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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-19 · Heft 2037 (19.10.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2037 (19.10.1924)
Date
1924-10-19
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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4 Grite '4 Men. MnrÜa- Anatole France öder sich selbst. Anatole France, der in fei» cm frühen Roman „Se crime de StMstre Bormavd" -das Milieu seiniür IuMLyeit und in stinen GpättmgSwcacken „Petit Pierre" und „Bst «n ffcprt" stme Knäb-rnliahre qeschi^ert hat, schtich im Ickhve IM für den Perdkat«lotz dös Wünchpnet VeÄaMs Albert Lagen die folgende kkeiüe ÄutobwgvaHie, welche di« Gochs« t«w den Geist des Fvanotschen Siiils deutlich erkennen läßt und auch für des Dichters soziale Ci-Uftelluidg char<rttaristisch tft, „Säe bitten mich unr eine ktrrzgesadte Atnobiogvaphie. Werm es denr Dr. Zob, wie Me wohl wissen, möglich war, für -den KonH Der Perser die Weltgeschichte in einen Satz zusammen- .;»fassen, urutzte ich ein ungeschickter Mtnsch sein, wenn ich meine Geschichte für Sie nicht in zwanzig Zellen zufmnmenfassen könnte. Gsboveu dm ich -am Quai Malaquais, dom Louvre g-egenüber, inmitten der Schatze der Wissenschaften mrd Künste. Mein Bater war Buchhändler. Es stand in der Buchhändlerzunift als u»,vmstyßliche Wahrheit fest, daß ein Buchhättdler .feine Bücher v er karrst n >u)vd nicht losen solle. Mein Barer las diel. Er ist nicht ^eich geworden. ' Schon s-chr früh erwachte m mir die Begierde, viel zu erfahren. Ich wollte alles wissen. Das ist vielleicht die llriciche, wanun ich kein Gelehrter geworden diu. Ein Ge-lehrter must sich schon frühzeitig darein ergeben, so ziemlich alles im großerl Weltall zu ignorieren. Ich habe eines Tages im Miustum des Zoologischen Gartens viirem großen Geologen eine Frage 'über einen Maiumutszahn vorgriegt. „Der gchött nicht in meine Biirine" rnar die weise ÄnkwoE,^es. voMW^en Mannes. Ich Hobe röc fcent Vergnügen wid'erftchtzn kömwn, in die Vitrinen anderer Heute hin« m-;,«gucken. Ich sage ihnen n-ichrs über meine Studien. Mri-ner Diei- N'UUA nach gibt es ML eine Schtule, mn seinen Geist zu blliden, nämlich, daß mm in leine Schule geht. Als ich oll genug war, um mein Lckben fMi zu deftünmen, versuchte ich, mich mir ganz anderen Dingen als mit Äitevatmr zu. befassen, >»n-d «dequemte mach erst da-u, zu fchuekLen, nachdem ich eingsschen hatte, daß das Die single BeschäftigiMg war, zu der ich i-augte. Es ist Mögt worden, ich schriebe gut. Wenn das wahr ist, so finde ich zwei Ursachen dafür. Erstens habe ich den Handweriom 4infc den Männern aus 'dem Volke v»ri -ugrhöri. Sie find «nstre Sprachlehrer. Sie sprechen Mtürllich.DiL Geftllschaft dagegen rmd die Ächrer. sprechen. ritte .künstlich^ «utd falsche Sprache. Was noch dctzn beiträgt, daß ich mvMcherwrist nicht schlecht schreibe, ist, daß ich nie darauf bÄnichttzewesen hm, uteiM Sprache zu schmucken, emd.daß «chJÄch immer demAht halbe, meine Gedsükeu genau wiÄerZügebert, Ich bin an der Sän-atsbibilivthek chvgestelllt gewostn.