Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2012 (21.9.1924)
- Date
- 1924-09-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Serie 6 Wien, SÄtnÄtz Ä. September M4 Nr. MIL Der Reichtum hat immer leine Tragikomödien gehabt, seine Grotesken, «seine Havpagomäde«; heute hater -auch noch seine Tragödien. Die Tragödie des Reichtums ckber ist immer eiqe Tragödie der Armut, das heißt, der Verarmung. Die Tragödie, des Reichtums sängt für gewöhnlich dort an, «wo der Reichtum zu schwinden beginnt. Arid schwindet der Reichtum 'galoppierend, daß keine Zeit Zur Ueberlegnng Writz bleibt) so bricht M &te Katasttöfthe herein, In solcher Schicksalswende dem Untergang geweiht» sind vor allem, jene Asra, welche sterben, wenn sie nichiS mehr, besitzen. Es gilbt Menschen, die Leben und Besitz verwechseln. und „Sein" und ,Halben" identifizieren.. Ihnen ist Wchthaiben und Nichtsein gleichbedeutend. Sie übersetzen gehabt halben" mit „gewesen sein" und drücken den Revolver ab. So geht, ihr Leben-in den GpieÜvellen unter, die ihre Habe weggeschiwMtmt haben. Sie flüchten vor der Leere in den Tod. Dckbei fft es ziemNch holamgloS, ob ihr Vermögen im ganzen oder -nur zum Teil verloren ging, ob das Vermögen wirklich oder mir imagrnür iwar. Der Gleitflug der Kurse, der sie abwärts zieht, macht sie schwindlig und sie vecklieren den Kaps Wßefc — in dem einen wie in den: anderen Falle. Vor dem Kriege ertränkte sich <kt Be Mn eine Frau aus der besten Gesellschaft — aus Verzweiflung über eine Mche Berechnung. Me hatte nüMH das Vermögen ihres Mannes mit rund zeih« Millionen Rerchsmück geschätzt; ckls er starb, stellte es sich heraus, daß er ein Vermögen von rmr zwei Millionen besaß, (fc bedenke: zwei Millionen JvredenSlMnk!) Die Frau, aber hatS ihr Leben aus rund zehn? Millionen eingestellt; unter diesem Preis konnte sie, aM.Mwtzch Mprochen, ksm Leben machen. Und so fuhr sie denn.hinaus. mit Äumengeschmiücktem Boot und erftärckte sich im. Havelsee. So werten sie alle das Leben, die . das ®eäß> überwerten. Shyilvck ist ihnen gegenüber em jheoretifierertder NaflonalÄonom. ,Jkchmt ihr mit die Beding gmrg zum Leben, so nehmt ihr mir doch das Leben selbst," sagt er. Ihnen aber ist der Geldreichtmn nicht mehr Bedingung zum Leben, sondern das Leben selbst, Zweck und Sin« Hres Daseins. Sie hängen am Gelds in abstracto. In seinen Aphorismen zur LÄenZiwersheit hat Schlchenhaüev zwei wundervolle Abhandlungen geschrieben; sie handeln von dem, was einer fft, und von dem, was einer hat. CS gibt indes noch einen dritten Typus, den SchcWrchauer offenbar nicht gekannt hat, nümklich den Typus eines Menschen, der nur dann etwas ist, wenn er etwas' hat. Mn solcher Mettsch ist der Reiche schlechthin. Er verKvpert die Idee des Reichtums in Hrer reinsten AusbrMrng. Er sucht im Reichtum nicht die Muht, nicht das Arffehen, er sieht in ihm nicht die Bedingung zum Dafür«/ düs Mittel, zur HefriMM-vng, die Möglichkeit . den WMkscherfüMng. ist vielmehr ein Reichtum von der Arh die Otto Glldemeister . einmal tief und sinnig die ,DarbaM des Herzens" genannt hat. Dieser Reichtumgonügt sich «selbst, ist sich Mst Mittel und Zweck, und' will nichts omderes, als . sich selbst Lewa-hrev. Der Reiche