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Wiener Morgenzeitung · 1924-10-01 · Heft 2020 (1.10.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2020 (1.10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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KM tz Wien, MMoH ' Das Burgthearer Hai die Uraufführung mit Liebe «rmd Mnstlevischem Geschmack hewMe>Mcht.'- Den jungen Kaiser -gab Alfwd Löhner, ein «euer Mann von echtem FEr. Es ist Gutes von ihm M erwarten. Gustav Kenne, vom MiMlud-Dheater her bekannt, erwies sich in der Rolle des gehörnten Ehegatten als tüchtige Kraft. Hilde Wage ne r bekämpfte und 'besiegte ihre untaugliche Rolle durch göttliche Anmut. Die große Freude des sonst «Peinlichen Abends: Kwei Schauspieler des Burgtheaters, an denen man allzu oft und gar nicht wenig bemängeln mußte, waren in Mi Episoden ganz cmsgezeichnet. Franz Hobling und Emmerich R e i m e rs. . * Am Raim und - Theater ging im Rahmen des Wiener Theater-' und MutsHestes Hermann Bahrs Historie „Der Franzl" in Szene, die das Leben des österreichischen Bolksdichiers Stelzhammer besingt. Es war ein ÄbevauZ erquicklicher österreichischer Abend, der di« übrigen bisherigen Aufführungen der grotzangelegten Wiener Festivität (Berlachs ,/Toter Tag" ausgenommen) auch dann überstrahlt hätte — wenn die geivählten Werke erheblich besser gewesen waren. Es -fehlt zur BMommenheit nur, daß man einige der vltze -reich ivuchevnden Bolikslieder und -Sprücheln ausrupst. Besonders grausam und der Wirkung abträglich scheint «s uns, den wackeren Stelzhcrmmer noch in der Äerbemimrte kernige Werfe sprechen zu lassen. Mit dieser Aufführung mußten die Mener Schauspieler in aller Welt Bewunderung errchöimsen — sofern sie noch fähig ist, echte Volkskunst rp «würdigen. Anton Edthofer erwarb stch an diesem Abend den Titel Meister". Die UnLeÄrmmercheit u«nd den genialischen Humor des -jungen Fvanzl, sein Herzhaftes, bodenständigechtes, freies Wesen im Mannesalter, sein Abschied von dieser Welt — alles gestaltet Edthoser mit instinktiver Sicherheit Ms der Fülle seines liebenÄverten österreichischen Menschentums. Unter Friedrich R o s ent h a l s Regie auch sonst eine große Zahl überragender Leistungen, NM so bemerkenswerter, als es durchaus keine Episodenrollen smd. Wir zählen die «besten her (womit aber vielen anderen ein Unrecht geschieht): die Herren H omma, Nengebauer, Groß, Loibner, Engel, die Damen Fässer wnd Weber. -— Wieder ein BahEbend, der den Widersachern des Wandlungsreichen den Kampf gegen ihn erschwert. Otto Abel es. 9to|fy. Ausstellung im Hageribmld. Man muß es den Wienern sagen: Mopp ist eine synthetische Abbreviatur für Max Opp enheimer, einen österreichischen Künstler, -er länger als ein Jahrzehnt «im Ausland gelebt und geschaffen nnd sich diese PÄarrte Signatur betzgelegt ha», hinter der er wie ein Anonymus verschwinden tarnt. Nun stellt er sein Werk ins helle Licht der.Betrachtung und der Kritik, OeMlder, Zeichnungen, RadieruMN, Merkzeichen auf einer EnÄvicklungslinke, deren Mchtung er vermutsich selbst nicht bestimmen kann.