Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2021 (2.10.1924)
- Date
- 1924-10-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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VeAe 8 " Mm, NommÄag " ' '«st in dar letzten Zeit ist eine Besserung oingetreten, «achdem sich die MuMzipalÄät von TÄ-Mviw -ans mein Betreiben entschlossen hat, eigene Bauvorschriften zu erlassen. Auch die Hypothekenbank griff zu der Mchen Maßnchme, und man neigt dort dazu, die mmimale Druckfestigkeit mit 40 bis 50 Kilogramm auf einen Ouadvat-entjWter uu>d die minimale Eichechet mÄ zehn anzunchmen. Unrichtige Angaben über die Auswanderung aus Palästina. Die Anfang dieses Jahres übier die gksße Auswänöörung aus Palästina übermittelten Zahlen haban seinerzeit Lerähtigtes Äufsehe» erregt und sind vielfachen: Unglauben begegnet. Me berechtigt die Anzweiflung der Richtigkeit dieser Zahlen war, bezeugt folgender .Artikel der. Londoner. „Jewish World": Am 16. Mai haben wir über dir Mitteilung der palästinensischen Administration berichtet, daß in der: Monaten Februar und März 611 Immigranten beschlossen habe», Palästina zu verlassen, gegtenüber bloß 760 Einwanderern. Wir bemerktLir, daß in dieser Auswanderungszcchl sicher auch die Touristen enthalten seien, die nach ihrer Besichtigung PMstinas wieder abreist«». Wir erhielten jedoch eim Berichtigung, daß unsere Vermutung irrtümlich sei, nämlich daß die Auswanderungszahl keine zurückkehrenden Touristen enthalte. Aber schön bald danach gelangten wir denn doch zu der Ueber-eugung, daß die Zahl der Im? Migranten, die in dem Lettesfenden Monat Palästina verfasse» haben sollen, tatsächlich Touristen ieinschließt, so wie wir es anfänglich vermutet hatten. Die Zählen der Ein- und Auswanderung hatten sich eben im Bureau der Administration verwirrt, und die Angelegenheit war so ruhen geblieben, ohne daß der Regierung irgendwelche Mitteilung über den Irrtum gemacht wurde. f ( fc« Im folgenden Monat war der für Kesen Irrtum — wenn es überhaupt ein ^Irrtum war — verantwortliche Beamte natürlich in einher 'Verlegenheit; er konnte den ,Lrrtum" nicht gut weiter fortsetzen und die Touristen wreoetum als anslvandevnde Immigranten mitberechnen, andererseits wußte er, daß, wenn er die wirkliche Zahl angibt, man mit Fragen an ihn herantreten würde, über die Ursache der offenbar zutage tretenden Abnahme von einem Monat zum anderen. Er kam deshalb auf die großartig« Idee, überhaupt keine Zählen zu senden, in der Hoffnung, daß man es nicht beachten würde. Man beachtete eS aber doch, hie vermißten Zahlen wurden verlangt, und die in üe Enge getrieben« Administration übermittelte nach Whitehall eine vollkommen willkürliche Zahl von (wenn wir nicht irren), 500. Dies wurde aLerin Palästina bekannt^ man stellte Anfragen über Details des Reiseziels dieser 560, worauf nach vielem Hm und Her mitgeteilt wurde, daß 400 von ihnen nach Amerika reisten und dev Rest nach verfchiedenen anderen Ländern. Aber die Zahl der in dem betreffenden- Monat vom amerikanischen Konsulat erteilten Bisa brachte die merkwürdige Tatsache ans Licht, daß statt där angegebenen 400 palästinensischen Amerika-Auswanderer nur vieren das Visum erteilt worden war. Jetzt gab es natürlich keine Ausflüchte mehr. Es bleibt nur noch zu bemerken, daß zu diesem' Zeitpunkt Herr Albert M. H yamson, der für die Statistiken verantwortlich ist, gerade in Urlaub und abwesend von Jerusalem war. lieber die Moral der Tatsachen ist kein Kommentar mehr nötig. Es ist ganz offenkundig, daß Beamte in der palästinensischen Administration tätig sind, die es auf alles ankbmmen lassen, um die Zwecke, für