Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2020 (1.10.1924)
- Date
- 1924-10-01
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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' ®fe. 9Ö2Ö Sälen, MUM'H' 1 "» III— ■!■■■-■' .-....' I .1 I.II.M.I I .. I.l. - ...... . Sic Feftsetzu» des Arochreises. Licke Eingabe dex Brotfabriken und der Bäckttgeuvstenschast an die Reglemng. Der Verband der Brotlfabriken Oesterreichs, Und die Genossenschaft der Bäcker Oesterreichs halben an das Bundeskanzleramt eine Eingabe gerichtet, die sich mit der Frage der Festsetzung des Brotpreises beschäftigt und in der eS u. a. heißt: Der Verband der Brotfabriken und die Genossenschaft der Bäcker in Wien haben bereits am 13. August bei Vizekanzler Dr. Frank in Angelegenheit der Brotpreisfvage vovgesprochen. Die Regierung hat sich damals für das freie Spiel der Kräfte inv« Vrotpreisbildung ausgesprochen. Wir haben in unserer Eingabe erklärt, daß auch wir voll und ganz für die Wirtfchaftsfreiheit sind. Wenn aber die Regierung auf ihrem Standpunkte bcharrt und das für unsere derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht mehr passende Preis« t r eib ereig ese tz anzuwenden beabsichtigt, so müsse sie unbedingt in irgend einer Form Richtlinien für die Bil- ' düng des Brotpreises geben. Wir halben uns auch erlaubt, aus die Zeit hinzuweisen, in der die Regierungen zum größten Schaden unserer Volkswirtschaft mittels der staatlichen Lebensmittelzuschüsse d e n B r o t p r e i s k ü n st l i ch n i e d e t* zuhalten Versnchten, in der aber die Teuerung aller Lebensmittel und Bedarfsartikel dennoch ihren ungehemmten Lauf nahm. Man konnte, wie man setzt einsieht, durch Gewalt die Teuerung nicht vechmdern. Steigende Brotpreise sind eben nicht die Ursache, sondern nur die Folge einer allgemeinen Teuerungswelle. Wir halben in der Resolution vom 2. September 1924, welche bei der Versammlung des Zentralvevbandes der GeuofsenschaftsveMu.de der Bäckermeister Oesterreichs, sowie der Delogierten des Verbandes der Brotfabriken Österreichs gefaßt wurde, dagegen Protestiert, daß sich die Behörde einerseits weigert, sich mit uns über die Richtlinien hinsichtlich einer PreiskaKulation für Brot zu .einigen, andererseits aber ein Pveistreibereigesetz, das nur den Kriegsverhälltnifsen augepaßt war, fortlbestchen läßt. Wir haben in dieser Resolution er- Kärt, daß wir bei Fortbestand des Preistreibereigesetzes als gleichberechtigte Bürger dieses Staates zumindest verlangen müssen, daß uns bindende Richtlinien für die Preiskalkulation des Brotes gegeben werden, die für Gewerbe und Industrie die uuumgänglich notwendige Rechts? Sicherheit und ein ungestörtes Arbeiten gewährleisten. Wir haben am 15. September 1924 an die Zentralproisprüfungskommission in Wien das Ersuchen um Festsetzung von Richtlinien für die Erstellung des Brotpreises tfiir das Bundesland Wien im Sinne des § 36 der Preistretbereiverordnung gestM. Daraufhin ist uns lediglich die Verständigung der Zenlralipreisprüfungskommission zugekommm, daß sie diesen Akt an die zuständige Preisprüfungsstelle A in Wien .abgetreten habe. Eine m e r i t o r i s ch e E r l -e d i g u n g in dieser. Angelegenheit ist bisher -nicht erfolgt. Wir stellen fest, daß wir seit zirka zwei Monaten von 'der Regierung die Festsetzung von Richtlinien, wie sie in anderen Bundesländern -und in anderen Staaten erlassen sind, verlangen und stellen gleichzeitig fest, daß sich die Behörden bisher nur darauf beschränkt haben, zwei Brotfabriken wegen angeblicher