Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2042 (24.10.1924)
- Date
- 1924-10-24
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wen, Freitag Wlener MorMnsesiunst. Die Knabenleiche im Tivoli-Park. von Hunden verstümmelt oder Luftmord? Testern früh wurde in einem Gebüsch in der Meierei Tivoli in Meidling von einem Nachtwächter die Lerche eines Kunden in omem furchtbaren Zustand aufgefunden. Der Körper war bis auf die Schuhe xnd einen Hemdävmel ganz nackt. Die Erhebungen ergaben zunächst, daß der Knabe Mer die PlanSe in den Garten gekommen und vielleicht von den dort lhevumlailrifenden Wachthunden vngefallen Md zerfleischt worden sei. Doch scheinen auch gowisse Umstände auf ein Sexualverbrechen hinzudsuten. Eine genaue Bssichtigung der Lsiche durch die polizeiliche Koimmistion ergab nämlich archer den Biß- und Reißwunden, die van Hunden herrühren können, auch noch sechs Stichwunden an der rechten Halsserte. Zudem wurden auch außerhalb der PlaM Blutspurerr MchM. An der Fundstelle hatte sich natürlich bald nach Beka>nntwerden des Leichenfundes eine große Menschenmenge eiargesunden, die von einem Wacheaufgebot ferngehalten werden aroifcte. Hot 1 Clhr mittags wurde der -KnäbeMvper ins gerichtsmedizinische Institut Mgeführt. Die Obduktion soll dort vor allem ein Kares Bild über die Art der Wunden ergeben. Die polizeilichen Erhebungen waren -natürlich sofort auch in der Richtung eingeleitet 'worden, die zur Agnoszier u n g des Toten führen sollte. Der tote Knabe ist der 14jährige SchuhmacherlehrRng Otmar Grüsch, der bei seinen Eltern in der Spittelbreitengasse Nr. 36 (12. Bezirk) wohnte und bereits seit zwei Tagen abgängig -war. Er hatte am Montag einen geringsügigen Streit mit seinen Eltern gehabt und war am.Dienstag wegg-egangon, ohne wieder nach Hanse znrückzukchven. In der Nähe der Fundstelle befindet sich eine Schenke, in der stets >bcr Inhaber zu nächtigen pflegt. Dieser Mann vernahm gegen dreiviertel 2 Uhr früh ans dem Parke die schwachen Rufe „Mutter, Mutter!" die aber schließlich verstummten, so daß er ihnen keine Beachtung beilegte. Als dann der Wächter der Meierei gegen halb 3"Uhr nachts m,t t den Hunden die Runde machte, fand er nichts Verdächtiges nnd entdeckte erst nm 5 Uhr früh, als er das Einfahrtstor, das gegen Schonbvunn hinaus führt, offnen wollte, den Leichnam des Knaben. Nach deg Echebungen dürften die Verletzungen des toten LehrjMgen durchwegs von Hundebissen herrühren. Unverkennbar sind im Fleische die Spiwe-n der Zähne der Tiere. Nur zwei Vevletzumgvn am Hälfe ähneln nicht Biß--, sondern Schnittwunden, aber es ist wahrscheinlich, daß auch diese Wunden, von denen die eine ganz oberflächlich. ist, von den Zähnen der Hunde herrühren. Völlige Sicherheit darüber wird die gerichtliche Qeffnung der Leiche erbringen. 