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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-10 · Heft 2028 (10.10.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2028 (10.10.1924)
Date
1924-10-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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j'yyT'-r-.r." ■ E-fteV Ms«senzeskuntt>;’ 1Ö. Oktober 1924 " ' , Nr. 2028 ., Die Mißwirtschaft bei einer arischen Bant. Senttalvittltok Waldrgg der Nordisch-österreichischea Banl dem Strafgericht WMesert. Verbrecherische SchMaaug der Kinleaer. Seit« *'’■'■ . - W«N, MMg__ Der Sanry-Liamavt. Die Irrfahrt eines EdrlsteklieS. Die edelsten Diamanten, die die Geschichte kennt, ftäirt* men aus dem Wunderlande Indien. Undhei dein märhenhasten Reichtum der indischen Rajähs an Edelsteinen nimmt es nicht Wunder, wenn so mancher dieser begehrten Ahkltzo weit in der Welt herum gekommen ist. Einen der interessantesten, ungewöhnlichsten und vielleicht auch dunkelsten Wege ist hierbei der sogenannte Sancyscha Diamant gegangen. Ueber den Ort und das Jahr, in dem er das Licht der Welt erblickte und die Welt das. seine, rst nichts bekannt. Ebenso wenig darüber, wie er aus Indien^ in den Besitz des Gurgttnderherzogs Karls des Kühnen gelangte» der ihn bis zu seinem Tode in bet Schlacht bet! Nancy 1477 trug. Ein schweizerischer Soldat fano den Stein um nahm ihn an sich, ohne seinen Wert nur im geringsten zu erkennen. Ter Stein kam dann erst wieder nach zwölf Jahren zum Vorschein, und zwar befand er sich 1489 in den Händen des Königs A r; t o n von Portugal. Von diesem wurde er dann, soviel bekannt, zuni ersten Male um eine größere Summe vertäust. Daul der chronischen Geldverlegenheit Antons erstand ihn ein französischer Kaufmann für 109.000 Franken, und von diesem gelangte er an Saney. Gar zu gern hätte ihn der französische König Heinrich der Tritte wieder gehabt, und als Saney Gesandter in Solothurn werden sollte, stellte Heinrich die Bedingung- Laß er ihnr den Diamanten als Treupfand übergebe. Hiermit erklärte sich Saney einverstanden, und einer seiner treuesten Diener macht: sich aus. die Reise, um den wertvollen Stein dem König zu überbringen. In Anbetracht der damaligen' überaus unsicheren Verkehrsverhältniste wurde zwischen Saney und dem Diener vereinbart, daß dieser den Stein im Falle der Gefahr verschlucken sollte. — Der Diener wurde unterwegs von einer Räuberbande, die von dem Zweck der Reise Wind bekommen hatte, überfallen und niedergemacht: doch vergeblich suchten die Räuber den begehrenswerten Schal; bei chm. Saney ließ dann den Leichnam öffnen und fand im Magen den Diamanten wieder. . Dieser mit Blut gekränkte Stein gelangte dann im Hgahre 1600 auf schleierhafte Weise an Ja k-o b denZwr iten von England und von dort wieder nach Frankreich in die Hände L u b >v i g d c s V i c t z c h n t e n, dessen Nachfolger- Ludwig der Fünfzehnte, ihn bei der Krönung trug. Fürst Paul D e mi d o w, der Oberjägermeister des Zaren, kaufte ihn .1835 für das nette Sümmchen von 2,000.000. Franken. Da es ihm indessen auf Geld nicht ankam, ließ er sich bereits im folgenden Jahre bergen, oen Diamanten, oji ..F r an.f i* üM) für nur 625.000 Franke» zuruckzügebey.' Der SaNcysche .Diamant wiegt 53,5 Karat, hat eine birnenförmige Gestalt' und ist von reinstem.Wasser. Bo« Wiiber der Kaltwasserkur. Me Wasserkur- und Aaturheilverciue feierten aut 1. d. den Geburtstag Binzen; Pr t cß n i tz', der sich an diesem Tage zum 125. Male führte. Prießmtz wurde am 4. Oktober 1799 in Gräfenberg (Schlesien) geboren und widmete sich der Landwirt-/ schaft. Seine tristen Famili-enverhältnisse gchtatteten ihm in' seiner Jugend nicht einmal den Besuch einer Schule. 