Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2012 (21.9.1924)
- Date
- 1924-09-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. MS Men, Sonntag Wiener MorgenzeUung. LI. September 1924 Seile # fot einen geiminsamen irischen Staat nichts hören wollten. Das Gesetz von 1929 schuf bann zwei autonome -irische Staaten: SMrland und Nordirländ. Dieses Gesetz aber wurde von den Mündern niemals anerkannt, und die Opposition, dir sich gegen den Vertrag vom 9. Dezember 1921 richtete, wandte sich nicht nur gegen ihn, weil er statt einer Republik Südirlannur die halbe Unabhängigkeit eines Dominions brachte, sondern auch deswegen, weil er die Einheit Irlands nicht gesetzlich sestlegte. Aber in einem unmenschlich grausamen Kampfe gewann die für den Frieden'svertrag mit England eintretende Partei die Oberha-nd; in einem Bruderkriege, dessen Unheimlichkeit Außenstehenden unverständlich bleiben mußte, töteten noch eben eng vebbündete Freunde und Wassengenossen langer Jahre einander gegenseitig. Das letzte Jahr hat in dem iriischen Freistaat eine Festigung der Verhältnisse gezeigt, die man noch vor kurzer Zeit nicht erwartet hätte. Die Anhänger des Vertrages mit England, die gemäßigten Nationalisten, behielten nicht nur die Oberhand, sondern gründeten ihren Staat auf so festen Grundlagen, daß sie es wagen konnten, De Valera, den Führer der Republikaner, vor einigen Wochen frei zu lassen. Noch im vergangenen Muter konnten sie eine Anleihe von 10 Millionen Pfund zu 5,5 Prozent in Irland selbst auslegen und sie wurde überzeichnet, ein Zeichen des Vertrauens, das die Regierung genießt. Für alle praktischen Angelegenheiten ist der irische Freistaat unabhängig. Er hat seine Zollgrenze Großbritannien gegenüber und gegen Nordirland ausgerichtet, unterhält seine eigene Armee und geht an den Ban einer eigenen Küstenflo-tte. Er ist im Völkerbund vertreten und wird bald einen eigenen Gesandten nach Washington entsenden. Die äußeren Zeichen der früheren Union mit England wurden iim Lande überall beseitigt. Im Grunde zielt die am Frieden'svertrage mit England festhaltende Partei, die jcbt die Negierung im irischen Freistaat führt, auch auf die Unabhängigkeit Irlands hin; aber sie weiß, daß ein solches Bestreben sie in einen Krieg mit England verwickeln muß, das nicht leicht zugeben wird, daß die benachbarte Insel, die insbesondere in einem Kriege mit Amerika von größter Bedeutung werden kann, eine völlig unabhängige Außenpolitik führt. Aber es ist nicht ausgeschlossen, daß die nächsten Wahlen im irischen Freistaat eine Ueberraschung bringen und die Partei der unentwegten Republikaner in den Sattel setzen werden. In diesem Falle wäre der Konflikt mit England da. Aber schon in den nächsten Wochen droht die irische Frage der Grenzen zwischen dem irischen Freistaat und Novdirland bedrohliche' Formen anzunehmen. Ulster Hai sich geweigert, seinen -Vertreter, für die Kommission zur Festlegung der Grenzen zu entsenden, mehr noch, trotz eänes Appells, den 21 Parlamentarier, die in der allerletzten^ Zeit Irland besucht haben und von denen 15 Konservative, 5 Liberale und einer Mitglied der Arbeiterpartei waren, an Ulster gerichtet haben, zu einer friedlichen Verständigung zu kommen. Der am 16. d. abgehaltene Ministerrat von Ulster hat beschlossen, ans keine Verständigungsaktion