Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-10-01 · Heft 2020 (1.10.1924) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2020 (1.10.1924)
Date
1924-10-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981103--20638-3007881
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

srr. MM Wwn, ryNMvory «vrener Morsen-ettuns« 1'. Oktober IM Sorte A MS tt das letztensi. i/ta war (1920), jtocifeltc das oj; \ England daran, ob er der wahre Pertreter des ägyptischen BoÜes sei; die Wahlen von 1924 'haben aber unzweideutig bewiesen, daß gang 'Aegypten hinter ahm steht. Das Zusammentreffen zwischen Ra in sah Mac Donald itnb Zaghlul Pascha hat seinen Wert nicht nur dadurch, daß hier zwei typische Vertreter zweier Volker zusammentreffen, die beide die guten Volkstendmzen repräsentieren, sondern auch dadurch, weil darin das ganze veränderte Verhalten Englands zu den Völkern des vorderen Orients sich spiegelt. In ALesopotamien wie in Aegypten versucht England heute eine Politik, die einen neuen Weg in seinem Verhältnis zit anderen Rassen bedeutet. Nie BöllerbundberatungM. Genf, 30. September. In der der heutigen Sitzung des Mkerbiriidrates wurde zunächst beschlossen, daß der Rat mit der französischen Regierung über die Einrichtung, bk Verwaltung und die Arbeiten des Pariser internationalen Instituts für geistige Zusammenarbeit alle erforderlichen . Abmachungen treffen werde. 4 Auch die Irakfrage wurde einer L ö s n ng z u gej fuhrt. Lord Parmoor und der türkische Delegierte Fethi Bei haben sich bereit erklärt, die Entscheidung des Rates in vollen Umfange anzuerkennen. Der Rat sprach die Erwartung ans, daß von keiner der beiden Regierungen irgendwelche' militärische L ewegungen an den Grenzen oder überhaupt Veränderungen des Status quo vorgenommen werden. Auch damit erklärten sich der englisch« und der türlische Delegierte einverstanden. Die juristische K o m m i s s i o n der Völkerduudversammlnng hielt nachmittags eine bedeutende j S i tz u n g ab, in der sie zum japanischen Zusatz-! an trag zum Genfer Schiedsgericht- und Abrüstungsprotokoll definitiv Stellung nahm. Po l i i i s (Griechenland) . erklärte in seinem Referat, cs sei in weitgehendem Maße den japanischen Forderungen Rechnung getragen worden. <k§ ist ferner beschlossen worden, daß, .renn der Streitfall vom Internationalen Schiedsgwlchtshos oder b-vm Bölkerbundrat als innere Angelegenheit eines Staates anerkennt worden ist, diese Feststellung keines- : Wegs verhindern kann, daß die Situation vom Rat oder von der Völkerbundversam-mlung gemäß Artikel 11 des Paktes geprüft wird. Ferner wird die juristische P-äs.m-ption fallen gelaffen, wonach der Staat ohne toeiteres als Angreifer zu gelten hat, wenn er nach einem Entscheid, der den Streitfall als innere Angelegenheit eines anderen Staates erklärt hat, in einen Krieg mit dem ^betreffenden Staat verwickelt wird. Re Meldung von der Zollunion unrichtig? (Eigendienst der „Wiener Morgerrzeit-uwg".) Genf, 30. September. Zu den Meldungen Wiener Blätter über eine Zollunion erfahrt Ihr Korrespondent von informierter Seite, daß die Meldung absolut nicht der Wahrheit entspricht. An Dr. Be ne sch wurde niemals ein diesbezügliches Verlangen gestellt und Doktor Benesch weiß von der ganzen