Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2023 (4.10.1924)
- Date
- 1924-10-04
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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9hc. 2023 Wien, Samstag Tagesbericht. Amtole France» Sesuudhritszuftand. Aus Tours wird gemeldet: Der Gesundheitszustand Änatole F r a n e e S l>at sich nicht gebessert. Der Kranke zeigt M zwei Tagen Zeichen großer Schwäche. Ar Alfred Mond — PrSfident des britischen Keren-Haieffod-Komiteer. Wie I. T. A. aus London berichtet, hat Sir Alfred Mond, Mitglied des Unterhauses, die Präsidentschaft des Komitees für den Keren Hajessod i-n Englanld übernommen. Die Kampagne für den Keren Hajessod wird am 3. November durch eine öffentliche Versammlung in der Kingsway Hall eröffnet werden. Dr. Weizmann wird in dieser Versamurlnug Wer die Eindrücke seines jetzigen Palast i n a b e f u ch e s berichten. Mnstliche Herstellung von Petroleum? Aus Paris wird berichtet: Der „M a t i n" rnelhet, Saß in der gestrigen Sitzung des Kongresses für künstliche Kohlenstoffverbindungen ein französischer Professor mitgeteilt hat, es sei ihm gelungen, ans tierischen und pflanzlichen Oelen P e t r o l e « m mit allen seinen Elementen, w;e eS in der Erde vorkomme, herznstelleu. zionistischer Parteirat. Das Zionistische Landeskomitee teilt mit: Die für Montag den 6. d. em'6c-n^f^lt'e Parteiratssitzung findet bereits h e u t r S a m s i a g um 7j7 Uhr abends im Sitzungssaale des Zionistischen LandcsLomiteeZ, 2. Bcz., Taborstraße 20 a, statt. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Me Wische SrMeiusuude i» Mainz. Im Jahve 19812 wurden in der alten Mainzer Stadtdefestigung am Gautore zahlreiche jüdische Grabsteine und Bruchstücke von solchen gefunden, deren hebräische Inschriften nunmehr der durch die Erforschung dey-'Geschichte der Juden am Rhein bekannte Rabbiner Dr. Salseld in Mainz entziffert hat. Die Funde sind nicht nur in literarhistorischer, sondern auch in paläographischer Hinsicht für die Entwicklung der hebräischen Schristcharaktere von Wichtigkeit. Der älteste Stein gehört dem 10., spätestens 11. Jahrhundert der heutigen Zeitrechnung an, was daraus zu etfcnncu ist, daß die Buchstalbenreste sich zwischen den eingeritzten Linien befinden. Aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammt der Grahstein des Rabbi Simon, Sohn des Isaak, welcher Ehascm der Gemeinde Mainz war und dessen synagogale Hymnen «bekanntlich in die Rosch-Häschanah- Lituvgie ausgenommen sind. Von hervorragender literarischer Bedeutung ist ein Stein vom Grabe des ältesten Lehrers Raschis, des Rabbi Jakob ben Jakar. Nach dem Tode seines Lehrers (1064) kehrte bekanntlich Rafchi ans Mainz nach seiner Heimatstadt Trohes zurück. Die ueugefuudenen Grabsteine vervollständigen die reiche Sammlung von eckten Steinen, welche der alte, seit 1878 geschlossene jüdische Friedhof in Mainz sowie der „Eiserne Turm" an der Rheinstrafe und das Mainzer städtische Museum beherbergen. Grabungen nach der Residenz des Königs Saul. Ein Komitee von dänischen Gelehrten hat, wie I. L. A. berichtet, von der englischen Regierung die Konzession erhalten, Ausgrabungen