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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-30 · Heft 2048 (30.10.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2048 (30.10.1924)
Date
1924-10-30
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Ur. 2048 Wim, DouüerKtag Ler Nobel-Preis lür MedW. Man berichtet uns: Der Nobel-Preis für Medizin für das Jahr 1924 wurde dem Professor der Universität Leyden, Dr. Willem Einthoven, zugesprochen. Elnthoven ist der Erfinder der Elektrokardiographie, der Methode, die elektrischen Ströme Mtions-Stvöme), die sich bei der Tätigkeit des Herzens bilden, durch den Ausschlag eines sehr feinen Galvanometers (Saiten-GManome!ers) anfzuzeichnen, um dann aus dieser Kurve, dem Elsktrokardiograndm, MckschWsse auf die Störungen der Herztätigkeit zu ziehen. Die Methode ist besonders für die Erforschung und Diagnose der Herzrhythiuusstörnngen wichtig geworden. Schweres Autounglück bei Llmütz. Aus Olmütz wird uns'berichtet: Ein furchtbares Automohilurrglück hat sich heute früh bei Olmütz zugetragen. Ein Automobil, in dem der Sohn des Proßniher Kleiderfabrikanten Moritz Rieß, der 27jährige Kaufmann Walter Rieß in Begleitung des Fräuleins Irma Richter, einer Tochter des Proßnitzer Fabrikanten Josef Richter saß, verunglückte auf der Rückfahrt von Mährisch-Ostrau nach Proßn i tz. Der Wagen übcr-schlllg sich und die Insassen wurden unter chm begraben. Rieß und Frl. Richter blieben auf der Stelle tot. Der Chauffeur erlittfchwereVer- 'eHungen an Beinen und ArMeu. War in Nmerika an kinkomrneniieuer gezahlt wild. Interessante Steuerleistungen bedeutender Persönlichkeiten. Aus New-?jork wird gemeldet: Die Angelegenheit der Ver- -ffentlichung der Steuerletstungen beschäftigt nach wie vor die öffentliche Meinung. Die Zeitungen bringen s p a l t e n l a n g e L i st e n der großen Steuerzahler nach den amtlichen Aufstellungen. Die jüngste Liste umfaßt die P e r s o n a l e i n k o m m e nsteuern zahlreicher hoher Beamter und p a l i t i s ch e r P e r s ö n l i ch k e i t e n, darunter den Präsidenten Coolidge mit 6643Dollar, Senator L a Follette mit 641, Senator B o r a b mit 534, den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Davis mit 84.423, Staatssekretär H n g h e s' mit 3698, den gewesenen Staatssekretär V o o t mit 10.242, den Präsidenten der Arbeitergewerkschast Samuel G o m p e r s mit 888 und den Gouverneur des Staates Rew-2)ork Alfred S mi th mit — 31 Dollar. Unter den prominenten Steuerzahlern steht der Großindustrielle William W r i g I e y mit 1,154,420 Dollar an der Spitze. Der Stahlkönig Schwab zahlt demgegenüber nur 29,484 Doblar, der Bankier Thomas W. L a m o n t, der Konrpagnon Morgan s. 47.820, der Zeitungsherausgeber William Ncmdolf H e a r st 40.537 Dollar, der NennstallbesitzerH. P. W h i t n e y 34.731, der Bühnenschrtftsteller David. B e l a s e S 13.836, der Sohn und Hanpterbe des verstorbenen Eisenbahnkönigs' G o u l d, Frank Iah G o u l d, 283.693, der in dem Oelskandal vielgenannte Petroleummaguat E. L. D o h e n y 159.674,- die Filmschauspielerin P e g g y ' I e y c e 1569, der Petroleumgroßindustrielle Harry F. Sinclair, der Vorsitzende des größten anrertkanischen PetrolenmtrnsteS bloß — 215 Dollar, der ZeitungSberausgeber Adolf Ochs 65.692, William V a n d e r L i l t 130.000, der Verleger Edward B o k 247.000 und Edith R o ck ef e l l e r - Mac C o r m i ck 133.037 Dollar. Am sensationellsten, wirkt wohl die Personaleinkommensteuer JackieCoogans. Der kleine Filmstar bezahlt nicht, mehr als 5 0 5 D o l l a r Personaleinkommensteuer im Jahr. FünszigiShriger Zubiläum des Belgrader jüdijchku Frauenvereine». (Eigeudienst der „Wiener Morgenzeitung".) Belgrad. 