Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2010 (19.9.1924)
- Date
- 1924-09-19
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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;3f wmi pw^si D JtHtL MÜ ",:^'y r "'•' Men, Freitag " ■^..,1.»-—i ,',. '. -- -----..' .. I * Die individuelle Lohnerhöhung im Bankgewerbe zu* , lässig. Die.schwere. Krise, welche auf dem ganzen Bankgewerbe , Met, hat selbstverstäMich auch diese Branche geswungen, ihre Spesen und unter diesen auch die P e r s o n a l s p e s e n beträchtlich zu reduzieren. Im Anschlüsse an den im März l. I. ■ unter dem Drucke des bei den Groß- und Mttelbanken geführten und bei den Privatbankfirmen angedrolhten Strecks ' hatten damals zirka 60 Privatbankfirmen einen Kollektivvertrag mit ihren Angestellten abgeschlossen. Der Reichsverern der Bank- und Sparkassenbeamten stellte nun auf Grund dieses Abschlusses beim Einigungsamt . den Antrag, die Bestimmungen dieses Kollektivvertrages für alle Privaroankiers als allgemein zwingende Satzung zu erklären. Die immer fühlbarer, werdende Krise im Bankgewerbe hat jedoch bewiesen, daß selbst diejenigen Firmen, die sich seinerzeit dem Kollektivvertrag angeschlossen hatten. ,eine Lasten Sicht mchr zu tragen in der Lage sind, so daß von den einzelnen wllektivvertragsflrmen das Uebereimommen mit wenigen Ausnahmen gekündigt wurde. Da die Voraussetzung der Satzungserklärung — die überwiegende Bedeutung für die Bankiersbranche — hierdurch weagesallen war, hat der Reichsverein der Bank- und Sparkassenbeamten vor der heute anberaumten Verhandlung beim Emignngsamt seinen A ntrag auf Satzungserklärung zurückgezogen. Mchm ist also die individuelle Lohnvereinbarung bei den Privatbankfirmen in Hinkunft vom Verbände der Bank- und - Kommissionsfirmen durchgesetzt. * Graz« Kongreß zur Bekämpfung des Mädchenhandels. Im KaanmermuifHaal.in IGvay ist , Mtern foeip sechste internatiolnale Kongveß zur Bekämpfung des Mädchen- A.nd Kindevhandels erHfnet worden. An dem Kongreß nähmen yahlreiiche Dolegierte aus fast allen Staaten der Welt teil. Unter dem Vorsitz des Delegierten des internationalen Bureaus zur Bekämipfung des Mädchen- und Kilndechandols m London, Claude Montelfiore, begannen die mevitorijschen Beratungen des Kongresses, der bis zwm SO. d. dauern wird. Anschließend daran findet der Kongreß der Federation AbM- Hanniste Internationale ftujrtt, der bis zum 24. dl in Graz tagen wird. * Kinderheilkuudekongretz. Wie die Jnnsbvucker Blätter melden, hält die Deutsche Gesellschaft - für Kinderheilkunde, die gegenwärtig ihren Sitz in Rostock hat, im Rahmen der I n n SbruckerNaturforfchertagun g ihre heurige Hauptversammlung ebenfalls in Innsbruck ab. Gestern früh begannen die wissenschaftlichen Vorträge, deren Tenor ausschließlich die Tuberkulose bet Kindern bildet. ES sind rund 70 Vorträge angekündigt. * Patzbeilagen für den Fremdenverkehr. Im Austrage des Bundeskanzleramtes gibt der Landesverband für Fremdenverkehr „Amtliche österreichische Paßbeiiagen" heraus, deren Zweck es rst, dem ausländischen Besucher möglichst vollständige Aufschlüsse über die Einrichtungen Oesterreichs zu vermitteln. Die Paßberlagen erscheinen in fünf Aus- Jaben und fünf Weltsprachen (deutsch, enMch. ftanzösisch, Kmnisch, italienisch). * Elfte österreichische Massevlotterie. Bei der am 16. d. abgehaltenen Ziehung der IV. Klasse gewannen: 100 Millionen Kronen daS Los Nr. 66.671; 50 Millionen Kronen daS LoS Nr. 39.716; 40 Millionen Kronen das Los Nr. 9582; je 10 Millionen Kronen die Lose Nx. 71.650 und 71.987; je 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 8671, 33.642, 43.987, 67.650 M 71.269; je 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 5070, 7650, 8716, 30.526, 45.267, 59.910, 72.716. 