Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2024 (5.10.1924)
- Date
- 1924-10-05
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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«AS ®«it, TmMy Me^er M-LsertzettMS^ Und dann erwachte er eines anderen schönen Tages unb Wollte die Handschrift des Titus Livius nicht gesMÄen haben. - Darob entstand ein gaitze< Livi uZ-Rum nie l. ES Kamen die Gelehrten «nd die Schriftsteller, das heißt die Berufenen und die Unberufenen, und schnitten dein Mart'mo Fusco jeden Rückzug a'd. Sie zwangen ihn förmlich, die Handschrift des Lidius cntbcäi zil haben. Sie eMarten ganz einfach: Gefunden ist gefunden und entdeckt ist entdeckt. Und die Müschen brauchten, die vollständige Geschichte des Livms wie ihr täglichek. Brot. Ich fragte einmal einen aufgeklärten Ghettos üben, ob er /chon den Gerhart Hauptinanu gelesen habe. ,/Geh' schon, geh, Dummkopf," antwortete er wortwörtlich, „sch bin noch mit meinem Schiller nicht fertig und soll schm: mit Hauptmann anfangen." Ich meine auch: Wir sind mit unserer eigenen Geschichte Koch, nicht fertig und ... Sie aber wollen just die Gschichte des Livius . und gerörechen sich den Kopf darüber, an welchen: Tage eigentlich De Martina Fusoo etwas gefunden oder nicht gesunden hat. 4. Wahrlich: Ihre Sorgen mochte ich haben. Familienbad : im B®at?Ext»ati, lll. Linke Bahngasse 9 |6anz renoviert! ^Ganzjährig oifenls Dampf-, Wannenbäder und Kuranstalt Für Dampfbadbesucher FamMtenbad frai I Badezeit s die ganze Woche mit Ausnahme des Montag schritt, eine Vervollkommnung möglich wäre, wenn die Arbeitdes Individuums mit Hm vergeht, nicht in den Nachkommen wei-terlebt. So ungeheuer viele Deutungsanöglichkeiten, Einwände und Beweise hüben' und drüben, daß einem bei tieferem Eingehen auf das Problem selber der Kops schwindelt -r so wie den Karuffellrattei: . ., Hundert Fahre Beton. Rattenkarussell. Bon Walter Finkler. Einmal und me wieder! Wenn ich im Wurstelprater. Hemmschlendere, zieht mich stets ein bestimintes Karusiell an. Auf dem Karussell ist neben den üblichen Hutschpferden und samtgepolsterten Karossen noch ein kleineres Karussell. Mit rasender Geschwindigkeit dreht es sich in der -entgegengesetzten Richtung wie das große Ringelspiel. Jauchzend und vor Lust gröhlend sitzen die Menschen darin in allen möglichen und unmoAichrn Stellungen und lassen sich rotieren. MH wollte auch einmal dieses komische Gefühl der sausenden Drehung um die Achse auskosten. Mit wunden Gliedern, umnebelten Sinnen und revoltierendem Magen mußte ich das — faMN wir — Vergnügen bezahlen. Damals wußte ich, was das heißt: Schwindelgesühl. Alles dreht sich im Kreise, dn und die Welt und der Magen. Erspare mir die Schilderung und lasse dich selber gegen bas geringe Entgelt von -einem Mariandel rotieren. Du wirst um eine Erstchrung reicher und einen Mageninhalt ärmer Verständnis für das bedauernswerte Äebensschicksal jener Ratten/ übrig haben. Jene Ratten, die die spleenige Idee eines amerikanischen Naturforschers auf ein Ka russell gesetzt hat. Und da mußten sie rotieren. Drehten Tag und Nachtdurch Wochen hindurch. Was sage ich — Monate laug! Die Scheibe dreht sich, drcht sich, die Rätter: ans ihr mit ihr. Schließlich übermannte den Experimentator doch'das Erbarmen. Er band sie