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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-15 · Heft 2033 (15.10.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2033 (15.10.1924)
Date
1924-10-15
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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$lt ZW Mett, MiMoH •••'. \ Wer ist -er Wiener Morgenzeitunsi 13. Okiober 1924 Gerte 8 An Ranßmrd vor vier gahren. — Ser Bernrteilte bezeichnet felnr Frm üle dtz Mein. Nun hat sich Val-enftn in der Strafan-Mt Graz..zweimall vorführen lasse.« und zu Prot^ll gegeben, daß er an dem .P-aubnwvd, erstinepstrt eiwgestauden, als divykde-r Täter: üb-erhaupt nicht be.tei-pitz t gewesensei. Die -gleiche Bchäuptnug stellte er in einer schrffttichen Eingabe <rUf, >bi»e er mit dem Ansuchen «m Wiederatyfmchme des Verfahrens o-u das Lan-desgevicht ©raj richtete. Gv behauptet, seine Fr au-, habedie -Tat al"le-iir begangen, habe "ihn in den Ho-f gefchickl, um eine Hacke für Schuhreparcvbnr-e-n zuholen und bei dvr Rückkehr in das Zimmer habe er den Weldlar schon in seinem Mute üiagsnd gefunden. Seine Frau, die Weldler mit dem Rasiermesser den Hals durchschnitten habe, hat die Hacke gen-ommert und 'tont bewußtlosen Mann mehrere Schläge a-irif den Kopf versetzt. Nach Beraubung des Toten sei er mit s-eimr Fra», geflüchtet 'Md die Frau HM ihn dann überredetdie Dar a I l e i n auf sich zu n-ehm-em, indeur sie ihm versprach, daß sie, wenn sie. salbst m Freiheit sei, ins Äus- I-ct-itlb zu flüchten mutib dem' Gerichte den wahren Sachver-hpll schriftlich Mitteilen werde. Da' die Frau ilhr Versprechen .nicht gehalten, foMrn sogar 'die Ehesch eidu ngsklage gegen ihn eiugebva-Hl hat, habe er' keine Veranlassung mehr, sie zu Honen. , Ms Beweis für die Walhchoit seiner Behauptung teilte Valenb'm mit, -daß-ihm seine Frau noch im'Budapest in der Untersuchungshaft zwei Zetteln zufchmtuggeiln ließ, deren Inhalt einem Bekenntnis ihrer Schuld gleichkomme/ Auf Grund dieser schivniiviegeriden Beschuldigung wurde Anna Valen-tim, die jetzt vn Ru-dolfshornt wohnt, verhaftet. Sr« bestreitet, die von -ihrem Manne vorgsbrachte Beljchuldigmvg; seit ihrer, Haftentlassung will sie von Unterstützungen ihrer Glt-vrn und ihres Geliebten und von Schme-iderar>beite,n gelebt haben. Obwohl Frau Ballentin die im Original vorliegenden zwei'Zetteln als Fälschungen betzeichn-ete, spricht große WchrlicheiMchleit dafür, daß die Zettel doch von ihrer Hand stammen. Sie wird dem Landesgericht Am 3. Oktober 1920 wurde -im Gasthause Gregor % Piniggau bei Fviedb-er-g ein bsstiaillscher Rauibm-ardverübt.. Nach Mitternacht waren in -den Gasthof zwei Männer und eine «junge Frau gekommen und hatten gemeinsam ein Zimmer bezogt. Anr Bormittag war daun der eine Minnr aus dem Zimmer gekommen und hatte nach einer Holzhacke zum O:fsneu einer Kiste gefragt. Er -hatte sich dann mit der Hacke ins Zimmer begrden. Die Frau hatte -in der Zwischenzeit Tee bestellt; im Gastlokal hatten dann die beiden de« Tee singelnommen. Bald danach hatte sich das Paar -unter der Angabe entfernt, sie müßten noch schnell zum Zuge zu-vecht komme.». Ms man dann das versperrte Zimmer, in dem die drei gewohnt hatten, gewaltsam öffnete, fand mau den zweiten Mann in gräßlicher Weise ermordet auf. Der Kopf wies tödliche Hineb-e von der Hacke auf; der Hals -war