-ES war ifir mich Lome verlorene Acht, dorm ich hohe die Polä til kennen griernt und haLe Hort Beobachtungen gemacht, die mir «- sandten, sstatsr ziemlich viel fozirile' Fragen ' anf meine Ari'-u" bchandsltt. vAfjr.; Zu jener Hrygo An<H». Ich beodachirie ihn. Jedermann enachie mich davauis «HmeriksMn. chaß er einen großen Stolz und VM Äeme' EfieKriE - Üesä §e:.; Mor ich bemerkte bald, daß alle meine Kollegen, die Beamtendes Senats, die Saaldiener, die Ofeichrizer übenisodiel Strilz und viÄ mehr EiteNeii <m den Dag legten. - und überall spürt man die Tradition der Geschichte von den soliden Bauernwirtshausern, den . bescheidenen Famitienpensionen, die dicht neben denr lichtdurchfiuteten Hotelpalast stehen, bis hinauf zu den Steinkronen der 'Hügel: den. Burgen und Ruinen. Dazwischen auch gesellschaftliche Gegensätze: Etablissements, Barmusik und Dcmz und ruhige Häuser und Stationen, in denen Kranke rmd Gesunde Frieden und Erholung finden. , ' Der Kurort Meran ist heute mehr. <tl§ je eine Städt der Fremden. Gewiß, die Italiener, die vom Meer in das Südtiroler Gebirge wandevn, reisen in die Heimat. Aber ebenso -wird der Höheriweg der Gilspromenade von Deutschen, Tschechen, Qesterreichern, Franzosen, Engländern bevölkert. Der paradiesische Ort, weit südlicher, milder, süffiger als fein Breitegrad, müßte enger Politik ganz entrückt «werden. Er gehört der Welt. Und hat ihr vor Mussolini gehört, ohne daß alte Rechte verletzt wurden. Als die Mark stürzte, Deutschland ausblie'b und die Rettung von den schweren Valuten zu kommen schien, beeiltest sich die Restaurateure. und Hoteliers, französische und englische Offerte auszuhängen. Ntm haben, mit der Liebe zur kaufkräftigen Rentenmark, diese Aufschriften auch die detltsche Sprache wiedergefunden! Wie die Nationen, wie die Eigen-schasten der Landsck)aft vermischen sich die Einflüsse der Jahreszeiten. Der November ist ein später Sonrmertag, milder Frühlingsabeud und Auguftmittag. Nur die Pflanzen täuschen nicht über die Jahreszeit. Die Blätter sind gleichsam Kalenderblätter, nun bedecken sie die Wege, die Hänge, weite, gelbe Felder. Aber auch die Farbe des Absterbens ist bunt, die Parkanlagen, die Garten, die Baumplantagen, längst nicht mehr grün, mit blassen Tönen vielfarbig gesprenkelt. Und man versteht durch diesen Meraner November, daß die Lyriker den Herbst besingen. Versteht es, wenn der 'sauber des Schneeleuchtens in die Berge sinkt, und auf den Hohen die Lichter der Bauernstuben aufglimmen, die Sterne, die vom Himmel stürzen und hängen bleiben. Wenn der Glockenschall von den Kirchtürmen über das Tal schwebt. Tann aber gibt es noch einen anderen Meraner Abend: die Illumination der Hotels, der Speisesäle mit Table d'chote, ein Meran im Frack, der Cafes, Bars, Varietes, der. Balutenkurse. Die Berge halten Wind und Wetter fern, aber nicht die Wetterstürze der Börse, nicht -Hausse- und 'Baisieftürme. Hier aber schweigt der Lyriker. W^nich UHMzeliüttA' sind $». Hoffbauer« Entffettungslab Gatters TCnt,'e*ter'Ä(lrtiiittfc ang«5e mvp aesekmmA yllsN'nül« Ün» tillUi cf>. Kein DHfewan^. Mer A«ndj^n8 9ÄLöwn»we{je.jp>4wpWCtew!ctitaabnatfnie Keine ScbllcIdrUifii “ pi K^ ÄbführmHIcS rill Hill Ul Ich hafte im Palais LWmbMgü eiuett M-itten Posten nkit zweihtmdavt Fratcken Ä^nm^gchct'll. ' So svndMar es auch scheinen -mag: durch hisse Stellring fieZatn ich Fomde. Wie es. H0wÄ)nltch geht, tvarest dies« ^Grinde für mich vott