los, ließ sie die Freuden des festen, ruhenden Bodens unter den Füßen wieder genießen. Was war das? Hat das Ringelspielfahren Pen Rattm so.gut gefallen? Daß sie sich in ihrem' tveÄen,' orthesNndigen Käsig weiter drehten. Sie liefen w etter i-an.Kr'e:s, fraßen im Kreislauf, tranken-im Kreislauf und — der Clou des Gangen — liebten -im Kreislauf. Rattenliebe hat immer Folgen. Eines Tages tvaren sie da. Die nackten, herzigen R a t t e n k i u d e r. So wie alle anderen sogen sie die Muttermilch in sich, wurden behaart, wurden größer. Der Dermin-des ersten Gehversuches war gekommen. Sollte das unheimlich drohende Brbelwort von den Sünden der Väter, die in den Generationen fortwirken, auch für harmlose Ratten gelten? Die jungen Ratten, die nie in ihrem kurzen Leben die schreckliche Erfindung des Rattenkarussells gesehen, geschweige denn sich an Hm vergnügt hatten, sie liefen auch im Kreise herum. Drehten sich wie die Väter. Und die Enkel litten auch an der Dreh sucht. Das amt den Ratten, die selber rotiert hatten, ivar bald geklärt. Durch das lang anhaltende Drehen Hatten sie sich eine Erkrankung ihres Gleichgewichtsorgans ran Ohrlabyrinth zugezogen. Ditz Erkrankung zwang sie, auch auf ruhendem Boden im Kreis herumzulaufen. Aber die Kinder? Hat' sich die Krank-' heit vererbt? Die Medizin kennt nur Zwei Arten von erblichen Krankheiten.' Solche, die schon in der Familie sind, also rricht von einem MtKied erworben, wie Epilepsie und wahrscheinlich Krebs. Die andere Gruppe der erblichen Krankheiten sind infektiöser Natur. Bon einem' Individuum erworben, überträgt sich die Krankheit oder, richtiger gesagt, übertragen sich die Krankheitserreger direkt auf das Kind' im MutteAeibe. Hier fand keine eigentliche Vererbung statt, sonderneine Neuinfektivn des Kindes. Bei den Ratten hat man auch die Krankheitserreger gefunden. Man konnte' anit ihnen gesunde Ratten aus gesunder - Familie drehkrank machen. Ob die Krankheitsvererbung wirklich aus dem Jnfekti-onsweg stattfindet, kann man mit Sicherheit nicht sagen. - ' - ' Noch eine andere große Möglichkeit bleibt zu evtvägett. Ob ancht etwa eine echte Vererbung der erworbenen Eigenschaften die elterlichen Eigenschaften auf die Nachkommen übertrügt. Im Rahmen dieses Aufsatzes läßt sich das gewichtige Problem nur streifen. Wie die neuen körperVchen oder geistigen Merkmale den Weg zu den Fortpflanzung8organeu finden, bleibt uns noch rätselhaft. Daß sie es tun können, >häben zahlreiche Versuche. — der Wiener Biologe Paul Ka mme r-e r hat das Ueberwältigendfte aus diesem Forschungsgebiet geleistet — dargetan. Ein riesiger Fragenkomplex. Warum sind gerade d ie Eigenschaften vererbt und jene nicht. Warum Frauen Kinder von anderen Eigenschaften gebären können, lvaru-m in diesem Falle der Körper den Keim nicht 'm seiner Art beeinflußt. Wieso <md.'rerseits dann ein organischer Fort- Böm Betonbalken zum Betonkunstwerk. , Englische imb amerikanische Vertreter haben, wie -„Manchester Guardian Weeklh". berichtet, gemeinschaftlich u: Leeds zum Gedächtnis all Josef Aspdi'n, den Erfinder des Betons, eine Tafel enthüllt. HundcrtJahre sind' rergangenseit Aspdin, .ein Ziegler iu'Leeds, beim. Patentamt eine genaue Schilderung eines Materials deponierte, das keine schlechte Zugabe zu den großen Erfin- . düngen