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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-24 · Heft 2042 (24.10.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2042 (24.10.1924)
Date
1924-10-24
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 8W8 ' Men, FreWg Tagesbericht. (fht neues Fudenviertel in Amsterdam. Aus Amsterdam wirb uns geschrieben t Hier hat sich in aller Gülle eine interessante Wanderung, eine Art Auszug aus dem alten Amsterdamer Ghetto' in das neuerbaute Judenviertel vollzogen. Diese neue Judenstadt erstreckt sich angrenzend an die Dorstadt WatergraafSmeer und besteht aus. einem großen Komplex moderner Häuser mit allen hygienischen Einrichtungen. Run wird das alte Ghetto in Uilenburg mit seinen finsteren Gäßchen und charakteristischen Giebelhäusern verschwinden. Leicht ging Liese Wanderung nicht von statten. Die alten Laute, die in Uilenburg selbst ausgewachsen und alt geworden find, wollten von den winkelige» Gassen mit . den vielen Traditionen .Md Erinnerungen n«r schwer Abschied nehmen. Schließlich gaben auch - sie dem Drängen der Jüngeren nach und sind heute stoh, in gesunden, menschenwürdigen Behausungen leben ztt können. Sie sind jetzt mit allem zufrieden. Nur müssen sie den wetten Weg' nach Uilenburg wandern, wenn sie die Synagoge' anfsnche» wollen. Woll bildeten sich schon kleine Betgemeinschaften, doch soll schon, i» der nächsten Zeit dem. neuen Viertel eine Synagoge erstehen, cm deren Plänen bereits gearbeitet wird. Lebendes Schach. Sine Partie Laster un- Rubinstein mtt lebenden Fieren. Aus Berlin wird uns berichtet r Die weite Halle im Sportpalast, in der sonst geboxt wird, hatte Sonntag abends eine Schar seltener Gäste aufzuweisen. Im Ring präsentierten sich nicht wie gewöhnlich halbnackte Kämpfer, sondern nicht weniger als 82 Gestalte«, die durchwegs in bunten, selsamen Kostümen anstrate», lieferten sich «ach de« Weisungen ihrer Führer, der Schachmeister Dr. Emanuel L aS k e r nnd Akiba RuL inst «i«, auf den schwarz-gelben Feldern eine Schlacht. Jede Partei hatte ihre« Herold, der die gezogenen Figuren auf die BestimmnngSfelder Und die Kampfopfer vom Feld führte. Die beiden Feldherren, Klassiker der Schachs, spielten ein ab gelehntes DamengavÄtt. Zu Anfang ging eS sehr ruhig zu, später wurde die Partte, als der Lodzer Meister, der die weißen Figuren führte, einem Bauernopfer ein Läuferopfer folgen ließ, lebhafter. Einem Läuferopfer LaskerS folgte ei« Turmopfer RubinsteinS Md wenige Züge später ewiger Schach durch die weiße Dam«. Unentschieden im 2 4. Zuge. Die Gegner reichen sich auf dem Podium die Hände. — Der originelle Schachabend, Lei dem der Schachmeister Kagan Laster nnd BernsteinRubinstein sekundierte, wurde durch musikalische Darbietungen des Blüthner-OrchesterS unter Pietro M a S e a g n i eingeleitet und befchloffen. __;_ Wovor Hertzka gestorben. Me MtS WieSbadeN LevichdetMÄ», isi M: der VSMHrilge Dr. Theodor Hertzka geistoiibm. Sein No.me ist in der öfterwichischen und MMiriischen PuWMM fthr bokarmck, avoch imchr aber dmch ssim Wtigskert als S ozialre-fornrer. Im Jahve 1845 Ku> Budapest gGoren kam Hertzka in jumHien Jalhren nach Wen-umd gehörte hier dem - NedakÄim^ribande dev ,/Neuen Freien