Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-10-16 · Heft 2034 (16.10.1924) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2034 (16.10.1924)
Date
1924-10-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981117--20818-3008075
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

(Rfc.mt DomEag muht* Morsenzeituna. 16. SWofer 1984 m* 8 8vm neuen Zolltarif. Bo« Dr. Viktor Grünwald (Petach TAvch).*) Der neue^olkTarif hat in Palästina keine gute Presse gehabt und würR von allen Seiten sehr schöpf kritisiert. Diese Kritik At nur zum Teil begründet. Der Vertrag von Lausanne legt Palästina einen Teil der rttomanischen Staatsschulden auf, an deren allmähliche Abzahlung gedacht wachen mutz. Das Budget der letzten Jahre hielt sich notdürftig im Gleichgewicht. Für einen neuen großen Posten - aus der Ausgabenseite, kann sehr schwer eine Deckung gesunden tverden, da an eine Erhöhung des Zehnten, der die landwirtschaftliche Bevölkerung bedrückt, nicht gedacht werden kann: Es zeigt sich wieder einmal, daß ohne Einführung eines.gerechten und modernen Steuersystems (Einkommensteuer) die palästinensischen Finanzen nicht, in Ordnung gebracht Wertzen können. Es war also nötig, Finarizzölle einznMhren, welche ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Volkswirtschaft der Regierung Einnahmen verschaffen, sollen. Doch ist im neuen Zolltarif auch eine schutzzölln-erffche Tendenz ünverkenKar, und wenn sich die Kritik dagegen richtet, so darf nicht vergessen tverden, daß diese Kritik größtenteils aus den Kreisen der palästinensischen Importeure stammt, die an dem Import verdienen und daher am Entstehen einer palästinensischen Industrie mw. ein schr mittelmäßiges Interesse hüben. Es wurde Mrigens kürzlich offiziell angekündigt, daß der Oberkommissär sich das Recht vovbchält, den Tarif aus Grund von Vorschlägen nach Beratung mit den zuständigen Departements im Berovdmm-gswege;u ergänzen und abzuändern, so daß 'in jedem. Falle die Möglichkeit einer Aichilse gegeben ist. Das neue Zollsystem soll vier volkswirtschaftliche Interessen fördern:. Landwirtschaft, Ind ustr ^Kolonisation und'Tonrrstenverkehr. Die Landwirtschaft genießt folgende Zollbefreiungen: Landwirtschaftliche Maschinen, Apparate, Geräte oder-deren Teile einschließlich der Ausrüstung für Milchwirtschaft und Geflügelzucht, landwirtschaftliche Pressen und Packmaschinen, jedoch nicht Traktoren, oder Fuhrwerke. Ferner sind vom Zoll völlig befreit: Bich und Geflügel, das zur Verbesserung der Rasse dient, Bienen, Bienenstöcke nsw., Impfstoffe und Gifte für Veterinär,zwecke. Im Interesse der Landwirtschaft äst auch, die Zollbefreiung von Maschinen für Bewässerung und Entwässerung, Wasserleitungen nstv. ,J>m Interesse der Landwirtschaft wurdet: auf Getreide mrd Hüksenfvüchte Zölle gelegt, die allerdings eine. Verteuerung dieser Produkte. M- FoLge MM haben. Die palästirMsische Landwirts«hast kämpft sehr schtver gegen die ausländische Konkurrenz, die billiges Getreide'auf den Markt wirft, mit dem der Bauer hier niiht konkurrieren kann. Allerdings ist die heimische Landwirtschaft noch nicht in der Lage, die Bedürfnisse der BeSmlkerung M decken. Auch auf . Putter, Pflanzenfette, Margarine üick» Käse wurde ein höherer Zoll gelegt. In den letzten Jahren hat die Mische Milchwirtschaft einen großen' Aufschwung .genommen, der seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat. . Es ist daher wünschenswert, die Einfuhr fremder Butter sernzuhrlten. DaHelbe gilt von der Kondensmilch, die nunmohr *) Siehe „Das neue' Palästina" vom IS. September IM. ebenfalls einem höheren Satze unterliegt. Auch Kartoffeln, Krwb- ' lauch," Zwiebeln und Tomaten werden jetzt'höher verzollt. Kartoffeln wurden, in Palästina nur wenig angelbaut, die meisten kamen bisher aus Frankreich. Die hohe Steuer ans Rohtabak ist ebenfalls, im Interesse der Landwirtschaft, die leicht in der Lage ist,, unseren gesamten Tobakbedarf zu decken. Der Ein-fuhr- M 'aus Wein von 20 Prozent bestand bereits; er genügt für den Schutz unserer Weinbauern, denen nicht so sehr die Einfuhr von ausländischem Wein, als die Schwierigkeit, für unseren Wein Märkte zu finden, .Sorgen macht. Auf. die Einfuhr von Lebendvich sind Zölle gelegt, die vielleicht eine erhöhte Aufzucht im Lande selbst zur Folge haben , werden. Die I n d u st r i e genießt die B e f r e i.u n g vom ' Zoll für alle Maschinen, die. in Fabriken Verwendung finden, ebenso Kessel, Mumulatoren, Motoren usw., die. mit den arbeitenden Teilen fest verbunden find. Jedoch nicht .solche,. die zu Transportzwecken dienen. Ferner sind solche Maschinen nicht befreit, die durch. Tier- >ode-r.Merifchenkrasi. an-getviieb-en werden. Man -begreift, daß. diese. Zollbefreiungen von ungcheurer Wichtigkeit, sind, da PalMna noch schr lange nicht in der Lage sein wird, Maschinen M erzeugen und. die Anfangskosten. bei der Ein-, richtung einer Fabrik sich auf diese Weise verringern. Im' Interesse döt Industrie sind auch die Zollbefreiungen, für architekturale und. wissenschaftliche Pläne uitfc Zeichnungen, ferner für Warenmuster. Der neue Tarif schützt eine Reihe von bereits bestehenden Industrien und bietet die Möglichkeit zur Schaffung, neuer. Hier ist von lbchonderer Wichtigkeit die Spiri tnsindust r i e. Wir führen in. Palästina jährlich Spiritus im Werte von 64.000 äg. . Pfund ein, ioährend wir im Lande alle nötigen Rohstoffe haben. Nunmehr wind auf eine Gallone (zirka 4,6 Liter) Spiritus sowie Liköre und Schnäpse jeder Art ein Zoll von 60 Piaster (12 Schilling 4 Pence) gelegt und ans eine Gallone denaturierten Spiritus 4 Piaster (10 Pence). Unter diesem Zollschutz kann sich eine Spiritusindustrie entwickeln, die auch dir NachbaMmder versorgen kann. Auch diie ZncksrH> nd ust r i e dürfte an dem Zoll von einem Piaster pro Kilogramm reichlich GeMge finden. ■ Zum Schutze der Erzeugung von Marmelade und konservierten Früchten ist ein Zollsatz von 20 Prozent vom Werte der eingeführten Waren vorgesehen. Derselbe Satz besteht für Schokolade, deren Erzeugung in ' Palästina bereits gut prosperiert. Die S e i f e n i n d u st r i e, eine der wichtigsten Industrien Palästinas, wird durch eme'Erhöhnng des Zolles für eingeführte Seife auf 15 Prozent gefördert werden. Denn wir führen .Kvar viel Seife.aus,, trotzdem' benüüt die Bevölkerung zum großen Teil ausländische Seifen Die MühleninduLtr'« genießt einen echöhten Zoll; auf auslärtdisches Mchl und auch auf M akk a r o n i, die in Palästina erzeugt weiden können, wurde ein höherer Zoll gelegt.. Auf B i er, das wir im Werte von 53.000 äg. Pfund jährlich ein- . führen, wurde ein Zoll von 8 Piaster (1 Schilling'8 Pence), pro Gallone für Flaschenbier und 4 Piaster für Faßbier gelegt, so daß einheimisches Bier genügend geschützt sein wird. Für Glas .'inklusive Fensterglas wurde der Zoll auf 12 Prozent erhöht. Dies wird hoffentlich die Möglichkeit geben, hier eine Gaserzeugung zu entwickeln, au die man schon lange denkt.