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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-25 · Heft 2016 (25.9.1924) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2016 (25.9.1924)
Date
1924-09-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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r ®e«e 2 ' ^’v’v^iv T Wien, Donnerstag .1~ S--——■————~- ■ Wer Belgrad und Ath5N bis Konstantinopel und Angora alle politischen Rädelsführer aus, die von cinenrWiederausbruch der Unruhen auf den: Balkarl Erfolge für ihre Politik erwarten. ' Immer Meder zeigt es , sich, wieur;eMMch für. den Frieden Europas und der Welt eine v endgültige - Regelungches Verhältnisses. dWgälHen WltM MMarÄ. ist. Es ist das verfehlteste System, Cmzelabmachungen wirtschaftlicher oder diplomatischer Natur mit der Moskauer Regierung abzuschließen. Solangenur irgendwo -- eine Masche im großen Friedensnetz offen bleibt, wird die Moskauer Regierung durch diese Masche schlüpfen und die RevMtionierung in jenem. Lande in Bewegung setzen, in welchem der Widerstand gegen die bolsche-, wikische Propaganda am geringsten ist. Bulgarien, das geographisch an der exponiertesten Stelle des Balkans gelegen ist, durch die ewige mazedonische Frage zu . den ewig Unzufriedenen gehört und daher die Nachbarstaaten iv steter Unruhe halt, ist ein vorzüglich geeignetes Medium in den Händen der Moskauer Propagandazentrale. Daß die Moskauer Regierung bereit ist, dieses Müüum gegen den Frieden der Welt zn benützen und die Unruhen in Bulgarien auch, mit Geldmitteln zu unterstützen, geht am deutlichsten aus den Akten hervor, die im Archiv des Aleko Pascha Wassiliew gefunden wurden, der als erster die Ermordung Alexandrows mit seinem Leben büßen nmßte. Diese Dokumente beweisen einen untrüglichen Zusammenhang Zwischen Moskau und der Ermoämng des Autonomistenführers Todor Alexandrow. Die bulgarische Unruhe ist ein mit balkanischer Zähigkeit geführter Kampf.gegen die Friedensverträge und das neue Europa. Darin liegt ihre Gefährlichkeit. Die Wahabiten vor Mekka. *’ (Bon unserem Londoner J.-Korrespondenten). Die Nachrichten, die aus Aegypten nach London kommen «und vw d^r Vordringen derWahabiten gegen Mekka berichten, erregten Ger große Unruhe. Erst vor kurzer Zeit Wen die Truppen des Sultans von Nedschd des Führers der Wahabiten, Trausjordamen angegriffen und sind nach der Verwüstung zahlreicher Dörfer nur mit Hilfe dev britischen Luftflotte und unter schweren Verlusten aus Tvansjordauren verdrängt worden. Es schien dies nur ein vorläufiger Angriff gewesen zu sein. Aber die Nachricht, daß große Streftkräifte der Wahabiten die nur. 60 Merlen von MeVa entfernte Stadt Taif eingenommen und. geplündert haben und auf dem Marsch gegen Mekka sind, legt die Vermutung ucche, daß es sich nm einen großen, lwchl überlegten Angriff gegen MeVa, wie vielleicht auch gegen andere arabische Städte handelt, und die Wahabiten wiederum -ihre Herrschaft, aus der arabischen HaWnßel erringen wollen. . . ■ Eine alte Feindschaft trennt die Wahaibiwtt von MeOu Schon der Stifter den Wahabitensekte, der m der ersten HÄfte des 18. Jahrhunderts lebte und der vonihmbekehrte Sultan von Nedschd Mohammed Ibn Saud, der Begründer der noch jetzt herrschenden