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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-16 · Heft 2034 (16.10.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2034 (16.10.1924)
Date
1924-10-16
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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SetzeU mm, VsWMlStz eliminieren dadurch, daß man m Lande Weißpappeln pflanzt und die Kisten hier erzeugt. ES gibt übrigens noch ein Projekt, die Kisten auSemer Art Papiermache zu erzeugen. Die Lederin d u st r i «j dir im Entstehen begriffen ist. erhält Zvllschutz, doch ist der Zoll für Sohlenleder ägyptischer Provenienz ganz, unbegvündeterweise hercchgesetzt. Die Seidenindustrie erhält einen ZoUchntz von 1ö Prozent ad dolorem. Dasselbe gilt für Äe Ährenindustrie. Der Zoll für Baumaterialien wiitde allgemein erhöht. Die Regierung'begründet dies damit, daß die Wohnungsnot bereits beseitigt sei. Diese Ansicht ist ganz falsch »itb die Erhöhung durch nichts zu rechtfertigen. dagegen enthält der Zolltarif viele Lücken und Ergänzungen werden unbedingt nötig sein. Me jene ArtM, die im Zolltarif n i ch t erwähnt sind, werden mit einem Einfuhrzoll von 12 Prozent ad valorem belegt, ganz gleichgültig, ob es Rohprodukte, Halb- oder Ganzfabrikate sind. Dies entspricht durchaus nicht den Interessen unserer Industrie. Zum Beispiel beginnt sich hier eine Textilindustrie zu entwickeln, die sehr gut prosperieren könnte. Natürlich wird ihre Lage schr erschwert. wenn der Zoll ßür di« «ingeführt« Baumwolle oder die Garne ebenso hoch ist wie der Zoll auf die eingefiihrten TextilfoLrAate. Man hofft zwar, im Jordantale Baumwolle pflanzen zu Sonnen, eS ist aber sehr fraglich, ob in. genüge,rden Mengen. Allerdings wird der größte Teil der eingeführten Textilien aus England gebracht, man versteht also die Politik der Regierung. Die Kolonisation WA die Regierung mittels des neuen Tarifs dÄmrch fördern, daß alle GA« der Einwanderer, ob neu oder oft, völlig zollfrei sftch. Darunter sind nicht nur die HaushaltungSgeräte zu verstehen, sondern auch Mbersachen, Musikinstrumente, Maschinen für die Ausübung des Berufes, Bich usw. Ml diese Dinge können auch bis. 90 Tage »ach Ankunft des Kolonisten zollfrei emgeführt werden. Es ist aber notwendig, bei der Ankunft des Kolonisten eine EEärung ckbzugeben, die enthalten muß, daß die GA« nicht zmn Verkauf bestimmt sinh. , . Eine Förderung des Touristenverkehrs, der ja für Palästina wirtschaftlich sehr wichtig ist, kann darin erblickt weÄen, daß die Personaleffekten der Touristen iMuside Fernrohre, photogttchhische Apparate, Schreibmaschinen usw. zollfrei bis 90 Tage nach Anümst des Reisenden emgeführt werden können. Die gmanKten Effekten dürfen jedoch keine Waffen, alkoholischen Getränte, Tabak in Micher Form, Parfüms, Mbvl und Teppiche enthalten. , Der Zolltarif ist nur ein Anfang. Em Land wie Palästina, das eine. Industrie entwickeln will und zu seinem Aufbau entwickeln muß, kann keine Freihandelspolitik treiben. Es wird nötig sein, den bisher Primitiven Tarif zu ergänzen und zu vervollkommnen und insbesondere -».differenzieren, d. h. die Zölle ruff Rohprodukte «nd Brennmaterial herabzusetzen und für Fertigprodukte zu erhöhe». Jone Kreise, die im einzelner Falle ein berechtigtes Interesse an einer Aeuderung oder Ergänzung hoben, Müssen durch PrchagarÄa und Eingabenan die entsprechenden Regierungsstellen das Nötige veranlassen. Tel-Awliv die zeattale Bahnstation West- Patiistinar. Der Oberbürgermeister von Tel-Awiw, der wegen eines Beichte» über de» Bau eines Hafens in Jaffa in London weilte und mehrere andere Fragen besprochen hat, teilte mit, daß der Plan, die zentrale