einer Zeit averden sollte, in welcher die Entwicklung der von der Natur gegebenen Hülfsmittel die Vision der ^Träumer von ehemals erfüllte .. . Das fliegende.Pferd, der unsichtbare Sendbote, der Zaubrrspiegel haben heute ihre Gegenstücke gefunden, und man vermöchte Aladins Palast schnell aus Beton zu erbauen, obwohl es notwendig werden könnte, daß eine Mannschaft aus nicht geaverkschaftlich organisierten Genie,: das Werk in der im Machen vor!geschriebenen Zeit vollbrächte. Aspdm war atficfjt gerade ein Pionier, denn primitive!Zemea,te sind so all.-, wie die Pyramiden, undein gutes Stuck des. alten .Ron: besteht mehr aus Zement denn aus Stein. Aber die Erfindung'des Materials, das man Portland zean ent nennt, ist das Werk von. Engländern. 1756 benutzte John Saneato-n einen gebrannten Kalkstein beim -Bau' des Eddystone-Leuchtturms, gab aber der Oeffentlichkeit das Ergebnis erst 1791 bekannt. Im Jahre '1796 reichte! James Parker aus North fleet eine. Spezifikation des .Materials beim Patentamt ein, das wir jetzt römischen -Zement nennen. Mer erst länger als. ein viertel'Jahr- Hundert später wurde die erste praktische Formeldurch Haanäs Frost entdeckt, der sein Erzeugnis als „hMschen Mement" ober „künstlichen, Stein",.he^ichmte. Zwei Jahre darauf ließ Äs pH in seine „PorllaNdH- - Spezifikation registrieren, und im . folgenden Jahr (etwa .1824) baute er seine erste Fabrik in Wakefield. Die nächste Entwicklungsstufe trat 30 Jahre später ein, als emPflasterer von Newcastle mit Namen ElkinsoU ein Patent auf verstärkte Betonftißböden und -Balken nahm.' Das neue Material fand nicht gleich willige.Aufnahme, obwohl Brunel Len Zement von Aspdin.beim Bau des ThemseLunnel's anwandte. Sir Robert Peel, bemühte sich ia: der Tat, obwohl vergeben^, eine Steuer auf den Zement zu legen. .Aber das Vorurteil gegen bas neue Material erlitt eine schwere Niederlage, als die Stärke des verstärkten Betyns bei. Elkinsons Plänen erwiesen wurde, -und von jenem Tage an begann PorllandzeinenL stinÄv Platz einzunehmei: als ein bedeutungsvoller Zuwachs zn den dem Jngeaneiur. und dem Architekten zur Verfügung stehende,: Materialien. Wendet es der Mensch an, so kann' er in kurzer Zeit das erreiche-,:, wozu die Naktlr tausende von Jahren gebraucht. Vermag doch die Natur durchandauernden Druck während einer langen Zeitdauer Schlamm in Felsen zu verwandeln, aber Aspdins Erfindung gibt uns die Möglichkeit, dies in wenigen Stund«: zu tun und den Felsen in jede gewünschte Gestalt zu formen. Ohne Beton wären wir avahrscheinl'ich nicht imstande gewesen einige ' der größten Taten neuzeitlicher JÜgenieurktMst zu Vollbringer:,, wie dm großen-Damm in Assuan oder den P anämakanal. Ohne Beton würde die Wembley-Ausstellung (die gegenwärtig in London stattsindende riesige Ausstellung des Britischen Mltreiches), ganz außer der Reichweite der Finanzierungsmö^lichkeit gewesen sein, i Nachdem der iBeton seine praktische Nutzbarkeit 'auf den Gebiet«: der Mechanik und Baukunst erwiesen hat, tntt er nun in sein künstlerischeL Daseii: ein. Ernst zu.. :,ehinende Persönlichkeiten beschäftigen sich, jetzt mit der Möglichkeit, - .Beton anders als zu konstruktiven Zweck«: zu verwenden. Lorado Taft, ein amerikanischer Bildhauer, hat eine gewaltige Statneng ruppe aus Beton im Park