Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2047 (29.10.1924)
- Date
- 1924-10-29
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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t ’, PBPWi^U «WM.W.. Nr. 2047 Men, M'DwoH r>,*«W^r* n' <V Wiener Morstenzeituns. schafttichen Akademie erst mit den Studenten genwinsanr an einem Zechgelage teilnahm und dann von den Erwachenden zu Tode geprügelt «wurde. Die,Deiche wurde von den Studenten auf die Schienen geschleppt, um einen Unfall vorzntäuschen. Sonderbarerweise wurden die Studeuten, die unter der Last der Belveise gestehen mußten, und selbst der Hörer Zoltan Szaho, der gestand, den tödlichen Stich g-eaen Nggy geführt zu haben, über höhere Weisung auf sreiem Fuß belassen. Wild. Gömüös und Erzherzog Albrecht. rigendienst der „Wiener Morgenzeitnng",) Budapest, 28. Oktober. Der offene Brief des Abgeordneten der Regierungspartei Josef Wild an Julius Gömbös, worin er dem Führer der Nassenschützler vorwirft, einen rechtsradikalen Putsch zugunsten des Dhronprätendenten Erzherzogs Albrecht zu organisieren, bildet das Tagesgespräch in politischen Kreisen und in der Oeffentlichkeit. Die, ritterliche Austragung der Kontroverse zwischen Wild und Gömbös dürfte u n t e r b l e ib e n, da Abgeordneter Mid entschlosien ist, die Angelegenheit ausschließlich mit politischen Argumenten zu .Ende zu führen. ,; Ministerpräsident Graf Bechlen beauftragte gestern nachmittags den stellvertretenden,/ Oberstadthauptmann Hetenyi, die polizeiliche Untersuchung in der Richtung einzuleiten, ob die Rassenschützlev tatsächlich einen bewaffneten Umsturz der bestehenden Ordnung planen. In der Nationalversammlung ergriff vor Eingang in die Tagesordnung Abgeordneter Gömbös das Wort. Er erklärte, er Wnne die Gepflogenheit nicht billigen, die Fragen,, die vor die Nationalversammlung gehören, in den Spalten der Zeitungen anszutragem Die gegen ihn erhobenen Anklagen seien so schwerwiegend, daß er die Geduld der Nationailbersammlung in Anspruch neh^ men müsie. Es sei eine Geschmacklosigkeit sondergleichen, daß ein alter Kamerad ihm in den Rücken falle. Redner verfolge seine politischen Ziele, die nur der ungarischen Sache dienen sollen, offen und ehrlich. Er frage den Präsidenten der Einheitspartei und den Regierungschef, ob sie mit dem offenen Brief Wilds etwas zu tun haben. Der geschäftsführende Vizepräsident der Regiernngspartei, Almassy, antwortet: ,,Nein", was Abgeordneter Gömbös dankend zur Kenntnis nahm. Er fuhr sodann fort: Wenn es sich aber um eine individuelle Aktion Wilds handle, fordere er ihn auf, seine Anklagen offen vor der NotionalversammluNjA. zu . beweisen. Die Montags blätter seien konsequenter gewesen als Wild, denn dort werde offen gesagt, daß es sich um einen Alb recht -Putsch handle. Ein Putsch wäre heute, von wo immer er kommen möge, e.ine Verrücktheit. Das Aufwerfen der Königssrage diene bloß dazu, die angestrebte christliche Konzentration zu verhindern und die Anhänger der freien Konigswahl mit den Legitimisten zu' entzweien. Redner habe sich seil dem unglücklichen Königsputsch. Von dieser Frqge abgewendet, denn in der heutigen Lage könne sie ohnedies nicht erledigt werden. * Es sei