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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-28 · Heft 2019 (28.9.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2019 (28.9.1924)
Date
1924-09-28
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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* }W **jrT,’”’>«r’>?'-"*" f* *Jntr i>wwf«?p <*}l>’\\’>*ir»w •>.--* t* >; \ 'vs* v*t WV v, Nr . MS Wftn, «Sonntag *>■>'" Wienev MyVgleWeWttS 28. Schtsmber 1924' E' Sette 11 SÄbftmordverssche des Maffenmördrrs -ammaim. Aus Hannover wird! uns berichtet: Der' Massenmörder-. H!>a at m ««k ist von. der Jrreichnstalt, m der er zwecks Untersuchung seines Geisteszustandes untergebracht wär, ins 'Zuchthaus zurückgebracht . worden. Er hat in dür 'letzten Taigen wiederholt versucht, 'stich 'd a s Lehen zu nehmenes ist.aber dem Wärterprrsonal jedesmal! «rechtzeitig gelungen, die Versuche Haarmanns zu vereiteln. Der Mörder, der sich nach seiner Verhaftung sehr zynisch benahm und .keinerlei.Rene zeigte, hat in der Untersuchungshaft einen vollkommenen Zusammenbruch erlitten. Er ist völlig ap ath i sch und weigert sich, mit seinem Verteidiger zu sprechen. « Mord an einem Blicker. Der Gendarmerieposten Feistritz im Rosenbachtale hat gestern abends das Wiener Sicherheitsbnreau in.Kenntnis gesetzt, daß dort am 24. d., zwischen 1 und 2 IHr früh, der Bäcker- . meister Jakob Zer Zer von einem unbekannten Täter er-, schossen worden ist. Um diese Zeit hatte sich ein Mann in das Gemischtwarengeschäft des,Josef RebEo in Sntschach bei Feistritz eingeschlichen und in einem Rucksack Waren ausdem Geschäfte zum Fortschaffen bereitgestellt. Durch das durch das Einpacken verursachte.Geräusch war der im Nebengebäude arbeitende Bäckermeister Jalkob Zerzer ausinertzam gewovden und war^mrt seinem Gehilfen zur Eingangstüre des Gemischt- Warengeschäftes gegangen, u'm eventuell 'den Dielb anzuhalten. Zerzer öffnete die Türe, die ruwersperrt war, und sch, wie der Mann eben seine Beute in den Rucksack füllte. Er schloß , rasch die Türe und hielt von außen die Türklinke zu, um das Entweichen des Di-ebes zu vechüten. Der Gchiljfe eilte inKvischen m die ^Nachbarschaft, um Hilft zu holen. Bevor er jedoch mit den Mchbarsleüten znrückkchrte, hatte der ertappte.Einbrecher MS einem Browningrevolver Schüsse gegen die Tür abge- .geibeu, von denen eine Kugel dem -vor der Türe sichenden Bäcker Zerzer durch den Kops drang und dieser bald nachher sein«: Verletzung erlogen ist. .Der Mörder konnte flüchten, che seine Verfolgung eingeleitet war. Er wird beschrieben als Nein, schmächtig, zirka 24 Jahre alt, bekleidet mit dunklem Anzug und MZgrünenr Hut. Borkmnps Biemm—Hertha 10:8. Die 'gestern bei Mtem Besuch aus dem Hertha-Platz zur Austragung gebrachten Kämpfe brachten der Vienna einen Wappen Sieg Md sie jschmurgilerchzeitig auch einen von MM dtz' Hr dieses,gespendeten Mal? i’w6^«MBNTI.ICHE DIREKTE BXPRdM-IWUlipl^ von HAVRE nach l#r KU BA| MEXIKO MtzWULL«, C08.UMBISN, CANADA Von HAMBIHKO, HAVRE« BORDEAUX. OSMUA, MARSULB.E ' ' nach ■' SÜDAMERIKA -ar. »rnato Passagier * Einrichtungen ffir (., II. Ktasaa und , ki. klasae-ICabinan - VorsQgllclie ynrpflnguna Ä 1 *. ■■■■■■,. Auskunft« und Prospekte gratis und franko WIEN, IV. BEZflRK, WKDNERSURTEL Nr. M 9iis Wetter. - Wh! eiMv' MtSftgend! Heiterem Tag erftlgte abends uD wchtZ MÜür eine Störmedes VchtznivetterchaxaÜers. Wi MMnch MÜerer Westkust im HllpenvoMnöi unter starken Westwinden, regnete es aÄgemoin aber vux vereiaz^lt über 10> AMiwetsr Megenmenge. WftW morgens tvar es noch! 