Bahnstation Wefi-Palästinas von L u d d nach T e l - A w i w zu verlegen, gebilligt und die Errichtung einer städtischen Hypothekenbank für Tel-Awiw gestattet worden fei. sti-na. Ihnen ist es der Beweis, doch die Judenom koaistr-icktives Volk sind. Aber ich mißgönne' Tel-Awiw seine außerordenEche Stellung, so .nieiintzn, sie. Sein Glanz Verbirgt ihnen den düsteren Kampf des Gmek «und der beiden Ga>W. Seine unschweren ErMr-unge-n evschsmen mir wie ungevecht. Ich gl-crulbe, das Ringen -um die Scholle ist eine weit größere Leistung, eine doppelte Ervnngenfchast: zuerst haben die Menschen sich -sUbst ermngen und dann die Schölle, auf der sie sich ansivdelten. Es ist natürlich nicht so oberflächlich, nicht so seücht, vor allem nicht für die jüdischen Touristen, die dem Stadtgeiist verwandter sind als der Kolonie. Tel-Awiw erf-orderte aber nur 'wenig Aender-un-g dex Fähigkeiten und Charaktere der Menschen, die sie erbauten. Sie «vbautien es mit ihren aus «der Diaspora mitge'bvachten Kenntnissen. Nicht fioEinCha-rod und T e l- Jo-sep h und Ksar Gileadr. Bei diesen Orten hatten sie ihre DiasporvLenntnisie vergessen und in sich fslbst von Grund aus neu bauen -müssen. Aller Welt erscheint Tel- Awiw wie ein BevkehrsvieM eines DvstMs von Brooklyn, -wie z. B. FlatLush oder Bensotthnrst . . . NatüMch wird man schwerlich wadsr iu Watbush noch in Bensonhnrst ein-er Kamelhrrde -in schweigender, anmutiger' Prozession begegnen, ,dje.' van einem turbanbodeckten Araber oder einem Wrnverbrannten Chaliuz geführt wird. And auch der Sounenbrand, von-Brooklyn ist von weit minderer Glut. Arch es ist doch auch nicht ganz so viel Grüne's dort — ■<5tte: Hebräisches. Das Gerücht, daß Hckräisch in Tel-Awiw in der Minderheit, ist, ist -nicht wahr. Die Kinder sorgen schon -dafür. Ich -sprach in Tel-Awiw mit einem hochangesehenen Manne über feinen kleinen Jungen, mit dem er 5ich deutsch miterhiebt. ,Zu Hause sprechen wir deutsch," sagre er, und idas Kind hat eine deutsche Erzieherin." „Und hebräisch?" fragte ich, ein bißchen erschrocken. „Ach, das wird er schon auf der Straße ausschnappen", antwovtote er und bemerkte dabei gar nicht, was dieser Satz für eine sonderbare.Wirkung ans mein amerikanisches Ohr machte. Dieser fein Ausspruch tat viel, Tel-Awiw vor mir zu rechtfertigen: Man schickt die Kinder auf die Straße, damit sie Höbräisch 'lernen ... (Aus New Palestine".) AMM« 16. afcfeltt'; Set Kamps der Wischen Frauen in PalWna. . Bon Helene Hanna Cohn. Zwischen, den Vevschiederten Kreisen dev paläMenst^ schen Jwden wird augenblicklich ein Mmung-Äampf von großer Bedeutung ausgesochten; der Kanrpf mn die Politische Gleichberecht^ung der Frau. Dieser Kampf hat eine äußewcheMche SWst dadurch erlangt, daß sich Gruppen gegenüber sichen, die sich an Zahlenstärke und Einfluß ungefähr die Wage halten, während ihr kulturelles Niveau uirendlich verschieden ist. . Diese Verschiedenheiten sind -so groß, daß einem Kreis der Bevölkerung die ganze Fordermtg nach Gleichberechtigung als ein unerhörter Verstoß gegen Sitte und Religion erscheint, während der andere es fast unbegreiflich findet, daß er für eine solche Selbstverständlichkeit überhaupt noch Knipsen muß. Eine eigoniünüiche Note erhalt der Kampf auch dadurch, daß in einzelnen Kreisen, vor allem im Kreise der jüdischen Arbeiter in Palästina dek Frau schon längst eine UnaMngigkeit e'mgeräumt worden ist, die sie vielleicht zur selbständigsten mit dem höchsten Rechten auSgeftatteten Fvm der Welt «wachen. , Die palästinensische Arbeiterin hat sich meistens schon in ihrer Mwopaischen Heimat zu. hoher SelbständigLoit durchgerungen, indem sie ihr zionistisches Ideal — oft bereits verknüpft ntt-t dom