in solcher RörrMltur lebt in-seinem Reichtum und der Reichtum stillt sein Leben aus. Schwindet solcher Reichtum, so wird-das Leben des Menschen, der darin . gewuselt hat, volLkommen austzchMt. Ein ausgehöhltes Leben aber fällt vonfeWin sich zUfcnnmen, weil es leer und ohne Schwere ist. So entsteht die Tragödie des Reichtums mit dem Revolverschuß atz Schlußeffekt. Im 17, Id-Hchundert lebte in PreÄM ein Dürmr, Johann Frschrich Böttger. mit Namen. Er war ein Alchstmst, ein Goldsucher. Jahrelang .suchte er das Gold, unermüdlich, unverdrossen, u-ck» eines schönes Tages erfand er bei seinem GolAsuchen das Meißner Porzellan. Da gab der Mann das, Gauchen mffund ward zum simsÄen Töpfer. Und über den Eingang ssiues Hauses schrieb er die Worte:. unser Schüpfer, hat gemacht aus einem GMmgcher . einen Töpfer". And Johann Friedrich Böttger Mg mit. neuem Eifer an die neue Arbeit. Jahrelang av^itete er Unermüdlich, unverdrossen, bis er eines Latzes den Topf mit Goild grillt hatte. Das war von Böttger kllrg getan. Aber es gehört' Geduld dazu. Der moderne GMmacher kann nicht von neuem anfcmgen. Er bringt dre GeÄÄb nicht auf. Er schlägt den Topf in Stücke, so er mäht mH« mft Wd gefüllt lst. » . Sie Mac SonalDs einst und Letzt- Der britische PvemierMinkster R-amsah Mae Äonald ist vor kurzem Ehrenbürger der Stadt Dundee geworden. Oberbürgermeister überreichte dem Minffterpräsibenten feierlich die Urkunde, und dieser mußte altem Brauch ge- 'Mäß schwören, daß er der StM ftumer treu bleiben wolle, und nichts unternehmen, was ihr Schaden zufügen könnte. Die Sache hatte in diesem Fall einen besonderspikanten Beigeschmack, woraus auch der Bürgermeister in Mer Rede hmwies. Der ,Mm"der Mac Donalds, also die Vorfahren des Premiers, war nämlich m der guten Men Zeit, eine der gefährlichsten und daher gefürchtesten Raubritterbanden Schottlands, und da Dundee damals eine bosorchers reiche Stadt war, so überfiel die Mae Donckds die sriEchen Betwtchner von Zeit zu Zeit und nahmen alles mit, was ihmn Mtne!^nMert ^evschieu-. Der Premierminister sagte m seiner Dankesrede, er habe >immer gehört, daß die BÄvohner dev Stadt Dundee wie alle Schotten kluge und berechnende LeM seien, m verstehe desMb sehr tvckhl, warum man ihn zum Ehrenbürger gemacht habe, denn man könne nicht wissen, ob hie Geschichte lstch rticht einmal wiederhole. Er besprach, sich in ZGurrft besser Hu betragen als seine Dorfa-Hren das getan Hätten, und fugte hinzu, daß wenn immer er Gelegenheit haben sollte, seine Hä-nde in die TasMn anderer Leute stecken, dies .jedenfalls nicht die Bewohner von Dundee WiiJ A■ ri ad ^WWTWKWMWWDr- ■■■■■; «Wi>W,MG'z'K-? Ma.rk Twain, HlMtLe >ih',' schW»l -ist eMer huiun« ÄÄen Groteske ftM-Leibien in Eigener Art. SM ifa M seinem Tode und.erM bck MiuÄsrllW. Die Zeit Läuift verkehrt,' das Spätere fft das AchchrM'Äe Wirkung, die M«Mg ist Urßache. Alles ist wie «ön.Litmn Wilüchen.'cümoM^ TriMan auf den Kopf gestellt. Die RchasMüff endet Mit der DepcmiieÄMg des BisseM Ms dM .in den . Deller und HegüM —ZeWr>! .Men Ernstes, mH PhAofvphen haben sich anit der Fratze dar N«rk>ehrbar>K'v^t der -ZdLi befaßt. Einmütiges R-chulwE: ü>iL Mhr kann UrH MHMHen. SWvß-liich' will noch Äm der Achrn