'Gerviegeud IrM mit Nvgen in bat lrSrdlichen Mpeuländer^ daMv heiterte es W Nus. WoÄmKfagie: iAmächst wechselnde, dabei rasch abnchnmche WiüvoÜuMetwas kühler. Sbrrück, MWMiittk ' iiG-» ■ i Ausländer Exporteure G kaufen am vorteilhaftesten 588 uihRiimäntel erstklassige Gummierung und Ausführung bei RE GM AN? GummifflSntelfafirik Wien, Ul., Heumarkt 7, Beatrixgasse 28. Telephon 585 MW Fmu! Herr Doktor! Jlterr Direktor! Sie brauchen ständig warmes Wasser, ebenso Friseure, Cafes, Restaurants, Hotels, Pensionen, Photographen, Laboratorien. 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Das Pftiftnrauchsn, wollches bei uns trotz des eng^ bischen Vorbildes und der zunchmonden Verbveitung währiemd des Krieges noch immer nicht recht populär njt, ist in Europa seit über drei Jahrhunderten eingebürgert. Mer die erste Pfeift geraucht hat, ist historisch nicht völlig sichergestellt. Allgemein wird Walter R a I c i g h als derjenige 'bezeichnet, wieilcher das Rauchur aus dev Pfeift in Europa einführte. Andere «wisder bezeichnen William M idd let o n, dm Sohn des Gouvevnmrs von Denby Castle, als den ersten, welcher öffenEch m London rauchte, von anderen wird wieder Ralph L a n e, der erste Gouverneur von Virginia, welcher im Jah-ve 1586 mit Dvabe nach England znrückkchrte, für den ersten Raucher gehalten. Man erzählt, daß Raleigh, als er zur Hinrichtung geffchrt wurde, «ine Pftife rauchte, die er der ÄegeM nach "von Indianern geschenkt bekam. Das Rauchen und mit ihm auch die Pftife verbveitete sich vovwiegmd durch die Soldaten über ganz Europa; besonders bei den Tür k e w fand es rasch Ausnahme. Die Z ig a r r e ist erst in den n a p 01 e o n i f ch e n Kriegen bebannt geworden, als -sranizösische Soldaten sie in Op Ei e n kennen lernten. Es gibt tbelkannÄich eine Reihe voy Samm- Inngen von. Täbakspiseifen, unter denen nran die origiuellsten Arten findet; in der Größe durchmessen sie^alle DimensionLn vom winzigen bis zum Riesenexanrplare. Die größte Pfeife ist die des südamerikanischen J-ndianerstammes der O y apo k s, welche eimn Tag und eine Nacht ulnunterbrochen brennen kann. Aus ihr können 100 Männer auf eiwnal rauchen, wenn sie sich im Kreift um die Pftife setzen und in dir auf ihr angebrachten Löcher lange Schilfrohre stecken, durch welche sieden Rauch ziehen. In Aegypten sind die Pfeifen gewöhnlich fünf.Fuß lang. Auch in China erreichen sie ldiiöse Länge. Die lange Pftife war auch in Deutschland lange Zeit Mich und ist ^hauptsächlich durch die Söldaten von der kurzen Form verdrängt worden. r ' Unter den vielen Matevialien, welche zur Herstellung von Pftiftn dienen, ist der Ton das verbreitetste. Auf dem Kontinent ist die Kombination von Ton und Holz sehr, bekannt. Die holländische Tonpfeife, welche aus einem Stück bestcht, ist