sozialffüschen Ideal — gegen eine Welt von . Gegnerschaft und Gleichgültigkeit im engsten umd weitM» Kreise verteidigt und in vielen Fallen um seinetwillen sichvon ihrer Familie und deren Traditionen losgeviffen hat. Ins Land ist sie mit dom leidenschaftlichen Entschluß gekommen, jede Arbeit, auch die schwerste und mühsamste,! zu leisten, wenn sie nur dem Aufbau des Landes dient. In ihrem inbrünstigen Wunsche nach Pioniertmn hat. sie von vornherein die Enrteilung in Schwerarbeit sür Männer und leichtere Arbeit für Frauen abgelehnt. Wo immer sich ihr eine Arbeit bietet, die unmittelbar produktiv für das Land ist, dagreift sie nach ihr. So wird ihr das Schwerste nicht zu »einem unvermeidlichen ExstenzmiM, sondern zu einem -selbstgewählten Dienst an ihrem Land und Volk: das Stemeklopfen am Wegrand im Sonnenbrand, das Brennen und Schichten der Ziegel zum Häuserbau; das Trocknen gefährlicher Sümpft, von denen sich mörderische Miasmen in ihr Mut ergießen; das Bereiten von Mahlzeiten in Gemeinschaftsküchen, in beiten alle erleichternden Vorrichtungen fehlen; das Tragen dieser Speisen zum entfernten Gemeinschaftszelt durch winterliche Wolkenbrüche und auffpritzenden Kot. Der Genossin, die so ganz -ihre Bereitschaft bewiesen hat, alle Mühen und Schwierigkeiten mit den männlichen Gefährten zu teilen, sind diese auch willig mit der Gewä-hrunig unbedingt gleicher Rechte in der Genossenschaft undder Arbeiterpartei entgegengekommen. Nicht allein, daß die Genossinin allen internen Beratungen der Genoffenschaft und auf allen Tagungen der Arbeitevgruppen volles Wahl- und Stimmrecht besitzt, daß in die verantlwortlichsten und repräsentativsten Kommissionen Frauen entsandt werden — auch die politisch Uninteressierten und Umgeschulterr werden von den männlichen Genossen ermutigt und erzogen, ihre theoretische Gleichberechtigung zu einer faktischen zu machen. Um der Gleichberechtigung der Frau ihre volle innere Motivierung zu geben, wird die Forderung, alle Arten von Arbeiten gleichmäßig aus Männer und Frauen zu verteilen, auch von den Männern erhoben. Es ergibt sich dadurch manches seltsam anmutende Bild, zum Beispiel, daß in einer Arbeitsgruppe Frauen mit Steinelegen beschäftigt find, -während Männer den Köchinnen in der Gemeinschaftsküche helftn.'(Wie weit dieses Prinzip sich als praktisch für die Frau bewährt, muß sich noch-zeigen. In manchen Arbeitsgruppen wird es als das einzige Mittel angesehen, das die Genossin davor bewahrt, zusammen mit den von ihr gemachten Küchen- und Hausausgaben als „Belastungsposten" zu gelten, während man es anderwärts als vorteilhafter für die Beiwertung der weiblichen Leistung ansicht, w^rn diese sich nur auf die ihr leichter zugänglichen Arbeiten und nicht auch auf solche erstrefft, an denen, weibliche Kräfte schnell ermatten.) Zu der unbedingten politischen und sozialen Gleichberechtigung kommt die — ebenfalls gewährte — Forderung absolut Aeicher Menschenrechte. Der palästinensischen Arbeiterin wird in der Gestaltung ihres Privatlebens, in ihrem Verhältnis zum Manne und den Kindern ein'anderorten fast unerhörter Grad von Freiheit eingeräumt; und in dem Gefühl, daß die Arbeit sür das Land das Höchste in ihrem Leben ist und ihre erotischen und sonstwie individuellen Beziehungen nebensächlich sind, macht sie von dieser Freiheit mit einer gewisstn Gleichgültigkeit Gebrauch. Die ganze Art ihrer LebensKhrung gibt der paläst'mensischen Arbeiterin äußerlich' und innerlich einen gewissen männlichen Einschlag, der vielleicht nicht gerade ästhetisch wirkt, aber der Ausdruck einer in mancher Beziehung ästhetischen Lebensführung ist: ihr Haar ist kurz geschnitten, well das für eine Existenz, bei der sechs