergewählt. Ein polnischer Emigrationsinspektor in Palästina? Wie I. T. A. aus Warschau erfährt, entsendet d-io polnische Negierung den Inspektor des staatlichen EmrgraLionsanrr», Herrn K l o so w ia k, nach Palä stina, der dort die K ou krolle über die Emigration aus Polen nach Palästina durchführen soll. Lords als LttaßenarSeiter. Bei einer der letzten Oberhaussitzungen, bei oenen a.i y dir nicht nur in London beliebte Sitte, hie Straßen wieder aufzureißen, zu einer kritischen Besprechung kam, erinnerte, wie Londoner Zeitungen erzählen, esn Redner daran, daß der ganze alltägliche Anblick von Arbeitern in den belebtesten Straßen einmal zu einem hübschen Scherzi geführt habe; Spaßvögel hätten nämlich in Oxford Street, der belebtesten Straße Londons, die Pflasterung aufgerissen, dhne daß man sie irgendwie gehindert hätte. Auf diese Erinnerung hin meldete sich das ehrenwerte Mitglied des Oberhauses, Lord Montague of Beauli.eu zum Wort mck stellte sich selbst als einen dieser „Verbrecher" aus ßeligen Studententagen vor. Er erzählte, daß er, als er Mitteilungen aus dem Publikum. Wein-, Bier- und Likörservice Mk» I. Wipplingerstrasse Nr. 18 in Oxford studierte, mit einigen Freunden darüber gesprochen habe, ob man eine Straße aufreißen könne, ohne dabei gestört zu werden. Und als andere dies in Zweifel zogen, hatte er sich mit einigen Kameraden als Straßenarbeiter verkleidet. Mit Schaufel», Aexten und Stange» bewaffnet, erschienen sie am hellichten Tage initten auf Oxford Street und arbeiteten s ech S T a g e lang angestrengt an der Entfernung deS Pflasters. Die Vorübergehenden schimpften über die Verkehrsstörung; die Polizisten standen dabei, betrachtete« aufmerksam dieses ihnen so gewohnte Schauspiel und sorgten dafür, daß der Wagenverkehr die fleißige» Arbeiter nicht am Werke hindere. So wurde der „Unfug" unter den Augen des Gesetzes in aller Gemütsruhe fortgesetzt. Erst nach sechs Tagen fielen diese Straßenarbeiter auf, und nun fragte man bei allen Stadtbehörden nach, wer das Aufreißen der Straßveranlaßt habe. Niemand wußte etwas davon. Unterdessen hatten sich die fleißigen Arbeiter geräuschlos verzogen, und cs war nichts mehr von ihnen zu sehen, als man schließlich! darauf kam, daß es ein schlechter.- Scherz gewesen sein Müsst. Es dauerte dann weitere zehn Tage, bis die gähnende Lücke wieder ausgefüllt war. Unter dem allgemeinen Gelächter der Lords bekannte sich nun nach 20 Jahren Lord Montan gue zu diesem „Verbrechen" und sprach, die Hoffnung aus, daß die .Untat „verjährt sei. )[ Mm der Paßbestimmungen in SentWand. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Mrlin, 30. Oktober. DäS ReichSinnenmt»tsterium und das Auswärtige Amt sind in Beratungen über den Abbau der Paßbestimmunge« eingetreten. Bor allem sollen auch die E i n r ei s e geb ü h re« erheblich.herabgesetzt werden. DieAbbaumaßnichmen Men mit B. e g i n n d e s näch sten Iah r e S in Kraft treten. ' ■ * ■ >' 1! Ser Kampf gegen de« MWmer. In den letzten Jahren hat die Gemeinde Wien eine R eform der Kehrichteinsammlung und -Abfuhr durchgeführt. Einen Teil dieser Einrichtungen zeigte gestern der amtsführende Stadttat Siegel den Vertretern der. Presse und teilte mit r Gegenwärtig ist dar System der staub f r'e i e« H a n r r e h r i ch t ab f«h r r« der Inneren Stadt, in der Leopoldstadt, in der Brigittenau und Josefstadt