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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-21 · Heft 2039 (21.10.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2039 (21.10.1924)
Date
1924-10-21
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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', Gelte 4 Wien. DKnAkH * Auto und Schnellzug. Nach einer Vftlteilnnci der Di- Aktion der königlich ungarffchen Staatsbohnen hat Sonnrag nachts der Wiener Schnel lzug in der Station Tata ein Automobil übersahren, das trotz der herabsielassenen Schranken aus den Eisenbahndannn fuhr uitd un-mittelbar vor dem heranbrarffenden Eilzuge Halt machte. Von den sieben Irrsassen des Autos wurden zwei schwer verletzt; beide sind aus Blldahest. Der Schnellzug traf mit eiustündiger Verspätung in Budapest ein. * Speisewagenverkehr Wie»—Vilsen. Das dreimal wöchentlich zwischen Wien-Franz-Iosefs-Bcchn-^Eger verkchrende D-Zugspaar D 3 (Wien üb 8 Uhr 5(1 Min.) uni> D 4 (Wien an 18 Ubr 35 Min.) wird in der Streck« Wien-Franz- Ivfefs-Bcchn—Pilsen zum ersten Male ab heute und ii der Gegenrichtung znm ersten Male ab Pilsen morgen bis/ auf weiteres einen Speisewagen fuhren. - * Bahnhoftundverkehr. Bon heute an wird der Bahn« hofrundverkehr wieder so wie früher über die Nordwestbahnstraße. Brigittabrücke und Nußdorferstraße zum Gürtel und umgekehrt geleitet. * Der nackte Mann. Es wurde bereits mehrfach berichtet, daß in der letzten Zeit ein Mann in der Nähe besserer Wiener Kaffeehäuser sich jciiter Kleider entledigte, dann splitternackt ins Kaffeehaus trat und einen Schwarzen bestellte. Er wurde jedesmal festgenonrmen nnd zur Polizeibehörde gebracht, bei der er — es ist sestgsstellt. daß der nackte Kaffeehausgast der 32fährige Automechaniter Franz Enterpfarrer ist — stets die verschiedensten Namen angab. Vorhin paar Tagen wurde Enterpsarrer in Mürzzuschlag aufpegrissen. wo er ebenfalls nackt herümlief. Angaben über ferne. Person und Herkunft schien er nicht machen zu können. Die naholcegeude Vermutung, daß es sich um Irrsinn handle, wirs von der psychiatrischen Station, wohin Enterpfarrer schon öfters zur Priifung seines GerstkszüftandeZ gebracht wurde, zurnckgewresen. Die Psychiater bezeichnen ihn als geistig gesund! * Selbstmorde. Die 66jährige Pfründnerin Macchalena K. hat sich wegen eines nervösen'Leidens in ihrer Wohnung ' mit Leuchtgas vergiftet. — Der Hilfsarbeiter Hubert Z. hat sich an einem Gaskan'delaber erhängt. * Verbot eines psychoanalytischen Ambulatoriums. Eine Bereinigung von unabhängigen ärztlichen . Psychoanalytikern unter Leitung der Aerzte Dr. Mißriegler, Dr. Stecket nnd Doktor Wittels hat ein Ambulatorium für unentgeltlich« analytische Behandlung errichtet. Das Stadtphysika^ hat nun die Eröffnung des Ambulatoriums verboten? Bon Maßgebender Seite wird hierzu mitgeteilt, daß sich das Verbot des Stadtphysikats nicht gegen das Ambulatorium als solches richte; das Verbot mußte vielmehr daruur erfolgen, weil eine behördliche Genehmigung zur Errichtung des Ambulatoriums