Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2032 (14.10.1924)
- Date
- 1924-10-14
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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iSeM V Wiener WpMzeMM Tt. mdfct im ' Nr. 2Ö38 Der SrotPüs. Me BechaMungen Der die Grundlagen der Brotpreissästsetzmrg Md noch nicht recht we-itevgskommen. Die Regierung will die Bechäiltniszcchl zwischen Brot und Mehl mit 106:100 fastsetzen, die Broterze nger verlangen e-in Vechältnis' 100:100 und devwersen dabei aus die Tschecho-Slotvakei, wo jedoch yanz andere Mahlvorschriften für das Getreide bestehen. Die sensationell' ausgemachten Drohungen mit Einstellung der Brot erzeug urig im Falle der Nichterfüllung der öben erwähnten Fordening dürsten jedoch nicht in die Tat um-gesetzt werden, mu so mchr, da die Regierung bei einiger Energy ein Mittel in der Hand hat, um ihren Verordnungen Geltung zu verschaffen, nämlich die Beschlagnahm-e der sabotierenden Betriebe. Wie bereits begannt, hat der Verband der Broterzeuger und nach ihm die Bäckergenossenschaft an das BarndeskanZleramt das Ersuchen um eine Aussprache gestellt. Diese dürfte heute stattfinden; bisher ist die Einladung an die Bäcker noch nicht ergangen. Komplikationen sind nicht zu erwarten. Sicher ist nur, daß der Brotpreis erhöht werden wird. . W i e tt, 14. Oktober. * Sterbefall. Frau Käthe Trautmann geb. Löwensohn. die Mutter der Frau Lotte Plaschkes und Schwiegermutter des Gemeinderates Dr. Leopold Plaschkes, ist gestern gestorben. Das Leichenbegängnis findet morgen um halb 10 Uhr vormittags auf dem ZentrÄfviedhof (erstes Tor) statt. * Die Lebensmüde«. Der 64jährige pensionierte Oberpostkontrollor Georg M. hat sich wegen eines langjährigen Wendens echängt. — Wegen mißlicher finanzieller Verhältnisse hat der in einer FllmgeselHchaft bedienftete 24jährige Expedient Wilhelm K. seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. — Arbeitslosigksit brachte den 23jährigen Buchbindergchilfen Joses L. dazu, sich anzuschießen. — Die Private Josefine S. versuchte sich mit Leuchtgas, die Krankenpflegerin Therese H. mtt Dervnal zu vergiften. Das Motiv ist in beiden Fällen Lebensüberdruß. * Ei« angekiindigter Selbstmord. Sonntag warf enre unbekannte, etwa 46jähvige Frau einen Abschiedsbries in das Wachzimnrer des Kommissariats Margareten und verschwand, ehe' sie angehalten werden konnte. In dem Briese kündigt die Schreiben am daß sie Selbst mord'begehen wird, weil sie fürchtet, dem WwrdesMicht eingeliesert zu werden. Die Erhebungen sind emgeleitet. * Leuchtgaspergiftung. Gestern früh wurde der Maschinenarbeiter Josef Greger in sviner Wohnung mit Anzeichen einer Leuchtgasvergiftung anfgesunden und mußte von der Rettungsgesellschaft m das Elisabethspital gebracht werden. Da alle Hähne der Gasleitung geschlossen waren, dürste es sich um einen Unfall infolge Gebrechens in der Gasleitung handeln. Me städtischen Gaswerke wurden verständigt. * Die Auto- und Motorradraserei. Die Hilssarbeiievm Anna Blass ak, welche zusammen mit einer Kollegin nachts den HerNccksevaürtÄ übersetzte, wurde von einem Auto wiedergestoßen und so schwer verletzt, daß sie aus die Unfallstation, wohin sie meÄwüMgevwebse van dem Chauffeur des schuldtragenden Autos gebracht wurde, starb..