seine politische'UelberzeNgung, daß die Herrschaft im Budapest er Rathaus picht von einer lircksgerichteten Mehrheit «bemommen werden hürse. Es sei Aar, daß er bei den Wahlen mit allen Kräften; einen Einzug Vazsonyis ins Rathaus zu verhindern trachten werde. Doch sei niemals davon die Rede gewesen, daß , er mit organisierten Massen gegen Budapest marschieren wolle. Er nehme an keiner Organisation teil und habe von bewaffneten Organisationen keine Kenntnis, sondern er wisse wohl, daß Umgarn nicht gerüstet sei und daß die ungarische Armee nicht über so viele Gewehre verfüge, als sie brailche. Daß auch die Person des Erzherzogs < Albrecht in die Debatte gezogen worden sei, halte er für eine politische Geschmacklosigkeit. Wild habe mit seinem offenen Brief niemandem einen Dienst erwiesen, sondern die Lage sowohl innerpolitisch wie außenpolitisch erschwert. Zum Schluffe Gezeichnete Abgeordneter Gömbös die Darstellung Wilds als Naivität eines femininen, hysterischen Mannes. Im weiteren Verlaufe der Sitzung kam es wieder zu überaus heftigen Zusammenstößen -wischen den Sozialdemokraten und den Rassenschütz l e r n. MbH. P r o p per griff die Büdapester Ge- Meinderatsmehrheit heftig an, wobei es wiederholt zu einem lärmenden Wortwechsel zwischen den Sozialdemokraten und den Mitgliedern der Rassenschutztruppe kam, der seinen Höhepunkt erreichte, als der Redner erklärte, das die D i r e k t i o n s m i t g l i e d e r der elektrischen Straßenbahn, durchwegs F ü h r e r d e r ch r i st l i ch e nKo nlm u n a I p a r t e i, jährlich 800 bis 1000 Goldkronen a n Tantiemen beziehen. Abg. L e n d v a y ruft: Niederträchtiger Halunke! Schmutzkerl! Wg. R e i s i n g er schreit: Gemeiner Schwindler! Lügner! Präsident Siovszky läutet ununterbrochen und ruft die beiden Abgeordneten zur Ordnung. Mn neuer Bsdenkauf in PaMina. Im Emek Jesreel. Nach einer uns soeben zugekonunenen Meldung aus Palästina hat die Pallest me Land Development Company einen neuen größeren Bodemkauif im Eine? Jesreck Abgeschlossen. An der Neichsstraße Haifa—Nazareth—Tiberias ist das Gebiet von Knskus und Talbum mit einem Flächenausmaß von 12.0 0 0 D u n a m erworben worden. Das neu erworbene Gelbiet liegt zwischen Jadjur und Ncchalal, ist teilweise bewaldet und besteht aus 60 Prozent guten Flachlandes. Die P. L. D. C., bezw. deren europäisches Bureau „Meschek", hat sämtlichen Vertretungen der einzelneir Länder in Europa und Amerika die Weiis.lmg erteilt, den Verkauf dieses neuen Areals unverzüglich zu eröffnen. Der Preis pro Duuam arrrel io vierten Bodens in Knskus und Tabum beträgt fünf ägyptische Pfund. Der Boden wich nur in amelioriertem Zustande verkauft. Die Bedingungen in bezug aus die Anzahlungsquote und den mchrj ihrigen Stundungstermin sind diesmal viel günstiger als je zuvor. Allfällige Auskünfte über Bodenerwerlb Mischer Interessenten in diesem Gckbiete sowie über Bauparzellen am Zentral k a r m e l (Weftkarmel ist vollständig verkauft) in' T e l- Awiw und Jerusalem sind täglich vormittags im Palästinareiferat des Zionistischen Landeskomitees, Talborstraße 20 a, Zimmer Nr. 7 (Telephon 46-3-25), erhältlich. Die Novelle zum NationalbaMatut. Die Hevbftsesiivn 'des Nationalrates