Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2047 (29.10.1924)
- Date
- 1924-10-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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m* s Men, MitNoch Wiener MoraenMüng. Ae mmu W WWHer-WUothek in ÄU- Jerusalem wivd uns geschrieben: Am 14. d. nachmittags veffammelten sich in der Halle des von der Universitätsbibliothek neu gemieteten Hanses die repräsentativen Persönlichkeiten der Gesellschaft Jerusalems zur Feier der Einweihung der Bibliothek von Professor Goldziher. Das Haus/ welches Kr die Ausstellung der Bibliothek gemietet worden ist, liegt gegenüber dem bisherigen Gebäude der NationalbMiothek und wird. neben der Bibliothek Goldzihers Aus- ' nahmsmöglichkeiton Kr die FortKhrung der Sammlungen > der Nationalbibliothek Kr die nächsten Jahre geben. Die! Raumnot, unter welcher die Bibliothek während der letzten Jahre so schwer gelitten hat, ist damit Kr die nächste Zeit wenigstens bchoben. Die Bibliothek Goldzihers ist in der Weise auf-gestellt worden, daß in einem Zimmer die Werke der -arabischen Literatur und die fremdsprachigen Werke über mohammedanisches Recht, Religion, Philosophie und Geschichte deS Islams sowie Werkder orientalischen Sprachwissenschaft und die . Bücher zur Geschichte der Religion im allgemeinen aufgestellt fiwd, während in einem zweiten Zimmer die Judaica und die allgemein wissenschaftlichen Werke, Veröffentlichungen der Akademien usw. Platz gefunden halben. Der Feier wohnten der Gouverneur von .Jerusalem, fast alle Konsuln der fremden Mächte, die Chefs der verschiedenen Regierungsdepartements und fast alle jüdischen und nichtjüdischen Gelehrten Jerusalems bei. Besonders erfreulich war die Anwesenheit einer großen Anzahl von arabischen Persönlichkeiten, darunter der Bürgermeister von Jerusalem, Raghöb Bei Nashashibi, der Direktor des arabischen Museums in Haram und der frühere Kadi Shaich Saud ul-Örh. Die Feier eröffnete Dr. Magnes namens des Kuratoriums der Universität mit einer Ansprache, in der er darauf hinwies, daß die Universität die Msicht häbe, mit j^dem Lehrstuhl eine Arbeitsgemeinschaft zu verbinden, in. dev unter Leitung des Professors jüngere Gelchrte über bestimmte Themen arbeiten würden. Diese Gelehrten konnten welcher Nation und Religion immer angehören und er hoffe, daß auf diese Weise die Universität ein Platz Kr die gemeinsame Arbeit der Gelchrten verschiedener Völker sein wird; insbesondere erhoffe er dies von dem arabischen Lchrstrchl, welchem die Goldziher-Bibsiochek die notwendigen Forschungsbehelse befftellm wird. Nach Dr. Magnes ergriff Doktor Weizmann das Wort..Er wies daraus hin, wie vor sechs Jahren, noch mitten im Geschützdonner, der Grundstein zur Universität Jerusalem gelegt wurde und wie wir heute die allmähliche Verwirklichung der Universität miterlebrn. Die aus dem Stopusberge bestehenden Institut« und die BMiothe-k sind ihr Anfang. Weizmann dankte der französischen, spanischen, italienischen und tschechoslowakischen Regierung, welche die Bibliothek durch Usbersendung von Büchern geehrt hüben. Auch er sprach die Hoffnung aus, daß, wir immer die politischen Meinungsverschiedenheiten die Menschen trennen mögen, auf dem Boden der Kultur, und Wifferffchaft sich alle zusammenfindott mögen. Dr. Magnus und Dr. Woizmarm sprachen in hebräischer und englischer Sprache; beide Reden wurden ins Arabische übersetzt und übten tiefen Eindruck auf die Anwesenden. »er „IfibiJf&e" Mttf.. Der erste Europäer, der den Tabak und das- Tabakraucher: zu Gesicht bekam, war ein Jude. Diese Tatsache ist offenbar nicht allgemein bekannt, denn sonst hätten sicherlich die Antisemiten aller Lander das Rauchen, Schnupfen und Kauen dieses „Teufelskrautes" wohl längst in Acht und Bann getan. Eölumbus war, als er seine erste große Reise antrat, bekanntlich weit davon entfernt, zu ahnen, daß er einen neuen Erdteil entdecken würde,' vielmehr hatte er nur den Ehrgeiz, einen direkten- Seeweg nach dem östlichen Asien, Japan, China, Indien zu finden. Da er aber offenbar keinen des Hindupanischen, Japanischen oder Chinesischen mächtigen Reisebegleiter finden konnte, so nahm er auf seiner ersten Reise <ffs Dolmetscher einen Juden namens Luis de Tortes mit, weil derselbe außer spanisch auch arabisch, chaldäisch und hebräisch verstand. Cvlnmbus meinte, daß an den Höfen der ostastüiischsn Fürsten zum mindesten ein oder der andere Gelehrte diese Sprachen verstehen würde. . Ala nun der große Genueser auf Kuba landete, war er überzeugt, bereits an der Küste des asiatischen Festlandes stt sein, Und schickte den Juden Luis de Törres mit einem gewissen Radriguez de Jerez zum „Grosschan von Katar", das heißt zum Kaffer von China, iri das Innere. Die beiden Gesandten stießen auf zahlreiche, von nackten, ktipserbräunen Menschen bewohnte Dörfer, in Venen man sie auf das gastfreundlichste ausnahm. Aber trotz feinet woh'lgesetzten spanischen, hebräischen, arabischen und chaldäischen Anreden konnte sich Don Luis Nicht mit dem friedfertigen Wilden verständigen, so daß er nach sechs Tagen mit seinem Begleiter zu dem au der .siüsts harrenden Columbus zurückkchrte, mit der nicht ganz unrichtigen Nachricht, daß es offenbar bis nach China noch ein gutes Stück Weges sei. Aber etwas Merkwürdiges, schier Unglaubliches hotte er gesehen. Seine braunen Wirte hatten in den Händen eine aus braunen Blättern gedrehte Nolle getragen, die an der einen Seite in langsamem Feuer verglimmte, Trotzdem steckten sich die Wilden das andere Ende jeden Augenblick in den Mund, sogett daran, stießen heftige Rauchwolken 'von sich und hatten an diesem unerklärlichen Gebaren offenbar großes Wohlbehagett. Durch Zeichen vön Luis de Torres befragt, was dieses Rauchen denn eigentlich für einen Zweck habe, riefen sie „tabaäo" und wollten ihretti Gäste ebenfalls ein solches Ding aufdrängen, was derselbe natürlich mit schlecht verhehltem Grausen von sich wies. Sie Rettung vor dem Talgen. In einem: Rew-Porker Jrvenhause ist dieser Tage ein g-ewisser Charles Carson /gestorben, den man Wohl als den erfolgreichsten Simulanten ansprechen kann, den es jemackS gegeben hat. Carsön war der geborene Verbrecher. Seine erste Bekanntschaft mit dem Gefängnis machte er hjt Aller von neun Jahren. Mit einem Keinen Diebstahl fing seine Karriere an, mit einem Mord endete sie. Wogen dieses Verbrechens wurde Carson vor 16 Jahren zum Tode verurteilt. Der Galgen war ' ihm sicher. Aber es gelang Carson, sechs seiner Mitgefangenen auf seine Seite zu bringen. Es wurde ein Komplott verabredet und eines Tages überfielen die Verschworenen den Direktor des Gefängnisses und eine»: seiner Beamten, fesselten sie und suchten sie bei der gemeinsamen Flucht, die sie nun ' unternahmen, gewissermaßen als SchiD zu benützen. Sie glaubten, daß niemand von der Wache aus den Direikt-or zu schießen wagen würde. Diese Annahme erwies sich als sin Irrtum. Es kan: Lei dem Fluchtversuch zu eurer allgemeinen Schießerei und die Folge war, daß alle neun verwundet wurden. Der Beamte und drei der Verbrecher starben an den erlittenen Verletzungen. . Nachdem dieser sensationelle Fluchtversuch m'ißlurvgen war, versuchte cs Carson mit einem anderen Mittel, um die Hinrichtung so lange wie möglich hinauszuschieben. Er stellte sich plötzlich stumm. Er sprach kein Wort mehr. Man wertete alle nur erdenklichen Mittel an, um ihn zuin Sprechen - jit bewegen. Aber Carson Mob dabei, sich so zu stellen, als ob er die Sprache verloren habe. Man brachte ihn in ein Irrenhaus und ließ ihn genau beobachten. Aber Carson blieb stumm, Woche für Woche, Monat M Monat. Man ließ ihn im Irrenhaus, wo er ganze 15 Jahre bis zu seinem jetzt erfolgten Tod zugebracht hat. Niemals hat man einen'Laust von ihm gehört und diese mit so unglmMcher Energie durchgöff'chvte Nolle hat ihn vor dem Galgen gerettet. Erst aus dem Sterbebette gestand er Plötzlich dem Arzt, daß er 1ö'Jahre lang simuliert hatte. Nr. 2Cf41 SS. Oktober 1924 Die Gattin eines Landrichters.unter dem Verdachte der Täterschaft verhaftet. Berlin, 28. Oktober. Die UniMchungsbehörde hat bisher, «int eine VeMvnkMng zu vechindern, »men auffehenerregenden Giftmord vor dev Oefsrntlichkeit gchsienyehaltvn. Jetzt wird von dvr Untersuchungsbchörde mitgetM, daß «m 15. d. an der Besitzerin des Schlosses «gib Rittergutes, Frau Ehrenheim, ein Gifdmordversnch verübt Wörden P.> Iw Zusammenhang damit wurde am letzten Samstag die Mähvi«ge Frau eines Landrichters am Landesgericht in Menburg, eine Verwandte der Schiloßhevvin, verhaftet, die im Verdachte steht, den Gistmordversuch untewnommen zu haben, um im de« Besitz des Ritttzr«gut«es zu gelangen. Ler Kampf mit dem Mer. > Budapest, 38. Oktober. Die Reupester Stt-sokämpfe habe« für die stsliemschsn BeranstaKter mit einem schweren sinMziellen Fiasko geendet. Das Defizit der Stre-vkämpfe betrögt 5Ö0.Ö00 Lire. Fast alle spanischen Toreros haben Budapest bereits verlassen. Die mvisten haben sich nach Äsghpten gewandt, wo sie in Kairo StieMmpfe aussühren Wollen. Ae Frage des Bkotvrelfe». , In einer Verla uLbwrung der Wiener Brotfabriken wurde gestern erklärt, sie seien mit Rücksicht auf die Ergebnisse der sür jeden einzÄn-en Betrieb selbständig ausgestellten Kalkulationen gezwungen, den BrotprM zu, erhöhen. Die Wirdschastspolizei hat daraufhin die Gvotifabricken auigsfarhert, bk aufgestellien Kalkulationen unverzüg- I i ch vorzulegen, uw sie einer Uoberprüsung dahin zu unt-erzichen, ob axutfb inwieweit die in Aussicht geuiomnvvnen Erhöhimgen wirtschcvstlich grrechtstrtigt seien. Gkeichzeitig.werden die Erhebungen auch in der Richtung geführt, ob nicht eine Umgehung des Verbotes der kolloktiven Bvotpreiseristellung vor!iege. George Groß — konfisziert. „Eecc-Yomo" in dm Mener Buchhandlungen deschlüMMt. Gestern VimMtags erschienei: in der BnchhWdlmig Brau m ü l l e r aus dein Gräben zwei KviMinälbLaMtö btt Pressepolrze: und >bLschia>gwähmt>eN das soziaÜffLt'rische Werk „E c c e - H o m o" von' George Groß. Die lbeiden Kvim-Malbeamten traten zuÄst als Pr-ivatpersoEn vü!f und vovlangten.. däs Werk zit sehen. Sie böschllagniühmtett W 'böiden' Exeu:- pl>M, die die Buchhand>lnng vorrätig hätte. Auch »in den übrigen Wieveir KunisthMdlunM wurden dw vorvcölWtt Ehemplüre vvn ,Mce«-HvtNo^ durch KviuüNalkbsaMtz bksMa^ nähmt. Die ÄvschlvgMhtne wurde von der StwätSäMMchaiff' vssfügt, weil ,/durch