- Auf Zündhölzchen wurde ein enormer Zoll gelegt, der fast 200 Prozent vom Werte ausmacht. Es Ware durchaus möglich, in Palästina eine Mndhölzchenindustrie zu schaffen und die ■ Fachleute.sollten diese Frage studieren. Es-handeilt sich hauptsächlich darum, ob> das-Hotz der-hier so-häufigen ErMyptuSbäume zur Zündhötzchenerzeugung geeignet fft; andernftcklS müßte man das Hotz einsühren. Der Zoll für Perlmutter Wunde auf 8 Prozent vom Werte ermäßigt..Wir habsnin Pa« .. lästina eine bedeutend^ Erzeugung van usw. aus Perlmutter, die ganz in den Händen der christlichen BeWhemiter liegt.. Vielleicht, wäre. es. möMch, diese IndÄftvie auch in Mischen. Kreisen eimzüführen. Äe bisher mißglückten Der-. . suche zur.Schaffung einer.Kerzeuindustrie werden viÄleicht unter dem -neuen .Zollschutz' vm.' 60 Piaster (12 SchiMng. . 4 Pence) pro 100 Kilogramm mehr Erfolg M«r. Auf Pa». Pier wurde ebenfalls ein höher Zoll gelegt..Dies ist ungünstig . Mr das sich . schon entwickelnde Dr u ck e r e i w es e n, kann ., aber.zur Entwicklung, einer Papierindustrie führen. Es ergaben . sich überhaupt mancherlei JnteressenkonfMe, die manchmal unvermeidlich sind. Die Schokoläden-iydÄstrjch ^zwn. .BeWck ' wünscht einen möglichst nichvigen Zoll arff. Zucker, die . Zuckerindustrie einen möglichst hohen. Es ist im Interesse des Bauwesens, daß' der Zöllfiir Ziegeln möglichst mchrig sei, während ' die einheimische Industrie von Ziegeln'und Äsbestschiefern/ Zollschutz verlangt.' Ein Ausgleich dieser Interessen ist-oft schwierig. Ans Zement, den wir vorlaiffig in riesigen'Mengen einführen, würde ein Zoll Von 20 Prästem (4 Schilling 1,5 Pence) pro Tonne gelegt, es ist' jedoch schon'eine große .Zementfäbrvk. in Haifa im'Bau. - ' In manchen Beziehungen bietet der Zolltarif der ZMu- ' strie nicht nur keinen' Schutz, sondern wivkt/direkt s ch ä dl i ch. Hierher gchört in erster. Linie der höhe Zoll auf Breny^ material. Wir Wen in Palästina kein BresinmÄerial - und alles muß. eingeführt werden. Mm hofft zwar' viel Brennmaterial durch die Ausnützung der Wasserkräfte zu ersparen, doch ist dies eine Frage der Zukunft. Ferner meinest alle Fach-" leute, daß im Süden des Landes Petroleum vorhanden ssm müsse. Di,e Bohrungen sind jedoch noch nicht weit vovge-/ schritten. Inzwischen muß die Industrie Kohle emführen und für jede Tonne Mthrgzit- ^cder. HMohle W Piafter.-(10;Schrl-. /- lirvg 3 Pence), für andere Köhle '30 Piaster (8'. Schilling Pence) Zoll zahlen."Dieser Zoll-ist viel zu.hoch und stellt, geradezu eine.Gefahr für die Industrie dar. Ebenso ist der. Zoll. - btmv;4 Piastern, pro Gallone für BeZzin uUd-.^dß».Hw/M) - hoch^ Wir haben in.Palästina eine.junge Wöbelrndustr ie, ' die schwer, gegen die ansländische KonkprreW kämpft, Der Zoll ' . auf AWböl wurdeall-eMngs auf 15. Prozent erhöht, gleich- zeitig jedoch der Zoll auf Hölz für Mböler-euguivs mit 100> . Pi,aste r pro Kubikmeter festgelsetzt,.. was em>c bedmtende Verteuerung des Rchstchfes bedeutet.. Allerdings plant man seit neuerer Zeit in Palästina selbst, die, nötigen Bäume zu pflanzen, oder die palästinensischen Eulkalypteu auszunützen. Für anderes