Preistreiberei bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen, ohne -jedoch den Weg aus dieser Wirrnis zu weifen, ^eder wirtschaftlich Gebildete muß einsohen,' daß 'bei steigenden'Getreide- und Mehrpreisen, wie sie ja der Markt aufweist, durch Wnstliches Niederhalten des Preises durch Polizeigewalt die Steigerung des Brolprerses nicht hintangchalten werden kann. Auch im öffentlichen Interesse ist'es somit dringend gelegen, daß die Regierung in dieser'Frage endlich eine klare Stellung einnimmt. Aus der fortgesetzten Anwendung der bisherigen Methoden kann sich nur eine Gefährdung der ungestörten Versorgung der Bevölkerung mit Brot ergeben. Die ge.fertigi.en Verbände lchnen schon heute jede Verantwortung für die Konsequenz dieses Verhaltens der Regierung entschieden ab. Der Radioverkehr. Heute Beginn. Gestern fand im Festsaal des Bundesministermms,-jih Hcereswesen «die konstituierende Generalversammlung der Oesterreichischen Radioverkehrs-A.-G. statt. Der Gesellschaft wurde das ausschließliche Recht zum Betrieb öffentlicher Gmlrichtungen für die drahtlose Telegraphie, die drahtlose Telephonie im Inlande und für den gesamten Radiodienst ^Broadeasting) erteilt. > » . ' An der Gesellschaft sind außer Bankengvuppen und Industrieuuternehmmrgen auch der Bund und die Gemeinde Wien beteiligt. Die Anmeldungen zum Radiovevkchr haben bereits die Zahl 15.000 erreicht. Heute findet der offizielle Betrieb s b e g i n n . statt. Zum Präsidenten der Gesellschaft wurde der Landeshauptmann Dr. Ri nie len gewählt, ./ Spareinlagenvettehr im Dorothram. Berlängernng der GeschästSMnden i« der Hanptanstalt. H l d. wevden wegen >deS 'starken Andranges bk GeschäftSstu'ndrn für den SParMlagenvsrkehr im der BankMteilung des Dorothenms, 1. Bez., Dorotheergasse 17, -bis 6 Uhr uachMDags' auSgeidchnt, Die Gntgegennahnre von Spareinlageir fandet' .daher M der -HaaptmsM des Dcwo-. theums von halb 9 bis 5 Ähr .nachmittag, statt; rn /den Wiener Filialen' 4M eine Aisnderuwg der bisherigen Geschäftsstnnden von 8 biS 2 Uhr Mchmiftags nicht ein. ' . DntaeWck.) . WM« Vkoesenrrlku««. I tMUkt 192* Gelte 8 RemmWwe ver WWchm« i« , , .Budapest, 30. ..September. Iustizminister Pest Hy ist heute -mit Unterbrechung seiner Urlaubes in Budapest eingetroffen, um an'dein aützerordentlichen Minist e r r a t teilzunehnM, ^r wegen des Szolnoker Gerichtsurteils für Donnerstag einberufen ist. Ministerpräftdent Bethlen beabsichtigt, die Affäre ,des Szolnoker Freispruches noch, vor Zusamnientritt des Parlaments zu erledigen. Da bekannt ist, daß Bethlen die Aüffaffung des Ministers des Innern teilt, wonach die Motivierung des SzMoter Freispruches ., das : Ansehen der polizeilichen Unte^suchungsovgane schwer erschüttere/ist zu erwarten, daß. schon in den brachsten Tagen die Neuaufnahme des'llintersuchungöverfalhrens angeordnet werden wivd. Der Iustizminister wird sich sämtliche Akten der Gerichtsverhandlung . sowie den Wortlaut des Motiveriberichtes vorlegen lassen und hat auch den Gerichtsprsidrnten F n ch s nach Budapest berufen, um von ihm Aufklärungen zu verlangen. Es ist sehr leicht möglich, daß, die aus dieser Affäre erwachsenden Weiterungen zur Demission des Innenministers führen werden. Aus alle Fälle wird eine neue Untersuchung des Szolnoker Bombenpro- Kesses eingeleitet und eine Neuaufnahme des Strafverfahrens veranlaßt werden. , -Abends fand ein außerordentlicher Ministerrat statt, der sich mit dem Szolnoker Urteil befaßte. Es wurde festgestellt,, daß die gegen dieses Urteil laut gewordenen Einwendungen und