Presse" an, >tvo er <im voWwirtschaftlichen Ressort omsgeKLichn-ete fachliche Artrkol schrieb. Stodf fi^benjähriger: TättgiAt der der „Presse" gründede er im Jachre 1879 ' die Miewer ® gemeine Zeitung", das erste, übrigens cmi/ch einMe WivMr Blatt, frfcg dreimal täglich erschien. An der Spitze dieses Blattes stand er W zum Jahre 1886. Hertzkas besonderes Interesse galt der NatiowLlökonoimie nind er gvüntdeft auch die Gesellschaft österreichischer VeMswirte. . In seinen Schriften ,/Wesen des Geldes", ,/WÄhvuny nnd Handel", „Die Gesetze der Handels- Md Sozialpolitik" und dielen anderen, welche in Fachkreisen große Beachtung fanden, trat er für den Freihandel, für die Gaildvalnta nnd sm die PmdiuMgenossertschaift ein. Am dekannteslen wurde feine svAiale Utopie „Freiland", welche im Anfänge der 1896er Jahve erschien und in>nerhalb Vuvzer Zett zehn AHlagen erveichte. Dort entwickelte er rn einem fesschnd Mschrtchenen ZubuniftsWde seine" so- Aialröfovnwris.che Idee der Aufhebmog des privaten Grundeigentums und der ProduMonsgeiMssenschast als Träger 'der neuen WirtschatftSordnning. Besonders der Begriff des Rechtes auf Arbeit bildet in dieser Schrift Hertzlas ein wichtiges Moment. In der Folge gründeten sich zaihlrmche V>eWinigMgen, welche die Ideen Hertzkas praktisch aussAhren wollten, «und 'Hertzka selbst versuchte, in Afrika eine FreÄand-SiMu>ng zu gründen. Gr hatte fedvch damit keinen Erfolg. Seine Ideen berühren sich in dielen Puinlkten mit ,denen des Boven-reformers Adolf Damaschke «und des Soziolliogen Franz Oppenheimer. In späteren Jahren lebte Hertzka i-n feiner Geduvtssttldt Budapest, wo er als Zeittmgshevau'sgisber nnd Mitarbeiter an verschiedenen Blattern: großes Ansehen genoß. Sie letzten Lobeusjahve verbrachte er bei seiner Tochter in Wiesbaden, woselbst er nunmehr Versiovben ist. Sin neues ungarisches Blatt in Msn? Das in Budapest erscheinende Matt „Vilag" berichtet im Zusammenhang orat dem Uebergaug der Castigliomi-Blätter in den> Besitz eines ungarischen Konsortiums, daß dieses in der nächsten Zeit auch noch ein ungarisches Blast Herausgaben will. Dieses Blatt soll, wie „Vilag" weiter berichtet, siir die Magyaren in den Nachfolgestaaten hevgesiellt werden und für die politische Ordnung in Ungarn Propaganda maichen, Wiener Morgenzeiluna. ■1 ■*n - —- 24. Oktober 1924 Seite 3 ♦ die Erhöhung des Brot Preises sind, bereits abgeschlossen. lieber das Ergebnis -teilt die Negierung mit: Die Wiener BÄckergenossenischaft wird für den gegenwärtigen Zeitpunkt die nachstehende Preisberechnung empfehlen: Als Bcrechmmgsgrundlage dient beim Notmallaib (1,26 Teckagramm) das Mittel der Durchschnittsnotierungen der Wiener Produktenbörse in den letzten 14 Tagen für die verbackene Mehlmvnge (90 Deckagramm) unter Berücksichtigung des. tatsächlich angewendeten Miiischungsverhältnisses zwischen Roggen- und Weizenmehl. Zu dieser Grundlage wird ein Pauschale für Regie und Gewinn hinzugerechnet, das je nach dem Verhältnis der Erzeugung von Schwarzbrot zu jener dem Weißgebäck innerhalb des betreffenden Betriebes abgestuft, ist. Diese vier Sähe betragen 2730, 2800, 2000 oder 8000 K. pro Normallaih. Die sich hiernach in jedem einzelnen Betriebe ergebenden Verkaufspreise können