Sache überhaupt n i ch 1 s. Re dentsch.franjöfischen Verhandlungen. Paris, 30. September. Die deuffche Delegation, die morgen die Verhandlungen über den Abschluß des Handelsvertrages mit Frankreich mit der französischen Delegation einleitet, ist abends in Paris eingetroffen. Die Delegierten wurdet! im Bahnhof von der französischen Regierung empfangen. Die Verhandlungen beginnen nrorgen nachmittags im Ministerium des Aeußern. Ministerpräsident Herr rot selbst wird die Verhandlungen mit einer Rede einleiten, auf die der deutsche Botschafter v. Hoesch, der die deutsche Delegation vorstellen wird, antworten wird. Ae interalliierte Mlitarkontrolle. Berlin, 30. September. In der vergangenen Woche wurden von der interalliierten MilitärkontrMommisiion unter anderem das Reichswehrministerrum, vevschisbcne Stäbe und einige Truppenteile sowie Befestigungs- Werke und Fabriken besucht. Die Besuche sind reibungslos verlausen. Re liberale Partei und Sir Herbert Samuel. London, 30. September. Wie in hiesigen gut informierten politischen Kreisen verlautet, wird sich die Leitung der liberalen Partei nicht bemühen, Sir .Herbert Samuels Weiterverbleib in Palästina zu erwirken. Tü Parteileitung wünscht vielmehr, daß Sir Samuel zur inneren. Politik zurückkehren und die Führung der liberalen Partei übe"".ehmen soll. Jnsolange sich die Partei in Opposition befindet, habe sie kein besonderes Interesse daran, daß ihre führenden Mitglieder verantwortliche Regierungsstellen bekleiden. Pnubesftaat Arabien. Genf, 29. September. Wie die Schweizerische Depeschenagentur erfährt, wird Arabien in einen B u n d e sstaat umgetvandelt werden, der von bcn Emiren unter der Souveränität des Königs der Hodschas H u s s e i n regiert werden soll. Bagdad wird zur Bundeshauptstadt proklamiert werden. Man glaubt, daß dex Sultan Ihn S e u f selbst den Wunsch ausgesprochen habe, diesen Plan verwirklicht zu sehen, um einen Platz inmitten der anderen arabischen Emire einnehmen zu tonnen, Der" ‘ über Senk. Dic österreichische Politik hält sich an beit doivälhrten Spruch „bo.ppclt hält besser^ und so ließ es des Parlament nicht -bei der Berichterstattimg über die neue Genfer Konvention im Hauptausschuß bewenden. Die Nationalrate, die noch bis Mitte Oktober der Rul^e zu ps legen gedachten, um sich für die anstrengende Hevbstkampagne zu schonen, wurden gestern nach Wien bemüht, damit sie dieselben Neben über Gens, die schon einmal imt Hauptausschuß gehalten wurden, auch persönlich anhören können. Bundeskanzler Dr. Seipel, der zum ersten Male noch seiner Verwundung wieder int National rat erschienen war, wurde von seinen mit weißen Nelken geschmückten Parteigenossen mit großem Beifall begrüßt. Er sicht bli'chend aus und nach seiner mchr als einstündigen Rede schien er nicht int mindesten ermüdet. Dr. Seipel besprach die einzelnen Punkte der mit dem Finonzk-omitee, beziehungsweise dem Rate des Völkerbundes getroffenen Vereinbarungen und die als Voraussetzung für die Milderung der .Kontrolle übernommenen Verpflichtungen. In den Vereinbarungen ist ausdrücklich vorgesehen, daß ein Teil dieser Verpflichtungen durch Gesetze, ein anderer Teil durch Verordnungen ausgefi'chrt werden muß. Der Kanzler bat nun das Haus, die bezüglichen Ges-etzentwürfc