Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-09-25 · Heft 2016 (25.9.1924) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2016 (25.9.1924)
Date
1924-09-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981099--20577-3007816
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 6 . Wien, Donnerstag Bei Bowirtschastung irritierter Farmen: Zitruspslanzungen, Bananen, Alfala und anderen Futterevzeugnissen, Gemüse: Milchwirtschaft, Geflügel, und Bienenzucht. Außerdem wurde noch von Dr. Soskin ausgiebiges Material über die Möglichkeiten der einzelbäuerliche-n Wirtschaft (sisall Holding) unt^r Irrigation zur Diskussion gestellt. Oine typische Wirtschaft dieser Art wurde von Herrn Dr. Soskin wie ^olgt veranschlagt: 1,25 Morgen unter Irrigation, 1,25 Morgen ohne Irrigation, Manunen 2,5 Morgen oder 10 Dunam. die wie folgt »t 6c* stellen sind: 2 Dunam mit Gemüsen, 2 „ „ Bananen, 2 „ „ Tabak, 2 „ Kr Seckenraupenzucht, 2 „ „ Baulichkeiten und Geflügelhos. c) Frage: Was kann ein Siedler an Zinsen für die Ameliorations- und Ansrüstungskosten seiner Farm zcchlen? Antwort: Bon 1 bis 6 Prozent oder durchschnittlich 4 Prozent. Ä) Frage: Welche Qualisckationen «sollte ein Siedler besitzen? Antwort: Er soll kräftig, jung und guten Charakters sein und eine landwirtschaftliche VovbiDung von 1 bis 2 Jahren besitzen. Es ®ff zurzeit noch schwierig, eine Größe -für nichtrrvigierte Farmen festzusetzen, denn mit zunehmender Erfahrung und vergrößertem Betriebskapital werden sich auch die Betriebs- Methoden ändern. Die Verwendung maschineller Hilfsmittel dürfte mit der Zeit zunehmen, so daß auch der von dem Einzelnen bewirtschaftete BodenLomplex sich entsprechend .vergrößern wird. Ein gewisses Areal der Trockenfavmen wird in der Reihenfolge mit Getreide bebaut werden müssen, wozu dann Erntemaschinen erforderlich sein werden, die gemeinsames Gut einer Gruppe von Sichlern bilden können. Die Milchwirtschastsfarmen sollten groß genug sein, ivm Futterzeug für eine Mnchherde von 10 Kühen liefern zu können, denn ein solches Faruvwesen und eine solche Anzahl von Kühen können leicht von einem Einzelbauer und seiner Familie versehen werden. Fm südlichen Teil Palästinas wird den Trockerffarmen ein größerer Boderckomplex zugewiesen werden Müssen als im Norden, da dort weniger Regen fällt. Antwort auf Frage 8: Um unbebautes Land in Farmen, umzuwandeln, die damit verbundenen Ameliorationsarbeiten auAnWren und die Farmen auszustatten, bedarf es heute doppelt so hoher Ausgaben wie vor dem Kriege. Nachforschungen, die vor kurzem von seiten des landwirtschaftlichen Departements der Regierung der Bereinigten Staaken unternommen worden sind, haben ergeben, daß sich die Kosten der Verbesserung und Ausstattung kleiner Farmen unter Irrigation im Durchschnitt auf 1500 Pfund pro Farm beilausen. Diese Ziffer stimmt so ziemlich mit den in der Neusiedlung Benjamina tatsächlich gemachten Erfährungen überein, in der die Installotionskosten etwa 1600 Pfund pro Farm betrugen. Im Jahre 1923 wurden eingehende NachfovsMnyen Sanglich der Borbereitungskosten einer bewässerten Änsredlungsfarm in Australien cmgestellt. Es vergab sich, daß für Farmen twn 15 bis 10 Morgen diese Kosten Mischen 