27. Oktober. Der weit über die Grenzen Serbiens hinaus bekannte I ü d i sch e. F r au e n v e r e i n in Belgrad feierte am 26. dl das fünfzigjährige Jubiläum seines Bestandes. Die. Feier begann mit einem Jcstgottesdienste in der- Synagoge, bei der die Königin durch ihre Hofdame Frau Hodzic vertreten war.. Denü Festakte wohnten Delegierte der anderen Frauenveveine aus Belgrad und der Provinz an. Der Großrabbinev hielt bei diesem Anlasse eine Rede, in der er das Wirken des Vereins auf humanitärem, kulturellem und nationalen Gebiete hervorhob. Um 3 Uhr nachmittags fand im Saale des Palacehotels die Festsitzung statt. Die Regierung war dabei durch den Kültuisiminister Dr. Anton Koro sch ec vertreten, die Stadt Belgrad repräsentierte Bürgermeister M. M a r j a n o v i c, für die Beamtenschaft des 'Kultusministeriums war Direktor I a n j i c anwesend. ' Im Namen des Vereines begrüßte Frau Präsidentin Helene de M a j o die Gäste, worauf die Sekretärin Frau Almuli über die Tätigkeit des Vereines in den fünf Dezennien seines Bestandes referierte. / ' Ter Jüdische Frauenverein wurde im Jahre 1874 in Belgrad als erster Frauenverein im ganzen Lande gegründet und hatte ursprünglich nur den Zweck, Wöchnerinnen und Witwen zu unterstützen, behüte aber später seine Wirksamkeit auf ein breites Feld über das ganze Königreich aus. Im Jahre 1906 nahm der Verein an der Gründung des Verbandes der Frauenvereine in Novisad tätigen Anteil und setzte auch späterhin seine Teilnahme an dem Verbände fort. Während des Krieges in den Jahren-1912 und'1913 war der Verein dem Roten Kreuz hilfreich zur Seite gestanden, errichtete eine Arbeitsstätte zur Herstellungvon Rl ilitärwäsche, indes viele seiner Mitglieder als Wärterinnen und Pslegeschwestern tätig war. Der Verein unterhielt auch -ine Nähshnle mit 54 Pfleglingen. Seine Tätigkeit er- Miener Modenzeitung. 30. Oktober 1924 Seite 8 Am " “ des Völkerbundes über k. IM IIMHlt k l das . . Sie Aufgaben der MandatskowmRion. Gerrf, 29. Oktober (I. T. A.) Im Zusammenhang mit der jetzigen Tagung der ständigen MandatskoAlmission des Völkerbundes hat das Sekretariat des Völkerbundes ein kleines Buch über die M a nda ts f r ag en erscheinen lassen.'Die Publikation behandelt den Ursprung des Mandatssystems, die Mand-atsibestimmuNgm des Völkerbundes, den Unterschied der A-, B- und C-Mandate, die VerantworMchkeit der Mandatarmächte vor dom Völkerbund, das Uübevwachungssystem des Bundes über die Verwaltung der Mandatsgebiete it. a. m. Das Jüdische Nationalheim. Betrafstud die M a n d a t s b e st i m m u n g e n s ü r Palästina wird daraus hingewiesen, daß hier gewisse "besonder e Umstände obwalten. Das palästinensische Mandat besagt, daß die.M andatsmacht dafür verantwortlich ist, daß solche politische, administrative