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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-02 · Heft 2021 (2.10.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2021 (2.10.1924)
Date
1924-10-02
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Serie 8 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzertnn-^ 2.-Oktober 1924 ureichen nicht au*,. um den Körper in allen seinen Gliedern Asichmäßig auszubilden. ES ist -in Berfäbreu, das stecken ge-;MÄe» ist, während zmn Beispiel Laben und B o de, beide auf verschiedenen Wegen, -n gantz anderen Resultaten gelaugt si rÄ^ die wirklich die gymnastische Erziehung gefördert haben. Am oder vre Zuhörer mit all den schweren Darbietungen M Lersvhuen, Sie m das geistige Echasftn große Ansprüche stellen, gab es MNl Schluß eine Borführuug eines gelimgemn «ueMmischen Exzentrikfilms *S)« Zwei als Lebemänner". Alfred Gandt. «« Den Theatern. B u r g i b e a t e r. Morgen, 7 Uhr abe»rdr, „L i b u s s a* Akademie theater. Morgen, V»8 Nhr abends. »D i t Fran von virrzig J a hre , Schönbrunner Gchloßtheater. Morge«, »/,k Uhr abends, „Der Widerspenstigen Zähmung". V o l k 9 o p e t. Heute ad »lleri« r » stiea « a". »D e r B a j o $ i o*. Morgm .DerBettelstudent". — Die Proben z» Arnold SchSnbergS Monodrama ,D i t al ücklich e Hand", defferr Uranfführnng i»! Nahmen des Musik- und TheaterfesteS der Stadt Men, Dienstag fden 14. d. stattfmdet, sind im vollsten Gange. Der Komponist ist % Wien eingetroffe» und wohnt den Probe» bei. Im Deutscheulvolkstheater deginut Sam-tag den 4. d. das Ehrenmitglied Dr. Rudolf Tyrolt sein diesmaliges Gastspiel in K a r l w e i S Wiener 'Volksstück „D a S •8 t d 6 e H e m d" als alter EchSllhofer. Im Neue« Wiener Stadtthrater findet Donnerstag de» 14. d. die Uraufführung von „©faniV «ach dem gleichnamigen Roman von Artzibaschew von Aemu» B i g n y und Maurice Hirschmann statt. I« diese« Werke tritt die Uündarstelleri« Matzd« Sons« -um ersten Male auf der Bühne auf. R o b e r t-S t o lB L h u e. Morgen wird die Roderd» Siolz-Mihur, L B«ß., Annagaffe 3, eröffnet. Zur Uraufführung gelangt die dreiMge, lusttge DaLdeviHe-Q.Prret.te a s F r a u l e L n a » 8 1 0 01 R a ch t". Buch von Brunno Hard t und Karl FarkaS, GestmgStexte von Fritz Rätter, Musik vp« Robert Stolz. " Eine BussteAmg des Dogel". Blit dem im -Geutschen Bolkscheater morgen Freitag den 3. d. ersetzenden kurzen Gastspiele des doutisch^uMchen KmrsÜertheaters'^Der .Älaue Wog-i" wird mich eine in den Foyers des Hauses zur Mufftellung gelangte, den ganzen Werdegang dieser Klsm- EunstWihnL verawschiaulichenve Ausstellung von DekorationSftlnd KostünHkWerr, Figuren und Modells«, ferner von Gegen- , ständen van ruMcher Baalernkunst, wie Spielzeug rchv., Ätze in .den Werkstätten -des Theaters hrrgsstellt werden, veMMden Ifern. Eine Reihe der hervorragendsten russischen Dekorrrfions- MnsÄer, wie GftrdijakaK, DschelWffchess, Lartean, Poßadaftff, Jordan, MßasptzMG unfr die BviguÄalwskcha, werden yer- Zrchen sein. Der mstMuaMte, der vom ,Mauen Wogrl" « ine -Dresdner Oper berufen worden war, wirkt Kögemoartig « Amerika. Jordan hat die Truppe hiecher 'begleitet. > Wlhelm RengeHerg schwer erkrank. Der VMHmw Orchefterdrrigent Mlhelm Mengalberg Ft in Amsterdam an einer RiÄenentZüMmg erkrankt, muffte ins Krankenhaus geb-r-achtrmd einer Opevotron untesftogen vev- :den. Der Zustand Mmrgeldergs Ft sÄhr hedeEch. MengrLiberg, Mrv^nt des Kanzert-Gebomoe, ist