läßt sich trotz der Opposition der Sozialde-moikvateu, die auch gestern wieder eine dringliche Anfrage zur Beratung [telMeit, gar nicht übel an. Drei der in der Genfer Konvention vorgesehenen Gesetzesind schon vom Ausschuß erledigt und werden heute vom Nabioualrat und morgen vom Bundesrat 'beschlossen werden. Die vom Finanzkomitee des Völkerbundes angeregte Statutenänderung der Nationalbank,deren Wesen bekanntlich darin besteht, daß gewiss« Entscheidungen, namentlich die -Festsetzung des Zinsf-ußes, einem Exekutivkomitee übertragen 'werden sollen, wurde gestern im Hanse einer kurzen ersten Lesung unterzogen. Abgeordneter Allina sprach die Bsfürchtmmg aus, die Verlegung wichtiger Beschlüsse aus dem Nationailvat in dais Exekutivkomitee müsie als eine weitere Einengung des ösfeutkichen Einflusses auf die Gestion der Nationa.lbank und d-amit vor allem auch aus die wirtschaftlich entscheidende FuMion der Hinauf- und Herabsetzung des Zinsfußes erblickt werden. Leider sei es: dem Finanzministerium Hss heute nicht gelungen, jenen finanziellen Mtt-eilPunA zu schaffen, 8er für di,e Abwicklung aller Bankinsolvenzen und der Schwierigkeiten, die sich in den letzten Monaten ergeben haben, ein brauchbares Instrument davstellen würde, lieber die G e ld i nst i tut s z e n t ra l e fei zwar viel gefpvo>chen worden, aber von der praktischen Auswirkung einer solchen Finanzstelle ist bis jetzt noch nichts z n merken. Die Schaffung neuer Deckungsbestimmruingen sei zu dem Zwecke erfolgt, um d i eneuen S chilli ng e des Finanzministers einer Bestimmung zuzrusühren. Das m i ßglückte Experiment mit den nahezu überwertigen . Schillingen soll nun l i q u i d i e r t werden. Abg. Dr. Gürtler fand an den: Exekutivkomitee schon deshalb mehr Gefallen als an bcm Generalrat. weil keine Dankdirektoren darin sitzen. Der Finanzminister habe unigewollt mit der Ausgabe der Schillinge durch das Steigen des SWerwerbes ein gutes Geschäft gemacht, da der Edelmetallwert der Scheidemünze in den Barschatz einbezogen wurde, abgesehen davon, daß durch Hinairsgabe der Schillinge seinerzeit mit Gewinn die Schuld des Bundes an die Notenbank kleiner geworden ist. Das Gesetz wurde'dom Finanza>us>s,chnß zugewiesen. Schließlich gelangte sodann eine d r i ngl i ch e A nfrage der Sozialdemokratien an den Berkehrsminister wegen eines Erlasses zur Beratung, worin die Dispensehen als ungültig bezeichnet und die Pensionszahlung an eine Dispvnswitwe sistttrt wird. Nächste Sitzung: Heule um 11 Uhr Vormittags. Gegen das PsWsam. Die Wiener Handelskammer hat beschlossen, an das Buudeskan-zlemmt ein? mobs vierte Eingabe mit dern Ersuchen zu richten, das Paßvisum gegenüber sämtlichen Staaten Europas gänzlich abzuschaffen und auch die Einhobung einer Grenzüberschreitungsgebühr fallen zu lassen. Bloß bezüglich Sowsetrußlands n>nd seiner Randstaaten soll eine Ausaiahme gemacht werden. 