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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-30 · Heft 2048 (30.10.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2048 (30.10.1924)
Date
1924-10-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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'«tttcSI . - Cto, D»nn-r«-g Wle»„ Mürgenz-ttün«. Die Semeindrwohlen in ywßnitz. Stimmenzuwachs der JLdischnatianalen. Aus Proßnitz wird uns berichtet: Montag fanden tmter Überaus starker Wahlbeteiligung — 93 Prozent der Wählerschaft — die z w eiten Gemein d e Wahlen in Proßmtz statt sidie ersten hatten im April 1924 sta-tigefmvden, doch wurde die Ge»meindevertretu>ng wegen Differenzen zwischen dem bürgerlichen und dom soZialistischen Block ausigelost). Es wurden insgesamt 16.881 Stimmen abgegeben. Es erhielten die tfchvcho-slowakischeu Sozialdemokraten 11 Mandate, die Kommuinisten 3 Mandate, die komvWmftiische Opposition 1 Mandat, die Gewer'bepartei 3 Manidaic, die NationaldAncEraterl 10 Ma ndate, die Volkspartei 6 Mandate, die Nati-oinalso^ialisten 7 Mandate. Die I u d -i s ch n a t i o n a I c it haben 5 7 5 Stimmen (gegenüber 631 Stimmen'bei der ersten Wahl) erhalten und damit ihre zwei Mandate behauptet. 2>ie. deutschen Parteien, die in der Erwartung, di« Juden «würden für sie . stimmen, zwei Listen ausgestellt hatten, erhielten kein Mandat. Von den JüdischnatioMen gelangen die Herren Dr. Robert Sonnen mark, Advokat, und Pvo«kurist Richard Bobasch in >den Gemeinderat. Die Mahlen habe« insofern eine Klärung in den Verhältnissen erzielt, als der sozialistische Block, der 22 Manda t e gegen 20 tot früheren Gemeinderat, rnnehat, mmmehr die absolutie Majorität im Genieinderat besitzt. Der bürgerlich« Block hat 20 Mandate inne. Die Jüdischrvationalen halben sich keine m der beiden Blocks abgeschlossen; ihre-Position in Proßnitz ist durch diese Wahl gestarv worden. _ Pantaleoni gestorben. Mailand, 29. Oktober. Heute nachmittags wurde wahrend eines Empfanges der Teilnehmer des Internationalen Sparkasienkongresses, Senator Pantaleoni, plötzlich ton einem Unwohlsein befallen und ist trotz aller Benrühmyen kurz darauf gestorben. Er dürfte einem Herzschlag erlegen sein. Hristiania - Lrio. Berlin, 89. Oktober. (Wckss.) Die norwegische GejsvMfchaft teilt mit, daß gemäß dem Gesetz vom 11. Juli 1924 die Hauptstadt Norwegens vom 1. Jämrer 1926 an Oslo heißt. Der jetzige Name Christiana ist mit 91. Dezember d. I. gesetzlich aufgehoben. kinftellung der SlekttWerrmi der Lauembahn. Wie die Korrespondenz Herwei meldet, sprachen Landeshauptmann Sch u m h und Laudeshauptmairn-Stelwertreter N e u tz I e r aus Kärnten beim BundrsbcchNpväsidsnten Doktor Günther wogen Einstellung der Mektriftzierungsarbeiten an der Tauernbahu vor, gegen welchen M das Land Kärnten Einspruch echebe. Es könne kein Mensch begreifen, daß jetzt, wo die Wasierscheu.se, die Kläranlagen und der 2889 Meter lange Stolle«, sowie das Wasserschloß fast zur Gänze fertiggestellt «seien, der Bau, der bereits d r e i M i l l i o n e n Goldkrone n verschlungen habe, stillgelegt werde. Bundesbcchnpräsident Dr. Günther legte ausführlich dar, daß für die