'Als l8jähriger Jüngling wurde er von einem schweren Wagen überfahren, wobei et einen dreifachen Rivpenbruch erlitt. Doch hat er sich durch Anlegung von .U m s chlägen selbst kuriert. Er harte zur Wasserkur großes Vertrauen gewonnen, als er einmal ein verwundetes Reh beobachtete/das sich durch Baden zu helfen suchte. Im Laufe der. Zeit erwarb er sich durch seine. Heilmethode einen solchen Ruf, .daß in dem von ihm gegründeten Bade Mräs enber g bis zu 120 Aerzte. jährlich studierten und Kranke aus der ganzen Welt dort zum Kurgebrauch weilten. Tie Zahl der von ihm. persönlich und schriftlich geheilten .Patienten wird auf 100.000 geschätzt. -Heute sind allerdings viele Arten seiner Heilmethode bereits.vielfach überholt. Pvießnitz starb im Jahre'1857. In Gräsenberg wurde ihm ein herrliches Mausoleum errichtet. Moderne Mthenbildimg. 'die vergessene Ozeanjiberquerrrrig eines englischen Luftschiffs. Unter dem Titel „Moderne MytcheNbildung" schreibt die?^soler Nn-tioual^itung". .„Die Phantasie und wir darum m sie. glan'bemdL Menschenkinder wollen das. Wunder. Die. Leistung mutz so sein, daß sic allem Gewöhnen tmd.uns daher 'Natürlich Erscheinenden -widevspniichr. Die Qzeanübevfliegung >ist beim erstenmal ein Wunder, das Kvertemal -Mr eine Leistung, die in die Bahn des Natü-rÄchen vmaelonkt ist, weil sie, wie der zweite Versuch zeigt, beliebig wi-ederholt werden kann. Wir halben vor woniigen Jahnen, im Jahre 1919, dieses Wunder erisbt,. als das englische Luftschiff „R 34" aus Schottland nach New-Ao>t.k fn.hr und wieder zurückrehrte. Aber nun 'hat sich ettvaS ganz Seltsames begeben in rmseivem Untevbeilmchtiiem: iwir haben mittlerweile dieses Wunder völlig vergessen. Im diesen Tagen, da ein zweites Luftschiff die Ueberfayrt wagen will, will.es kein Mensch wahr haben, daß es dar zweite auf diesem Woge ist, wie «ein «unvernünftiges Kind ochaupt-et jeder, der „Z. R. 3" fei de» erste, umil> die Phantasie legt alle Zeugnisse darüber in diesem 'Sinne ans." Es sind also erst stiwf Jahre vergangen, seit ein eitfl» lisckies Luftschiff die Leistung vollbracht hat, ivelche geschickte Reklant« als „Wunder doutscher Technik" hinstellt. Mit der deutschen Technik aber'steht es Ln diesem Fall so aus, daß Zeppolln, wie allgemein bekannt, die ErGndwng eines Juden, David, Schwarz, an sich gebracht hat und daß der Führer deS Lwfischrffes',Z 8" aus der Fahrt über den atlantischen Ozean em Prager Jude, der Jngen-ieur Dr. Karl Arnstein ist; De» Zusammenbruch der Nordisch-österreichischen Bank zieht immer weitere Kreise. Die bisherige Untersuchultg hat ergeben, daß die M t ß w i t i f ch <i f t bei dieser arischen Bank, die von. Generälen, Ädolig-eu und einem dänischen antisemitischen Hochstapler gegründet worden war, um die Arier vom „jüdischen Kapitalismus". zu befreien, eine unglaublich g roße war. Die Wirtschnstspolizci hat im Hanfe der Untersuchungen festgchellt,. daß sich der arische Generaldirektor Waldegg der ärgsten