Verbreitung dieser BilidE die SiWichbllt und Schamhaftigkeit gröblich UM Ms eine öffetttli-ch ÄKiKMiß errc-gende Art hpvletzt wird." , Düs 8lle-vk ,/ELtt-HoMo" des HÄMÄteü BMiNÄ ÄMchikers George Gruß WM hduer in der Kunsthanidliuug W ü ckt h l e aUksgestellt und fand in der MeMr Kltitstkritik grüße Mevkenniung. Ein ähnlicher FÄdzug, de-r in Bcvliin gegen das Werk „Ecee-Homo" uiMAwUMeN witrde, zndeÄ mildem Freispruch George Groß'.U-Nd der FveiHäbo sÄM Wlöppen» Werkes. Das Werk erschien im Jahve 1S26 ' in - fünf Ausgaben im Berliner M al i k - B e r l ck g/ George Gvvß zählt zu den iberühmtoswn unter den juügensozialen KarkkalMiöisten Dvivisch^ Lands. 'Deine originellen ZoichNMKrn richte« sich gegen Milttarisimls und Diktatur. Er hat auch einige Werke von Wtott ' Sinclair iv-itriert Mne wH MW sei«. Nach Ansicht Mister ' B e r n h a r d S, des PräKsente« eines großen New-Aorker Mobogeschästes, kann die Schön« heit eines Hutes dadurch am besten bewiesen werden, daß er die häßlichste Frau der Stadt verschönt. Einer hübschen Frau Linien kleidsamen Hut zu liefern, ist ein Leichtes, und die um* geschickteste Modistin ist dazu imstande. Mr. Harry S. Bem- Hand fetzte älso ein Inserat in die „New-Novk Times". Gr versprach der häßlichsten Kandidatin, die als Kops-Maneguin bei .der HüilvorMAW pie nächste Woche mden WGns eines der i ersten Hotels in der Fünften^ Ilvenme statdfinden sollte, auiftreten würde, einen Preis von hundert Dollar. Die PrsistrÜgevsir. dunste außerdem das nach ihrem Geschmack schönste Modell für sich auSwcihlen. Mr. Bernhard erwartete nun, sich ob seilwr guten Idee die Hände retib-end, den Andrang der Kwüldidätitme« K seinem ^Bureaiu. Die Lickspeise war allerdings vörKherisch. Aber, ach!, dtt Fisch wollte stricht WL eißen. Sehr enttäuscht war der Chef des Modesalons im DegM, am dritten Tape vevgöMchen Waddens sei« Geschäft s schließen, als der Groom chm meldete, daß Miß Jvsefiue M ö i $ i 9 Hn ÄÄ KamdWwtin d«Ä HäßlichkeitspreiiseS zu sprechen wünsche. Er deeAle sich, sie zu empfanden, aber kaum erblickte er Josefine, aklS ein Ausdruck der Enttäuschung seine Lippev umspielt«. Denn die Kandidatin -ist jung, «brünett, hat große, graue Augen «und alles andere «her als häßlich. Sie «gM Westlichnach schärfet Befrag,mg auch KN, daß chre Bewerb-m«g nur eine' W-stte von 85 Dollar gÄt«: Da sie erfahren habe, däß sich lkoi-ne häßlichere als sie Vovge- .stellt halbe, hM-sie ein Amecht auf den Preis. Sie ochi«eilt denn auch den Preis. ‘ ‘ 1 > Das AniüsEeste P, daß Bernhard sich beKagte, daß, ÄS er Krrz stuvordurch ein Inserat'h üb s ch e Damen zu dem bescheidenen Homovarvon 10' Dollar die Woche suchte, er den Besuch von so viel Häßlichkeiten hEe, daß er nicht genug AnyesteMe hatte, um sie' hinEsznkampOmentkMen. Set entführte Polizeihund. D^MifenLeMüx Wo hl Matth ist am A. d. von .Me« Kr einige Lage verreist und hat in. der Zwkschenzekt seinen kostibaven Polizeihn-nd, einen schwarzen ^SchässrhuM, der aus den Namen '„Afra" hört, «ntiitlevwsile irgendwo unterbrdtgen wollen. Er entschloß sich, ihn dom «hnndedresse-ur Jacques Texter K.Woge KU gelben«. Dexter war auch im ZWuS Hagenbeck als Dresseur 'in der vorigen Saison tätig gewesen. Als Herr Wohlmuch Mtn zurückkchvte, war Dexter mit dem Hund, der diele- Millionen wert ist, weil or ein mrgemem tüchtiger <?) Polizeihund ist, verschwunden. Die Borfoiligrmg deS Texter ist «eingsletteti / - ßiu Liehesdrama auf dem Alsergnmd. In einem .