durchschnitten. Es war -Aar, daß vin Raubmord vorlag. Durch GchchäftSka-rten, die man: bei dem Opfer fand, amwfbe festgestellt, daß der Ermordete der Fuhrwerks basitz-er -Nor'bort Wvldler aus Wien war. Der Man», war nach Ungarn gefahren, um Kartoffeln einzulaufen und hatte in Gran lim Bahnhöfe ein junges Ehepaar getroffen, das sich -ihm anschloß. Es wurde später festgvstellt, daß das Ehapaav der 31jahaige angMche Müdizineir Julius Valentin aus Fvohnilviten und feine Frm Ama, geborene Den!?, sine Schneid win, waren. Das Ehepaar wurde dann am 13. November 1920 in Budapest verhaftet. Noch Abschluß der Auslli-eferungsverhindllunigen tvwbde das Ehepaar BailerÄinr dem Landesgerichte in «Grog überstellt und stand im November vorigen Jahves dort vor den Geschwornen. Der Ma-M, der bei der VvrhaMugbg «auch ein Ge st an du ö 8 äblegte, wurde zu -l-e b-ens länglich e-n Kerker verurteilt, nachdem s-eine Frau wegen Mitschuld jju zehn Monate schwer-en Kerkers vemrisilt worden war,. Sie hatte die Strafe schon seit längerer Zeit verbüßt. Kur; und bLndlg. . Zum Jackie-Coogan-Mummel. Die «Ettern, die dieses Kind so herrlich auSMt, sind der» nchtungswert und strafwürdig. Geld ist dank seiner braven -Arbeit beim Film in Hülle und Fülle vochan-dem Wenn sie schon auf iK-osten des Kindes eine Lustveise durch Europa' nnternchnren wollten — warum reisen sie nicht inkognito? Er wird es durch eine einzige Filmrolle wieder einbvmgen. Sie aber wollen immer m-ehie haben, die fürsorglichen Eltern, und schleppen .den lisben Jungen durch hundert verwirrende Aufregungen. Barbarisch dieser Triu-mphzug durch Eur-opa, der ein Fischzug ist. Dieses amerikanische Reklamemanöver ist diesmal nicht in Szene gesetzt, um aus einem bestimmten Jackie- Coogan-Mm das Menschenmöglichste he-rauszuschinden, er ist diesmal weit großzügiger angelegt: Wiecks Erhöhung der Rente, die der gute Junge künftig weit ergiebiger seinem Erzeuger -und seiner Gebärerin spenden soll, muß der Knabe selbst das Geschäft der Reklame durchführen. Wer ein Kind hat und keine fühllose Kreatur ist, stelle sich vor, was diese endlose Kette von Eistübahnfcchrien, stürmischen Begrüßungsszenen, Audienzen, die Jackie erteilen und zu denen er eilen muß, dieses ZnlLcheln-M»üssen, während eine verrückte Menschenmenge kreischt —- was dieses Erscheinen- Müssen auf dem Hotel-balkon für dieses unerhört strapezierte Kind bedeutet, -dieweil Papa und Mama eine Lampe Hinhalten, öa-irtü ihr Ernährer von den Enthusiasten auch recht ' gesehen werde und man ihnen nicht borwevfe, sie hätten einen unechten Jackie Coogan hin-gestellt. Wenn der zehnjährige Knabe dieses schmachvolle Attentat, von den leiblichen Eltern an ihm verübt, unversehrt überdauert, daun war er apch vorher eine fühllose,' gut abgerichtete, Bvppe und kein Film-Genie. O..A. Ile LebensmittrlmSrtte. Fleischpreise im Großhandel. Im Slnschlusse an. die rückgängige. Bewegung auf dem kotzten Nindermarkte wurde Rindfleisch.im Großhandel um 1000 uub 3000 K. pro Kiloäramm im Preise herabgesetzt. Da cmchauf dem Schweinemarkt lebende Fleischschweine gestern bis zu 800V K. pro Kilogramm im Preise gefallen sind, so dürfte sich auch Schweinefleisch merklich verbillige«. Gestern blieben im Detailverkehr, der ganz belaugSloS war, die Fleischpreise vorläufig ganz unverändert. . Wien, lo. Oktober. * Rabindranath Tagore sagt leinen