rasch zu verabschieden und betonte seinen ernsten Willen, au-f dein Gebiete der Finanzverwaltung eine wirklich bedeutende Reform durchzuführen, dic die Bevölkerung davor sichere daß, wenn etwa der Bund ihre Lasten erleichtert, sie von anderer Seite wieder h i n a u s g e t r i e b e n werden. Doktor Seipel kam dann ans aktuellere Themen zu sprechen: „In der jüngsten Zeit sind Nachrichten in die Ooffenilichleit gekommen, die besagen, daß ganz -besondere Pläne bereits in Ausarbeitung begriffen wären; es wurde von dem > Plane einer ’ Zollunion in Mitteleuropa gesprochen, es wurde behauptet, daß der Außenminister der - - tschechoslowakischen RepMik einen besonderen Auftrag vom Völkerbünde oder von einigen maßgebenden Mächten im Völkrrbundrate erhalten habe, und es -wurde in diesem Zusammenhang von einem geplanten oder geforderten Eint -rilt O e st e r r e i ch s i n die klein s Entente oder von der Bildung einer Dona-n- .konföderation gesprochen. Ich kann dem hoben Hause mit- ’ teilen, daß, solange wir in Genf anwesend waren, über diese Dinge nicht gesprochen wurde. Ich habe mich seitdem erkundigt und kann heule die Erklärung obgeben, daß kein Anftrag dieser Art an den Außenminister der ffchecho-flowakifcheu Republik gegeben wurde, daß er sich auch nicht mi: solchen Angelegenheiten beschäftigt, daß natürlich von einer Forderung oder Absicht des Eintrittes in die kleine Entente oder in eine andere Mächtegruppe oder von der Schaffung -einer Donaukoniföderation keine Rede ist." Bezüglich der Ausübung der M i 1i1 ä r f o st 11 o 11 c durch den Völkerbund bemerkte der Kanzler, daß sich Oesterreich diese feine vertragsmäßigen Verpflichtungen enffprechend werde gefallen lassen. Ein Punkt der Vereinbarungen von Genf handelt von der Verbilligung des Kredits., Es sei sicher, daß die Verbilligung der Kredite eine notwendige Voraussetzung einer Verbilligung der Warenpreise ist. Diesen Wiuik zu beherzigen und den Wog einer energischen, aber klugen Preispolitik zu gehen, sind wir unserer Bevölkerung schuldig, insbesondere den Beamten und Arbeitern, da ja an eine immer wieder einsetzende Erhöhung der Bezüge und Löhne nicht zu denken i st. Die Regierung hat sich im Laufe der letzten Monate um die Preisbildung bei dem allerwichtigsten Lebensmittel, dem Brote, gekümmert und sie wird diese Bemühungen fortsetzen. Sie wird überhaupt mit aller Tatkraft untersuchen, was für Gründe oder auch nur Vorwände für eine Verteuerung der lebenswichtigen Bedarfsartikeln vorliegeu, und sie hofft, auf diesem Wege die Unterstützung aller jener zu finden, denen es ernstlich und ehrlich darum zu tun ist, unsere Bevölkerung vor Ueborlastun-gen zu schützen. Dr. Dann <berg ^Sozialdemokrat) bozeichnete die Vereinbarungen von Gerts als N i eb erIage der Relgientng. Der Bundeskanzler habe diese Niederlage damit zu bemänteln versucht, daß er erklärte, er hätte in Gens ein anderes Resultat erreichen können, wenn er dort als Politiker an die Politiker appelliert hätte. Er habe das nicht getan, da es 'jetzt gar nicht aus die Meinung der Politiker, sondern auf die der Iin.ai'Z teute ankomme. In dieser Ausrede liegt etwas Wahres,nämlich daß wir in Wirklichkeit von den Finanzleuten abhängig -geworden sind und daß der Genfer Vertrag e-? bewirkte, baß