Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2035 (17.10.1924)
- Date
- 1924-10-17
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. SÜSS W-ü, Frollaz Der Aus über den Szean. 81. Stunden in der Luft. New-Iork, 16. Oktober. (Fu-nkspruch.) Nach ciucr /liufftcEumg Dr. Eckeners amd des Commander K l e i n batriUjg die Wngilänge des „Z. R. 3" 6066 ©eemeifeii», die Flug kaue r 81 Smndelr 17 Minuten, die Durchschnittsgeschwiudigkeit 62,35 Seemeilen und die größt: Höhe 3680 Meter, lieber Netv-Nork flog das Luftschiff in durchschmMch 400 Meter Höhe. Die Betriebsstossta-nks waren bei der Landung noch -zu eineur Viertel voll. Dr. Eckener erklärte, die drahtlosen Wetterberichte hätten es ihm ermöglicht, den Störnngsgebieien auszuweiche-n oder sie schneller zu verr.issen. Er Hube -das "Nebelgebiet mit 50 bis 60 Nt eilen Oleschtvindigkeit dnrch- Die Aevounutische Konnnission hat Dr. Eckener und Kapitän Steele eingeladen, der heutigen Sitzung int ALa-rineamt beizuwohnen. Beide werden inoffiziell über den Flug Bericht-erstatten. Empfang der Mannschaft drrrch Cootidge. Washington, 16. Oktober. Präsiden! Eoolidge hat Dr. Eckener und andere Mitglieder der Besatzung des „Z. R. 3" empfangen. " ff Der Name des Flußschiffes: „Los Angeles". Washington, 16. Oktober. (Fllnkspruch.) Wie das Marineamt mitteilt, wird das Luftschiff „Z. R. 3" den Namen „Los Angeles" erhalten. Dr. Hainisch Legluekwünscht Ebert. Anläßlich des Zeppelin-Fluges hat Brlindespräsideut Dr. Hainisch an den- Reichspräsidenten E b t x t folgendes Telegramm gerichtet: „Der Ahne und stollze Flug des „Z. R. 3" über den Otzea-u er-Mt Oesterreich mit Freude mch Belvmirderung. Eurer Exzellenz, der deutschen Regierung und dein dentfcheu Volke, das diese Tat vollbracht hat, spreche ich nanrens der österreichischen Bevölkerung die auf-richtigsten und herzlichsten Glückwünsche aus. Möge diese Fahrt einen neuen Markstein <mf dem Wege -der Verständigung zwischen den Staaten und Nationen bedeuten". Reichspräsident Eberl erwiderte: . „Für die freundlichen Glückwünsche zur Amevikasahrt . des Zeppelin dauke ich Eurer Exzellenz und der österreichischen Bevölkerung herzlichst. Es ist -uns eine aufrichtige Freude, daß unser Brudervolk an dem Erfolg deutscher Technik und deutscher Arbeit so innigen Anteil nimmt. Wir wissen uns eins mit Ihnen in dem Wunsche, daß dieses deutsche Schiff der Verständigung d e r V ö l- ' ker diene." Frankreich und die Zeppelin-Werst. Paris, 16. Oktober. (Tel.-Komp.) Die heutigen NiorgeMätter besprechen die glückliche Landung des „Z. R. 3" in Amerika. Auffällig ist, daß diesmal keine einzige Zeitung die Forderung nach dem Abbruch der Zeppelin-Werke in Fviedrichshaftn erneuert oder aus die dies- 'bezü-gli-che Bestimmung des Versailler Vertrages auch nur hinweist. Irn allgemaineu wird die technische: Leistung der. deutschen Ingenieure anerkannt, doch wird darauf hinge imeson, daß die UeberMegmig des Atlantischen Ozeans durch den „Z. R. 3" nicht die erste Aeberguevung des Ozeans sei, die vielmehr schon das eng lischt Luftschiff ,M. 34" seinerzeit durchgeführt habe und daß die Fahrt' des „Z. 3k. 3" auch den Dauarrekord nicht geschlagen habe, beu der französische Lnfttreirze-r „Dixmwi'de" ausgestellt hat. Miklehr der enttäuschten Kilbawanderer. Die trostlose wirtschaftliche Lage des größten Teiles der