Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2047 (29.10.1924)
- Date
- 1924-10-29
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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i;■ v'Yi ®-T 8>v '"'ü. Oeit«r zhiMA Wiener Morgenzeitung. ÄS. Oktober 1924 *,->**} v>9m*r4e^ IX 0% rs§^ ffsiK r>9*0i*"i; liche briefliche Diskussion mH War? Donald Wer ^ie W^Lrätionsftage vom Pariser ÄüMivtigen -Amt her Äeniationspresse übergeben wurde. Herr Herriot hat die Quelle solcher Indiskretionen sofort gefaßt.und Musterung gehalten. Mac Donald hat von ihm nichts gelernt und der. Stoß,trifft ihn, feine Partei, fein System, und die Demokratie überhaupt. S&etfcn der Käbinettschef bei den heutigen Wahlen siegt, dann wird er in seinem wichtigsten Amt gründlich Wandel schaffen müssen. Der hmttge WahM w Mglanir. (Eigeudienst der „Wiener Morgenzeitnng".) Lyndon^ 28. Oktober. Morgen wird die englische ^ykerschast über die loOÖ Kandidaten entscheiden, die sich ihrem Vltzum.stellen. 32 Wahlkreise, in dienen, nur. eine Partei oustrat, sind bereits besetzt. Än derr' 583 Sltzen, uni die morgen gekämpft wird, sind die Konservativen imt -534, die Li beralen mit 342, die Ar beiter mit 501 Kandidaten beteiligt. Konservative nnd Labour stehen oiarander in 237 Hezirktzn ge^nÄher, in L25 ..Fallen gibt es Trei-ecksivahlen. Midieftt- Ziffer'MM sich der Zerfall des Wcchlpaktes zwischen Konservativen und Liberalen aus. Im letzten Unterhaus (615 Mandate) besaßen die „..nfervati'ven 259, die Liberalen 158 und die Arbeiter 193 Mandate. Bei der morgigen Entscheidung wird es darauf ankommen, m wvlchsm Maße di« Parteien auf die sechs Millidnen wirken werden, die im Dezember »i ch t z« c W a h I gegangen waren, Re Wirren in SWa. Der Bürgerkrieg geht weiter. London, 28. Oktober. Nach Meldungen aus EPttai habe General Hsiangoha 0 nan auf Verlangen Wupeisus zwei gemischte Brigaden nach dem Norden entsendet, um Fengyühsiang Kl brikämpftn. Neue japanische Truppen. Tokio, §8. Oktober. Die Regierung hat beMosftnr, noch zwei Kompagnien mit einer VÜschnsngewehrabteilung aus der Mandschurei «ach Tientsin zu entsenden. Skrztznskir Außenpolitik. Warschau, 28. Oktober. In der heutigen Sitzung des Sejm hielt Außenminister S k r z h n s k i ein ^Poft, in dem er zunächst die Beziehungen zu den Nachbarstaaten schilderte -und erklärte, daß Deutschland eine schwere und tiefe seelische Krise durchmache, die viel gefährlicher sei als die finanzielle. Deutschland ste-ht am ScheÄeweg. Die Annahme des Dawes-Planes beweist, daß Deutschland bereit ist, den Weg des politischen Realismus zu betreten. Der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund kann nur ohne jeden Vorbehalt und ohne Bedingungen erfolgen. Der Vertrag über die nationalen Minderheiten wird vom Völkerbund als der Schutz der Minderheiten verstanden, die sich ihren Staat gegenüber loyal verhalten, und nicht als Waffe gegen jene'Staaten, die diesen Vertrag unterzeichnet haben. In dem Verhältnis zu Deutschland wird Polen alles tun, was notwendig ist, damit die Beziehungen zwischen den beiden Staaten sich in der Richtung, des gegenseitigen Vertrauens -entwickeln. ' Mit der Tscheche-Slowakei haben die auf« einanderfolgeNden Regierungen! in Polen zahlreiche Verträge vorbereitet, doch ist'keiner von ihnen