nicht vorhanden war. Ein' Ambulatorium ist eine Heilanstalt und daher konzessionSpfiichtig, es unterliegt der Prüfung durch die Landes- Behörden und den Landessanitätsrat, die Entscheidung trifft das Laiid Wien. Die Älter des in Rede stehenden Ambulatoriums sind um diese Konzession nicht eingekommev. * Elfte österreichische Klassenlotterie. Bei der am 20. d. abgehalteutn Ziehung des sechsten Tages der V. Klaffe gewannen: 1 Milliarde Kronen das LoS Nr. 69.677; 200 Millionen Kronen das Los Nr. 57.396; je 20 Millionen Kronen die Lose Nc. 783, 32.008; je 8 Millionen Kwnen die Lose Nr. 19.778, 50.482 und 88.778; je 8 Millionen Kronen die Lose dir. 8484, 46.962 und 69,584; je 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 80.356, 46.339 und 75.430; je 4 Millionen Krouen die Lose Nr. 5781, 25.238, 58.862 uud 67.056; je 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 7574, 13.547, 48.844, 71.783, 74.011, 79.068 und 87.397; je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 352, 6396, 9404, 13.781, 22.356, 23.087, 29.339, 29.482, 40.150, 49.058, 53.219, 53.944, 55.573, 59.573, 53.547, 77.547 und 87.150; außerdem wurde» 3959 Gewinne zwischen 1 Million und 508.000 Kronen ausgelost. Meise Wontt. * Ehrung eines jüdischen Journalisten. Dieser Tage beging der bekannte rumänische Schriftsteller M. Schwarzseld» der Herausgeber der Bukarester „Egalitatea", sein SOjsähriges Schrrftstellerjübiläum und war aus diesem Anlaß Gegenstand heimlicher Begrüßungen. Die Juden Rumäniens, besonders diä des Mreiches, bereiten für ihren hervorragenden Schriftsteller, Publizisten und Historiker eine besondere Ehrung vor. Er soll aus Anlaßseines 50jährigen Schristst-ellerjubiläum ein eigen es'He im erhalten, wo er ungehindert und frei von allen materiellen So^en seine schriftstellerische Tätigkeit ausüben uud sein« große Bkbliothek ordnen kann. * Wie Trotzkh geweckt wurde. Ein Berichterstatter des „Dally Chronicle" schildert eine, ergötzliche Szene, die er in einem Zirkus in Petersburg erlebt hat. Es treten zwei Clowns auf und der eine fragt, was der andere vor und nach der Revolution gemacht haöe, um seinen Lebensunterhalt zu der-, dienen/ Die Antwort lautet: „Vor der Revolution war ich Diener beim Zaren. Frühmorgens weckte ich ihn wrrch bescheidenes Klopfen an der Tür und sagte: ,,Majestät. es ist Zeit aufzustehen!" Blieb er noch liegen, so stimmt« ich dm Volkshymne an. Das half immer. Nach der, Revolution wurde ich Diener bei Trotzky und mußte ihn auch frühmorgens wecken. Zuerst wußte ich nicht, wie ich das machen sollte. Ihn mit. „Majestät" anzusprechen, ging schwer und „Exzellenz" schien mir auch nicht zu passen. Da Hab ich, nachdem ich geklopft hatte, die erste Strophe der Internationale gesungen: „Erwache, Verworfener der Erde..." — „Und wie ist es abgelaufen?" fragte der erste Clown. — „Ich bin zur Tür hinausgeflogen!" * Ausbruch von wilden Tieren. Das Städtchen C a l u s o bei Turin erlebte vor kurzem die wildeste Panik infolge eines Ausbruches fünf wilder Tiere. En Käfig mit einem Löwen, einer