-^Denn -nach allen Zweifeln und Ernüchterungen, nach allen Erfolgen -und Enttäuschungen, kurzum nach allen Experimenten, die keLnem Ringenden erspart bleiben, hat er seinen Jugendenchusiasmus bewährt. Will man Mopps Werk genießen, dann werfe man zwanzig Bilder weg und halte sich an vier; dann werfe man zehn Radierungen weg und halte sich an zwei; dann werfe man fünf Zeichnungen weg und halte sich an eine. Man wird, so verfahrend, ihn hoher schätzen», seine Schwachen übersehen, sein Wertvolles anerkennen, über die Duelle zwischen Form und Witz heiter lächeln können. Denn in den meisten seiner Schöpfungen kommt das Streben nach übertrieben Zugespitztem, nach Pointen, nach Geistreicheleien zum Ausdruck, ein Element, das die -Qualitäten überwuchert und rein zeichnerische oder malerische Werte verwischt. Bor rund vierzehn Jahren malte Oppenheimer die Judith", die ,/Kreuzabnahme", Portrats von Heinrich Mann und — eine Winterlandschaft: Figurales stark ft Wert, auf einen «braunen Galerieton «^gestimmt, aus einer Sphäre geboren, in der Egon Schiele austvuchs, mit Greeos Manieren verbrämt; Landschaftliches überaus «kräftig in der Farbe, wahr gesehen, mit koloristischen Feinheiten und einer Bravoirr des Auges, die er nachher nicht mehr erreichte, bevichmlgNveise «nicht erreichen wollte. Er konnte sich für einm der beiden Wege'entscheiden: er entschied sich für das Artistische. Natürlich ist das nicht vernunftmäßig-wortlich zu nchmen. Es war keirr bewußtes Entscheiden. Aber seinem künstlerischen Temperament lag die Form näher als die Farbe, die Zeichnung naher als die obligate Bildgestaltung. So zog es ihn zur Literatur, zur Musik. Er illustrierte Heines Buch ,Ke Grand", er wirbelte mit Geigen und Notenblättern durcheinander, er radierte Schnitzler, St rindberg, Busoni, Franz Blei, die Brüder Mann, brillierte mit Exlibris, zeichnete virtuose Plakate in Stein. Überall sind fremde Einflüsse zu spüren, wenn auch einheitlich zusammengefaßt und in einm — scheinbar — individuellen Mil gebracht, bisweilen spürte ich in feinen Arbeiten dir Söhnsucht nach Befreiung vom eigenen, starrköpfigen Ich, sogar im Orchester-Wandgemälde, das, als Fvesko gedacht und mir Tempera glasiert, irrtümlicherweise als für ihn charakteristisch gilt! Auch hier Lbevwiegt die Hand des Virtuosen, der gewissen Pointen zuliebe auf das Dämonische^ das ein solcher Borwurf erfordert, wenn auch nicht gleichgültigen Herzens verzichtet. Uneingeschränkt sind seine Keinen Graphiken zu loben, doll Geist und Temperament, voller Sinn für das Zeichnerische ünd mit einer «inbrünstigen Verantwortlichkeit, die auch tm Birmsten -den gläubigen, durch Kultur unverdorbenen Künstler r-rktnnen und bewundern.«läist -Oskar Rosen seid.' Wiener (ehem. Stefauiestraße) ores Anerkannt beste ft ü ch e! —RichteruSMer-NM &. Barette— in den mannigfaltigsten Ausführungen erhalten Sie votrijig , und nach Mas* hei billigsten Preisen beim 8p «fall st tzp RUDOLF QOLDSTBIN, WIKft, II. TABODSTRABSB 04 Telephon 45.6.29 Gegründet Im |ahrel866 Telephon 45-6-29 Lieferant vieler lnu. ausländischer Kult usgemeinden! Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben! 