Besuch in Palästina ab. NcOlnidranath Tagore, der berühmte indische Dichter -im-b Denker, der am 7. d. als der Gast Sir Her>bn.t Samuels -in Jeru-Mem eiUtr-öffen und an der MrAschen Univevsi-tät Borle.sun.gerl halten sollte, hat eine Mitt-Mmg gesandt, daß er nicht noch Palästina komm-en könne, da -ihn sehr dringende A-ngelegenhöiten Oviugen, sich -Mgefämrt nach Europa zn . begaben,' . .V ... Oberkantor Raphael MM gestorben. Am -ersten Ditktodh-tage. ist hier Hkrr Raphael Mohr, che-nals einer der berühmite-sten Chasauim,-welcher seine letzten Jahre sn'Wien int Ztuhestande verbrachte, im 96. Lebensjahre tz-estovbeu.! Ober« kan-tor Mohr wär lange Jahre in -der Gemeinde Egran und 9i-aaib tädig und a«Wß weit über seinen Wivkungs-kreis hinaus auch als Verfasser synagogisch-musikaiischM Werke Ansehen. Sein mustka-lischer Nachlaß soll, wie wir erfahren, .vom öster« lr-eichischen Kantovenverein .herauSgegeben werden. Das Leichenbegängnis findet Donin-vrstag, halb 11 Tlhr.dvvnMtä-gs, -am Jeutr-älfriedhose (3. Tor.) statt. Die KuAalsgeure-illde hat dem Verstorbenen ein Ehrengrab geividlnet. Mitteilungen aus dem Publikum. ZLLUM.lL)IV, I. WipplingerstraSse Nr. 18 Q a n ä Europa trinkt Tee. Mtssotzlw Mo Stau Gegr. 1849 . . des Leöpoldstadter Kinderspitales. Das Leopoldstädter Kinoerspital wurde bis mrf weiteres wegen Vornahme dringend notwendiger Renovierungen gesperrt. Die kleinen Patienten des Hauses wurden evakuiert. Die feinerzeitige Wiedereröffnung wird bekanntgegeben werden. * Große Diebstähle im Linzer, Frachtenbahnhos. Aus Lüiwz wich -gemeldet: Ich Zusammenhang mit de«, wie nnn-f mchr sichevgMllt evschei-nt, zwei Jahne Wrückreichenden n m-' fang.r-L'iH-ep Dielbstählen >im hiesigen Frachtenbahithois sind bis jetzt. elf Bahübedienst-ste v'erhrf det rmd dem LandcKgerichte emKelies-evt Wochen. Gegen acht andere wuche. die; A n (j e i g e an die Staatsanwaltschaft . oostattet., Obwohl ni-an schon längere Zeit von diesen Di-übstählen Kennftris Hatte, , -iocvr dessen A-uifideckung besonders dadurch srschwevt, daß dem Ditzibs koNforti-uim - -auch t A w f s> i ch t s pe r s -»' n «in anHeh ö ven. Der im die Millions-n gehende Schade kann erst,lbestimmt werden, bis die betrvffendrn Reklanralionen erledigt und die ü'MfMgreichvn Feststellungen abgeiMofi-en sind. * Mißhandelt und aus dem Zuge geworfen. Aus B ialystotk wich uns berichtet: Der 77ijährige Moses CHasan wuirde, -als -er -nach Gavalvow-ioza fuhr, im Zuge von So ldaten beraubt -und M'ißhamde-lt;.da>M w-anf-en die Solldaten den Greis -aus dem. fahvenden Zuge. Schwer v e r« -l-etz-t rief EhÄÄn um Mf-e,' jedoch vergebens. Er.jschlchpie , sich mühsam bis z-nr inächsten .Haltestelle, wo Hm Hilfe g-r-! seiftet wurde- " Die Pilsener Sladtvertretnng für ein Verbot der : rituellen Schlachtung. „Cchke Slovo" meldet: Die Stcvdtvertveiinng- .vM Pilsen hat >m ihrer -letzten Sitzung beschlossen, , beim Preöger J-nnenmm'istevi-um Schritte zu unternehmen und auch bvi .allen tschechischen Abgeordnetenklnibs dahin zu intervenieren, daß bk ritu-elle VWschlachtung t-u der tschecho-slvwa-kischen R-ePu-bliik -nach § 123 der Vevsassuu-gs-u-rluinde im ganzen Stü-ate verbot-m -wer«. - * Leopard und Wildkatze im Flugzeug. Nach einem Par-öfer Tel-egvamm des „Berliner DagMM-es" trÄf gestern in 'Le Bouvget ein PosMu-gAeug Ms Holland mit einem vierjähvigen- Leoparden