in ihrer charakteristischen Form seit drei Jahrhunderten unverändert. Dft Franzosen haben eine 'besondere -VoMebe für Pfeiftn, deren Kopf nach BAdnisftn! bÄynntev' PeivsöNIichkeiten . geschmtzt ist. Die/türkische Wasserpfeife ist in Europa, obwohl das Rauchen aus ihr wirklichen Genuß bedeuttzt, weistg verbreitet ■ : Die Flucht des Rechisanwalter Lr. TM. Die gestern gemeldete Flucht des Rechtsanwaltes Doktor Taub hat in den Kreisen seiner BÄannten nüd Kollegen großes Auffchen erregt. Allerdings wußte man, daß Dr. Taub ein l eidenschasili ch er Spieler sei. Man wußte ferner, daß er schr oft Reisen ins Ausland unternahm, und zwar in jme Orte Frankreichs, Italiens und Hollands, in denen es Spie'lbanken gibt. Er scheint iwmer gehofft zn haben, durch einen Ries en g ewinn in die Lage versetzt zu werden, seine Verfthlungen gutzumachen, und scheint im blinden Vertrauen ans diesen zu echoffenden Coup immer weitere Summen auf durchaus nicht einwandfreie Weife angegriffen zu haben. Außer dem Privat'beamten, den er nm 800 Millionen Kronen geschädigt hat,'hat sich auch ein Bankier aus Ostende gemeldet, dem er einen Scheck auf 200.000 tschech/K., gezogen auf die Anglobank in Pmgeinhändigtc. Dr. Taub hat als Gegenwert 120.000 belgische Franke n empfangen. Als sich der BaMer um die Bonität des Schecks erkundigte, hörte er, daß das Papier nicht gedeckt ist. Er hat sich deshaW dem Strafverfahren angeschlosftn. Weiters hat Dr. Taub einem Verwandten einen Betrag von etwa 2 Milliarden Kronen, den er verwaltet hat, unterschlagen, doch hat sich der Geschädigte dem Strafverfthren nicht angeschlossen. Es besteht die Wchrschemlichkeit, daß Dr. Taub auch mchrere Klienten gchchMgt hat, doch ist bisher eine StralfanAeige nicht erstattet worden. Es wird angenommen, daß Dr. Taulb sich nach CaMes gÄvechet hat, wo er sich gewöhnlich zur Saison aMnhMn pMft. der Gehaltrbewegms «r ZndttstrieMgeftMen. kW Der Wiener Inftitstviell^nverd 1 > mit: Die Verhandlüngen zwischen W revr.ft In.du st r i: ll'enverband und dem Pnub der Judüstriean-' gestellten sowie der G«werkschast^ der Ingenieure iur Privatdienst und dem Reichsverein der.'.P'rivatLeauiten Oesterreichs, die während des Metallarbeiterstreiks u>ü-^- brachen wären und am 23. d. wieder^ auMwmluen haben nunmehr zn einer Einig nutz gesührc, die der Kollektivvertrag der Jndustrijeangestellten in h i: ''' Metällindustrie,: Oummiüidustxie, Milchmdnstre, surwgäteinduftrie, Del- und Fettindustrie und c . deren Industriezweigen neu geregelt wird.; Die M i n d e st g e halt e,. die seit de r V? f lung im November 1923 nicht geändert wvrl c :. werden erheblich; erhöht, und schwanken -nninimu- •, ,900.000 Kals Eintri ttsgeh alt für unter 18 fahren und; 1,500.000 K, für K>1 über 24 Jahren nach einjähriger Beschs ßm iBetriebe. Je nach^ .hier MrLildwig'.enthalt der' V.-». weitere entsprechend höhere Mindeftzchältstufen. . Neben dieser Nienregelung der/-.Mindestgehalteb-L.' inhaltet der Vertrag auch eine-generelle Erhöhu n g der Geh alte und zwar Essen die Septembc b ied^s Angestellten um 26 Prozent höher sein/ als \:'m: V '.:513c im Mai d. I. '' ' -

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