BovAkernng in>cit desiegten. Ländern itttö einem 'Teil der Nachfolgestaaten wird von Abenteurern und Mensche ichändlern dazu ausgenützt, durch eine ausgedchnte Propaganda .möglichst viele zur Auswanderung in ferne transozeaniifche Länder zu verführen. In den letzten zwei Jahren hat eine lveitverzweigte Answandereragentnr, leider-mit Erfolg, eine große Anzahl enropanmder Arbeitsloser nach der Insel Kuba gelockt. Wir haben wiederholt davor gewarnt und ganz besonders darauf hingewiesen, .daß die Behauptung der Answandereragenten, daß es in Kuba ausreichende Arbeitsgelegenheiten ge. re, oder daß Von .Kuba ans die Einwanderung nach den Bereinigten Staaten von Nordamerika leichter sei, eine verantwortungslose Lüge ist. . Nachrichten von Auswanderern.aus Kuba schildern die furchtbaren. Qualen, Erniedrigungen und Entbehrungen, denen die Auswanderer in Kuba ansgesetzt sinbff Abgesehen von ganz wenigen skrupellosen Ausbeutern, die zu einigem Vermögen gekommen sind, verdienen die übrigen nicht einmal immer das trockene Brot. Besonders schlecht ist, wie wir einem Klage- ' Brief eines jüdi-scheu Au sw.ander er§ entnehmen, die Lage der jüdischen Einwanderer in Kuba. Nsben der allgemeinen wirtschaftlichen Depression, die, iu Knba herrscht, läßt inan die jüdischem Einwanderer'auch Ihre'Zugehörigkeit zum JndeirtttM fühlen. Ueberall, auf der Straße, in der Aeitri scheu, in den Geschäften, werden die jüdischen EiMoandever in Bausch uttlb Bogen als „Polacchi", genau so wie in Ungarn als „Polische". nlit Berichtnng. behandelt. Die Judenseindschaft in Lnha ans jciteit der Spanier geht so tief, daß ein Jude, selbst Wiener Movaenzeitunü. wenn es ihm gelingt, sich eilte Position zu erringen, sozial isoliert bleibt. Deshalb beginnt berests eine Rückwarchernng der. Jliden, söbald sie die - Mittel /hierzu, besitzen, platzzngreifen, währeich die Znsanunen gebrochenen und Enttäuschtet mit Sehnstlcht.ans, die erlösenden Mittel ans der Heimat warten.. Der Mord an Sgtzedk. Der Ermorde« hat seine» Nachlaß von 500 Milliarden Kronen seinem Mörder hinterlassen. Aus O"u dapest wird uns gemeldet: Die Testamentseröffnung nach Artur E g y e d i hat ein tragisches Moment in der viel Aufsehen erregenden Mordaffqre ergeben. Das Testament das int Jahre 1920 ausgestellt ist, ergibt die überraschende Tatsache, daß Artur EgyedidengrößtenTeil seines Vermögens, welches etwa 500 M i l l i a r de n betrag t, aus seinen Schwiegersohn F r o r e i ch, beziehungsweise dessen Nachkommen verschrieben hat. Die übrigen Töchter deS Großgrundbesitzers sowie die anderen Verwandten erhalten nur kleine Bruchteile. Die Ausstreuungen über den Geiz . des ermordeten Gutsbesitzers rücken damit in ein eigentümliches Licht. Der Staatsanwalt 'von Oedenburg hat bereits die Ansarbeit uugder Anklageschrift begonnen, die er ans jenen Paragraphen des Strafgerichtes aufbant, welcher für mit vorgefaßter' Absicht l> egang e it t it M o r d die Todesstrafe vorsieht. 