Bundesbahn In dieser Frage lediglich das wirtschaftliche Moment maßgebend sei. Die dermaligen Ber- HAtnisie sprächen auf Grund der auf gestellten RentabAitätsberechmmgm für die Einstellung deS Baues. Solltm di« Berhältnisie sich ändern, werde sofort an die Fortführung des Bauegefchvittm werden. Die beiden Vertreter des-Landes Kärnten «Märten sich von den Darlegungen des BundeSbcchnpräsideuten nicht befriedigt und bchielten sich vor, in dieser Angelegenheit noch weitere Schritte zu unternehmen. - \ Die Wöllersdorfer Angelesenheit. In den Moldungen über den gegenwärtigen Stand' der Wöllersdorfer Angelegenhmt erfährt die Politische Korrespondenz aus untere cht-eben Krisen: Bor einiger Zeit hat.die Bcktldesregieruing an 'den Hauptverband lder Industrie das Ersuchen gestellt, «inen Sachverständigen Namhaft zu. machen, der der Regierung hrnstchtlich der Fortführun g d er Wöllersdorf-er Betriebe, soweit hiebei die Geltendmachung von Bundesinteressen in Betracht kommt, fachmännischen Rat erteilen soll. Ter Hauptverlband der Industrie hat hieraus eine -in der Führung von JndustvieuuternehmnnWn erfahrene Persönlichkeit namhaft gemacht und disftr. Fachmann >hat den Auftrag erhalten, sich über die Lage zu informieren und zu diesem Zweck auch mit -den in dieser Angel-egenheit in Betracht dommenden Personen im FWung zu treten, um sodann der Regierung hinsichtlich der weiteren Fortführung der indnstriellen Unternehmungen geeignete Vorschläge zu unterbreiten. Es versteht sich von selbst, daß die Bestellung dieses Fachmannes mit dem Gang der gegen Sklarz anhängigen Strafuntersuchung nichts zu tun hat und ihren, -weiteren Verlauf in keinevä-i Weise zu beeinflussen vermag. Die BorMge im Mrgeüheütsr. .. Infolge des Orchesterstreils im Mrgercheater fand gestern eine Aufführung des Voltsstückes „Das grobe Hemd" durch ein Ensemble des Deutschen Bolkscheaters mit Dr. Tyrolt statt. Heute und morgen gastiert Alfred G e r a s ch in Sudermanns „E h r e". Es verlautet, daß sich die Direktion des Bürgertheatcrs mit dem Plan der Umwandlung des Theaters in eine Prosabühne beschäftigt. Wild-Gombör. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung") Budapest, 29. Oktober. Die Affäre Wild—Gombös ist durch die houtigen -Reden in der NationMersanlinÄung zu einem gewissen Ruihepuinkt gelangt. Wild HM seine Be« hauptungen aufrecht, brachte jedoch keine konkreten Beweise vor, worauf G ö m bös dies in einer Aeußerung, die allerdings weniger scharf aussiol als die gestridge, festnagelte. Das größte Interesse erregte jedoch die Rede des Laudesvevteiidigungsministers Grafen Csaky, namentlich feine Aeußeruing, daß sich keine Waffen mehr in Hä-wd e n Unberufener (?) befinden. In den EouloirZ Lußerie sich Minister des Innern Rakovszkh ebewsalls in diesem Sinne, «indem er sagte: Es ist aUs-gsschlossen, daß man hier einen Umsturz oder einen Putsch machen könnte. Ich garant'ML, daß die PMzei nn>d die Gendarmerie von jedem illegalen Einfluß frei sind. Wir sind beständig ans der Hut und beobachten die Ereignisse genau, so daß man uns niemaks überraschen «könnte!" Der vitterlUche Teil der Angelsgenheit Wild—-Gömlbös wird morgen- -früh durch in Duell