einzugehen. Wieder, wie schon bei allen früheren Versuchen, bietet Ulster ein schroffes Nein. Die britische Regierung wird nun im Parlament, das deswegen schon am 30. d., lange vor dem gewohnten Dermin, zutammentritt, einen Gesetzentwurf einbringen, wonach, sälls Ulster seinen Vertrauensmann in der Kommission nicht ernennen will, d i e englische Regierst Schuhei mit eingebautem „fSe^o&^Guttuni-Absatz Sie letzten Kurse. (Radiodienst der „Wiener Movgenzeit-uiig".) London, 20. September. Devtsentchlußkurs ti Wien 317.500, Prag 149, New-York 4,467w, Paris 84,08» Brüssel 90,05, Rom 101,80, Zürich 23,62',„ Madrid 33,70»/., Amsterdam ll,60l/<, Kopenhagen 26,32»/,, Christians« 82,37»/., Stockholm 16.77'/,, Helsingfors 177'/«, Berlin 18,75, Athen 248,50, Bukarest 880. Bau m wolle: Full Middling 13,78. Terminware eröffnet unverändert bis 4 Punkte höher, steigt 9 bis 13 Punkte höher, auf bessere Deckungen neuerliche Spekulationskäufe. Schluß Oktober 12,76, Jänner 12.61, März 12,69, Mai 12,72. Aegyptifche Ware: 19. Jänner 18,05. Zucker: London ruhig. Alte Preise: Weißer Javazucker 23,6, weißer Zucker Oktober 22.9 bis 22,7»/,, November 21,1»/, bis 22, Dezember 20.3, März 20, Mai 20, 1'/,. New-Dork» 30. September. (Radio.) Devisenschlußkurie: Taggeld 2 bis 2»/^/,. Wechsel auf London 4.48»/', 60-Tagewechsel»4,49",„ Paris 5,32, Amsterdam 38,54, Prag 2,99'/», Berlin 23»/,, Silber 69'/,. rung das Recht hat, diesen Vertra.uenSi mann selbst zu ernennen. Hierauf soll dann die! Grenzbestimmun-gskommission zusammentreten. Dieser An- > trag der Regierung wird wahrscheinlich im Unterhaus« Gesetz werden, da die Arbeiterpartei und die Liberalen dafür mtfc die Konservativen dagegen stimmen werden. Schwierigkeiten wird es im Oberhause geben. Wird aber dieser Gesetzentwurf Gesetz, will Ulster vor dem Obersten Gericht dagegen protestieren, da es nicht verfassungsgemäß sei, die Grenzen einer selbftvevwaltendm Kolonie durch einen Beschluß des Reichs-Parlaments zu ändern. Me auch der Lauf der Geschehnisse sein möge, jedenfalls liegen Mo- nate voll einer Spannung vor uns, die insbesondere in allen irischen Fragen leicht zu Erschütterungen führen kann. Die Frage der Grenzreguliemng ist deshalb so schwierig, weil der irische Freistaat sich nicht nur damit begnügen will, leichte Grenzregulierungew vorzunehmen, sondern mindestens zwei von den sechs Grafschaften, die Nordirland bilden, für sich beansprucht, mit der . Begründung, daß die Majorität der Bewohner dort katholisch sei. In Irland folgen bekanntlich die nationalen Abgrenzungen den religiösen. Obwohl viele Protestanten irischer Rasse sind, gelten sie als Nachkommen der englisch-schottischen Kolonisten und wollen mit England vereint bleiben und von einem irischen Staat nichts wissen. Die Katholiken hingegen sind sämtlich Iren. Nun sind in den sechs Grafschaften Nordirlands von 1,250.531 Einwohnern 430.161' Katholiken, also ungefähr ein Drittel der Bevölkerung, die insbesondere in den drei Grafschaften wohnen, die an den irischen Fvistaat angrenzen. In den 26 Grafschaften, die Iüschriften im die RedaMon sowie Unverlangt einlnngenden Mnnnskripte« «»Ne man stets Rückporto beilege»» ba sonst eine Beantwortung» beziehungsweise Rücksendung nicht erfolge» kann. Südirland bilden, sind von 3,139.688 CinwohnerBl 2,813.509 Katholiken, also fast 90 Prozent der Bevölkoq, rung. Eine Mlösung aber der zwei vorwiegend katholischen Gralfschaftert von dem autonomen NorVirland würde! Nordirlan-d jeder wirtschaftlichen EMenzfähigkeit 'berauben. Es wäre ein Weg, die irische Einheit zu erzwingen.