17? Ottofor 1924 _ ■ Seit« S teil vor Angriffen zu schützen, steckt der Eirlsiedlerkvebs ihn sür^f sorglich in eine der viffenleeren 'Schneckenfchalen, die rinitzs s untherlie-geri. Im. Falle besonderer Gefahr zieht/der KrckbS sich i ^sogar vollstinchig in dieses Wohnhaus zurück. Whert sich jedoch! ein .Oktopus (esne W Tintenfifch), so ist Är^KrebS aller'! dintzs auch in diesem Bersteck ve.rl.oren, ida der! Oktopus mit!!senre.m Sangappär.a.tden Krebs aus, schn-vm ' Gchäus-c i -herMszuhoslen ver-ntag. Um. nun aber falbst .vor'Äffen sürchter-! llichen Okwpnssen sicher zu sein,'wandert der «Krebs zu einem! anderen Tier der Ünlebsee, zu der Adams\t, feie eine eigen-' artige und jedenfalls .sehr wirksame Methode.' hat, sich ihrer! Feinde zu wehren. Wenn die Adamsie angMiMp wirb, läßt sie! aus Ä-rem Mund lanlge Fäden heranszünge'ln, die mit. > M e s.s e l o r g a » c u besetzt sind amd bei BeviLhmng dein An-! greiser r-insg brennenden Schmier,) zustigen. Bo«' diesem Nessel-: fäden MM sich buch Oktopusse mit '.größter AchÄnrg zurück.. Der EinsiMevkrebs begöbt. sich also zu einer solchen Ad a msie, he'bt sie mit der Schere ans die Schale und .kann, nun ungestört sein EinisiMerleben fortsetzen^ Ms Honyrar für ihren Schutz erhält die Wamste die Reste der Mahlzeiten, die der GinsiMerkvobs verschmäht, ivomit sie voll- ' kommen Mst-ieden ist, da sie selbst sich fa nicht fortbewegen kann, >.yähvelrd sie in Gemeinschaft mit den: Krebs also ans seinem Rücken sitzeach, von diesem ans seiner Jagd nach Nahmiig fortigetragen wird und so ebenfalls auf ihre Kvsten, das Heist zu ihrer Nahrung kommt./ Horthtzftischer SUidententum. Ans Bn d ap e st, 16. d., wird gemeldet: Wie berichtet, sind^die Hörer d e r O e d e n b u r g e r M o n t a n-lr n d Forsthochschule vor einigen Tagen in den Streik getreten, um auf diese Weise gegen die T e i l n a h tu e zweier jüdischer Hörer an. den Vorlesungen zu protestieren. Der Bund der H o"ch s ch ü l e r hat nun gestern beschlossen, eine Sympathiekundgebung für die streikenden Oedenbnrger Studenten zu veranstalten und heute den Vorlesungen an den hiesigen Hochschulen korporativ fernzubleiben. Vor den Eingängen'der Universität Md der Technik waren.heute schon in den srühen Morgenstunden Abordnungen der Stttdruteilverbindungen aufgestellt, die j e d e r m a n n a m Betreten der Hochschulen v e rch i n d e r t r n. Die Direktoren haben daraufhin verfügt, daß heute keine Vorlesungen gehalten und die T o x e derHochschnlen geschlossen werden. Wie ans Debreczin imd Fünfkirchen gemeldet wird, hat auch die dortige Studentenschaft einen zweitägigen S y m p a t h i e si r e t k beschloffen. Heute fand an der hiesigen Universität ein Demo« st r at i o ns st r < i k de r.H^ö rer wegen der Sistierung der Vorlesnngen an der Oedenbnrger IlniversiM statt. ff „Nell' Mt. tot Hund!" Stürmische St-aßemnterhaltung des jungen Gräfe« Bethtt«. Aus B » d a P e st, 16.d.,!vird uns! gemeldet: Heute kam es in,' den frühen Morgenstunden zu einer a »ff e h eit e rrege nden S t r a ß i n s z e n e vor dein Cafe New-Aork auf dem , Elisabethring. Der gewesene Obergesp.au und Großgnmbbesitzer Julius S z em z ö verließ in Gesellschaft, seines Sohnes Julius S z e m z ö juu. das Kaffeehaus und begegnete auf der Straße dem Sohn des Ministerpräsidenten,, Grafen ^Stephan ..Bethle« fiio., der in Begleitung eines Freundes atif eine Droschke wartete. Die beiden Szemzü pfiffen ein Lied und G r a f B e t h l e » juv. machte deshalb zn I u l i u s S z e m z ö die Bemerkung! e l l' n i ch t, d u H n n d!" Es entwickelte sich eine lebhafte Kontroverse, in deren Verkauf d e r j ü n g e r e S z e m z ö dem Begleiter deS Grafen Bethlen, einem jungen Gutsbesitzer, mehrere S ch l ä g