^»«dell des rveEten Bezirkes - wurden gestern nachmittags ein Paar in bvwußtosom Zustande aufgvfunden. Der Mann war berettS. to t, die Fmu wies schwere BergistumgsevscheinM-gen auf. Die beiden sind der SSjÄhnige Fbvifchhansr KM Wilfinger und die 90>jährige geschiedene Kcowstnannsgattm Mavie Schaftasi Sie dürften, wiv aus AbschiedSbviefen hervorgcht, boschlofsen HMn, gemeins-am zu stecket Wien, 29. Dktober. * re!chhr»«ftör«NgLU. Infolge größerer Lelephoivstörmrgen waren gestern abends die meisten Auslandsverbindungen unterbwchm, so daß ei» Teil unserer Auslandsmellurngen Und KurSborichte fehlt. * Die Stormlgeu im LWechel wioderholen sich itt auf* Set WoisSi Gestern traten sie wkchevhült im 6. Bezirk auf. -eiche Betriöbe mutzten deS Abends die Arbeit unter-' ,'n. Auch die Postsparkasse war in den Abendstunden ohne Licht. Die längste Stömna dauerte aberü>8 von 8 bis 10 Uhr. * Tödliches Aspirin. Der 27jahrvge Galvanoplastiker Karl Fischer, Iß. Dstz.. Pahergasie 12, hat am Montag, nachmittags, gegen einen JusliveNzaänfall ein selbst Vevfsrtigt-es Pulper genommen, das et als Aspirin bezeichnet«!., Um 7 Uhr aibenios wurde er von seiner heimk-chvenden Gattin tost im Bette siegend ansgefunden. &I«. sanitätspolizeiliche Oessnung der Leiche Ws derärrlaßt, da nach, dem Befund des Amtsarztes und nach den Et^ebungeN stomdeS Versch-wl-den nicht vorkiegt. Fischer hatte Niel mit Chemikalien manipuliert, weshalb «s möglich ist, daß er statt Aspirln eine andere Suvstontz zu sich «genommen hat. Bon dem Pülver wurden Reste vorge- KndeN-die chemisch utttchrsucht werden. GS ist Nicht ausgeschlossen, daß Herzschlag vorliegt. * LeuchtgatzvetgisluNg zweier Ehegatten« Gestern nach- .mittags wurden in rhver Wohnung der Eisey«bcchner Rudolf Kriwak und MS GatM bewußtlos im Mtte liegend aufgesurrden. Da8 Zimmer war mit Leuchtgas erfüllt. Die Rettungsgosellschaft bracht« sie in das Spital. * Tödliche Brandwunden dürch eine , Petroleumlampe. Am 28. b. wurde die 20jährige Hilfsavbffieritt Johanna H asiöar mit schweren BraudWuMn itt das Allgemeine KrankenilMs gebracht» wo stt starb. Sie hät M Wunden durch ExpMon einer Petroleumlampe erlitten. , * Die Lebensmüden. Der 1?jährige,Hilfsarbeiter, Philipp K. hat sich gestern aus unbeilaNNter,Ursache itt feiner, Wohnung dütch Kavbalsäüve zü Vergiften versucht. Man brachte rhn ins AllMMe MMerMus. Ääs Illjahtige Lehrmädchen SiephM« K. hat sich anS unbekannter Ursache durch Einatmen von Leuchtgas zu vergiften devi-ucht. Sie -wurde, bevsirs bewußtlos Äufgj.'funden und von der. Rsttungsgffellschasi ins MM Macht. * Di« güsttig« vörsttzlluna. im BLWUhSüttt abgesagt. Wegen plötzlich eingetretenen Orchesterfftrsiks entfiel int iBürgercheater die für gestern angesetzte Premiere der Operette „Revanche".; * Absturz zweier EisenbühttwaggouS. ANS B<vdön Le: 'Men wich asmeldet: Itt der.Rächt zuck 22. d. wuLden K der MWN SEchMatiM zwtzi'FrckchiwWn Von'Sitttt^BerschMokoMötive übet dett PveMöck gesüMett, ,sa daß sie di« Einfriedung durchbrachen ttnd Mr den BaWdamm^,gegaw die PrrNz-Salm-Ktraße aü hiüütttSüsMtett. Dürch diö beldött W-aMStts Mche auch Litt LüliMgAttäst ttMowvWLtt. DlL EtlMngett Atzt den Unfall MM: MMitett » M BtzrtrM des Gtlst-üttv SchankgewdrM Ui« BiiWtMdister. Gestern evfchi-enan beim Bürgermeister Vertreter L ' <.4 - Mispe KaffW« überreichten GM die Fvtd'ertttt.tz,'daß «die Rahrttugs- und GLn^ßmiitelabaabe ebenso wie d:e Fremdeuzimi'uerabgabe vollisaati