und einer WMatze ein, die von. ihrer BäMgerün hvgjlchlch wurden. Dve beiden Tiere sinh noch wenig gegähmt -und niemand wagte-sich tu ihre Nähe. Während der L-Nftveise waren sie aber sehr änMich u-nd verstört. Sie vevsteckten -sich in den Winkeln ihres Käfigs. Als die Fahrt zu Ende war-, ga>ben sie deutlich i-hve Zuifviedenheit zu erkennen. ... ' . .; * * Sitte interessante Luftreise. AE London wird gemeldet: In einer U-nterred-u-ng gab der -englische Lnfim-iu-ister Lord Thompson, der eben von ei-nem Flug von 2600 englischen Meilenüber die <vva>bische Wüste gu-rückgekchrt 'ist, ei-m- Ätzer-' essante Bielfchrevbung seiner Erfahrungen. Er kam a-m 29. Sep teckberin Zaka-Ho -dicht bei de» Persischen Grenze an. Die fvühM wohlhabende Stadt vv-n 20'.000 Einwohnem war aus .700 ^usammengesch-mÄM. Ausrühr-erische Scheichs hatten'die BevMovuu-g vertrüeHM. 'Bo-y. dopt aus-ging es über di-e Wüste weiter.' Ms 'er auf fvmem -Flu-ge sinma'l aus 2000 Metrr Höhe, tiefer ging, sah er plötzlich iit'-der 'Wüste Mnen' Mt.iM Spvingbnmnen empo-Geigen. Äber eswar nicht Wasser, sondern - Petroleum, dessen VorkonWen so v-ersveckt ist, daßdie- .Arabe.r es -nicht findenkön-mu..,.Am in!t-ereffont-esten -ersch'ft-u ihm die Wltstiche, -daß er während '-seines.' Flwgies zahllose, zu? erst -unerkennbare beweglich^ Wesen untersich li-ah, di-e den"Eindruck >.von Käsim machten, sich bei' näherer Unt-e-rftlchung aber vls:Ford-Ä.ütonrMle) .--rchaichen/ -in denen die.-Scheichs tu gr-aßer Zahl durch die. Wüste sulhren. ... -; .; ' Das neue Heft des „Zelt" (RedM-on Eugen HofM, KuustredMöu Architekt Josef Hahn, BerHeci R. Löwit) ist soeben ^erschienen u-nd bri-ngt neben mehr ä-Is dreißig erstklassigen Illustrationen.. über .-HMyld..?Schön-berg, Eugen Zock u-nd Max Chagall. Es -MhLM wei-ters'l-VMräge von Josef Messssim-ger, Leo..Fi-schma-n-n, Chcvim Bloch, Prof. Sgm. Krauß, Raphael' vast Laren ü-nd änderech- Don rrMlrndrn Beiträ-gen seien, gena-nnt: D-as. große Tru-mpöldor-Drama des arabischen Dichters'Ws Dome.t'sÄpi-e oine Erzählu.ü'g-des New-Uorl-er Schrl'ftstellers Spsktor., .Den Schluß des Heftes.- bildet - die Nu-b'rik „Buch' und Künstler". Die.Zs'.t-chrift ist durch .alle bessetmBuchha-udluwgen und wo' nicht anders von der BüchhandlMg des R. LÄmt-Bevlagrs, Wien, 1. Bez, Rotenturm» strasr-o 22, Telephon 71-4-26, zu lDie nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) * Geld spart, wer Damenhüte bei Siegfried Ornsle'm, 6. Bez., Theoballdgasie 13, kauft. Modern-isievungen nach neuesten Modellen rasch, gut uit-b billig. * Tanzlnstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorsgasse 4S. Jüdische Tischgesellschaft Landstraße Heute Mittwoch beit 15. Oktober, präzise Y,9 Uhr abeubtz, im CafS Lovrana, lll. Löweuqasse 36 LkvkknvnorLSknv Lrüttnunxs recke: lterr Lla-ve, SsrUn Ernste und heitere Borträge/ Tanz MitwiMnd r Die Damm r Frau Lueie G r o ß m a n n, Fräulein Bronia B a d i a u. Die Herren r Oberkantor P o st o l o w, Sigi Hoser u. a.. , G ä st e w i l l k o m m e n! . ...—... .....i—.i ..... — —.... " ...