Dynastie, waren tief eckport Wer den Luxus und die Mißbräuche, die sich in der islamitischen Welt, insbesondere aber in MeNa und Medi-na gegeräber der einfachen Lehre Mohammeds breit gemacht hatten. Die Wahabiten sind Puritaner, die die alten reinen Sitten der Wüstenbedumen wieder zur Geltung bringen. Sie verabscheuen nicht nur den Mkoholgenuß, sondern auch TaLakvauchen, Anbetung der Heiligen, «Luxus in «Kleidung und Sitten, wie auch alle Mißbräuche der Verwaltung «m& des Rechtswesens, die sich in orientalischen Despotien so leicht einschleichen. Sie halten an dev Helligkeit des Korans fest, beobcchten alle Gebote, haben eine strenge und gerechte Rechtsprechung «Md sind auch darin die «rechten Nachkommen Mohammeds, daß sie die Reinheit ihrer Religöm mit Waffen verbreiten wollen.' Sie sind erprobte Krieger «und schonen ikemen Feind und verhalten sich gegen Mohammedaner, die nicht die gantze Strenge ihrer Sekte mibuvacheu, noch viel grausamen als gegen Mchtmohammedaner. Aus diese Weise gelang es ihnen, im 18. Jahrhundert den größten Teil von Arabien zu unterwerfen. Im Anfang des 19. Jahrhunderts na'hmen die Wahabiten sowohl Keribeläh, die «heilige Stadt der Schiiten am Euphrat ein, wie auch andererseits Mekka, wo vor allem die Gräber der Heiligen und alle Gegenstände äußerlicher Berohrung zerstört wurden. Nach dem Fall von Medina 1801 vereinigten die Wahabiten fast ganz Arabien «unter ihrer Herrschaft und erweckten zugleich zum ersten Male wieder nach Jahrhunderten ein arabisches Nationalgefühl. Damals war es der Pascha von Aegypten, M e h e m ed Ali, de-r- HMchas wieder zurückeroberte. Durch die Erfolge der Aegypter wie auch durch das Entstehen eines Rivalenstaates unter Ibn Raschid nördlich von Nedschd in HaÄ'im DfchMl Schamar war die Macht der WahMien geschwächt. Erst der Weltkrieg brachte ihnen wieberunr eine Stärkung. Ihr Sultan Ibn Saud erklärte sich für die Engländer und war ebenso wie der Scherif von Mekka ihr Bundesgenosse. Als solcher kämpfte er gegen den Emir von Dschebol Schamar, der ein Verbündeter der Türken' tzvar. Durch erfolgreiche Feldzüge gegen diesen gelang es 'ihm wieder, die Oberherrschaft in Zentralarabieu zu gewinnen. Seine Ziele Eren aber weiter gesteckt. Seine Angriffe richteten sich sowohl gegen Dsten, wo er mit wechselndE GM, «aber ink ganzen erfolMiH, den wichtigen Hafen von Kuwei't und'die zwei fteineM Hafen-- Wiener Morgenzeitnng. Lo. September 1924 Nr, MS Mdte Katis und silke r.aiWiff, wie auch gegen Westen, wo er «nach altir Wahäbistnisitte' ln., dem Scherifeir voll Mekka, der unterdessen König von Hedfchas -geworden war, fejnemalten Feind sah. Schon cinmÄ, iin Mlai 1919, halte Sultan ^von N^schd PWaangHpWn. Er . Hatto M. HrratWn der Nahe von Dbif's^lk-^rUWidMsn Ädg^'dcch'öngeMgen,' wobei ausseiten, des Königs voü Hodschas 4600 Manu sielen, aber «^.gelang danrclls, die WyMiW zckmWzug zu bewegen. . Die Rolle Ettglg-ivhs war nicht leicht. Beide'Herrscher Goaren während des Weltkrieges seine Bundesgenossen geüueseu. Beide erhielten von ihm reichliche Subsidien. Aber England entschied sich für den König von Hedschas und mit englischer Hilfe wurden dessen beiden Söhne in Mesopotamien und in Trausjordanieu zu Herrschern eiugeseht. -Und so «war das wahaibitische