77.642, 70.246 ,unb 99.155; je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 671, 2287, 9642, 18.269, 19.326, 22.080, 24.155, 25.070, 26.277, 86.716, 86.987, 44.526, 51.080, 64.328, 68.481, 72.747, 79.269, 89.747, 93.323 und 99.323; außerdem wurden 2460 Gewinne zwischen 1 Million und 500.000 K. auSgelost. * Die Ehrenlegion für den tote» jüdischen Mediziner. Aus Paris wird uns berichtet: Ein tragischer Tod ereilte den aus Siebenbürgen stammenden Mediziner Hermann Ganz, der im hiesigen Spital von Bandes praktizierte. Der junge Mediziner, 6er wögen seiner Tüchtigkeit und seines Diensteifers sich großer Beliebtheit im Spital und bei seinen Lehrern erfreute, wurde am 27. Mmust, gerade als er sich ansmickte, einem soeben eingÄieferten Verunglückten auf der chirurgischen Mteilung Hilfe zu leisten, und Gm durch rasches Eingreifen vor dem A^Muten zu retten, plötzlich von Unwoblsern befallen. Seine ihm zu Hilfe erlenden Kollegen wHrte er mit der Bemerkung ab, daß er erst den Kranken verbinden müsse, ehe er an sich denken könne. Während der Arbeit verlor er das Gewußtem. Er wurde ins Necker-Hospital überführt, wo er um 11 llhr vormittags, chne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, gestorben ist. Ganz ist an Hirnblutung infolge lleberanstrengung gestorben. Sein Leichenbegängnis fanfo imter ungemem starker Beteiligung statt. Die AMenee Publique übersandte dem Mten der Wissenschaft" die Bronzemedaille der Grenlegion. An dem Leichenbegängnis nahm auch der rumänische Konsul .teil. Hermann Ganz war MMed - des jüdisch-akademischen Bevbandes Barissia. " * Kälenderresorm in Rumänien. Der „Pester Lloyd" meldet r Nach langen Auseinandersetzungen zwischen den kirchliche« und weltlichen Kompetenzen nahm endlich der Synod der rumänischen nationalen nichtunierten griechischen Kirche den v erlös s er t e n Juli anisch e«K al end er als Grundlage der neue« Zeitrechnung cm, der nunmehr am 14: Oktober auch für den Kirchlichen Gebrauch in Kraft treten soll. * Tanziustitut Hermann Braur^ 14. Be-., Reindorfgaffe 42.;ALntgeMch^. Lerekne. BortrSge und Beksammlunsen. Zionistisch-akademischer Verein Hoch a w e r. Heute «m 8 Uhr abends im Lokal der Lese- und Redehalte (9. Be»., Türkenstraße 9) ordentliche Versammlung. Referent Kollege ».Bernstein.— Z io n i st i s ch v Bezirk 8 s e k t i o n Alfergrund. 9. Bez., Liechtensteinstraße 11, eröffnet ab 1. Oktober d. I. nachstehende Kur s e f ü r A n f 8 n g e r « n d Fortgeschrittene, die mit z e h n T e i l« e h m e r n begonnen werden: 1. Hebräischkurse. 2. Klavierkurse. 8. Stenographiekurse. 4. Handarbeitskurse aller Art. Anmeldungen » u r s ch r t f t l i ch an: W e i n e r, 9. Bez., Servitengasse 18/19. — B «k o w 1 n a e r Zentralverband. Sonntag den 21. d., pünktlich 4 Uhr, Trefftag der Bnkowinaer zu geselliger Zusammenkunft im Cafe Edison (ehemaliges Cafe Palace), 8. Bez., Alserstraße 9. U ran i a. Heute 5 Uhr (Großer Saayr Der Rhein, der Strom des deutschen Schicksals. */»6 Uhr (Kleiner Saal): Kurs: Primararzt Vr. woä. und pbil. Fritz Schulhof: Gehirn oder Seele, l. 6 llhr (Kurssaal): Univ.-Prof. Dr. Viktor Grafe: Die Bedeutung der Vitamine für unsere Ernährung.!. 6 Uhr (Klubsaal) r Univ.