größtem Nutzen. Sie ztvcmgen mich dazu, 'meine Eullasftmg «inzureicheu. Und dg fcnrd ich fosort Mme Freiheit, Mein« ll>l'M)äugig:keit 'in der Literatur. Unsere Feinde sind immer diö besten Wokkzo^ge. für un-sor Gbück. WS ich sveri ^worden war, dm ich ViÄ gevcht, besonders m Jtcckieu. Ich habe^ Endliche. Freirdtn im Aublick von Madien,-Ländern, GvtnMivn, Statuon genossen. Ich habe AeghptLN, Gricchenlattd geschen. Meine Ätlgctl haben Schönheit geLW-nke-r bis zur Tvimkeuhoft. Ich glmtbe einen ziemlich klaren Geist zu'besitzen. Ich bin «in Jütbgc-r des alten Condillac. Und wenn man zu mir sagt, er hätte feine Ji'mcMmobr, so äutzh>orte ich-wie Martin rim „Catchide": „Ich bin einer!" . ' , Ich halbe nt,ich keinen. 'AttK-i^lick von .den Berbrecherst i-m GskXÄslsiab THiririten .lassen, die- Meirtrid ans Mein,eiv und Fälschung ans Fälschung häuftenum e-i-nen ^Unischuldigen gugrn.wde zu «richten. In diesem Ptmkt« traf ich mich mit jener ' grvßetr Fraktion der fra-nzösischen SoMiften, der es klar war, daß Es der' Sache - ein«s. »«chcheütvn.)?n Mischen Hmchtmantns ' «iire große s»Me BÄvegung hervonnchen konnte? Ich habe immer di« Armen -geliebt ,rmd die Arbeit geehrt. Ich verfolge mit l«hh«fteaniFtr!er-esse die AnstvenKrngen, die Das Proletza-riai aller Lärtder ertacht, n.m sek-m Em.c»nziipa>tion durchzusetzeil. Ich weiß, daß diese Emanzipation das Werk der Proletarier sälbst -sein wird, uirb wiederhole mit Freude den Ausspruch des bewüßüLrGngstml-Mgrn Auseel«: „Die Einigkeit der A-rbei-tor wird der Wriifrie.de sein." Sie Leichenfeier sür Anatole Franre. Paris, 18. Oktober. «Ha-Vas.) Der Loichtram Anatole France« wurde gegen 1 Uihr. mittags ans'der Billg ..Said in Bois de Bo-ulogn-e nach dem Quai Malagu-cv'is überführ.t, wo er auf einem Wvarzen, Mt-a-sM, der mit v'iÄvktonr. Kreppe verhüllt war-:' mtsgebahrt wurde. Die Witwe ütnatoLe Fratwes . verhieß um viertel 2 Uhr das Sterbehaus >im AutomvWin Beglsitung ihrer Enkel und der Freunde^ -des. SchtWellerS. und Gemah-lin folgten in einem. Wagett, LrgPeitet von einem PollizeiLv-Nrmi5sä.r' und . fünf PvliA«e.iagenten. - - >'> ''' '. ^Me Ta>«uer-ger-Mon'ie begtMnur 2 -Uhr.Ein gv»M Tmppengtchgebot ilirifiete - .EHr-MtzeiHuitg^r Der Eykel Wüole iFvmoes »M Meiemss'PuoiewePsW a?rP^fchM vn? der Spitze deK-Lroluechtlgesiihm zur SÄtte Präsident- Dvum<rg u e rmd MinisterprÄsidsnt Derrio t, hoidemn diä Präsidenten der Kaurm-er und des Senats, olle Minister, ver Prä. W des Sei-ne-Departements, dar Politzeipräfelt, säustliche M»itglii«der des diplomadifchen Kovps und tzin« große AiWhl kitererrrischer und polnischer PerfönNchkeiten. Caillaux nachm auf der Tribüne der Offiziellen PersAiMchke>tlde.n Platz rvnd wurde von einigen Freu'Nden begrüßt. Die Schulkinder grüßten den Kat-asalk. Das Mitglied der französischen Made mie Hauotoux und dev Minister für öffetrtlichen Unter. Vicht Francois Albert sowie zahlreiche andere Redner würdigten das liiter-arische -Mid soziale Wiricu des Schviftstellris. Ein« große Menschenmenge 1wt? "iören Slusführungen in tiefer Ergriffenheit zu. Das Beileid der österreichischen Regierung. Paris, 18. Oktober, (Havas) Der österreichische Ge- . sandte hat im Miniksterüüm des Aiußevu persötllich das - Bei- Ävd der österreichischen Megievunig -awläWchdes Todes von Slna-tole France zunl AuÄ>vucke gebracht. Die Berfailler Fikmaffiire. Beginn des Prozesses gegen die österreichischen Filmlente, -.Aus Versailles wird gemeldet: Unter großenr Zudrang hat heute nachmittags' vor dem Z u ch tp oliz eigericht der Prozeß toegen der -Filmaffäre-im Versa ill e r P a rk begonnen. Der Filmoperatettr Fleck ist lvegetr Krankheit zur Verhandlung nicht erfchienett. Im Verlaufe der Pcrha-udlu-ttg erklärte KinodiEor Kreisler, er habe beim Ministerium der schönen Künste um die Erlaubnis an-gesucht, und in dem -Brivnßtseitt, daß der Film die Zensur passieren werde, gedacht, daß diese uu-?vwiitlschte Stellen unterdrücken werde. Die Tänzerin Diana sagte, in S1 ra ndb ad c r n sche man Personen, die noch mangelhafter bekleidet feiert'.’ Der Regisseur Ta ix sagte, als Zeuge, der Anblick sec nicht nur korrekt gewesen, - .sondern k ü n st l e r i s ch u n d hu'bfch. Der von der Verteidigung geführte Zeuge, Thea-ter-di- Eor Antoine, erklärte, es habe sich ititt ein küttstlerisches Schaustück gehandelt Zwei Parkwächter sagen atvs, sie hättetr nichts Anstößiges gesehen. Die Belast'U'ngszeugen waren zur -VerhaMmtg. Nicht erschienen. '' Der Staatscmwalt hielt eine maßvolle Anklage-' f'ei&e, in der er sich Meitze mil de "B-esträs-n N'g' m8spr-ach. Nach den Pla-iddyis’'ver'kllitdete der'' Gerichthof, daß die' Verkünidigun'g «des Urtdils-in-1-4 T a -g e-n stattMMr werde.' Ms O7MK im ' Äkr-E. Humoreske von Arl'adi Awertschenko. . Aus dein Ausslischett'Mevsetzt von L. Hermann. Erster Brief. Werter Herr Dulmassof! Sie haben bis morgen, abends 8 Uhr, unter denr Va-um auf der lutfeit Seite beim Eingang in den Stadlpark den Betrag von 2000 Rubel zu hinterlegen. Weigern Sie sich, diesem Attflrage Folge zu leisten, so werden Sie noch -im Lause des morgigetr Tages ermordet werden. Unterlassen Sie es, bei der Polizei die Anzeige zu erstatten, denn nützen würde es .Ihnen ohnehin nichts. Versuche,t Sie auch nicht, sich vor unserem Zugriff zn verbergen, wir werden Sie selbst tntter der Erde hervorholnt. . Im Na-itün der attarchistifchen Partei „Der schwarze Adler" Ilia, der Blutrünstige. Zweiter Brief. Werter Herr Dnktnassof! -L-ie wagten cs, gestern unseren Befehl wegen. Hinjertc^ gttng der 0000 Rtrbel zu ignorieren. Sie sollten eigeuilich heute schon ermordet werden. Eine außerordentliche Bersamntlung unserer Partei hat heute über Ihr sonderbares Verhalten -eingchend berateü. Die Ansichtett waren geteilt. Eittige verlratett dctt Stan'dziuutl, daß Sie sofort erntordet werden ntüssett, andere tvieder gaben der Meinung Ausdruck, Daß Die nttfereit Befehl nur deshalb tticht ausführ-en, weil Sie nicht über so viel (Md verfüge». Die letzlgenannte Memung ist schließlich durchgedrutigen. Ans diesem Grtmde geben wir Jhnett noch eine Gnadeufrist von einem Tag tmd ridttziereudie zu hittterlegen.de Snttnuo: Ätorgett, 11 Uhr ttachts, müssen uittct dem linken Baum beinl Eingang in den StadtparL 1000 Rubel erlegt sein. Sollten Sie auch diesmal den Befchl nicht befolgen, werdet, Sie am nächsten Morgen, mit einern wchlgezieltett Kopfschtrß uiedergestreckl mtd Ihr Haus an allett vier.Er,den '.rngeziitvdet werdet,. Inr Ranieu der nnarchisttschett Partei „Der schwarze?ldler" Ilia, der