Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2024 (5.10.1924)
- Date
- 1924-10-05
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2981107--20699-3007946- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
V-.rrv.- -WB -'*T^W «WWW ÄüLL «M K Men, SönnW Merker Mor-enKitung. HäÄfejAv!1 5. Oktober IM N r. M4 Die Goldnotieruugen an der Berliner Börse. Die Vorbereitungen für die Goldnotiernngen an der Berliner Börse auf Grund des mngcftcHtcn Aktienkapitals sind, wie das berliner Tageblatt" meldet, noch nicht so weit gediehen, daß die geplante Notierung stattfinden kann. Bis jetzt sind erst Kr Neuguinea-Anteile die entsprechenden Maßnahmen getrosfeu, und im der,nächsten: Zeit wird dies für einige, weisere . Papiere geschehen. Der Bvrsenvvrstano wird alsdann eine Bekanntmachung erlassen, in der die einzelnen Papiere,, in denen die Goldnotierung stattfindet, mitgeteilt werden. Dir Goldbilanzen der deutschen Großbauten. Aus Berlin wird uns geschrieben: Nach Mitteilungen, die an der Berliner Börse gemacht wurden, dürfte sich die Beröfsentlichnng der Goldbilanzen der Berliner Großbanken bis gegen Ende N o v e 11t b c v hinziehe n; erst dann wird man also Klarheit über das Ausmaß der Znsammcnlegung der Aktienkapitalien der Institute haben. Der Grund für diese Verzögerung ist zum grvszen Teil darin zu suchen, daß die Banken vorderhand noch zu wenig Gewißheit über den Wert wichtiger Aktivposten, so vor alieiu ihrer Cfsektenbestände, haben. Sie sind in diesenr Prmtte abhängig von den ZusannnenlegungL« vejchlüssen aller derjenigen Gesellschaften und Jndnstriennter« nehmnngen, an denen sie durch Effektenbesitz beteiligt sind. Zunehmende Verschlechterung am deutschen Eisenmarkt. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die kurze, in den chiotiven scheinbar nur spekulative Belebung am Eifennrartt. ist seit einiger Zeit wieder in das Gegenteil umgeschlagen, .vie Aufträge ^gingen ans ein Mindestmaß zurück. Firmen, die srüher 3000 Tonnen Eisen jährlich verarbeitet haben, geben Aufträge für 100 bis 200 Tonnen auf den gleichen Zeitraum umgerecbner. Einige bedeutende rheinisch-westphälische Großfirmen haben Stabeisen nach Holland für 5 Pftmd verkauft, um nur den Betrieb nicht stillegen zu niüssen. Selbstverständlich bringen solche Abschlüsse den Werken beträchtliche Verluste ein. Der Friedenspreis für Stäbchen hat sich zwischen 90 bis 110 Mark bewegt. Das Ausland hat sich zu den oben genonnten Preisen eingedeckt und macht hierdurch den deutschen weilerverarbeitenden Werken eine gefährliche Konkurrenz. Feinbleche sirrd im Jnlande schon zu 160 Mark Frachtbasis Oberhaufcn zu haben, Mittelbleche 511 140 Mark, Bandeisen tu 150 Mark. ' 3 Einreise i« das besetzte Gebiet Deutschlands. Wie der öüchenhcmdelsdienst her österreichischen Handelskammern erfährt, hat die Rheinlandkommrission vor kurzem eine neue Berorbw.ru g betreffend Regelung der Gin reise-, Vevkchrs- und Llufenkhaltsbediuguieaen Ln den besetzten Gebieten erlassen. Nach Viesen Bvrschrifreu fallen österreichische BnnLesarvgchörige unter die Bestimmungen des Art. 4, der wie folgt lautet: Die deutschen Siaatsawachörigen, die aus einem anderen LlMde als Deutschland kommen und die Staat sa ngehörigeu derjenigen Staaten, deren Truppen n‘t cf) t an der Be,s etzung t e,i