Menschen in einem engen Zelt hausen, zu dessen Wänden vom unzementierten Boden allerlei Getier aufkriecht, wahrscheinlich -re einzig mögliche Frisur ist; ihre puritanisch einfachen Kleider sitzen schlecht, weil sie aus -dem gemeinschaftlichen Kleiderkoffer stammen, in den alle Genoffinnen beim Eintritt in die Kwuzah (Genosftnschafi) ihre vom Elternhaus mitgebrachten netten Wäsche- und Kleidungsstücke zum allgemeinen Gelbrauch gaben; der grobe Knotenstock in ihrer Hand stammt von ihren Gängen über Land, bei denen sie es als untvürdig ablehnt, sich unter männlichen Schutz zu stellen. Frauen, die allen Anspruch auf Komfort und Ruh^ die ihre Waft und Gesundheit, sogar Hr Mtterlichesl Streben.Hch eigener- Pflege und Erziehung des Kindes,' chech ÄoWtreben zum Opfer bringen, müffen. es eigeni tüM^ empfinden, weny sie in dem Augenblick,, in dem sie über den Kreis ihrer Arbeitsgenoffen Waus am Lebert der, größeren BvllSgemeinschast teilnehmen wollen, sich i von allen politischen Rechten und Wirkungsmöglichkeiten ausgeschlossen finden. Das aber ist in Palästina der Fall.^ Bon einem Forum gemeinsamen Beratung sür bie verschiedenen Kreise der Bevölkerung ist vorläufig noch keine Rede in einem Lande,-wo die Bewohne; in Bürger aller Staaten Europas, Amerikas, Asiens und Aftikas, w Bekenner aller Religiösen und innevhalb dieser in Hundert- Kirchen und Sekte« eingeiellt sind, die alle nebeneinander in guter Feindschaft leben. In Ermangelung eines allgemeinen palästinensischen Volksparlaments hat sich die jüdische Bevölkerung bekanntlich einen Nationalrat — den Waad Leumi — geschaffen,^ dem Vertreter aller jüdischen Richtungen ange^ren. Es erscheint nun nur ftlbstverständlich,' daß in diesem jungen Lande, in dem allerfortschrittl-ichste Lebens- und Gesell-! schaftsformen eine Stätie finden, der Frau, die einen so! gewaltigen Antell am Aufbau des Landes hat, volles Gleichberechtigung gewährt wird. Statt dessen finden wir! st-» in schwerem Kampfe uw den Gintrjst <t$ dieftS Parlament. (SchwH fölgt.) Die Gavienstadi von Djebelia Uk Jaffa. Diieftr Tagt fand in Tel-Awiw eine VerfammlMg der Gesellschaft B a j i tw' g an statt, auf der bis auf kleine Aendernnaen der Porzel-; lterugS- und Bauplan der neuen Gartenstadt Djebelia Bei: Jaffa bestätigt wurde. An der ErbMMg der Gartenstadt find^ zahlreiche Juden aus Polen beteiligt. Eine NähgarnerMgung ta Palästina. Die Herren Götschft und Rosenblatt aus Lodz haben in Tel-Awiw! eine Werkstatt für Herstellung von Nähgarn eröffnet. Auf modetnen Maschinen werden Garne aller Nummern von 10 bis 60 hergestellt. Vorläusig arbeiten in dieser Werkstatt sechs Arbeiter. Man hofft jedoch, bald 25 Arbeiter beschäftigen zu könneu-i Emir Abdullah läßt durch jüdische Unlernchmer Bauten in Amman errichten. Emi-r Abdallah hat Müschen Äwternehinem in H a i f a den Auftrag erteilt, für ihn einige RegierungSbanten in der Hauptstadt TranSjordanienS, Amman, zu errichten. Eine Schule für Elektro-Jnstallateure ln Tel-Awiw. In Tel-Awiw wird demnächst eine elektrotechnische Schule für Installateure eröffnet, deren Lehrplan von der - Vereinigung der Ingenieure und Architekten in Palästina approbiert worden ist und unter ihrer Oberaufsicht steht. Absolventen achtklassiger Schulen wie auch der vier ersten Klaffen einer Mittelschule werden ohne besondere Prüfung aufgeuommw, während alle anderen sich einer Aufnahmeprüfung zu unterziehen haben. Die landwirtschaftliche Schule von Mikweh Israel. Mickweh Israel, die erste landwirtischchtliche Lehranstalt Palästinas und die erste Zelle neuerer Wäscher Bodenarbeit im Lande, mnde M Jahre 1863 gegründet, oder erst zwei Icchr-e später, «nach dem veutsch-ftanMischeu Kriege.