Schwarzäugige. Dritter Brief. Geschätzter Herr Dnkmassos! Machen Sie Ihr Snnvenbekeuntnis und nehnten Si : Abschied von dieser Writ, Herr Dnkinasfof! Ihre Tage sink» gezählt! Im Verlauf des morgigen Tages werden Sie erniördet werden.. Sie haben unsere Parteigenossen zmn Narren gehalten tmd sie umsonst und vergeblich eine ganze Nacht bei strömendem Regen cm der bezeichneten Stelle warten lassen. Dafür hat Sie die Partei Mn Tode verurteilt. Sie fandet, es nicht eiimal der Mühe Uteri, tntter dem Daum irgendeinten Zettel mit einer Gntschuldignug »der Erklävung/.Ihres Verhaltens zu 'deponieren. Hatten Sie vielleicht 'kein Geld-zu Haust. . . Oder mangelt es Ihnen an Zeit, das nötige Geld bei der Bank Zu bchckben :. . -So etwas kann ja pasiieren. -In Mchem ' FüW'Mmt eS 'Mbch/ 'das "Mch^ wisset,'Ln 1vjsen.-, jI.n Anbetracht-Ihrer mometttatr - offetchar nngünfügen fittanZiellest Lage wttden Sie hiermit atrfgefondevt, morgen. 1 Uhr trochjs, unter denr linken Baum neben dem-- Ein-gatt.g in den Sradtpark 50 Rubel zu hinterlegen. Sollten Sie es auch dicSnml nicht tun, werden Sie spätestens Dienstag durch eines der schreMchften Mordgifte iuZ Jenseits befördert tver-den. Ihr Haus wird lichterlch in Flammen atlfgchen, Ihr Schn Siephatt wird -einer Bomibe zum OPfer fallen und für Ihre Fra» ist der Dolch bereits vorbereitet. Im Namen der anarchistischen Partei „Der schwarze?ldler" Ilia, der Mbarmherzigr. - Vierter Brief. ' Hochgeschätzter Herr Du-kinass-of! Es ist also geschehen. . . Der Krieg ist eMrt. LZ-aü.be-- deutct ldenn ftrr Sie die Hinterlegung von lumpigen 50 Rubel? Aber Sie weigern sich, es zu tun. Das heißt also, das; Ihr Lebett-, das Leben Ihrer Frcm, Ihres Sohnes tmd Ihres Dienstpersonals Ihnen weniger gilt als 50 Rubel. Deshalb warnen wir Sie und tun-Ihnen kund, daß Ihr Sohn Stephan einen schrecklichen Tod erleiden wird. Er wird verschleppt werden und man wird ihm die Haut schön langsam abschmdst!. Ihrer Jratt beschlossen wir das Leben zu schenket,, ihr jedoch die Augen auszustechen und die Zunge äbzufchneiden, damit sie sich zu Tode quäle.- Und was wir mit Ihnen-Vorhaben — schon der Gedanke allein sollte Sie Ihrer Sinne bevariben! B-esinnen Sie sich! Sollten Sie aber unter' dem Baum links von, Eingang . . - Rein! Nein! Es gibt keine Nachsicht mehr! Ihr Schicks-al ist besiegelt und Sie müssen sterben. Die Partei „Der schwarze Sllbtet" Abteilung: „Blutige Rache' - Notabene:- Und dennoch .. . Sollten Sie .unter dem Baum links fünf Rubel bar und vier Karten für Balkonsitze ins Kino hinterlegen, ist es noch inuner möglich, daß -die Partei Ihrtett und Ihrer uuglücklichett Familie das Leben fchettkett wird. Mnst-er Brief. Genug der Gtta.de! Getrug der Erniedrigung! L0ir waren barmherzig gegen Sie, aber es war verschwendete Liebesntüh. Sie geilen Milfünf-Nübe'l und vier elenden .Kinokarten zu 23. 5kopekeu das Stück! Mit dieser Ihrer Haltung haben Sic selbst dös Todesurteil über Ihren Sohn Stephan unterschrieben. Wenn er morgen das Gymnasium verläßt, werdet» ihtn die Kttvchett so gründlich zerschlagen werdett, daß er direkt auf den Friedhof geführt werden wird. Ha, ha, ha! Die Partei ,Dcr schwarze Mer" .'' " ‘ Präsident: Ilia, der Rachedurstige.» 6

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