84. Oktober 1924 Nr. 2049 -griindu-ng einer jüdischen Bühne, die alljährlich nur einte bestimmte Zeit in Wien zu lernen und zu wirken hätte, um dann im jüdischen Osten den Rest des Jahres Gastspiele zu absolvieren, dürfe erst geschritten werden, wenn alle erforderlichen technischen und materiellen Voraussetzungen gegeben sind. Auch über den Spielplan sprach der Referent. An der Diskussion beteiligten sich unter anderen der Regisseur der „Wilnaer Truppe" Herr Hermann und Schauspieler Bulow. Der Vorsitzende der Versammlung, Herr Dr. Taubes, faßte die Beschluss« zusammen, welche die EinlMvng einer großzügigen Aktion zwecks Gründung einer jüdischen Bühne intendieren. Am de« Theater«. Burgth eater. Morgen, 7 Uhr abends, a I SB i it t e r in ä r ch en*. Akademietheater. Morgen, l/a8 Uhr abend», „D e r g « t e K ö n i g". Schönbrunner Gchloßtheater. Morgen, V,8 Uhr abend», ,D i e j a v a n is ch e P u p p e". DolkSoper. Heute ,©*t 'B eitel ft it b eit t*. Morgen (Samstag) „DieFledermauS". Zm Neuen WienerStadttheater beginnt heute ta» Gastspiel der Schauspieler de» Theater» in der Josefstadt unter der Führung Max Reinhardts mit einer Aufführung von „Kabaleund Liebe. Diese Vorstellungen finden zu volkstümlichen Preisen statt. JmLustspieltheater beginnt Charlotte Ander Mittwoch den 29. d. ihr Gastspiel in der Novität „Pari 8", Komödie in vier Akten von Giuseppe A d a m i. Die R e n a i s s a n e e b ü h n e teilt mit, baß sie von morgen an, alle Eintrittspreise um 40"/« herabs'etzt. Von diesem Tage, an welchem zum erstenmal „6 f a n t n" gegeben wird, haben besondere ErmLtzigungSämvrisnngen keine Gültigkeit mehr. Saal« allgemeine Evvoglmg hervorrief. Diese legte sich, nachdem Herr Gowschmied nach Beendigung seiner Rede den Sam verlassen und dsr Vorsitzende der BsrfammMrwg sein Bedauern über das provokante Benehmen des nicht wahlbsrechdigten iZwUchenvufors ausgesprochen hatte. Die nachfolgenden Redner, welche für das Programm der vereinigten siidftschen Parteien emtvaten. wurden in vollster Muhe angchovt und fanden die beifällige AuDmmu.ng der Versammlung. RMokonrert der »Wiener Morgenzettmo". Täglich von 4 bi» 6 Uhr nachmittag» in der Redaktion, Wien, 9. Bez., Taborstraße 1. Apparate beigestellt von der Firma Broadcasting, Raoio-Ges., Wien. Lumiere-Lautsprrcher beigestellt' von Minerva, Wien. Vorführung de» Sommerapparate». — Programm für heute Freitag: 11 Li» 1 Uhrr Matinee; Lincke, Nakiri» Hochzett, Ouvertürer Benatzky r Watzer au» der Operette »Duscht tanzt"; Schubert r Klaviertrio, Sech in Ls * Mendelssohn t Lieder ohne Worte; Fredricksen r Skandinavische Suite r Lehar r Walzer, Intermezzo aus Marter Maznr"; Hans May, Tanz der Bajaderen; Wagner r Walters Preirlied; Meher-Helmuth r Rokoko- Serenabe r Engelberger : Du hast mein Herz gestohlen. 4 bis 6 Uhrr Meister der volkstümlichen Kammermusik. Beethoven r L-Moll-Streichquartettsatz; Brahms: Klavier-Violin-Sonate; Tschaikowsky r Andante und Scherzo au» dem Streichquartett in v-Dnr r Beethoven: Geister-Trio, 1. und 2. Satz; Grieg r Streichquartett in 8-Moll, 1. und 2. Satz. — 8 Uhr r Konzertabend. Händel r Larghetto au» der Sonate v-Dm; I. S. Bach r Präludium aus der 6-Dirr-Suite; Josef Haydn r Menuett; Popper r Romanze in 6^)ur; Lieder von Schubert und Schumann; Lieder von BrahmS und Richard Strauß; Klaviervorttäge r Börries von, Münchhausen r Zwei Balladen; Adalbert Stifter r Geschichten au» dem Böhmerwald. Wien, 24. Oktober. * Da- Wetter. Die Störung des schöne« Wetters ist in den Nordalpen eingetretm. Die Folge war allgemeine Abkühlnug der Lust über Deutschland und Frankreich unter Niederschlagen bi» zum Alpenkamm. Voraussage: Vorwiegend heiter, stellenweise