Zentralarabien von drei Seiten vor« ambischen FürsteiMnevn umgeben, an de-reu Spitze Mitglieder «der von den Wahaibit-en so gehaßten scherifidischw Gamilie standen. Auf einer. Konferenz der verschiedenen arabischen Staaten, die nach Kuweit einibernfeil worden ivar, hatte der Sultau von Nedschd seine territorialen Forderungen geltend gemacht, aber der britische Vertreter, der der Konferenz Präsidierte, hatte Gin-- spruch erhoben. Ibn Saud fügte sich. Aber er rüstete. Die Feldzüge, die er nun''begonnen 'hat, zeugen davon, daß die Wahabiten wieder auf eine Periode kriegerischer Unternehmungen ausgehen. Gelingt ihnen ihr Angriff auf Hedschas, werden sie sich «auch wohl gegen die Westgrenze von Mesopotamien und gegen «den persischen «Golf üvenden. An dem Ausgang des Kampfes zwischen den Wahabiten und Mekka ist Großbritannien nicht direkt interessiert. Anders aber wird es, wenn Trans jo rda nie n oder Mesopotamien, die offiziell britisches Mandatsgebiet sind, angegriffen -verden; denn dadurch wird die . für England so wichtige Luftverbindung zwischen Europa und Aegypten einerseits und Mesopotamien und Indien andererseits, also eine Lebensader des britischen: Weltreiches, bedroht. Eine derartige Bedrohung würde sicherlich die Wahabiten Kräften.gegenüberstellen, denen ihre Kviegstechnik nicht gewachsen sein durfte. Versuchen Sie unseren Seidenstrumpf : * ..Adeslstrumpk" nur I, Trattnerhof2 (Graben) Sie SchUe im HouvMdttscheu Sperettea« Ämter in Budapest. Marffy fteigesprvchen. /' t.Eigendknst der „Wiener Morgenzeitung".) -v! Budapest, 24. September. Heute wurde zum ersten «Älale ein Urteil in -der Angelegenheit der serienweisen Bombenatten ta t'e der vergarigenen Jahre gefällt, Es «handelt sich «um den Prozeß, der gegen jene Gruppe der Erwachenden Ungarn eingeleitet wurde, die am 16. Jänner 1923 im H a u p t st ä d t i s ch e n O p e r e t t e u t he a t e r durch Schüsse eine Panik hervorrief und deren Stmßenabteilung mit dem jüdischen Publikum unter Benützung von K n ü p p c I n aufräumen sollte. Durch das energische Auftreten der Angestellten des Theators tvurde die Straßengruppe damals zurückgeworfen und glücklicher- «weise Hatto auch die Panik im Theater keine verhängnisvollen Folgen. In der heutigen Verhandlung leugneten alle Angeklagten. nach demselben Schema alles. Die Hauptanstifter M a r f f y, Ad o r i a n und O k o l i c z a'n y ivurdeir natürlich f r e i g e sp r o ch c n. Die übrigen Angeklagten stammen aus dem benachbarten schwäbischen Ort Soröksar und 'wurden -mit dem Motiv aufgestachelt, daß der Besitzer des Theaters ein „jüdischer Imperialist", Ben B l u m e nthal, fei, was in der ungarischen Hauptstadt nicht angehc. Auch verstoße die Vorstellung gegen.die christliche Moral. Die Schlvaben wurden zu Gefängnis st rasen bis zu eineinlhalb Monaten verurteilt. In politischen ^kreisen hak dieses Urteil großes Aufsehen herv-orgerufen nicht so -sehr wegen der Freisprechung einzelner Angeklagter oder wegen der milden Str-assätzc, sondern vielmehr wegen verschiedener Tatsachen, die im Verlaufe des Beweisverfahrens einwandfrei sestgestellt' - werden konnten. So Hai einer der Angeklagten a'usgesagt, daß er dem Verein der Erwachenden Ungarn zwar ange- - höre, aber auch Mitglied des ,Blu tb n ud e s vom Doppelkreuze" sei. Die Regierung aber habe in der- Nationalversammlung. seinerzeit in Beantwortung eimr- Jnterpellation erklärt, daß diese G e h e i m Organisation behördlich ausgelöst worden sei. Es ist nicht zu zweifeln, daß die Regierung die Anftösnng verfügt hat. Doch hat es den Anschein, daß diese Verfügung nicht beachtet worden ist und der Blutbund nach wie vor unbe- - kümmert um das Regierungsverbot fortbestcht. Ein anderer- Angeklagter hat ausgesagt, daß im Verein der Erwachenden Ungarn eine Gruppe bestehe, die sich mit Schieß-t ü düngen befassen, und diese Schießübungen werden in teurem hierzu überlassenen Gebäude einer Schule abge-!holten. Es habe sich erwiesen, daß der Verein der.Erwachenden Ungarn seine Werbetätigkeit auch unter Minderjährigen enffalte. Wegen dieser Tatsachen gedenkt man in den Kreisen der Opposition die R e g i e r u n g v e r a n tw o r t l i ch zu nrachen und in der efften Sitzung der Herbstseffion einer- Angriff gegen - die R<gievunH M pichten.' .7"' Die letzten Kurse. ^Ä^^deptemLer. Devisen sch l u ß k u r s er Wieü 316.500, Prag 148, New-Aork 446»/„, Paris 84,65% ZMel 32.36 Rom 10im Zürich 2^,49, Madrid -33,68'/, Amstttdam 11,85'/., Kopenhagen 25.84»/,, Kristiania 32,22'/, Stockholm 16,77, Helsingfors 178, Berlin 18,75, Athen 252,50, Bukarest —. 24. September. Effekteulurs e : Oesterrelchische Anleihe 92,26, Tschechische Anleihe 102,50, Prager Anleihe M, Skoda 91.50, Bankverein 7, Bodenkredit 17,6, Central UKl» General Mining 11,6, Diamonds 17,6, Debeers 11,50, Rio Tinto 34,—, Royal Dutch 28'/„ Shell 3,90. Die Börse war heute fest. Es bestand Interesse «für halbspekulative Werte. Es nahm auf Grund der gestrigen «Hausse rn Mexiean Eagle seinen AnSgang und tomie noch von Paris durch die Gerüchte über neu entdeckte Ochelder reichlich genährt. Eagle reagierte und stieg von BOß auf 21,3 und schloß M,7. Royal Dutch folgte der New-Aorker Geigerung nicht. MetallweÄe stiegen wegen der Metallpreise. Teeaktien weiter steigend. Zucker. London «gveisibare. Ware hatte kleine Umsätze Sjt verzeichnen. Terminware schwach, amerllcmlksche granulierte Ware 8ßß, tschecho-sioiwMsche November-Dezember 20,9, weißer Zucker Dezember A,3. Jänner 19,9, Mam 19,10,6 bis bis 47 Anfang 13.66. Jänner 13,40. März 13,44. Mai 13,40. 11 Uhr Oktober 13;42; Jänner 18,20, März 18^2, Mai 13,25, 12. Uhr September 1L;L0. Oktober 13,40, Immer 18,20, Marz 13,24; Mai 13,28. Umsatz 7000 Ballen! 13 Uhr 15 Min. September 13,73, Oktober 13,34; Jänner 18;1«, März 13,32, Mai 13;21. 14 Mr 16 Min. Schtember 18,73. Oktober 13,30, Jänner 13,18, März 13;19; Mar 13;L0. Schluh September 13:64, Oktober 13,18, Jänner 18/19, Mal 13°,12. New-York eröffnete niedriger. 11 Uhr Notiemna um 25 bis 34 Punkte schwächer als die gestrigvn SchlußnotlernniM. Paris, 24. September. (Radio.) Effektenichlußkurse: Banque de France —, Pragobanka 405,—, Credit Lyonais 16,60, Suez 14,510, Platine 832, Dabrowa 666, Banque Ottomane 806. Central Mining 949, Rio Tinto 23,97, Le Naybte russr 390, Succeried Egypte 1016, EmtschoucS sin 146,50,. Chartered 46,75, DebeerS orbin. 981,—, GoldfieldS 84'/„ Huanchalas 340,—, JägerL FontqiN 346,--,. Malacca ordin. 159,—, Maltzoff. 449.—, Mexiean Eagle 94,76, Padang 874.