- konnte die Anstalt durch den Vertreter der Ällianoe. Charles Netter, eröffnet werden. Es sollte eine SchMe für Mische Kinder fein, welche sich dem Ackerbau widmen wollten. Aber Retters.große persönliche Fürsorge Mr die Schule führte -zu wenig evfvoulichen Resultaten. Die -Kinder des alten Jvschuw hatten keinerlei innere Begiehuingen zum Ackerbau und .nützten das in der Anstalt gelernte Französisch aus. um sich allerlei Deüuifen zuMwenden, mux nicht dem Ackerbau; im veslen Falle wurden sie Gärtner in arabischen Gärtnereien in Aegypten.. Erst mit der Ankunft der ersten wiMichen Paläfttnapumiere und speziell der BÄu aus Rußland in den Jahren 1981—-82 erhielt MMvch Israel eine . Art von ExisterMerechtigung und die ersten ChalMM jenes Geschlechtes erhielten hier Arbeit und landwirtschalstliche Unitevweisuing. Aber bald nahm M erste jüdische iKo-lonisatüm eine anders gerichtete EnftviMmg und Mikweh Israel verlor ftine Bedeutung für das Land. Dies hat sich erst .nach dem Kriege geändert. Die Mianoe be-srM sich auf Len ursprünglichen Ztveck der Schule, Mische.Kinder zu geschullten Ackerbawern und zu nichts anderem zu erziehen. Es erfolgte die Anerlermnug des Hebräischen als SchuLsprache und Baron Rothschild verpflichtete sich, eine be- . trächtliche Zahl von Kolonistenkindem in der Anstatt aus seine Kosten ausbil-den zu lassen, welchen er übrigens zu einem gewissen Teile -nach Absolvierung der Schule zur Ansiedlung in -den alten Kolonien verlM. Dme bringen besonders den neugegründeten SiMurvgen durch ihre Kenntnisse großen Nutzen^ und so ist Mi-kwch Israel ein wichtiger Faktor im rveuen wirtschaftlichen Aufbau des Landes geworden. Die Schule derfügt über 2000 Du n am Land mit sorgsam bepflanzten Gärten mud Feldern und allerlei Kriltnren. Auch Wembau und Milchwirtschaft wird getrieben. Die' Anstalt beherbergt 150 Schüler, zwei Drittel davon Kolvwistenftn'der, und das Hebräische ist durchaus vorherrschend. Außerdem beifinden sich in der Schule zirka .100 Eh al uz im die hier wenigstens ein Jahr bleiben und sich landwirtschaftlich auMlden, tÄtt ihnen .emipe Chaluzoth. die sich mit Vieh-. Mslügelzucht und derAeichen beschäftigen. Die Frankfurter Gemeinde sür die Jerusalemer Universität. Ms erste unter allen deutschen Großgemeinden hat die alte jüdische Gemeinde Frankfurt a. At. ihr Interesse am Auftau Palästinas bekundet, indem sie. anläßlich ihrer diesjährigen Etatberatung für 'die jüdisch-wissenschaftliche Abteilung der Universität in Jerusalem einen Beittag bewilligt hat. Die Protokolle der Chowewe Zion in der Nationalbibliothek. Herr Chajiim Minger (Del-Awllv) hat die g es-a-mten Prot-okoll'e der Sitzuiagen der Chowewe Zion i-n Odessa wach Palästina gebracht. Die Protokolle — neun große FMobäwdeumfassen die Zsi-1 von IM -bis 1911 und sind sine historische Quelle von großer Bedeutung für die Geschichte der zionistischen Bewegung und der Palästiimrolonffatto-n, deren erste Anfänge bekanntlich unter der Patronanz der Chowewe Zion standen. Die Protokolle wurden der Jüdischen Natiomalbiblio thek übevgebey. Bekanntlich bsfilcket. sich auch -das Archiv der Gbowswe Zion — odne Spende deS Herm Assis Min — mr Besitze -der BMiotyck. , . , , i Konferenz der hebräischen Schriftsteller in Palatina. Die Konferenz der hebräischen Schriftsteller und Journalisten - in Palästina ist auf die ersten zwei Sukkoth-Zwischenfeiertage verschoben worden. Die Konferenz, die in der Lemmel-Schule. in Jerusalem . stattfinden wird, soll eine z e n t r a l i D t g a n i sation der Schriftsteller und Journatisten in Jerusalem mit Zweigstellen . in den anderen Orten Palästinas schaffen.

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