einer der bsdeuttndsten Mahler-DiriAenten der Welt. Line neue russische Künstlergrappe. In Moskau ist vor kurzem eine neue Kmrstlerveremvgumg unter dom verkürgten Keirnwort ^Ost" zustande gekommen, an deren ^itze Juv« Äirnankaw, D. Stereuberg, sowie vils Vertreter der pmgsten Malevgeneration Denissowsküf und Willi a ms.itchen. Schon im November beabsichtigt «/Oft* ,®nt einer grohen Schau vor das. Publrkam zu trete«. Wie HcruptpunAe frei» Programms, zu welchem der sich dejkrmt, lemten: Streben nach absoluter Meiste^chaft i» der TchÄmcLerei, Zeichmura «ad Skulptur, öafieveüd auf den Zvvmalen Errungenischcqten der letzten Jahre; Mehr vom SLiWeichaften im Bilde als einer Erscheimmg maskierten IDÄettantiSmus u-nd Streben nach Vollerchung reden WerckeS, Abkehr van der gegenstandslosen Malerei und dem in der jetzigen russischen' Malerei docher^chemren MeudvseEoaüS« pms, welcher zersetzend auf die MMrlin frer Form, Zeichnung Mid Farbe wrrTt, revolutionäre Gegenwart und KÄrhsit in der Wohl der Themen und Abkehr vom Abstrakten sowie MkeÄrotrfch-EchDlenben m dieser Richtung; schließlich 'Orientiermpg auf die künstlerische Jugend. Der ,-Qst" trogt Aich mit der Absicht, auch ausläMsche -Künstler Kr fernen AuS- Scllungen httanMN^eu. Serichtssaal. Sas Rrvolvenütva« w kr PratMrabe. .i - Der Täter steigrff»r»che». ' Km 23. Mai d. J„ gegen 5 Uhr nachmiktags, schoß frer .Fleischhauer Johann Herzog aus Psafsstätten den Gastwirt ^Johann Eham im Gastlokal Praterstraße 8V nieder. Herzog ^verließ dann das Lokal und ließ sich ohne Widerstand von einem ^Wachmann, der die Schüsse gehört halte, ftstnehmen. Im Frühsffchr 1924 wurde er mit Ghäm 'bekannt, der eine Flerschhauerei;.m Psaffstatten besaß und sie verkaufen wollte. Mitte März kam ein Vertrag zustande, nach welchem Herzog das Haus urÄ» daS Geschäft Ehams in PsafWtten um GoO MMonen -Kronen er- . warb. 416 Millionen waren gleich zu bezahlen, 240 Millionen sollten aüf dem Hause als Satzpost liegen bleiben. Gleich bei frer -Uebernahmdes Geschäftes in PfaMätten machte Eham 'Schwierigkeiten und in der Folge kam Herzog.darauf, daß er seinen günstigen Kauf geschlossen hatte. GS setzte sich in'ihm nun die Meinung fest, daß er hinter gangen worden fei. Am empfiwdlichsten traf aber Herzog der Umstand, daß das 'Steueramt Baden Mitte Mai über ©fram aus Anlaß des mit , Herzog abgeschlossenen Kaufvertrages eine Gobührenstrafe von 280 Millionen verhängte und zur Sicherstellung die Restforde- ' rung des Wam an Herzog pfänden ließ. Herzog sah seinen Ruin vor Augen und machte Eham für /aller verantworllich. Nach dem Gutachten der Psychiater ist Her- :zog ein neuropachrsch veranlagter, schweren Affekten leicht aus- . gesetzter, bisher unbescholtener und sehr gut beleumundeter ,.Mann. Er legte sowohl bei der Polizei wie auch vor dem Unter-?ftrchüngsrichter ein volles G e st ä n d n i s seiner Tat ab. KommaniHte dar Kroatfsehon Eskomptobank, Agram Wien, I. S«itxer89fi* 4tEdK «Ai | ^j||t tim I mm Alle Arten non Bankgeschäften v^-va^emx-vmmm Ttztepkan r 38->54K) Sari« cke BogBQTfiiasae ®nü beim (3wibcn) Warengeschäfte Tei«SWimmadre3M, CrniMlMMk Die SchwurgerichtsverhaMung fand gestern unter dem Vorsitz des Hofrates Dr. Dörr statt. Vertreter der Anklage ist Staatsanwalt Dr. Tuppy, Verteidiger Dr. Leopold Katz. .Der Angeklagte erklärt, daß er nicht wisse, wie er dazugekommen sei, den Eham zu toten. Jftr seinem ganzen Leben habe er nicht den GÄ>anken gchabt, einen