die sie unter dem Mandat airgesteW find, zu verhindern; sie wissen gar nicht, wie es oft der Fall mit einer derartigen Beamtenschaft ist, wie unredlich sie gegen ihre eigene Regierung handeln, und sind sich der Tragweite gar nicht bewußt, wie sehr sie sie bestehlen, solange sie für ihre eigenen persönlichen Ansichten Propaganda machen. ^_ Di« VcckSstiEinvmcherung via Tsmach. Wie ,HaareF* berichtet, hat in letzter Zeit dieEinwanderungmeisopotamische r Inden auf dem Wege durch Gemach nach Palästina stark zugensmmen. So kamen in der ersten Halste des Monats M durch die Station von Semach 51 Einwanderer ins Land, foft lauter Familien. Die meisten gingen nach Jevichälm, einige wenige auch nach Liberias. Ameliorationsarbeitea in Jadjur. Hat der KsschorHuß «Mg Wasser, um die JMurW-den des Keren Katjemech zu iitrigtetcn? Dies ist die Frage, welche durch die an den Usern des Flusses einyeleiteten Avoeiten ihre Lösung finden soll. Den Sommer Mer rst der KisHon ausgetrvcknet, doch gwt es an einigen tief gelegenen Stellen des Flußbettes Quellen, deren WasseraNsam-mlung den Moskitos als Brutstätten dient. Deshalb plant inan, Koei oder drei Pumpstationen zu unterhalten, um dieses Wasser aus-usaugen. Wenn das so gewonnene Wasserquanium Kr eme genügend große Irrigation ausreicht, werden sich die Kosten der Pumparveit durch den vermehrten Ernteertrag bezahlt machen. Schon setzt lätzt sich als Ergebnis der vorläufigen Pumpungen feUtellen, daß eine beträchtliche 'Irrigation möglich sem wird. Der vor einigen Monaten -beschlossene Zukauf von 800 Durram hat den Jadjurlboden des lKeren Kasemeth bis an die Grentzen des Komplexes ausgedehnt, der der neuen Zenvenffochrir Nesher" bei Hass« gehört. D«S bedeutet eine Stärkung beider Positionen. Bodenerwerb bulgarischer Juden i« Palästina. Nahe der Eisenbahnstation Mo haben bulgarische Juden , ein Terrain tarn 7©0 Durram erworben, aus dem sie sich im Lause des Jch-res mit chren Familien anzusiedeln beabsichtigen. Rach den beuchenden Plane, dünste es sich um 40 «bis 60 Familien handeln — für söde Familie sind 15 Dunam vorgesehen —, die sich mit Gemüsebau, GOügehmcht oder Anlage von Oöstbäum-en de» Mastigen-sollen. Mit Hilfe -des in -der Mähe vorhandenen Wassers soll' dort eine intensive Wirtschaftsform zur Durch- Khrung gelangen. Stratzenbau am Berge Karmel. In kurzem wird mit der Anileguna einer Straße von sechs Kilometer Länge und sechs. Meter Breite begonnen werden, die sich zwWen den Grundstücken der P. L. D. C^ der American Real Mate Co. und der rumänischen Ach-uzah am Karmel bmgiehen wird. Die Anlegimg der Straße wird mindestens 300 bis- 260 Arbei""c,r Kr di' .; <ues hcckben Jahres Beschäftigung gaben. MlWyr WoMMMntz.__ Sie wichtigsten Fmnenaufgaben in »nd för PaMWa. f Wenn auch die jüdischen Frauen erst seit kurzem für Palästina tätig sind»-so verdankt bereits eine größere Anzahl wichtiger Institutionen. in Palästina den jüdischen' Frauenorganisationen ihre Entstehung. Hieher gehört in erster' Reihe di« Habassa. Im Jahre 1920 wurde über Anregung der palästinenftschen Frauen da? Hostel in Tel-Awitv gegründet, ein Mädchenheim, mit Haushaltung skursen verbunden, welche dem dringenden Bedürfnis einer raschen und praktischen Ausbildung für Chaluzoth abhelfen soll. Durch' die Schaffung einer Exekutive der Weltorganisation der zionistischen Frauen in Palästina sind die Arbeiten auf dem Gebiete sozialer Fürsorge für di« Frauen bedeutend erleichtert worden. Der Exekutive verdanke» wir die Gründung der wirtschaftlichen Schule in N-ahälal. Wenn auch augenblickliche Hilfe notwendig ist, so müssen doch Musteranstalteu für - erzicherisch« Arbeit, Sozijalpädagogik und dergleichen,., begründiet werden, denn nur auf die Weise können Institution«»: von bleibendem Wert geschaffen werden. Die soziale Frauenarbeit in Palästina muß von pädagogischem Einfluß werden, da. die meist schlechte Mädchenerziehung in den ärmeren Schichte» unseres Volkes jeder beruflichen Ausbildung bar ist. Auf Grunh der Erfahrungen der vergangenen Jahre kaM festgestellt werden, daß in Palästina die Schulung für das praktische Leben sowie diie fachmäßige Ausbildung für einen in PalästSna auszuübenüen Btzcuf äußerst dringend ist. Schon aus diiesem Grunde alletzn müssen die Palästmaämter in Europa mit den Berusssorganiisatione» in Ertzz Israel im engsten Kontakt stehen. Die ziMistischen Landesvrgamsatiouen hätten daher auch die Pflicht, die zur Unterstützung von Chaluzim gesammelten Gelder nach sorgsamer Prüfung jedes Einzelfalles, vor allem für die F ach au sbildung der Chaluzim und Chaluzoth zu verwenden, und' sie in vorzüglichen europäischen Lehranstalten. nNterzubringen. Abgesehen von 'Deutschland und der Tschecho- Slowakei hat bisher keine zionistische Landrsorganisation der fach mäßigen Ausbildung der Chaluzim und Chaluzoth die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Unter dem Zwange dies alltäglichen Lebens mußte nun Er«z Israel selbst eine Art praktischer Schule werden. Es ist aber klar, daß diese in. aller Hast vollzogene Erziehungsarbeit viel Vergeudung an Kraft und Energie bedeutet. Eine engere Fühlungnahme des Golus mit dem Leben in Palästina würde sicherlich in dieser Hinsicht Besserung bringen. Vor -allem, wäre es Pflicht der im Galuth tätigen zionistischen Frauenorganisation, für ein« berufliche Ausbildung der weiblichen Jugend' Vorsorge zu'treffen. Palästina verlangt für ein kulturell und' industriell icertig entwickeltes Land eine Ausbildung in den praktischen Wirtschaftsfächern. Der Mangel an kulturellen Behelfen des Haushaltes erfordert eine gesteigerte Methodik der Arbeit, um den H au sh alt in modernem Sinne führen zu können. Mädchen,, die in und für Palästina ausgeMdet werden, können daher mit einem intellektuellen. Beruf wenig anfangen. Bei der primitiven Lebensführung des Jischuw muß de Frau in Palästina für das notwendigste vorbtzreitet werden. D^ie Sorge um den geordneten Hau s h al t, die hygienische und ökonomische Zubereitung der Speisen, die Kinderpflege — das sind palästinensische Mädchen- und Frauenberufe. Diie Leitung von Spitals- und A n st.a l t sküchen) die großen Haushaltungen der Kwu!- zoth erfordern eine administrative und organisatorisch« Ausbildung, die nur in systenlatischer, pädagogischer Arbeit zu erreichen ist. - Das Hauptkontigent der bisher eingewanderten Chaluzoth ist lsider beruflich undiszipliniert und bient Zufall überlassen. Das vor einigen Monaten in Jerusalem geschaffene Arbeitsvermittlungsbnreau für arbeitsuchend« Mädchen gelangt auf Grund ßeiner Erfahrungen zur Ueb'erzeugung, daß die meisten Mädchen, die sich hier registrieren ließen, auf die Frage, ob! sie kochen können oder Kinderpflege verstehen, eine vernein-mi^ Antwott geben, mußten, wogegen, von den Arbeitgebern nur Hausgehilfinnen, Wirtschafterinnen und! Kinderpflegerinnen verlangt rverden. Die über Veranlassung der M i ß S z v l d vor. drei Fahren geschaffene Landesorganisation der palästinensischen Frauen mit Lady Samuel als Ehrenpräsidentin' an der Spitze, hat es sich daher zur vornehmsten Ausgabe gestellt, zumindest für die häusliche AusbildunI der im Lande blefiudlichlen Mädchen zu sorgen. Wem auch die außechalb Palästinas tätigien jüdischen Frauenorganisationen bei der Gründung! von