das intevnationa-le Finangkapna-l seine Krallen nach Oesterreich ausgestreckt hat. Der Sinn der Vereinbarung von jetzt ist -es, daß es uns aus seinen Krallen nicht mehr herauslaßen will. Der Genfer Vertrag -war vom Anfang an druckend und schlecht, er ist noch viel schlechter geworden als er mar. Es ist nichts geschehen, um mit den Erscheinungen der Inslationsperiobe aufznrünmen. Der BundeAanzle-r hat gemeint, es handle sich heute bloß tun die Ausläufer der Krise. N tt n, aitögela u s nt s i n d j a e i n i g e H e > r e iv Aber es ist zu befürchten, daß es nicht die letzten „Auslämer" sein werden. Alle die faulen Gründungen und Schieiereten -der letzten drei I. hre wären nicht möglich gewesen, -wenn die Regierung energisch .zugegriffen hätte, ja, wenn ne auch mtr die bestehenden so nn-znlänglichen '-besetze angcwendet h-ätic. Der letzte „Ausläufcr^' der Krise war ja in Oasterreich ein gewaltiger Herr, er war der finanzielle Protektor der steirischen H -e i m w e h r e tt, e r s a ß t m V e r w a li n n g s r a t der ch r i stl i ch s o; i a l e n 'S t e ircr b a tt k, e r i st der K o mpagno n d e s ch r i st l i ch s o z! a l e n Landeshauptmanns R i n t e 1 c tt. Wir sehen also, daß diese „Ausläufer" der Krise an der Regierungsbank vorüberführen. Ich möchte den Finanzminifter fragen, was allein die Stouerftundungen ausmachen, die die Regierung uni? die die Landesfinanzdireklionen verfügen. Wir kommen da zu ganz ungeheuren Beträgen, die dann, wie der letzte A-tsläufer der Krise von gestern .zeigt, der Regierung leicht -cm.'ftf'' entgehen können. Neben den anderen Konten, die der Herr Castiglioni hat, wäre sein Steuerkonto außerordentlich interessant. Dann-eberg stellte schließlich den 'Antrag, der 'Rationatro' möge die Genfer Vereinbarungen m i ß b i l l i g e n. Finanzmirtistor Dr. Kienböck erwiderte, die Sozial« demokraten hätten den h i st o r is ch e n Feh l e r begangen, die wirNiche Bedeutung des Genfer Werkes vom 'Anfang an zu verkennen, und Dr. Dannv'berg halte sich nun für verpflichte!, in dieser sali chr« Gasse im nt er weiter z tt gehen. Die Se->ztaldemokraten habnt sich .damit vollständig isoliert. Es ist durchaus richtig, daß das Finanzkao'.wl eine gewaltige Rolle in der Welt spiel', aber -die foziolMischen Parteien anderer Länder nehmen das eben als gegeben an. Wenn Tr. Tanneberz gemeinlstt. e3 fei diese r-.- ein-barun-g ein Fleck auf der Ehre Oesterreichs, so kann ich ihm nur mit Folgendem antworten.: Daß wit avmt sind, daß -wir noch vieler und harter Arbeit bedürfen, bis wir uns auf das Niveau einer «normalen VoKs-lvirtichaft htnaufge-orbettvl werden haben, das wissen wir. Wenn tvir die jetzige Zeit unbenützt l-ass-en würden, dann wäre cs ent Fleck an-f unserer Ehre. Die DGatle -wird heute sortgesetst. Nächste Sitzung: Heute um 11 ll-hr vormittag-.