Menschen zu töten. Er kommt nun. darauf zu sprechen, wie er von Eham durch den Abschluß des erwähnten Kaufes geschÄdrgt wurde. Eham hübe ihm vollständig falsche Angabe« gemacht. Vors.: Jetzt sagen Sie ftttt aber, warum haben Sie geschossen? Weil Sie vielleicht empfindungslos geworden sind oder aus Hatz? — A n g ek l.: Ich weiß nicht, wie ich dazugÄkommen bin? — Bors.: Sie habe« geglmrbt, daß Sie betrogen wurden. — An ge kl.: Ja. — Bert.: Waren Sie damals betrunken? — Bors.: Cr hat bereits selbst zugegeben, daß er nicht betrunken war. Betzde Psychiater ertlärien in ihrem Gutachten, daß Herzog die Tat im Zustande des Affektes verübt ha'be und er damals nicht Herr Wer sich selbst gewchen sei. Der Staatsanwalt beantragte die Einholung eines Fcckultätsgutachtens. Der Gerichtshof lehnte diesen Antrag mit Mcksicht auf das übereinstimmende Urteil beider SachverstäMgen ab. Die Hauptfrage auf Totschlag wurde Über Antrag'des Verteidigers durch eine Zusatzfrage auf S-inn«sverwirrung zur Zeit der Tat ergänzt. Die Gchchwornen beantworteten die Ha uptfra^e mit acht Ja ibnd vier Nei^r, die Zwsrtzfrage mit elf Ja und einem Nein. Der Borsitzende verkündet« hierauf den Freispruch des Angeklagten, was vom Auditorium mit lauten Beifallsrnfttr ausgenommen w.mde. Eine Klage wegen ««lauteren Wettbewerb«-. Wie erimrerlich, hat sich vor einiger Zeit eine Gesellschaft „Dämmerung" gegründet, welche die Zeitungszustellung!ns Haus durch- Mhren wollte. Die Bestrebungen der GÄelkschast scheitertm aber an dem geschloffenen Widerstand der TabacktrafAanten. Wie wir nun erfahren, hat die Dämmerung" wegen der Organisierung dieses Widerstandes gegen den Reichsverband der Landestrafikantenvereine Leim Wiener Handelsgericht eine Klage wegen unlauteren WettLeweöbeS eingeibracht, in welcher sie den Streit mit 666 Millionen Kwnen bewertet und eine Reihe vorläufiger Verfügungen, wie Versammlungsverlbot, Veröffentlichung von Berichtigungen in einigen Wiener Zeitnrrgen usiw., verlangt. Die Verhandlung findet demnächst statt. Die KiudeSleiche tm Keller. Aus Krems wird uns berichtet: Di« Slfährige WirtschrftSbesitzerstochter LeopÄdine Bari l ch aus Schiltern bei Langenlois hatte mit dem Wirtschaftsdösitzersfchn Franz Ober Müller ein Liebesverhältnis «ntech<Sten, daS mcht ohne Folgen geblieben war. Da im Orte em Gerücht ging, daß die Polo! ihr Kind HWe verschwinden kaffen, pflog die Gewdarmerie Echvbunyen. Das Mädchen gestalt «rn. daß fi« ihr neugeborenes Kind im Keller vergraben habe, wo di« Leiche auch gefunden wurde. Des Kindesmordes vor dem hiesigen Schwurgerichte angeklaat, bestritt das Mädchen die Tötungsabsicht um» gab an. daß das Kind bei der Geburt, die heimlich im Keller erfolgte, auf die Geisichtsseite zu liegen tm und erstickt sei. Di« Angeklagte wurde vom Kindesmorde sreigesprochen und vwß wegen GeLurtsverheimrichuus z» zwei Monate-« strengen Arrests vermleitt. - Der beleidigte BankdireUor. Der Direktor der im.Konkurs befindlichen Heimatbank, Rudolf Stöckl, hot gegen den Studenten der Medimn Abdul Malik, einen Aegylpüw, eine EhrendeletdkgungSÜage eingebracht. Nach Inhalt der Klage hatte frer Beschuldigte das Gerücht ousgestreut, daß DirÄtor Stöckl,vorLeftraft sei, und weiter rn einer sehr stürmisch veÄ-üfenen Versammlung der Gläubiger der HeimaLbank geäußert, daß Direktor Stöckl kurz vor AnmeÄnna des Ausaküchsverfahrens sich aus der Heimatbank erst 166 Mil- Ironen und dann 36 Millionen Kronen entnommen hckbe, daß