1000 und 2000 Mund schwankten. In diesen AusgWen waren Baulichkeiten. Gerätschaften. lebendes Inventar und Spesen für den Lebensunterhalt (für 1—3 Jahre berechnet) emgefchlossen. Die Gelder, die für die Anschaffung von Viehbeständen vorpestrrckt wurden, sind in 1—5 Jahren rückzahlbar. Die Rückzahlung von Betrügen für Dauerameliovationen sollte in 20—50 Jahren erfolgen. In den meisten Ländern ist es Usus/ -bei Darlehen, die amortisiert werden, die Zahlungsfrist zu verlängern. Der'Z insfuß muß ein niedriger sein, Solange die gegenwärtige Preisdeprossion andauert, wird die Landwirtschaft kaum mehr als 3—4 Prozent abwevfert. Bodenzahlungen sind nicht inbegriffen, da das Bodenanvecht dem Zionistischen National sonds vorbchalten bleibt; somit wird nur ein niedriger Pachtzins von 2 Prozent erhoben werden. Eine Damrpacht ist' sehr zu empfehlen, indem diese weniger beschwerlich für den Siedler ist und auch, die Hebel spekulativer ll-eberrragnng ausschließt. Antwort aus Frage 9: Je schneller die DerbesseruGgsarbeiten und die Ausstattung der Farmen nach ihrer Ilebergabe an die Siedler durchgeführt werden können, je bessere Resultate weiden erzielt werden. Verzögerung in der Entwicklung ist, da die Einnahmequelle hinausgeschöben oder verringert wird, natürlich mit Zinsen- und Steuerverlusten verbürgen. Im dritten Jahre sollten die Siedler schon ziemlich gut auf den Beinen sein und schon im zweiten Jahr mehr als die Spesen verdienen. Antwort aufFrage 10: Die Antworten hiefür sind bereits in der Beantwortung der Vorfrage enthalten. Die von Herrn Eitigger gestellten Fragen haben ihre Beantwortung in gemeinsamer Erledigung des Fragebogens der Zionistischen Exekutive gefunden. In eingehender, Erwiderung seiner ersten Frage wäre noch zu bemerken, daß sämtliche Entwicklungsarbeiten unter der Anleitung von Beamten der Zionistischen Organisation ausgeführt werden sollten, es müßten aber Borkshrungen getroffen werden, um Einzelpersonen; die um Farmen emzu-kminen beabsichtigen» Lchnbeschäftigung zu verschaffen oder es Gruppen von voraussichtlichen Siedlern Zu ermöglichen, ArbeilLlonckakte abzuschließen. Kolonisatorische Entwicklung durch Siedler mit ausgiebigen Kapitalien. Bei der Begründung der ersten zionistischen Farmncklungen gab es für kapitalskräftige Siedler noch wenig verlockende Aussichten in Palästina. Die Stellungnahme der Legierung war eine unbestimmte, wenn nicht gar unfreundliche. Dem Erwerb von Boden lagen viele gesetzliche Schwierigkeiten im Wege. Der bedachtsame jüdische Farmer konnte sich nicht entschließen, sich und seine Familie zu entwurzeln und mit Hab und Gut Äach Palästina überzusiedeln, um sich der Bewegung dort anMschließen. So geschah es, daß die ersten Siedler sich aus Leuten zusammenseh ten. die kein oder nur w«ffg Vermögen besaßen und vorwiegend aus Ländern kamen, ln"denen die Verhältnisse «noch ärger Äs -in Palästina waren. Eine palästinensische Farmsiedlung bedeutete den Zufluchts- Hafen Kr viele Flüchtlinge, die vom landwirtschaftlichen Leben keine Whnurvg hatten. Andererseits herrschte überall vielfach die Meinung, daß 'Palästina eher ein armseliges Land als «in an unevschlossenen und unentwickelten Möglichkeiten reicher Flecken