Veruntreuungen schuldig gemacht hat. Sie hat infolgedessen den gewesenen Feldwebel imb sogenannten „Generaldirektor" dtr Bank dein Landesgerichtüberliefert. Es stellt sich heraus, daß Waldcgg die Gelder, der Einleger für den B.iu eines Prunlpalais verwendet Und auch sonst das übrige. Geld der Bank für STle«; präserttatiönszivecke n.nb Neclame verschleudert hat. Es'lvird' ihm auch vorc einem VerwaltungsraLsmitglied, dem holländischen Generalkonsul R o y e n, vorgeworsen, daß er diesem 3,5 Milliarden herausgc.schlviudelt hat.. und schließlich ergibt sich — Nach dem bekanntm Wort „Was will Gott, ganze Sache' ist' nicht wahr", —1 daß die hochgvp.iiesenc erste UcberyucrungJ'es Atlantik durch' ein Lus Schiff, gar nicht die erste ist. Reklame, nichts als Reklame, das ist der moderne Mythos . . » ■ Der Auch des alten AeMtev. Der englische Aegyplvloge Evelyn - W h i t c, der kürzlich wegen seiner Verwicklung in einen Skaudalprozeß Selbstm o rd beging, hat einen Brief hinterlasscn, in dem er schreibt: „Ich wußte, daß ein Fluch aus mir ruht, obwohl ich die Manuskripte in Kairo' gelassen hatte. Die Mönche sagten nur, der Fluch wende mich trotzdem verfolgen. Nun hat er mich zum Opfer gefordert. Die Londoner Blätter berichten u.a rccuyeren Einzelheiten dieser romantische;» Geschichte, die dem' Aberglauben an die Unglück bringer^e Macht der ägyptischen Altertümer ein - neues 'Beispiel -hinzusngen. - Evelyn-W'hite, ein bekannter i Aegyptowge, .der viele Jahre .im Aufträge des New-Ndrker Metropolitan-Mnsenms in.Llegypten Ausgrabungen veranstal-. tet hat und als HeräuSgeber.der „Worte Jesu nach den Oxyrynchus-Paph'ri" auch ein hervorragender. Papyruvkemwr war, arbeitete in den Jahrest IstH. urvd 1'öäl. in Yen MMem ' von Wad i-N a t.rn.n, i'dih etwa W Äilonceter,.vvn .Kairo. ' eNt'fernt in einem Tal liegen. In einem dieser uralten'koptii scheu Klöster entdeckte der Gelehrte ein Gcheimzimmer, in dem" sich eine große Anzahl von Manustripleic m k op t is ch e r und ar alb ischc r Schrift befand. Unter Hitze und Staub, vor; Insekten gepeinigt, aribeitete E^o.rlhn--White mehrere Tage, bis er 'die kostbaren 'Tokmneme herausgebracht hatte. Ev erbat von dem Abt des Klosters die Erlaubnis, die Manuskripte nach Eng-. lgnd bringen zu dürfen. Der Mönch licß dies widerwillig zu, erklärte ihm aber, daß jeder, der sich, an diesen Ueberrosten der. -Vergangenheit vergreise, unter einem schweren F l n ch stehe. Diese Mitteilung machte auf den Gelehrren solchen Einbruck, daß er die Handschrift in K a i r o liefe* Aber trotzdem blich cr nervös, und sein.letztes Belcnutnis zeigt, .daß er bei feinem ' Selbstmord an den Fluch dachte. Evclhn-White hat auch in .L u x o r ausgegraben, und zwar nicht fern dem Grabe Tutan-. .fhamens. Usber den Nuch dwses. Pharao ist. ja viel gesprochen worden.- Jedenfalls starb'der Entdecker des Grabes, der Earl of Carnarv.o-n, bald nach dem Funde. Ein halbes Jahr später starb sein Halbbruder, der ebenfalls in Trrtankhämcns Grab eingvdrungen war. Zu Anfang dieses Jahres folgte ihnen der Gelehrte Sir Archibald Douglas R.e ld nach, der eine Nöntgenphotographie der Mumie genommen . halte; -danach wurde der amerikanische Professor La ff lau r, der das Grab besichtigt chatte, das vierte Opfer des Pharao. Das berühmteste Beispiel dieses Aberglaubens ist die Mumie einer Priesterin