ratifiziert worden. Dieser Zustand darf nicht langer andauern. Diesbezüglich bin ich -nM dom tschecho-slowaLischen Minister deS Aeußern Dr. Beinesch einig. Auf die Beziehungen Potliens zu Rußland Mergchend, sayte der Minister unter anderem: Beide Staaten trennt ein Abgrund von verschiedenen -pr-vrrArpiÄlen und unabänderlichen AnschaMmgen. Wir wollen den Fvieden aus Grundla ge des RiSaer-Friedensvertrages. Wir bettachten eine Moralische Wrüstiunig für möglich und würden ainer solchen unsererseits lein Hindernis in den Weg legen. Der Minister betonie sodann» daß die Saimerun^ 'der.Fiwuzen der polnischen Regievumg schon heute die Rsgelung ihrer finanziellen Verpflichtung gegenüber dem Ausland ermögliche. Ter Hauptgläubiger Polens sei Amerika mit ungefähr 809 Millionen Zloty. Die Verhandlungen mit Amevikc zwecks Tilgung der Schulden geihen ihrem Ende entgegen. Di« polmsche -Regierung bereite gegenwärtig eine Konferenz mit den AußemmiMstwu von Estland, Finnland und Lrttland vor, die in der nächsten Woche in Holsingfors stattstnden werde. Der Mmffter schloß fein Erpcfe mit >der Erklärung, daß Polen auf der Seite.der Gerechtigkeit und des Friedens stehe, RrksnftrMs» der Kabinetts Grabsli. Warschau, 28. Oktober. In hiesigen politischen Kreisen berlautei, daß in den nächsten Tagen das Schicksal des jetzigen Kabinetts entschieden werden wird. Ministerpräsident Grabski hat auch bereits mit mehreren Klub-' obnninnern eingehende Beratungen über ihre 'Stellungnahme zu seinem letzten Expose äbgchalten. Die Witos- Partei verlangt eine Umbildrmg des .Kabinetts, wobei die Agrarreform unbedingt zu berücksichtigen wäre. Die' So-' zialdLmökraten verlangen dagegen die Demission des Justiz- und "Usttarrichtsministers. Der ZWwolerüeMhrb ist nach wie vor in schärfster OpposMon gegen ODM. Oer I«- d ksch^Müb sowie di« 'Wv^schestMin^eichsiWbeharrenebenfalls bei ihrer oppositionellen Stellungnahme. Auf Grund der Beratungen der einzelnen Klubs wird in hiesigen, gut informierten Kreisen in -den nächsten Tagen mit einer Kabine-ttsmubi-ldung gerechnet.. Meitner und der Gemeindeeat Lr. Plaschke» über de« Stste IN der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeistderates würde di« Budgetdebatte-fortgesetzt, tzs sprachen die Gemeindeiräte D 0 p Pler, Ui re i ch um StMrat Weber über Fragen des WohnungÄvesens. worauf ' . > . Gemeinderat Dr. PlaschkeS das Wort ergriff.- Er führte.«, a. auS: - AnläWch der Erhöhung der Wohnbausteuer habe ich das Steuersystotn des Stadtvates Breitner sMev^sächAchen Kritik zu unterziehen Vevsucht und darauf hm gewiesen, daß der so wichtige Mieterschutz durch die foziMemokraMche Mehrheit praktisch verschlechtert wurde und daß tatsächlich von einem.HmwertfAnfsrglsachen r?riedsnszins. nicht MÄr die Rede sein'künn, sondern daß der ZinS heute em BierfacheS des gesetzlichen ZiniseK betrügt und daß «S eine AusenauSwWerei ist,^ auch jetzt die gesetzlschen BeftimmuEn noch aufrecht erhaben zu wollen. Dis ÄUndiguwgKbeschtankungen des ß 1"deS Mieteng^etzes vrüssen bleiben, aber der Zins mutz entpprechend den DerhAtmssen geregelt werden, dannt nicht die Häuser «och banpilliger Werden, als sie schon sind. So viel M sicher: Daß. GrträHläs der Wlchnbckuabgabe alten Stils und das Erträgnis der erhöhten Abgabe reicht nicht aus, um die