— In Ottakring wurde am vierjähriger Knabe von einem unbekannten Motorradfahrer medergestoßen und erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels. * Zusammenstoß zweier Antos. Gestern früh stieß an der Ecke der Goldfchlagstraße und des Neubcmgürtels das VM dem Chansfeur Johann Soucek gelenkte Auw, in welchem der Ingenieur Otto Mandel saß, mit einem Autotaxi zusammen, welches zwei Fahrgäste führte. Ingenieur Mandel wurde aus dem WaMn geschleudert und erhielt einen Bruch des Nasenbeins. Schuldtragend soll der Lenker des Lohnauws sein. * Sitzungen im Rathause. Heute findet eine Sitzung des Stadtfenats statt. Freitag tritt der Gwncknderat zusimmnen. * Der Stellvertreter des Professors Dr. TaMer. Wie wir erfahren, wird die Lehrkanzel für Anatomie an der Wiener Universität, deren Vorstand Professor Dr. I. Tandler bekanntlich auf ein Jahr beurlaubt rst, im Studienjahr 1924*05 durch den Assistenten Dr. A. H aserl suppliert werden. * Die Präsidentenwahl in die Rechtsanwältekammer. Gestern abends fand unter dom Vorsitze des Bizopväsdkenten Dr. H.i4§ chmanir die Ersatzwahl für den verstorbenen Pvasideuten der RechtsanwAtewlMmer, Dr. Harpner. statt. Bon rund 2000 Rechtsanivälten haben 786 ihre Stimmen abgegeben. Gewählt wurde der bisherige DizchräsLent Dr. Hermann Eckel zum Präsidenten mit 413 Stimmen. In der Minorität blieben Dr. Hans Adler mit 220 und Dr. Mmmd Benedikt m>tt 149 StiMMn. * Elfte österreichische Klassenlotterte. Boi der am 13. d. abgehaltenen Ziehung des dritten TageS der V. Klaffe gewannen: 300 Millionen Kronen bas Los Nr. 87.370; 100 Millionen Kronen das Los Nr. 20.818; 60 Millionen Kronen das Los Nr. 6965; 20 Millionen Kronen das Los Nr. 88.112; 10 Millionen Kronen das Los Nr. 8922; 8 Millionen Kronen das Los Nr. 14.303; je 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 17.818, 54.195, 85.221 und 69.224 » je 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 83.178 Ulli» 95,943; je 4 Millionen Kronen die Lose Nr. 3587, 7380. 7922, 35.560, 73.176 und 91.124; je 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 3796. 5932. 9525, 15.831. 59.889, 62.870, 60.008, 83.003, 85.224 und 98.922 r je LMMonen Kronen die Lose Nr. 224, 5427. 20.975. 28.224, 29.889, 53.018, 58.176. 59.112, 59.312, 71.375, 71.796, 72.975, 76.958, 77.560, 82,427, 89.375, 86.889 und 91.975; außerdem wurden 3954 Gewinne zwischen 1 Millwn und 509.000 Kronen auSgeloft. * Salomon Schiller schwer erkrankt. Aus Lemberg schreibt m-än uns: Der hier weilende Delegierte des Jüdischen Nattonalsonds Salomon Schiller, gewesener Direktor des hebräischen Gymnasiums in.Jerusalem (der auch vor kurzem in Wien weilte. Dre Red.), biegt seit einigen Wochen schwer krank im Lemberger jüdischen Spital danieder. * Sekretarczhk muß sitze». Aus Posen wird uns berichtet: Der be-kannte Veranstalter der Stvaßenüberfälle auf Juden, Sekretarczyk, wurde auf Veranlassung des Justizministeriums vechaflet, um die viermonatige Gefangntsstrase, zu der er uMugst verurteilt wurde, abzubüßen. In einem Interview erklärte Innenminister Hübner, daß er die Tätigkeit Setretarezyks als gefährlich ansehe. da sie die Autorität des Staates schwache. Aus diesem Grunde wurde die Posener Polizei beauftragt,die Verhaftung Sekretarczyks vorzunehmen und ihn dem Gepichte zu übergeben. Noch Abbüßung seiner Strafe wird die Polizei fenre weftere Tätigkeit mtt dev schärfsten Mitteln unterbinden. * Das Zeltlager der jüdischen Jungwanderer. Sonntag vormittags hielt im Jfa-Palastkino.Herr Hans Engel an der Hand einer Anzahl schöner