ausgetvagen werden. Der antisemitische Lerrar in Rumänien. - , (Eigendrenst der „Wiener Morgenzeitung".) Bukarest, 29. Oktober. In der gestvigen Kammersitzung gab M-nisterPräsident Bratianu Erklärmvgen über die Cvmord-'Mg des Polizei Präfekten von Jassy durch antisemitische Elemente ab. Der Minister- Präsident Vavurtsilte entschieden die terroristischen HaMung>en und versprach wirksame Maßnahmen, um die Täter und die geistigen Urhreiber, zu denen auch Professoren gehören, festzusbelleu und zu bestrafen. Es seien bereits im Zufammenhang mit dem Mord zahlreich« Studenten verhaftet worden. Sie Wahlen in die Knitnsgemeinde. Versammlungskalender der vereinigten jüdischen Parteien. Heute, Donnerstag: 1. B t $ i 111 8 Uhr abends, Olympia, 1. Bez., Notgasse. Redner: Gemetnderal Dr. Leopold PlaschkeS, Dr. Ticho, Guido Fuchsgelb. Dr. Josef Löwenherz. 3. B e, i r k r 8 Uhr abends Caft Littvrann, 8. Bez., Radetzkystraße. Redner : Max Leo Popper, Emmerich KauderS, Doktor Diamant, Professor Rath. . 6 /8. B ezirkr 8 Uhr abends Berbandsheim, 6. Bez., KSnigseggafse. Redner r Professor Dr. S. Ehrmann, Ing. Rode» Stricker, Börserat Glück, Kommerzialrat Max Markus. 9. B e z i r k: 8 Uhr abends, Cafä Zentrum. 9. Bezirk, Rotenlöwengasse.'Redneri Dr. Georg Weiner, M.' Oesterreicher, David Neöenzahl, Julius Rosenfeld. 18. Bezirk: 8 Uhr abends Mitnacht-Säle, 18. Bez., Pötzletnsdorferallee 17. Redner r Ing. Robert Stricker, Dr. Omstein, Dr. Sofer.. 20. B ez 1 r kr 8 Ühr abends, Caft Halpern, L0. Bez., Allerheiligenplatz 17. Redner: Dv. Friedmann, Dr. Ellbogen, Dr. Waldmann, Direktor Boxenbaum, Dr. Löwenherz. « Kultnswählerversammlung in Hietzing. Eine Rede des Oberbaurates Stricker. In einer Htetzinger^ Wählerverfammlung setzte sich Oberbauvat Stricker mit der sogmannten „Wahwerernigung «für soziale Tätigkeit in k« Kultusgemeinde" auseinander. Er führte unter andeve-m aus: Alls die Zionisten in die KultuSgememde eiiWym, ging es den Beamten schr schlecht. Es herrschte noch daS gewisse BerholltniS des herMassenden Wohlwollens, wie es so lange zwischen Vorsicher'und Schcrmes bestand. Wir Zionisten er- Karten, die Beamten müßten Mnächst so gestellt fein, daß ein« Kritik ihrer Leistungen zulässig ist. Wir setzten durch, daß di« Kultusgemeindebeamten dtzn Beamten der Gemeinde Wien, also den bestgestellten Beamten, gleichgestellt sind. Tatsächlich wurden sie aber ndch bester gestellt, weil man fi« nicht nach.jenem Schema der Gemeindebeamten einreihte, das gemäß der Vorbilbun g die Beamten reiht, „Zeigen Sie mir einen Magkstratsdieirer auS dem Jahre 1919, der heute Magistratsolbevkommissär ist. Einer der Führer jener Gruppe hat diese Karriere gemacht." Aber wir stellten, als wir die GchÄtsvegulierMg durchsetzten, zwei Bedingungen: Das Trinkgelderunwesen muß verschwinden und es muß gearbeitet werden. Weil wir diese Bedtognuge-n stclltm, würden vinzslne Gruppen der KuüusgemeindeangcheUten unsere eribit tertsten Feinde — und so ist die neue Partei entstanden, welche das sazialdeurokratische Mäntelchen unchängt und auf unerhörte Weise die sozialdemok yatische Idee dazu mißbraucht, -in einer Zeit, in welcher kein Komdukteur, kein Kanalrämner