^ Vereine. Bortriige trat Versammlungen. Ak a d e m i sch e r L a nd e s v e r b a n d. Heute, präzise 7 Uhr abends, 2. Bez., Taborstraße 20 a, diesjährige erste Sitzung. — V e r e r n T i k w «t h I e h u d a, 8. Bez., B e n o p l a tz 1. Heute, präzise Vs9 Uhr abends. Rabbiner Dr. Nor. Bauer: Die iüdische Mensa academica; Fräulein; Sophie Flur: Koirzertpianisttn; Karl Felder Rezitationen; Alfred A l f n e r r Chansonnier. Anschließend Tanz. Urania; Heute, 7,31% (Großer Saal) : Schülervortrag r Eine Märchenvorlesung für ftmg und alt. 5 Uhr (Großer Saal): Der Hamburger Hafen. Uhr (Kleiner Saal)r Kurs: Dftektor Karl LiebleitUerr DaS^ deutsche Volkslied, in° Oesterreich. II. 6 Uhr: (KurSsaal): Kurs: Professor Dr. Oswald R o ss i: Hemmungen des seelischen Lebens V. 6Uhr (Klublaal): Universitäts-Lektor Ferdinand M a t r a s: Vortragskurs. VH. 7,8 Uhr (Großer Saal)r Dr. Josef B e rg-a u er: Anzen- ,ruber und seine Gestältru aus dem Volke. 7-8 Uhr (Reiner >aal)r Kustos "Dr. F. M a i d l: Amerikanisches Studentenleben. 7,3 Uhr (Kurssaal): Negiernngsrat Professor Dr. Emmerich Selch:. Die Herstellung, von Gebrauchs- und Kunstporzellan. 7,8 Uhr. (Klubsaal): Universitäts-Lektor Ferdinand M a t r a S: Nednerkurs. VI. Leopol d st ä d t e r Vo l k s h e i m, 2. Bez., Zirknsgasse 48. 7 Uhr: Psychologische Gesellschaftslehre, Französische Nevolution,. Sprachwissenschaft, Harmonielehre, Bau des Menschen, Italienisch und Tschechisch l, Englisch M, Persönlichkeitspsychologie, Einfiihrung in die Psychologie, Einfübrrma in die Mathematik. 8 Uhr: Philosophische Probleme, Soziologische Lektüre, Musikgeschichte, Das Nervensystem, Die Naturkräfte, Italienisch II. Tschechisch II. Die Freie esperantistische Arbeitsgemeinschaft, Vien, 7. Bez.-, eröffnet nachfolgende Gsperantoanfängerkurse: Hcuw, 9. Bez., Grüne Torgasse 7 (Mädchenvolksschule), und. morgen, 2. Bez., Blumauergasse 21 (KnabenvolkSschule). Beginn 7 Uhr abends. Einschreibungen in der ersten und zweiten Unterrichtsstunde. __ Bühne und Kunst. Volvo»«. Arnold Schönbergs Drama mit Musik „Die glücke liche Hand" erzielte bei stiller Uraufführung unter Divektor Stiedrhs Leitung mit Alfred Jerger in der Hauptrolle einen wußerordentlichen Wnstterischen Erfolg. Mir kommen auf das hochbedeutfame Werk noch a-nsführlich - zurück. - „Ae Große« Ml man laufen." Lustspieltheatcr. Ein „Börf-elust- und -Leidspiel" nenilt Emst G u t f r e u u d sein Stuck, und es gelang ihm ein aktueller Schwank mit satirischem Einschlag, der nicht nur geschickt gemacht ist, sou-dern gleichzeitig auch erweist, daß es die Großen, nämlich die neuen Abenteurer des Geldverdienens, sehr arg treiben und herrlich leben, während die kleinen Gauner, Opfer des Welt-kriegeS, ins Loch müssen und Hnnger leiden. Jo-sef Jarno, der einen chc- .maligen Frontsoldaten und gegenwärtigen Einbrecher mit großer Ehara-kt-erisiern-ngsklmst spielt (besonders bemerkenswert, wie es ihm glückt, den guten Kern des Gestrandeten sichtlich zu machen), hat für eine ausgezeichnete Inszenierung und für ein vortreffliches Zusammenspiel der Herren ilnd Dalnen vonr Lustspieltheat-er gesorgt, und so ergab sich ein Valksstückc-bend, didaktisch und amüsant, der vermutlich lange am Spiclpläu bleiben wird. Ueberaus humorvosl spielt Johanna Sand eine. Zofe älteren Jahrganges. Alle anderen Mt-wirlenden vo^ Verdienst. A. Ml>0eme Kammermnstk. Die Mi Abende, welche im Nahmen des Muf-ikststes dA zeitgenössischen Kammermusik gewidmet warm, eröfsueten mit Haydn und schlossen mit Mozart, eine zartsinuige Huldigung für die beiden vsterr;-i'hischen Tonheroen und zugleich

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