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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-12 · Heft 2030 (12.10.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2030 (12.10.1924)
Date
1924-10-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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WHMMWWWMWWWWW^W zmt"$ Men, Sonntag Wiener Morgenzeitrlng. 11 Lktober 1924 Nr. 2080 «ibeÄettden Industrien mit 11.'Der Rest verteilt sich auf amdeve ©cnufe. Ban den AuStvaaideveM ftnld 14S Personen «iann- Licheir, 100 -weiblichen Geschlechtes, 170 Ledige, 75 Ve>r- HÄvatete, 34 FattnÄien mit 101 Personen. Ae Berwaltungsresorm und die LHnder. Dir Satzburger Konferenz. Zur Vorbereitung der notwendigen Materie für die kwr 17. d. in Wien stakffindande Konferenz sämtlicher Bundesländer bega-tw gestern in Salzburg, unter dem Vorsitz -des Ämdeshanptmannstellve rtreters Rehrl eine AuZsprache der christlichsozialen Mitglieder der Landes Regierungen und ihrer Referenten. Abgeordneter Dr. Ramel erstattete ein ergehendes Referat über die ganze Dk-aterie 'der Berwaltwngsreform und über die Ergänzung der Bundesverfassung. Sodann erläuterte er die Grundsätze, nach denen.die Berwaltungsreforul durchgeftihrt toer-^n soll. Er nahm weiter Stellung zur Frage des Geltungsbereiches einer eventuellen Gesetzgebung für die Be rernheitl-ich nng des Berwaltungsapparats in allen Ländern ohne Ausnahme, ferner insbesondere zur Frage der Stellung des 5an de Za mt sdärek tors, der Beamtenschaft, .der Polizei und Gendarmerie, der Einrichtung des Verwaltungsahparats, «der Jnkraftsetzrrng der Kompeientzarrikel der Bundesverfassung, zur Regelung des Instanzcnzuges und den hiezu notwendigen Aenderungen des Uebergangsgesetzes zur Bundesderfaflumg.?lach oingehonder Debatte, an der sich die Vertreter sämtlicher LanidesvegievU'Ngen wiedercholt -beteiliigten, konnte' dr -Vorsitzende für alle Fragen eine Formulierung feststellen, die die einstimmige Zustimmung sämtlicher Vertreter fand. Das Ergebnis dieser. Beratung wird m e-inem JniLiatlveni'wurf niedergclegt Norden und in absehbarer Zeit don Gegenstand einer abschließenden BeratU'Ug der chrMichsozialen Vertreter der Landesregierungen bilden. Dir IurchsLhrung des Gehattrsefetzes. Ter Fünfundzwanzigerausschuß der Bundesbeamtenorganisation kam gestern in das Bundeskanzleramt, um die Antwort der Negierung auf die vor kurzem überreichten Wünsche und Beschwerden bezüglich der Durchführung des Gehaltsgesetzes entgegenzunehmen. Der Bundeskanzler erklärte, daß die von den Vertretern der Beamtenschaft gewünschte eheste Aufnahme der .Verhandlungen über den Gesetzentwurf über das Dienstrecht der Beamten auch in den Intentionen der RegierÄrg gelegen sei. Die Vorarbeiten hierfür seien bereits weit vorgeschritten. Der Bundeskanzler erwähnte, daß der Generalkommissär an der Auffassung festhalte, daß die seinerzeit vereinbarte Abbauz.ifse-r aufrecht bleibe und nur die darrrals gesteckten Fristen in Wegfall gekommen seien. Der Fünfundzwanzigerausschuß wird Montag zu einer Sitzung zusammentreten und über die Art beraten, wie. über die Emzelöeschwerden am besten verhandelt werden könne. Zlldeu md Völkerbund Dienstag den 14. d. M. um 7&8 Uhr