sei. Biele dieser uralten Rasse, die dazu imstande waren, ein gesundes, freies Landleben zu führen, gmgen nach anderen Orten. Dadurch beschränkte sich dre Kolonffation auf Leute, die weder Vermögen noch Erfahrung besaßen, und somit wurde dem Keren Hajessod eine schwere finanzielle Last aufgebücket. Anstatt den Beweis erbringen zu können, was ein Äfahrerier Landwirt, mit geeigneten Gerätschaften arbeitend, und über einen guten Viohstand verfügend, aus der Sache machen könnte, mutzte der Keren Hajessod vorerst darauf bedacht sein, die Ausgaben möglichst herabzusetzen. Die Ansgäben für Baulichkeiten, Anpflanzungen «und lebendes Inventar mutzten so niedrig wie Mrn'err ÄövjMrettürtü. nur möglich geschraubt .iverden, ,so daß. die7MffchettMiMiH:' obwohl sie im Vergleich zu den arabischen Farmern glänzende, Resultate erzielt haben, doch wicht imstande 'wären, -das' ■' zu lösten, was von Siedlern, die über genügende.Kapitalien ver-i fügen,' uni ihre Wirtschaften nach den anerkannt besten Me-' thoden zu führen, geleistet wecken könnte. Das läMiche Palästina sollteaber nicht nu r den Unterdrückten ein« Zufluchtsstätte sein, ..auch sollte die - Entwicklung seines Favmwesens nicht. äusschlietzlich denen überlassen blewen, die finanziell unterstützt werden müssen. Dep-für intensive Bearbeitung geeignete Bodenkomplex ist zu beschrankt, als daß er vielen Juden eine Heimstatte gewähren könnte. Was aber in den Talern, und insbesondere «in «den «irrigierbaren Teilen d«er Täler getan werden kann, ist, Lebensbediugungen zu schaffen, so verlocken«^ wie sie nur in irgend einem anderen Teile der Welt angetrofsen werden können. Das würde Palästina etwas von seiner glorreichen Vergangenheit zurückgeben, und würde es zu einem von allen Juden'gern besuchten Welfflecken machen. Wenn die ländlichen'Anziehungskräfte so entwickelt sein werden, wie sie es sollten und könnten, dann werden die . Juden mit Stolz und Freude auf Palästkna blicken. . Das Land wird Besucher aus allem Teilen der Welt anziehen und wird tausenden, die anderwärts ansässig sind, doch im besten Sinne des Wortes eine Heimat werden. Es ist nun an der Zeit, daß eine Siedlung begründet wird, welche dem eigenartigen ländlichen Reiz' und den Möglichkeiten, des Landes gerecht wird und der Welt klar vor Äugen führt, was, in Palästina geleistet zu wecken vermag. Die prachtvollen , Mischen Wühnhäufsr, die Wyzliich tim Jerusalem, Haffa und Jaffa errichtet worden sind, deuten daraus Lin. daß die Städte wohlhabende Menschen von Bildung und Geschmack anziehen. Mit dem Aufblühen der Vororte Haifas und Jaffas werden aber noch wertvollere Resultate und noch bessere Lebensbedingungen, geschaffen wecken, als diesen den Städten möglich ist. Was Kr das Landleben um Neapel herum und in anderen Gegenden des Mittelmeeres oder z. B. in FI or ida, in den Bereinigten Staaten und in SMalifornien getan worden ist,das kann auch im Tale von Esdralon oder auf den Abhängen des KavmeAbenges getan werden. Hier bietet sich wohlhabenden Menschen die Gelegenheit, ihre Mittel und Kräfte, «ihr «Können «und «ihren Geschmack der Schaffung eines Zentrums zuzuwenden, geeignet. Leuten, die im Lande ihrer Väter leben möchten, zu beweisen, daß es