29. Oktober 1924 Seite 8 mm Re Wahle» m die Kuttusgemeinvr. Ein gemeiner Ausfall gegen den Oberrabbiner. Tie soeben erschienene erste Nummer des Blattes „Die jüdische meinbe", *üffi« llelles Orfiatt des Verbandes der Angestellten )er Israelitischen Kultusgemeinde, bringt folgende Notiz: „Chajes geht. Vor vierzehn Tagen meldete das „Neue Wiener Journal", daß Oberrabbmer Dr. Chajes Wien verlassen und :ine leitende Stelle au der Universität von Jerusalem annehmen werde. Es was schließlich zu Mvarten, daß Oberrabbiner Chajes, der hier seit dem ersten Tage seiner Wirksamkeit sich mehr als jüd-i sch Nation ak'dr Politiker und beinahe gar nicht als Rabbiner betätigt hat, endlich einmal au§ seinerbisherigen Amtsführung die letzten Konsegenzen ziehen werde. Die „Wiener Morgenzeitung" nahm Gelegenheit, diese Nachricht zu dementieren. Am ersten Tage des. Rosch-Haschanah-Festes hat nun Oberrabbiner Dr. Chajes in der Predigt seine Zuhörer mit der Mitteilung überrascht, daß er demnächst nach Palästm-a gehen werde. Um die e rschrockene Gemeinde zu trösten, fügte er allerdings hinzu, es sei seine Rückkehr nich-t ausgeschlossen. Hoffentlich ist er besser unterrichtet als im „W i e n e r M o r g e n z e i t u n g". Wir können dazu nur bemerken, daß Oberräbbiner Chajes seine Tätigle-it als O b e r r a b b i n c r von Wien — abgesehen vou seinen sonstigen Tätigkeiten — wie er sie bischer ausnbte, ebenso gut von Jerusalem au§ ausü'ben kann." Die helle Freude di-eser Edelmänn-er kommt ins rechte Licht, wenn man daran erinnert, daß Dr. Chajes während der Kriegszeit und in der Nachkrreigszeit aus eigener Kraft alle Institutionen geschaffen^ hat, welche dazu dienten, den Angestellten der Kultusgemeinde die Existenz zu ermöglichen. Die Buvschen, welche heute gegen ihnkläffen und geiftrn, «belagerten mit ausgestreckten Händen sein Vorzimmer. Die Freude, welche die Gefahr des Verlustes des besten Mannes der Wiener Judengemeinde bei diesem Gelichter anslöst, charakterisiert die moralische Berfasinng der „Führerschaft" der Kultusbeamten am deutlichsten. Sie charakterisiert aber auch die Leute, welche als „Wahlvere i n igu ng für so zia se Tätigkeit in der Kultusgemeinde" svch von diesen Kultusbeamten auf -den Schild heben lassen. Das Blatt schließt mit der Aufforderung, bei den KultuHwahlm die Lifte Dr. Edwin Bader zu wählen. Wir gönnen dem weggelaufenen Zionisten Dr. Bäder die Gefolgschaft dieser Ehrenmänner, und wir gönnen der Gefolgschaft diesen Führer. Wir sind nur neugierig, wie der Teil der Kultusbeamtenschaft, der noch auf Wahrung der primitivsten Moral- und Ehrlbeigriffe etwas hält, auf die Auslassungen der Herren „Führer" des Verbandes der Angestellten gegen Dr. Chajes reagieren wird. Werden sie weiterhin in diesem Verbände und in dieser Gesellschaft verbleiben? . * v: Versümmlungskalender der vereinigten jüdischen Parteien. Heute Mttwoch: 1. Bezirk: 8 Uhr abends, Cafe Prückl, 1. Bez.. Stubenrwg 24. Redner - Börsenrat Glück, Dr. Ticho, Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes, Dr. Josef Löwenherz. 2. B e z i r kr 8 Uhr abends, Restaurant „Zum goldenen Stern", 2. Bez., Rotensterngasse. Redner r Emil Engel, Isidor Schwarz, Dr. Josef Löwenherz, Dr. Rhbaczewskt. — 8 Uhr abends, Cafe Fetzer, 2. Bez., Praterstraße 8. Redner: David Dohan, Bez.-Rat Emil Hoffmann, David Nebenzahl, Dr. Beer. — 8 Uhr abends, Cafe Rembrandt, 2. Bez., Untere Augartenstraße 11 (Jüdische Fleischhauervereinigung). Redner: Kommerzialrat Max Markus, Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes. 8. B e z i r k: 8 Uhr abends, Riedhof, 8. Bez., Mckenbnrggasse 16. Redner r Univ.