durchgesthrt und wird noch in diesem I ah r auf dem N e ub au, in O t t a kr i n g.nnd in He r n al - erfolgen. Im Jahre 1926 wird ganz Wien vom Mist bau er befreit sein. In der Werkstätte beS städtischen Fuhrwerksbetriebes wird «ach finnlänbifchem Muster e i n e G ch « e » t a um a sch i » e gebaut, die in diesem Winter erprobt werden soll. Die V ersuch e h a b e n s e h r b v f r i e b i gt, da diese Maschine, die höchst einfach konstruiert ist, in einer Stunde ungefähr 23 Audi k m e t e r Schneei« Wasserverw an de l t. ES ist geplant, diese Maschine beimerste« großen Sch « gefall vor der Oper arbeiten zu lasse«. In dieser Werkstätte wurde» auch an den automobilen Sprengwagen eigene Vorrichtungen angebracht, die im Winter d ieBerwendnngder Sprengwagen st lS Schneepflüg ege statten. Sie Vafthnnsangestellte» gegen die schwere» Gemeindesteuern. Eine Versammlung der Arbeitnehmer und' Betriebsräte der Zentratorganisation der Angestellten des Schankgewerbes nahm gestern Stellung zur Wirtschaftskrise und zu den Forderungen der Unternehmer. Nach einem Referat des Obmannes Klünger gelangte eine Entschließung zur Annahme, in der die Schuld an dem Niedergang des Schankgewerbes der Wirtschaftskrise zugeschrieben wird. Die Versammlung erklärte weitersdaß die Ab gab e an"d ie Gemeinde im Zusammenhang mit vielen andern Steuers die die gewerblichen Unternehmungen zu leisten haben, in vielen Belangen Härten aufm eise. ES wird darauf hingewiesen, daß auch die Bundessteuern nicht tninder große Härte« enthalten, die. zur Verschärfung des Steuerdruckes beitragen. Die Konferenz richtet an die Getverkschaftsleitung dier Aufforderung, die bereits unternommenen Schritts weiter zu verfolgen, indem sieum eine neuerliche Konferenz beim Bürgermeister uird beim Finanzreferenten ersucht, in jder unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Verhältnisse nach Möglichkeit eine Reform des Steuergesetzes für Hotel-, Gasthaus-und KaffeehauSbetriebe und -Sanatorien verlangt werde» soll. ' Sie«; 81. Oktober. * Richtigstellung. In der gestern wisdevgogebenen de- Oberbaurates Stricker in Hietzing soll eS in Zeile 12 und folgende richtig heißen: „Zeigen Sie mir einen Magistratsdiener ans dem Jahre 1911 (statt 1916) ..." * Eröffnung des Partensteiner. Wasserkraftwerkes. In GecMwart des Bundespräsidenten Dr. Haimifch, des Genera^ommissärs Dr. Z t mm.e r m a n, vieler Maeordn-eter uüd anderer Persönlichkeiten wurd^ gestern die feierliche Eröffnung des großen Wasserkraistwerkes Partenistein vorgenommen.. * Dki J. L. Palache — Professor au der Amsterdamer Universität. Der bekannte jüdische Gelehrte Dr. I. L. P alache aus Lehden wurde zum Pvoifessor der semEchen Sprachen und des Alten Testaments an der Amsteröartter Uni-- versität ernannt. * Oberrabbiner Moses GlaSner in Jerusalem gestorben. Laut einem in Wlau'senib>u-rg eiiMtmssenen ToloMumm -ist der gewesene Ob-ewabbiner Moses G >l a s n e r -int Alke-r von 68 Jahren in Jemsailom geistor-ben. Obevtzabhimer Mwe m den havvoMvg'sntfftM- Dcvlm«dAe!lMten nnisewr Zeit, und war -auch M Rchnick iäMMwnt. Er verfaßte eitrue MNAt Anzahl ivw wächtigsn hBachls-chsn Werifen,und auch in . Pailastina war er mit der HovcvWMbe . ew-eS großen -RespMenwevleS beschäst-iglt. Er war ein irouer und MepKvugter -ZionVst uind hat.