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Modernes The ate r. Heute, 8 Uhr atendS, Erstaufführung des dreiaktigen Lustspiels „Der Muster gatte (Fair and Wanrnr) von Avery Hopwood. Neuen Wiener Bühne. Täglich, 7 Uhr.abends, „Frau Pick inaAudienz", Thea t e r aN d e r W i e n. Täglich 7*8 Uhr abends, „Gräfin Mariza". v Joh ann Str äuß-Theater. Heute,7,8 Uhr abends zum erstenmal „D o l«ly". Operette in drei Akten von Franz Arnold und Ernst Bach, Musik von Hugo H t r f ch. Raimund - Theate r. Heute, 7 Uhr abends, „W e r w e i n t u m I u ck e n a ckMorgen, 7 Uyr abends, „D e r Feldherrnhügel". _ JA Reit aiss aneebüh ne. Heute, morgen und Frettag, 7*8 Uhr abends, „Die t o Ut Lo l o". . Theater in der Josefstadt. Heute, 7»8Uhr abends, r o t^h ero 8 H i l f e". Morgen „Der Myrthen- N^eues Wiener Stadttheater. Täglich, 7,8 Uhr abends, „D i e C a u s a K a i s e r". WienerÄomSdienhau S. (Exl-Bühne.) 7-8 Uhr abends, ..Der G e w i j s e n S w u r m". Morgen' „Der Ehestreik". . , . WienerBürg^rtheater. Täglich, 7,8 Uhr abends, „DaSDreimäderlhaus". Carl-Theater. Täglich, 7,8 Uhr abends, „M a S c o t t ch e n". L u st s p i e l t h e a t e r. Täglich, 7,8 Uhr abends, „Eine Wohnung zu vermieten". Zionistische Bezirkssektion Landstrasse Heute Mittwoch den 1. Oktober 1924, präzise 8 Uhr abends, im Cafe Lovrana, III. Löwengasse 36 # aVORTRAG 9 Dr. Marain Rosenblüth (Berlin): Ueber die gegenwärtige Situation im Zionismus Kommerzialrat Max Markus t Die Aufgaben der Israelitischen Ktiltusgetneinde Oftste willkommen! Gäste willkommen! „Was Frauen träumen♦.." In den «KammersPtelen ging die asiuelle Revue ,Mas Frauen träumen. . . Mn 100. Male glücklich ans Ziel. Das PtMibum faich gvotzen G«' fallen an «der TanFkunst von Maria «L e y, an der Geschm-ewtgoeit ihres Partners Kurt Fuß u-nd an dem Humor des troff« lichen KM Farkas und feierte alle Mrtwirkenden mit Beifall und Blumen. . . Ein Mozart-Fest in Aix-les-Bäins 1928. In Aix-Iles- Wains (Frankreich) finden tm kommenden Jahre, unter Leltiung von Dr. Josef S t r a n s k y, dem cmsWeichneten Dirigenien des staatlichen Spmlphonieorchesters im New-DorL» Mozart-Festspiele statt:. Si e sollen den Gharakter it er Baden-Badener Mozart-Woche wagen un>d durch die Mitwirkung erster amerikauischer Sänger und der besten K'ünistler Främreichs ihr festliches Gepräge erhalten. Jg-w Slratvivtzti, komnst nach Prag. Der hervorragende russische Komponist urch Führer der.Moderne, Igor S trawinsly, wird tm November an. einem Aveno in Prag ntitwrrken, dessen Programm ausschließlich ^Kompositionen <ms seiner Feder »bilden. Es wäre schr evfreullich.wmn uusere ntaßgebenden Mu>sikevkrei>ft sich die Gelegenheit, nicht , entgehen ließen, den hervorragenoen Tonkünstler, der auch ein ausgezeichneter Pianist ist. für ejn Auftreten in Wien zu gewinnen. .. . S Werfel und die Oper. Fvanz Werfel ist mit ravbeitung des Librettos der Oper ,Si j'etaiS..rot" - )lipbe/Charles A d a ni. dem Kompömsten der Oper »Der Postillon von . Lonjumeau" und ,,Dle . Puppe^ beschäftigt. Bekanntlich untechicht der Dichter «auch die ■; Vermischen Iugendchern einer textlichett AufsriMng. so daß die^ Renaissance der Oper-vom dramaturgischen GesichtSpnmt aus wnlcre Schritte macht. - Är. M) > —■——-— "" *■" .