und ökonomische Bedingungen geschaffen werden, daß die Errichtung des jüdischen Ratio n alhe i ms und die E nt w i ckl u ng der S elbstv erw a l't u irg s i n ft i tut i o n e n sichergestellt sind. Eine besondere Organisation, Jewish Agency genannt, wird als eine öffentliche Körperschaft anerkannt, die mit der Verwaltung in Angelegenheiten, die das jüdische Nationalheim unfe die Interessen der jüdischen Bevölkerung in Palästina betreffen,' zusammenarbeiten soll. Die Zi onistische Orgauisatia n wird als A g e n cy anerkannt. Sie soll Schritte unternehmen, um die Kooperation aller Juden durchzusühren, die Willens sind, an der Errichtung des Mischen Nalionalheims mitzuarbeiten. Die dldministraiion'soll unter entsprechenden Bedingungen die jüdische Einwanderung erleichtern und die jüdisch e Ansiedlung aus dem Landesordern. Das zu schaffende Büvgevschastsgesetz Palästinas soll die Erwerbung der palästinensischen Bürgerrechte allen jenen Juden erleichtern, die ihren Dauerwoh'iffitz in diesem Lande nehmen. Andererseits legt das Mandat Nachdruck aus die Verpflichtung der Administration, daß die Rechte und die Lage der übrigen Bevölkerung durch diese Politik nicht beeinträchtigt werden. Die Ueberwnchrrrrg der heiligen Stätten. Es wird erwähnt, daß die britische Regierung mehrere Vorschläge 'betreffend-die Einsetzung einer (laut Artikel 14 des Mandats von dem Mandatar zu ernennenden) Kommission zwecks Regelungder FragederheiligenStätten, der Rechte und Ansprüche der verschiedenen religiösen Gemeinschaften in Palästina unterbreitet hat. Es wird daraus hingewiesen, daß die Kontrolle über die Herligen Stätten und rÄigiösen Gebäude oder Plätze in Palästina in der Vergangenheit Anlaß zu Schwierigkeiten und Konflikten gegeben hat. Die bisherigen Vorschläge der 'britischen Regierung haben den Ansichten aller der im Vübkerbarndrat vertretenen Mächte nicht entsprochen. Die britische Regierung hat der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Mächte, die ihren Vorschlägen nicht zustimmen konnten, sich bemühen werden, einen annehmbaren Plan dem Völkerbund zu unterbreiten. Dir Mandntstervrtorien Weeden im Name» des Völkerbundes verwaltet. Es-wird betont, daß die Mandatsterritorien im Namen des Völkerbundes als Ganzes verwaltet werden; dieses schließt die ind i r ek te V er a n two r tun g aller s einer Mitglieber in sich. Mit der Ueberwachung der Mandatsausübung irr erster Instanz ist der Völkerbundrat betraut, Die permanente Mandatskommission ist nur eine beratende Körperschaft; sie hat keine Macht, irgendwelche Beschlüsse zu fassen oder den Mandatarmächten direkte Vorschriften zu machen. Andererseits werden die Beschlüsse des VMerbundrates zum großen Teil -auf den Erwägungen und Anregungen der Mandatskommission basieren. Es wird erwartet, daß die Mandatskommission die ganze Administration vom Standpunkt der vom Völkerbund zugrunde gelegten Prinzipien betrachten wird. Die Kommission begnügt sich daher nicht mit der negativen Zbufgabe der Feststellung, ob die Mandatsmacht innerhalb der Grenzen der ihr verliehenen V o l lm a ch t geblieben ist, sondern sie prüft außerdem, ob von dieser Vollmacht guter Gebrauch gemacht worden ist, ferner ob die Administration sich den I nteressen der