abends in den Olympia-Sälen, I.» Aolgaffe Sprechen werden: Oberrabbiner Prof. Dr. Z. P. Chajes über „Jüdea und Völkerbund" — Adersohn (Vertreter der Mischen Delegation beim Völkerbund in Genf) über „Die Wirksamkeit MS Völkerbünde*" — Dr. I. Margulies (Generalg sekretär der jüdischen Völkerbundligen Oesterr5chs) über „Die g Vvlkerbnvdtagimg in Lyon" 21s „tzhrlos - wehrlos." ' Der Tiroler Lrrcheshauptmann Dr. Stumpf hat am 7. September anläßlich einer Feier auf dom Berge Jsel, allwo die Tiroler jährlich einmal ihren Nationalheros, den von den Habsburgern im Kampfe gegen die Franzosen und Bayern im Stiche gelassenen Andreas Hofer feiern, eine iltede gehalten, in der er von „e h r Uo f c 1: * 0 i c g c r n" sprach. Dfe Italiener bezogen diese Aeußerungen auf sich und setzten ihren ganzen diplomatischen Apparat in Bewegung, um Genugtuung für die-ihnen angetane Schmach zu erhallen. Bon einer Strafexpedition. gegen die nachstgelegenen tirolischen Dörfer, von der Beschlagnahme der Zolleinnahmen und ähnlichen Repressalien scchen die Vertreter des Apenninenkonvgreiches ab und ließen es gnädig dabei bewenden, daß das Oberhaupt der Tiroler Landesregierung vor dom Innsbrucker italienischen Konsul seinen Kotau machte. Die .ganze Angelegenheit wäre der Kenntnisnahme der Oefsentlichkeit entzogen geblieben, -wem: nicht folgendes amtliche Conlmumque hierüber berichtete: ' Zufolge des-von der italienischen Regierung in Wien erhobenen Protestes wegen einiger Redewendungen, die in einer öffentlichen Ansprache in Innsbruck am 7. Septemberd. I. vom Landeshauptmann von Tirol, Dr. Stumpf, gebraucht wurden, hat sich über Verstandigmrg der Bundesregierung Landeshauptmann S t u m p f p e r s ö n l i ch b e i m königlich italieni scheu Konsulat in Innsbruck eingefunden und dem Gemralkosut Conte Provano erklärt, daß er in keiner Weise mit seinen Worten I t alien, dessen Bevölkerung oder dessen Armee habe beleidigen wollen, und daß er das Vorgefallene lebhaft bedauere. Die Bundesregierung hat der italienischen Regierung ihr Bedauern ausgesprochen und erklärt, Bel sind Dr. Hoffbauers Entfettungstabletten von besterWirkung, angene men Geschmack, >• ollständlg uns:hädl:ch. Kein Diätzwang oder Aenderung der Lebensweise, prompte Qewichtsabnähtne Keine SchildcSrilse . 703 Kein Abführmittel ^Dego^jgotl^^ daß sie ihr möglichstes tun werde, um solche Zwiischenfäv hmtanzuhalten. Die Publizierung der Tatsache, daß der Tiroler Landet hauptinanu sich den Mund verbrannt hat und dafür Mitte leiste! mußte, scheint eine der Bedingungen gewesen zu sein, von den,' Einhaltung Italien -den Verzicht ans Weitere Schritte abhän-gi machte. Diese Demütigung O e sterre: chs taar u n nötig. Herrn Dr. Stumpf ist es nur zu gut 'bekannt, da! Oesterreich wehrlos ist und daß sich schon au§ diesem Grund alle verantwortungsbewußten Politiker provozierende! Aeüßerungen enthalten müssen, von denen in Auslände sehr mit Unrecht aus eine Mentalität der öfter reichischen Bevölkerung geschlossen tverden könnte, die auch nkH einmäl die Diroler beseelt. Das fehlte Oesterreich gerade noch daß zu dem Unbehagen, das die sinan-Kielle Deroute der letzter Zeit im Auslande heworgerufon hat, sich noch politisches Miß. trauen