WoHrungsnat zu lin« , dern. Solange nicht daS Privatkapital mit Unterstützung deS: -Bundes und der Gemeinde baut, gibt «S keine Besi«- ruug auf dem Gebiete deS Wohnungswesens! ES ist der schwerste Schier, den Stadtrat.W eher,begeht, datz er nicht m gleichem Maße wie für'den Neubau auch für die Erhärtung und Renovierung der bestehenden M-retob jekte sorgt. ES acht nicht an, daß eine Stadt, die vor de» Wahlen, mn i>ie Bevölkerung zu gewinnen, für drei Notstands- Programme 636 Mlliarden verpulvert hat. die sich Mo die Wahlen etwas hat kosten lassen. Lei den HypoLekarkvediten für Renovremngszwecke Lnausert und dafür nicht mchr als 62 Milliarden aufbringt. So kommt e8, daß Renowerungs wo sie daS Geld gegen Wechselverpsiichtungsn mit 22 bis 24 Prozent bezahle« müflen. Das müssM natürlich die Mieter mit dem Mietzins abstatten. Ich fordere den amtsführenden Stadtrat mff, für die Bereitstellung eines großen Betrages von mindestens 206 Mnliarden zmn Zwecke der Ausbesserung schadhafter Häuser Sorge zu tragen. Die Belastung der BevöÄe«mg durch die 25 Steuer» des Herrn VreRn« ist schr gefährlich, heute geradezu lebmSgefHlich unter, dem Einfluß der schrecklichen Wirtscha-stskMe. Die Gemeinde Wien s ch w i m m t i n G e l d, hat Kassemesewen von em. einhcrlb Billionen in den Banken gegen schone Zichen ldegon, ungeheure Beträge, die dom Handel und dem Gewerbe auS den Knochen gesogen werden. Der Rechnungsabschluß ist der beste Beweis dafür. Der Mchluß ist um 716 Mrllrarden gunstrger als der Voranschlag, dabei kosteten die NoäswndSpLoMmrm« 636 Milliarden. ES wurden JwMtriionen von uttndgstenS Billionen aus Steuergeld ern bestritten, dw ««enÄ'Ziitg kihewog zu decken waren. Die FuvsorgoabgÄbe, veranMagt mit 177 Milliarden, brachte 431 MMarden, die Lustbarketts« °bMb° statt 10 Milliarden stü Milliachen, dr° Mchmn^- m» GenuÄmittäiäbaabe statt 80 MMarden 71 Milliarden, die WeriMvach^^^ statt 8 Milliarden W MMiarden, di« An- Lmnabaabe statt 2 ■ Miüiaöben 81 »arden, btt Kon- Mionsabgabe statt 200 Millionen 2,4 Milliackon. Kurz «S wurde aus der' Bevölkerung hercmsgesMtwashEsM. schöpfen war. Wie wurde das a-ber gemacht? Stadtrat Drettner hat die ExekutionLkostenemt 10 Mtllwnen Kronen Prä« limiuiert und hat 2,770 Milliarden <m8 der Wiener Bevölkef. 1 'i(‘ \ :r i <r.' vungcherausgchäÄ/ lÄhzigmal so viel! Man hat die.Mrsovg» . avglwe , "> ' . .v* bei GetpÄbe «ttd Jttdustch grausam eingeiriebem T. dai Äustbarikektsabgabe mehr als verdoppelt und dt« - Theaterwp BergnügungSbetriebe planmäßig > züSNstde gertDet. DyTkoWttt ^,^ßbchen tzkveunhe: Herrn wreit- ÄM, vettMer«. Äe verlassen 'bas,, sinkende Schm uttt> fr« Ichnen stch dagegen aus/daß tatfoi bet PreMnserenq Herr Breitner gute Ratschllage Mr dre Wtener Bevölkerung «M. Ste antworten mit noch besseren Ratschlagen. Stadtrat Weber: Eßes! ^SMvat NieMr:M'''? '■■/' ■'./?? Gemeinderat Dr. PlaschkeS: Natürlich,- daShaben Ste von den jüdischen Genossen 'StMrat Weber: Ich bin 'doch ist der wählt. GememdÄat"Dv. PI a s'ch t e s: „Die Mmde^ antwortet - »ck .dem Rät, Herr Bvettner solle dar BeWner Muster und die Äustb a rk t i t Sabg ab « Kr Dhoate'r und wÄeMich «Mäßigem M vW-Ächy-Ä Berlin sazlaldenwkratckch vevwaLtet M Madtmt Breitner tvrrckt Mit der Hand: Nein!) Jedenfalls ist «S aut verwaltet, WeÄ dott, der Dheaterbetrieb