an der Stelle der alten Residenzstadt Silo in Palästina, dem Mniassitz Sauls, durchguführen. Das Komitee besteht aus den bekannten dänischen Forschern S k o r d a a r d - P e t e r s c n, Prof. O e st r o p, Prof. Buhl und Probst Oessing. Die Ausgrabungen werden im Frühjahr 1925 beginnen und vom Inspektor des dänischen Nationalmuseum in Kopenhagen geleitet werden. Amerikanischer Bergallgen. In D a y t o n findet demnächst ein großer Flugtag statt, Lei welchem 200 Flugzeuge, ausschließlich amerikanischen Ursprunges, ein Wettfliegen über 200 Kilometer veranstalten sollen. Auch sonst werden Flugsensationen aller Art geboten. Den Höhepunkt der Veranstaltung aber, welcher wohl die stürffte Anziehungskraft auf die 260.000 Besucher, die man erwartet, ousüben soll, wird daß Bombardement einer Stadt bilden. Zu diesem Zwecke ist genau nach dem Vorbild der City von New-Uork ein Stadtviertel mit prächtigen, bis zu 33 Meter hohen Häusern errichtet worden, die durch Bombenabwürfe zerstört werden sollen. Es geht eben nichts über smartes amerikanisches Kullurempfmden., Im rückständigen Europa ergötzen sich Tausende von Menschen höchstens daran, daß vor ihren Angen Stiere, Hähne oder dann iwb .wann Menschen verbluten. Das im Krieg modern gewordene Schauspiel;bet Zerstörung ganzer Städte aus sich mit wohligem Nervenkitzel wirken zu lassen, ist den Amerikanern Vorbehalten geblieben. Di« Technik schafft eben .alles, und es lohnt sich, Städte cmfzubanen, um ihre Zerstörung zur Sensation für uervenharte Aankecs und chre alkoholisierten Weibsen zu machen. Mer die Illusion genügt einem smarten 'Aankee nicht; er braucht reale WiEichkeir. So ist es denn kein Wunder, wenn man lesen konnte, daß in den Kämmen um Schangh a i amerikanische Touristen zwischen den Fronten, das „Schauspiel des Krieges" beobachteten und sich's * Geld kosten ließen, bei der Schlacht „dabei zu sein". Was ihnen tut Ernstfall zu wünschen tväre, cvber gründlich. Wiener MvrAerr§eltung. Familienbad im Baatrixhad, »I. Unke Bahngasse 9 Ganz renoviert!! ^Ganzjährig offenl^ Dampf-, Wannenbäder und Kuranstalt Für Dampfbadbesucher Familienbad frei I Badeselt: die ganze Woche mit Ausnahme des Montag: me wen stutie. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) voridsir, 3. Oktober. (D e v i s e n k n r s e.l Wien 816,— Prag 149'/,, Rew-York 4.46, Paris 84.75»/,. Brüssel 92,60 Rom 101.82, Zürich 23.307,. Madrid 33,627,, Amsterdam 11,82 Kovenhagen 27,677„ Christiania 31,47-/,, Stockholm 16.75'/, yelsinfors 1787t, Berlin 16.75, Athen 256.—, Bukarest 857'/,. vonöon, 3. Oktober. E f f e k t e u k u r s e: Oester - reichische Anleihe 937t, Tschechische Anleihe 69'/,. Prager Anleihe 90'/,. Skoda 91,—, Bankverein 6,9, Bodenkredit 16.—, Central Mining 117«, General Mining 12,3, Diamonds 17,—, Debeers 117t, Rio Tinto 33»/t, Royal Dutch 28,-, Shell 37a. Paris, 3. Oktober. 