-sich, nach ddm Zuisommenlbvuch der MonEhie mx tote Sitze der indischen Nqü'loMsbewe-aniwg % Sieb e »bürgen ellt. Die Todesnachricht hat m gonz Siebenibüugen auf. tilge Trauer erweckt und die allgenveiwe Teilnahme wendet sich dem Sohm des DsribLichenen, dom gsgenwartzigen Oberraib'bi'ner van Klaalisenburg, Mba Glausner, zu. Der Vevst-s-iib-eme hin-teMßi arrßer der Witwe, -die mit chm nach PaLDina ü'berstedMe, vier Söhne und sechs Töchter. -Bier Töchter find gleichfalls an SbaWiner vecheirotet . * Die politischen Gefangene» in Polen. DaS >Julttzministerium in P o len ordnete jsum 25. August eine Zählung der politifchenHäftlinge in allen Gefängnissen deS Staates an, die die Anwesenheit von 14 19 politischenGefangenen ergab. Unter ihnen gab e» 497 Juden, 888 Polen, 299 Russen oder.Ukrainer, 148 Weißrussen, 86 Litauer »nb 15 Deutsche. ♦ Die tödliche Hochantenne. Der 81jährige Hochschüler Ernst Ättibic.ef wollte gestern in seiner Wohnung rm 8. Bezivk einen Radioapvarat ausstellon und zu diesem Zwecke eine Hochantenne beisestigen. DaS Dach schien ihm baifür: (Pt schwierig^ er wollte daher das e>ine Ende in der Mauer vor seinem Wohnifenster befestigen. Dalbei stieg er aus daS Fester, beugte sich hinaus, verlor daS Gleichgewicht und stürzte in den Lichchos, wo er mit einem SHädalgrundlbruch und schweren inneren Verletzungen bewußtlos liegen blieb. Er ist seinen Verletzungen erlegen. < * Die Lebensmüden. Der seit dem 88. h. abgäiMlge 16jährige Laufbursche Johann. K. ist in der Nähe von Wien als Leiche aus den Schienen gesunden worden. Er hat an- Lebensüberdruß Selbstmord verübt. Der 89jährige Schneidergehilife Karl P. und die 19jährige Hausgeihilftn JeTtt S. versuchten sich durch Leuchtgas zu vergPen. — Frau ie Schostal. welche, wie bereits berichtet, sich zassammen mit dem Fleischhauer Wvlfmger mit Veronal vevgistet hat, ist im. Allgemeinen Krankenhaus gestern gestorben. — Wogen häuslichen Zwistes hat sich der 6Siährige Brunnvnmeister Johann B. durch einen Schuh ans seinem JMaewchr getötet. — Der kaum 16jährige Schuhmacherlehtzling Joses hat sich in der Wohnwm seiner Eltern aus unbekannter Ursache erhängt. — Der LLjÄhrige Hilfsarbeiter Josef S. hat sich mit LenchtgaS vergiftet. — Die 86j8hrige HandelSawgestelltMSgcittin Anna I. hat sich anS einem Fenster ihrer Wohnung auif di« Straß« gestürzt nnd Aieb tot liegen. * Schutzvorrichtung und Auto. In der Taborstraße wurde gestern die Schneiderin Pan-la Nowotny von einem O-Wagen, etsaßt, geriet unter die sogenannte Schutzvorrichtung und tu litt eine Gehirnerschütterung. Der Oberrechnungsrat Franz Watt wurde aus dem StePhanSÄlatz von einem Auto überfahren und eÄ-itt einen Bruch des Schädelgrundes. * Zur Versorgung in die psychiatrische Klinik. Mittwoch hat sich der 28jährige Kaufmann Georg N e u d a bei der StaatSanwÄtschaift mit der Selbstanzeige g^tellt, daß er nach einem Strett seine Quartiergöberin erwürgt habe. Die NaMoNschungen ergaben, baß die Quartiergöberin lebt. Bei seiner Einvernaihme gab Neuda an, daß er die ganze EvzMnng erloaen habe und eMärte sein Verhalten dam« daß er sich in sehr schlechter Lage befunden «nd deshalb den Entschluß gefaßt habe, eine Mar zu ersinnen, die sich bald als unwahr Herausstellen mußte, und chm wenigstens die Möglichkeit .gewahren könnte, zur Beobachtung des Geisteszustandes in vsychiatrifche Beobachtung zu kommen vnd dadurch der Sorge für den Untechalt wenigstens für