jedoch, sofern sie den gegenwärtigen Verkaufspreis übersteigen, nicht mit sofortiger Wirksamkeit begehrt wenden, sondern es darf ^zunächst bis anfangs November höchstens das Mittel zwischen dem jetzigen tatsächlichen Verkaufspreis des Brotes und jenem, der sich ans der KMulationsanleittwg ergeben würde, gefordert werden. Der durch das Verbot der kollektiven BrotpreiKb.'ttlmmung erzwungene freie Wettbewerb km Brotverkehr bleibt nach wie vor aufrecht. Schließlich wird noch ausdrücklich betont, daß der Behelf der Genossenschaft nur von dem Handwerks maß i g-.in Bäckereibrtrloben angcwendet werden kann, daß sohin jeder f aL r i k s m ä ß i g e Großbetrieb seinen Verkaufspreis auch weiterhin durch eine individuelle Bcre chnung der Gestehungskosten zu verantworten hat. Ueber die Preise, die sich nach dieser Vereinbarung ergeben, erfährt die Korrespondenz Herzog, das, zunächst eine mäßige Steigerung der Verkuusso-rüs.' des Bäckerbrotes ans zirka 8000 bis 8200 K. für den Normallaib Qualitätserzengms (7» Prozent Noggenmehl 1 und 25 Prozent Weizenbrotmehl) ein treten dürfte. Die Bäckermeister dürften nämlich nach der Anleitung ihrer Genossenschaft die sich ergebenden Preise von 5800, bezieh:: n.gs> weise 8100 K. oder in dm oberen Kategorien Ausuahmsprcisc von 8300 bis 8600 K. mcht sofort verlangen, sondern den Mittelpreis, welcher zwischen diesen Ansätzen und ihren tatsächlichen dermaligen Verkaufspreisen gelegen äst, also in der ersten Zeit etwa 8000 bis 8200 K. Für die weitere Gestaltung des Brotpreises ist die Lage des M-ehlmarktes ausschlaggebmd. Der Wivwarr beim Verkauf. Gestern sind die m e i st e n Bäcker, aber n i u). alle, mtt den Preisen f ü r K l e i n g e b ä ck auf 600 Kronen hinausgegangen. Die Fabriken dagegen sind beim alten Preis von 550 Kronen geblieben. Dagegen sind einzelne Brotfabriken, welche die letzte Brotverteuerung nicht mitgemacht haben, gestern mit dem Brotpreis hinan fgegangen, so die Jglauer Landbrotfabrik Bares in Ottakring. Jntereflant ist, daß diese Fabrik infolge des Widerstandes ihrer Abnehmer im Laufe des Tages die Preiserhöhung, welche bei einem Laib Jglauer Landbrot 1000 Kronen betragen sollte (von 14.800 auf 15.800 Kronen) zum Teile widerrief. Einigung der Regierung mtt den Müein. - Ser nächste Brottzreir 8000 bis 8200 Kronen Die Verhandlungen der Bäcker mtt der Negierung über Sie letzten Kurse. London, 23. Oktober. (Devisenkurse.) Wien 820.000, Prag 151%, New-York 4.50V», Paris 85,95V., Brüssel 93,65, Nom 103V,. Zürich 23,40%, Madrid 33.50'/,, Amsterdam 11,44'/,, Kovenhagen 26,07%, Ehristiania 31,44l/a, Stockholm 16,92V,, Helsingfors 179,-, Berlin 16,80, Athen 257V,, Bukarest 790. London» 23. Oktober. Effektenkurser Oefterreichische Anleihe 94,50, Tschechische Anleihe 99,50, Prager Anleihe 91,—, Skoda 91,—, Bankverein 7,8, Bodenkredit 16,6. Central- Mining UV«, General Mining 13,-r, Diamond» 17,6, DebeerS 11,825, Rio Linto 34,55, Royal Dutch 29-, Shell 4%. ’ Aew-Nork» 23. Oktober. Effekt e n börf e. Atchinson '105'/,, Baltimore 61'/,, Canadian Pacific 148'/«. Cheasepeacke 83, Eart 28*/*, Greath Notthem 62, Niilwaukee 12V«, North em Pacific 64. Union Pacific 139'/-, United Steels 107'/,, Royal Dutch 49,35, Southern Pacific 93'/,. Aew-Botk, 28. Oktober.. (Radio.) Devisenschlußkurser Taggeld 2 bis 2'/?