e m i t d e m S p a z i e r st o ck verfetzte.Der Angegriffene blieb die Antwort nicht schuldig und eS kam z« einer P r ü g e l e i vor einer Menge schnell zusmnmengelaufener Neugieriger. Die Polizei trennte endlich die Nänfenden. Der Begleiter des jungen Grafen Bethlen erhielt in der Keilerei eine '5 Zentimeter lange offene W u n &4 von einem Stockhieb am Scheitel. Die Straßenszeue bei Morgengrauen wird eine r i t t e r l i ch e Ans t r a g u n g erfahren. Wunder der MreresMNdes. Um irr. die Diesen der Mtee-re oiMdrmFen, bedarf hrr . Forscher ganz besonderer Geräte und Imstrurmnto. Dem Leiter einer dänffchen Expedition gelang es nvit Hilft, dieser Daffimert konstrnierten WorkM-ge aus Tiefen von.5A)0 bis 70M Meter Tiere hevWfzubolen, die nur m Äveftn doNommen nacht'dnlÄLtr MoeresgrüMn zu leben vermögen, wurde zum Beispiel vm sogenannter Seeteufel ans MOO Meter Dilefe ans Licht gehoben: ein Tier, das' am Kops ein drahtäihwl'ichss Gebilde besitzt, an dessen Ende eine Affine Kugel fitzt, die, wenn das Tier schwimmt, wie.ff-ne elektrische GWH- Arne in rotem Licht. glüht. Auch eirchge Fische zeigen eine ähnliche Leirchtknige'lausriifdung, was davauf histdentvt, daß. diese Fische Ms diese W«ise vermutlich Hve^Beuft anüocken.. Aiüch 'Linie n f i s ch e und Tiere mit Rieftiirachen wurden evöontet,' phantastische Wesen der Untevrörlt, .die uns von der selrsamen Fauna der Tiefste Kunde goöen u.nd uns wissen lassen, idaß auch in dem gr-auenvollen NuchtdnrM der Ozeane der LebensdraÜA'' ddi" die sichtdoÜe 'jiÄerwÄt durchpulst, Foruren und Tiere schuf, die Len ftomden Gesetzen ihrer! Ämcken Welt gehorchen. Wir evfthren, daß-dort unten, im s Schacht dev Meere, wunderliches Leben "sich regt und daß. 'ivft ' 'überall, der erbärmliche Hunger auch die Kveatuven der Tftffee , zwingt, den schwächeren Genossin zn erbenten,-wenin. nicht .der Schwächere durch List vor dem --stärkeren -Feinde sich zu schützen vor-rnag. , - - - List Äus öew Meeresboden? Jft, auch das gibt es. Da 'lebt zwm'Beispiel -dort unten der Einsiedlerkrebs, der -nnftrenl Flußkrebs ähnlich sieht, dessen Hinterleib jedoch des Schutzes -ejmr GchÄe entochrt. u-m Wen wevkvyllen .Mützer^. Anise ßrgebniffe Oes Znusdrucker RMtiMetronsrefser. Van Dr. Adele Wiener. „Vom Blut aus wird die Wtzli genesen", schrieben wir vordem Beginn der großen Tagung. Die neuen Errungenschaften, von denen wir dort hörten, sind fast ebensoviele neue Beweisgründe für diesen allgemeinen Satz. Der grüne Star ist eine gefährliche Angenkra-nkheit, die: zur völligen Erblindung führen -kann und hauptsächlich durch! einen starken inneren Dmck aus die Netzhaut und den ganzeil Sehnerven gekennzeichnet ist, der von dem prall gedehnten Ang-; apfel. auSgeübt wird. Der; Serichmte Berliners Äugenarzt - Al-: brecht von Gräfe hatte in der Mitte des 19. Jahrhunderts in - srühen Stadien dieser. Augenkrankheit eine. Operation einfle*, fuhrt, die den Druck auf den Nerv dadurch , beseitigt, das; ein -Einschnitt in die Regenbogenhaut gemacht wich.'Diese Opera-! .tion rettet das Augenlicht, wenn sie im richtige»'Moment.ans-' geführt wird, ist aber sehr gefährlich. ' i Aufder Tagung hat nun wieder ein Berliner Augenarzt,; .Dr.; Karl. Hamburger,' eine neue Mffassung.de'Kgrünen Stars entwickelt. Er führt'diese Krankheit auf eine Stormrg der ner- ' dösen Blensorgung der Blutgefäße des Auges zurück und berichtet, daß er diese Störmtg dadurch bcheben kpnnte, daß er in ' diese Gffätze Nckbennieftnrxtrakt, -Adrenalin einfpritzte/Dadurch! ^foll jede Operation überflüssig werden, und' das-Augenlicht «e-: sichert .ftm. - -! - ‘ "ff ‘ i Professor Kyrft.