l n e h me.n, müssen im Besitze eines von ihrer Heimatsbchörde ausgestellten Passes fNN. Ter Paß »ruß binnen drei Tagen nach Emtvesisen des .Paßinhabers in den besetzten Gebieten der Zuständigen deutschen Orisbchörde zwecks Sichtverinerkes voMlegt werden. Alle andererr Perfoneii als die obgenannten muffen sich den deutscheil gesetzlichen Bestimmungen über das Reisen unterwerfen. Kapitalthesaurierungen in Frankreich. Aus Paris wird uns genreldet: An den französischen Börsen herrscht gegenwartig eine recht flaue Stimmung. Trotzdem durch die Annahme des Dawes-Gntachtens der Weg Kr den finanziellen Wiederanfbau des Landes frei gegeben ist, will eine optimistische, belebende Note nicht aufkommen. Geschäftsstille herrscht zwar iuiiner während der Ferienmonate Juli und August; dieses Jayr hat sie sich aber tief in den September hinein verpflanzt. Die Ursachen dieser auffallenden Erscheinung sind in der herrschenden Ungewißheit über die Finanzprojekte der französischen Regierung begründet. In weiten Kreisen der französischen Finanz werden Befürchtungen über die Einführung einer Kapitalssteuer gehegt. Deshalb halten kleine und große Kapitalisten ihre Banknoten.im Portefeuille zurück, thesaurieren also Noten und! suchen für ihre flüxigeu Gelder nichts wie dies normalerweise der Fall wäre, Anlagemöglichkeiien an der Börse oder bei neuen Anleihen- Operationen. Die französische Finanzpreise weist ständig darauf hin, baß diese Allhäufungen von Banknoten zwecklos, ja direkt kindisch sind, weil ja bei einer Vermögensabgabe eine Abstempelung der Noten ausgeschrieben werden könnte, so daß daS letzte Papier aus dm Schlupfwinkeln hervorgeholt würde, wenn sein Besitzer nicht riskieren will, daß es als unabgestempelte Note zirkulationsunsähig und wertlos wird. Diese Aufklärungen haben aber der Thesaurierung nicht Einhalt gebotet!. Daraus ist denn auch die Höhe des französischen Notenuntlaufes zu erklären, welche die gesetzliche Maximalhöhe von 41 Milliarden beständig streift. An der Pariser Börse wird angenommen, daß die französische Regierung ihr großes Projekt zur Konsolidierung der schwebenden Schuld noch ausschieben müsse, weil sich der Geldmarkt gegenwärtig nicht in einem Zustande großer Aufnahmefähigkeit befindet, wie sie die Voraussetzung einer erfolgreichen Konfolidierungsaktion wäre. Zollerleichternngen in Ungarn. Aus Budapest wird Wmeldet: Eine heute erscheinende Regierungsverordnung hebt j-ede Ausfuhrbeschränkung für Zucker und Spiritus aus. Glvichzeitiig WiO das Etnschrverbot ans «na Reche von DexMwa-ren auGchoben. __ Sie Warenmärkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Baumwolle. Am Bremer Baumwollmartt hatte die Veröffentlichung des Berichtes drS landwirtschaftlichen BureauS in Washington, welcher den Felderstand pro 15. September auf 56.4*/, und den Ettrag der Ernte auf 12,796.000 Ballen schätzt, ein scharfes Anziehen der Terminmärkte zur Folge. Der Bericht gibt die bis m 15. September entkörnte Menge mit ‘2,663.000 Ballen an. Vom Jnlande bestand bis zum Bureaubericht weiter lebhafte Nachfrage Kr sofortige Md prompte Lieferungen. Seitdem legten sich die Käufer etwas Zurückhaltung auf. Im Importgeschäft wurdm größere Abschlüffe getätigt. Die offizielle Notierung der Bremer Baumwollbörse fiir middling Universal