des Amun Ra im Britischen Museum, an deren. „Fluch" zähllose Besucher des Musennrs glauben. Die Mumie wurde von vier Europäern' in Aegypten gekauft, die alle vier innerhalb eines Jahres vom schwersten Unglück verfolgt wurden. Zwei verloren ihr Bermögen und stabben in Armut, der dritte wurde erschossen, und der vierte hatte ein schwers Unglück, das zur Aniputation'eines Armes führte. Alle -weitereen Eigentümer der Mumie'wurden vom Un. heil verfolgt,, so daß man sie schließlich dem Britischen Museum schenkte. Aehnliche Geschichten find mit verschiedenen ägyptischen Altertümern verknüpft. ßrhShM der Kohlrnpreife. Wie allmonatlich fand gestern eine.Gltzunxf -zur' Festsetzung der'strr Mvn geltenden Kohlenprvise'statt. Hiebei wurde eine Erhöhung dieser Preise beschlossen. Die Grobkohle wird, alb Bahnhofrutische 7Ü6 gegen 748 K. pro Kilograrnm kosten..' Der Preis der Sackkohle wurde von 815 aus 835 K. ab Rutsche erhöht. Dis Kosten der Zufuhr sind gleich ^geblieben. Die Sackköhle wurde bei der Zufuhr Krs Hans von 880'auf 900 K. für die BeKwke.1 bis 9 und 26 nM'von 886 auf M K. pro Kilogramm für die Bezirke 10 bis. 19 und für den M. Bezirk erhöht/ Da« Wetter. 'Die erwartete Störung des .schönen Wetters ist unter mäßigen Niederschlägen eingetreten. Die Voraussage lauiet: Veränderlich mit fortschreitender Besserung, später schönes Wetter. , Eine AerfammlnnH der Einleger n-nd Gläubiger des Bank, welche gestern stattend, stellte sch, daß knastp 'vor dem Zlisamnrenbrnch stoch' immer Mstlag-egelber arrgenormnelt tvrrrden und baß die. Bilanz vollkoumen falsch ' sei. Vorläufig beträgt das schgestellte Defizit 10 Milliarden. Dazu sckMdet -die tBmi ^nch dem -Staate «ine .'Milliarde. Es wird ckaum.mWch.sein,.einen Lopr^zentigen Ausgleich zu schassest.- Deshalb ch es nicht lukwahrscheinlich, »daß es nicht zur Verhängung des Ausgleiches, sondern, zur ' BerhLttgüng Kmülwsts.-.' j kommen wird. Angestellte des Institutes sind eine Unph( .abge< banter Offiziere, -die jetzt schwer geschädigt sind. Es ist. uni.vahrschcinlich, daß das Institut wieder erstehen wird-. Interessant ist und '.vetdient Hervorhehrmg, daß U9 hiesige hakenkreuzlerische Blatt vevgeMch vechM^ .fur scure . Gesinnrmgsgeuossen eine Lanze einzulegen. Ta es aber unmöglich die schweren Mrbrechen dieser Mengneltkann,. versucht es, mit Drohungen eiiven Erfolg zu erzielen. Me Errechnung des MsWrMs. Dcc Brotlaib wird etwa 7700 St, bis 8100 K. kosten. Tie Wiener Gäckerge-nossenschaft ist, wie derichtLh in dringlicher- Form an ik Bunb-esregiernng mu. Abhilfe heraMtvelen, weil viel« ihrer Mitglieder -drir MrSanfs- Ppeis des Brotes nicht selbst «errechnen können, durch bä8 erlassene Verbot der kollektiven BrvtpreisbeMnrnnM «kdisx in ctitc unerträgliche Zwangslage garalen sin-d. Die Bäckeraeiwssenschaft hat als vorübergehende Abhilsemaßnahme .vorgrschlag'en, Regie und büMrlichLN Gewinn ein«!^ Handwerkk mäßigen Betriebes der Broterzengwng - bis - aus . wcittrcs durchfchniittliich in der Weist zu beftimwen, baß., .zur Grundlage der EiuzelkaMckaL-i-oR' der'- Htehtpr-eis ' ge-. ' noinEn «werde.'' -Die. 