/», Wechsel auf London 4,49«/,, 60-Tage-Wechsel 4,48'/,, Paris 5,22'/, Amsterdam 39,28, Prag 2,90%, Berlin 28%, Silber 70%. Sie HarenKeuzler-Kxzefse. Karl Hermann Wolf an der Spitze. Die GtraßLNikvalwalle der MtimalsoziMstsn,. Äber die wir gestern cvuAführlich berichteten, trugen einen wert über das gewöhnliche Maß hiwa>usveichende>n gewalttätigen Charakter. Es war osienknndig, 'daß mit diesen Anvuhen, die nach einem vorbereiteten Plan stattsanden, die Wiedermrfnaihme der Taktik des Vorjahres manifestiert werden sollte. Eine parlmn-entarische Korrespondenz, die m Verbindnng mit den Hackenkvewzlern sicht, gilbt zw den Lävmszenen den folgenden Kommentar: Die gestrige Versammlnng der NatiouaGoziabsien, hat Meigt, daß idiese ein Elsangreiches KampfprogMinm besitzen. Wenn man den AnbündiguiwAen der eMzellnen RchneL und den gefaßten BeMüssen glauiben darf, dann sichen in Oefter- Verch, naimeniWch aDer in Wien, schwere Kämpft bevor. Sie wollen den Kampf führen >gegen die Regierung Ssipesi die Movikailen, die Illden, die 'SoziMvmivMatein und Kommunisten, die Gvoßdeutsche-n, die Polizei (weil diese parteiisch voreMt) und für die Beifvemng des deutschsn Volkes und die MedmMaMmg des HAimatsrechtes Hitler 8. Dieser Kampf -erftridert nätäwl-ich starke Kräfte und so ist «8 Ibsgreiflich, toofe die EMäruM des ehenMigen dsutschvadttailen MLHrerS K. H. W olf, wonach die Deusichnational-en mit den RatiMaUchiessisten in ZWknnft ge>Mlinsainr Vorgehen Werder:, von der Borsammlumg mit stürmischen Heilriuferr anfgmmnmen wurde, die auch der Festistclliwnig Professor Hellers, daß die EMärrmg WoW ein geschichtliches Moment für das deutsche Volk sei. zustimmte. Daß es den NationalsoziMsten mit der DwkchMonM ihres Programrirs ernst ist, dies zeigten die Vorgänge nach Schluß der Versanimllung. Allerdings gibt es Nationailsoi^alisien, die her Mettrung sind, daß -das vöracstecküc Kampfziel ein allzu U'lnsangveiches sei, idoch diese Auslfassinng Imtö von den kainpsesurutigen Elomenten mit dcni Hinweise zurückaewi'üsen, daß zm Ertüchtigung des Rutschen Volkes der . Kampf notwendig sei. EliiMÜniert mau aus di'esin MitteUrngen de.« parteiübli-chen Größenwahn, so bleibt genügend Grund übrig, um den Behörden Sorgen zu m«lchen. Die Sturmtrupp- Partei dürfte selbst wissen, daß die Befreimig Hitlers keine Angolegonheit Oesterreichs sein kann -lmd, daß auch feilte Staatsbürgerschtst keinen Kviegsgrund bilden, kann. Aber sie ist das Münchener Relsevvekorps, das eben jetzt, während der Räumuing der Ruhrgebiete, eingesetzt wird, um von hier ans die sich anbahnende Verständigung zu stören. Daß K. H. Wolf, dieser eingefrorene PosthoMstoß, mit von der Partie ist, kann nicht wundernchnren. Der Mann darf bei Krawall nicht fehlen und sein Anschluß ist wirklich ein historischer Momen^, der Beweis'für die historische Dummheit des Älldentschen Chauvirdismus. . *. ' Im Verlaus der Exzesse wurden von der Polizei 15 Arretierungen vorgenommen. Die Anaebaltenen wurden in die Wachstube in der Schottenfeldgasse gebracht, >wo thr Nationale festgestellt wurde. Sie wurden auch nach Wasftn untersucht; imwn fand, bei ihnen außer Stocken Hirschfänger, Schnappmesser, R