der.Universität Chikago errichtet, „Die Fontäne der Zeit^. Die Modellierung und der Guß dieses enckrucksvollen Werkes nahm sieb er: Iah re iu Anspruch; es besteht aus etwa 100 anehr denn lebensgroßen Figuren, und die ganze Gruppe ist 120 Fuß larrg, 18 Fuß hoch ,mb anißt 255 Fuß fm. Umfang. Aber die. Bedeutung dieser y,onumentalen Fontäne liegt nicht allein in ihrem Ausa::aß, noch in der Idee, die sie verkörpert, noch itt der Vollendung bis Stils mtb der Technik, sondern zum. großen Teil darin,, daß dadurch gezeigt wird,, welche. Möglichkeiten sich bei der Kerweachung. esnes neuen plastischen Materials.bieten. Ja: England hat Dohle Jones.,der Schöpfer des Edith Cavell-Gedäch tnisauales, seinen-„Geist des Felsen" in Beton geschaffen. Die Zackunft birgt große Möglichkeiten für diesen fliissigen Stein. 8. »t Ml ' M mi. Zar Ham der Rache. Bon Egon Dietrichstein. „Geschlossen!" Durch cisenstarke Drahtgiiter geschlossett. Aa, einem hellichteaa, arbeitsgewohnten Werktage. In jedem Wiener Bezirk gleich ein paar Wechselstuben der Depositenbank. Noch immer itvivd „die Dr,rchfühmng aller Börsen- transaktionei: zu den kulaintesten Bedingungen", „der Einlagszinsfuß für Sparbücher zu 10 Prozent", die Bermtzung des „Panzersafes" offeriert. Aber diese Safes sind mmfester und doch ohne die ordnamgsgemäße. Sicherheit verschlossen, als es der Klientel lieb ist. Uitb vor diesen anpreisenden Firinerttafeln liefe,: Einleger, Kornmittenten zu- , samuaen, 'ballten die Fäuste, bestürauten die Beamten und verwickelten den Wachmann, der nur besorgt ist, die Gehw-ege fteizuhalten, der a:nr ein Au,t und keine Meinung hat, in-ihren:-Zorn, in ihrem Haß, in ihre bewegten, wirtschaftlichen Diskussionen. Sie rüfen nach der Polizei, nach dem Staatsanwalt. -Gibt es einen Gott, zu strafen und zu rächen? Er donliziliert in 'der Bri-gitteuau, neben der Donau, die in bejt letzten . Wochen mehrere schiffbrüchige Opfer tvegschwemmte: „Die Wirtschastspvlizei!" Ihr Staanmha-us, das alte' -Polizeigebäude, wurde zu enge, unb so übersiedelte sie in ein anderes Hans, in den dritten Stock. Das Hans-selbst ist für den Zweck der sozialen Fürsorge, für eine Versicherung, reserviert. Nur dieser eine Stock dient als . Polizeiaufsicht. Ueber dem-Portal steht: - „Aufgang für Arbeitgeber:" Ganz harurlos. Aber aam:, da sich die Polizei dort -einquartiert hat, erhält die Aufschrift eine bösartige Den-.; ü:ng. Die Arbeitgeber, die hier erscheinen, kvanmer: etwas unfreiwillig. Sie sind herbeizitrert, sind vorgeladen iawrden. Arbeitgeber, die in einen 'betrü-gerischen Ausgleich, in eineN'. bedenklichen Konkurs gerieten, Arbeitgeber, die feine Arbeit anehr geben können, insolvearte Bankiers, verkrachte Firnrearchefs, Wucherer, gegen deren Habgier sich nun Zu* grwrchegerichtete auslehnen. Arbeftnehmer sind die Anzeiger, die Betragenen, die Opfer, die kleiarea: Sparer, die Wittven, die Angoftesttea: .insolventer Häuser, die Lieseranten. Arbeitnehmer sind, avenn mar: will, schließlich auch die intervenierenden Advokaten. Sie haben meist eines gerettet: den Vorschuß. Sie petitionieren um eines: um Zeit. Zeit' gewonnen, alles gewonnen. Der Schaden wird gut, gemacht werden. Der Kerkerrneister kann den Rachedurst stillen, aber nicht das Geld wiederbringear. Das Geld bringea: kann nur die Zeit. Aber die Gläubiger scharren bereits, ungeduldig anit den Füßen. Der Anwalt der Anwälte, ihr. Verbündeter, ist dagegen — die allgeaaaeine, die erschüt- , ternde Katastrophe. Der Klient ist Mar uveistens ein betrogener Betrüger. Nicht er, nicht jener fei .schuld, sondern . das Schicksal. . '. " . Und ein gen:einsaaa:es Schicksal verbiaM auch die. Geschädlgten. Sie vertrauten..Sie hatten Ehrfurcht.vor.dean. stoben. Naamn „Dank". Sie. .bsugten sich. 66 .Filialea:!. 