Triukgölder annimmt. das S yftem des TrinkgelderunwesenS und die mangelhafte, unzureichende Arbeit zu schützen. Pir gaben ihnen das, was' Herr Breitner seinen Beamten gibt, aber, er brach die Schnorrernatur durch .und stellt ungerechtfertigte Forderungen. Vertreter der christlichen Angestellten der Kultnsgemeinde, gewevsichvifflich organisierte Arbeiter, erschimen hei dem zionistischen Vizepräsidenten der Kultusg^meinde, Herrn Dr.Friedmann, und sprachen den Wmsich aus, er möge auch künftighin im Amt« bleiben, da sie sich . einen d erst andnispo lleren nicht wünschen könnte n. Die oppositionellen. jüdischen Beamten hingegen 'evKäron ihn und seine Mitävbeiter für >,M» sozial". Sie besudeln Oberrabbiuer Thajes, der sich ftr die Beamten.so rmlich ausgeopsert hat und chr größter Wohltäter ist. Dieser Mann >begob1 allerdings da8 Kapital- M. Oktober xq&i\vh, 204$ Verbrechen, mtW felHw "''ÄM' FoM „Trinkgeld" zu nehmen^ . ' ,' ,'.. ^.;: r In seinen weiteren AusMvststgen Märt« Stricker, aus welchen Gründen diesmal zwischen den Zionisten nnd der bis-, herigen Majorität der KulluSgemeinde 'ein Komprmniß abgeschlossen wurde. „Wir haben nicht ein Titelchen von ünserem Programm aufgegeben und wir verlangen eS auch nicht von der anderen Partei. Wir fordern nachdrücklichst die aktive Mitwirkung des Äorstandes der jüdischen Kultusgemeinbe Wien am Ausbau Palästinas und wir werden siegen, denn wir vertreten den Gedanken des lebenden Judentums. Wir verlangen ferner weit stärker« Wahrung der staatsbürgerlichen Rechte der Juden, alZ dies bisher der Fall war. Der Kultus- Vorstand m n ß a l s d e r e r st e u n d b e st e Vertreter des Judentums a >n e r k a n n 1 w e r de n." Stricker behandelte sodann die einzelnen Täti>gßeitsge.'biet« der Kultus, gemeinde in der versiossonen Verwaltungsperiode und stellt« mit Genugtuung fast, daß die Zionisten insbesondere, aus dem Gebiete der Jugenderziehung bei. der bisherigen Gegenseite ernstes Verständnis gefunden haben. Eine Ruhmestat d«S Oberrabbiners Dr. Chajes sei die Gründung und Führung deS Religionslehrerseminars. Die Qualität der Jugenderzicher, wv'lche aus dieser beispielgebenden Anstalt hewovgcht, stche himmelhoch über den bisherigen recht svagwürdigen Mischen Jugendbiildnem und Lehrern. Redner schloß seine von wiederlholtem Bvifall unterbrochensn Ausführungen nrit der Warnung, am Wahl- 1 age lässig zu sein, weil sich die Hauptparteien geeinigt hätten. Me äbsolutt Majorität genügt nicht, weil der Proporz ausschlaggebend sei. Wenn die absolut programmlose Gruppe unzufriedener Beamter, welche unter der Parole „sür soziale Tätigkeit" in den Wahlkampf tritt, in die Kultusgemeinde vinziehe, werde nach der Sachlage ein Zusammenarbeiten unmöglich sein und das Resultat wäre die kostspielig« Ausschreibung neuer Wahlen. Auch di« Redender Kandidaten, Architekt Dr. Karplus und Goldschmidt, welche daraus hinwiesen, wie durch gedeWche Zusammenarbeit zweier Parteien, die in mancher Beziehung eine Weltanschauung trennt, die Kultusgemeinde saniert worden sei, wurden mit großem Beifall ausgenommen. Ern Mtglied der Versammlung, Herr Fritz,' der sich als o rganisierter Sozialdemokrat bekannte, nahm