Mht. Sicher ist. daß eine Ge. memde, dre Über anderLhalL Billionen Reserven hat, nicht die Bevanttvortuna auf sich laden darf, die Bevölkerung durch Steuem M Mücken.: Ich. richte daher m den Stadtrat Breit- «er bitme,Mge. fek einer seiner besten Fremde, Herr Bekessv,-an ihn gerichtet hat. ... Gemnnderat Broainer: Dar ist ein« MKmaLosig.. keil, Fröund DÄkessy! ” -T , Dr. Plaschkes: Ich kann nicht immer so geschmackvoll sem wie Sie, ununterbrochen zu schweigen. (Heiterkeit Zwtschenvirse bei den Sozialdemokraten: Dafür werden Sie foü den ChrMichsosialen Applaus halben.) Ich verzichte darauf, bei Ihnen oder bei den ChrMchsozialen Applaus zu haben. Ich „bin durch Applaus hier nicht Vevtvöhnt. Aber Ste sind -«S gewohtvt, von mir die Wahrheit zu erfahren. Gemeinderätin Dr. Furtmüller: DaS ist anntaßend! Gvmeiniderat Dc. PlaschkeS: Ich habe daS Recht hier zu sprechen, und erfülle damit meine Pflicht. Ich erlaube Ihne« ntcht diese Krttst, die vom Vorsitzenden ut rügen wäre. SW die Tatsache, daß Sie eine Dame sind, hindert mich, Ihnen so zu antworten wie sie es verdietmt . Gememderat Jen sch ik: So können Sie bei den tuswahlen reden! Gemeindevat Dr. PilafchkeS: Jawohl,. bet den Kultuswahlen, die di« sozialdentakrättsche« Genoffen! mache»! (Heiterkeit. Rufe bei den EhrestlichsoMen: Ja, sind dem die auch Antdsemttvn?) Gevwindevat Dr. PlaschkeS: Mr die KtrttüSwaHlen mteressieren sich die jüdischen Herren Genossen sehr die Marxisten wollen de« Vorstand der isräeli. tischen ReligionSgemeind« erobern. (Zwischen rufe lbei den Sazialdemorraw«. Heiterkeit bei den-Gbristlich«. faM»:..Ja. -die Freidanßer!) . vi Dr. PlaschkeS: Ich frage zmn Schluß: Müssen Existenzen zugrunde gchen, müsse« die Theater- und VerMÜguwgsbetriebe zusammenbrechen, müssen Krisen im Gast, und Schankgewerbe entstehen, mutz Handel und Jndustrie Mährdet werden obwohl di« Gemeinde in der vage wäre, beü chrer alanzenden finanziellen Situativ« di« Steuern zu ermaßgvn? Warum will Stadtrat Breitner so schwer« Verantwortung auf sich laden, statt mit einem System zu breche« oder «8 „wenigstenr angemessen zu ander«, da8 nicht mchr zu halten ist? Nach einer Antwortrede des GtadtrateS Weber wurde die Sitzung um 8 Uhr geschlossen. „Gute Saften unft gute Ungarn. Tagung des jüdische» GemeindeverbandeS in Ungar». Sonntag vormittags hat die Tagung des Verbände» Mischer ReligMtsgomemden m Ungaiw «n großen Saal der Budapesier Kultusgsmeinde die Berwtwngen begonnen. Zum Präsiden-tetr des Verbandes wurde der Budapaster KMilchröstdent Dr. AleMmder L e d e r e r gewählt In seiner Eröffnumgscmspvache ging er von dem Gtandprmkt aus, daß es in Ungarn-in Wi«chkeit »eine Iuderrfrage gehe. Die Jndest -fordern ihre^ Rechte, weil ihnen die Gleichberschbrgung gesetzlich Wgesichevt wurde, und diesen gesetzlichen Anspruch ' lassest sie sich v0n niemanden streitig ma-chen. Auch vom wiviischafiltchon StandPuM gebe es ' keim Iudenfvage, denn die Juden haben niemanden Von soiuem -Platze gedrung^ und niemanden -daran gehindert, sich wirtschaftlich dri.rchzusetzen. Die Inden halben gearbeitet und ihre Arbeit hat Handel und Industrie in Ungarn geschaffen und den Grundstein zum matevielilen Wohl des Landes gelegt. Es gibt nur eine Iudensrage in Ungarn und di'ese wurde von denlJstdenMden, die durch ihre