Träummtziien eine MMiHM der EckM^ gestrnden haben: Wenn es MMch tz-Majl^^ gellünge,- den Lichtstrahil HGchofen, Vorgänge apf Ecken /sehen, urck DÄ Weyst die gegenwärtiges Mck. ifpäter dft Wngft Heegamgenen. - Ahgchche« .dövön; 'W dWtt nöH^ >Mge Nicht die Zeit -ulmgekchrt G, miurl per öpUcho Eind'Mck (vevglÄlchibar eitvejM verMrt lMstnlden .FAiM), P Äste RvaKisiemng Weit lÄe MMrWM detz Ächtes als die gÄßtmüHchdl stiO. und. die Muffe des ^'^ktap' 'WHWMtz» Beobachters — KeH" Null würde. V .. ' Alkim Lelöen' bqpqglt. vaiß der rück. Lauf« gP n Ent iw. i ck L stng. gaf^nde.,- ^S^WÄstvwe^e ßMd aus. deimHEmfachen dD^ÄoW^Wrte. Gin astsMvachsener, '-#» :«Wt -t«MMeUe OWmel Er stny - uErWH.nicht ->Mch so M Welt. fäm Lerft Weventzierten sich dtz'i'OoMe. - Sein Metze war sticht dost Anfantz an da.' Es müßte sich Äst ans gjtotöt DöKen dicken. Zuerst stülpte sichganz ckh ousigckrtückt — die AugerDnft nach ünum.üind dam« eckst wuchs Ver ^Wnbecher M sie heckim. Jetzt eckst P Las MDe.schfWg. EKevÄstertt schstLtt Wplf^hem..'SÄMck^ ^rs destr Auge fjMäß Die MÄche, Ijv hetißen auch die ^lalwucket, sind RogeneHitiorrs^ Kinstcky, d. h. «Mn Samr Wen d en Schdv«st^ «lle Füße wegschneide-w. und nach kurzer Zeßt sirnd sr'e wieder nachgewachsen. ^Kdvch M. HMMMnattene^ Äugenlinse w.-stchs stach. Aber wie? Die.Mtst.Wick von einem anderen GÄwebe geibickvt Äs der Augapftk. Der Augapfel k<M keine Linse nachwachfen lassen. Ist deniAugalpfek histeLn, von Wstien her/ kcmn die Linse auch Wiedel «nicht wachsen; zuerst «ruß s« dlre Lilstse da sein stnd dann V.ildet sicherst um sie derAugapseL. lsirck ckch hatten die Molche, denen aus dem vollenMckelten Astge die Kmfe ' hervusgeschnirtten'wucke, noch Su-rtzör Zeit Wieder Äne neue. Me -brachte das die — Huben und drüben: M pestia verbo- — Natstr zustandv? Sie machte die Un-mügtichikÄt Mn Wink- When, sie kehrte -den Lauf der -Dintz^ nim. Auge, das ms dein einfachen Gewebe zuim Wyplizdevten Sehorgan wucke^.wstrde wieder znist einfachen. Bs löste sich sticht etwaregellos aus. Mn, ein SdadiMr stach dem astdeck wachse.die Rückentwckcklnnig durch, b-is -nnr stnldlifferestzierten Gewebe. . Jetzt e^t bickete sich eine neue Linse und setzt erst chng «es wieder nach vorne. Der Astgenbecher wuchs um die Linse herstm und wuche zZ m zW«il«denmal eist Aulge. Der Fall steht nicht' tstvWM da. Die MiudÄWürlmier übeÄivchfen die Mvlche womöglich noch an . RWrveüatious- WigM. Man kann sie in kLeime TeNe ge'rschst^'iden und ans jedem Teil wachst das Fehltestde nach, ^cker Deil wird wicker Fmn^ gastzen Strufdelwurnr. Mcht Emmer läuft die Sache so einfach ab. Tu schneidest eiiDgen StrUdeil- WÜvmevn den Kopf stb. .Der Futzterl blM stniverandert Und autz dea Mundfliache wächst der fehlende Kopf nach. Wn DoK der Wich vpevierben Tiere - m acht 2s auide r s. Nach der Operation schmmpfen sie ein. Die Organe Wifen sich aus, Ämmer einfacher und gleichmäßiger wird d^r Körper,'bis am Schluß ein gewöhnlircher, und>ifferenz>ier'te.r Giitweiißkliumpen da iist. Wieder einmal hat sich die Ent- Wicklung stM'gekeh rtt, wieder einmal wurde, genaat' fo WSe in der Groteske des SatiErs, der Lebensiproseß von oibetr. zu ustterist gekehrt, aus dem schon serltig^n Judibid u u >m