kurze Zeit übechaben zu sein. Neuda, der ga-yz normal zu sein scheint, wird wegen Irreführung der Behörde belaiM werden. * Gehfieigreinigung und GeschästSlokale. Am 1. November ist daS er-Mte RebnigungSgeld. in welchem die GchsteigreimgungSgebühr inbogrUen ist, an die Hausbesorger zu zMen. Mr höben über die neuen Sätze bereits ausfümolich berichtet» Gestern ist bereits dar LaudeSgeseMatt erschienen, dadie Verordnung enthält. Bei Geschäftslökalen, Magazinen, Garagen. Werkstätten, Dureäuräumm -usw. ist das Hundertfache deS am 1. August 1614 gezahlten Mietzinses, höchstens aber viertausend Kronen für jeden-Längenmeter her Front des Mcet* objökteS als Reimgmvgsaeld M Men. Darunter -ist aber nicht die gesamte Front deS Hans-eS, sondern jener Teil, der zu dem Lokal usw. gehört, zu verstchen. , * Freie Zahnarztstellen an stLdttschen SchulzahnMnikön. Die Gemeind« Wien schreibt die Besetzung mchrerer Zahn arztstellen an städtischen Schul-ahnKin-ken zur Besetzung ans. ÄlS Arbertszett ist vertragsmäßig die Zeit von 1 AS ß Uhr nachmtttagS festgesetzt. Bedingungen für die Mstell-un-g sind: Oesterreichische Staatsbürgerschaft Doktorat der gesamten HeMunde, Unbescholtenheit und Nachweis einer Heoretifcken und^ praktischen Ausbildung in der Zahniheilknnde. GöOrig belegte Gesuche smd. bis- 1ö. November an daS Bureau der Vevwa-ÜungSgruippe 1. Be-., Neues. Rathaus, zu richten. ' * Dar Wetter. Gestern movaenS war es vorwioMi» trüb und neblig, nur im Semineringgeviet halb heiter. Die meisten Beobachtungsstationen hatten Morgentemperaturen über 5 Grad. Borau »sa g er Wer sch l e ch t.e r u n g mit auffrischenden Winden, kurzem Regen. Temperatur nicht wesentlich verändert. - * Die Lebensmittelmärkte. Aus den gestrigen Mehmärtte» in St. Marx sind lebende und Weideuer Schweine, wie auch Kälber gegenüber der Vorwoche im Preise zurückgegangen. Da auch in der Großmarkthalle gestern 19 Waggons im Gewichte vön 126 Tonnen eingelangt sind, so dürften beute auch die Detailpreise sich billiger stellen. 'Während im Großhandel der Verkehr sich lebhafter gestaltete, hielt sich dieser im Kleinhandel in den engsten Grenzen. Der Naschmarkt wurde gestern, mit Ausnahme von Kartoffeln, in den meisten Gemüsesorten günstig beliefert. Für Spinat, Kohl, Kohlrüben und Kartoffeln war die Nachfrage besonders lebhaft. Die Preise zeigen fortgesetzt steigende Tendenz. Auf dem Obstmarkie langten Aepfeln, Birnen, wie auch Weintrauben in ausreichenden Mengen ein. Aus Italienlangte eine größere Sendung Zitronen ein. Für Geflügel, Fische unk Wild herrschte wenig Nachfrage. ‘ * Tanzinstitut Hrrmari« Braun, 14. Bez., Rviridötfgasse 4) (Entgeltlich.) vereine. Vortriige und Versammlungen. Technische- M u-s e u m. Samstag geschlossen, Sonntag von S bis 1 Uhr geöffnet. Um 10 Uhr im großen Hörsgal Lichtbilder- und Demonstraiionsvortrag von Hofmann: Störungen im Funkwesen.". . * Vorträge des Rabbiners Dr. Kaminka. Die Zuhörer der Vorträge des Herrn Dr. KEinka halben, aus ihrer Mitte ein Komitee unter' dem Vorsitz des Herrn Karl A l t m a n n, 6. Bez., MariaWerstr-aße M, gewählt, wülchrs die Ausaabc üöeriwm-meff hat, ein felbst-äMges Institut -für religiös--wissenschastliche Stüd-iön (BeH-hamidräschp unter Äsitüng-beS^ Herrn- Dr. KamirEa zu errichten. Die Vorträoe werden bis auf weite- , reS, jjtt- Bechause ^Schomer-Jsrael", Wien. L Bez., Hetzsasse