Standard, 28 Millimeter steple, loko, lautet 29.50 Cents gegen 26.78 Cents in der Vorwoche. Die Zu- Khren zum Bremer Markt betrugen in der abgelaufenen Woche 44.379 Ballen, auszeführt wurden 16.159 Balle». Seit Beginn des neuen ErntejahreS, dem 1. August 1924, wmden auSgefühttr 79.604 Ballen nordamerikanffch (Borjahr 151.798), 467 Ballen ostindisch (1476) und 444 Ballen verschiedene Sorten (3112), ausaeWrt wurden 118.174 Ballen nordamerikanisch (187.129), 2298 Ballen ostindffch (4823) Md 791 Balle» verschiedene Sorten (4494). Die Vorräte am Bremer Markt betragen 55.894 Ballen nordamerikMisch (45.322), 704 Ballen ostinvisch (7914) Md 1037 Ballen verschiedene Sorten (8266). Schwimmend auf Bremen sind 75.000 Ballen (20.000). Am Wollmarkt war die Nachfrage weniger ttbhast, die Kauflust entsprechend ruhiger. Die Tendenz blieb im Einklang mit London fest. Die Preise für Wolle «nd Kämmlinge sind nn- I verändert. Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitmig".) Die Tendenz des Wiener Marktes hat, ungeachtet der etwas abgeschwächlen amerikanischen Notierungen, neuerdings <rn Festigkelt gewonnen. Das Geischäst geistaLtete sich -in sämtlichen Artikeln -etwas leibhafter. Im Mittelpunkte des Jntereffes steht nach wie vor Roggen, der nnWlänglich angoboten wird. Inländischer Weizen wurde, mit 4200 bis 4900 K., Roggen mit 4260 bis 4300!K. taxiert. Das Geschäft wich im allgemeinen durch die noch immer anhaltende GÄdknappheitbeeinflußt. ft» Mais, «speziell in Alimais, war der Absatz mäßig und die Preise gestalteten sich hier, m Gegensatz zum Brotgetreide, iweniger fest, pnrnl die Grntemeldu-ngen aus sämtlichen Erizerrgu-ngsgevreten schr Knstig lauten. Die Nachfrage finr spätere Lieferungen ist konstant steigend und der spätere Mais wird berufen sein, den Lä-Pl-ata-Mais' ftr vielen Relationen zu ersetzen. In Hafer VM die Tendenz bchauptet, in den Nebenprodukten begann das Geschäft etwas reger M werden, und speziell in Malz war clchhcvste Nachfrage gu verzeichnen. Das Mchlgetjchäft Ann sich Mfvlae der' neuerdings erhöhten Forderungen noch immer nicht flott gchcvlten, die höheren Preise werden Mtt bMilliat. Erwähnt fei, daß sich nunmchr auch fite Kleie gebesserte Nachfrage geltend macht. Es notieren pro Kilogramm ab Wie» inklusive der ' Warenumsatzsteuer. Weizen inländischer 4200 bis 4300 K., ungarischer Theiß 4600 bis 4700 K., 210 M 2.15 tschech. K. transit Grenze, Roggen inländischer 4250 bis 4350 K., Gerste polnische 5200 bis 6100 K., inläudische 5000 bis 5800 K.. tschecho-slowakische 5600 bis 6200 K., böhmische 6000 bis 6400 K., Mais 3400 bis 3500 §£., Hafer inländischer 3425 bis 3526 K., ungarischer 3400 bis 3500 K., rumänischer 3400 bi? 3600 K., Reis italienischer 7500 bis 7800 K., Mohn 15.000 LiS . 16.500 K., .Weißbohnen ungarische 5200 bis 5500 K., rumänische ' 5000 bis 5200 K., Kocherbsen inländische 4000 bis 5600'K., Feldlinsen inländische 5000 bis 5600 K., Heu österreichisches gepreßt halbsüß 1200 bis 1250 K., süß 1360 bis 1400 K., Malz böhmisch-mährisches 8700 bis 9600 K., Malzkeime 2400 bis 2600 K., Biertreber 2400 bis 2500 K., Weizengrieß inländischer oder ungarischer 7500 bis 7600 K., Weizenmehl Nüller inländisches 7300 bis 7490 K., ungarisches 6800 bis 7400 K., amerikanisches Vollpatent 7500 bis 7800 K., Kochmehl II inländisches 8200 bis 6300 K., Brotmehl inländisches I» 5400 LiS 5600 K., Futtermehl In 3709 bis 3900 K., Roggenmehl inländisches Ia 6300 biS 6400 K., Kleie 2100 bis 2200 K. Sie Sevifenknrse. Zürich, 4. Oktober. (Devisenkurse von 12.