hinzugesellte! Sie Wahlen im Bmidesheer. Gegenwärtig finden die VertMuewsmÄnnieowahle n in. Bu>ndeshee-r statt. Sowohl die.SoMldLMockvcrtenals die ChriMchsoMlen 'berichchein über die Siege der «ihnen nähestehenden Sold-aleuorgiaanMonen. Ans dein bis -riium vorliKKLnidsn Ellgöbnissen läßt , sich nur der «Schluß zivhen, daß die Mannschaft des Äu-wdesheeves -noch immer in ihrer iiberwiegenden Mehvhei-t dem sozialdsmokratifchen Militav- Verbailld-Wchängt, daß aber nainveMch die uM-eingestellten Rekvu-ton für -den christlächsozi-al.Ävivlvtievten Wchrbund in großer Zahl zur Urne geMUgm sin-d, der bei den. Berufsuntövo^stzieren die Mehrzahl der BeÄrauensmarurerstellert besitzen w-ird. _ Manafchastsmeifterschaft im Boxen. Vienna schlägt W. A. C. mit 11:5 Punkten. Die gestern in der Sportklubhalle bei gutem Besuch zur Austragung gebrachten Kämpfe sahen die kampfende Mannschaft des W. A. C. infolge ihrer technisch besseren Durchbildung als überlegenem Sieger. Di-e einzelne Beurteilung durch die Punktrichter streß ans mehrfachen Widerspruch seitens der Zuschauer. Fliegengewicht: T 0 nta (W. A. &) gegen Rappciport (Vierma) unentschieden. Bantamgewicht! Vogel (W. A. C.) schlägt Grawagner (Vienna) in der dritten Runde «ach Punkten. Federgewicht: Metoschny (Vierma) besiegt B a r t 0 s ch e k (W. A. C.) in der dritten Rmde nach Punkten. : Leichtgewicht: Beranek (W. A. E.) gewinnt gegen Reiß (Vienna) in der dritten Runde durch Aufgabe. Weltergewicht: Morawetz (W. A. %,) schlägt Schneider (Vienna) nach Punkten. ' Mitte l ge wich t; Dnretschtty Mmna) gewrmrt gegen M a l 0 w a n y (W. A. C.) in der erste» Runde durch Aufgabe. « Halbschwergewicht: Decker (Menua) verliert ungerechtfertigterweise gegen S a ch s e l (W. A. C.) in der dritten Runde nach Punkten. Schwergewicht: Hering (W. A. C.) siegt in der ersten Runde durch Knock out über Sk0 ll er (Vienna). bücher hinanswarfen und Zoihlwicho AHäntzer derart «rißhandelten, daß es zu strafgerichttichen Verhandlungen kam; man überfiel die Sadaigoräer sogar in den.jüdischen Bädern, :vo sie blutig verprügelt wur^ben. Auf den Straßen gab es ebenfalls Pnügeleien, so daß die Behörden für die öffentliche Ruhe und Ordnuirg fürchteten. Irr vielen Gemvind-en verbot die ms. Chasstdimipavtei der anderen den Eintritt in das Bad und den Ankauf von Waren in den Geschäften der Gegner; Bannflüche gegen die Gegner standen ans der Tagesordnung. Die galizische Stättha'lterei mußte sogar spezielle Weisungen an die Bezirkshauptleute erlaffen, dich« .Particiumtriebe gn übeutvachen und durch „Bolchruwg und Inanspruchnahme des Einflusses geachteter Israeliten diesen Part-echaß zu beschwichtigen, bei strafwüMgen Ausschreitungen aber die MtteillumHen föglench air das Strafgericht wegen Emlsitung des StrastwrfaHrens zu machen". Der Regierung log es besonders daran, strenge Maßnahmen zu treffen, um zu verhüten, daß „dicher Paritvihaß, welcher Msbesandere durch den ranlkesüchtvgen RckbVmer ans Sander genährt, zu nicht immer größeren Ausschveitungen führe"! Während d-icher Kampf zwischen Scmdec und Sedagora in wütendster Form tobte und Familien, Gesellschastsschichten» ja selbst Gemeinden entzweite, trat in der Affäre des Reb Berinm eine