-Lektor Ferdjnand M a t r a S: >SprechkurS. ll. VeS Uhr (GroßerSaal): Eine Fuchsjagd auf Skiern durchs'Engadin. ^8 llhr. (Kleiner Saal): Prof. Dr. H, J.?T om a sie t h: Durch Amerika. II. Von Alt-Peru Über Habana Und die MWffippimündung nach Mexiko. Uhr (Kurssaal) : Kurs: Direktor Pius Fürst: Unsere Spätsommer- und Herbstflora. IV. V,8 Uhr (Klubsaal) r Kurs: Prof. Dr. Benno S t e i n i tz: Der SV27*" Miene? Morgenzettung. - 19. Soptember 1884 ' Gerte 8 S t a 11 Karten! Sabine Feniger Wien Simon Ei Berlin empfehlen sich als Verlobte Im September 1924 Der Zentralverband der Hausbesitzervereine von Wien veranstaltet am Sonntag um 9 Uhr vormittags in Stahleners Saal, 17. Bez.,' Jörgerstraße 22, eine Haushesitzervers a m m l u n g, bei der oie Herren Präsident B e r e h i n a k, Alois M o i ß l, Heinrich Roth und Gustav S ch ö n w e tt c r über den Abbau des Mietengesetzes sowie aktuelle Hausbesitzerstagen sprechen werden. Jüdische Kindevfreunde. 1 In nachstehend verzeichMen Heimstätten und Kindergärten de8 Vereins „Jüdische Kindersreunde" werden noch Kinder (Knaben und Mädchen) im Alter von 3 bis 13 Jahren ausgenommen. Einschreibungen finden täglich mit Ausnahme von Samstag mtb Sonntag in der Zeit von 4 bis 5 Uhr statt: Heimstätte 16. Bez., Wurlitzergasie 11; Heimstätte Obere Donaustraße 91, H. Stiege, 1. Stock; Kindergarten Prater, Gasthaus „zur goldenen Rose" (nächst Tegetthoff- Kino.) — Der Verein veranstaltet gemeinsam mit Herrn Rabbiner Edelstein in seiner Tagesheimstätte, 2. Bez., Obere Donaustraße 91, II. Stiege, 1. Stock, anläßlich der hohen Feiertage ein Minjan. Karten sind im Sekretariat des Vereins mit Ausnahme von Samstag in der Zeit von 9 bis 1 Uhr Md von 8 bis 6 Uhr erhältlich. Der Palästlnafllm. Der Keren Kajemech l'Jsrael veranstaltet Sonntag den 21. d., 10 Uhr vonnittags, im Kern- Kino, 2. Bez., Prater 60, ein A u f f ü fr t-u k ß seines Palästi n asil m s „Eine Reise durch Erez Israel im Jahre 1923", zu der alle Spender und Freunde des Keren Kajemeth l'Jsrael eingeladen werden. Entree frei! Der Saal wird um VslO Uhr geöffnet. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Zum Fllm werden sprechen: Pros. Artur F r e « d und Karl Glaser. , Bühne und ein DiertclMrhMldert Sfterrelchischer Kunst. Zur gestrigen Eröffnung im Künstlerhaus. , Nach der Internationalen Ausstellung der Sezession die Oesterreichische Kunstausstellung irn Künstlerhaus, ein Viertchjahrhundevt österreichischer Mal- und Bil-dhaueMust umfassend und dadurch schon äußerlich gekennzeichnet, daß Mr ersten Male die drei großen Gruppen KünstlerhauS—^Sezössion—Hagenbund unter ein Dach gÄrächt wuMn und neben ihnen auch die sogenannten Außenseiter des Wiener Kunsüebens Kunstschau und die. Kunst der Wnder placiert sind. Der Rahmen, d. i die Raumgestaltung, besorgte AvchiteA Pros. KarL Witz m ann derart, hast. We MHeMAM ailxchmgs nur räumli cher NaM zustanÄ kam. Dies« A-usstellung, frte AÄteres' Und Neueres umfaßt, Mchtungen nebeneinandevlegt, die in ihrem Wesen nichts mit einander zu tun Haben, sondern bloß als Dokumente einer bestimmten Epoche gewertet werden sollen, bleibt an und für sich verdienstvoll, wenn auch ihr Gesamtniveau nicht sonderlich überrascht und auch in neuer Erkenntnis nichts Wesentliches dernrittelt. Es besteht auch bei detlei Darbietungen eine gewisse Verdnnkelungsgchchr, da man an eim KuM denkt, die aus dem Zeitgeist heraus sich einheiMch oMnisch entwickelt hat und sich nun unter einer sogenannten lokalen Gmppenkondention zusammenschließt. Wir wissen, daß nach dem Absterben der altzu raisch emPorgeibUhten ,-Sezession" in Wien ein Schritt in die europäische Welt geiwagt wurde, vor allem nach dem Westen, und wir wissen auch, daß die internationale Moderne in Men mehr durch die Feder