praktischen Schulen zur AusbLdung der Frauen Großes leisten können, so verliert diese Arbeit jedweden Wert, wenn nicht eine im Lande tätigje Franenorgauisation die bodenständige Arbeit selbst tut. Im Anschluß und mit Hilfe der Hadassa und ihrer ausgezeichneten Schwestern begann die Lcmdesorganisation in Jerusalem ihre Arbeit mit wer Frauen- und Säugp ljngsfürsorge, an welche Milchvertseilungsstellen angegliedert wurden. Die erzieherische Arbeit an den Müttern, Borträgen und Ber'attmgen über die Pflege des Säuglings, führte zur Gründung einer ztveiten Sektion, der Kulturfektion, deren Hauptaufgabe es ist, den jemenitischen, sephardischen und persischien Jü-> binnen die Kenntnis der hebräischen Spräche zu übermitteln. Tenn ohne Kenntnis der hebräischeir Sprache kann in Erez Israel keine jüdische Fran an der Kulturbdwegtung teilnehmen. An der Spitze dieser KültursekÜon, bfie in zahlreichen Stadtteilen Jerusalems Sprachkurse erhält, steht Frau Ussischkiu. Im März l. I. hat die oberwähnte Landesooganisa- ' tion zwecks Zentralisierung der gesamten sozialeir Frauenarbieit ein Zentralkomitee mit dem Sitz« in Jerüfolcnt eingesetzt, d,as in fcjet nächsten Zeit eine Reihe voll Säuglingsheimen, Haushaltungsschulen undj Abendkursen gründen wird. Für das Säuglingsheim 'interessieren sich besonders. engllische Damen und'es ist zu hoffen, daß es bereits kn der. allernächsten Zeit möglich sein wirdfür dieses Säuglingsheim «in eigenes Haus zu erwerben. ..! ' . - ' Aufgabe der jüdischen Frauen in O«st er reich und Polen wäre es, für die Ausgestaltung der Hau sh altungSschule in Jerusalem die nötigen Geldmittel aufzubrmgen. Ich wende mich an unsere Schivestern mit der Bitte, durch Sammlung von Möbeln, Geschirr, Wäsch e u n d Lehrmitteln zur Ausgestaltung m Haushaltungsschule in Jerusalem das Ihrige beizutragen, Die Mitglieder der zionistischen Frauenorganisation dieser Länder könnten in dieser Hinsicht ein« großzügige Arbeit leisten. Die Leitung der zioitistische» Frauenorganisation in Oejsttrreich hat bereits dem von Schreiberin dieser Zeilen ausgearbeiteten Plan ihr« Zustimmung gegeben und vcrsprachen, in der allernächsten Zvit mit den Materialiensammlungen zu beginnen. Vhamar Buchstab-Awiijona Plan eines neue», großen Hotels in Jerusalem. Der 'bekannte Jerutzalmer Hotettor BerSky kchrt« ßoeiben aus Amerika zurück, «wo eS ihm »lrut „Doar Hajom" geAmgen ist,, eine Gesemchaft namens iPa lest ine Corporation Hotel mit evirvm Kapital von 600.000 Dollar zu gviiwden, die in Jerusalem ein großes modernes Hotel errichten will. Dieses Hotel lsoll «nach «den neuesten amevikanischen Erfchrungen erbaut werden und 240 Zimmer und 140 Baoozbmmer haben, wie auch einen großerl Saal für Versammlungen und Konzerte, eine 'Garteuanlage und Terrassen rings um das Hotel, Tennisplätze, Fußbalbplatze -und dergleichen. Eine Röhreuanlaae soll im Sommer durch «die emizelneu Zimmer einen -Kaltwassevstrom leiten, um eiue kühle -Temperot«ur zu schaffen. Für eine passende Be- -nsnnu-u-g des Hotels wurde ein Preis von 106 Dollar aus-geschrieben. Vorschläge sind an daS Hotel Allenibh, Jerusalem, zu rwhten. Bereinigung der Hoteliers in Tel-Awiw. Die Hoteliers in Del-Aiwiw halben eirtf Bereinigung gegründet «uc Hebung tveS lAtandes, die auch die Ordnung und Reinlichkeit in den Mausern beaiuffichtigen soll. Angttündigte Aufhebung des MetschutzaesetzLs in Jevu. salem. Bekanntlich war schon mehrmals versucht worden, in Jerusalem das Mietschutzgesetz auM-heben. Da die plötzliche Äushsbung dessebben jedoch mit recht großen Nachteilen verbunden war, hatte man sich zu einem allmählichen Mbau entschlossen. Eine