—... " .. 111,1 ... . Die Galerie des 19. Jahrhunderts im Oberen Belvedere. Dienstag den'-80.- V. wird die „Mleri-e des 19. Jahrhunderts" im Oberen Belvedere in feierlicher Weise eroffktet werden. Sie bildet die «natürliche Fortsetzung des Barockmuseimns im Unteren Belvedere.' WähvenL dessen Bestände As gmn Etche des 18. Jahrhundevts reichen, ist im Oberen 'Belvedere die Kunst von Füger bis zurr' Ausgange des 19. Jahrhunderts dargestellt. — Bon dem Barockmusenm «nntemcheidet sich die neue Galerie jedoch dadurch, daß dort nur die vsterreichische Kunst darigestellt ist, während diese hierim ZusnmmenhMge mit gleichzeitigen Leistun«gen anderer Nationen erscheint. Es wurde aus dem gvoßen 'Material, das durch die Bereinigung von Bestände der «che* 'malmen Staatsgalerie, der modernen Abterlnng der Galerie des Kunstihistovilchen MuseMrs und der Galerie der Akademie der bildenden Künste, dann durch viele wichtige Neuevwerbmvgen sowie vereinzelte Leihgaben, zur Verfügung stand, "eine strenge Auslese vovgeWmmen und nur -Vas 'Allerbeste zu der ständigen Aufstellung ausgewählt, der die beiden oberen Geschoße des Oberen Belvederes gewidmet siitd. Es wird somit hier von der österreichischen Kunst nur das geyewt, was zum Gvsamtgut der europäischen Knust des 19, Jahrhunderts gchört. — Um dieses Prinzip der qualitativen Auslese aber durch ein quantitatives Prinzip zu ergänze^ wurden im Erdgeschoße des Schlosses zwei Säle für wechselnde Aussteiltung von Kunstwerken bestimmt. Hier sollen in etwa sechswöchentlich alternierenden .Perioden Kunstwerke des Staatsbesitzes, die der ständigen Ausstellung nicht einverleibt wurden, nach systematischen Gruppen geordnet, dem P-ublikmn geboten werden, so daß neben den in das ständige Mdseum aufgLik.aMnenen Kunst- Worten nach und nach auch alles Uobrige gezeigt werdert ivird. . , Sie „SMeralm" und der „guhutiroler". Die „billige" Sommerfrische. Im Juni und Juli dieses Jahres erschien in verschiedenen Aemtern und auch bei Privatpersonen .ein junger Mensch, der Tiroler Mundart sprach. Er erkundigte sich in treuherziger Weise nach einer geüvissen Mavrchl, die einmal auf der Besitzung seines Vaters aus der Stiibrralm im Zillertal gedient habe und die so gilt jodeln rönne, daß sie der Bauer wieder zurück haben wolle. Von dieser sang cs kundigen Mariedl aber wußte niemand etwas, daftir kam -vber meistens die Sprache darauf, ob es dort Sommerfrischen gäbe. Dies wurde von Leut Burschen sofort bejaht mit dönr Beifügen, daß auf dem Gute seines Vaters die volle Verpslegnng und Wohnung in der Woche nur 150.006 K. koste. Das gefiel den Leuten natürlich und sie sicherten sich die billige Sommevivohnung sofort durch eine Angabe. Vorgestern Hatte er sich vor einem Schäsifensenat unter dem Vorsitz des Oberlandesgerichtsrates Uhl mann wegen Betmges zu verantworten. Er ist der SWHrige HilssarÄe>iter A-nion W oll er, in Deutschbohmen geboren. Das Zeugenverhör gab schr hetteve Einzelheiten über die Leichtgläubigkeit der betrogenen Personen. . . - Eimr Frau hat er die Herrlichkeiten der Stüberalm geschildert und besonders die Güte der dortigen Speckknödel gepriesen. Die Frau