Morgennebel, kalt. Später schönes Wetter anhaltend. * Die LebenSwittelmarkte. Auf dengestrigen Vichmärkten in St. Marx traten auf vielen Gebieten Preisverbilligungen ein. Auf dem Rindermarkte haben sich die Preise gegen Montag um 509 bis 1000 K. pro Kilogramm ermäßigt. Da auch von der Grotzurarkthalle 17 Waggons verschiedener Fleischarten einlangten, so ist mit einer Entspannung auch im Detailverkehr zu rechnen. Auf dem Naschmarkte verfolgen die Genvuisepreise weiter die steigende Richtung. Spinat, Paradeiser, Salat und Karfiol haben sich verteuert, ^irc weiße Kartoffeln herrscht weniger Nachfrage; gesucht s-md bloß gÄbe. Obst langt in genügenden Mengen ein. Die Nachfrage hat merklich nachgelassen. Die Eierpreise steigen Wetter. * Radiorun-fcharr. Unsere Rubrik „Radiorundschau" erscheint von jetzt ab in der Samstagnummer. * Die Selbstmorde des Tages. Die 23jähvi§e Hausgehilfin Therese K. hat sich an ihrem Dienstort mit Leuchtgas vergiftet. Aus die gleiche Weise verübten gestern der Mjälhvige Straßenbahnschcrffner Robert S. und me Private Migzi C. in Hrer gemeinsamen Wohnung Selbstmord. Das Motiv der Dai ist unbekannt. — Der Tcchezierer Leon S. wurde nächst der Kagran-er Brücke als Leiche aus der Donau gezogen. — Der Kaufmann T. hat sich Ms unbekannter Ursache in seiner Wohnung erbangt. — Der 19jährige Elektriker Anton K. hat sich wegen häuslicher, Zwistigkeiten mit einer Pistole angesLossen und schwer verletzt. — Die 20>jahr!vge Private Henriette R. hat sich wegen Krankheit mit Leuchtgas zu vergiften gesucht. Sie . wurde von der Rettiungsgejsellschast ins Elisabethsipital gebracht. * Von einem Lastzug der Straßenbahn getötet. Gestern abends wurde auf der Erdbergerlände die bei der Baustofs-A.- G. bSdienstete 67jährige Anna'Rechatsch beim Passieren des Geländes von einem vorbeifahrenden Lastzug der Straßenbahnen gegen einen Baum gepreßt und erlitt mehrfache Rippenibrüche. Sie wurde ins Rudolfsspital gebracht, wo sie jedoch bald nach ihrer Uebergabe den Verletzungen erlag. Die Erhebungen sind eingeleitet. Vereine. Bottrftge »nd Versammlungen. I. A. V. Hechawer. Heute, V-6 Uhr abends, im Lokale der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien, ordentliche Versammlung. Erscheinen Pflicht. — Akademische Sek.tionHitachduth, 2.Bez., Zirkusgasse 33. Die dteSwöcheuttiche Versammluna findet ausnahmsweise heute, 8 Uhr abends statt. Mitteilungen aus dem Publikum. UM-,de- . R* BR AJLJFtfj I. Wipplingerstrasse Nr. 18 Kichle für die Blinden! Der Verein „Blindenheim für israelittfche Mädchen wendet sich mit folgendem Aufruf an die jüdische Oeffentlichkeit: Der Winter ist vor der Tür r mit banger Sorge blicken wir auf den leeren Kohlenkeller und die beängstigende Ebbe in unserer Vereinskasse. Wie sollen die arme», blinde« Mädchen in dem von un» für fie geschaffenen Heim, 2. Bez., Darwingaffe 5, in ungeheizten Räumen den harten Winter überstehen, ohne Schaden an ihrer Gesundhett zu nehmen? Wie, mit vor Kälte erstarrten Fingern, all die hübschen Handarbeiten anfertigen, womit fie fich einen Teil ihres Lebensunterhalte» verdienen? Diese Frage wird mit jedem Tage brennender; diese msrre schwere Sorge, mit jedem Tage drückender. Wir wenden uns daher mtt der innigen Bitte cm die