einheimischen Bevölkerung anzepaßt habe. Die Kommission prüft und erörtert jeden Bericht i« Gegenwart des bevollmächtigten Repräsentanten der Mandatarmacht, der jede etwa erforderliche ergänzende Information zu geben hat. Sobald die Diskussion zu Ende ist und der Repräsentant sich zurückgezogen hat, entscheidet die Kommission über die dem Rat zu unterbreitenden Eindrücke. Die Beobachtungen werden der Mandatarmacht mitgetM, die berechtigt ist, ihrerseits Erläuterungen hinznzuifügen. Solche Erläuterungen werden gleichzeitig mit dm Berichten der Mandatarmächte und den Beobachtungen der Kovkmission veröffentlicht. . AMERICAN TAILORS Inhaber; Max Alrar Brüder Koch Ges. m. b. H. 8. Bez.. Mariahilsekstraße 17 Mezzanin Fernruf 9484 Erstklassige Maß - Schneiderei für Herren / Reiche Auswahl in feinen englischen Stoffen / Elegante Ausführung / Billige Preise streckt sich auf alle humanitären und nationalen Agenden des Reiches. Im Namen der Regierung hielt Minister Dr. Koroschec eine Begrüßungsansprache an den Verein, Bürgermeister Marjauovic sprach im Namen der Belgrader Stadtgemeinde, Frau Delfa Jvanic begrüßte den Verein im Namen'des Verbandes, Frau L ozanie im Namen der übrigen Belgrader Frauenvereine. Hierauf hielten die Delegierten ihre Ansprachen. Heute ivurde über die Gründung eines Verbandes aller jüdischen Korporationen im Lande verhandelt, abends fand im Palaeehotel ein Festbankett statt. Ae letzten Kurse. »ronbou, 29. Oktober. (Devisenkurse.) Wien 319.000, Prag 131,—, New-York 4,50V,, Paris 86,255, Brüssel 93,825, Rom 104,20, Zürich 23,416, Madrid 33,525, Amsterdam 11,4*4/», Kovenbagen 26,105, * Christiania 31,525, Stockholm 16,903, Helsingfors 179,25, Berlin 18,90, Athen 359,50, Bukarest 807,60. London» 29. Oktober. Effektenkurser Oesterrelchische Anleihe 93,—, Tschechische Anleihe 99,50, Prager Anleihe 90,50, Skoda 93,—, Bankverein 8,—, Bodenkredit 16,—, Central- Mining 11% General Mining 13„ Diamonds 17,9, DebeerS 11V«, Rio Ttnto 85,-, Royal Dutch 28,25, Shell 4,10. Paris, 29. Oktober. (Radio.) Effektenschlußkurse: Banane de France —.—, Pragobanka 390,—, Credit Lyonais 15,81 Suez 7796, Platine 798, Dabrowa 650, Banque Ottomane' 866, Central Mining 1011, Rio Tinto 2195, Le Naphte rusie 367, Succeried Egypte 1041, Cautschoucs sin 166 Chartered 61,60, Debeers ordin. 1010, GoldfieldS 84.— Huanchakas 399,-, Jägers Fontain 241,—, Ntalacca ordin." 166. Maltzoff417,—, Mexican Eagle 91a/4, Padanq 405- Rand Fontain 91'/., Raudmine 346^/., Silva plana 158,—, Tanganhika 180,—, Tnbice soie 627.—, Utah Ccbper 15,56, Shell 349,— Royal Dutch 24,030. Burmah —, Bakon 24,28. Paris» 2^. Oktober. Devisenkurse: London 85,89, New- Uork 19,06, Belgien 91,70, Holland 761,50, Italien 82,50, Warschau —, Prag 57,—, Bukarest 10,65, Schweiz 366.50, Wien 25,75. Aew-Bork» 29. Oktober. (Radio.) Devise uschlußkurs e: Taggeld 3 bis 3l/4®/0, Wechsel auf London 4,47'/., 60-Tage-Wechsel 4,30^/g, Paris 5,24, Amsterdam 39,34, Prag 2,98a/8, Berlin Schlußkurs 23% Silber 69,6^. . New-Vorkl»29.Oktober. Effektenbörse. Atchinson 106% Baltimore 61,—, Canadian Pacific 149?