d 4 e u n f e r t ii g e P li a s m a m a s se. Wnü' es. auch nur Mtttsl zuw Zwäck der vorlwavösstvebenldeft EsttWiMtttg war. Denn ans dem E'iweißiklÄmpchlen, vückÄIjife- Mnjzjtert aus dem geköpften Wurm, .wurde >tö>iieder .ei.n Aener, vollstästdKger Wstiym. . ._v; ’’ •: : i GeMe «ulf, büe. DMsachep.' he^. haben HSe , N^oWttailiiistzst .'' chtte l. HbM^ynVch^ HÄberwDiige L e b e n s E Ä a f ä zurückßHiihren und mit lihnen zU beweisen, gesucht. Mcht 'recht 'vWäMch.. Dönn' Wpz^'. das,,M-t«we/ Aus,gefallene' hemnAiehen? Da s Lob e n. b gleich Rätsel, ob es borläust, o«b es zurückläust. *■ W m nt an eines Bott der Vereinigten Staaten. Die FxeigebigW der amerikanische« MnlttmUiottLrch,, die. sie.zur Fördenmg lulturolliet Bestrsbusttzon von jeher enü faltel -hüben, ist. ztveiselsohne mit eip. Gjmnd für die gÄvab 'Ätze-iÄtwicklung von JMsirie und TechM Kmrst! im WH senschaft m der Neuen Welt. Besonders das Bibliothekwesen , hat durch die Gurrst reicher Mäzene einen vielleicht sonst wv Mdwo ist der Welt Hresthten Aufschwung genommen. Pol alleni verdient hiet. die rHige Mbliothek, die von I. Pier!« Pont' M o r'g an gegründet und kürzlich, wie wir bechits Wmelöet hään, von soiriem Sohn dem Volk der Bereinigter» Staaten züm Gieschenk gemacht wucke, als eine Spende höchster sozialer Bedetttung genannt M werden. Englische Blätter widmen der.HöHcknMit Dtifmüg ausführliche Berate, denen wir die sölgenden EitrzÄheiten entnehmen: ); Mri WMWWMt zu ersten, großen n:oder»re« Sarnmlerst, i?ie efet ifefottteceS darauf legten, von solchen Büchern, Äe in der Litieräturgeschichte eine Rolle spielten und noch spielen, die Q r i, g i n a l m a n u s k r i p t« der Autoren zu erwerben. Die Morgan-Bibliothek ist daher außerordentlich reich an aütographischen Handschrift«»:. Aber außer wertvollen Büchern zeugen noch zahlreiche Briefe an und von berühmten Dichtern und Persönlichkeiten, sowiv seltene Buchexemplave von dem erlesenen Geschmack und hervorrrc^enden Kunstsinn des alten Pierpont Morgan. Selbstverständlich ist in erster .Reihe die englische und ame>- 'rikanische Literatur vertrete»:, dann .folgt Arankreich. ' Bon den ältesten Manuflripten englischen Abteilung, die bis ins fünszehnte Jahrhundert zuriickrelchen, smd zu nennen: das EpoS,Mhack de iBurys „Philobiblion", Chaucecs „Canterbüry Tales"- und John Gjosters „Confessio Amanüs", letzteres mit sepren MiniMren ausgestattet. Alle doei epische« Werke stammen aus dem fünfzehnten Jäh chunderrt. Da es Morgan sticht gelungen ist, Originaltznanustripte von Shakespeare zu erwerben, ruhte er als leidenschaftlicher Sammler nicht, bis er das einzige bekannte MMustript von Miltons „Verlorenem Paradies" ausfindig machte, durch dieses seltene Exemplar gewissermaßen das . Manko des großen englische« Dramatikers ansgleichend. Meckings war es nur das erste jBuch und auch nicht das „Urvriginal", sondern die Kopie,' nach der das Werk zum Dmck kam, aber in der Bibliographie beteiltet auch diese „Nuance" eime« gewaltige« Wert. , l Zu deen größtM Mrttäten gehöre« die Manuskripte, großer englischer Autoren aus dem achtzehnten Jährhündert.. Diese Schätze werden Nämlich von den Nachkomme« der betveffenden Dichter und' Schriftsteller