-. "71 AMERICAN TAILORS SStäbet K»ch ®ef. fti. Ö. 6.Sei.,MariaWerftrabel? Erstklassige Maß - Schneiderei für Herren J Reiche Auswahl in feinen englischen Stoffen / Elegante Ausführung / Billige Preise Sie letzte« Kurse. London, 90. September. Devisenschlußkurse: Wien 816.000, Prag 149»/., New-Aork 1,45, Paris 85.0b, Brüssel 93,—. Rom 101,85, Zürich 23,29'/s, Madrid 33,35'/,. Amsterdam 11,59'/,, Kopenhagen 25,57'st, Christiania 31,19'st, Stockholm 16,72'/,, Helsingfors 177%, Berlin 18,75, Athen 255, Bukarest 870. London, 30. September. Effekten kurse : Oesterreichische Anleihe 93,-. Tschechische Anleihe 102'/,, Prager Anleihe 90'st, Skoda 90'st, Bankverein 6,9, Bodenkredit 16, Central Mining 11'/., General Mining 12, Diamonds 17, DebeerS 11,40/Rio Tinto 33,20, Royal Dutch 27h'., Shell 3,80. Paris, 30. September. (Radio.) Effektenschlußkurse: Banane de France —. Pragobanka 409,—, Credit Lyonais 16,20, Sner 14,552, Platine 793, Dabrowa 652, Banque Ottomane 804, Central Mining 9,67, Rio Tinto 2840, Le Naphte ntsse 372, Succeried Egypte 981, Cautschoucs sin 148.—, Chartered 48,—, Debeers ordin. 967,—, Goldfields 83.—, HuanchakaS 326,-. Jagers Fontain 240, Dialacca ordin. 147, Maltzoff 431,-. Mexican Eagle 90.50, Padanq 384Rand Fontain 83,-, Randmine 238,50, Silva plana 149,80. Tanganyika 159,50, Tubice wie 605-, Utah Cebper 1489. Shell 332,-, Royal Dutch 23,600, Burmah —.—, Bakou 2500. ' New Porkr» 30. September. Effektenbörse. Atchinson 107-7., Baltimore 62'/», Canadian Pacific 148, Cbeasepcacke 85, Eari 21Vif Greath Northem 63'/., Atilwaukee 12, Northern Pacific 65V?, Union Pacific 139'/St United Steels 107Vs, Royal Dutch •i07/r„ Southern Pacific 94'/,. New-Vorü, 30. Septenrber. (Radio.) Devisen sch lußkur ke: Taggeld 3 bis 3'/?/«, Wechsel auf London 4.45°/,. 60-Tage-Wechsel 4,43',st, Paris 5,29, Amsterdam 38,61, Prag 298-Vi., Berlin 237/0, Silber 70. Re Gemeinbewichlen in Znnim. Dr. Ludwig Bart als jüdischer Gemeinderat gewählt. Znaim, 28. Septcm-ber. (Tel. ,/Wiener Morgen« zeitrmg".) Bei den Gemeitt de wählen in Znaim wurden int ganzen 12.686 gültige Stimmen abgegeben, die Wahlzahl betrug 292. Die tschechischen Parteien erhielten zusannnen 7494 Stimmen uub 25 Wiandate, di-e deutschen Parteien 4078 Stimmen mit 14 Mandaten, die jüdische Partei 355 Stinl-men und ein Mandat. Gegenüber den letzten Wahlen im Jahre 1920 gewannen die Tschechen ein Mandat und die Deutschen verloren ein Mandat. — Der neugewählte jüdische Vertreter ist Rechtsanwalt Or. Ludwig Bart, alter Herr der Wiener zionistischen Verbindung 'Untrer. Sein Vorgänge war der Arzt Dr. Wolsenst e i n, der -regen seiner Einderusung zum aktiven Militärdienst (als Otz?rstabsarzt) aus dem politischen Leben ausscheiden muß. Er tritt auch als Vorstand der jüdischen Knltnsgetneindc zurück. Der Bandrnüberfall bei L««imec. Warschau, 30. -September. Wie bereits gemeldet, w'.rrde vor einigen Tagen ein Eisenbahnzug, in dem der Wvjwode D or n a r o-w i cz und der Bischof L o z i n ö k i reisten, von einer sechzigköpfigen Bande überfallen, wobei ein jüdischer Passagier getötet und -mehrere Reisende schwer ver-wunder wurden. Rach dem Uebersall setzte sofort die Verfolgung der Banditen ein. Den aufgebotenen Militärabteilungen ist es gelungen, die Banditen in den Wäldern zwischen Pinsk und Luniniec einzukreifen. Einge Banditen, die Mannschafwuniform-en der Staatspolizei trugen, wurden bereits festgen-ommen. Auf Grund einiger Aussagen wurde sestgestellt daß die Bande militärisch organisiert war und aus Sowjetrnßland herübergekommen ist. Von den schwerverwnndetcn Reisenden sind drei bercils ihren Wunden erlegen».

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.