Hotz als das zur Möbelerzeuguug verwendete beträgt der Zoll 30 Piaster pro Kubikmeter. Eime Ausnahme machen nur Bretter für OrangenEisten (Palästina.führt jährlich-1,5 Millionen OrangeMsten ein), deren Zoll bloß 25 Piaster pro Kubikmeter beträgt. Fachleute meinen, daß es" möglich ,wäre, diesen so bedeutenden. Posten.unsever. Einfuhr zu " 3n Tel'Awiw verirrt. Bo« Marmee Samuel. Eine Gomvättoln steht zwifchen 'den sbäritMiv Beterapeu don Rechöboth mrd Iden feurigen jmngen >MäMnevn und Frauen ides GmÄ. Rechoboth fft gesetzt aiind a,chtungs>wevt. Es ue'igt W EMonpoiut. Es ist bequem mud vernünftig und «dir tvemtz feMzufriederr. Mit einem Seufzex Wckt & aus 4Y Jahre des Kauchfes zurück imd fühlt, es habe em Recht aus ein wenig Berücksichtigung. Mitten m- Kechoboch liegt ein Hügel, ans ihm sW die Synagoge üuid m deren Nähe liegt 'das Wasserwerk. Bon dem Hügel aus känn mau die ganze Kdlome übevsehLu; da's ist-so schön, .-daß man wohl em »Jahr reisen muß, u>m es'wWevzufinbest. Ganz dicht liegen 'die Straßen des Städtchens, eingebettet in Vtassen grünen Laubes, roter Dächer/weißer Mauern und fester Häuser, echt bürgerlich, ve.rschlafen. Peiiter hinaus ziehen sich -in gvotzem Kreise die Obstgärten mit Wem, Mandeln, Orangen und Oliven in-Baivm- und'^'ttchreihen, lb-evuhigend für das Auge,"auf die 'nnversieg'bar.' ^reigebvBe'it.iddr Erde h'mdentend. Es sieht aus wie Möas.Ibhtürliches,' etwas ganz leicht Erwor'ben>es. Doch umu läßt dasHuge noch weiterschwÄfen und hinßer dem weiten Kreise. der, Fvachdbarkieit . liegen die huugerndM DÜMn,vgvellges>h, verbündet miit dem. Sonnenbrand M fürchterlicher^ Nnt. ,Mr vierzig Jahren, als ich.Wy erstenmal hicherLfm, war alles so. Diöfts erschlossene Stück. Erde 'hier, diese dankbare Oase ist die Arbeit einer Oerreratvon"' Oben, 'ihr. Enwk pflegte ich «K fovtivä'hrend . zu Höven: ,W»r vier Jahren war Pex niW zn sehen." Bier Jahres uuid vmM iWhve! - /! ' , Sie hait-ttzn.hitt anderes Gestchtsfeld', diese AWmvr von twr ch KHvem / W haßten nicht den feurigen sozialen Idealismus -'dep ueEn Eha-luzim. Es waven zuimeist bemittelte Le^lte mit bonrHeoiiseen IdealiKnm'S, iu welchW sie, nach jenMr Mriofen A^t der MrtteMsien, einen M tvissen Grttd ökonomischer Bovaussicht und Vorsicht W .ivirMcher Z^efftevMg für iihve alte jüdische Heimstätte vereinigten. Wl^..'ßS näMich tatsächlich bloß Wmomffcher WeiMck gewesen, so hätten sie ja uach Anwvika gehen können, als ldaurals Mbrrt Johnson noch in der Wiege lag. Und dennoch diese anfaillend große Verschiedenheit. Getvvideplcmtagen gibt es nicht in ldiesen Teilen — >mn Rliischon-le-Aan und Rochöboth hevirm. . Alles Geschäfts- Produktion, Exportware. Die Pioniere des EmeE denken wicht an Geschäft:' die wollen erst das was sie selbst brauchen. M wäre unrecht, mit geringerer Achtung über diesen MiMstMdLidealisten.W MieÄm. Mern Gefühl neigt rwche zu>m Gmek; aber als ich diese lieblichen grünen Obstgärten sah und sie nvil der nneMMchen Uvsvuchtbavkeit des umliegenden Landes verglich, da mußte ich denilen: die Erde selbst muß sa. diesen Mäenschen, die-sie so reich bekleidet haben, 'dankbar sein; eine wechselseitige, bl-chbende Zärtlichkeit,mutz ja -hier Erde und Siedler-verknüpfen. Jegliche Klasse «kämpft auf die ihr eigene Weise, iwn den gleichen Wunsch zum Ausdruck gilt bringen. Aber schmerzlich ist es, Hunderte von Arabern tätig zu