/., Cbeasepeacke 83,—, Eari 27.75, Greath Northern 61, Milwaukee 12,75, Northern Pacific 62,75, Union Pacific 138V., United Steels 107'/,, Royal Dutch 41V«, Southern Pacific 93'/,. Das Schien de« Genies. Der pathollogifche Anatom Grvd Pvafeffor der Parffer lniversität ist Professor Louis. Dreiser Gelehrte war, wie me. pariser Blätter schreiben, an das Totenbett des verstorbenen Lnatole France berufen worden, um die Einbalsamierung des wlauchten Leichnams zu überwachen. Als der Arzt vor dem chmalen, ganz aufgebrauchten Gmüsenkörper stand wurde er >on dem leidenschaftlichen Wunsch beseelt, dieses Gehirn prüfen iit dürfen, dem so viel ünsterÄiche Werke entsprossen waren. Öie Angehörigen und die Freunde des Toten sträubten sich zurächst dagegen, daß das Messer so unbarmheWg m den Lerb >es Mannes dringe, den sie so innig verehrt hatten. SchuM ich siegte die Üeberredungskraft des Professors ^Loms. Es vuvde 'ihm gestattet, das Gehirn aus seiner Schale herausZU- Äsen. Nrrn wird Oer Welt erzählt, daß in dem asketischen Nönchskopfe von Anatole France ein außeroridenÄrch großes rnd wohlgelbildetes Gehirn gelebt hat.^ Der Forscher hat sich nit der verstorbenen Materie, die. einstmals die unstevolrchen ^deen des Genies beherbergte, in die,Einsamkeit semes St-u- )iemimmers zurückgezogen. Er hat die tvagiische Freude, eriählt, die ihn bewegte, als er mit den WeMeugen semer Wissenschaft dieses Wunderwerk der Schöpfung betrachte^. Das Mirn des Dichters zeigte alle die gcheimen Schonhelten, Labyrinthe, Windungen und WöMugen, die charakteristisch ind für die irdische' Godankenwohnung eines tiefen Tankers. Ls wird erinnert an die Gehirne von Goethe und von Byron, )ie auch Spuren einer derartigen Ueberentwickluna gezeigt wben. Wie eine seltsame und mystische Erzählung mwgt der bericht von den weiteren Umständen, unter denen die Pwrfunq dieses Gchirns vor sich ging. Bevor der Arzt die Materie )ieies Gehirns in seine Obhut genommen hatte, war ihm die Pflicht zugefallen, das Gehirn eines Lustmorbers zu mitLr- ^chen. Es handelte sich um den bestmlischen Verbrecher Finatti, der in Paris eine Dirne gemeuchelt, gräßlich MtuckM und für die Wuttat mit seinem Leben gsbußt hatte. So sch Professor Louis nacheinander in die Gedankenkammer eines der niedrigsten Menschen, die die Welt geboren hat. und rn die Jdeenstätte des feinsten Kopfes, der dem lra^ffck^ und europäischem Geiste gebot. Der Forscher war t-es echhuttert von dem Anblick der Entartung und von dem Anbl-ick der höchsten VoWommenheit. Er war aber em Schüler des solEN Anatole France in seinem Skeptizismus und m seiner uje* dingten Anerkennuna der irdischen Dinge. Man fragte chn. „Haben Sie sich nicht gefürchtet vor solchem, Lxunlea? Der Gelehrte erwiderte: „Es mußte sein, es mutzte aeschchrn. damit die MensckM sich erkennen und nicht rn densentimentcLen Aberglauben versinken, den Anatole France alle Zeit sernEs Lebens bekämpft hat!" Vrabsli dan« Dr. Seipel. MnistevpvästdM Grabski hat an Bundeskanzler Dr. Seipel folgendes Telegwrnm gerichtet: Ich lege Wert darauf, Eurer Exzellenz die volle ErkenntbichM der Pcknifchen Negierung und des polnischen VoAes für die großherzige Unter st ü tz u n g, die Oesterreich M der Uebersührung der Ueberreste des Dichters Henrik S i e n k i e w i e z -in die Heimat gewährt hat, zum Atlsdruck zu bringen. 527828

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