Hyäne und drei Bären war von einem adreisenden Zirkus auf einen Bahnwagen verladen worden. Beim Rangieren stieß die Lokomotive sehr heftig auf diesen Lagen, so daß der Käsig herckbf'.el und sich öffnete. Fünf Tiere, durch den Fall erregt, sprangen brüllend heraus und eilten in weiten Sätzen dem One zu, während die Bahnbeamten und Reisenden schreiend auseinanderstoben. Beim unvermuteten Anblick der Bestien leerten sich die Straßen und die Läden wurden geschlossen. Endlich wurde unter der Teilnahme von in Caluso übenden Pionieren eine regelrechte Treiojagd veranstaltet. Die Tiere ließen sich ruhig einfangen; nur die Hyäne mußte erst durch «inen Schuß durchs Manl eingeschüchtert werden. * Durchsichtige Mauern. Der „Chicago Tribüne" zufolge gibt eine Elektrizitätsgesellschaft bekannt, daß in ihren Laboratorien eine neue Entdeckung gemacht worden sei. Es handelt sich um «inen Apparat für Röntgeirstrahlen, der nur 13,6 Kilo-, gramm wiegt uno mittels dessen man durch di« Mauern u ttd Balken H indurch sehen kann. Dr. Co olidge, der Erfinder, erklärt, -atz sein Apparat außerordentlich einfach ist und daß es genüge, ihn mit einer elektrischen Leitung in Kontakt zu bringen,- um jebe Intimität illusorisch zu machen. Diese Erfindung wird auch den. Spenglern große Dienste leisten, wenn sie Leltungsbrnche bei Gas- oder Wasserleitungen suchen, namentlich wenn die Röhren von Mauern um- Svben find. Wiener MorKenzeitnnK. 21. Oktober 1924 Nr. 2039 Mitteilungen aus dem Wblilum. Möbelfabrik j. Spira Feme »>- M lll. SlsMtragasse 1—3 Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl Schwelghotergasse Teppiche ror Ruten! IVUdrasvorhänirt.UebenvUrlt»,Halbstem, Bettde«lcfln. Flanell- und Stfti peeckon, Penstorgoliühei oto Teppichvertrieb ZITAHOF VII. Marlahllferstrasse Ws (im Zitahof) Moderne mm, Ulster, Anzüge nach Makzu mSäin n SretlcmuiMtt iobrlloi«c Aursüi'imig // Grones San« feinster Eloge 185 Schnei-ermeLper Rudolf Goldstein Gegr. 1-ss Wien, u.» TaLmstkaße 54 Tel. <5520 Oksngsmltursn W8. WkLlk ^8^ IV, t. Wipplingerstrasse Nr. 18 Zie Wahlen in die Knitnsgemeinde. Versammlunstskttlender -er vereinigten jüdischen Parteien. Heute: 2. Be, irk: 7 Uhr abends, Hotel Continental. 2. Be»., Taborsiraße 4. Redner: Ing. Stricker, Dr. Friediuann, Bezrrksrat Hoffmann. Prater: 8 Uhr abends, Bauers Restaurant, 2. Bez., Bcnedigerau 171. Redner: Dr. PlaschkeS, Kommerzialrat Reif, Josef Brenner. '* 3. Bezirk: Halb 8 Uhr abends, Restaurant Littmann, 3. Bez., Radetzkystraße. Redner: Kommerzialrat Markus, Doktor Klckber, Dr. Emil Weinberg, David Nebenzahl. Mittwoch, 22. Oktober. 4. und 5. Bezirk: Halb 8 Uhr abends, Terrassencafe, Margaretenplatz. Redner: Dr. Waldmann, Dr. Bruno Werner. Zulius Roseufeld. . 8. B e z i r k: Halb 8 Uhr abends, Cafe Stadttheater, 8. Bez., Albertgasie 39. Redner: Dr. Ing. Karplns, Ing. Hlattatsch, Dr. Körner. 9. B e z i r k: Halb 8 Uhr abends, Cafe Zentrum, 9. Bez., Rotenlöwengasse 5—7. Redner: Universitätsprofessor Ehrmann, Dr. Löwenherz. 