als durch den Pinsel propagiert wurde. Der Beitrag, 'den das letzte Vierteljahrhundert österreichischer Kunst für die - neuzeitliche Entwicklung der Malerei geleistet hat, ist vechaltnismaßig gering. Aber sie besitzt iurmechm prinDielle Züge, rin modernes GHcht, düs bisher nicht durch kmnkhaste, frivole Auswüchse entstellt. Wochen ist. Die entwicklungsgeschichtlichen Gründe dieser Tatsache liegen mehr auf gesellschaftlichem als ach rein Knstleriischem GLbiete; doch darf man auch der Sünden der veralteten, kurzsichtigen und reaktionären Kunstkritik, die leider in Wien Mziell Mreditiett lwar, nicht vergessen. (Erst in der junAten Zeit hat die österreichische Kunst das Recht, an Ibett MroPüisscherr Kauptstvömungen teBstunchmen.) ., bezeichnen konnte. Jettnrar, Schmutzer, Häniisch, StoitzneV^ Kruis, Bacher, Tichy, Dalchauer, von den Jüngeren mit schärfer ausgeprägtem Pvofikl Hammer,- Gerstenbrand, Bvulsen'bach, Lestmdnrten und bestimmen die Haltung dieser Kunstgruppe. Wilder, glutrlyd blutvoller gebärden sich die Mitglieder des H a g e n b u n d e s, der eigeEch während seines Bestandes stets alle Richtungen der'Moderne in sich ausnahm und zeitweise als einziger die unerbittliche RückstchMoisigkeft mancher talentvoller Draufgänger gegen die traditionellen Bild- und Bilderlgedanken der verwöhnten . Künstlerhausgruppe sich austoben ließ. Im Hagenbund war immer ein starker Formwille bemerkbar, die tnter- Mtionalen wertvollen KunststrÄnungen sind an dieser vernachlässigten Schar nicht spurlos vorübergegangen. Hier findet man bei aller Vertieftheit im Zeichnerischen Sinn . für Farbe, das Ringen mit Problemen, den Kampf gegen alles, was MaMware heißt: eine Art KlaWsmus, aber nicht im Sinne einer wiederauflebenden aikademischeu Kunst, sondern die bewußte Rückkehr zum streng geformten Mild. Viktor Tischler hat bereits eine gewisse Ruhe und Würde erreicht, neben ihm stehen Ludwig Ferdinand Graf, Heinrich Revy, aus Nebenwegen wandern Pajer-Gavtegen, Oskar Laste, Joses Floch, Lmse Merkel, der Graphiker Geord Ehrlich, ferner Hauser und Breithut. Die Kunst sch au ist in keinerlei Schablone besangen. Sie zeigt starkes Wollen und knüpft, wenn auch scheinbar „hypermodern", an gute VorbWer an. Andersen, Gütersloh und Zülow fallen auf. Bon den Malern der Bundesländer zeigt Alphons Walde, der sich rechtzeitig von Mbin Egger-Lienz emanzipiert hat, kräftige Monumentalität. Wilhelnc Wachtel bringt Zwei zarte Landschaften aus degn Orient. Wiederum Men. Dario Rappaport, Demeter Koto und Emmevich Haas auf. Jakob Löjw vertM die kunstgewerbliche Note in der Plastik. Uelber 400 Werke — eine stzaWche Schau, die. ein Merteljahrhundert intensivster Arbeit umfaßt, eine Zeitwende abschließt und den AustM zu einer neuen bildet, deren Durchbruch wir heute schon begrüßen. Oskar Rosen s elb. * Die Ausstellung wurde gestern durch Bürgermeister Seitz, der tim kulturellen Wert derselben durch eine Ansprache betonte, eröffnet. rer Star SchMapr«. Bekanntlich hätte gestern Feodor Schaljapin im Kouzerchaussaal austreten sollen. Schon einige Wochen vor dem festgesetzten Termin /wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das Können des russischen MePersaugers ins helle Licht zu stellen und die hohen Preise (50.000 K. Stehplatz, 500,000 & der teuerste Sitzplatz) zu rechtfertigen. Leider ha: man die Rechnung ohne den Star gemacht. Es scheint ihm in Berlin schr gut gefallen zu haben, und die Einnahmen haben so seine Erwartungen üibertroffen, daß er sich entschlossen hat, noch ein Meites Konzert im Berliner Marmorsaal zu geben, und die Wiener einfach aussitzen zu lassen. Das Vorgcheu Schaljapins ist um so schärfer zu verurteilen, als man doch dm Säuger mit der Eiuladmvg chrte, rm Rahmen des Wiener Musik- und Theaterfeste-s anfzutreteu. KammerMger Bohne« an MntverMnng «kraM. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Berlin, 18. September. Wie die „Bosiische Zeitung" er» fährt, hatte sich der Kammersänger Michael Bohner: an: Montag abeM bei einen: Gastspiel m Hamburg als Mephisto beim Ankleiden eine rostige Nadel in den Leib gestoßen. Cr trat noch Montag und Dienstag auf. Gestern vormittags machte sich aber bei ihm ein so starkes Fieber bemerkbar, daß er ins Hamburger Kvan'kenhMs gebracht und dort sofort operiert werden mußte. Es stellte sich heraus/ daß sich der Sänger an den Folgen des Stiches eine Mutvevgrstuug zwgezo^u hatte. Bohnen ist gestern aber:ds nach Berlin gebracht worden, wo chn sofort Professor Jsra el-in Bchandlung nahm. Sein Gesinden ist noch immer besorgniserregend, «ns den Aeatem. Dies gM itt erster Linie von 8m sogenamrteK soliden Werten der K ü n st l e r h a u s g r u p p e, die niemals ein EntwicklUngSfaktor, sondern bloß eine 'lokale, bürgerliche Geld- oder evbaristotrattsche Angeleglenhett war. Man sagt' nichts gegen den Wert dieses Niveaus, wenn man in ihm Kräfte feststem, die als Widerspruch gegen die modernen Lichte und Formpvobleme gelten können. Es ist das solide Verhältnis zwischen Maler und Objekt, zwischen dem Portvätisten und dem Modell, ein durchaus korrektes, gut fundiertes Verhältnis, das keine Spannungen und daher auch keine Konflikte kennt. Namen, wie Angeli, W. V. Krausz, Darnaut, Adams, Eharlemont, Schiff, Brunner, Larwin, Eppstein, sind die Wegweiser dieses MektizismUs, der stets rÄch an Virtuosen sein kann. Heißer und kräftiger au Impulsen gab sich von jeher die Sezession, die zwei Jahrzehnte hindurch zwischen den neuen Schlagworten und der guten asten Tradition hin und her schwankte, niemals aber mit den enttvicklüngsgeschichMchen^ Tendenzen in eiueü unangenehmen irnd stilwidrigen Widerspruch geriet.' Die Wepke dieser Gruppe 'lagen imtster in einer Region, 'die Qualität verspxach, siewaren niälerisch kräftig, „interessant", zuweilen snobistisch, illustrativ, über inuuer mit einer gewissen Pilanterie ver- ^,hUNtt-. die MM mit dem literarffcheu Mrt;'o u ,• ii M) c a t e r. Morgen, 6 llhr abends, „D e \ jungs Atedarbus". A t a de m i e t h e a t e r. Morgen, Uhr abends- „D a s G l a s W a s s e r". Schönbrunner Schloßtheater. Morgen, Yj8 Uhr abends, „D i e Kinde r". Volksoper. Heute Margarethe" (Faust). Morgen (Samstag) setzt Richaw Ku bla als Don Jose in „Ca ritten" sein Gastspiel fort. Im Deutschen VolkStheater beginnt dar M o i s s i - Gastspiel morgen SamStag in Grillparzers „D i e JüdinvonToledo" (König Alfonso) und wird Sonntag den 21. d. in Gerhart HauptmannS „D er w eiße Heiland" (Montezuma, Kaiser von Mexiko) fortgesetzt. Im Raimund-Theater gelangt Sonntag 7 Uhr abends, zum erste« Male Hermann B ah r s Lustspiel „T s ch a p e r l" zur Darstellung. — Mittwoch den 24. d. Premierenabeud; er kommt die Komödie „Wer weint um I u ck e n a ck" von Hans R e h f i s ch zm österreichischen Ur- Mffiihrung. . Im Neueu Wiener Stabttheater kommt morgen SamStag, von Oherregiffeur Ludwig Stärk neu eiustudiert und neu inszeniett, „D i e Causa Kais e r" von Ludwig P t a r k und Adolf Ei 8 l er znr ErstauMhnmg. R e n a i s s a n c e b ü h n e. Heute findet die 50. Aufführung des musikalischen Schwankes „Die t o l l e L o l Musik von Hugo Hirsch mit Jenmi S ch ä ck in der .Hauptrolle Katt. :