Verlautbarung der Regierung bringt setzt die Ankürrdiguna vom 3. Mai in Erinnerung, wonach isde gesetzliche Beschränkung der Mieten vom 1. Muharam 1044, d. h. vom 20. Juli -1025, ausgehoben wivd. Re mlkrobiologWe Abteilung der hebrSWeü LuiversttSt. Dr. Israel S. Wechsler, Sekretär des Komitees der jüdischen Aerzie Amerikas, ist nach Jerusalem gekommen mit der Vollmacht, alles zur Eröffnung «demikrobiologischen Instituts Nötige vorzukehren. Das genannte Komitee wurde im Jahre 1921 fogotif der ersten Amerikadelegation, bestehend aus Dr. WevMann, M. M. Ussischkin und Professor Einstein, iu «New-Dork gegründet. Es gelang dem Komitee, sich die Mitwirkung einer großen Zahl bedeutender Aerzte aus allen Teilen Nordamerikas zu sichern. Als Ziel wurde festgehalten, b*t« nwdiKinische Fakultät der hebräischen Universität zu schassen. Das Komitee erwarb einen wertvollen Komplex, angrenzend an die Universitätsbüden am Skopus, und widmete 25.000 Dollar, um .für die Lehrer und Beamten der Universität Wohnhäuser zu bauen. Solange nicht alle für die medizinische Fakultät nötigen Wteilungen da. sind, beschränkt sich das Komitee auf die FinanAievung des mikrobiologischen Laboratoriums und trägt zur Echaltung des Chemischen Instituts bei, von dessen Jahresbudget der Keren Hajessod seinerzeit 1000 Pf. St. übernahm. Auch hat das Komitee «in vollständiges ^-Stvahlen-Jnstitut eingerichtet. , Dr. Wechsler, Spezialist für Nerven-und Geffteskra-nkheiten, war ermächtigt, einen Direktor für das mikvobiologffche Departement zu ermitteln. Er nahm auf der Fahrt nach Palästina in Errropa mit einigen hervorragenden Gelehrten Fühlung und erwartet nun die baldige Ankuwff des Direktors .mit seinem Assistentensta-b. Im einer Kundgebung an die Presse versichert Doktor Wechsler die Aerzte Palästinas, daß sein Komitee eine Institution schaffen wolle, die den medizinischen Bedürfnissen des Landes voll Rechnung trägt. Diese Institution werde, wenngleich unabhängig, engste Zusammenarbeit mit allen Medizinischen Faktoren des Landes suchen. Much beabsichtigt das Komitee, die medizinische Bibliothek, deren Kern in einer viele tausende Bücher und Fachzeitschriften umsasfende Spende des New-Iorker Arztes Dr. Jarcho besteht, auszubauen. Namens des a-nrerikauischen Komitees wird demnächst stir bi-e Bertvaltung des mikrobiologischen Instituts in Jemsälem eine ÄokliÄommPon eingesetzt. Rene Schulen in Tel-Awiw und Jaffa nöträ. Die Kchilla von Tel-Awiw und Jaffa hat der paläistmeMlschen Zionistilschen Exekutive eine Denffchrist vorgelegt. Danach, sind im letzten- Jahre 1200 schuWichiige Kinder nach PM-i sttna gekommen, von denen die meisten in den aemunten Städten.verblieben. Die Kehilla erklärt sich bereit, diese neuen; Kinder in Schulen unteMbringen, wenn die ^ekutive einen- Teil der Kosten aus sich nimmt. Die Mischen Eltern in DA- Awiw und Jcvffa zahlen 10.000 P-fund Sterling Schulgeld im Jahr. "Ferner lhat 'die Munizipalität von Del- Äwiw 3000 Pfund Sterling für das Jahresbuüaet des Waad! Hachnluch bewilligt. Die Kchilla will nm die Schulräume beistellen und schlägt weiters vor, daß der Wäad Hachinuch eine j Summe für die Errichtung neuer, der Kchilla zu unterstellenden Schulen widme oder daß der Waad die neuen, von; der Kchilla zu su-bvertionierendeü Schulen eröffne. Falls voin! Mularen Erziehunasbu-dget des Keren Hajessod pw 60.000 Muni» Sterling nichts versiigbar wäre. Me man die nötige iVuimme dem JmmlgrätionNbndge-t enmchmen. Die Kchilla drängt aus sofortige Entscheid-nnig. da sonst ein« stets wachsende! Zahl, von Schulkindern in einem dem Mischnationalen Interesse feindlichen Geiste ebenen; werde.