plötzliche Wendung ein. Dem Sadagovaer Höfe war natürl'ich der infolge der Affäre Bevintus entfachte und geftÄgerte Kampf äußerst unaugeuchm, weil er die Bevrnmderung des Anhanges nach sich ziehen -konnte. Es lag daher -im Inbereffe' der Sadagovaer;saÄitim-Dynastie den Stein des Anstoßes, Red Berrniu, gm Rückkehr nach Sadagova zu lbMagen, um auf diese Weise den eigentlichen Anlaß des Kampfes aus der Wett zu schaffen. Ja, sie appellierte sogar an die Rsgieoung, die sie auf diese Kämpfe innerhalb der jüdischen Gwmckrden hm hinwies, Beviniu Mt siner Rückkehr nach Sadagora gu veranlasfen^Abor bald ergab sich keine RotwendiBeit -mehr, -eine BermiWung der ReymANg in Anspruch zu nehnren. Die vereitele MWon Dr. R-eiilntarmS in Leowa. den: es nicht gelursgen war, die Schatulle, die daS Msamte Bawvermrögen des Reb Berinü: enthielt, «mttzübrr'mgen, veranlaßte Reb Be-riniu stiiien AnstnchM in Czernowitz uiöglichst rasch ahzukÜWn. tzr sah sich plötzlich als armen miiiellrfai Manu, bliebe er in Hzernowitz, auf die Hilfe fremder Leute angewiesen sein mußte. Kein M-irnde-r also, daß er den vielen Veffühnungsveosuchen seiner Frau und seines Brrrders keinen Widerstand ttisten konnte und, sich entschloß, M den Kreis seiner FamMe KvHArAehrim und -nach Sodagam zu übevsiedeln. Da die Gevichtsbshörden gegen den Aufenchciltswechsel keine Einsprache -erhöben, .nahm -auch der Land-espräfident kamen Anstand, ihm die Wahl seines künftigen Auifen'thattes freiDstellen. Mn 11. März 1869 verlief Reb Bevmiu Ezevnowitz und begab sich nach Sadagora. Er zog ein begnsmes, fovgenlöses Dasein dem: Ruf als Kämpfer gegen den Abevglauiben vor. Die MaDilim hatten schon kurz nach sainer Ankunft in Ctze-rnowitz eürgesehen, daß er sie völlig enttäuscht ha'be, und daß an diesem gewesenen Zaiddik nichts besonderes zu finden sei. Damit ist auch ihre schnelle Resignation zu evklaven. /- Mit Jubel wurde Reib Ber von de» Sadagora-er Chassidlim eirrpfarvgem Tv'mmphievsnd erzählte man, daß der ZaddA v-on Ävowa Mit gerungen und «ihn znr Gänze überwunden habe. Man photographierte ihn sofort, >rvm der ganzen Welt zu beweisen, daß sein Bart und seine Schläfenlocken unversehrt geblieben seien und daß er nach wie vor am Kops die Kappe -trage. In allen Sadagovaer Chass-idimgememdei: wurden TaM- und MusÄMilge veranstaltet und R-öb Ve-rinill wurde -Äs heiliger Zaddilk igsseiert. »Irvtzdem Offerte Halbevstamm. :wch «immer gegen die Sada-gora-or und forderte gu einem Abbruch der BeZichnngei: mit ihnen auf.*) Um dieses Kamps die Spitze abzwbrechen, wurde tim Namen Reb Bers «im Juli 1869 -ein Aufruf veröffentlicht, in welchem er seinen -oristen offenen G-vief aus Szevnöwitz annullierte. Er erklärte in disstrn Mfvuf, daß er an vk OöffeMchksit herantrete, un: „jede Beschuldigung und BerlotMÄ-ung von sich zu werfen und vor Gott und Israel rein zu sein. **) Er sei zwar in Gefahr gewesen zu stolpern in die Netze Au fallen und tief gu sinken, aber Gott habe chm Schaffen und seinen igelbvochelmn Geist wieder oufgevichtvt. Er werde wiederum in den Zußftapfen ferner „reinen und hoi- *) Ende Mai 1869 fand in Nvwysacz, dem Wchnovts Reb Chaims, eine Rabbinerversammlung statt, die einen Ausruf gmrt die Sadagoraer Ehassidim