8ln der Börse hält die Besserung an. Es zeigte sich im Geschäftsverkehr eine seit Wochen nicht mehr gesehene Lebhaftigkeit. Die Kurse waren im allgemeinen fest. Da8 Tagesereignis war das Steigen der Suez um 365 Franken. Sehr fest sind alle Valutapapiere und Petroleumwerte. In der Kulisse beginnt der Markt auch wieder lebhafter zu werden. In: allgemeinen scheint die Börse ihren Pessimismus anfgegeben zu haben und sich wieder normaler Geschäftstätigkeit zu nahem. Paris» 9. Oktober. Wechselkurse: London 84.66, New-?)ork 18.09, Belgien 91.67, Holland 734-/., Italien 8«7„ Warschau 3,66, Prag 86.70, Bukarest 9,85, Belgrad 26,25, Schweiz 362*/*, Wien 267*. Parts, 8. Oktober. (Radio.) Esiektenschlußkurse: Banane de France —.—, Pragodanka 405,—, Credit Lyonais 16,20, Suez 15,225, Platine 813, Dabrowa 667, Ganque Ottomane 835, Central Mining 9,83, Rio Tinto 2875, Le Navhte russe 383, Succeried Egypte 1034. CrmllchoncS sin 155, Chartered 50% Debeers ordin. 1001,—, Goldsields 837*. Hucmchakas 347,—, Jagers Fontain 2487:, Malacca ordin. 158, Maltzoss 448,—, Mexican Eagle 937*. Padanq 394, Rand Fontain 83,—, Randmine 3407,. Silva plana 153. Tanganhika 161,—, Tirüice wie 646 -, Utah Crpper 1492. Shell 331,-, Royal Dutch 23,650, Bnrmah —, Bakou 2520. Rem-Pork, 3. Oktober. Effektenbörse. Atchinson 1067s, Baltimore 627«, Canadian Dacriic H8%, Cbeasepeacke 307,. Earl 947«. GreatN Northern 63,75, Milwaukee —, Northern Pacific —, Union Pacific —United Steels —, Royal Dutch —, Southem Pacific —,—. New-Bork» 3. Oktober. (Radial Tevisenichlnhkurier Taggeld 2'/* bis 23/*%, Wechsel aus London 4.457«. 60-Tage--Wechiel 4,43'/., Paris 5,27, Amsterdam 38,77, Prag 2,987^, Berlin 237«, Silber 70. Drei HMkops-Generatrorierk. ' Bon dem Gehorsam, den das freie Amerika der so nnoemokratischen Königin Mode erweist, berichten amerikanische Zeitungen zwei kleine, bezeichnende Geschichten. Ein junges Mädchen brannte vor Verlangen, sich, einen Bubenkopf schneiden zu lassen. Seine Mutter, die fünfzig Jahre alt war, und ihre Großmutter, die die a ch t zi g schon lange hinter sich hatte, taten ihr Mögliches, sie von diesem Entschluß abzuüringen, aber vergebens. Eines Tages schlich sich das Mädchen aus hem Hause und schlüpfte in den nächsten Friseurladen, um dort auf dem Altar der Mode sein schönes Goldhaar zum Opfer zu bringen. Nach der Rück lehr wurde es von der Mutter und Ahnsrau mit heftigen Vorwürfen überschüttet. Aber die Zeit heilt alle Wunden. Und so bekannte eines Tages die Mutter, das; auch sie sich zur neuen Mode bekannt habe, und eilte schnell zürn Friseur, um nicht länger des Ungehorsams gegen die heiligen Gesetze geziehen zu werden.. Gute Beispiele wirken Wunder, und so konnte es nicht ansbleiben, daß auch die Großmutter mit ihren achtzig Jahren durch die Tat bewies, daß sie sich im Herzen noch jung fühle, einen Bubenkopf zu. txagen. Den Rekord aber hat zweifellos die älteste Dame einer kleinen Stadt im Staate Alabama aufgestellt. Sie erklärte, daß. sie sich dem Gebot der Mode nicht entziehen könne, n^d daß es ein Zeichen beispielloser Rückständigkeit sei, wenn eine Frau immer noch langes Haar trage. Ihr Weg zum Friseur gestaltete sich zu einem Ereignis in. der Keinen Stadt. Von nah nnd fern waren Freunde und Bekannte herbeigecilt, um die 98jährige Matrone auf ihrem mutigen Gang zu geleiten und ihr begeisterte Ovationen darzubringen. rkßdlsche StudentriM-rfemmiAW. itit Vortrag Kurt B!nme»ife!ds. Herr Kirrt B l u m c n f c I b, der vor einigen Tagen mit Herrn Prof. Akdert E i n st e i n au§ Berlin nach Wien kam, spricht Donnerstag den 9. d. um 7-8 llhr abends im Hotel „Post", 1. Bez., Fleifchmarkt 24, über das Thema: „Geistige und wirtschaftliche Entwicklung der jüdischen Jugend." ^RAGLAN—, K 650.