sohen,. wo Inden vonnöten ' wäven> Nicht daß ich ihnen ihr Brot neide: aber es 'bedeutet 'weitere Känipfe des Juden um Hebung dos Zahlungsskvn-davds — und hier liegt ein Teil des Versagens. M das wird zu fttnex Zeit vorbei fein. Einer der ältesten Siedler dort, der als Knabe mit seinem Vater 'hr.muKgekomimen ivar, führte mich mit zärMchor Gen,a>uigkeit Wrch Rechoboth. Mit Dsdanean. sprach ep vom Ge-, schaist: wo absatzfähiges Material.mit Gewinn hergestellt werden kann, geht alles, andere fcont selbst. Die meisten Häuser haben ungeheure Hinterhöfe für HaudelsgärtnerLien und die Kolvms-en' könnten darin ihre oigemn BegetäbiMr -pftangen, wie ex.es tut. Aber lwnige tun es. Kaufen stellt sich mtürttch.billiger, da!s ist nicht zu ändern. Ilud doch... Diese M-ißstände vergißt «man, w-enn man. .vom HügeLherunter dia große Kol-onie WerMckt. Die Schönheit, des.. Gemisteten ühevtont all die. kleinen. Unvollkämmenherten. 'Cs.' ist -Än.he-pMches.' Werk,, eine Hymne aüf b\c Erde rmd ihren Schöpfer. Und die jungen Männer und Frauen, die hier auftvachsm (der Wandertrieb läßt mehr und mehr nach) 'bilden «mit einen Teil des Werkes und feiner Schönheit. In physischer Hinsicht, ftgt mein Führer, nehmen sie es mit jeder LaMlasse der Mit auf; ja, sie sind fogav noch geeigneter, noch-stärker und großerals. die amerrkanische Farmevklasse; «s sind aber keine BamM, es sind zivilisierte Männer und Frauen. . Ich denke an 'die Ghettos von Europa 'Md ArMrika und muß das Men .dort mit'dem Loben hier vergbeichon. In New-Nork rings kahle Mauern, der Mick bleibt .von Dächern und Fenstern gefangen; die 'SeÄe.wird mach 20 Fuß im Umkreise zuvückgesch'lagLn, rafft sich noch einmal -zusammen, A!M in den Luftscha-cht -hembzutaumeln. Hier stöht mau aufrecht, hier breitet mau sich aus, MMmnen mit. der Erde, mit deren-Weite man zugle-ich die Frische,' die Kraft, die. ÜnmÄtelbarkeit der Schöpfung äufnimntt. Der Saft, der in divsen Bäuuwn kreist, - die gleiche Keibellde -Kvaft, lebt auch im Wüte des Menschen. Was nun von Del-Awiw, der Stadt der Städte, .sagen? Es ist ein überraschender Ort, sawber, aggressiv — und erst seine Modernität! Die Tel-A'wiwer traujmen schon von einer- „MillöoMNsbaidt". Sie sehen schon die usm Metvopöls des Ostens. Sie sehen, wie sie sich dehnt nach Novden, nach Osten, rach Süden, das alte Jaffa mit einem Bissen verschlingt und in geraden Reihen von Häusern und GWtt forteilt. Me es fvrtHg-sbracht. 'werdest soll; das wissen fve nicht — aber sie wissen auch Nicht, Wie es bis -jetzt fevtiggebracht worden war. Sie wissennurj es wird stvtiggchracht. - Na'ch der Ruhe Palästinas ist Tel-Awvw — fast die letzte Stall ou meiner. Reise -7eine 'Offenbar-Mg un>d Äie Ernüchterung/ Mtürlich, es ist e-twas. Wündevbares. Nirgends inder WM kann'dieses Phänomen'NochMls vollbracht werden ndchmals ein.solches Werk.au solchem 'Orr, unter' solchen Umständen.' ' Aber irgendwie, -verlach' mich diese tuMüsltzjm'ps-che Fülle der Stadt.. .Es ist säst zMÄ des GlBeu. Unbewußt kanr mir..der 'Wit'Nschx es hätte niM ganz so erfolgreich Mn dürfen. iJch blieb zirka eine Woche in 'Tel-Awiw und ich habe den. Eindruck, .den es aus die Besucher und'vor allem, auf die amsenkanischen Besucher ausübt, herabgeschm-M. Es'benimmt ihnen dm'"MW. Ihnen ist es weit nnd breit 'das ÜeberzeuMndste an PM-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.