- aus Wien Gerich-tete-übers,die Heilerfolge, ^die er an Syphilftiker-n dcchnrch erreichte, daß er ihnen nach -per van Wagner-Ia-uregg emgesührten Mechode Malariaer- . reger inWerte. Mitdiffem Verfahren wurde '-vollständige Genesung. gerade injenen schwefften Fällen ' erzielff die jeder '.anderen BchaMung. trotzten. Durch die Einführung der Ma- -lariaerreger in die Blntbahn bilden sich dort automatisch starte' Abwehrstoffe, die auch! die öff:aft haben, die Lueserreger zu überi winden. Mch.' die' -bjegiRNMde.Paralyse/ -die ^bis jetzt als unheilbar galt, kann durch Malariainsoktion!gehellt' iverden. Wagmr- Iauregg selbst berichtete über Jovschungen, dia der Uobertrog- - 'barkvit der Nialuviaerreger von geimpften 'Personen durch Malariamücken auf andere Menschen galten und zu dem Ergebnis -Mrftn> -.daß; eine solche Uebeptraguntz - unmöglich ist. > Denn die Mücken können die durch Impfting eingeführten Malariaerreger aus. dem. Blut -nicht oinsaugen/ wenn sie den geimpften Menschen stechen. Die Erreger sind^ in diesem Fall nicht so zahlreich'und kräftig wie -in dem 'Mut des Malariakranken, ans dem die Micken im- 'Stich '-'hft' Bazillen ansnchmen. - \ ff'' I« -einer anderen Sitzung wurde ' idäs Problem -der; .Idiosynkrasie vchaDÄt. Professor Dörr < ans Basel betonte einleitend, daß die als Idiosynkrasie bezeichnet^ Aeberernpsilldlichkeit durchaus nicht auf den Menschenallein beschräM ist. sonder auch an- Tieren gesunden werden kann^ Die Symptoirw der Idiosynkrasie werden durch individuelle, abnorme Reaktionen bffiimmftr Stoffe in der Bluthichn hervprgevuftn, durch, die unerwurffchte - Gegensto-fse entstehen. „Msltvshnkräste" heißt ' auch zu deutsch „eigentümliche Werbindyntz". In ihrer Eni- -st-chung dii-rfte der-Aftchemismus der- UcherempfiMichkeit bestimmter Mensche)! Men bestimmte Heilmilt-el gegeben sein, auf diffem-Weg diiffte sich wohl auch zum Beispiel die Bildung von Nesselausschlägen...anf. der Ha-nt erklären, von denen nicuidje Menschen nach Genuß von Erdbeeren oder. Krebsen befallen werden. i - llel^r di« Vorgänge-im. Blut, die..die. MuMkoniraktlon bewirken und durch die M-üskelarbeit . hervorgernftn werden, sprach Professor Heß aus Zürich. Der Reiz der motorischen Nerven bmrgt im Muskelgewebe eine Berbindnug zwischen Phosphorsäure und Traubenzucker zum Zeäfall. so daß die Säure fvei wird und den Mrskel zur KontrMyn Kwinyt. Da- Mrch wird: der Blutdruck und ber Blntkreisla-ns, zugleich auch i der Puls und die Atemtät-igk.eir beschleunig,. SUlerstoffver« jbZckvch'.und. - KohlensäurdbMmg -vermehrt.-Auy der Menge des .. vechrauchlen Sauerstoffes berechnet sich der 'Wirkungsgrad der Mrskeln mit- 34 M ' 28 Prozent, das . heißt:!; von der Innervation der MuKkeln ausgewendeten RtLei-1 kann nur m* gefähr ein Viertel! aus den Muskeln "-tüieper znvück-gewomn'll -Werden. Tin Folgezustand-geleisteter Arbeit ist die Ermüdmigs-! Hemmung, die durch die Bildung gewisser noch' -rmbskan-nter - EvnMun^sreizstoffe verursacht wird und' als! Schutz vor Er-! schöpfnng ßu bst. In'der -Ruhe,-tzeiSchläfts -werdenvia