-Prof. Dr. S. Ehrmann, Ing. Robe^ Stricker, Dr. Desider Friedmairn. * Eine Wählerversammlung iw Prater. In einer massenhaft besuchten Wähl:rversainmlung der Zionistischen Bezirks'iektwu Prater entwickelte der zionrstische Kandidat Professor Moses Rath sein Programm. Er wies zunächst auf die Bc-deutung der zionistischen Weltbewegung hin und kam dann aus die Gegenwartsarbeit in der Gemeinde zu sprechen. Nach einer prägnanten. Darstellung unseres Programms wies er mit Daten und Tatsachen nach, was die zionistischen Mandatare geleistet hüben, wieviel sie von ihren Forderungen in Sachen' der Wahlreform, brr Erziehung, des Sie nerwesens, der Beamtenbezuge dank dem stets wachsenden Verständnis der Majorität für diese Forderungen durchsetzen konnten. Nachdem der Redner die Ursachen und die Notwendigkeit des Wahlkompromisscs mit der Union ausführlich besprochen hatte, warnte er die Wähler des Pratcrsprengels vor 'den Tricks >der Achdrtth-Leute, welche vorgeben. das Kaschruth und die Ostjuden vor den anderen Parteien retten zu müssen. In sachlicher, aber temperamenwoller Weise wies er die in den Wahlaufrufen und Versammlungen der Sozialen Wirtschastsvereinigung gemachten Vorwürfe zurück. Es sprach dann ein Parteigänger der Sozialen Wirtschastsvereinigung, der Kultusbeamt>v Dr. Freu b \n a n n, worauf der Kandidat, Herr Ennl Engel, gowefener erster Sekretär der Kultusgemeinde, in seiner von Sachkeuurtuis und Ernst getragenen Rede die Ausführungen ch^s Vorredners widerlegte und insbesondere die Frivolität des seinerzei- .tigen Streiks der Angestellten der Kultusgemeinde beleuchtete Ae Sedenburger MmtanaWemikK. Budapest, 28. Oktober. (Del. der „Wiener MorgenjL-itung".) Wie „Pesti Naplo" g,us Oedenburg meldet, haben sich die beiden jüdischen Hochschüler der dortigen Montanafadenrie, deren Tbilnahme an den Vorlesungen kürzlich einen Proteststreik der Slndeniensichaft verursacht hat, gestern zu den DorlÄsungen gemelidet. Die Studenbenisckxtft beschloß darauf die Fortsetzung des Streiks. Die Regierung dürfte ttunmeh^, da die gestellte BewÄhrungsseist für die Studerrten übermorgen abläuist, die Mötttanvbademie für das g a n z'e S e m e st e x s ch 1 i e ß c «1 Zur Debatte nicht zugelassen. Gestern fand die Grneralversant'mlung des Oester-- reichischen Winiersporkklubs statt. Sie war votr zirka sieb-- zig M-itgliedern belsucht. Nack) Erledigitng der Tagesordnung brachte die Rennsektivn des Vereines den A r i e r P a r a g r a p h e n zur Sprache. Nach einigem Hin und Her wurde ein Alttrag auif Schluß der Debatte oingebracht, der unier lebhaftester Spannung mit 45 gegen 19 Stimmen angenommen wurde. Damit ist -der Ärierparagraph für dieses Jahr unter den Tisch gesaltt''- Radio ohne Antenne. Aus Graz wird gemeldet: Die hiesige RmDsrlnt- Vereinigung konnte gestern ohne Inanspruchnahme von Hochantenneuwellen Konzerte von in den Abendstunde>r auftretendrn Sängern in Leipzig, Berlin, England, Italien uftv. unmittelbar vom städtischen Stromnetz abhören. Das Stromnetz wirckte wie eine große Antenn e n a n la g e. Der Empfang Niar -in jeder Hinsicht vorzüglich.