beschloß. Dieser von den anwesenden Rabbinern aus Galizien, Rumänien und Ungarn gezeichnÄe Aufruf wurde an sämtliche jüdischen Gentetttoen versendet. Viele dcheutende Rabbiner mißbilligten diesen Aufruf und versuchten, die Führer der feindlichen Parteien zu versöhnen. Die anonyme Broschüre .Igerech Sckflomim" ermahnte sogar Nstb Chaim, endlich einmal -den Streit zu beendigen und zu bedenken, daß Reb Ber von Leowa feine Handlung bei nicht gairz ungetrübtem Verstand begangen habe. Aber dies alles half nichts. Reb Cham: Halberstamm setzte seinen Kampf gegen ^chaKora fort. . . *' ‘ ' **) IaKu-th Havoffn, S. 96. '' Lögen Ahnen" wandettr. Diefom Aufruf wurde eine von den Sadagoraer RaVbrnern Jchuida Laib Landau wÄ> JechiÄ Michael Tau bas gegvrchnote ErKarmvg beigefügt, «in der -die Meinung Msgefproch-er: wird, daß jeder Jude den Fchltvitt Reb Bers nachsichtig beurteilen werde. Dieser offene Brief erzielte tatfächliich die erwünschte Wirkung mrd «vNderte den PavteiLamPf unter den GhaWim in bsdmitsnldsm Maße. So endete diese Sadagoraer Ware, ohne ihrem Helden besonderen Ruhm zu verschaffen. Aus dem ganzen Kampfe ergab i sich, daß Reb Beriniu nichts anderes als ein Durchschnittsmensch ' Ivar, der unter der Last seines Milieus die Würde des Zaddrk Niedergelegt hatte, jedoch in den: Augenblick, in dem ihm die Gefahr emeI sorgenvollen Lebens drohte, es vorzog, den Schein eines Märtyrers aufzugeben und iviedcrnm in den Kreis seiner Angehörigen zurückznkehren, uv: fern früheres sorgenfreies Leben fortführen zu können. Seine Wäre beschäftigte übrigens noch kurz nach seiner Rückkehr nach Sadagora die Behörden; die rumänische Regierung wollte ihn irämlich in: Wege der diplonlatischen Behörden über die näheren Umstande feiner Entfernung aus der Moldau einvernchmen, was jedoch von der österreichi-schen Rvgiermtig albgelchnt wurde. *) Auch Reb Beriniu hatte an einer Aufklärung dieser Angelegenheit kein Interesse mehr und ließ durch seinen Advokaten vor den rnmämschen Gerichtsbehörden -die Erklärung abgeben, daß seine Fährt nach Sadagora eine freiwillige tvar, mit der Absicht, seine Verwandten zu besuchen, nnd daß die Personen, welche ihn begletteten, ihn: nur die Ehre erwiesen, «welche ihm als Rabbiner gebühre. Durch diese Erklärung wollte Reb Beriniu allein seine Affäre gänzlich verschleiern. Seine letzten Jahre verlebte et**) einsam und zurückgezogen unter Kontrolle seiner Familie, die noch immer etwaige „Rückfälle" befürchtete. It» Jahre 1876 stavb et, . ohne jedoch Kare Beweise zu h'mterlassen,-was ihn eigentlich veranlaßt hatte, gegen sein Milieu au'Mtreten und nach dem kurg-en Intermezzo in Czernowitz in den Kreis seiner Anhänger gu-rückzukehrett. *) Archiv' des Ministeriums des Innern, Prot. Nr. M. I. vom 5. Oktober 1869. . >. **) Die Beriniu-Mfäre fand auch starken WldeHall in der hebxäischeu Literatur. Ä. Orenstein behandelte sie ausführlich im „Hckvokar-Qr" und der bekannte Mische Bolkssänger WMvel Zbarazer (Wolf Ehrenkranz) widmete ihr auch mehrere Gedichte, von denen das unter dem Titel s/De-m RÄbvins Schtzguu", i» dem et Berinui stark idealisiert -lvnd,M Kümpfw gWm den mm IIBI lIIII NfJftatiM mm

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