evolv er und Schlagringe, die ihnen abgenvmmen wurden. Die Namen der Werhafteten sind: Fva>nz Richter, Memevgeselle; Friedrich Ä g u e z y, Mecha.n'ikergehWfe; Rudolf Schmach, BäckergeWe; Karl Brün er, Schlosseogeihilse; Kurt Wenzl, Pribatbeamter; jjßtoam Grade, Siernmetzlehrling; Hans Strobl, Spenglergehiilse; Rudolf May, Privatbeamter; Fritz Michalek, Privatbeamter; Hellmuth Z u. ch r i st i a n, Student der Hochischulle sm Weilthandel; Herbert Auistensky, Student der Philosophie; Theodor Mleo ch, Hörer der Hochschule für Bodenkultur; Wfted Richter, Student; Hans M e n tz l, Mediziner: Ferdimnd Seegner, Zahntechniker. Sie WShmg des Briefvottos. Am 1. Dezember tritt eim Erhöhung des Briefportos ein, nnd zwar soll der Jnlcmdsbrttf von 1006 auf 1300 K.. die Postkarte von 5ÜS auf 766 K., der Ausländsbrief von 3606 auf 4066 K., die Auslandskarte von 1800 auf 2400 K. erhöht werden. Im Verkehr noch der tschecho-slowaki» sche« Republik, Ungarn-, Italien, Rumänien und Polen sollen die Gebühren für Briese mit 3000 K., für Karten mit 1800 K. festgesetzt werden. Die Gebühren für Drucksachen, Warenproben und Geschästspapvere sollen entsprechend angepaßt werden. Die T e l >e g r a P h e n g e b ü h r e n des JnlandSvevkehves sollen ke-ine Erhöhung erfahren, im Verkehr mit dem AuSlande müss-cn die Wortgebühren tunlichst jenen Beträgen angepaßt werden, die die Auslandsstaaten im Verkehr mit Oesterreich einheben. Im Telephonverkehr sollen nur nicht sehr ins Gewicht fallende Ausrnndungen in den Teilnehmergebühren von Wien vorgen'o>mmeu werden. Die Ueberlandssprechgebühren sollen keine Er Höhung erfahren. Sie Wahlen in die Kulturgemeinde. Versammlungskalendev der vereinigten jüdischen Parteien. Morgen Samstag: 2. Bezirk: V-8 lihr abends, Caf« Nizza, 2-Be^.. Taborstraße 6Ö. Redner r Isidor Schwarz, Dr. I. Taubes, Dir. Julius Haber, David Nebenzahl. Vz8 Uhr abends, Restaurant Goldsteiu, 2. Bez., Zirkuskrasse 3. Dr. Omstein, Dr. Diamant, BettrkSrat Hoffmann, Dr. Klaber. Prater: Vs^ Uhr abends, 2. Bez., Jungstraße 8. Redner r Emil Engel, Gustav Löwh, Dr. Ehrlich, Moses Rath. 3. Bezirkt %8 Uhr abends. Hotel Nagler, 3. Bez., Rennweg 59. Redner: Dr. Arnold Ascher, Dr. Goldhammer, Ungar, Aron Schwertfinger. 6. und 7. Bezirk: V-8 Uhr abends. Restaurant „Zur Glocke", 7. Bez., Neubaugasse 5. Redner: Kommerzialrat Buchwald, Dir. Stein, Oskar Goldschnttdt, Dr. Sauel Beer. Eine jüdische Wählerversammlung im 15. Bezirk. In einer Mittwoch stattgvfundenen WWerweuftmuttiulg in von Maviansä'len im 15. Bezirk legte, nachdoiu Vertreter der WirtschaftApaw.ei gesprochen hatten, der Kandidat,der vereinigten si'ldischen Parteien. Fabrikant Oskar Golds chm ied, das'Pvogramm dieser Pauteiroailition da-r; er ivies aiuch darauf hi'N, daß'die Sanierung der Kultusgemeinde eine wichtige Taisache im. jüdischen Gememdeleben Wiens sei und daß nmr. eine sanierte Gemeinde den AHgalben gerecht werden könne, die sie zu erfüllen halbe. Di« AuAfühmiugen des Redners beWIne-bsn allgemeiner Zustimmlina; mm ein Besucher -der Verjamml'ung, der ftühar kv-nseifittmAose. Kuiltusgemeinde-bEnte Kaiser, machte iciitpr Nervosität durch Zwischenrufe Lust, was im

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