—, Rand Fontaiu 83,75, Randmüre 244,50, Silva plana 148,50. Tanganhika 164,-, Tubice soie 612,-, Utah Cepper 1522. Shell 834,-, Royal Dutch 24,150, Burmah —, Bakou 26.15. Paris» 24. September. Wechselkurse: Holland 731, Italien 83, Warschau 8,66, Prag 56,80, Bukarest 9,40, Schweiz 3,60,76, Wien 26,76. New-Dork, 24. September. (Radio.) D e io 1 s e ns ch l n ßkurier Taggeld 2 bis 8V//,, Wechsel auf London 4.44V», 60-Tage-Wechsel 4,44^ Paris 5,39, Amsterdam 38,62, Prag 2,99'/., Berlin 23V», Silber 69-/«, New-Porkl» 24. September. Esse! t e n b L,r s e. Atchinson 106V„ Baltimore 62%, Canadian Pacific 148,60, Cbeasepeacke 85,50, Eari 27V», Greach Northern 64,60, Milwaukee 13%, Northern Pacific 65%, Union Pacific W'/., United SteelS 109,—, Royal Dutch 42%. Southern Pacific 94V- Generalkommissär Zimmerman über das Vertrauen des Auslandes. . Der Fefftritztaler Jndustriekonzern hatte heute zählreiche Persönlichkeiten des vsterreichischett Wtrtfchaftslsbens zur Bchchtigung seines Kohlenbergbaues, der Glashütte «und der eben vollendeten Drahtseilbahn zu den Schoeller- Blectmann-Werken im Mürztal eingeladen. Unter bin zahlreichen Gälsten befanden sich unter anderem Bundesprätsvdent Dr. Hainisch und Generallkommissär Dr. Zi«mmerman. ' ' ' . Nachdem der BnndeApraisident beim Fesibankett das in der Schaffung des Werkes sinnfällig zum Ansdruck gekommene Vertrauen «des Auslandes dankbar begrüßt hatte, ergriff Generalkommiffär Dr. Zimmevman das Wort, der .unter anderem austfühvte: In den verflossenen Wochen ist in Genf viel über den wirtschaftlichen Wiede rausba-u Oesterreichs gesprochen worden. Das, was hier geschaffen wuvde, liefert den Beweis, daß Oesterreich wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit e n besitzt, die die österreichische Zählnngsbila-W zn bessern' vermögen und die schönsten Aussichten für die Zukunft eröffnen. Da jw e d er der Völkerbund noch die Nv t e npresse der Oesterreichffchen Nationalbank die zur Hebung der österreichischen Wirtschaft notwendigen Kapitalien beschaffen kann, ist es besonders zn begrüßen, daß ausländisches Kapital in ' der österreichischen Industrie investiert wird, wie dies jetzt mit italionischem Kapital in den Feistritzwerken geschehen ist. Darin kommt das Vertrauen des Auslandes zn Oesterreichs Wirtschaft sinnfällig in Erscheinung. In der österreichischen Delegation des Völkerbundes ist viel darüber gesprochen worden, wie es möglich ist, das Vertrauen zu «Oesterreich zu stärkeN nicht nur zu teit politischen, sondern auch p den wirtschaftlichen B e rhältnissen. In Genf hat es sich nicht um den Erfolg o«der Nichterfolg der österreichischen Regierung gehandelt, sondern um Oesterreich. In unseren Berichten, in unseren Vorschlägen und Vereutbarnngen galt es, das Zutrauen des Auslandes zu Oesterreich zu stärken. Ich bin fest überzeugt, daß, wenn unsere Vereinbarungen — und ich zweifle keinen Moment daran — durchgesührt sind und noch eimnal die Delegation des Völkerbundes Oesterreich besuchen sollte, die Delegation wird feststellen können, daß Oesterreich das «Zutvauen ausländischen Kapitals voll und ganz verdient. Die Ausführungen des Generalkomiffärs wurden mit lebhaftem Beifall aufgvWMMn. 4

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