Handlungen ^zu FeiMn der u>uga-^ft'chen Nation geworden sind, gesichaiffen. DaS ist der Nu me rus c la u s u s, der, wie die Praxis zeigt, ausschließlich gegen die Juden zum Gesetz echo-ben wurde und nur gegen die -Juden in Anwendung gebM»cht »wird. Die jüdische Jugend -dürfte sich durch dieses^ judervseMliche Bephalten der Gesetzgebung und der Gesellschaft nicht 'abhaltenlassen, wenn sie in sich die -Eignung und den Drang MW, M.lerMN und. H studieren, es auch .unter.den gegenwärtigen Opfern zu Mn. Die Juden haben auch im. l^rieg ihre Opfer gebracht und werden nicht erlahmen, für ihre Rechte, aber ebenso mit ungeschwächter Kvast für die Recht« Uilgarns M kästipsen. Eine schr scharfe Reds HM der MgeiordUebe Doktor Wilhelm Va zs.'onyi, der unter allgemeinem Beifall aus«!' ,Mir. sind npch.-ftmner mitten - dvin in den. Bsv» sVlgungen. wir-müffenrwch.imMrästdiePogt«mMrithverdenßen mtd es noch immer difldem^daß tLef umtfts stehende Menschen, die sich mit den vom Judentum hervorge'brachten^ gsistigcn und moralischen Kräften auch nicht einen Augenblick messen können, uns lbeschimpsen und besludeln. v “ Bürgern zweiter Klasse degradiere, wir suchen keime polttischon Büudniffe im AuSAmd, wie die RaffervscWtzler, und verzichten auch darauf, als eine uwler Genfer Schutz stehende Minorität angesehen zu werden. Wir lasten uns durch das Gaffengeschrei niedriger Gesellen Mcht einschüchtem, wir wollen gute Juden und gute Ung a r n bleiben. Das Juderrtum ist überall der Gradmester der Kultur. Dort, wo das Judentum verfolgt wird, herrschen Haß, Fmster-mL, dcvmt Rückständigkeit,. -Zerstövunys-' Wut und schließlich der sittliche und w-irtschafEche Dod. ES. sprachen noch die Abgeordneten Parvl Sandor, Bela Fabra«, Ernst Br0dh nmd andere, 'wwmüf die Ar-^'' beMommffsionen gewählt wurden. Sebntrimr gdhllea. Die erwachenden Studenten. Bndapest, Ltz. Oktober. (Del. der ,MkeNer Morgen»^ Keitung^.) In der nächsten Nähe von D « b r e e z i n besindet sich aus der Pu^tg Palläg di« ilandwirtschaftliche - Akademie, deren Hörer durchwegs Mitglieder des Verbaudes der Erwachenden Ungavn Md. Diese s-tzeuaunte Akademie hat eine eigene Kantine für die, Studenten, die sich, in letzter Zeit zu einer förmlichen Zentrale'von Mördern und Wegelagerern entwickelt hat. Alle Prügeleien und^ Straßenexzeste, die sich in der jüngsten Heit in der -sonst so friedlichen Stadt Debreczin ereignet haben, gingen von der Kantine der Hörer der landwirtschastlichen Akademie aus. Vor kurzem erst wurde von diesest Mordbuben ein an der PusM - vorbeifahrestdes Auto augeha-lten und der im Wagen sitzende Herr mit dem Rufe./Mer bist du, Jude?" aus dem. Wagen geschleppt und zur^Ausweis-, leisttmg gezwungen. Wohl vermochte sich der Angegriffene.' als M könig-licher Staatsanlvalt zu legitimieren, doch glaubten die Burschen nicht an die Echtheit seiner Legitimation und verprügeltest den Kniglichen Staatsanwalt injämmerlicher Weift. Den HerM SkKerttH ist^nichts. ßsschihest, Dftftr. TWe^ wutzdß.W sm NWHon WoWW 4sts MWür 'zchMKMWHMrH verstünmi-elte Leiche eines Mannes ausgesunoen, in welcher der Kutscher Josef Nagy, der in Dienisten des Lanw.viNes .... Alexander Pap stand, agnosziert wurde. Die Erhebungen -Wir geben es -nicht zu» daß man uns Ku-ergMn, daß der EWtzKett r« der Kantine der landwwt-