1600 Beamte! Elegante Wartefalons! Castiglion:,,der timilliaadärl. Und so trugen sie ihre -Hcchseligfeikm,.. ihre Papiere,'ihre Valuten hinter jene ,Türen, die so kulante Offerten aarsschrieben. And die nun geschlossen sind. , Hier ist, nach den Vorstellungen, Hojftrmagen der GeschädiHien — das Haus der Rach:. Im Zivilfenidesgericht mag nebenbei und gleichzeitig die Klage laufen, mag erörtert-werden, ob die.Ansprüche zu Recht beffehen, mag schließlich nach endlosen Winkelzügen das Urteil gesprochen ^werden. „Er sei schuldig . *Aber dieses Gerichtsurteil bleibt ein tvertlofer Schein, vollstreckbar, aber nicht einbrinAlch. Ein Titel. Ein bloßer Exekutionstitel, -wie die Juristen sagen. Der pathetisch „Gerichtstag" ein höchst prosaisch Tagsatzung. Hier über ist das Haus der Rach. Hier beginnt oder kan:: bereits das Strafderfahrea: begiaanen, . das schließlich -im Zuchhaus endet. Diese Wbfeilung. tvar , einmal geMt mit Paceistrerbeaoeien, mit Delikten miaaderen Wertes. Gin Cafetier hatte den Schwarzeaa, die Greisler die Bohnen um ein paar Kranea: zu teuer, „offeaMr Übermäßig" verkauft. Das war die GerwstS ,/KviegSwucher* -amt". Ern Affürin »gegen Valutenfieber, gegen Teuerua:g^' Hausse. Gegen Konfumktur, Es wuchs das Haus anit seinen niederen Zwecken, Heute geht es gegen Kridatore, gegen BaMirektoren. An einer Türe liest man „Erhebeaade Beamte", an einer anderen- „Kriminalinfpektor". Das Hans sendet seiaae Enrissäve aus. In Geschäfte, Bureaus, Privaiwchnungen.' Es besucht die Mnden, die nicht die Polizei besuchen wollen,. trotz Einlaidung. Autos fahren vor. Höchnoble, glanzend lackierte Pri* vatautos. Es sind die Firmenchfs, die Bankherreaa. Sie fahren vor wie dar ihrem e-igenen Bankpalast, tyatb nur in der Tasche versteckt tragen sie den kategorifchn Zettel: „Sie tvevden aufgesordert..,-Sonst werden Sie vorgeführt." Der Refereatt ist höflich, kulant, sachlich. Wer — trotz alledem — der Herr Direktor läßt einen Akt zurück. Der M beginatt zu laufen. Wenn es nicht gelingt, ihr aufzuhalten, -zum Staatsanwalt, zum Gericht. Und der Skandal, ohnehin schon wach Md. rege, würde -weiter ins Riesenhafte wachsen. ~ „Ins Gefängnis!" Sie haben ihr Geld verloren, es «ist verpraßt, verspielt worden. iJn den luxuriöseste!: Städten der Welt, m dea: besten Restaarraatts der Erde haben.die Bankherrear gelebt, .getanzt, gespeist. Mt dean Gelbe der Kundschaft gelebt, getanzt, gespeist. - „Ins Gefängnis!" schreien die Betrogenen. „Ihr habt's uns unser Geld ge- «noimnen, wir whuaen euch die Freiihett!" Jenseits von Gut und Böse, von Leidenschaft und Pathos aber steht das „Verfahren". Das HauL der Rache ist und bleibt kichl. Die Gänge sind kahl, mit Linoleun: belegt. Und <mS Familientragödien, zerrütteten Schicksalen^ bespielten Menschenleben bleiben frier nur graue Akten- 'Pudel Mück.