ebenfalls scharf gegen die fragwürdigen Wahlwerber, der „Wahilvervinignng für soziale Tätigkeit in der Kultusgemeinde", Stvllung und trat für die Wahlgemeiuschast der Kandidaten der Union und dOr zionistischen Partei auf, * Masienflucht an» dem Judentum. Citte^rteue WaWÜge. . iKtz den «BeziÄsnachrichten für bi« ivesttichen B>> zücke Wiens" erschien ein von Herrn Dr. Max Horow i tz gezeichneter Artikel, welcher sich mit der Steuerpolitik des fttzi attretenden KultusvorstandeS befaßt und zu dem Schllrsie kommt, daß der Kultusvorstand durch ü b e rmaßig hohe Besteuerung eine Massenflucht der Juden aus der Kultusgemeinde bewirkt hat. Er macht die Zionisten, welche die SteuerpolitÄ maßgebend beeinflußt haben, und auch die „Wiener Morgenzeitung" für dies« „Dezimieruing" des Wiener Judentums verantwoEch. Dr. Horowitz schreibt unter anderem: „Die AustrittSbÄvegung hat in der letzten Zeit einen erschrecken den Umfang angenommen. Bei näherem Zusehen wird man die Beobachtung, machen können, daß die 'Ausgetretenen vorwiegend wohlhabend«n.Bürgerkreisen anaehöreN. Es ist nicht mehr wie. früher Ehrgeiz und Streber«, Titel, und Strllensucht, welch« m Wien zum Abfall vom Judentum führen, sondern die ganze unvernünftige Steuerpolitik, welche von der KaltuLgememde seit mehreren Jahren betrieben wird. Das kann man von allen Seiten bestätigt Höven. Auch di« zionistisch« Partei findet es nicht der Mühe wert, sich mit dem Gegenstände eingehender zu befassen, . und die „Wiener Margenzeitung" veröffentlicht War regelmäßig die Namen, der Avsgetvetemn, schweigt sich jedoch im . übrigen.gründlich aus/ „Bei näherem Zuscheu," um die Worte des Artikelfchveibers zu gebrauchen, steL sich .'heraus, daß die B.ehauptungeu des Herrn Dr. Horowitz von A . bis Zun wahr find und daß er sich unterfängt, ohne auch nur eine einzige Ziffer geprüft zu /haben, auf Grund Leeren Bezirks- und Kaffechaustvatsches über die zionistische Partei und die Morgenzeitung he^usallen. Hier di« amtlichen Ziffern, Zahl, der Austritte: 1919 151st, 1930 1271. DaS'sind die Jahre, in welcher die von Herrn Dr. Horowitz gelästerte Steuerreform, noch nicht eiugeführt war. Damals zahlten die Juden geringfügige Steuern in entwerteter Valuta und die Gemeinde Lebte von Spenden und Anleihen.. Zahl der Austritte in den Ja-Hren der Steuerreform: 1923 1223, im ersten Halbjahr 1924 639. Also eine Abnahme der Austritte! Noch krasser tritt fei« Unwahrheit und Leichtfertigkeit . der von Herrn Är. HorMitz ohne die gerinigsle Sachkenntnis erhobenen Anklagen zutage, wenn man die folgenden Ziffern in Betracht zieht: Vön den 1223 im- Jahre 1923 Ausgetretenen waren 1981,^also 88,5 Prozentüberhaupt nicht besteuert,, von den restlichen 143 zahlten 83 unter 100.900 K., bd üiber 100.000 K. Bon den im Halbjahr 1934 Ausgetretenen. 689 zahlten 541 - überhaupt keine SMer,:Mter M.M K. zahlten. 50, von 100.000 bis . M.Y00".K.' MllM' 27, über 200:000 K. mn 21. Diese'' Ziffeyr .charakterisieren den Wert der Kritik, die Herr Dr. Hovowitz -an der Steuerpolitik des Kultus-Vorstandes, an den Zionisten und der „Wiener Morgenz-cituug" so strenge übt. <

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