- und wenn Ulster sich weigert, seinen. Vertreter bei dev GrenKbelstimmuntzsikornMission zu ernennen, so tut es dies, -weil es fürchtet, daß. die Politiker des irischen Freistaates auf diese Weise die einheitliche irische Republik zustande bringen wollen. . . Die irländische Insel bildet wirtschaftlich eine Einheit! nnd ihre Zerlegung in zwei sehr ungleiche Teile ist nur Worisch erklärbar nnd Kann auf die Dauer nicht aufrechtevhalten werden. Irland hat in den letzten hundert Fuhren! unter englischer Herrschaft einen derartigen Notstand, eine derartige Verwüstung und Entvölkerung gekannt, wie kaum ein anderes Land Europas. Es wird sich jetzt langsam zu erholen beginnen. Seine alte Sprache und Kultur erwachen, wenn auch künstlich gefördert, zu einem neuen Leben. Aber die Zukunft Irland, wie auch -vieler anderer, insbesondere unter den neuen europäischen Staaten, wird davon abhängen, ob es gelingen wird, dem befreiten Nationalgefühl seinen politisch aggressiven Charakter zur nehmen- und das Problem der nationalen und religiösen Minderheiten befriedigend zu lösen. Heute ist noch der begreifliche Haß der Irländer gegen alles Englische viel zul stark nnd ebenso die Angst der Ulster Protestanten, der Herrschaft der Irländer überliefert zu sein. Aber kommende Jcchrzehnte werden diesen Ausgleichungs- und Aüssöhnungsprozeß in Irland ebenso zustande bringen können w ie in so vielen-anderen national ge mis chten Staaten. Bis dahin aber wird der ganze Takt und die größte staatsrnännische Klugheit der englischen Politiker nötig sein, .damit die alte irische Wunde am Körper . des britischen Weltreiches, die kaum etwas vernarbt schien, sich nicht wieder öffne. __ Sie litauischen Behörden gegen den Mischen Rativnalrat. Aus K o w n o berichtet I. A. A.: Die gegemvärtig« litauische Regierung, «welche stets betont, daß sie dorr Jüdisch e n N a t i o n a l r a t i n L i t a u e n als die zuständige, oberste Behörde für die kulturellen Angelegenheiten dev litauischen Judrnheit betrachtet, jedoch das Gesetz über die Legalisierung des Jüdischen NattomrLvates bisher i-mmer>- unter nichtigen Vorwänden verschleppt, hat nunmehr Ge-, waltmaßregeln gegen die Institution angelwendet, die sie stets zu respektieren vorgibt. An: 16. Septemlber drang Polizei in den Sitzungssaal des Jüdischen Nationalrates ein und forderte die?ju einer Besprechung versammelten Mitglieder aus, sich zu entfernen. Der Vorsitzende des Ratiom-lraws, Dr. Rosenb a u m, der bekanntlich vor einigen Monaten infolge dev Ablehnung des Budgets des jüdischen Ministeriums seine DemUior, als Minister für jüdische Angelegenheiten gegeben hat, die jedoch bis heute nicht erledigt wurde, echöb gegen diesen polizeilichen UMrgriff Protest und erklärte, die Versammlung würde nur der Gewalt weichen.. Die Polizei schritt «nun zu G e w a il t m a ß r e g e l n. Dev Vollzugsausschuß des Jüdischen Nationalrates, welcher sofort M einer Sitzwng zusammentrat, legte zum Protest gegen diese Vergewaltigung seine Fnnlktion nieder. mtw pwwm—h Mgwwmgiaic«* (Vom ostjüdischen Humor.) Von Dr. M. Berkowicz. Im jedem