erprobte HerzenSgÜte der Wiener Bevölkerung, uns in unserer Not beizustehen.und güttge Spenden an den Präsidenten de» Vereines, Herrn Bruno Färber, 1. Bez., Naglergaffe 1, übersenden zn wollen. Postsparkassen-Konto Nr. 58.441. Bühne und Kunst Für das Mische Aeater. Eine Werbeversammlung der Freien jüdischen Volksbühne. Der Verein Freie Mische Bollksbühne veranstaltet« Sonntag eine Versammlung, in welcher der Plan der Schaffung eines jüdischen Theaters in Wien beraten wurde. Herr Dr. Otto AlbeleS hielt zunächst Men Vortrag über die Bedeutung des Mischen Theaters. Es sei vor allem ein schr wichtiger Erzichungsfaktor für die Wiener Ostjuder^, Der rasche Uebergang vom Kaftan zur Bügelsailte, der sich fo oft beobachten läßt, führe direkt von ostjüdischer Wesenhaftigkeit in Kultuplosigkeit. Menschen, welche, das Ostsudentum im Handumdrehen äußerlich oblegen, sind leer und widerstandslos. Sie brauchen eine innere Heimat, u-m sich, tvas iunchaus nötig ist, in die Großstadt richtig einznfügen. Das Mische Theater kann ihnen diesen inneren Halt weit eher geben, als Tendsnzreden oder Moralpauken. Für die W e st j u d e n vermittelt das jüdische Theater die so dringend nötige Kenntni8 des Ostjudentums, von dessen hoher Kultur und von besten wesenhaf-ter jüdischer Art sie leider Gottes keine Ahnung haben. Den Westjuden gelbe die Berührung mit ostjüdischem BoMstum, wie es sich in der KuniMbnng des jüdischen Theaters spiegÄt,.- Selbstachtung, Sinn für innere Würde und Kenntnis des wahHastigen Geilstes der Mischen Masten. 8ln dem Beispiel des ersten Ensembles der „Freien jüdischen Bollksbiühne", welches seinerzeit rnlit außerordentlichem künsÄerischen Erfolge i>u Wien wirkte, halbe sich ferner gezeigt, daß die opferfreudige Hingabe einer Gemeinschaft von jüdischen Schauspielern an die Kunst tiefste Wirkung aus werbe jüdische Kreise ülbe und ein Heilmittel gegen das Nebel der Zweckstrelberei und der SPi-elleidens-chaft sei. An die Neulöse Buben Bühne Direktion: Rolf Reinhart-Hans Kaiser ■ II. PraterstraBe 60 Telephon 4S-8-59 ■ Motto: I „Kinder und lim reden die Wahrheit“ I Täglich 8 Uhr aktuelle satirische Szenen I I Eintrittspreise von 15.000 b i s 40.000 K I Liederabend Alma Weiß. -Am 19. d. stellte sich im Klubwal der Wiener Urania eine junge Sängerin. Fräulein Alma Weiß, einem kunstverständigen Publikum vor. Im Rahmen eines Lieder- und Arienabenos zeigte sie eine schone Sopranstimme und gut durchgebibdete Technik. Professor Karl Lafite trug durch feinsinnige Beglertnng viel zum Gelingen dieses Debüts bei. Die Ueherführung Dienkiewicz*. Die Leiche d.'s berU)mten polnischen Dichters Henrik Sienkiewioz, -welche von. Bevey nach Warschau überfuhrt wivd, ist auf diesem Transport ßrn früh nach Wien gebracht worden. Hier beveitete ein 1tee mit Minister a. D. Dwardowski an der Spitze dem toten Dichter einen festlichen Empfang, zu dem sich auch Vertreter der österreichischen Regierung und des diplomatischen Korps eingefunden hatten. Am Nachmittag erfolgte der Weitertransport der Leiche nach Warschau. Neues Programm in „Unser Klasl". Für die Samstag den 26. d. und Sonntag den 26. d., 8 Uhr abends, in der Scholl«, 5 ~ " “ " *. Aoendl (Gärt-uer). Humoristischer Monolog „Der Datsche von Schollem Mejchem (Sigast). Ehassidische Volksmotive <D^Uiekaja). Humoristische Szene „Zibal-es" (Bulow). Szene -aus ,Der Dhbuk" von Anslki <Frau Kadison und Frau Natan). Violmlkonzert d«S Konzertmeisters Zimbler (jüdische Komposttionen). „Die erste Nacht". Einakter von I. L. Prrez (Bulolw, Kadison, Natan, Weißberg-). Hagenbund. Die graphische Ausstellung nebst eiu.r Kollektivausstellung des Architekten Hans Hloucal wird Sonntag den 26. d. um 11 Uhr srvfsn-et. GeriWsaat. Sine bestialische Mordtat. Der zweite Verhandlungstag. In der gestrigen Berhandlung begann das Zengen» verhör. Die erste Zeugrn, die HauAbeisovgevM Karolline Nenhöfer, umd auch andeire Nachbarn sagten ans. daß Wald «und Fuchs öfters gestritten und mitoinailder gerauft hätten. Einer Zsugm hat Wald erzähllt, daß Fuchs -mit einer Hack« wujf Gn loÄgegangein sei. Aiusischen erregte die Aussage der geschiedenen Gattin WaldS. Die Fvau gab an, daß Wald sie bedroht, betrogen und mißhandelt halbe; sie sei vom. ihm bll>Mg geschlaigen, mit dem Kopf gegen die Dür gestoßeit, bei den Haaren geschleift worden und er sei auf ihr Hera mgetr et en. Wors.: War er aufrichtig? — ZerrOn: Nie. S e i n Leben lang hat er kein wahres Wort gesprochen. Er war auch sehr geldgierig. — Bors.: Würden Sie -ihm semer EharaVtevainliage nach eine Gewalttat z nt rauen? Die Zeugin erMvt mtt großer Bestimimtheit: Ja! Wald bemüht sich, die Aussagen seiner Fr-au als unwahr hinzustellen. Sodann wind der GeischäftLMrer des Kaifioehaillses, in welchem Wald als Kellner angestellt war, und die Besitzerin des Kaffeehauses dern-smMvtr. Aus dett Aussagen beider geht lhervor daß Wald wegen seiner hanliosexuellen Berau'logung entlassen wurde. Die Schw-ester der früheren Frau des Wald, die Hot-eliersgaiNn Rose Wo reck, und devm Gatte, de-r Hotel i-cr Fvantz Pore«, Ibestätrgen, vast Wald seine erste-Iran mischa-udelt Hat; nach «ihren Angaiben hat sie ihn erhalten müssen und er hat Ähr «ihr ganzes Geld aibgerwmimen. Der Vater des Angeklagten Fuchs, ciat Wachoberikammissä'r aus WMiering >bei Linz, gibt an, daß ihm W-ald die ErMrung, er dürs-e an OUfym-air Fitichs Wa>ttrr>ech-te -ansüben, geradezu a-bgenötigt habe. Wald halbe auch erlklärt, er wolle den Fuchs vor der Gefellschaft der Hamoisexlrellen schützen. Schlietzvich halbe Wald omävi, sr werde den Othmar im Testament bedenken und ein-e iLeben-Sde-rlsicherumg zu seinen Gunsten ttbschließe-n. Von seinem Sohnle sagt der Zeuge «u;8, daß er sehr an der Muttm und m feinem Bruder hänge. Der GuchdMcker Worian Redl, von dem di-e e-rmMdete Fron Koch das Sportkafe nbernommM hat, und sein Sohn, ein Bahndvdienste-'tM,- bekunden, daß die Koch von Wald sehr oft mißhandelt wurde: 'dagegen habe sich Ollhmar Fuchs gegen die Frau sehr anständig beno-nrmen uyd sei bemüht gelveieu, bei den Streit'Werten zwischen ihr und WM v » r s ö h n e -n d zu wivVm. Der Sohn -er Ermordeten. der Süjähri'ge Kaufmann-Ernst-Koch, gibt an. daß seine Mttt-cr, die er oft vor Koch gewarnt hat-, in mamchm>a>l fmchällig gebeten habe, ihr beilzustehen. Aber Wald'habe immer wieder Macht über sie gewonnen. . Aus die Frage -des Devteidigers Walds, wa-vuim Ernst Koch nach dom Verschwinden seiner Mutter keine Mgänigigjkoi'ts'ainssige erstattet halbe/ antwortet 541459^59^