chnen alle Vorzüge der Kultur zu bieten vermag, dre sie anderwärts etwa vorfinden könnten. Besitzt die zionistische Bewegung genügend Lebenskraft, um sich behaupten zu können, so muß sie es verstehen, Menschen annlzichen und zu fesseln, die. falls sie es wünschen, außerhalb Palästinas ansässig sein können. Diffe Leut« suchen Palästina genau so aus, wie sie nach anderen bevorzugten Evdflecken reisen, um das Beste, das ihnen das Leben zu bieten vermag, genießen zu können. Wenn sich die jüdisch« landwirtschafftltche Kolonisation mit derjenigen anderer Länder messen will, so muß das jüdische Volk bestrebt sein, die gegebenen Möglichkeiten so auszunützen, wie dies in anderen Ländern geschehen ist. Zusammenfafsende Ratschläge. Es empfiehlt sich, damit die bestehenden Siedlungen ab- . gerundet werden können, die etwa noch fehlenden Länoereien zu erwerben, ferner sollben die Ent- und ÄÄvässvrungssystmne vervollkommnet Wecken. Abkommen, in denen die Beitraigsleistungen des Keren. Hajessoh zur Begründung von Eingelfarmen oder GenossenschaftssiMungen festzusetzen sind, sollten ausgearbeitet und in allen bestehenden Kolonien unterzeichnet wecken. Die BMuguugen, unter heuen künftige Kolonien geschaffen wecken sollen, sollten sorgfältig ans gedacht und in einem Kontrakt verkörpert wecken, der dann von jedem Ansiedler zu unterzeichnen wäre. Jeder neuen Sicklung sollte em, kompetenter Berater öder Leiter zugeteilt werden, dem weitgehende Vollmachten «in bezug auf die Auswahl der Siedler, wie auf die Unterstützung und Anleitung, welche ihnen bei der Entwicklungsarbeit gewährt Wecken fall, eingeräumt werden müßten. Es sollte eine aus finanziell unabhängigen Leuten bestehende Kolonie begründet Wecken. Ae kluwauderuug im August. Jerusalem, 17. September 1924. Die Zähl der nach Pallästma einwanderniden Juden Überstieg «dm August den höchsten bisher erreichten Monatsrokock. Die Verlautbarung der offiziellen Ziffern wird noch einige Zeit brauchen, «aber die von der Palästinensisch-Zi omsti - schen Exekutive laut den Berichten der auswärtigen Palästinaämrer verfaßte ZusMimenstellumg evM, daß die Ges«a«mtzchl «für den'August 2000 «gewiß übersteigt. «Hierlbei sind noch die vielen T«ou«rists«n nicht.m«itger echnet, die sich in PailÄstma nach einer MÄKrchkeff mudun, hier ansässig zu wecken. Die Emiwaindevör kotutmeu nach wie vor. zumeist in Famrliengruppen. Solcher waren Lim August nach der vorläufigen Schätzung 484 mit 1T0O Köpfen. Äulf 1?34 Aschkenasim entfielen 593 Sephackim. Wie ldn den Wovmmrateü. stellte auch diesmal Polen möt 90V Juden das größte Kontingent. Dann folgen: Rußland snlit 956, Griechenland 269, Litauen 197, Rumänien und Irak je.146, Nockamerika 77, Kuckistcm 67, Dircke-i 60 ulfw. Dem Berufe nach waren: >179 landwirtschaiMche Arbeiter, 51 ZimmMieuie, 66 Schlosst, 38 Näherinnen, je 28 Schneider -und Weiber, 24 - MMver, je 17 Gerber und Elckiviker, 25 Schuster, 16 Bäcker, je 18 MeHaNikov «und Goldschmiede, 12 Fleischhaiuev, 10 Maler. Dam folgen die Vertreter aller inüglichen ErwockDmige, MchGeMch 8 Doiktorc«, der Phiilosophie und 2 REinev. Keren-HMod-Nnsstnse im August. Beim HäuptLureau beS Keren Hajessod in London find im August insgesamt S 8.9 2 9 