20. Bezirk: Halb 8 Uhr abends, Jüdische Volksküche, 20. Bez., Kluekhgasse 7. Redner: Universitatsprofessor Dr. Pick. Zng. Stricker, Dr. PlaschkeS. Donnerstag, 23. Oktober. - Pr ater: Halb 8 Uhr abends, „»um Radfahrer", 2. Bez., AuSstellungSstraße. Redner: Ing. Stricker, Dr. Ascher, Aron Schwertstnger. 3. B e z i r k: 8 Uhr abends, Erbberger Tempel. Redner: Dr: Ehrlich, Hoftat Dr. Rieseufeld, Kommerzialrat Markus. 8. Bezirk: Halb 8 Uhr abends. Nieddof, 8. Bez.. Schl-sselgasie L. Redner r Dr. Löwenherz, Dr. Ornstein, Doktor Alfred Löwy. 9. B e z i r kr Halb 8 Uhr abends, Cafe Metropol. Redner : Julius Rosenfeld, M. Oesterreicher, Dr. Georg Weiner. 10. Bezirk: Halb 8 Uhr abends. Eichenfäle, 10. Bez.. Favoritenstraße 71. Redner: Dr. PlaschkeS, Dr. Waldmaun, Börserat Glück, Baurat Kemvler. 12. b i S 1 5. B e z i r k: Halb 8 Uhr abends, Herkkotzgaffe 21. Redner: Dr. Sofer, Oskar Goldschmidt, David Nebenzahl, H. Fröhlich, Hofrat Dr. Wilhelm Herzka. 16. u n d 17. B e z i r k r Halb 8 Uhr abends, Nestrurmt „Blaue Flasche*, 16. Bez., Neulerchenfelderstraße.' Redner: Dr. Friedmann, Dr. Ticho, Dr. KarvluS. Radiokonzert der „Wiener Morsrnzeitung". Täglich von 4 Vis 6 Uhr nachmittags in der Redaktion, Wien, 2. Bez., Taborstraße 1. Apparate beigestellt von der Firma Broadcasting. Radio-Ges., Wien. Lumiere-Lautiprecher beigestellt von Minerva, Wien. Vorfühnmg des Sommerävparates. — Programm für heuteDienStag: 20 Uhr: Chorkonzert. Programm:W.A. Mowrt:O Isis undOstriS mit Cbor, Isis-Chor („Zauberflote"); R. Wagner: Matrofen- Cbor, Arie des Daland („Fliegender Holländer"); Ch. Gounod: Soldaten-Chor, Ständchen des Mevhisto aus ..Margarete" (Faust; Fr. v. Flotow: Portrrtieb mit Chor aus „Martha"; O. Nikolai Lieb des Falstaff mit Chor aus „Lustige Weiber von Windsor"; L. v. Beethoven: Die Himmel rühmen. Vereine. BortrSge nnd BersamÄunsen. Die Jugendgrupve der Zionistische.. Sektion Zwischenbrücken veranstaltet heute um 7 Ubr abends im großen Saale der Toynbeßalle, 20. Bez., DeniSgasie 33, eine Cinichos-Tbora-Feier. — I n n g I u d a Jugendbnnd. Heute, 7 Ubr abends, .Heimabend der Mädchengruppe. im Heim, 2. Bez.. Große SchMa^^e 2. Urania: Heute, 5 Uhr (Großer Saal): Borneo und die Neuen Hebriden. lUQ Ubr (Kleiner Saal): Vrosesior Rudolf 5 t e r l i k e: Das Paradies Böhmens. '/»6 Uhr 'stlnbsaal>: Tr. Joses Zuth; Einführung in das Mtarrripiel. V11L 6 Uhr (KurSsaal): Kurs: Professor Dr. Walter R euwirtb: Tie Persönlichkeit Leo Tolstois im Spiegel seiner Werke, l. ",8 Ubr (Großer Saal): Zum erstenmal: Urania-Film; AuS unserer Lllpenbelmat. Volk und Brauch im Salzlammergut. '/,8Uhr (K(einer Saal): Kustos Tr. F. M a i l> l: New-?)ork und um 8,'ew-Nork. V*8 Uhr (KurSsaal). Kurs; Professor Doktor Rudolf Kraus: Krankheitserreger und Infektionskrankheiten. Vl^ l/98 Ubr (Klnhsaal): Dr. Josef Z u t h: Mandolinensptelkurs stir Anfänger. Vi II. L eö p „ldädterVolkSh ei m, S. Bez., Zirkusgatze 48. 1 llfit: Assistent Helmut Bock s ch: Besprechung von philosophischen Problemen des Alltags. NegiemngSrat Dr. Heinrich M o n tz k a: Länderkunde der Republik Oesterreich. ' * / .