weiters die größeren Gläubiger der Bank zum Nachteil d^r kleinen Einleger mit Sicherstellungen bevorzrmt Wochen seien, endlich soll Malik erzählt haben, daß Direktor Stöckl fünf außereheliche Kinder habe. Der Klager war zur gestrigen BechaMung nicht erschienen, da er nach Angabe-seines Vertreters im Zusammenhänge mit dem Zusammenbruch der HeimatöaiÄ verhaftet wuÄe und sich derzeit noch in>Untersuchunash aft befinde. Aus di« Frage.des Richters,.weshalb Direktor Stöckl verhaftet wurde, erKärte sein Vertreter, daß er dies, selbst nicht wisse, daß jchenfalls die BMuldigungen des AugeAagten zur Verhaftung des Direktors Stöckl - beigetragen hatten. Der Angeklagte seübft gab an, daß er lediglich nn Bureau der Heimakbank auf die Anfrage eines Gläubigers, db Direktor Stöckl schon eingoßperrt war, erwidert habe, er 'glaube, daß Direktor Stöckl vorbestraft sei, er habe dies von Verwandten des ÄrecktorS gehört. In der Versammlung der Einleger, der er als Beschädigter angewohut habe, habe er nur erklärt, daß Direktor Stöckl in der letzten Zeit in der Bank ein Konto von 106 Millionen Kronen, weiters für sein Bureau ein Konto von 36 Millionen Kronen eröffnet habe. Von unehelichen Kindern des Direktors Stöckl habe er nichts gesagt, da chm davon nichts bekaimt sei. Ein Bankbeamter gab ckls Zeuge an, daß der. Angeklagte allerdings davon gesprochen habe, daß Direktor Stöckl vorbestraft sei. doch sei dies ern öffentliches Geheimnis gewesen und sei anläßlich des Zusammenbraches, der Bank von sehr vielen Personen erzählt worden, daß Direktor Stöckl bereits vorbestraft sei. Der Richter beschloß, die VevhaMung zu v.e r t agen, um beim Straflandesgerichte anznfragen, warum .der Kläger sich in Untersuchungshaft befinde. AMERICAN TAILORS . Brüder Koch Ges. m. b. H. 8. fiel., Mariahilferltrabe 17!a? Ull»r Fernruf »48» Erftslassige Maß-Schneiderei für'Herren / Reiche Auswahl in fernen c^Tifdieit Stoffen / Elegante Ausführung / Billige Preise "7'' Polnische Dlrtschaftrwoche. Schwache Börse». — Der Warenveickehr mit dem AWlaude. -- Eine Ausländsanleihe für Lodz. <Aon mrferem polnischen M. S.-Korrespottdelrlru.) Während der Berichtswoche trat auf den Polnischen Efsertenplätzen eine so starke Baisse ein, daß sie die vorwöchigen Kursabbröckelungen in den Schatten stellte. Die wenigen Transaktionen werden ledMich durch die BerufHpokulatisn getätigt, die zur Gänze auf die a la Baisse-Spekulation undgesattelt hat. Die ^besonders schwache Haltung der Wiener Börse trägt nicht wenig zu dieser Schwächeperiode bei. Die nächste Zukunft verspricht nicht beffer zu sein, Die Steigerung der Preise der wjchtigsten zum Lebensbedarffe noütvendigen Artikel, die Stagnation in der Industrie, die Einschränkung der Kredite durch die Bank PolÄr, die bevorstehende Zahlung der Rate der Vermögensabgabe im Oktober, verursachen einen Dargöld-mangel, der mit dieser Stärke noch nie heworgetreten ist. Alle diese Momente wivkerr natürlich auch aiiif die Börsen, und sogar die ultimo Oktober und Dezember abgeschloffenen' Geschäfte erfolgen zu noch tieftreu Kursen. Die Regierung tut nicht viel, um die Besserung hevbeizufÄhren. Bei Banken werden lediglich Revisionen durchgeführt und es besteht die Absicht, die durch diese vorrechneten Zinssätze im Wege einer Verordnung heräbzusetzen und denen der Backen im Westen gleichzustellen. Die schlechte»: Aösatzverhältniffe^machen noch immer die Handelsbilanz passiv, wodurch die Anforderung