Literaturkreise leben volkstümliche Ileberkiefevungen von ergötzlichen 'Narrenstreichen, die in irgend einer Stadt oder einer ganzen Provinz .stattgesunden haben. Der Volkswitz hält, keinen Streich, keinen Einfall sin so töricht, daß er dem dazu auserwählten Kreise nicht zutzemutet werden könnte. So hatten die Griechen ihre Abderiten, die Mitbürger des „lachenden Philosophen", und in der deutschen Volksliteratur sind Schildbürger, Labenburger, Büsumer, Sch>öppenstcdter u. a. zu großer Berühmtheit gelangt; das „Schildbürger"- oder „Lalenbuch", in späterer Fassung auch „Der Grillensänger" genannt, erfreut sich der größten Beliebtheit bei Kleinen und Erwachsenen. Der ostjüdische Witz hat die polnische Stadt Chelm zur klassischen Heimat aller möglichen und unmöglichen Torheiten und Narrenstreiche gemacht. „Narroni-m" "(Narren) Und „Chelmer" sind hier vollständig synonyme Begriffe. Und die guten Chelmer wissen, was ihr Na-me bedeutet, wofür sie gehalten werden. Sobald sich jemand durch einen allgemeinen Vorwurf getroffen fühlt, bekommt ep das sehr verbreitete Sprichwort zu hören: „Narronim, hinaus aus dem Bad!" HiiMgefügt wird oft die Ueberlieserung, daß überall, wo Narren hinausgebeten werden, ein etwa ant.vesender Chelmer sofort fragt: -„Auch ich?" Dieselbe Frage wird bei solcher Gelegenheit auch dem berühmten Narren- CHojsek in den Mund gelegt, von dem noch später die Rede sein wird. Ein „Chelmer" ist aber, , trotz aller Narretei, schlau genug, um -nicht seinen Wohnort zu verraten. Wenn er etwa — so erzählt man sich — von einem Mitreisenden im Eisenbahnwagen gefragt wird, woher er sei, so gibt er keine direkte Antwort, sondern meint halb verdrossen, halb lächelnd: ,Mso, seid Ihr klug!" Das wird aber auch bald von einem,^'rodyer", bald von einem Pinsler" (aus Lisko am San) erzählt, und Heinrich Löwe berichtet ähnliches in -seinem köstlichen, wenn auch dar Gegenstand nicht erschöpfenden Büchlein: „Schelme und Narren in MstjchtzK KaMen" MUt-Kevlag, Berlin, 1920) vpn dorr P o s e n e r n: „Fvagt man einen Posener, von wo er sei, so Mt er das schon für eine boshafte Anspielung auf die Poisener Neronem*) und antwortet: ,ßo klug wie Sie bin ich auch!^ . Zahlreich sind die Torheiten und Narrenstreiche, die von den Chelm ern erzählt werden, und ebenso zahlreich sind die Bariationen der einzelnen Anekdoten. Manche sind vereinzelt auch in deutscher UübertMgung bekannt geworden. Die jüngste Sammlung aber, die sich der Vollständigkeit nähert, ist im lausenden Jahre in der jüdischen Tageszeitung „Der Hajnt" in Warschau, von dem bekannten jüdischen Voilkssänger , und MusiVschviftsteller M. K i p n i s publiziert worden. Die meisten dieser Chelmer Geschichten und Schnurren sind mir wohl, seit > meiner frühesten Jugend bekannt, ich habe, sie nicht nur oft gehört, sondern auch selbst in fröhlicher Gesellschaft gern erzählt. Aber erst diese Kipnissche Sammlung gewährte mir einen Ueberblick über das literarische Ganze und bot mir von neuem köstliche Unterhaltung. Die Lektüre derselben regte mich auch an, das -deutsche „Schildbüvgerbuch", das ich vor vielen Jahren gelesen und an das ich merkwürdigerweise beim Anhören oder Erzählen von Chelmer Geschichten bisher niemals gedacht 'habe, zum Vergleiche heranzuziehen. Ich war von der Gleichheit und Gemeinschaft der Motive in beiden Sagenkreisen