^ Kkttder-Simchas-Thorafeier. Heatzl«, HM 5 Uhr nach« mitta.gs, 8. Bez.,,BeuMppatz 1, Märchenivorlosimg Dr. Martha .Hofmann, Jüdische Lieder, Reiösn. TheatemufffchMM des'- (üdischrn Wände vbwnides Blaiu-Weiß und Inae-ndbund Menwch. '' Simchas-Thoraseier. Heute, flfeuibS 8 Uhr, 8. Bez., Bennvp'tatz 1, Akademie. Festrede: Rabdinör Dr. M. Bauer. Gosan'glliche iu'nd hnmoristiich« Vorträge, Da-ns. Bühne und Kunst. „Sinter Mal;- Das Unternehmen verdient u-ufmnnterndie Worte. *WM die leitenden Schriftsteller nnd Künstler mit wMiüender Besche'.'denhe'rt und Zaaihaftißlkeit zu Werkle gehen, sich weniger aH ihnen zukoinimt, aus BemnttvortmngMfühl hernmtaften, um schließlich Vvll'wertiges, Weftn'halstes herwuMbrin^n. DeshaH liegt es mir ferne, - nach L:eft.nr eüsten Versuch M urteilen oder gar abM« urteilen. Es aab technische Hindernisse, die von voricherem die erforderliche Dt'mrnmng nicht auftcimmen ließen. Die Veranstalter werden sie zu beseitigen wissen. Es wurden (vunixrschöne jüdische DoMieder gesungen — twub man hörte in Wien diese Lieder weit charaLterüstffcher, auumtiiger. humorvoller Vorfragen, als es der dres-maligen Interpretin gelang. (Ich stehe aber in Wirklich'üeit mit dem PnLMm, das stürmischen Beifall spendete und Zugabe:: verla>wg>te.) Herr Bulow liest a.usgez,eichnet — in fe'mer Art, die ich für bevenkiich hallte, denn ich glaulbe beim Lesen soll man nicht Theater spielen —, aber er wählte jedenfalls zu langwierige Stücke. Der Künstler wird sich nächstens kürzer fassen und der Sache besser dienen. Die gewählten Dialoge blieben blässer als es nötig war, weil .die an sich ausgezeichneten Taivsteller noch nicht wußten, daß man m diesenr intimen, leiLer sehr nüchternen Raum \mi schärfer pointieren, weit - fovgfamrr auf plastische Gestaltung der Nuancen, auf richtige Wahl und Verwendu-ng von „Bülmenrequisiten" bedacht sei.n must als im Theater. Die Mittvirlenden 'hatten es zweifellos schon nach dem ersten Abend weg, was auszumerzen oder besser zn kouturieren ist. Frau Kadi so n spricht wertvolle Gedichte mit Kraft mib Leidenschaft. Die Mlsikcvlische „Untermalung" war zu aufdringilich. Sie läßt sich leicht auf das richtige Maß zurÄcksühren. Und der Confereneiere. de.m die schuÄerige Aufgabe zufällt, aus dem Saal der „Scholle" ein „Klasl" z>u machen, wird nächstens nnbefangener u>nd uubekürnmerter sein. D e Hauptsache: Die iUdee, eine jüdische Kleiniönnst» biihne mit sorgsamster Wahl des Programms Zu schaffen, ist -gut, die Durchführung ist durch Eignuirg der leitenden Persönlichkeiten gewährleistet nutz das Pnb'liku-ur ist auch vorhanden. Es stürmte die Kassen. O. A. Die für gestern und heute ainberauul t Kew^'senen Ver^nstal!ungen von ,Hnser Kla'sl", di« aus technischen Gründen «besagt -werden mutzten, finden Samstag den 25. und Sonntag den 26. d. um 8 Uhr abends mit teilweise neuem Programm, im Saale der „Scholle", 2. Bez., Lilienbvunngasse 1, statt, Aus dm Aeatern. Staatsvper. Morgen, 7 Uhr abends, (zu besonderen Preisen U) „D e r B a i a z z o" mit Kammersänger Tauber -als Canio. Hierauf „Schlagobers". Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, .,K o m v d i e d e r V e r f ü h r u n g". Akademietheater. Morgen, V,8 Uhr abends. „Liebele i". Hierauf „Literatu r". Schönbrunner Schloßtbeater. Morgen, 728 Uhr abends, „Das Volksschauspicl vom D o k t o r F a u st". Volksover. Heute „Die glückliche Hand" mit Arnold Schönberg am Dirigentenpult. Hierauf „D e r bäuSlicheKrteg". Morgen (Mittwoch) „DerBettelst u d e it t". Raimund-Theater. Morgen, yti Uhr nachmittags, als Kindervorstellung das Märchen „3t ü b e z a h l". Donnerstag den 83. d. Kadelbmgs „F a m t l t e S ch i m e k" mit Dr. Rudolf T y r o l t als Gast. (Erstaufführung). Neues Wiener Stadttbeater. Ueber Einladung der Direktion Herbert Trau geben die Schauspieler des Theaters in der Josef st adt unter der Führung Max Reinhardts von Freitag den 24. d. bis einschließlich Dienstag den 28. d. Vorstellungen zu volkstümlichen Preisen. Zur Aufführung gelangen: „Kabale und Lieb e", „E i n Diener zweier Herren" und „S s o n k i n und d e r H a u p t t r e f f e r". Die vier Thimig. Zum ersten Male wöode'n alle vier Thrmig: Hugo, Heleme. Herwa-nn und Hans, in NostrohS „Haus der Temperamente" auftrvten, das ReinhaM am Dheater in der Jossfstadt" Mitte Rovsiüber herausbriniat. Außer der Familtie, döe diese-rn Theater das scherzhafte Epichvton „Jnchimig- Theater" verschafft, werden iit Nestroys Stück umge-sähr 44 Schauspieler der Bühne, al>so säst alle, Mitwirken. Eine Gedenktafel für Alfred Grünfeld ln Baden. Sonntaig wurde <pm Hotel Mm ffrünen Baum in Baden, wo Alfred GrünseD seet 1877 stäudigLr Gast war, eine Gedenk^feil eiuthüllt. Zu der Feier hatten, sich die AnKchörigen des verstoribeu.:» Virtuosen sowie zahlreiche Jrrunde emgosunden. Nach der Enthüllung fand rm großen Kurshaussaol.e ein« Konzertmat'inee statt, deren Paogramnr hauptsächlich KompoisitioMn Grünfflds umfaßte. Läemszenen beim Breslauer Gastspiel von Maria Orska. Aus Breslau wird uns unter dem 20. d. gerichtet: Bei einem Gastspiel von Maria Orska in dc>m Stücke „Vera Mirzewa" entstand gestern ein hefti^r Theaterskandcil. Obwohl auf dom Programm verzeichnet war, daß das Stück/vier Ak!« habe, ging nachdem dritten Wt der eiserne Vorhang nieder. Die Zuichauer warteiden auf die Fortsetzung und bsgamren zu protestieren. Da Wat Maria Orska durch die kleine Türe im eisernen Vorhang horaus, verneigte sich stumm vor dem Publikum und vorschwaud wieder. Schließlich erschien der Spielleiter und eMärle, daß das eigeMich ams vier Akten bestehende Stuck auf drei» Akte Misaminengestr'icheu worden sei. Das PlMkmn lärmte nouevliich aus das heftigste. Die erste mazedonische Oper. Aus Sofia wiich uns berichtet: Im Nationaltheater w'ivd die erste maizedouische Oper,Me magodomsche Bi>«ffwckMt" einGudievt. Das Susot ist der ravolutionäran Bewegmog Matedowiiens entlohnt, die M'siodien dvm allen Voiksliod. . Das LLbvotto verfaßt« B. C e r u o d r i n s k i.- die Musik G. Ata n a s o %

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