— Uhr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde —(-.-), Holland 202.50 (292.30), New^jork 523.- (522.50), London 23.33 (23.30), Baris 27.50 (27.50), Mailand 22.87 (22.82), Brüssel 25.20 (25.20), Kopenhagen 91.- (90.50), Stockholm 139.59 (139.50), Chrtstiania 74.37V, (73.50), Madrid 69.50 (69.60), Buenos Aires 190.- (188.50), Prag 15.60 (15.65), Budapest 0.0068 (0.0068). Bukarest 2.75 (8.70), Belgrad 7.25 (7.20), Sofia 3.80 (3.75), Warschau — Wien 0.097367 (0.907337). Dudapest. .4. Ottober. (Kmse der Devisruzenttale.) — Amsterdam 29.995 bis 30.150, Bukarest 411.— bis 413.—, Kopeu- Hagen13.535 bis13.693,Christianici 11.015 bis 11.072,London 345.000 bis 347.000, Berlin —bis —Italien 3388 — bis 3405.-, Paris 4078.— bis 4094.-r-, Prag 2307.- MS 2320.-, Stockholm 30.660 bis 20.768, Zürich 14.813 bis 14.887, Wie» 1.0945 bis 1.1005, Sofia 562.—' bis 566.—, Agram bis —, New-Aork 77.470 bis 77.870, Warschau bis Brüffel bis Belgrad 1078.- bis 1084.-. ' Warschau» 4. Ottober. (Devisen.) Berlin-. — bis London 23.09 bis 28.31, Netv-Aork 516 bis 621, Prag 15.48 bis 15.62, Wie« 7.88 bis 7.35. M,» fc.I, AD16 /ho'S STOT.TE n,ii— im nur» —Um« " i..i ■■■ ———.——— Copyright 1981 by Nach^uck verbot««. Deutsche Berlagranstatt, Stuttgart. 4. Aortsetzuug, Die Etadt an der Moldau. R o m an. Vvn Auguste Hauschner. „Was' rvar das'?" fragte Jakob. „Das hast du mir noch Aie gespielt." Josef suchte nach dem Namen des Komponisten. „Gin; Slame offenbar. Aber es war noch etwas Fremdartiges dabei." Halb - abgewender, beinahe unverständlich stieß Leschner hervor: „Das habe ich selbst erfunden." „Du?" ries J'akob und wollte den Wiedevstrebenden in die Arme schließen. Schroff wies Ludwig, ihn Furück. . „Das überrascht dich" fragte er beleidigt. ' - „Genuß nicht. Dn weißt, ich traue dir das Höchste zu. Und es macht nach -glücklich, wenn ich Recht behalte. Joses sngie: „Ich bin kein Kenner. Aber auch auf mich har das Stück beit Eindruck von etwas Ungewöhnlichem gemacht." ' Hell blitzte es auf in des Belobten Zügen, bin paar Sdunbci’ lang. Dann fiel wieder wie -ein grauer. Vor hing Mißwanen über seine Freude. „Ihr belügt mich doch nur.aus Höflichkeit. Ich bin ein jämmerlicher Stiimper." Mit grvßert Sätzen klomm er aufwärts und verschwand. Ja lob wurde durch die Notwendigkeit. zurückgehalten, Josef beizustehen. Marianta war fest eingeschlafen und durch kein Rütteln zu erwecken. Gemeinsam beluden sich die beiden jungen Leute mit ihrer Last und schafften sie nach Hause. .Jatob entging das Zögern Josefs nicht, diese Aufgabe mit einem anderen zu teilen. Er dachte lächelnd, „Eifersucht". Die Berührung des jugendlichen Frauenkörpers entzündete sein Wut. 4.; . Gegen Abend sagte der Urgroßvater, nachdem die Partie Franzeiuß beerrdigt war; ,Mtt* dich, Jatob, bleib heut Nacht bei «cke. Jch hätt* sttvall Mt dir zu reden." . Jakob machte sine beßaheM Bewegung. Mehr wurde nicht gesprochen über dieses letzte Abschied nehmen. : Äer Wächter unter der Namen ^Äampe fürchtifte zu- -weilen, döe Atemzüge des Schlummernden nicht -mehr' zw; vernehmen. Nach Mitternacht richtete der Greis sich auf.' Er sagte, wie als Fortsetzung Es unt-erbrochrmn - >Gespräches: . der Rauders solltest du wohnen bleiderr. -.Sie ist mchluber und zänttsch.' Das sind aber andere wochrschemlich auch. Und an sie hast du dich schon gewöchnt." Urgroßvater / ,>Latz, kaff . . l ich weiß, du W ein guter Kind." Er streckte sich ein wenig. „Es. ist hohe Zeit. Ohnchrn Hab ich gemeint, der Ewige hat aus den alten Ädutti ganz vergessen-," nach einer Panse: Es war' auch für >den Leschn-er gut; du kannst dich öfter auf ihn -umschcnren, aus der Mhe." Jakob hob die Hand auf. „Nie werde ich ihn verlassen."' Er fühlte, daß dex Urgroßvater ihm vertraue. ■ „Ein Laderleber ist der Arme. Schwach und dabei voller: Widerspruch. . , ... ■ ,■; : „Soft er sich nicht 'lvehren, ioeun ihn der Vater knechtet? s Er ist ein Genie." Der Schimmer eines Lächelns huschte um des Alten" eingefallenen Mund. „.Gott geb's. Aber ich sehe nicht ein, warum kann man nicht schön Geige spielen und doch ein guter. Tischler, sein?" w . - 1 lieber die Lästerung vevgäß'Mob die Kostbarkeit der- Zeit. - „Das solltest tz'u nicht sagen,. Urgroßvater. Die Kunst kann nicht mit. dem Handwerk teilen." ~ ~ Mit einer Gebäude schob der Greis die Angelegenheit^ M Seite. „Um dich sollte ich mir Sorge Macherll WMts' M gescheit." Wieder das wissende un-.-gu-te Mutter selig, hat einen Spruch geMt: ,>JH'Müschs' dir^ .zum uenm iJahr: sei dumm. Warum?.Weil im vergangenen' Jahr so mancher Dumme glücklich war, darum fei dumm!" Tapfer verschluckte Jakob den Tränenknäuel, der ihn erstickte.. Er dachte: Es wäre sündhaft, diese Gelassenheit durch einen SchinerzauAbmch gn stören. Er sagte: „Ich hoffe, du wirst dabei sein, wenn, ich Mm Doktor promoviere." Meder strich sine Handbeiwegung bie; Wichtigkeit dieses Aktes aus. ,Mba. Ein Diiel. Kommt mir vor wie der Herr >Bawn vom nemn Aldckl." Ganz deutlich ivar die Sprache, imr ün Klang geschwächt. ,Mut für die Oberkellner. Ich sehete'-dich lieber bei was ÄeheNdigem, als in der staMgen Ka-nM als „Urgroßvater", die Stimme jagte hastig hinter den fliehenden. Minuten. „Das ist doch, nur, um einen Brot- «vwevb KU haben. Mein Hauptberuf wird hoffentlich .ein anderer sein." Der greise Manu richtete die von dichten weißen Haar ümhöngene Stirn eh% Zoll hoch auf. ,-Jch weiß., du bist ein Dichter." Ohm Spott, nur gesteiger-tes Ueher- 'den-Dingeu-steihen. . . Er mußte sich etwas echolen. ,Ms mit der Therese Pureziner wird doch zu nichts Mven." . Jakoibs Herz erbebte. Wvher wußte. >der Urgroßvater? 'Hatte er ihm den Namen je genannt? Erriet er des Enkels Scheu und Schnfticht, dom 'besten Freund sein Geheimnis zu vertrauen? - * ■ ' - i „Ich liebe sie." „Das ist Mwz schon, das angebetet werden und sich Fensterpromenaiden machen lassen." Gin leichter Schatten siel über die Heiterkeit 'der zwischen unzähligen Fältchen versteckten klein gewordenen Atbgeni „Aber heiraten? Die -will hoch hinaus: einen Angesehenen oder eisten -Reichen." Jakob Kar aufgesprungen/ Eigenes LÄs verdrängte ,-den Ktt'Mmer. um > einen nächsten. Menschen. . ^Laß mir meine Liebe/ Grösst, wenn sie auch'oft wehtut und mich -qMt. -Ichhabe - doch die 'Liebe. Sie 'ist doch, des Lebens einziger Wert die Liebe." Mvtsetzum MO!i J; .... j J 0 S i ....