Bedenken nur im Appellationswe g e geltend gemacht .werden können und, da iu diesem Falke der Staatsanwalt die Beruftrng angemeldet hat, erübrigt es sich, ande/e Maßnähnien zu ergreifen. Dar Wetter. - Gestern wa^ es heiter. Abends trat wieder Ter.iperaturab,rahme ein. Der herrschende Herb st w etter charak 1er wrrd der Voraussage nach noch eckige Zeit anbautt».. Wien. 1. Oktober. . * Die Autoraserei. In der Wollzcile wrrrde gestern vormittags der Stadtzchntzmann Robert Pelikan von einem Aula niodergeftoßen. Er erlitt einen Bruch des Schädelqrundes. - Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in bewußtlosem. Zustande auf die Unfallstation. — Nachmittags wurden in der Westbahnstvatze.die Lehrerin Klementine Enslein und die'43jährige JoWine Bar ent von einem Auto niedergestoßen. Beide Wurden verletzt. ' > .^Ee Lebensmüden. Montag abends gegen halb 9 Uhr stürzte sich der Fris-enrgehilfe Ludwig S. in Gegenwart, seiner Gattm von der Vorderen Zollamtsstrrße oberhalb der Stnbentovbrücke in das^Bett des Wienflüssesj Er verletzte sich schwer. Die Rettungsgestllschajft brachte ihn ins Apital.^ Wo . Ursache dev, Kat ifft ehelicher. Zwist wegen eines' entlaufenen Hundch§us. — Der FEeur Adolf S. hat sich gleichfalls wegen haus- - ucher Zwistigreiten zu vergiften versucht. Die Rettungsgesellschaftbrachte ihn in das Spital. — Die 38jährige Johanna I. versuchte sich am 29. September auch wegen Familienzwistes mit Mhlengas zu vergiften. Ihr Gatte fand sie bewußtlos auf und-könnte sie durch künstliche Atmung retten. ' /. Ei» DarlehenSschwindler. Der Djichrige Privatbeamte ' Kalll^R e i ch l, hat einer Anzcchl Personen unter betrügerischen VoMibgelungen Darlehen entlockt. Der Gesamtschaden Setvqgt 3 5 0 Millio n e n. Reicht wurde verhaftet und dem Landesgerichte eingelieffert.; - .* Die Affäre des Dr. Taub. Heute nachmittags findet in der Kanzlei des Dr. Lazarsfelo, 1. Bez., Svilergasse. eine Versammlung der Gläubiger des verschwundenen Advokaten Pr. ^aub statt, um dessen VevbiMichkeiten klarzustrllen. . "* Der Kaffe^hausgast im Adamskostüm. Montag gegen 10 Mx nachts trat plötzlich ein junger Mann in'völlig nnbelleidepem Zustand in ein Ringstraßencase und verlangte. in aller/Huhe einen „Schwarzen". Die Gäste erschrackeü und als der Mnge Mann hörte, daß man um einen Wächmann.'rufe, spraM er blitzschnell aus dem Kaffeehause uE.ramUe Men den Rathanspark. Er wurde verfolgt mü> festgenommen. Er aabiMieUich' m.'itÄienffcher^ Sprache an, der. Psjährige Schlosser Oskar Kra f t und erst vor vier Tagen -aus Venedig SrrM zu sein. Mehr war aus dem Manne nickt Herausringen. Er wurde zur Beobachtung auf die pchchmtrische iihn überführt. Bei einer Durchstrerfung der Parkanlagen im UaShauspark fand'man auch die von dem jungen Manne ochgÄMm Klecher in einem GeMsch verborgen. j *194 Paar Schuhe gestohlen. In der Nachtzum 29. SeptembLr wurde in der Schuhhandlung Wilhelm Langer» Nnßtzorferftraße 65, ein Einbruch verübt. Gestchseu wurden 194 Paar Schuhe. Der Gesamtwert beträgt 46 Millioüenl " Drei neue Autobuslinien. Im Monat Oktober Wörden . drei 'Meue Autobuslinien in Betrieb gesetzt, und zwar vom , 6. -ch,7iab eine Linie Schottentor—Graben—^Ste- - p Ham s p l a.tz—W o I lg eil e—S tubenrin g >. und eine zäveitch Lmie O p e r—K ä r n t n e r st r a ß e—S t e p h a u §=> p l a tz—R o te ntur mstratz e—S ch w ed en p'l atz/ Äb 26. d. wird'...auf der Linie Bellaria—Burg—Kohbmarkt-— - G r ckb e n—S teplh a n s p la tz — Brandstätte -^-W i p pl i n ge r st r a ß e—B 5 rf e der AutobuSverkchr