von Valuten bei der Bank Polski nicht unbedeutend steigt^ Darauf deutet der im Abnehmen begriffene Vakutenvorrat der Bank Polskr. . ' , , Bon den einzelnen Effekbenkategorieu erlitten Arbitragen, werte, Petroleum, Zucker und Bankaktien die größten Kursverluste. Das Sircken der Zuckerpreise schwächt« die widerstandsfähige Haltung der Zuckerwerte wahrend der letzten Wochen ab. Die folgende Tabelle zeigt die Kurs« vom 29. September im Bechallnis zu ultimo August und weist die Kursverluste aus, die durch die letzte Abtvärtsbewegung der Kurse bei manchen Effekten bereits wieder über 30 Prozent betragen: 3S. September 1924 31. August 1A4 i» Zlath Hypotheteubünk . . . . . 6.66 0.77 Malopolskibank. . . . . . 6.-38 V.45 Warschauer Diskantobänk. . 3.56 f" 7.98 Judustrlebauk ...... 6.45 0.6Q> Zieleniewrkt. . . . . .16.— 14.56 Galizische Moutm .... 4.86 6 56 Tepege ......... 3.66 4.56 Chodorow.. 5.05 7i68 Chybte.. . . . 6.70 N.-i Lemberg« Brau . . . . . 7.25 11.— Rakszawa.,. . . 2.60 4.10 PolSka Mafia ...... 0.25 . 0.55 Mit dem 36. September trat das Gesetz Über den Ware«- verkchr mit dem Ausland« außer Kraft. Somit wird auch dar Ein- und Ausfuhramt liquidiert und es werden in HiMkunst Lina solchen Aus- oder EinftchrLewMrgungen erteilt. Nachdem jedoch gelegentlich der Einholung solcher Bewilligungen auch die Angelegenheit der Abgabe der vom Export erzielten Valuten erledigt wurde, wurden auch diese Modalitäten für die Zukunft abgeändert. Das FinanMinisterium bringt jetzt ein neuer Gesetz heraus, welches weiterhin die Abgäbe der aus dem Export von landwirtschaftlichen Produkten, Vieh, HÄz und Eier «Mten Voluten Vorsicht. Die Kontrolle wird die Bank Polski aus diese Weise ausüben, daß die Waren nur dann ausgefiihrt werden können, wenn der Exporteur bei der Bank! Polski eine Ber- Mchtung, die Valuten abzuführen, unterschreiben wird. Auf diese Weise wurde dir Garantie geschafftn, daß die Bank Polski die Baluteneildgänge nicht verlieren wird. Eine Delegation der Londoner Bankeuveveinigung wellt in Lodz und verhandelt mit der dortigen Stafrtgemeinde betreffend einer Anleihe für Jnvestitionszweck« der Stadt. Die BerhaMungen nehmen einen günstigen Verlauf. Der Delegation gehört Konsul M. Redel, Graf Ronikier und O. 38. St e it b a IT an. Die Stadt Lodz 'beabsichtigt, alle städtischen Anlagen, die arg vernachläffigt sind, mit Hilfe dieser Anleihe zu renovieren. Dev Ausweis des polnischen Noteninstituls. Warschau, 1. Oktober. (P. L. A.) Die Letzte Bilanz der Baak von Pollen weist eine Zunahme der Goldreserve um 186.600 Zloty auf. Diese Reservebeträgt gegenwärtig 99,5 Millionen Zloty, wahrend sie «ach dem BrmkauÄveise' VE 19. Mai d. I. sich aus 70,3 Mllionen belief. Die Valutenwserve hat sich im Lauft der letzten Dekade um 10 MMonen Zloty verringert. Diese TaÜsache erklärt sich durch dir BeÄüvf« Msse dar Jndlkstrie, die «ne .mtenftvere Tätigkeit entfaltet. Die Valuten find auch -um Delle Kr den Warenimpori i>m Zusammenhang« mit der auf die Herbeiführung einer Verbilltguug der lebensnotwendigen fllrtiiftl gerichteten Mtnm verwendet worden. Die Bcllutenraftrve betrug am 26. v. M. 287,9 Millionen Zloty, war also wm 96 Millümen Zloty großer als jene des Bankausweßses vom 16. Mai. Der Banknotenumlauf hat im Lauft der letzten Dekade «ine Barriu.ger<u.ng um 16,6 Milli o ne «Zloty evfthvvn.. Die MetaÜdecknn.g Übersteigt bekrächtlich die als Rawn vou

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