Lichtbilder einen Vortrag über das Sommerzeltlager des Bundes jüdischer Jun gwanderer in Zelll am See im heurigen Sommer. Mitteilungen ans dem PuWiun. tt0'rLu-irL8'r^virLk<r I. SU7»± II. HOLLANDSTRASSE Nr. 14 NERKANN? BESTE KÜCHE —.RichtetoMimiare u. Barette__ la den mannigfaltigsten Ausführungen erhalten Sie vorrlhlg und nach Mass bei billigsten Preisen beim Spezialisten RUDOLF GOLDSTEIN. WIEN, II. TABORSTRAS3E S4 Telephon 43-6*29 Gegründet im fahre 1865 Telephon 45-6-29 Lieferant vieler inu. ausländischer Xultuagemelnden! Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben! •W Grosses Lager feiner Stoffe für Massbestellungen 1 -WH Diplom. Optiker HugoWolf Wien,!. Rotehturmsträsse 1 ■ und Graben 7 L—/ CK i Die neue Brille ERZiiHy^aiHEeN für schwer erziehbare und nervöse Kinder Dr. STEFANIE HOROVITZ / Dr. ALICE FRIEDMANN WIEN, VI. LINKE WIENZEILE 36/10 Fernsprecher64-65 / Sprechstunde: Samstag von 5 bis 6 Uiir INTERNAT □ EXTERNAT Veranstaltungen des Erziehungsheims: ErzfehuugsberatungssteUe für Eltern, Lehrer, Erzieher und Jugendliche.Dienstag 6-7 Psychologisch-pädagogischer Kurs........ Dienstag 8-0 SpIelnachmittAg.- .. . . . Mittwoch 3-6 unter pädagogischer und ärztlicher Leitung Beginn 14. Oktober 1924 aas:1.« 8914 Aluminiumgeschirre M* 1. Wipplingerstrasse Nr. 18 Es wurde gezeigt, wie jüdische Jugend — dreißig Knaben und Mädchen — einen Sommer lang, ganz aus eigene Kraft gestellt, sich mtt dem Nötigsten selbst Versorgte, wie sie ihre Zelte baute, kochte, turnte, arbeitete, spielte und jubelte. Jeder hat seine Arbeitseinteilung genau Vorgeschrieben und setzt seinen ganzen Stolz darein, sie zur Vollsten Zufriedenheit seines Lagerkomnuvndanten auszuführen. Die Verpflegung war gut und reichlich, so daß fast alle in einem'Monat zwei bis drei Kilogramm zugenommen haben. Der Führer gab eine lebendige, von. Humor durchsetzte Darstellung des Lagevlebens, das sich den Jungwanderern durch den Besuch des Präsidenten der Zionistischen Organisation Pros. Weizinann zu einem unvergeßlichen Erlebnis gestaltet«. Der Vortrag fand wichen Beifall. * Ein berüchttgter Pogromist verhaftet. Im Dorfe Petro- Ostrowsk, Kreis Sinowjewsk, ist der bekannte Baulditenführer Golko, der wegen seiner blutigen Pogrome in der Ukraine berüchtigt worden ist, verhaft worden. Golko hat in einigen ukrainischen Städtchen die gesamte jüdische Bevölkerung abschlachten lassen. * Tanzlnsttttit Hermann Braun, 14, Bez., RettSorfgasse 42. , (EnbgeltLich.) Vereine. BortKge ych Versammlvnseu. Zionistische B.e z i r k S s e k t i o n VI bis VIII. Heute präzise um 8 Uhr abends, 8. Bez., Betmbvlatz 1, EröffnungSabend Dr. Leop. Plaschkes: Die politische Lage im Zionismus; Dr. Martin Rosenblü t h r Neues von meiner f alastinareife. — Z i o n i st i s ch e I u a e n d g r u p p e e o p o l d st a d t. Heute präzise um Uhr dringende Besprechung sämtlicher Mitglieder im Laudeskomitee, 2. Bez., Taborsttaße 20». — Vortragszyklus des Vereines „Allgemeine Nährpflicht" im Saale der „Bereitschaft". 1. Ae'z., Annagasse 18. I. Vortrag heute um 7 Uhr abends. Programm: Dr. Karl H a b e ck „Josef Popper- Lynkeus", hierauf Kammermusik, ENtrttt frei. — Jugendgruppe der rioniftis ch e^n Sektion Z wisch e n b r ti ck e n. Heute um 7 Uhr abends im Cafe Park, Allerheiligeuplatz 3, ordentliche Generalversammluug. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht, 2. Neuwahlen, 3. Behandlung der Anttäge, 4. Eventuelles. Stimmberechtigt sind Mitglieder, die mtt ihrem Mitgliedsbeitrag von Sevtember nicht irr Rückstand sind. — Jüdische TischgesellschaftL and str a ß e. Der Eröffnungsabend der jüdischen Tischgesellschaft Landstraße findet rnorgen Mittwoch im Vorttagssaale des Cafe Lovrana, 9. Bez., Löwengasse 38, statt. Fräulein Bronja Badian, Herr Postulow, Sigi Hofer und andere. Beginn V-d Uhr. Nach Schluß der Vorträge Tanz. Urania: Heute, 6 Uhr. (Großer Saal) r Borneo und die neuen Hebriden. 7,6 Uhr (Kleiner Saal): Univ.-Asststent Dr. Heinrich Harrdel-Mazettir Forschungsreisen „fa China 1914 bis 1918. III. Guidschou (Kweitschou) und Huriau. V»6.Uhr (Klubsaal): Dr. Josef Z «t h r Einfjchrung in das, Gitarrespiel. VH. 6 Uhrf MrSfaal); Hoftat Prof, Dr. Hans V o l t e l i n t: Hamlet in 'Sage üno Dichtung. 7»8 Uhr (Großer Saal): Dr. Rudolf Urban t.s chitf.ch : Ueber die Bedeutung und Ziele der Psychoanalyse. 7-8 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Karl Kaser: Bad Gastein und seine Berge. 7-6 Uhr (Kurssaal): Kurs: Prof. Dt. Rudolf Kraus: Krankheitserreger und Infektionskrankheiten. V. 7,8 Uhr. (Klubiaal): Dr.- Josef Z u t h r MandplinenspielkurS für Anfänger. VIII. Leopold st ä d t e r V o l k S h e i m, L. Bez., ZirkuSgaffe 48. 7 Uhrr Philosophische Probleme, Privatrecht, Bildende Kunst, Lehre vom Leben. Länderkunde von Oesteneich, Französisch für Anfänger, Algebra, Deutsch für nichtdentsche. Latein. ' 8 Uhr: Plato, Persönlichkeit und Gemeinschaft, Privatrechtliche- UebMgen, Staatenbildungen im Donangebiet, ForfchunaSmethoden der Biologie, Entwicklung des Kindes, Allgemeine Geographie, Französisch für Borgeschrittetw . „Komödie der Worte." Modernes Theater. — Gastspiel Arnold Korsf. Eine Freude, wie der intime Raum des Modernen Theaters taugliche Schauspieler fördert und erzieht, wie er sie lehrt, nicht bloß in das Kostüm einer Rolle zn schlüpfen, ihren Part mchr oder Minder „charakteristisch" zu sprechen, und auf Pointen loszugchen, sondern wesenhast zu sein. Arnold Korfs, auch sonst ein bedeutender Künstler, - ist hier so außerordentlich, wie ich ihn nur noch bei anderer Kunstübung fand, die auch zu höchster Entfaltung zwingt und der gefährlichste Prüfstein ist, ob einer Eignung hat, das Werk eines Dichters zu vermitteln, näinlich am Vorlesetilch. Die gallige Beschränktheit des Arztes in der Stunde des Erkennens", die überlegene Ruhe des SchriftstellerF im „Bacchusfest" (eine einzige, beherrscht-intensive Geste vor; dem Fallen des Vorhanges berichtet ausführlich, wie einer dazu kam, das Liebesspiel der Kleinen nicht ernst zu Nähmen, das ehebrecherische der eigenen Frau am allerwenigsten), die selbstgefällige Hohlheit der männlichen Prmtadonna in der „Großen Szene", dieses vergötterten Stars, ver e>ne ganz perfide Stegreifkomödie mimt, bevor er den Hamlet hinleg: -- diese drei Charakterstudien in Schnitzlers Einalterzykluö ge- '-lan vorbildlich. Dank für die Begegnung mit Alice Rhode. Ihr ist gegeben, Entftheidendes-zu sagen, wenn ihre Partner sprechen, und ihr selbst zu schweigen verstattet ist. Ein rvcheS Lächeln, eyi Seitenblick in traumhafte Fernen, ein demütiges Neigen über ihre Stickcreiarbeit enthüllen ein Menschenschicksal! Auch sonst eine vortreffliche Aufführung, die dem aif wesenden Dichter weit besser zugesagt haben dürfte, als -vormittags die Generalprobe seines neuesten Werkes tm Burg» theatcr. Die