ausgenommen. Die Wagen werden an allen Werktagen in der. Zeit von drei- Vierteil''8 Uhr früh bis dreiv'iertel 8 Uhr äbends nach Bedarf in ' Intervallen von 2 bis 6 Minuten verkehren. Der Preis-ffür ' eine Netzkarte auf allen drei Linien mit einmonatiger Gültigkeit wird 209.000 K., für halbjährige Gültigkeit eine Million Kronen betragen. Die kombinierten' Netzkarten kosten mit -einmirnatiger Gültigkeit 330.000 K., mit halbjähriger Gültigkeit 1,16VM0 K. * Zionistisches Landeskomitee. Das Zionistische Landes» kvmitee teilt mit: Die heutige Sitzung findet u m 8 Uh r /abendsl im Bureau, 2. B^., Taborstraße 20 A, statt. Um zu-- ' verlässiges Erscheinen wird gebeten. (Die nachstehende« Ankündigungen find entgeltliche) ii Grobe revvichottafion bei Sreudi. ' -Eine größere Anzahl von im Preise tief herabgL^tzten .Teppichen m praktischen, guten und feinsten Qualitäten verlauft,i'.haS Teppichhaus Orendi, Wien, Rvtenturyrstraßr AI. i DieMTepviche sind vorzüglich geeignet für Spelsezl.umer, SchlMmmer ' Kinderzimmer, Borzimmer sowie Salons und kosten - je nach Große und Qualität pro Stück 275.009 hiS 5,000.000. K. und darüber, In der Okkastonsreftenhälle, Zugana:/ Neischmarkt 1, neben dem Kino, Hunderte Reste von Saufteppichen und Möbelstoffen, Die Wicht zur Sparsamkeit! Die gegenwärtigen Wirtschaftsverhältniffe zwingen alle Schichten der Bevölkerung zu weitestgchendm Sparmaßnahmen. Die Notwendigkeit einer Ergänzung der Garderobe oder Neuam'chäfung von Bekleidungsstücken, Hauswäfche usw. bereitet daher den meisten schwere Sorgen. Die außerordentlich billigen Warenange>bote des seiner Kulanz und Billigkeit 'wogen best» renommierten Warenhauses Brüder Schliff mann, 2. Bez., Taborstraße 48, ermöglichen es jwem, gute Qualitätswaren zu wirklich billigen Preisen zu erstcheA Me* mand versäume die Besichtigung der reichen, AuswaU. von Damen- und Herrenwäsche. Leinenwaren, Strick- und Wirkwaren, Stoiffen, Regenmänteln, Teppichen usw. usw. Brreiar. Vartrüge und Bersammlange«. Zionistische Sektion Landstraße. Bt« der Wahlen?,mn Parteitag werden die Mitglieder ersucht, die Kandidaten bis spätestens 15. Oktober dem Ausschüsse schriftlich bekanntrugeaeben (3. Bez.» Läwengaffe 36). Der Ausschuß fordert alle Mitglieder, welche Schekel- oder Parteisteuerblocks nberrwmmen haben, auf, heute abends im Cafe Lovrana dieWen zu verrechnen. — Bei der heute um 8 Uhr abends im Cafe Lovrana stattfindenden Mitgliederversammlung werden Herr Dr. Martin R o s e n L l ü t h (Berlin) über die gegenwärfttzr Situation im Zionismus und Herr Kommerzialrat Max. Mar kn» über die Aufgaben der Kultusgemeinde sprechen. Vollzähliges Erscheinen Pflicht. G ä st e w i l l k o m m « n! - H a n d^e l s- Vertreter. Heute um 6 Uhr abends Zusammenkunft im Wiener Ringeafö, 1. Bez., Stubenring 18 (KluLfestsaal im Souterrain). ' LeopoldstädterBolksl, eim»2. Bez., Zir us* gasie 48. 7 Uhr: Psychologische Gesellschaftslehre, Französische Revolution, Sprachwistenschaft, Harmonielehre, Bau des Menschen, Italienisch und Tschechisch l. Englisch.IN, Persönlichkeitspsychologle. Einführung in die Psychologie, Einführung in die Mathematik. 