P f« n b eingelaufen. Davon entfallen auf die Vereinigten Staaten von Nordamerika 21.7 88, auf Südafrika Md Argentinien je 4000 Pfund, auf Polen 1824 Pfund (davon 149 von Ostgalizien). E i n z e l f p e n d e n , belaufen sich auf 114.6 Pfund. England steuerte 828 P f u n d bei, die T schech o-S l o W ak e 1 409 P fnn d, Jugoslawien 268 P fu n d, R nm an i en 181 P fun d, Palästina .114. Pfu«^ O » st e r r e t ch dieSinal bloß rund 19 P f n n d. SS.' SepiEber 1S2'4 Nr. MS Neue Methode« der Kereu-Kajemeth-Arbet. i« Sefterrrich. Mr hatten im . letzten Jahre ür Wien und i>n der Pro. Viuz zirka 100 iKeren-Kajemeth-Kommilläre, von denen, viele bloß f t k t i v e Mtavbeite-r waren. Div «gange Weckeaöbeil für den Keren KajemeH l'Jsvael. stand md fiel mit dem. Kmnjnrlffät; ftuaiJ ■ er guten Willens und besaß «r Ovganisaitionstaleut, so hatte er Erfolg; im entgegengesetzten Falle versagte sein Sprengel ganz. Diese Erschetuuug füihvte das hieisige Keron-Kajemetthl'Jsrael-BuMu zur Uelberlegung, das System k-r freiwilligen Mitarbeit aus eine neue GrunAage zu stellen. Jeder aktive Zionist muß M die Eingänge des Keren Kajemeth l'Jsvacl persönlich mitverantwortlich sein, und Kvar in der Form, daß er die erchtgemeinte Kicht bloß ^moralische") Verpflichtung Übernehme, sin Laufe des Jahres einen ffn vorhinein feststehenden Betrag ^durchschnittlich 5 Pfund, d. I der Gegenwert eines Duuams) aufzubringen. Diese Vevpflichtu«ng nennt man Selbstkontingentierung. Der Gedanke wick in Oesterreich seit einigen Monaten propagiert und er hat tatsächlich zur Vergrößerung der Zahl der aktiven Mtarbeiter und zur Verlebendigung ihrer Arbeit geführt. Wir haben heute in Oesterreich rund 500 Selbstkonttngentler, van denen 104 Personen bereits 102 Mllionen tatsächlich albgeführt halben. Schon heute übertrifft die Zchl der -wirklich Eben SoVftkonitingeintleM die Zahl der Kommissäre. Die Institution - der Seilbstkontingentievwng führt auch zur Belebung des alten KMtingentievuingssystsms nach Sektionen und Gruppen: Die zronistffchM Sektionen und Gruppen Mn sich in Selbstkontingentler aus. Dann kann der Erfolg auch nicht ausbleiben. Der Solbstkontingentierungsgedanke hat auch zur Folge, daß seine Träger nach Gelegenheit förmlich suchen, um ihre Verpflichtung zu erMen. &o ist die Bäderaktion, die Heuer zum ersten Male von «Ms. durchgeführt Worden ist, zum «erheblichen TeL von Menschen gemacht worden, die ckben ihrer SeVMontrngentierungsMcht Nachkommen wollen Die bicherige Erfahrung hat auch gezeigt, daß die aktiven Mtarlbeiter als Selbstkontingentler nicht nur ihr Kontingent aufbvingen, sondern schr oft um Vielfaches überschreite u. Der Keren Kajvmeth i'JsraÄ tu Oesterreich ist auch daran interessiert, daß seine Mtavbeiter Palästina mit eigenen Augen sehen. Daher schreibt der Keren Kajemech l'Jsrael «ine Konkurrenz aus, die eS in immer steigendevsm Matze unseren besten Mitarbeitern ermöglichen Wird, unentgeltlich n«ach Erez Israel zu fahren und sich dort drei bis vier Wochen cmsizuhalten. Bedingungen: 1. Für SMÄlmOngenWer: Je 800, di« binmn sechs Monaten von Rosch-Hafchcmah 6886 gunckckest den Gegenwert eines Dunams sgjlckch 6 Pfund) auifbringen. Derjenige, per den höchsten Betrag