ging nun eigens zu oinenr Arzt, um ihn darüber zu Rate zu zichen, ob ihr auch Speckknöde-l gut tun wür> den. Eine Portierssräu machte er durch folgende Komödie, sicher. Er sagte «ihr, daß er tm vorigen Jahre von einem in dem Hause Angestellten eine Angabe auf eine Sommerfrische bekommen hätte. Da aus der Sache nichts geworden sei, wolle er ihm das Geld zurückgeben, „>denn," fugte er hinzu, „eiuem Tiroler bringt es kein Glück, we-irn er sremdes Geld behält." Die Folge dieser Komödie war, rdaß ihm auch die PortierKfrau einen erheblichen .Sontmersrischeilvorschuß gab. Manche seiner Opfer waren so begeistert von ihn,, daß sie chn zu Theaterbesuchen und zum Mittagessen cinludeu. In einem dieser Fälle, wo er merkte, daß .die Frau des Hauses mit der Sommerfrischeugeischichte nicht recht anbvißen wolltc, schlug er die Einladung zum Mittagessen aus, indenc er den Gekränkten spielte und sagte: „Bevor ihr nicht bei uns draußen was gegessen habts, will ich auch bei euch nichts zum Esten geschenkt haben." -Einem Pfarrer hat Möller folgeudes Stückchen ausgeführt: Außer der Sommerfrischenangabe h-ette ihm der Pfarrer auch noch ztvei MiMonen geliehen, die ihin Woller unter dein Borwand entlockte, er könne in Wien einen guten Gelegenheitskauf mit Stechvieh «machen. Ein anderes Mal kam Woller wieder zu dem Pfarrer «und bat ihn zu demselben Zweck um oine Anleihe von einer weiteren Million. Der geistliche Herr hatte aber Bedenken. Es war an einem Feiertag und gerade 9 Uhr. Die Kirchenglocke läutete eben zur Messe. Woller schlug das Kreuz, kniete nieder und verrichte mtt Inbrunst ein stilles Gchet. Dies stimmte «den geistlichen Herrn soifort «in. Er dachte: Gm Tiroler, und dazu noch so fromm, und gab chm die dritte Mllion. Ms Dank dafür erhielt er von Woller einen Brief, in we'lchein er ihn mit „Lieber Emmerich!" anspraH, mitteitte, der Vater werde «den Pfarrer am Bahnhof erwarten. SDet Brief schloß mit den Worten: „Juhii! Du bekommst bestimmt dein Geld." ■ Woller wurde zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt. _ Kotijunkturritter. Der Prozeß gegen die früheren Bankkbeamien Pujmann und Roth sowie gegen Dr. Fiala, die von dritten ' Personen Gelder für Börsenspekulationen übernahmen und für sich verwendeten, endete mit der Vevurt-evlung Pujmanns zu acht Monaten, Roths zu sechs Monaten Kerker. 25r: Fiala wurde freigesprochen. Ein verurteilter Dienstmann. Der Divnstmann Johann Hödl hatte sich in fortgesetzter BechaMung beim Bezirksgericht Fünfhaus wegen. Preistreiberei zu rerantwörten. Cr hatte. für das Tragen eines Handkoffers vom Westbahnhof zur Brückengasse 60.000 K. gefordert, waz die Auftraggeberin veranlaßt «hat, die Ameige zu erstatten. El» anderer Dienstmann vollfuhrte> den Auftrag-und förderte 80.W K. Die PreiSPrüfungsstelle evklärte die Forderung von 56.000 K. für eine übermäßige. Boi der Bechandlung stellte der Angeklagte in Abrede. 60.000 K. verlangt zu haben, er habe 30.900 K. verlangt. ge»iau so viel wie der andere Dienstmann, der das Gepäckstück kgiuS* sortiert habe. Der Richter verurteilte den Dienstmcmn zu 100.000 K. Geldstrafe.

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