8 .Uhr: Philosophische Probleme, Soziologpche Lektüre» Musik, geschichte. Das Nervensystem, Die Naturkräste, Italienisch ll. Tschechisch II. * Der Internationale Rcäüoklub eröffnet heute um 8 Ml einen ausführlichen Kurs, geleitet von den Herren Ingenieuren Ä. E h r l i ch und I. S l i s k o v i t 8, welcher foIdenbcS umfassen soll: 1. Leichtfaßliche Einführung in das. Wesendes Radio; 2. die Radiotechnik: 3. Selbstbau eines KristalldetektorempfanaerS.; 4. Einführung ck die Röhrentechnik: 5. Selbstbau eckes «renapparates für Eurovaempfang; 6. Antennenbau; 7. BehandlMg der Apparate verschiedener Systeme; 8. das Einstellen und Abstimmen; 9. Stromquellen, deren Behandlung und Weberouf» ladung (Bau einer Ladestation); 10. Einführung in die Radio« Meßtechnik; 11. Selbstbau eines PMenders und einfacher Meß- Instrumente; 12. Selbstbau eckes Lautsprechers. Kursbeitryg für Mitglieder 50.000 K.» für Slichtmitglieder 100.000 K. Auskünfte täglich zwischen 7 dis 8 Uhr im Hotel de France, 1. Bez., Schottenrtng. Der Fahrplan der österreichischen Bundesbahnen. M> heute gehen die bisher von den Bundesbahndirektionen behandelten AngelegenheUen des F a h r p l a n h i e n st e s an die - G.en e ra l b 11111 i o n der 8 ft e r r e i ch is ch e n B « nd e sb ah n en in Bit«, 1. Bez.» Schwarzenbergplad 3, über, an welche nunmehr auch alle diesbezüglichen Eingaben zu richten find. Die Bundesbahndirektionen wurden angewiesen, ihnen etwa noch zukommende Eingaben gleichfallsdorthin weiterzu- Bühne und Kunst. Theater- „Der Kaiser im Walde". — „Der Fravzl". Man soll den Tag nicht vor dem AibsnÄ tadeln -- aber bk 'bisherigen Premieren der Sprechbühnen anläßlich Les aroüen Wiener MuM und Tneaterststes ließen zu wünschen übrig. ... Das Marchenfpiel. „Der Ka-rfer /-im Wald" von Walter Eidlitz, Träger des Wien-rPreises, ist ^ie Talentprobe eines charaktervollen jungen Auttzrs, der sich durch den Mangel an Betriebsamkeit, SpeWationsgeist und EllenbogeEraft von vielen schreibenden..Zeitgenossen vorteilhaft unterscheidet. Er haut diesmal so rührend ehrlich baneben, sucht so gar rycht eigenes UnvemWen mit gerissenen, tieffinnig ^nitenderr Reden zu irmskieren, -daß lmani -ihm nicht böse sein kann und -der Stimme seines Dichter-Herzens willig das Ohr leiht, wo immer sie aus dem ^verunglückten Märchendrama e.rNmgt. . Der König geht im -Walde so -für sich hin m-nid findet ein wunderschönes Mädchen. Liebe auf den/ersten-Mick beiderseits. Das wunderschöne Mädchen ist aber leider schon Frau. Gattin eines Herrn gesetzteren Alters, eines albernen, beschränkten, wenn auch gutmütigen Tropfes. Der junge König sorgt dafür, daß her Gatte im allevHchstc-n Auftrag eine ebenso ehrenwie gefahrvolle Reife^antritt». auf daß er mit der schönen Frau'ungestörte Mtterwochen verbringe. Nach der Sachlage' ist der Seltensprung der schönen Adrda recht ven'eihlich. Dennoch folgt auf die Schuld die Sühne und sie wird durch ein schweres Gewitter hinter der Szene an gekündigt. Ein GegenWmgMjrd auf den Schild erhoben, weil der pflichtvergessene Wnge König buhlt, statt zu regieren und die Landesgrenzen zu schützen, sowie der Hungersnot innerhalb der -Landesgrenzen zu begegnen-. Ein Kindchen. Wird dem jungen LWespaar geschenkt, und nach harten 'SchicksalsschWen büßen-sie auch dieses Knäblein ein, weil es - — die Begründung ist eine -uralte, bereits in Lesebücher für die reifere Jugend übergangene Grundfeste jeglicher Moral — in Unreinheit gezeugt wurde. - Ein fabelhaft . alter 'Alaun, ü-öerstietzen- - .von - Urvater-Weisheit, Hilst.' aberMen beiden säst.schon vernichteten Menschen. Er macht das-Mnd wieder lebendig (nachdeur er wunderschön mit den Vögeln des Waldes Zlviesprach' gehalten) nnd der junge König, ein nunmehr glücklicher Bettler, entschließt «sich, zu arbeiten und nicht zu .derzwei^ln. - Auch 'wir verzweifeln an Walter EMtznicht. Er "ist noch sehr jung und in den ersten zwei Akten gibt-cs manche erfwuNche, ja hu.molwolle DvcllMell-