ganz überrascht. Gar vieles, was von den „Chelmern" erzählt wird, findet, sich unter .den //Weisheiten" der Schildbürger — und manches, was die polnischen Juden im Osten von ihren Chelmern erzählen, teilt uns Löwe aus dem Pnsenftben mit, so daß ein gemeinsamer Ursprung, der deutsche Sagenkreis, als sicher angenommen werden darf. : _ *) Lö w>e macht aus die sonderbare Plu-ralbildlmg „Narran-i-m" auftnertsim. die er für e:-ne Ech-tliche An \ agiebildung zu der. Mchrz-ahl -von. ,p!amdan", Gelehrter, also als Sai-teustück zu „L-am>doni-lu" hält. Er bringt auch die Meinung anderer, die darin eine Anologie zu „Chchonlw" sehen, da ja nach der allgenreinen Ansicht jeder Chasan ein Narr ist. Das letztere e-r'schci-nt plausibler, denn ich l>a'be ojft die Begründung gehört, das Wort Chasan (in seinen Konsonanten) halbe.das Notarckon: „Clhasonim senen Narronim". Freilich wollte mir emm-oll ein g-Md-et-er, sehr -berühmter Chasan von Lemlborg durch Um'kehru-ng des Notarlkons' Mveiiseu, daß: „Narronim -sogen, Chason'im jenen Narronimr", Es ist ja bekannt, daß die populärsten deutschen Volksbücher urvd Bearbeitungen von Sagen verjudischt, das heißt mit hebräischen Typen, zumeist in der K-u-rzschvist des sogenannten ,^Jwri"- oder „Weilberteutsch" gedruckt wurden und biS zum Ausgang des 18. Jahrhunderts in Deutschland und noch viel später in Polen stark verbreitet waren. In' seinem „Das deutsche Gaunertum^ (13. 3., 477) verzeichnet Ave Lalement eine Mische Ausgabe des Schildbürgerbuches unter dem Titel „Schildbürger, selzjsame un' kurzweilige Geschichte, Fürth 1795". Ungefähr denselben Untertitel führt auch das „Lalenbnch^ in seiner ersten*) Ausgabe vom Jahre 1597. Ebenso bekannt war bei den deutschen Juden der „Culenspiegel". dessen Streiche in Polen auf Schelme wie Froim Greidinger u. a. übertragen wurden (Löwe). Die jüdische Ausgabe hatte nach Ave Lalement (daselbst S. 485) den Titel: ,/§ulenspiegel, eine wunderbare Geschichte, wie es ihm gegangen is' von seiner Jugend ... Breslau, gedruckt in diesem Jahre, wo das Bier teuer war". Daraus erklärt sich leicht, daß viele Chelmer Geschichten sich in ihren Motiven mit solchen aus dem Schildbürgevtuch vollständig decken. Sie sind einfach aus dem deutschen Sagen-, kreis in den jüdischen geivandert, ebenso wie manche andere ©age in das jüdische Ghetto geirandert und wie andererseits alle jüdischen Sagen und Uebevlieferungen z« anderen Völkern übergegangen sind. Neben anderen g-eringsiigiaen Aehnlichkei-Len hüben die Chelmer Geschichten mit denen der Schildbürger folgende. Motive geme-in: . Die Hevbeischafsnug von Steinen, oder Bauholz zn!' -einem Bau — einer Synagoge -in C-helm, eines Rathauses in Schilda — von einem Berge ins Tal. Mit Mühe und' Schweiß wird jedes einzelne Stück von den klugen Bürgern auf den Schultern heruntergettagen, 'bis ihnen denn letzten: *) Die Mite, ein J-abr spätax erisolgte Ausgabe des „Lalenbuches", heißt in der Nmarbettung „SchMbüvgerbuch". Es ist dey-ekbe Pi>eudonyme Autor: M. Al evh B« th G imel; Ort des Druckes, statt Lckleulbuvg: Misnopotamia/ Freunde von vagen und billigen Hypothesen könnten leicht hinter dem hebräischen Autorennamen und dem yrientaltsch aeOvbten Ortsnamen einen Mischen Hu-rnoristen -versteckt selM, oder wenigstens euren solchen bei der Zusanrmenttagung M MitaLeßb» vermuten.