'Gestvssenschäst habe die Absicht,-dett worbczöichneten Genossensthastsmi-tgliodern einen -diesb-c zügilichmr- MiinlaOomMhelf miizuteilen. Nach gruztdscitzl i ch c x B '«t I l i g ü n g' d i e s c s' V o r s ch i 'a"g e 's * durch 'die Bundesregierung•-mmdc, von den nmßzobeinron.. Re-. giemingssteÜsn mit eilrer Abordnung der. Mrusr Bäcker--' genesstnschast eine sehr eingehenb-e Besprechung abg-:galten, wobch. schließlich die Vertreter des BäckeMlvcrbes. der. .'derzeitigen wivHcha-Mchm Lage R-echnnng' getragen haben. - tD.ie zur Bera-tnrrg. d-er^MitZlieder 'dienende'der- »G«euosstrrschast. soll .besagen, 'da ßder.Berka n f s -p ve i s '-des B ro t e s -dem- P rei se d e-S v e rw e nfr11 c«it M i | ch m e h l -c s (irnt Laibgewicht gerechnet/ g l e i chgesetzt werden over diesen Ansatz um höchstens -5 Prozent übe x sch reite st. kann. Als Meh-lpreis kann der jeweils einige. Tage im dem- B-erwufe n-otierie Börsenpreis. genommen! werden. -Für - den Fall eines «weiteren starken Ansteigens der Me'hlpveist 'bei gleichbstibendLn. öiegien wird e i n -e Ermäßigung ' d e s Zn-s chlagö prozentes platzzugreisen haben: . Die Bunidesregiernng hat .«Vo-Musig prob e we i.se. die von der Bäck-srgeny.ssenschv.'fit -.. 'hvaMchtigte Hinansgabe.. .dieses. KalkuÄttioatSbehÄstS unter der Bora % 0 j e tz u ng z 11 r Keun t n i's ge n onrm en, 'daß die Genossenschaft ihstruach bloß die. Formel und allenfalls läuistnd.die NoltierunZLn der Wiener -Pr-odukLenibörst mitzuteitenun«d es -ihren Mitgliedern zu überlassen hätte, die Fovinel in ihren .Betrieben selbst «anznwenden< Die- Perl odische- Be rlau-1'öarnng bestimmter Brotchr«ei s.zifser u' wuiode der Genossenschaft «hiermit nicht k o .n zedster Gleichzeitig '.Hab, He, Bundesre«giemng -Wvvischystspolizei myd Povisp-rüfungsstelle angewiesen, Verkaufspreise' in BäckeveibMehen bis aus tveiteres dann nicht z>y. b e«a n- -st'ä nd'e«^ wenn sie im Rahmen des oben ansgeführten KMulationsbehelses errechnet sind 'Md sich in diesen Gi-euzen haken. Die B'undrsöegievu-ttg hält unter anZdrücklicher An fre chterhaltung de'§ e rlass-e ne u Vc r- 'bökes der kollektiven Bro-tprei-sbestimin u n g nach wie vor daran sest, daß bvi der V'ic-lsästigkei't der in Betracht kommenden Betriebe eine allgemeine PreiSvereinheiiilichnng nicht ge- . r echtfertigt Wäre und daß daher der freie W e t t b e w e r b - i m B r o t v e r k e h.r unbehindert Platz greisen.müsse und.von keiner.Seile unterbunden werden dürfe. Der Kalk:u l a t i o n s -behelf (Relation des Bvot- Preises zum M-e-Ppveise) wird nach den eingezogenen Erkundigungen aus die zifstrmäßige Höhe des Brot Preises, der dermalen für BäckeveibetrieLe bekanntlich zwischen 7300 K. >nnd 7900 K. variiert,. voraussichtlich derart einw'Mn, daß sich der BrotpreiS ans zirka 7700 K. His8100K. stellen dürfte. Es notierten in den letzten Tagen-Roggenniehl 1 mit 6350 K. und Weizenbroitmehl mit 6500 K. pvo Kilcgva'Mm im Durchschnitt. Bei einer MeHlmischung von 75 Prozent Roggenmehl 1 und 26 Prozent Weizenbrotmehl 'beträgt für den Nöstmallaih von' 126 DM «gerechnet, der Preis der Hierfür verwendeten. 94,5 Deka Roggenmehl 1 6001 K., der Verwendeten 31,5 Deka Weizenbrotmehl 1733 K., sohin von' 126 Deka der Mischung 7734 K. Dieser Betrag, vermehrt mm :6 Prozent (387 K.s ergibt "e'i.ni e o b e rste Preisgrenze von .Hochstests 8121 H ,p>ro Laib. .Gei der Anwendung der'tolerierten Nichtlinie^ in '«den einzelnen Bäckeveibetrieben drirfte sohin der Brolpreis zwi* lcben .7700 K. Md 8109 K. Mwawken. )TV

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