Mss sorglichste gehütet^ und nur sehr selten gelingt «8 einem Outsider, eist derartiges kostbares ExemMr zu ettangen. Mvrgans Sammeleifto glückte es, eistLs der wertvollsten Manuftvipte dieser PeridE das - philosophische Lehrgedicht „Essay vn Man", das den Hauptvertreter ' des PseudollassiKismus ist Englands Alexi ander Pope (1688—1744) zum Verfasser hat, zu erwerbest. Addison ist mit seinen „Remarks on Jtaly", Oliver Goldsmfth, dessen'vekcMsttestje Erzählung „Der Landprediger von HakesieM weit über die Grenzen seines Vaterlandes hin- Es Verbreitung fand, mit seinem Oratorium „Die Gefallgene«" vertreten. Auch Fieldistg fthlt ist dieser Ginlppe nichts allerdings ist er nur durch eine Originalquittung über 600 Pfusch- Sterling, ausgestellt von der Verlagsbüchhandlu»»g Andvew. Miller für das Druckrecht seines , „Tom Jones", der Lebensgeschichte eines Findlings, repräsentiert. Vo»r Jonathan Swift, dem berühmte« Verfasser vv« „Gstllivers Reifen", sind zahlreiche Manuskripte und Briefe in der SüstMlung.; ': 1 : : - . Won den späteren brittscheu Äutoyeir sind' Walter Scotk, Robert Burns, William' Makepeace.Thack^ray, Lord Byron und Charles Dickens mit Hre« markantesten Werken vertpeten. .Auchzahlreiche OrlgistaWripfe von und an diese. Dichter, die' eine« hohe« historischen Wert besitzen, vervollständigen die Kollektion dieser Muppe. ,'Interessant ist die Geschichte, wie Mr. Morgcck. der Besitzer säst sämtlicher Byrvn-Mastnskripte geworden ist. Neun Exemplare konnte« in England aufgetrheben werden, doch ging das Gerücht um, daß noch einige Originalhandschriften in Griechenland verstreut feien. Ohne Säunle« schickte Morgan auf die Kunde seine« Unterhändler mit Vollmacht nach Athens um die kostbavest Manuskripte ausfindig zu machen und sie um jeden Preis zu »erwecken. Aus dieser und aus anderen Quelle« schöpfte der großzügige amerikani-.. sche Bibliophile die- Raritäten, di,e seiner Sammlung einen unberechenbaren. Wert verliehen. So kann sich die Morgan- ,B'iblipthek /rühindn, zwölf Byron-Bände mit selbstgeschriebeilen Dedichtest des Verfassers — früher im Besitze der Gräfin Miceioli — sowie den Handschriften der, fünf »ersten Gesästge des „Don Juan", sodanst von '„Werner^, ^„Manfred", „Die Prophezeiung Dantes" und andere Werke, schließlich erne reichhaltige Samimlung von Briefe« Byrons, seiner ,FamKÄ 'und Freunde in biester Giruppe. .zu besitzen. Beimerkeü'swert ist noch, warum T h ackeray besser vertrete»: K als Dickens. Mo^an besaß nämlich in dem aivgüMgigen John För ster einen sehr' geschickten Konkurventerr, der die nletsten Dickens-Manuskripte für England, si^ertti und sie ist per jBittvricv- und Mlbert^BMiothek. - ,, Mm Thackeray sind M allen^ feist bekanntester Roma« ,,D^r Jahrmarkt des Lebens", ftrner! zahlreiche Bände seiner Sketchs, von Wilkie. Collms, >Ru8- George Meredith u. as. viyle Merke'yorh Men,: die für. das heutige. LxsepMikum nur mehr eine«' historische«- Wert '.besitzen. Aber - -auch, pi-e modernste« ^englischen pnd' stGMttHsr.,'Äutottn.."W»e man sieht, 'ist die ^Morgan-.! Bibliothek, die übrigens in einem der..architektonisch schönsten Wiebäude von New-Dork untergebracht ist, ei« Mella für f>M.'LMstde^Wdj.AoMex. der MMMWW.