®a» I Hilst Itb Weinberges*, I. Stytntma s 1 § Erstklassige Nassabtailung | L^bwm GRÖSSTE AUSWAHL - BILE.BGSTE PREISE •gnaewl 4. Oktober 1924 Seite 3 Scho» wieder die jüdischen Studenten, „Schon wieder!" sagte ich, als der Jüdische Hochschule ausschuß mich wissen ließ, daß er Geld brauche, ein^paar Millionen, um den bedrängten Kollegen -zu helfen. „Schon wieder!" sagen die Leser und sehen —^ ich weiß es — s>ehr mißmutig drein. Ja, sie sind schon wieder da, die, jüdischen Studenten, die Bannerträger jüdischen Wissens von morgen, die Zukunft unserer geistigen Arbeit. Sie sind schon wieder da, weil man jeden Tag „schon wieder" essen, in jeder Nacht schon wieder ein Dach riber dem Kopse halben muß. Das heißt: um dieser Notwendigkeiten wi^en, sonst als unerläßlich erachtet, nehmen die jüdischen Studenten die Hilfe der Oeffentlichkeit gar nicht in Anspruch- Sie halben ganz still und ohne zu klagen ihre „Mensa" geschlossen. In dieser Mensa haben täglich ein paar hundert Studenten und Studentinnen gegessen. Sie konnte nicht aufrecht erhalten werden. Wegen Mangels an Geld oder, wie inan auch sagen kann, wegen Mangels an Teilnahme in den Kreisen der Wiener Judenschaft und wegen Mangels au Pflichtgeftih?. Vielleicht wird der Hochschulausschuß ein paar Kollegen in der „Mensa academica", die sich null etwas freundlicher verhält, unterbringen, etliche in GeMmschaftstücheri verköstigen lassen können. Für die große Masse der bedürftigen jüdischen Studenten, die in Wien kein? Familieubeziehungen haben, bedeutet die Einstellung ihrer Studentenküche dennoch den Hunger. Sie werden auch weiter mit £50.070 bis 300.000 Kronen monatlich ihr Auskommen finden — wer-, den es, weil sie es müssen —, alöet ihr Auskunftsmittel, allezeit bereit und verläßlich erprobt, wird der Hunger sein. Trotz assedem rufen die jüdischen Hochichüler nicht nach Hilfe, um 'das Schrecknis der leiblichen Not abzuwehren. Alle diese jungen Ostjnden, die mit leerem Beutel und vollem Herzen aus ihrer fernen Heimat in unsere Sradt drangen, bringen den Entschluß, zu hungern, mit. Sie sind Fanatiker des Grundsatzes, daß man »war nicht leben, aber schissahren, nicht immer essen, aber studieren nnisse. Mit dem Hunger wird sich schon ein Uebereinkommen treffen lassen. Ater die Kollegiengelder müssen aufgebracht werden.. Und diese Kollegiengelder sind hoch. Selbst wenn, wie es vielfach geschieht, in Anbetracht der Vermögenslage Ermäßigungen von den Ausländergvbühren zugestanden werden, sind noch Beträge von 250.000 bis 300.000 Kronen für das Semester aufzubringen. Ueberdies kann dre Herabfetzung nur von den Köllegiengel^rn, nicht aber von den Laboratoriurns- und sonstigen Jnstitutsge-bühren gewährt werden, und diese Gebühren betrag^u beispielsweise für , Chemiker ein paar Millionen. Da das bei dem angeführten i Monatsbudget von 