Herren Jensen und Manth, die Damen Bukovics, Lvosky durchaus bemerkenswert, ganz besonders aber Alice Lach in einer Episode. Nur Herr Han- Rhoden, sonst stets willkommen, läßt jene Qualitäten oer- .missen, die just in diesem Rahmen eines vorbildlichen Kammerspielhauses erforderlich sind. Er wird sie noch erwerben. < C; A „Sie Fledermaus" in der Matscher. Wieder einmal nach vieljähriger Pause versammclie Prinz Orlofski seine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft im Salon der Staaisoper, in dem sie sich gerade vor 80 Jahren (am 28. Oktober 1894) zum ersten. Male in einer Abendvorstellung eingefunden hatte. Eine so gemischte Gesellschaft laßt man sich gerne gefallen, wenn Frau Vera Schwarz die Gnädige und Iran Schumann das, Stubenmädchen spielt ünd Herr Duhan als Gefängnisdirektor alle Lichter seines Humors leuchten läßt. Herr Oeftvig als Gesangslehrer sang ebenso launig 'die- Stranßschen Couplets wie Wagners „Nun sei bedankt" und „Me sollst du mich beftagen", und Herr Tauber als Eisenstein war in Gesang, Tanz und Spiel ein ganz unwiderstehlicher Bonvivant. Da auch Frau Olcsewska als fürstlicher Gastgeber ihren Gästen nicht nachstand, erzielte die von Kapellmeister Reichenberger geleitete Vorstellung einen Bombenerfolg, der an einen Preiniereimnnmcl im Theater an der Wien gemahnte. slb. Las Schicksal -es Weimar« Baahaases. Die Reaktion am Werke. Die RecrMon, die in fast allen dMschen Bnirdesstaatc». die Obechanid geHvomden hat, scheut nicht davor Kvvück, sich selbst in die Angelegenheiten der Kunst eiviignmiischen. Das von dev frlüheren tsoMliiskkschen RoAievung geschaiffene llMma-rer Bcnrhcnus, das ein Mittelpunkt aller modernen künstlvrischru Bcstvebimgen war und aus alle Künste beftnchtend gewirkt hat,, ist ncvtüMch den neuen Machthabern ein Dorn im ZstW und soll ausgellüst wwden. - . ..Den Professoren «ist zum Mm des nächsten Jahres gekündigt worden und somit sch>sin-t das Schicksal dieser Stätte der wahren Kunstpslege LesiegM, wenn sich dev Landtag wicht in der -letzten Mimte eines Besseren besinnt und trotz der reaktionären Zusammerisetzung dem GÄste gegen die Politik gum Siege vechAst. Sein« »Stellungnahme ist jeldensalls durch eine Erklärung des Verbandes deutscher KunistkriMsr und des Schutzverbandes deutscher' Schnftsleller erleichteat worden, die ein' gdoß.tz!r Krois von Vertretern des gvistigen DeutMand, besonder-s auch von Fachleuten des künstlevöschen und hr-udtvoMichen GrzvchmgswelsMs, Mterzeichnet Haiti Es befmden sich Namen Mter dev GvngÄbe wie Geshart Haupt man n, Max Ddssoir, LtMvig Fnilda, Peter Behrens, Hans Pöilziig, Leopold Jessnev unid so manche andere. Sic be- , tonen: „Das StaaNHe Bauhards in Woirna» ist begründet worden, nw dem Ku«trstunte>rricht die von allen > Wisseanden für notwandiig gdhaliene handwetUiche Grund'läge zu gebon^ Es hht diesM Versuch mtt Euvschiedenhsit durchMchrt und auch bereits Must- Itcrische und ivirtschLffliche Ersolge erreicht. Bei aM Ver- GÄbeiil^lt'W' iWtlevffchen Einstellung sind' sich , alle Fachkreise Deutschlands öinsg Meie den Ernst und die wertvollen Grundgedanken, der WchstWschen. und Mjuvellen BestrehMgen des, ÄauhauseS, die für dft geistige und geweMiche Erneuemng von größter VrdeMng sind. Die Unterzeichneten erwarten^ von> dar Ginsicht des Thüringischen Landtages, daß er eine-solche Stätte posttwev. Mnstlevischeir D:LMnicht der- Nichten wüd." - »'S«»**»**—'