ausbringt, wrck nach Erez Israel reisen. — 2. Für Gruppen («SeLiionen usw.): Je zehn Gruppen, von «denen jede zumindest 100- Pfund im genannten Zeitraum aufbvmgt. Ein Mitglirdder Gruppe, die «den höchsten Betrag erreicht hat«, wick «nach - Pa* , läftiua fahret - Dr. Eh. T«artakow«er. Die Bautätigkeit in Haifa und Tel-Awiw. Eine asnikauischc Gesellschaft zur Förderung der Bauidtißfcit in Palästina hat, wie das „EommereixA BullM" berickite:. für die Erbauung von Häusern in «den einzelnen >ne-uen Wohnvierteln Haisgs Darlehen im Betrage von 16.000 Pfund gewährt. Voraussichtlich werden hier in den nächsten Monaten mindestens 80 neue Hauser gebaut werden. — Die Vauarbeiwn sind in Tel-Awiw iminver noch in volleni Gange- Sowchs in Tel-Awiw wie auch in Ramrath Ga n, der iM«en Gartenstadt an 6er Psbach-Dikwah-Straße ersteht eine große Anzahl von neuen Häusern. Der Leiter des zionistischen Unterrichtsdepartements in Palästina verbleibt im Amte. Das Unterrichtsdepartemeut der palästinerlsischen Zivnfftischen Exekutive erläßt eine Erklärung an die Presse, wonach die MiWcker des Departements mit dem Leiter des Departements, Herrn Dr. Lurje, an der Spitze, beschlossen haben, trotz des Beschlusses des Zionistischen Aktionskomite^Z. die Kr das he>bräische Schu>lwesen in PMtm«a zur Verfügung gestellte Summe von 69.000 Pfund aus 58.000 Pfund zu'reduzieren, in ihren Aemtern zu verbleiben. In der Erklärung wird gesagt: Das UnterrichtSdepartement bckauert tief, daß das UnterrlchtAbudget, das s«ho«n bisher aus ein Mglichst niedriges Mmmvum fchgesetzt war, noch weiter rckuzisrt wurde. Die Mitglieder des Departements halten es äbev, um das von der palästinensischen Zionistischen ExMtive sestgelegte Unterrichtsshstem nicht zu stören, für ihre Pflicht, in ihren Aemtern weiter zu veMeiben. <J. T. A.) Beginn V«s Baues des Elektrizitätswerkes in Haifa. Wie das „Commerciall Bulletin" berichtet, wurde mit den Arbeiten beim Bau «des Ruthenbergschen El-ektrizitätswerkes für .den Distrikt H a is-a bereits begonnen. Die Arlbeiten wecken gegen sechs Monate dauern und Wer 100 Personen Beschäftigung geben. Die Kosten des Baues des Werkes dürften sich Ms geM 15.000 Pfund Sterling stellen.. Wahlen in den palästinensischen Rat der Arbeiter. Mn .9. d. haben in ganz PalÄstma dre, Wahlen fit den Rat der Arbeiter (MoaAath Hoowdim) stattaefunden.' Die poalezionistische Partei Achduth Haawodah, die bisher fast breivtertel der Mandate Eue hatte, hat wicht überall die Positimten halieü können, hat aber dennoch die M a j o r i «t ä t bchalten. Ha-p-el Hauair hat ansehnliche Evfobge emmgen. In Jem«salem hat er sieben, in Jaffa und Haifa n sechs Sitze erhalten. In Jgffa wurde ein arabischer Eisenbahnavbeiter kn den Rat gewählt. (I. T. A.) Das Echa des EmelkMses. Die erste Antwort, welche ans die Nachricht des großen Emekkaufes hin aus der Galnth beim Keren Kajemeth in Jerusalem eintraf, kam aus dem fernen Argentinien. Die Depesche lautet ebenso kurz wie rresfend: „Gratulieren zum Gm erkauf, senden ±000 Pfun d." In Palästina selbst wucke der Kauf von allen jüdischen Kreisen froh begrüßt und gingen -demHauptbureau viele Glückwünsche zn. % ■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.