300.000 Kronen bei Anwendung aller mathematischen Kunftstückchen nicht einzurichten ist, wird es 1 begreiflich, daß beim Jüdischen Hochschulausschuß bei vierhundert Gesuche um Ernröglichung der Inskription eingelgnsen sind. Das bedeutet: vierhundert junge Meuschen, die bereit sind, zu hungern, wenn sie ihren Wissensdurst stillen dürfen; das bedeutet: vierhundert junge Menschen, die das. Recht, zu kernen, von uns fpvdern und für alle anderen Notwendigkeiten des Lebens mit einem achselzuckenden: daS wird sich finden, sorgen. Wenn man zunächst geneigt ist zu bestreiten, drß-.ün' Erwachsener mit dem angeführten O 'iwg sein Auskonnnen finden kenn, so belehrt ein Blick hinter die Kulissen eines besseren. Es ist zwar unmöglich, aber es geht. Es geht, wenn man sich damit abfindet, nur einmal täglich zu essen und gelegentlich ein oder zwei „Srottage" einzuschiebm. Es geht,^ ivenn man alle Wege, und wären es die längsten und könnte es nur auf Kosten des ausreichenden Schlafes, geschehen, zu Fuß zurücklegt. Es geht, wenn man bereit ist, sich mit der Vorspiegelung eines Hemdes zu begnügen, wenn man den ganzen Sommer Hindurch den Ueberrock trägt, weil der Rock darunter nur aus Fetzen besteht, es geht, wenn mm: es sich mit der vagen Erinnerung ein.r Sohle genug sein läßt. Wenn mall es riskieren will, die Nächte auf der Bank eines Parkes zu verbringen und von der Polizei als unterstände los ausgegr ifstn zu werden — was wiederholt geschehen ist. Es gcht, trenn man geneigt ist, seine schönsten, sonnigsten JuM-djahre preiszugeben, wenn man bereit ist, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Denn daß diese Lebensführung die" Gesundheit untergräbt, bedarf wohl keines Beweises. Die Krankenfürsorge des Jüdischen Hochschu'lausjchusses könnte ihn übrigens mühelos erbringen. Es ist erschreckend, in welchem Maße sich die Krankheitsfälle mehren. Bei einem Mitgliederstatw von 3870 gab es im Schulfahr 1922 b'.s 1923 137 fp:talsbedürft iae und 623 der a;nbulatorischeu Behandlung zug^- führte Kollegen, 1923 bis 1924 bei einem Mitglicderstand von 1618 165, beziehungAweise 576, Im heurigen Juli und August mußten 34 Studenten der Spitalspflege übergeben werden, 143 standen in ambulatoriscber Bchandlultg. Man übertreibt nicht, wenn man sagt, daß 60 Prozent der bedürftigen jüdischen Studenten der Tuberkulose verfallen sind. Auch für diese Zahlen, die wahrhaft erschütternd sind, Ivenn man sie sich in die lebendige Wirklichkeit üb ersetzt denkt, hat die jüdische Allgemeinheit nur ein Achselzucken. Aber wir wollen nicht undankbar, wallen nicht ungerecht sein. Außer einem großen Wvhlfahrtsverband gibt es auch noch einen Juden der FinallZwelt, der sich seiner Pflichten gegen den Nachwuchs der geistigen Arbeiterschaft bclvußt ist. Einen, der einen ansehnlichen dRonats'veilrag für den Jüdischen Hochschulausschuß leistet — einen einzigen in der großen, stolzen, reichen Stad». Und es gibt eine Schar von Jntelligenzproletarierli, die ans ihren rnagcren Börsen noch spenden konnien für die 9lot der Studenten. Denn die Hälfte der Summe, die bei der letzten Infkrivüon vom H.'chschnlausschuß durch Sammlung auf/ebrachl wurke.